Aufrufe
vor 6 Monaten

E_1931_Zeitung_Nr.038

E_1931_Zeitung_Nr.038

heit selber liegt, ohne

heit selber liegt, ohne die wirtschaftliche Seite des Transportgeschäftes in Frage zu stellen, könnten wir nur zustimmen. Die Stellung der Verkehrsinteressenten zum i Gesetz. Aber auch damit sehen wir uns leider noch nicht am Ende der Schwierigkeiten. Immer mehr drängt sich der Vergleich auf mit der Entwicklung vor acht Jahren. Auch damals tagten die Verkehrsinteressenten gemeinsam mit der Regierung in langwierigen Sitzungen und brachten schliesslich etwas ganz Annehmbares und Nützliches zustande. Dann kam der Parlamentarismus und rupfte eines nach dem andern von den schönen Hofkungspflänzchen wieder aus. Und dann kam, es im Jahre 1927 wie es musste: Gewogen, gewogen und zu leicht befunden! Noch hoffen wir zuversichtlich, es bleibe der neuen Vorlage ein gleiches Schicksal erspart. Aber schon ist der Fussgängerartikel dem Parlamentarismus zum Opfer gefallen. Wenn es in den beiden Räten so weitergehen sollte, so bleibt von dem allseitig begriissten Gebäude des bundesrätlichen Baumeisters nur ein mageres Gerüst, an dem niemand mehr Freude haben kann. Dann aber befindet sich der Gewährsmann eineT Anzahl Blätter gehörig auf dem Holzweg, wenn er glaubt, dass die Verkehrsinteressenten sich um jeden Preis für ein Gesetz einsetzen werden. Wenn es berechtigte Minimalforderungen, welche ausländische Gesetze schon verwirklicht haben, nicht enthält, so wird ihm aus dem geschlossenen Kreis der Automobilisten, Motorradfahrer und Radfahrer eine Opposition entstehen wie anno 1927. Haben wir nun schon jahrelang auf ein Verkehrsgesetz gewartet, könnten wir, so schwer es auch fallen müsste, noch einige Jahre weiter warten. Die Zeit würde nur zu unseren Gunsten arbeiten. Das Verkehrsgesetz in Beratung Gestern, Montag, den 4. Mai, versammelte sich neuerdings unter dem Vorsitz von Herrn Regierungsrat Pfister, Zürich, die nationalrätliche Kommission zur weiteren Bearbeitung des Bundesgesetzes über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr. Wie erinnerlich, trat sie vom 16.—21. Februar erstmals in Locarno zusammen, wo die Redaktion der Artikel 1—35 definitiv bereinigt wurde. Damals schon behielt sie sich die Möglichkeit vor, auf den von ihr weiterhin behandelten Inhalt der folgenden Kapitel in einer zweiten Lesung zurückzukommen. Eines der Haupttraktanden der zweiten Kommissionsberatung wird deshalb die Bereinigung der Artikel 36 bis und mit 60 sein, welche den dritten bis fünften Titel des Gesetzes umfassen und die Bestimmungen über Haftpflicht und Versicherung, Strafbestimmungen sowie die Anwendungs- und Einfuhrungsbestimmungen enthalten. Damit ist aber das Pensum der Kommission noch keineswegs erledigt, indem bekanntlich eine Reihe von Artikeln die erste nationalrätliche Behandlung nicht reibungslos passierten, sondern an die Kommission zurückgewiesen wurden. Die heikelste Aufgabe wird nun darin bestehen, auf Grund der bisherigen Verhandlungen im Nationalrat und der Stellungnahme der einzelnen politischen Parteien für die in Frage stehenden Artikel eine neue redaktionelle und materielle Fassung zu finden, welche die grösste Aussicht auf Annahme in sich vereinigt. Dies gilt vor allem vom Arbeitszeit- Artikel 17, der seinerzeit im Nationalrat die grösste Diskussion hervorgerufen hatte und sogar zu einem parlamentarischen Zwischenfall zu führen drohte, welcher durch einen Wiedererwägungsbeschluss, den Artikel an die Kommission zurückzuweisen, vermieden Tales, als auch schon ein Reiter den Abhang rechter Hand hinabeilte, um ihm den Weg abzuschneiden. Er fiel nach links ab und in wütendem Galopp folgte ihm das Pferd. Sechsmal nacheinander bellte des Reiters Büchse hinter dem fliehenden Wolf. Blitz ahnte nicht, dass alle, denen