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E_1931_Zeitung_Nr.031

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1931 — W31 Zwei tüchtige, solide, zuverlässige Burschen suchen Anstellung als Chauffeur-Mechaniker und als MITFAHRER in ein Auto-Transportgeschäft. Bevorzugt Ostschweiz. Ia. Zeugnisse können vorgewiesen und Kautionen geleistet werden. Offerten unter Chiffre 49199 an die Automobil-Revue, Bern. Karosserie-Blechtreiber tüchtige Spezialisten, werden zu sofortigem Eintritt oder nach Uebereinkunft 9323 gesucht von Carrosseriewerke Gygax A.-G., Biel, Freiestr. 13 Telephon 41.59. CHAUFFEUR 26 Jahre, solid und zuverl., mit 6jähr. Praxis auf Lastwagen, sucht Stelle per 1. Mai, ev. 15. April Offerten an: Siegfr. Stadelmann, Chauffeur, Josefstr. 107, Zürich 5. 49291 Radio-, Motorradund Auto-Batterien mit schriftlicher Garantie. FachmännisiiheReparatiireii aller Systeme. Leihbatterien. Lager der Accumulatoren-Fabrik Oerlikon. CARL HUBER, Werkhof Milchbock. ZÜRICH 6 Schaffhauserstrasse 120 a Telephon 44.890 Gesucht für sofortigen Eintritt tüchtiger, zuverlässiger für selbständige Besorgung mehrerer Wagen. — Es kommt nur erfahrene, erstklassige Kraft in Frage. Offerten mit Gehaltsansprüchen, Zeugnisabschriften und Referenzen unter Chiffre 49334 an die Automobil-Revue, Bern. Gewandter, solider Automechaniker wird als Chauffeur für neuen Chenard & Walcker-Traktor zu baldigem Eintritt gesucht Bei befriedigenden Leistungen dauernde Stelle. Ohne Ia, Referenzen und Zeugnisse unnütz, sich zu melden. — Offerten mit Gehaltsansprüchen unter Chiffre 49341 an die Automobil-Revue, Bern. Originalzeugnisse nicht beilegen, wenn Sie Offerten auf Chiffre» Inserate einreichen, sondern nur Abschriften. Auf keinen Fall können wir Adressen von Chiffre-Inseraten bekanntgeben und eine Haftung for die Wieder, erlangunj solcher Dokumente Ob«r. nehmen. utomec an er in Garage der deutschen Schweiz. — Nur seriöse Bewerber mit langjähriger Erfahrung wollen sich wenden unter Chiffre V 21072 On an Publicitas, Ölten. 40326 Mod. 1927, komplett ausgerüstet und in sehr gutem Zustande, umständehalber spottbillig abzugeben. Offerten unter Chiffre Z. 1895 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. *••• AUTO-MECHANIKER Automechaniker-Chauffeur Administration d. Automobil-Revue Gesucht zu sofortigem Eintritt 2 tüchtige HUPMOBILE Limousine ••••••• Gross-Garage in der Zentralschweiz mit bedeutendem, gut eingeführt. Autohandel, sucht zu baldigem Eintritt tüchtige, fachkundige Kraft als kaufmännischen Leiter mit einer Interessen-Einlaae von Fr. 30 000 bis 50 000, mit Sicherstellung und 5% Verzinsung. Anfangssalär ca. 7000 Fr. Prokura. Günstige Lebensposition für. in der Branche erfahrenen Kaufmann. Anmeldungen mit Referenzen und Photo erbeten unter Chiffre 49314 an die Automobil-Revue, Bern. £•••»•••••••••!»•••••••••>: , QUALITÄT Dies ist eine Stätte der Arbeit Die neuen Modelle 1931: Favorit, Standard 6 und Standard 8 haben am fetzten Salon in Genf allgemein grosses Interesse erweckt. Trotz bedeutenden Vervollkommnungen und Verfeinerungen der Wagen sind, die Preise dank dem stets steigenden Verkaufsumsatz neuerdings heruntergesetzt worden. \ Unsere Vertreter-Organisation steht zu Ihrer Verfügung: Aarau: Glaus & Meng — Basel: Max Guldenschuh — Bern: Grand Garage Burgernziel — Ebnat-Kappel: N. Hartmann — Hedingen: P. Glättli — Herisau: Erny Carl — Horgen: John Faul — Konolfingen: Garage Antener — Langenthai: Garage Geiser — Lugano: Andrea Ponti — Münchenbuchsee: Theod. Christen — Ölten: Max Moser & Co. — Pfäffikon (Zeh.):

