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E_1931_Zeitung_Nr.038

E_1931_Zeitung_Nr.038

Strassen

Strassen Verkehrsunfälle in der Stadt Bern im Jahre 1930. Vorbemerkung. Zu den Zweigen, der öffentlichen Statistik, die in der letzten Zeit zu besonderer Bedeutung und Ausbildung gelangt sind, gehört die Verkehrsunfallstatistik. Der Grund liegt in der gewaltigen Zunahnje des Automobils als Strassenverkehrsmittel. Hand in Hand damit sind die Verkehrsunfälle zu einer leider alltäglichen Erscheinung geworden; sie sind in den Kreis der massenweise auftretenden und damit statistisch verfolgbaren Dinge gerückt. Da es sich dabei um Tatbestände handelt, die für Behörden und Oeffentliehkeit genau zu kennen •wichtig ist, hat sich die amtliche Statistik, vor allem der Groösstadtgemeinden, bald mit ihnen befasst, so auch Bern. Die Statistik der Strassenverkehrsunfälle soll Tatbestand. Ursachen und Folgen zur Darstellung bringen; sie hat die Aufgabe, auch aufklärend und erzieherisch zu wirken. Die Verkehrsunfälle werden in Bern von der IV. Abteilung der städtischen Polizeidirektion auf einheitlichen, vorgedruckten Rapporten dem Städtischen Statistischen Amt mitgeteilt. Wie viele Verkehrsunfälle haben sich in der Stadt Bern im Jahre 1930 gegenüber im Jahre 1929 ereignet, -welcher Art sind "diese, wie verhält es sich mit Zeit und Ort und den Unfallfolgen usw.? Ueber diese und andere mit den Unfällen zusammenhängenden Fragen soll im nachstehenden Aufschluss gegeben werden, wobei die Kinderunfälle etwas eingehender zur Darstellung gelangen sollen. 1. Zahl der Strassenverkehrsunfälle und Uniallzeit. Verkehrsunfälle wurden im Jahre 1930 im ganzen 675 gegen 651 im Vorjahre und 758 im Jahre 1928 gemeldet, wovon 270 (275) oder 40,0 (42,2) Prozent mit blossem Sachschaden. An den Unfällen waren 616 (562) Automobile, 146 (137) Motorräder, 225 (271) Fahrräder, 55 (48) Strassenbahnzüge, 42 (47) andere Fahrzeuge und 160 (158) Fussgänger beteiligt. Getötet wurden 15 (9) Personen, und verletzt 438 (422). Die Zahl der Motorfahrzeuge mit kantonaler Verkehrsbewilligung betrug auf Ende Dezember 1930 3835 gegen 3519 auf Ende Dezember 1929. Die Verteilung der StrassenverkehrsunfäMe auf die einzelnen Quartale geht aus der nachstehenden Zusammenstellung hervor: 1929 1930 Vierteljahr 107 99 Vierteljahr 184 184 1929 1930 188 210 172 182 1. 3. Vierteljahr 1 4. Vierteljahr 1. Halbjahr 291 283 2. Halbjahr 360 392 Auf die einzelnen Wochentage entfallen Verkehrsunfälle : 1929 1930 1929 1930 Montag 92 88 Freitag 93 115 Dienstag 124 107 Samstag 109 125 Mittwoch 101 92 Sonntag 60 71 Donnerstag- '2 77 Zusammen 651 675 Aus naheliegenden Gründen ereignen sich am wenigsten Unfälle am Sonntag (Wegfall des Geschäftsverkehrs), eine Erscheinung, die bereits auch für die frühern Jahre festgestellt worden ist. Unter den Wochentagen stehen, ebenfalls wie in frühern Jahren Dienstag und Samstag, die beiden Berner Markttage, obenan. Neben den Unterschieden nach der Jahreszeit und nach den Wochentagen, stehea solche nach der Tageszeit. Die Unfälle des Jahres 1930 verteilen sich auf die Stunden des Tages wie folgt: Tageszeit 0— 5 5—- 7 7— 9 9—11 11—13 1929 1930 Tageszeit 1929 1930 19 17 13—15 75 85 17 26 15—17 