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E_1931_Zeitung_Nr.037

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'der Fall sei. Wir verweisen auch auf die Ausführungen in Nr. 35 der « Automobil-Revue». Im Gebiet der französischen Alpen ist es der grosse Strassenzug der Route des Alpes d'Hiver, .der heute auf seiner ganzen Länge ohne Ketten befahrbar ist. Von den höher gelegenen Aipenstrassen Savoyens, der Dauphine und Provence ist nur der Mont Oenevre fahrbar. Von den Uebergängen, die aus diesem Gebiet nach Italien überführen, ist nur der Colle di Tenda geöffnet. Im" Gebiete der Schweizer Alpen steht es mit der Oeffnung der Aipenstrassen schlimmer als andere Jahre um die gleiche Zeit. Der späte, gewaltige Schneefall im März und erneute Sehneefälle in den letzten Tagen haben Verhältnisse geschaffen, die als durchaus anormal zu betrachten sind. Von den sämtlichen Aipenstrassen der Schweiz sind heute nur der Brünig- und der Malojapass dem Verkehr geöffnet. Möglich ist, dass in den nächsten Tagen der Ofenpass hinzukommt. Der Jaunpass ist auf der Ostseite bis zur Passhöhe befahrbar, und für den Julier erhofft man durch Schneebrucharbeiten die Oeffnung auf die ersten Maitage. All die andern Alpenpässe werden erst von Mitte Mai an successive für den Verkehr geöffnet werden, und es wird wohl Mitte Juni werden, bis über unser ganzes Alpenstrassennetz der Verkehr ungehindert gehen kann. Von den italienischen Alpenpässen sind es abgesehen vom Brenner, in nächster Nähe der Schweizergrenze der Colle d'Aprica, der 1a überhaupt zu den bestausgebauten Strassen gehört, und der Mauriapass, die heute allerdings mit Ketten fürs Auto offen sind. In den Dolomiten sind es Mendola, Karerpass, Rolle und Pian delle Fugazze, die befahren "werden können, und im weitern noch der Broccone und Andalo bei Molveno. In Oesterreich ist die Arlbergroute immer noch nicht befahrbar und es wird wohl Mitte Mai werden, bis durch die gewaltigen Schneemassen jenes Gebietes ein Weg -geschaufelt ist. Der Autoverlad vollzieht sich zwischen Langen und St. Anton. Von den übrigen Pässen sind Pötschenhöhe und Pyhrnpass, Pass Strub, Pass Lueg und Präbichl, ebenso Reschenscheidegg, Zirlerberg, Fernpass und Oberjoch dem Verkehr geöffnet; Aflenzerseeberg und Josefsberg, dann Gailberg, selbstverständlich Semmering und Annaberg sind fahrbar. Auch die Route von Martinsbruck über die Norbertshöhe nach Finstermünz ist fahrbar. Lr. Die Freihaltung der Strassen im Winter. Die Methode der Strassenbeauisichtigung ist bekanntlich in einzelnen Kantonen recht verschieden, insbesondere variiert die Lastenverteflung zwischen Gemeinden und Kantonen. Auf alle Fälle sind die verschiedenen Systeme den vergangenen Winter auf eine äusserst harte Probe gestellt worden und musste der Automobilist in manchen Fällen konstatieren, dass das Resultat nichts weniger als erfreulich war. Im Waadtland sieht die betreffende Verordnung eine Säuberung der Strassen von Schnee und Eis auf eine Mindestbreite von vier Metern vor und ist eine Kostenverteilung von je 50 Prozent zu Lasten des Kantons und der Gemeinde vereinbart. Vor Wochenfrist haben sich nun Vertreter von gegen 70 Gemeinden höher liegender Kantonsgebiete in Lausanne versammelt, um einen Erfahrungsaustausch zu veranstalten und gleichzeitig die Forderung aufzustellen, dass die Schneeräumungsarbeiten künftig ganz zu braucht dein Geld nicht. Blitz ist ihm um keinen Preis feil.» Und Kinney erzählte ihnen kurz die Geschichte des Wolfes. «Ein kurioser Kauz, dieser Moran, übrigens ein braver Kerl,» berichtete er. « Verbringt seine Zeit damit, alles mögliche Getier aufzustöbern und sein Leben und Treiben zu studieren. Der behauptet euch sogar, dass