N"31 II. Blatt BERN. 10. April 1931 N°31 II. Blatt BERN. 10. April 1031 IVechn» Rundschau Wandlungen In der Reifen-Technik. Der Unterschied zwischen Hoch- und Niederdruckreifen besteht bekanntlich darin, das.« letztere gegenüber gleich grossen Hochdruckreifen weniger Cordeinlagen haben, leichter waren und eine geringere Tragfähigkeit aufwiesen. Die Entwicklung der Riesenluftbereifung hat im letzten Jahr dahin geführt, diesen Unterschied beider Reifenarten immer mehr zu verwischen. Schon um die Mitte des vorigen Jahres unterschieden sich gleich dimensionierte Reifen beider Kategorien in nichts weiter als in der Bezeichnung. Da liegt es natürlich nahe, beide Reifen zu einer sogenannten Universalreihe zusammenzufassen. Es wurde durch Herübernahme der Hochdruckreifen 32 X 6 und 34 X 7 analog 366 und 387 die Ballonreifenreihe so erweitert, dass eine Abstufung in der Profilbreite von einem halben Zoll entstand. Das hat den Vorteil, dass derUebergang zur Verwendung der Uebergrösse erleichtert ist. Alle übrigen Hochdruckreifen, also 30 X 5, 30 X 5e, 32 X 6 für Felge, 30 X 5, 36 X 8 e, 38X9e und 40 X lOe bzw. 40X8e und42X9e sollen zum Aussterben gebracht werden. Das erfordert natürlich eine gewisse Uebergangszeit, für die selbstverständlich diese Reifen noch lieferbar sein müssen. Gleichzeitig erhält die Universalreihe neue Reifenbezeichnungen, und zwar nach Nennbreite und Felgendurchmesser in Zoll; z.B. 8" extra —20, d. h. ein Reifen von 8" Nennbreite für die 20zöllige Felge. Dieser Reifen ist mit dem Niederdruckreifen 9.00—20 extra identisch und ersetzt den Hochdruckreifen 36 X 8 extra. Die Bezeichnung « Universal » zielt auf die universelle Anwendung des Luftdruckes hin. Jeder dieser Reifen kann sowohl als Hochdruck- wie als Niederdruckreifen gefahren werden. Der Luftdruck wird einzig und allein — natürlich unter Einhaltung einer bestimmten unteren Grenze — von den Betriebsverhältnissen, unter denen der Reifen seine Arbeit verrichten soll, bestimmt. Für Omnibusse zur stossfreien Beförderung von Personen und zum Transport empfindlicher Güter, in allen Fällen also, wo weiches Fahren notwendig ist, wird der geringere Luftdruck zu empfehlen sein. Zum Transport schwerer Lasten, bei Beanspruchung des Fahrzeugs bis zur äussersten Ladefähigkeit und insbesondere bei Ueberlandtransport, immer also da, wo der Reifen unter erschwerten Umständen stark beansprucht wird, ist der höhere Luftdruck der Tabelle zu wählen. X Ein Drahtseil-Kardangelenk. Während man bei den metallischen Gelenken die Drehmomente durch Druckkräfte überträgt, wobei sich Biegungs- und Abscherbeanspruchungen ergeben, die bekanntlich statisch und dynamisch ungünstig sind, ist bei einem neuen elastischen, unter Patentschutz steheirden Kraftübertragungsmittel dafür gesorgt, dass nur Zugbeanspruchungen auftreten. Auf die beiden Wellenenden werden zweiarmige Flanschen aufgesetzt, und mit diesen sind Kloben verbunden, die zum Einhängen von Drahtseilelementen bestimmt sind. Vier derartige Drahtseilelemente, bei denen ein Seil von hoher Zugfestigkeit und grosser Schmiegsamkeit benutzt wird, bilden ein Quadrat, dessen Ecken in der Mittellinie der Befestigungsbolzen für die Seilkloben liegen. Ist nun ein solches Kardangelenk auf die Wellen aufgesetzt, so fallen die Zugkräfte in die Mittellinie der gradlinig verlegten Seile. Die Verbindungslinie der Befestigungsbolzen für die Seilkloben bilden das Achsenkreuz des Kardangelenkes, es tritt also hier genau wie beim metallischen Kardan eine reine Kardanwirkung auf, aber das Gelenk hat im Gegensatz zum Metallkardan, infolge der Verwendung der schmiegsamen Drahtseile, eine hohe Eigenelastizität. Selbst bei grossen Winkelabweichungen bleiben die Seilstücke fast vollkommen in Ruhe; denn sie schwingen nur um ein geringes Mass nach der einen bzw. nach der andern Seite aus, und demgemäss tritt keine bemerkbare gegenseitige Verschiebung der einzelnen Drähte des Seiles ein, es ergeben sich keine Reibungswiderstände, und infolgedessen bedarf auch das Gelenk keiner Schmierung. + Im Betrieb veränderliche! Ventileinstellung. Einer der Punkte, in denen sich ein Rennmotor von einem Tourenwagenmotor unterscheidet, betrifft bekanntlich die Ventileinstellung. Da die Betriebstourenzahl des Rennmotors viel höher liegt, ist man hier gezwungen, die Ventile viel länger, genauer: über