82 87 35 39 17—19 137 122 67 70 19—21 67 63 108 116 21—24 44 50 Ueberhaupt 651 675 2, Unfallort. Eine Betrachtung der Unfälle nach dem Unfallort ergibt, dass von den 675 Verkehrsunfällen des Berichtsjahres 220 auf die Innere Stadt, 18 auf Brücken und 437 auf die Aussenquartiere entfallen. Die Verteilung im Vergleich zum Vorjahre veranschaulichen die folgenden Zahlen : Die Gliederung der Verkehrsunfälle nach der Unfallstelle ergibt folgende Zahlen: Unfallstelle Verkehrsunfälle 1929 1930 Platz« 151 135 Strassenkrenzungen 241 256 Uebrige Strassen 234 266 Brücken J26 18 Zusammen 651 675 Bei der praktischen Auswertung der vorstehenden Zahlen ist zu beachten, dass die Gesamtlänge der Brücken rund 1 km beträgt, währenddem das Strassennetz rund 283 km umfasst. Die Frage, auf welchen Strassen und Plätzen sich die meisten Unfälle ereignen, ist für die Unfallbekämpfung von besonderer Bedeutung. 3. Die KinderunSälle. Die Kinderunfälle verdienen im Rahmen einer Statistik der Verkehrsunfälle eine besondere Beachtung, weil ein verhältnismässig grosser Teil dieser Unfälle durch die Kinder selbst verschuldet wird. Besonders aus erzieherischen Gründen rechtfertigt sich daher eine eingehende Behandlung der Kitiderunfälle auch in der Jähresstatistik. Kinderunfälle ereigneten sich im Berichtsjahr 55, gegenüber 58 im Vorjahre, davon 3 (2) tödlich. Die Zahl der verunfallten Kinder beträgt 57 (58). - Von den : verunlajlten AUTOMOBIL-REVUE 1931 - N° 38 Kindern waren 42 (46) Knaben und nur 15 (12) Mädchen. Nach dem Alter der Kinder verunfallten : 22 (17) Kleinkinder und 35 (41) schulpflichtige Kinder. Wo verunfallten die Kinder : auf Plätzen, Strassenkreuzungen, Brücken oder übrigen Strassen ? Unfallstelle Verunfallte Kinder 1929 1930 Plätze 4 9 Stra.sserikreuzungen 21 13 Brücken 1 — Uebrige Strassen 32 35_ Zusammen verunfallte Kinder 58 57 Zusammen Unfälle 58 55 Wen trifft die Schuld bei den Kinderunfäl- Jen, oder vorsichtiger ausgedrückt: wen trifft die Hauptschuld ? Hierauf versuchen die folgenden Zahlen eine Antwort zu geben : Hauptschuld beim Kind: 1929 1930 1926/30 Unvorsichtiges Ueberschreiten von Strassen und Plätzen 24 24 111 Anhängen an Fuhrwerke aller Art — 1 4 Unvorsichtigkeit beim Schütteln — 1 11 Unvorsichtigkeit b. Trottinetfahren — — 1 Auf- u. Abspringen von Fahrzeugen — — 3 Unvorsichtigkeit beim Velofahren 11 7 42 Ueberbaupt 35 33 172 Hauptschuld bei anderen: Verschulden des Fahrzeuglenkers 12 18 78 Unachtsamkeit des erwachsenen Begleiters — 3 7 Besondere Umstände 11 3 26 Ueberhaupt 23 24 121 Verunfallte Kinder überhaupt 58 57 293 Von den 57 im Berichtsjahr bzw. 293 in den fünf Jahren 1926/30 verunfallten Kindern trifft nach der vorstehenden Aufstellung die Schuld das Kind selbst: 1930 in 33 Fällen = 57,9% 1926/30 in 172 Fällen = 58,7% Die verschiedenen Fahrzeuge sind an den drei Hauptursachen: Unvorsichtigkeit des Kindes, Verschulden des Fahrzeuglenkers, Unachtsamkeit des Begleiters und besondere Umstände wie folgt beteiligt: Verunfallte Kinder 1926/1930 TJnvorsioh- Verschuld. Unachts. tigkeit dea d. Fahrzg.