sie eine richtige Sprache haben.» « Ein Naturforscher! » rief das Mädchen. « Jawohl, ohne Zweifel ein Naturforscher. Ist übers Sunlight Gap herübergekommen und treibt sich jetzt bald drei Monate hier herum. Man kriegt ihn nie vor die Augen. Er muss aber irgendwo in der Nähe lagern. Nein, den Hund kannst du nicht kaufen, Betty. Der ist Morans einziger Begleiter auf seinen Ausflügen.» «Nun, dann will ich verzichten,» sagte das Mädchen grossmütig. Kinney kicherte wieder und wickelte sich in seine Decken, um den unterbrochenen Schlaf fortzusetzen. Die beiden Männer schliefen, Blitz lag regungslos neben dem Mädchen, ihre Hand ruhte auf seinem Kopf. Bald verrieten Ihre regelmässigen Atemzüge, dass auch sie eingeschlafen war. Da vernahm Blitz ein Geräusch — die Pferde seiner neuen Freunde rührten sich. Sofort schoss er davon und sah nach dem Rechten. Ein Pferd war angepflockt, die Lasten des- Staates- gehen, da bei starkem Schneefall die meistens finanziell schwächeren Gebirgsgemeinden in ungleich höherem Masse durch die Strassenarbeiten belastet werden als die Ortschaften im Tal. Die Uebernahme dieser Arbeiten durch den Kanton bieten auch eine bessere Gewähr für rechtzeitige und genügende Freilegung der Strassen, da bessere technische Hilfsmittel und zum Teil auch geschultes Personal zur Verfügung stehen. Gerade der vergangene Winter hat gezeigt, wie sehr einzelne Gemeinden die Strassenräumung auf ein unbedingtes i Minimum beschränken, das aber kaum dem Fussgängerverkehr gerecht zu werden vermochte. Die Anregung, es soll der Staat hier an Stelle der Gemeinde treten, ist deshalb auch von diesem Standpunkt aus zu begrüssen. Hoffentlich haben die waadt- Iändiscben Gemeinden mit ihrer Eingabe an den Regierungsrat entsprechenden Erfolg. Es dürfte auch in anderen Kantonen, welche sich punkto Strassenfreihaltung dieses Jahr keine besonderen Lorbeeren gesichert haben, nicht überflüssig sein, die Angelegenheit zu prüfen und rechtzeitig die nötigen Massnahmen zu ergreifen, um einen Verkehrsunterbruch, wie wir ihn diesen Winter erfahren mussten, tunlichst zu vermeiden. ß Traktionsänderung oder Geleisekonsolidierung? Verkehrsverhältnisse am rechten Thunerseeufer. Vergangene Woche fand eine Begehung der rechtsufrigen Thunerseebahn statt, an der die acht beteiligten Gemeinden, die Vertreter der rechtsufrigen Thunerseebahn und die eidgenössischen und kantonalen Aufsichtsbehörden teilnahmen. Die Begehung hatte den Zweck, die Anforderungen, die die bernische Baudirektion an eine allfällige Geleisekonsolidierung stellen würde, zu erörtern. In der Schlussbesprechung stellte der Baudirektor des Kantons Bern fest, dass ein Umbau der Uferstrasse nur erfolgen könne, wenn die Strassenbahngeleise entfernt oder konsolidiert werden. Es hätte keinen Zweck, unter den heutigen Umständen mit dem vorhandenen Unterbau der Bahn eine moderne, staubfreie Strasse herzustellen. Das öffentliche Interesse am Umbau der Thunerseestrasse wird vom kantonalen Baudirektor ausdrücklich betont, und zugleich die Bedeutung dieser Strassenverbesserung für den Fremdenverkehr "in dieser Landesgegend gebührend gewürdigt. Vom Bahnunternehmen hat die kantonale Baudirektion die Ausarbeitung eines Kostenvoranschlages mitsamt Finanzierungsplan verlangt, für den Fall, dass die Geleiseanlagen konsolidiert würden. Dieser Voranschlag ist, wie wir bereits früher meldeten, seit Jahren im Werden begriffen. Es ist zu hoffen, die Bahndirektion werde diese Arbeit nun raschestens zum Abschluss bringen, da doch das wirtschaftliche, Wohlergehen einer ganzen Landesgegend von einem sofortigen Entscheid in der Angelegenheit des Strassenumbaues abhängt. Die Finanzierung des Umbaues würde unseres Erachtens