er fremd war, ihn für einen Wolf hielten. Er sah, nur, dass alles sich gegen ihn kehrte und ihm nach dem Leben trachtete. Von nun ab mied er sorgsam jeden Menschen, auch lagerte er nur auf Höhen, die meilenweit freien Ausblick boten. Als es dunkel wurde, setzte er seine Wanderung fort. Er überquerte eine niedrige Gebirgskette und kam hinab in das wogende Wiesenland des Wind River-Tales. Der Hunger peinigte ihn und nichts Lebendes war zu sehen ausser den weidenden Kühen. Der vertraute Schauplatz der Bar T Farm, wo man ihn als Freund behandelt hatte, lag weit hinter ihm. Mit der Entfernung wuchs das Gefühl der Entfremdung gegenüber den Menschen. Die Tatsache, dass man ihm nun so feindselig begegnete, erfüllte ihn mit Bitterkeit — und zu alledem hungerte ihn. Menschen trachteten ihm nach dem Leben! werden kpnnte. Zur nochmaligen Beratung stehen auch Art. 9 über den Führerausweis sowie Art. 10 über das Alter der Führer. Es wird auch unbedingt notwendig sein, auf den Fussgänger-Artikel 34 zurückzukommen, der ja durch ein täppisches Zufallsmehr bei ziemlich gelichteten Reihen im Saal, vollständig gestrichen wurde, eine Lösung, welcher die Verkehrsinteressenten samt und sonders nie werden zustimmen können. Die Arbeit der Kommission ist also dieses Mal noch wesentlich schwieriger als in Locarno. Es ist deshalb zu begrüssen, dass der Bundespräsident und Vater des Ge- Amerikanische Verhältnisse. Bekanntlich liegen die Verhältnise auf dem amerikanischen Petroleummarkt besonders ungünstig. Dieses Land hat am meisten unter der Ueberproduktionskrise zu leiden, trotzdem es die grösstert Anstrengungen macht, um seine Produktion nach Möglichkeit zu drosseln. In den beiden ersten Monaten des laufenden Jahres haben die gesamten Petroleumvorräte der Vereinigten Staaten (Rohöl- und Raffinerieprodukte) eine Abnahme um 7,34 Mill. Fass erfahren. Dagegen haben sich die Benzinvorräte im Januar um 2,08 Mill. und im Februar um weitere 2,54 Mill. Fass erhöht. Der März verzeichnet eine weitere Erhöhung der Benzinvorräte, so dass Ende des Monats ein Vorrat von 47,44 Mill. Fass in den Vereinigten Staaten lagerte. Im ersten Quartal sind die Vorräte um 18 Prozent und gegenüber Ende November 1930 um annähernd 30 Prozent gestiegen. Bezugnehmend auf das starke Anwachsen der Benzinvorräte wird die Ansicht vertreten, dass die amerikanische Petroleumindustriei seit etwa Jahresfrist auf dem Gebiete der Rohölgewinnung sichtbare Fortschritte im Sinne einer Ausbalancierung von Produktion und Verbrauch zu verzeichnen habe. Diese, unter grossen Mühen erzielten Erfolge seien jedoch durch den scharfen Wettbewerb in der Weiterverarbeitung des Erdöls und im Vertrieb von Petroleumerzeugnissen grösstenteils wieder zunichte gemacht worden. Aus der Tatsache, dass die Rohölpreise teilweise erheblich unter den Gestehungskosten, liegen und dass der Benzinvertrieb durch, eine wirtschaftliche Ausweitung des Tankstellennetzes ständig verteuert werde, ergibt sich, dass die Zukunft der Petroleumindustrie nicht gerade mit optimistischen Gefühlen betrachtet werden kann. Und zum erstenmal wandte er seine Zähne gegen ein Tier, das Menschen gehörte, und er wählte sich einen Stier zum Opfer. Sein erster Angriff war nur halb beherzt, seine Fangzähne trennten nicht völlig die Knieflechsen des Tieres. Der Stier floh in panischem Schrecken und die übrige Herde, toll gemacht durch den Blutgeruch und die stumme Wolfsgestalt, die plötzlich in ihrer Mitte erschienen War, scharte sich in wilder Stampada um das, verletzte Tier. Der Geschmack des Blutes und das Dröhnen der Hufe, als immer mehr Tiere sich der rasenden Flucht anschlössen, stachelte alle Raubtierinstinkte in Blitz auf und er machte einen zweiten Angriff, diesmal mit der Wucht und dem Schwung eines richtigen Lobo. Der