- d. Beglei- Ueber- Kindes Lenkers tersusw. baupt abs. in % ais. in % abs. in % abs. in % Automobile 101 58,7 43 55,1 10 23,3 154 52 6 Motorräder 11 6,4 11 14,1 7 16,3 29 9.9 Fahrräder 39 22,7 14 18,0 11 25,6 64 21,8 Die Zahlen zeigen, auf welche Fahrzeuge die Kinder in Schule und Elternhaus hauptsächlich aufmerksam zu machen sind, damit sie Unfällen entgehen. In den Jahren 192J5/30 verunfallten 154 oder 52,6 Prozent aller verunfallten Kinder überhaupt durch ein Auto; in 101 Fällen ist dabei der Unfall auf die Unvorsichtigkeit des Kindes selbst zurückzuführen; 93 Kinderumfälle sind Motorrad- oder Fahrradunfälle, wobei in 50 Fällen das Kind selbst die Schuld trifft. Durch eigenes Verschulden verunfallten weiter 11 Kinder auf der Strassenbahn. F. Ausbau der Lauterbrunnen- und Grindelwaldstrasse? Verschiedene Klagen aus Automobilistenkreisen, welche ihre Oster-Feiertage zu einem Besuch der Lütschiuentäler verwendet hatten, über den mehr als ungenügenden Zustand der dortigen Strassen hatten uns veranlasst, die Angelegenheit der Kantonalen Baudirektion vorzulegen. Da diese Strassen für den bernisohen Fremdenverkehr von ganz besonderer Bedeutung sind, kommt der uns von Baudirektor, Herrn Regierungsrat Bösiger, zugegangenen Orientierung besonderes Gewicht zu. Er weist darauf hin, dass die vorerwähnten Strassen von Anfang an zu schmal angelegt wurden. Eine Feststellung, die leider auch für eine Reihe weiterer Strassen des engeren Oberlandes zu Recht bestehen, so zum Beispiel die rechtsufrige Brienzerseestrasse und die Simmentaistrasse. Da diese letzteren einen durchgehenden und bedeutenderen Verkehr zu bewältigen haben, müsse ihnen in erster Linie die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt werden. Nichts destoweniger hat die Baudirektion den Strassen der Lütschinentaler schon lange Zeit ihre Aufmerksamkeit geschenkt und auch die Ausbaukosten berechnen lassen, kam dabei allerdings auf die beträchtliche Summe von 1,6 Millionen Franken. In Anbetracht der zahlreichen Strassenbauprojekte und der beschränkten Mittel sieht sich das Baudepartement verpflichtet, sehr vorsichtig mit den Geldern umzugehen, so dass ein sofortiger oder in einem Zuge durchgeführter Ausbau der Strassenbahnen 11 6,4 — — 2 4.6 13 4,4Lauterbrunnen- und Grindelwaldstrasse Andere Fahrzeuge 6 3,5 — •— 1 2,3 7 2,4 Sturz, Anprall usw. 4 2,3 10 12,8 12 27,9 26 8.9 überhaupt 172 100,0 -78.100,0 43 100,0 293 100,0 nicht möglich ist. Dennoch soll in den nächsten Jahren sowohl zwischen Interlaken undZweilütschinen als auch letzterem und Grindelwald an den dringlichsten AUTOS MOTOS CAMIONS RADIOS ET von der hastenden Geschäftigkeit des Tages, sorgen wir dafür, dass Ihr Wagen blitzblank gemacht, geschmiert und kontrolliert wird und am andern Morgen wieder als der treue Helfer bereitsteht, dessen Sie bedürfen. Geben Sie uns Gelegenheit, Ihnen zu beweisen, dass Sie sich auf unsern Kundendienst verlassen können! Telephon Bollwerk 70.11 während Sie sich erholen Wir werben um Ihr Vertrauen Effingenfrane A. G. Bern Einzigartiges Produkt für die Entschwefelung und Wiederbelebung der Akkumulatoren aller Art. „Selfatic" enthält keine schädlichen Bestandteile. Es ist bei allen Elektrikern, Auto- Reparatur-Werkstätten, Auto- und Radio-Zubehörhändlern usw. erhältlich. Wegen Bezugsquellennachweis man sich an die Fabrikanten. POUR TOUT ACCUMULATEUR wende, Produit unique pour la dation des accumulateurs de tous genrec. 