nicht allein auf die Schultern des Bahnunternehmens fallen, sondern zu einem wesentlichen Teil durch die Landesgegend und durch den Kanton getragen werden. Der Staat darf nun mit vollem Recht eine Sanierung der Geleiseanlage verlangen, damit die Modernisierung dieser Strasse nicht auf Jahre hinaus verhindert wird, und die Gemeinden des rechten übrigen weideten in der Nähe. Beruhigt kehrte er zu dem Mädchen zurück. Zweimal erwachte sie und im Halbschlaf murmelte sie jedesmal: «Blitz, alter Bursche, du bist noch hier?» und liebkosend strich ihre Hand über sein Fell. Etwas lag in ihrer Stimme, in der Art, wie sie seinen Namen aussprach, das ihn erregte, wie nur noch Morans Zärtlichkeiten. Er blieb fast bis zum Morgengrauen, in der Hoffnung, sie werde noch einmal erwachen. Jetzt wurde er unruhig. Moran musste bald aufwachen und Blitz hatte die Pferde zur Stelle zu bringen. Eine halbe Stunde, ehe sich im Osten der erste Lichtschimmer zeigte, schlich er fort, hielt wieder an und blickte ein letztesmal zurück. Dann machte er sich auf den Weg. Die Morgenluft war kühl und silbrig glitzerte das bereifte hohe Gras, das unter seinen flinken Beinen knisterte. Noch nie war er so lange von Moran fortgeblieben, und da er nun befreit war von dem Zauber, den das Mädchen auf ihn ausgeübt hatte, wurde sein Verlangen, den Herrn wiederzusehen, doppelt stark und die Sorge, ob dort auch alles in Ordnung sei, trieb ihn zu höchster Eile. Wie ein Sturmwind flog er die vielen Meilen hin. Moran war bereits aufgestanden und machte eben Feuer. AUTOMOB L-REVUE 1931 87 Es bleibt vorläufig beim alten. Thunerseeufers empfindlichen Schaden zu leiden haben. Wir nehmen an, die Baudirektion werde nach dieser Begehung und den damit erreichten Abklärungen in der Lage sein, noch im Laufe des Monats Mai mit dem Kostenvoranschlag für die Geleisekonsolidierung und dem dazu gehörigen Finanzierungsprogramm an die Oeffentlichkeit zu treten. Der Entscheid, ob eine Traktionsänderung oder die Geleisekonsolidierung die bessere Lösung verspricht, muss unzweifelhaft im Laufe dieses Sommers fallen. Es ist dies das gute Recht der Seegemeinden. go. Zum Expertenbericht über die Suhrentalbahn. In der Aufzählung der mit der Ausarbeitung des Gutachtens beauftragten Experten hat der Setzkastenkobold zur Abwechslung wieder einmal gehaust, so dass zu lesen war, Herr F. Weinmann sei Direktor der Surbtalbahn. Es handelt sich aber um den Leiter der Sihltalbahn, war wir noch zu berichtigen wünschen. Not Die Betriebs-Ergebnisse des städtischen Omnibusdienstes in Zürich. Den Veröffentlichungen der Städtischen Strassenbahn über deren Betriebsergebnisse im Jahre 1930 kann erfreulicherweise entnommen werden, dass der dm August 1927 eröffnete Omnibusverkehr von Jahr zu Jahr eine grössere Frequenz aufzuweisen hat. Es wurden insgesamt 1,5 Millionen Biliets zu 20, 30 und 40 Rp. ausgegeben, was eine Mehrabgabe von von 330,000 Biliets gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dazu kommen noch 488,000 Abonnements, welche zu 16 und 25 Fahrten berechtigten. Auch hier hat der Umsatz zugenommen, konnten doch 113,000 Abonnements mehr verkauft werden als im Jahre 1929. Die Betriebsstatistik ist seit Beginn dieses Jahres auf breitere Basis gestellt worden und ermöglicht es, den Interessenten eine Reihe beachtenswerter Tatsachen festzustellen. Der Omnibusbetrieb hat im Laufe des Jahres 1930 eine Vergrösserung erfahren, durch die Verlängerung der Rundlinie von Utobrücke bis Morgenthal, sowie durch die Betriebseröffnung der Linie Bezirksgebäude- Bucheggplatz, was ein Gesamtbetriebsnetz von 12,6 km Länge ergibt. Für das erste Quartal 1931 liegen nun bereits die vielversprechenden Ergebnisse vor, denen wir