Stier floh weiter, das eine Hinterbein nachschleifend, doch schon schlug das mächtige Gebiss in das andere Bein und der Stier stürzte. Kaum lag er auf dem Boden, da flog eine graue Gestalt an seine Kehle und schlitzte sie wie mit Messern auf. Blitz stand über seiner Beute. Er lauschte dem Dröhnen der Hufe und dem tollen Brüllen der Tiere, als die Stampada wie eine AUTOMOBIL-REVUE — N fl 38 setzes, Herr Dr. Häberlin, sowie sein Mitarbeiter, Herr Dr. Rothmund, sich neuerdings zur Verfügung gestellt haben und den Beratungen beiwohnen. Ihre Mitarbeit wird die Aufgabe des Kommissionspräsidenten wesentlich erleichtern. Es ist ohne weiteres klar, dass die künftigen Verhandlungen im Nationalrat und ihr Erfolg wesentlich von den Vorschlägen abhängen, welche die Kommission gerade bezüglich der bestrittenen Artikel zu machen in der Lage ist. Hoffen wir deshalb, dass sie das Rechte treffe, damit der Weg zum eidg. Verkehrsgesetz um ein gutes weiteres Stück freigelegt werde. b. Internationaler Benzinmarkt Eine nennenswerte Abnahme haben die Benzinvorräte erst in der ersten Aprilwoche erfahren, und zwar haben sich die Bestände in der am 4. April endenden Woche um 1,368,000 Fass oder 217^ Mill. Liter verringert. Aus der beträchtlichen Vorratsabnahme der letzten Woche kann jedoch kein Schluss auf eine Besserung der Lage am amerikanischen Markt gezogen werden. Der Rückgriff auf die Benzinvorräte erklärt sich lediglich aus dem starken Automobilverkehr in den Tagen um das Osterfest herum, der stets einen, die laufende Produktion übersteigenden Verbrauch mit sich bringt. Wie aus den Börsenkursen der Erdölaktien hervorgeht, erscheint die Lage an den Rohölmärkten in den Vereinigten Staaten und auch in der übrigen Welt unverändert kritisch. Die Abnahme der Rohölgewinnung um 23,250 Fass pro Tag oder rund ein Prozent der Gesamtförderung konnte nicht, wie man es anfänglich tat, als günstiges Anzeichen betrachtet werden, sondern ist eine ausschliessiiche Folge der beträchtlichen Produktionseinschränkunj in Oklahoma. Die Tagesausbeute in diesem Fördergebiet ist um 40,000 Fass zurückgegangen. Diese Drosselung wurde jedoch ausgeglichen durch die Zunahme der Tagesproduktion des im östlichen Zentraltexas neu entdeckten Petroleumfeldes um rund 30,000 Fass. Die Tagesausbeute dieses noch vor drei Monaten ziemlich unbekannten Feldes erreicht heute die Höhe von ungefähr 150,000 Fass und wirft damit die mit Wirkung am 10. März vorgeschriebene Höchstleistung von täglich 90,000 Fass in der neuen Restriktionsverordnung vollkommen über den Haufen. Der deutsche Benzinmarkt. Der Mineralölhandel gehört zu denjenigen Erwerhszweigen, die am spätesten von der Wirtschaftskrise erfasst werden. Die Wirkungen der Krise treten aber dann mit um so grösserer Intensität auf. Im Spätherbst 1930 machten sich die ersten Anzeichen eines rückläufigen Benzinkonsumes bemerkbar, obwohl für das ganze Vorjahr noch eine Verbrauchssteigerung gegenüber 1929 von 7—8 Prozent zu verzeichnen war. Selbst nach der im April 1930 erfolgten Heraufsetzung der Benzinzölle und trotz der der ZoIIerhöhung vorausgegangenen Vorratsimporte, verzeichnet die Benzineinfuhr eine erhebliche Steigerung gegenüber 1929. Mit 1,43 Mill. t überstieg die Gesamteinfuhr des Jahres 1930 diejenige des Vorjahres um 35 Prozent. Im< laufenden Jahr macht sich dagegen zum erstenmal im überraschend grossen Benzinimport Deutschlands eine rückläufige Be- ,wegung bemerkbar. Die Einfuhr der beiden ersten Monate hat mit rund 262,500 t nicht nur gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 40 Prozent, sondern auch einen solchen um zehn Prozent hinter der entsprechenden Periode des Jahres 1929 zu verzeichnen. Am stärksten ist der persische Benzinimport zurückgegangen, sofern man die durch Vorratsimpörte