einen viel grössern Bereich des Kolbenweges offenzuhalten, damit die Zylinder sich genügend mit Frischgasen aufladen und genügend von den verbrannten Gasen entleeren können. Man Iässt beispielsweise das Einlassventil sich schon 15 Grad vor dem obern Kolbentotpunkt öffnen und erst 50 Grad nach dem untern Totpunkt schliessen, während das Auspuffvenü! vielleicht 50 Grad vor dem untern Kolbentotpunkt öffnet und 15 Grad nach dem obern Kolbentotpunkt schliesst. Bei langsam laufenden Motoren gäbe aber diese Einstellung Anlass zu allerhand Unzuträglichkeiten, wie Rückschlägen in den Vergaser, grossem Brennstoffverbrauch, hartem Gang des Motors usw. Aus einem Tourenmotor wird man anderseits schon deshalb nie die Leistung eines Rennmotors herausbringen können, weil wegen der kürzern Ventilöffnungszeiten der Motor bei höhern Tourenzahlen nicht mehr richtig « atmen » kann. Dem Motor geht dann eben « die Luft aus », wie einem Menschen, der eine zu schnelle Gangart einschlägt. Eine Vorrichtung, die eine Veränderung der Ventileinstellung während des Betriebes ermöglicht, soll nun jedoch gestatten, dass man einem normalerweise ganz artigen, schmiegsamen Tourenmotor auch einen Schuss Rennmotor-Eigenschaften verleihen kann. Es braucht dazu nur eine Verschiebung der Nockenwelle vorgenommen zu werden, wobei diese Verschiebung entsprechend der Tourenzahl durch einen Regulator selbsttätig zustande kommt. Techniker werden die Wirkungskreise der Verstellung schon aus der beistehenden Skizze erkennen. Jede Nocke auf dieser Welle hat nicht wie üblich ein auf der ganzen Breite gleiches Profil, vielmehr kann sie als eine Zusammenstellung mehrerer Nocken mit verschiedenem Profil betrachtet werden. Nocke init verschiedenem Profil, die beim Verschieben der Nockenwelle eine veränderte Ventileinstellung ergibt. Der linke Teil der Nocke ergibt die kurzen Ventilöffnungszeiten, der rechte die langen. Dass das Ventil länger offen bleibt, wenn sein Stössel über den rechten Teil der Nocke läuft, kann man schon daran ermessen, dass hier die Nocke einen abgeflachten Kulminationspunkt zeigt. Während sich im ersten Fall das Ventil sofort nach dem vollständigen Oeffnen wieder schliesst, bleibt es im zweiten Fall in voll geöffneter Stellung einen Moment stehen. Die Vorrichtung soll während sechs Jahren an einem bekannten Sechszylinder-Tourenmotor ausprobiert worden sein und eine ganz bedeutende Leistungssteigerung ergeben haben. Da sie im übrigen fabrikatorisch ganz einfach ist, dürfte nicht ausgeschlossen sein, dass wir in einigen Jahren die verstellbare Ventilsteuerung als ebenso selbstverständlich betrachten wie heute die verstellbare Zündung. -s. Gummistossstangen für Motorfabrzeuge. Da die Praxis immer wieder beweist, dass die üblichen Stossstangen an Automobilen keinen nennenswerten Schutz bei Zusammenstössen und ähnlichen Unfällen bieten, Ist schon vor geraumer Zeit der Vorschlag gemacht worden, an Stelle des Metalls als Material für Stossstangen Gummi zu verwenden. Die praktische Durchführung dieses Vorschlages macht nun jedoch insofern einige Schwierigkeiten, als infolge des beschränkten zur Befestigung der Schutzstange zur Verfügung stehenden Raums an das Gummimaterial sehr hohe Anforderungen Die Pleuelstangen Automobilisten, wenn Sie das Innere Ihres Motors während seiner Arbeit beobachten könnten, würden Sie gleich erkennen, dass sich die Aufund Abbewegung der Kolben unmöglich in eine rotierende Bewegung umwandeln könnte, wenn beide Enden der Pleuelstangen nicht vollkommen geschmiert wären. Das Oel muss die nötige Flüssigkeit besitzen, um jeden Widerstand zu vermeiden, es muss aber auch über genügend Anhaftigkeitsvermögen verfügen, um sich zwischen den Reibungsflächen festzuhalten. Mobiloil hat alle diese Eigenschaften in höchstem Grade, weshalb es von Konstrukteuren wie: Citroän, Peugeot, Rosengärt, Chenard "Walker etc. zur ausschliesslichen Verwendung empfohlen wird. V A C U U M OI L C O M P A N Y BASEL