folgende Details entnehmen : Durch die Betriebserweiterung ist natürlich die Zahl der Wagenkilometer gegenüber der nämlichen Zeftperiode des Vorjahres erheblich und zwar von 91,100 auf 209,060 gestiegen. In noch stärkerem Mass hat die Zahl der beförderten Personen zugenommen, indem für das 1. Quartal 1931 rund 913,000 Personen gegenüber 373,200 im Vorjahre registriert werden konnten. Die daraus resultierenden Einnahmen beziffern sich auf 190,900 Fr. gegenüber 82,700 Fr. Pro beförderte Person bedeutet dies eine etwas reduzierte Einnahme (20,91 Rp. gegen 22,1 Rp.), was grösstenteils wohl auf eine stark vermehrte Benützung der verbilligten Abonnements zurückzuführen ist. Pro Wagenkilometer dagegen ist eine etwas verbesserte Einnahme (91,3 Rp. gegen 90,74 Rp.) zu verzeichnen. Ohne in einen allzu grossen Optimismus verfallen zu wollen, darf doch den bisherigen Betriebsergebnissen entnommen werden, dass die in den Omnibusbetrie-b gesetzten Erwartungen bestimmt in hohem Masse erfüllt werden. Dies wird noch vielmehr der Fall sein, wenn dem Omnibus neben Rund- und Sekundärlinien auch Verkehrverbindungen mit starker Dauerfrequenz übertragen werden. Z. «Wo sind die Pferde, Blitz?» war sein Gruss. «Bring sie, Bursche, rasch! Heute heisst es frühzeitig aufbrechen.» Am späten Nachmittag hielten sie auf einer mächtigen Wasserscheide, und Moran warf einen letzten Blick zurück nach der Gegend, in der sie sich nun bald drei Monate herumgetrieben hatten. In einem engen Tal, das tief unter ihnen lag, entdeckte Morans scharfes Auge eine Bewegung. Er stellte sein Glas darauf ein; es waren zwei Männer, die eine Kette von zwölf Packpferden einen schmalen Steig aufwärts trieben. Den einen erkannte er an der Kleidung, es war Brent. Sein Begleiter musste derselbe sein, dem Brent jedes Jahr zur Herbstzeit auf seinen Jagdausflügen in diese Gegend Führerdienste leistete. « Brent ist da,» sagte er zu Blitz gewendet. «Nur gut, dass er jetzt erst ins Gebirge hinaufzieht, da wir es eben verlassen haben. Könntest sonst eines Nachts über Ihn stolpern und das würde übel ablaufen. Keinen Heller gebe ich für sein Leben, wenn du ihn aus dem Schlaf weckst. Sein Begleiter ist ein Neuyorker Rechtsanwalt, Luther Nash mit Namen. Ich möchte gern, dass du den einmal beschnupperst und ihn sprechen Wie wir seinerzeit mitgeteilt haben, hatte das eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement die Ausgabe der neuen internationalen Automobil-Ausweise auf 1. Mai vorgesehen. Nun muss aber die Abgabe des internationalen Führerscheines und der internationalen Verkehrsbewilligung in ihrer neuen Form verschoben werden. Es sind zwar im Bundespalast die Zustimmungen zu der vorzeitigen Ausgabe dieser neuen Dokumente von einigen Staaten eingelaufen, dagegen sind die Antworten von anderen Vertragsländern noch ausstehend. Aus diesem Grunde dürfen die Papiere noch nicht zur Verwendung gelangen, mangels Gültigkeit und Anerkennung in allen beteiligten Staaten. Man hofft immerhin, spätestens auf 7. Juni diese Ausweispapiere abgeben zu können und wird das Departement die Interessenten rechtzeitig in Kenntnis setzen. Als einzig gültiges Dokument bleibt also vorderhand der bisherige internationale Fahrausweis in Kraft. Aus der Verkehrsunfallstatistik der Stadt Zürich. Die Uebersicht zu den Strassenverkehrsunfällen im vierten Quartal 1930 ist in der Bearbeitung vom Statistischen Amt der Stadt soeben erschienen und lässt wiederum, wie die Ergebnisse für das vorhergehende Quartal, berechtigte Hoffnung aufkommen, dass die Entwicklung der Unfälle, wenn nicht einen Rückgang so doch eine Verlangsamung erfahre, was bei einer ständig zunehmenden Zahl von Motorfahrzeugen ja schon einen wesentlichen