künstlich gestaltete 1930er-Bilanz ausser acht lässt und die von 1929 vergleicht. Gegenüber 1929 erfuhr diese eine Abnahme um 42 Prozent; die amerikanischen Importe sind um 24 Prozent zurückgegangen, die rumänischen um zehn Prozent, während Russland, nicht zuletzt wohl infolge der Dumpingpreise, seinen Benzin absatz am deutschen Markt im Jahre 1931 auf dem Niveau von 1929 halten konnte. Russland, das den zweiten Rang von Deutschlands Benzinlieferanten einnimmt, hat seinen Anteil am gesamten Benzinimport von rund 18 Prozent im Jahre 1929 und 14 Prozent im Jahre 1930 auf 20 Prozent in diesem Jahre gesteigert. Im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise hat sich im laufenden Jahr die Schrumpfung des Bedarfes in beschleunigtem Tempo Lawine anwuchs und sich ins Tal hinabwälzte. Jetzt war er ganz Wolf. Ein mächtiges, graues Raubtier. Jede Spur der Zähmung war verschwunden. Eine volle Woche durchstreifte er das Tal, schlief bei Tag und tötete bei Nacht. Bald aber machte sich wieder die alte Sehnsucht nach Moran geltend, und es zog ihn zurück in die Gegend der Bar T Farm. Er legte die hundert Meilen in einer einzigen Nacht zurück und im Morgengrauen näherte er sich vorsichtig den Gebäuden der Farm. Im Wohnhaus war Licht, man stand eben auf Ḃlitz schlich näher, er wollte den Klang von Morans Stimme aus dem Gemurmel erhaschen, das aus dem Hause drang. Ein plötzlicher Schreck durchfuhr ihn — eine Stimme erscholl, gleichsam aus der Luft, und rief seinen Namen. Schon war er auf dem Sprung zu fliehen, doch die Stimme klang freundlich, die Gewohnheit siegte, Blitz blieb stehen. «Hallo, Blitz!» Von seinem Ausguck auf der Plattform der Windmühle hatte der Frühaufsteher die dunkle Gestalt gegen das Haus schleichen gesehen. «Du alter Schurke, wo hast du dich herumgetrieben?» fortgesetzt. In den ersten Monaten ergibt sich im Durchschnitt gegenüber der Vergleichspenode des Vorjahres ein um lo bis 20 Prozent niedrigerer Benzinverbrauch. Der ungewöhnliche Umfang der Stillegung und Betriebseinschränkung von Automobilen hat auch zu einer entsprechenden Abnahme im Autoölverbrauch und sonstigen Schmiermitteln geführt. Von selbst versteht sich, dass auch der industrielle Oel- und Kraftstoffverbrauch stark zusammengeschrumpft ist. Aus den jetzt für das erste Quartal 1931 vorliegenden Einfuhrziffern erhält man positive Anhaltspunkte für das Ausmass des Bedarfsrückganges. Dementsprechend wurden in den Monaten Januar bis März 1931 total 641,595 t Erdölprodukte im Werte von 71,55 Mill. Reichsmark importiert, dem im Vorjahre eine Importmenge von 1,361,370 t im Betrage von 178,76 Mill. Reichsmark gegenüberstand. Wenn man auch die letztjährigen grossen Importmengen zum Teil auf Konto der Vorratsanhäufung setzt, so ist doch der ImpoTtrückgang im laufenden Jahre so stark, dass er nur im völligen Darniederliegen der Wirtschaft seine Erklärung findet. Wy. Dazu erhalten wir soeben noch folgende Meldung : Mit der am 29. April erfolgten Erhöhung der Zapfstellenpreise für Benzol um 1 Pfg. je Liter und der am 30. April vorgenommenen Erhöhung der Zapfstellenpreise der Markenfirmen und der DEROP für Benzin, Gemisch und Benzol, in den meisten deutschen Städten, ist der seit einem halben Jahre in Deutschland herrschende Kampf der Benzinkonzerne in ein neues Stadium getreten. Hervorgerufen wurde dieser Kampf bekanntlich durch die angeblich zu hohen Quotenforderungen der Russen, die anlässlich der Verhandlungen über die quotenmässige Aufteilung des Benzina'bsatzes in Deutschland erhoben wurden. Durch den Minderabsatz an Treibstoff ist aber eine grundsätzliche Verschiebung der Absatzziffem etagetreten, ein Moment, das mitgespielt haben dürfte, den Benzinkampf abklingen zu lassen. Die zuletzt erzielten Preise waTen in einer Reihe deutscher