Fortschritt bedeutet. Die Unfälle mit Sachschaden haben sich um 14 auf 528 erhöht, wodurch ein Schaden von 202,000 Fr. entstand. Erfreulicherweise haben die Unfallereignisse mit Personenverletzungen dafür um 16 abgenommen, beziffern sich aber immer noch auf 265. Was die Art der Verletzung anbetrifft, so sind leider 8 Tote zu beklagen, dagegen hat die Zahl der Verletzten erfreulicherweise eine Verminderung erfahren, und zwar ist diese hauptsächlich bei den Schwerverletzten zu konstatieren. Eine rücklaufende Bewegung ist auch bei der Zahl der verletzten Fussgänger zu melden (13 Personen weniger). Was die Unfallbeteiligung anbetrifft, so ist bei der Rubrik der Motorfahrzeuge keine Aenderung gegenüber dem Vorjahre eingetreten, dagegen hat sich die Beteiligung innerhalb der einzelnen Gruppen verschoben. So ist ein Rückgang bei den Motorrädern und Velos zu konstatieren, dem eine vermehrte Beteiligung bei den Automobilen gegenübersteht. Zum Teil wird dieser Rückgang mehr auf eine saisonmässige Erscheinung zurückzuführen sein, indem im Winterhalbjahr der Verkehr mit Rädern ein bedeutend geringerer ist. Ganz bedeutend hat die Unfallbeteiligung der Strassenbahn zugenommen, deren Unfälle auch für die Erhöhung der Todesopfer von 6 auf 8 verantwortlich sind. Im übrigen gibt die Uebersicht der Unfallbeteiliscten, wie schon verschiedentlich wiederholt, keineswegs Aufschluss über die Verschuldensfrage. Nachdem bereits die Statistik für das dritte Quartal 1930 eine merkliche Rückwärtsbewe- Äung der Unfälle zu verzeichnen hatte und das vierte Ouartal nun eine Fortsetzung dieser Entwicklung bringt, so dürfen wir doch Hoffnung fassen, dass die unermüdliche Arbeit in der Erziehung aller Strassenbenützer zwar sehr langsam, aber doch in positiver Weise sich auszuwirken beginnt. "* hörst. Dein Urteil würde mich interessieren. » Jeden Herbst kam Nash auf einen vierzehntägigen Ausflug mit Brent in diese Berge. Moran war ihm hiebei schon öfters begegnet. Gelegentlich einer Reise nach dem Osten hatte Nash ihn auch einmal besucht, und Moran hatte von diesem einen Mal genug gehabt. Die gesunde Freiluftnatur Morans fühlte sich von der Lebensweise dieses Menschen angewidert. Menschliche Schwächen konnte er verstehen, aber nicht die hässlichen Laster und Genüsse, in denen Nash schwelgte. Schon sein Fluchen war nicht bloss gemein, sondern schmutzig und ekelerregend. «Der hat mich einmal mit seinem Besuch beehrt, Blitz.» sagte Moran. «Ist ein höllischer Kerl, dieser Nash. Ist mir ebenso zuwider wie dir faules Fleisch.» Sorgfältig suchte er mit seinem Glas die Gegend weiter ab und sah eine neue Kette von Pferden, die in der Richtung nach dem Rampart-Pass getrieben wurde und hinter den Packtieren drei menschliche Gestalten, die die steile Scharte hinaufkletterten. Moran stützte seine Ellbogen auf einen Felsen, um ruhiger beobachten zu können. Lange blickte er durch das Glas, schliessllch schwang er sich auf sein Pferd und setzte den Marsch fort. «Ein Weib war dabei, Blitz, ein Mädchen. » sagte er nach einiger Zeit. die wohl hier tun mag?» (Fortsetzung folgt.) «Was

No 37 - 1931 Sportnachrichtara Das Gurnigelrennen 1931. Das Reglement. Das Reglement für das am 21. Juni 1931 nach einjährigem Unterbrach stattfindende Gurnigelrennen ist soeben erschienen. Die Veranstaltung, organisiert von der Sektion Bern des A. C. S., wird wiederum auf der bereits bekannten Gurnigelstrecke mit Ziel im Seelibühl ausgetragen. Die Länge der Strecke misst 9 Kilometer; bei einer Höhendifferenz von 776 Metern beträgt die Durchschnittssteigung 7 Prozent und die grösste Steigung 15 Prozent. Das Ziel ist 1610 Meter hoch gelegen. Zulassung. Den Bestimmungen der Bergprüfungsfahrt liegen die