Absatzgebiete bereits direkte Verlustpreise, so dass' man sich darüber klar sein musste, dass über kurz oder lang eine Einigung der Konzerne erzielt werden •würde. Wann die endgültige Verständigung erfolgt, ist heute noch nicht zu beurteilen, jedenfalls sprechen die jetzt erzielten losen Preisvereinbarungen dafür, dass mit einem weitem Sinken der Benzinpreise nicht mehr gerechnet werden darf. K. K. Notizen Erweiterung des Zürcher Autobusdienstes. Der Zürcher Autobusdienst hat auf 1. Mai eine bedeutende Erweiterung durch den Anschluss von fünf neuen Verkehrslinien erfahren. Es handelt sich um die Strecken Seebach-Glattbrugg, Höngg-Engstringen, Dietikon-Sehlieren-Weiningen, Oerlikon-Schwamendingen, und endlich die einzige stadtzürcherische Verbindung Klus-Witikon. Zum Betriebe dieser Linien ist der Fahrpark durch 8 neue Wagen ergänzt worden, welche mehrheitlich aus den Saurerwerker* in Arbon stammen. Die Verbindungen stellen eine wertvolle Ergänzung und Erweiterung des städtischen Strassenbahnnetzes dar. Die beiden Aussenlinien Dietikon-Weiningen, welche bisher durch den AutomoWldienst der Limmat-Strassenbahn bedient wurde, sowie Oerlikon-Schwamendingen werden für ihre Kurse je zwei Wagen erhalten, während die andern drei Linien vorläufig ausreichend mit einem Wagen bedient werden können, da die Fahrzeuge sehr geräumig sind und 25 Sitzsowie 20 Stehplätze aufweisen. Während den Stosszeiten ist ein 8minütiger Betrieb vorgesehen. z Blitz verbarg sich im schützenden Dunkel der Hürde und wusste nicht recht, wie er sich verhalten solle. Als die Windmühle sich zu drehen begann, öffnete sich die Tür des Wohnhauses und lärmend drängten die Burschen heraus. Plätschernd und spritzend wusch man sich Gesicht und Hände in dem eiskalten Wasser aus der Zisterne. Während der Mann auf dem Ausguck die Leiter hinabstieg, .schrie er den Leuten zu, dass Blitz zurück sei. Ein Chorus freundlicher Rufe und Püffe begrüsste den Ausreisser. Blitz kam aus seinem Versteck hervor und näherte sich vorsichtig der Gruppe, jeden Augenblick zur Flucht bereit; doch der herzliche Empfang 1 beruhigte ihn bald. Während der folgenden Woche hatte er Zeit, die letzten Ereignisse zu überdenken. Sooft er von der Farm weg gewesen, hatte man ihn angeschossen; das gab ihm zu überlegen und langsam dämmerte es in ihm auf, dass er nur bei den Burschen der Bar T Farm seines Lebens sicher sei. Ausserhalb des Farmbereiches hatte er stets Feindseligkeiten zu erwarten. Dieser Erkenntnis trug er Rechnung. (Fortsetzung im cAutler-Feiorabend».;

N°38 — 1931 AUTOMOBIL-REVUE Schweizerische Automobilmeisterschaft. Zu den bereist vor einiger Zeit gemeldeten eil Einschreibungen für die schweizerische Automobilmeisterschaft 1931 sind fünf weitere hinzugekommen: Duval, Quntern, Dr. Karrer, Wehrli und Fräulein Münz. Die bereinigte Meldeliste präsentiert sich nun folgendermasmassen: Taurenwagenkategorie: Sportiaaclfesiehten »Netlocks» auf Lancia (Decki*.v;fc\ * für holländ. Herrenfahrer Schölten) Mrue. Dold-Usier auf Bugatti G. Zwimpfer auf Chrysler R. Duval auf Chrysler A. Muff auf Chrysler G. Guntern auf Bugatti Sportwagenkategorle: E. Schneider auf Derby Dr. Karrer auf Bugatti H. Wehrli auf Alfa Romeo G. Willy auf Rally Rennwagenkategorie (Kleinwagen): H. Stuher auf Peugeot H. Kessler auf Amilcar Rennwagenkategorie: H. Stuber auf Bugatti Fr]. Mime auf Bugatti Dr. Avondet auf Bugatti L. Wittwer auf Bugatti. Da für die Gruppe der Kleinwagen in der Touren- und Sportwagen-Kategorie keine Meldungen eingelaufen sind, beschränkt sich die Zahl der zur Verteilung gelangenden Meisterschaftstitel auf vier, und zwar auf je einen Titel für die Tourenwagen- und Sportwagenkategorie, einen für die Rennwagen mit grßsseren Zylinderinhalten und einen Titel für die Kleinwagen dieser Kategorie, x. Hans Stuber über den Grossen Preis von Monaco. Ein Interview. Der schweizerische Meistorfabrer Hans Stuber, der bekanntlich auch diese9 Jahr wiederum neben Pedrazzini als Vertreter unseres Landes den Grossen Preis von Monaco bestritt, empfängt mich schon am Tage nach seiner Bückkehr. Stuber ist bereits wieder mitten in seiner Berufsarbeit — auch sie gilt dem Automobil — und er reicht mir freundlich über Briefe und Papiere weg die Hand zum Gruss. Er lächelt, denn er kennt den Grund des Besuches. Er erleidet das Schicksal aller Grossen: die Oeffentlichkeit will von ihm wissen. Stuber spricht gerne von dem grossen Rennen in Monaco. Die Erinnerung ist noch wach in ihm, der Alltag hat sie noch nicht zu übertünchen vermocht. Am offenen Fenster lehnend, durch das warmer Sonnenschein flutet, erzählt er mir lange von seinen Eindrücken. «Sind Sie dieses Jahr wiederum nach dem Rennen von dessen äusserem Verlauf so hochbefriedigt wie letztes Jahr? » «0 ja, abgesehen von der Kleinigkeit, dass neben Fagioli auch mir anfänglich falsche Rundenzahlen zudiktiert wurden — die man später korrigierte — klappte organisatorisch wiederum alles tadellos. Vom Training bis zum Schluss der Veranstaltung ging alles wie am Schnürchen. Die Veranstalter wissen, was sie dieser hervorragenden Elite von Fahrern schuldig sind. Der Erfolg des Rennens war ganz ausserordentlich. Ich glaube es-nur zu gerne, dass man den Grossen Preis von Frankreich nächstes Jahr in Monaco ausfahren will, in Frankreich gibt es heute kein Rennen, das spannender und imposanter wäre.» «Welches sind denn eigentlich die Gründe zu diesem aussergewöhnlichen Erfolg dieser Veranstaltung, die doch dieses Jahr erst zum drittenmal durchgeführt wurde? » «Sehr einfach zu sagen! Denken Sie sich einmal die Rennstrecke. Mitten durch die Stadt, zwischen hohen Bauten hin, ständig folgen Kurven, es geht bergauf und bergab, eine irrsinnige Kreiselfahrt! Zudem ist die Strecke nicht sehr lang, so dass bei der relativ hohen Zahl von Startenden das Publikum immer einige Fahrer vor sieh hat. Auch organisatorisch hat Monaco andern Orten viel voraus; die Absperrung der Strecke kann in einem solchen Fremdenort für einen werbenden Anlass strikte durchgeführt werden, und die Disziplin dieses internationalen Publikums ist ohnehin gesichert. Jeder der Fahrer hatte seine Sympathien. Uebrigens waren recht viele Schweizer in Monaco anwesend.» « Sie müssen es schon meiner Neugierde zugute halten, wenn ich Sie nach den Eindrücken vom Rennen vom Standpunkte des Fahrers aus frage.» « Sehr viel werden Sie da nicht erwarten dürfen. Für den Fahrer gab es nur eines: Kurven! Ständig mussten sie das Lenkrad drehen. Das Glück einer langen, offenen Strecke wird ihnen nie zuteil. Ein rascher Blick auf die grossen Zeittafeln orientierte über den ungefähren Stand des Rennens. Wenn so langsam einer nach dem andern seitlich am Rande der Strecke ausgeschieden lag, dann begann sich leise Hoffnung zu regen, man werde vom Pech verschont. Doch plötzlich ist es dann auch da — und da haben Sie dann die Geschichte! » «Ist die Enttäuschung bei einem Ausfall nicht grenzenlos? » « Das stellt man sich vielleicht so vor. In Wirklichkeit beruhigt die ausserordentlich grosse Zahl von Ausfällen, die die wirklich mörderische Strecke fordert, und auch sonst ist dies ein Geschick, das jedem widerfahren kann. Ich erlitt bei der gefährlichen Abbiegung nach der nach abwärts durchfahrenen S-Kurve am Bahnhof — da wo die Strecke auf die Kaimauer stösst und in rechtem Winkel abbiegt — neben mehreren andern Fahrern mein Schicksal. Kardanwellenbruch. Es war in der 63. Runde, zufällig die gleiche Runde wie letztes Jahr, in der ich ausfiel. Tatsächlich waren am Schluss des Rennens nur noch drei Wagen völlig intakt.» «Ist denn die