Vorschriften des nationalen Reglementes für sportliche Veranstaltungen des A. C. S. sowie des internationalen Sportreglementes der C. S. I. zugrunde. Zur Teilnahme berechtigt sind alle Inhaber einer in diesem Jahre ausgestellten internationalen Bewerber- und Fahrerlizenz. Die Teilnehmer werden eingeteilt in Amateure, Experten und Berufsfahrer, sowohl bei den Fahrern des Motorwagendienstes wie bei den zivilen Konkurrenten. Zum Start sind Renn-, Sportund Tourenwagen zugelassen. Die Klassierungen der verschiedenen drei Kategorien bewegen sich wie gewöhnlich zwischen 350 bis 8000 cem. In den Kategorien der Touren- und Sportfahrzeuge findet für Amateure und Experten eine besondere Klassifizierung statt. Die Angehörigen des Motorwagendienstes konkurrieren in den einzelnen Klassen und Kategorien mit den Zivilfahrern. Preise. Jeder Konkurrent, der das Ziel erreicht, erhält einen Preis. Für die Touren- und Sportwagenkategorien wird für Amateure und Experten je ein besonderer Gabentisch aufgestellt. Wenn in einer Klasse nur ein Wagen konkurriert, so behält sich die Rennleitung die Verteilung eines der Leistung entsprechenden Preises vor. Ausser den genannten Preisen gelangen noch verschiedene Speziaipreise zur Verteilung: Ein Preis für die beste Tageszeit, ein Preis für die beste Zeit jeder Kategorie, ein Preis für die beste Zeit der Experten in jeder Kategorie, ferner ein Preis für die beste Zeit der Amateure in jeder Kategorie, ein Preis für die beste Zeit der Angehörigen der Motorwagentruppe der Armee in Uniform in jeder Kategorie, ferner drei Preise des Schweizerischen Militärdepartements für die drei besten von den Angehörigen der Motorwagentruppe in Uniform gefahrenen Zeiten, und endlich ein Damenpreis. Nennungen. Die Anmeldungen müssen bis spätestens den 13. Juni 1931, 18 Uhr, im Besitze des Sekretariates der Sektion Bern des A.C.S., Breitenrainstrasse 97, Tel. B 39.84 sein, das alle wünschenswerten Auskünfte erteilt. Mit der Anmeldung ist die Einschreibegebühr (und die Versicherungsprämie von 10 Fr.) auf das Postcheckkonto III737 zu überweisen. Das Nenngeld für Tourenwagen beträgt 40 Fr., für Sportwagen 60 Fr. und für Rennwagen 100 Fr. Bis zum 18. Juni 1931, 12 Uhr, werden verspätete Anmeldungen mit doppelter Einschreibegebühr vom Sekretariat entgegengenommen. Das Programm. Das Programm für die diesjährige Gurnigel-Bergprüfungsfahrt ist ebenfalls "bereits in seinen genauen Umrissen festgelegt worden. Das Training findet unter der Kontrolle der Herren Eufener und Meyer am Freitag, den 19. Juni, von 14 bis 19 Uhr, und am Samstag, den 20. Juni, von 7 bis 12 Uhr statt. Die Wagenabnahme ist auf Samstag, den 20. Juni festgesetzt, und zwar werden unter der Leitung der Herren Schmidt und Herren von 15 bis 16 Uhr die Tourenwagen, von 16 bis 17 Uhr die Sportwagen und von 17 bis 18 Uhr die Rennwagen abgenommen. Unter der Aufsicht von Herrn Fortmann wird sodann ein geschlossener Park formiert. Nach 20 Uhr erfolgt das gemeinsame Abendessen mit geselligem Beisammensein im Hotel Gurnigel. Im nachstehenden veröffentlichen wir das Programm des eigentlichen Renntages: Sonntag, den 21. Juni 7 Uhr: Absperrung der Rennstrecke beim Start, beim Hotel Gurnigel und am Ziel, Wasserscheide Selibiihl. IM Uhr- Abfahrt in geschlossener Kolonne zum Start. S Uhr: Eröffnung des Rennens. Abfahrt der beiden Komiteewagen mit der roten Fahne vom Start und Hotel Gurnigel. Ca. 12 Uhr: Schluss des Rennens. Fahrt von Komiteewagen mit weisser Fahne von Start und Ziel nach dem Hotel Gurnigel. Abfahrt der Rennwagen zum Hotel Gurnigel. 13 Uhr- Sitzung der Jury. Freigabe der Strecke zur Fahrt ins Hotel Gurnigel. 14 Uhr: Bankett im Hotel Gurnigel mit Preisverteilung. Freigabe der Rennstrecke für Fahrten in jeder Richtung. 