Gefahr von Zusammenstössen nicht sehr grosst » « Ja und nein! Nur eine Zahl von guten Fahrern wird natürlich hier ohne Unfälle konkurrieren können. Sonst wären jedenfalls böse Geschichten zu erwarten. Die Organisatoren wissen dies, daum lassen sie nur anerkannte Fahrer zu.» «Wie stand es mit den Chancen des zweiten schweizerischen Fahrers Pedrazzini? » «Er litt noch an den Folge einer Krankheit, so dass er rein körperlich nicht hätte voll durchhalten können. Die physischen Anforderungen sind nämlich unglaublich gross. Sie spüren das Rennen nachher in allen Knochen. » «Wie war die Stimmung im allgemeinen bei den Fahrern? » «Da kann ich Ihnen nur beschränkte Auskunft geben. Ich war ständig mit den Deutschen zusammen, über deren Freundschaftlichkeit ich nur Gutes zu sagen habe. Stuck, von Morgen, Prinz von Leiningen und alle die andern sind sehr, sehr nette Leute. Ich fühlte mich sehr wohl bei ihnen. Das Pech, das die deutschen Fahrer heimsuchte, deprimierte sie nicht.» Langsam wendet sich nun unser Gespräch andern Themen zu. Wir plaudern über den diesjährigen Sportkalender. Mit der schönen Bescheidenheit, die Stuber immer wieder auszeichnet, macht er mir verschiedene Angaben über seine Fahrprojekte; doch er erteilt mir die Erlaubnis nicht, jetzt schon darüber zu schreiben. Er will nicht vorlaut wirken. Noch auf der Treppe, als ich ihm für seine Liebenswürdigkeit danke, ruft er mir zu: «Hören Sie, machen Sie nur ja keine grosse Geschichte! » bo. Vor der Targa Florio. 10. Mai. Nun noch wenige Tage trennen den internationalen Automobilsport von der Austragung der diesjährigen Targa Florio, dem 22. Lauf dieses einzigartigen sizilianischen Automobilrennens das einen klassischen Ruf besitzt. Bekanntlich wird das diesjährige Rennen auf der grossen Rundstrecke delle Madonie ausgetragen, die über folgende Orte führt: Cerda, Caltavuturo, Castellane, Petralia Sottana, Geraci, Castelbuono, Isnello, Collesano, Campofelice, Tribüne. Eine Runde misst 146 km, bei der Fahrt von vier Runden misst die gesamte Rennstrecke demnach 584 km. Die kleinere Rundstrecke, die 108 km misst und in den letzten Jahren Schauplatz der Targa Florio-Kämpfe war, wurde, wie wir seinerzeit meldeten, durch schwere Ueberschwemmungen teilweise unbefahrbar gemacht. Das diesjährige Rennen auf der grossen Strecke kann deshalb nicht ohne weiteres mit denen der letzten Jahre verglichen werden, da der Verlauf der Strecke und die Länge verschiedene Massstäbe ergeben. Die grosse Rundstrecke erlebte im Jahre 1906 das erste eigentliche Targa Florio- Rennen, das den Sieg Cagnos auf Itala ergab, der die 450 km der Strecke in 9 x / 2 Stunden zurücklegte. Dann folgten einige Jahre, während denen ständig die grosse Rennstrecke benutzt wurde; so stellten im Jahre 1907 der berühmte Rennfahrer Nazzaro auf Fiat, 1908 Trucco auf Isotta Fraschini, dann 1909 Ciuppa auf Spa, 1910 Cariolato auf Franco und 1911 Ceirano auf Skat ihre grossen Siege auf. Von 1912 bis 1914 wurde die Targa Florio zu einem Rennen rund um Sizilien ausgeweitet. Im Jahre ,1919 beschränkte man sich auf die kleinere Rundstrecke, auf der in den folgenden Jahxen nun auch das grosse Rennen'ausgetragen wurde. Trotzdem die grössere Strecke delle Madonie in gutem Zustande ist, ordnete der Organisator der Veranstaltung, Chevalier Vincenzo Florio, im Einverständnis mit den Behörden eine vollständige letzte Ueberholung der Strecke an, so dass heute noch Arbeiter und Maschinen fieberhaft mit den letzten Verbesserungs- und Sicherungsarbeiten auf der Strecke beschäftigt sind. TJeber die Fahrerteilnahme an der Targa Florio ist man noch nicht endgültig im klaren. Sicher steht jedenfalls, dass die diesjährige Targa Florio in erster Linie ein Duell Alfa Romeo-Maserati ergeben wird. Die offizielle Teilnahme einer