20 Uhr- Zusammenkunft der Sektionsmitglieder mit ihren Damen im Clublokal der Sektion Bern des A. C. S., Cafe du Theätre, L.und II. Stock. (Die Rennleitung behält sich ausdrücklich das Recht vor, die obigen Zeiten je nach Zahl der Beteiligung anders festzusetzen.) Der Bordino-Preis von Alessandria. Der am letzten Sonntag zum achtenmal zu Ehren des auf dieser Rundstrecke tödlich verunglückten bedeutenden Sportmannes Pietro Bordino ausgetragene Grosse Preis von Alessandria erfreute sich wiederum beim italienischen Sportpublikum des grössten Interesses. Dies zeigte sich schon in dem Massenbesuch, denn schon einen halben Tag vor Beginn des spannenden Kampfes belagerten ungeheure Menschenmengen, die von nah und fern herbeigeströmt waren, die acht Kilometer lange tadellose Rundstrecke. Das Wetter schien anfänglich der Veranstaltung nicht besonders günstig gesinnt zu sein* ein harscher Wind blies und trieb gefährliche Regenwolken mit sich. Glücklicherweise Hess es der Himmel bei dieser Drohung bewenden; während des Rennens störte kein Regen die glatte Abwicklung. Aus dem Kampf ging bekanntlich der bedeutende italienische Fahrer Varzi, auf Bugatti, wiederum als Sieger hervor. Seine schärfsten Konkurrenten, Nuvolari auf Alfa Romeo und Fagioli auf Maserati, setzten ihm zeitweise scharf zu. So hatte beispielsweise Varzi vor dem in glänzendem Stil fahrenden Nuvolari nach der 10. Runde noch 33 Sekunden Vorsprung. Die beiden egner des Bugattifahrers konnten aber nicht das ganze Rennen zu Ende führen, da sie unerwartet Pech hatten, so dass Varzi gegen Schluss hin leichtes Spiel hatte. Der Film des Rennens. Genau um 14 Uhr 30 gab der Starter Turati, ehemaliger oberster italienischer Sportfunktionär, den Fahrern den Start frei. Sofort legte sich Varzi mit seiner bekannten Taktik an die Spitze der Konkurrenten, von denen ihn gleich ein Abstand von 50 Meter trennte. Fagioli legte sich hinter Varzi, und gleich begann zwischen den beiden der erste Akt der zu erwartenden scharfen Kämpfe zwischen Bugatti, Alfa Romeo und Maserati. Der neue AUTOMOBIL-REVUE Der Start zum Grand Prix Pietro Bordino in Alessandria. Im Vordergrund links bemerkt man Jen bekannten Maseratifahrer Fagioli. im Vordergrund Mitte Burggaller auf Bugatti, in der zweiton Raüie links aussen befändet sich Varzi auf Bugatti und in der dritten Reihe Mitte von Morgen auf Bugatti. stärkerer Unterbau Extra-Cordlagen kräftigere Lauffläche tieferes Gleitschutzprofil der elegante Reifen Nach der ersten Runde fuhr Varzi noch immer sicher an der Spitze. Auch Fagioli hatte seine Lage nicht verändert. Nuvolari näherte sich ebenfalls der Spitzengruppe und es schien, als setze nun ein atemraubender Strauss zwischen den drei Fahrern Varzi, Nuvolari und Fagioli ein; doch sah sich das Publikum insofern in der Erwartung getäuscht, als Fagioli bereits aussetzen musste. Erst nach der elften Runde nahm er mit dem Maserati von Klinger das Rennen wieder auf. Der Kampf beschränkte sich nun auf das Duell Nuvolari-Varzi. Die beiden Italiener kreisten während mehreren Runden mit atemraubenden Geschwindigkeiten. Die vierte Runde fuhr Varzi als schnellste Tagesrunde, indem er die 8 km mit dem Stundenmittel von 146,639 km zurücklegte. Knapp an die Spitze schlössen sich die regelmässig fahrenden Stallgenossen Varzis Von Morgen und Minozzi an. Langsam, doch ausserordentlich sicher schloss Nuvolari auf und bereits trennte ihn nur noch eine kurze Distanz von Varzi, als das Publikum bei der elften Runde die grösste Enttäuschung des Tages erleben sollte, indem Nuvolari aufgeben musste. Von diesem Moment an hatte Varzi leichtes Spiel. Fagioli setzte mit dem Maserati von Klinger nun