Bugatti-Equipe scheint zweifelhaft zu sein, doch ist das letzte Wort hier noch nicht gesprochen. Jedenfalls wird Varzi als Einzelgänger die Bugattimarke an der Targa Florio vertreten. Das Training auf der Strecke ist bereits aufgenommen worden. Seit einigen Tagen befindet sich die gesamte Maserati-Equipe: Ernesto Maserati, Biondetti und Dreyfus, in Sizilien; auch Alfa Romeo ist mit Campari und Borzacchini schon vertreten. Varzi ist mit seinem Bugatti ebenfalls angekündigt, BO dass in diesen Tagen das offizielle Training für die Targa Florio aufgenommen werden dürfte. mb. «Tour de France». Die Tour de France, die grosse Tourenprüfung für Automobile, Motorräder und Flugzeuge, befindet sich immer noch auf ihrer 5000 km langen Reise. Am letzten Freitag legten die Fahrer die Strecke Toulouse-Carassonne-Perpignan-Nimes zurück (455 km). Von allen bis jetzt gefahrenen Etappen begegnete diese beim Publikum weitaus dem grössten Interesse. In allen Ortschaften stauten sich riesige Zuschauermengen, die der Vorbeifahrt der Automobile und Motorräder beiwohnten. Das Wetter war unsicher und regnerisch. Der Samstag war dem Aufenthalt in Nimes gewidmet. Am Sonntag starteten die Teilneher zur Weiterfahrt von Nttnes über Marseille nach Nizza (420 km). Gestern folgte die Etappe Nizza-Grenoble-Lyon, die 455 km misst. Heute und morgen halten sich die Fahrer in Lyon auf, um am nächsten Mittwoch über Besancon-Belfort Strassburg zu erreichen. Von den 29 mit plombierter Motorhaube gestarteten Automobilen blieben bis Nimes, das die erste Hälfte der Tour darstellt, elf Wagen intakt. mb. Rund um Sizilien. Die Rundfahrt um Sizilien vom letzten Sonntag, die wiederum über 945 km ausgetragen wurde, endete auch dieses Jahr mit dem Sieg der O. M.-Mannschaft Rosa-Morandi, die bereits letztes Jahr als Erste abschnitten. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auf das Duell Alfa Romeo- O. M.; wie aus den Resultaten hervorgeht, belegt Alfa Romeo gleich hinter der Siegermannschaft die weiteren ersten Plätze. Vierter wurde der von dem letzten Berninarennen her als Sieger der Tourenwagenkategorie bekannte Mailänder Strazza aui Lancia. Die Resultate: 1. Rosa-Morandi (0. M.). 11 Std. 36' U"; 2. Gazzabini-Pontone (Alfa Romeo). 12 Std. 12' 09"; 3. Magistero-Ferrari (Alfa-Romeo). 12 Std. 14' 09"; 4. Strazza (Lancia), 12 Std. 48' 00"; 5. Barrisi (Alfa Romeo), 13 Std. 03' 49". x Internationale Sternfahrt nach Rom. Die internationale Sternfahrt nach Rom, die sich neben dem Rallye nach Rom aus einer Anzahl von automobilistischen Prüfungen in Rom zusammensetzte, ging letzten Sonntag zu Ende. Die bereinigten Resultate der ganzen Konkurrenz werden erst noch bekanntgegeben. Im Zusammenhang mit der Sternfahrt organisierte der Automobilclub von Rom eine Schnelligkeitsprüfung über drei Kilometer bei Ostia, eine Schnelligkeitsprüfung über 500 Meter mit stehendem Start und eine Bremsprüfung. Bei dem Rennen über drei Kilometer fuhr der in Neapel ansässige bekannte Schweizer Caflisch auf Mercedes mit 1 Min. 15 Sek. 4/5 (Stundenmittel 142 km 479) die beste Zeit des Tages. Das Bergrennen Vermicino-Frascati, das über '5 km ausgetragen wurde, beschloss am letzten Freitag die sportlichen Veranstaltungen der internationalen Sternfahrt. Bei den Wagen über 2000 ccm stellte Caflisch auf Mercedes mit 3 Min. 15 Sek. 1/5 die best© Zeit seiner Klasse auf. Den absolut ersten Platz belegte der Sternfahrtkonkurrent Baron Manuel De Teffe auf Alfa Romeo mit 3 Min» 10 Sek. 3/5. Neben der internationalen Sternfahrt nach Rom fand in den letzten Tagen eine nationale italienische < Radio-Sternfahrt » nach Rom statt, an der Besitzer von Radioapparaten teilnahmen. Ueber 1000 Italiener trafen sich in Rom anlässlich dieser Fahrt, deren Höhepunkt ein Defilee vor dem Duce bildete. x.