wieder ein, nachdem er durch den langen Aufenthalt um seine Chancen gekommen war. Die folgenden Runden brachten keine grossen Aenderungen. Varzi fuhr ständig mit einem durchschnittlichen Stundenmittel von 130 km. Bei der 15. Runde war Minozzi Zweiter, hinter ihm lagen Von Morgen und Castelbarco. Der Kampf der Wagen der zweiten Klasse bis 1100 cem spitzte sich unterdessen zu einem scharfen Duell zwischen Qerardi auf Bugatti und Comotti auf Salmson zu. Nach 160 Kilometer trennte bei den Wagen über 1100 cem Varzi von dem zweiten Fahrer Minozzi bereits eine Distanz von 2 Min. 5 Sek. Mit grösseren Unterbrüchen folgten von Morgen, Castelbarco, Burggaller, Fagioli, Arcangeli, Prinz von Cerami und Prinz von Leiningen. In der 20. Runde ereignete sich der einzige ernstere Unfall des Tages: der von Vater und Sohn Gola besetzte Bugatti geriet bei einer Kurve über den Strassenrand hinaus und überschlug sich mehrmals. Glücklicherweise befanden sich an der Stelle keine Zuschauer. Die beiden Fahrer wurden verletzt, Lebensgefahr besteht jedoch keine. Das Rennen setzte sich bis zum Schluss nun ohne grosse Aenderungen fort. Minozzi vermochte sich weiter hinter Varzi zu halten, und von Morgen auf Bugatti und Castelbarco schlössen sich der Spitzengruppe an. Varzi beendete nach glänzender Fahrt als Erster das Rennen und wurde beim Ziel stürmisch gefeiert. Bei der Klasse der Wagen bis 1100 cem vermochte sich Comotti auf Salmson an die erste Stelle zu schwingen. Die Resultate: Klasse über 1100 cem: 1. Varzi Achüle (Bugatti), 2 Std. 6' 3-4" % (Stundenmittel 132,901 km). — 2. Minozzi Giovanni (Bugatti), 2 Std. 8" 46" %. — 3. Von Morgen (Bugatti), 2 Std. 12'1". — i. Conte Castelbarco (Maserati), 2 Std. 12' 15" %. — 5. Aroangeli Luigi (Alfa Romeo), 2 Std. 17' 7" %. Klasse bis 1100 cem: 1. Comotti Jean (Salmson). 2 Std. 31' 34". «Tour de France». Die Teilnehmer der « Tour de France » für Automobile, Motorräder und Flugzeuge, die am letzten Freitag in Paris starteten, befinden sich am Tage, da diese Zeilen erscheinen, zwischen Toulouse und Nimes. Die erste Etappe von letzten Freitag, Paris- Caen-Rennes, die 390 Kilometer misst, wurde ohne grosse Schwierigkeiten zurückgelegt. Am 25. April starteten die Teilnehmer in Rennes nach Nantes. Die zu befahrende Strecke von 550 km war ausserordentlich schlecht, denn die ungünstigen Witterungsverhältnisse machten die Strassen schwer befahrbar. In Nantes blieben die Wagen und Motorräder während des ganzen Sonntages zur öffentlichen Besichtigung ausgestellt. Am Montag setzten die Teilnehmer ihre Fahrt von Nantes nach Bordeaux fort. Das Wetter hatte sich gebessert und entschädigte die Konkurrenten nach den schweren Anstrengungen der letzten Etappe. Das Interesse des Publikums war überall sehr gross. Die ersten paar Etappen hatten bereits mehrere Ausfälle ergeben. In Bordeaux konnten die Fahrer einen Tag ruhen, und am Mittwoch setzten sie ihre Reise über Biarritz, Pau nach Toulouse weiter, wo sie wiederum einen Tag Aufenthalt machten. Die befahrene Strecke misst 509 km. Heute abend werden die Teilnehmer, von Toulouse kommend, nach einer Fahrt von 455 Kilometern in Nimes eintreffen. mb. Neue Auto-Illustrierte Die Lastwagennummer der «Illustrierten Automobil- Revue» ist soeben erschienen. Aus dem Inhalt zitieren wir: Nutzfahrzeuge im Gemeindehaushalt; Eine südliche Geschichte; Strassenreinlgung in aller Welt; Merkmale der Lastwagen 193t; Caracteristiques des Camions 1931; Les vehicules ä moteur dans les Services publics; Der Genfer Salon 1931 (Rückblick): Rund um den Salon, Genfer Kilometerrennen, Technischer Ueberblick. Abonnementsbestellungen (4 Nummern zu Fr. 2.—) sind zu richten an den Verlag der « Automobil-Revue », Bern.