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N° 38 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE Punkten die notwendigen Erweiterungen und Korrektionen vorgenommen werden. Im übrigen wird bezüglich Strassenzustand vermerkt, dass um die Osterzeit die Fahrbahn durch den Schnee noch vollständig durchweicht ist und es erst nach und nach durch Aufbringen von Kies und Walzen möglich sei, die Strassen in ihren Normalzustand zurückzuführen. Automobilisten, wie die interessierten Clubs der Fremdenindustrie werden gerne davon Kenntnis nehmen, dass der endgültige Ausbau dieser Verbindungswege, wenn auch nicht unmittelbar bevorstehend, so doch sichergestellt ist. B. Verbauung oder Verlegung der Stoßstrasse? Die Stoßstrasse wurde auf dem Gebiete der Gemeinde Gais im Herbst auf eine Länge von 120 m durch Rutschungen unterbrochen, worüber wir seinerzeit eingehender referiert haben. Das Baudepartement des Kantons Appenzell, auf dessen Boden sich die Rutschung ereignete, traf im Herbst sofortige Massnahmen, um den Verkehr aufrecht zu erhalten. Glücklicherweise Hess sich die alte Stoßstrasse wieder als Trasse verwenden, wodurch eine regelmässige Verbindung zwischen dem St. Galler- sowie dem Appenzellerland und dem Rheintal gewährleistet wurde. In der Nachzeit liess das Baudepartement des Kantons Appenzell Inner-Rhoden zwei geologische Gutachten von den Herren Dr. Eugster in Trogen und Dr. Staub in Zürich ausarbeiten. Es war in der Fragestellung für diese Gutachten von einer Brücke die Rede, welche 'aber von den beiden Experten als unzweckmässig anerkannt wurde, da ja das Rutschungsgebiet ausschliesslich aus Lehmboden bestehe und bis weit hinunter keine feste Unterlage zu finden sei. Auch bei umfangreichen Verbesserungsarbeiten wäi"e für den Brückenbau keine genügende Sicherheit geboten, denn die Rutschung ist auch heute noch nicht beendet. Einer der Experten empfahl eine unverzügliche Verbauung des Widenbachefc und die Bepflanzung des gesamten Gebietes, eine Massnahme, die der Erdbewegung am sichersten entgegenwirken könne. Das Gutachten entschied sich für eine Verlegung der Strasse, wobei ein Stück auf St. Galler Gebiet zu liegen käme. Die vorgeschlagene Route müsste oberhalb der Kreuzstrasse ansetzen und mit mehreren Kurven und einer Bahnüberführung an die Kantonsgrenze gelangen, Öann unter der Stoßstrasse ein Stück parallel zur Bahn weiterführen und schliesslich bei der Station Riedle das ursprüngliche Trasse wieder erreichen. Auf Appenzeller Gebiet würde die Strasse mit einem Kostenaufwand von Fr. 270,000 und auf St. Galler Gebiet mit Fr. 250,000 Anerkennungskosten erheischen, wobei aber die Entwässerungs- und Belagskosten nicht eingerechnet sind. Das eidgenössische Bauinspektorat hat im Herbst das Rutschungsgebiet besichtigt, aber eine Entschlussfassung in den Frühling verschoben. Nun soll eine neue Expertise die definitive Entschlussfassung vorbereiten, damit sich die beiden Kantone über das neue Projekt und seine Finanzierung tunlichst bald einigen können. Interessanterweise ist die Bahn St. Gallen-Teufen-Gais-Altstetten im Rutschungsgebiet nicht in Mitleidenschaft gezogen, was durch Messungen, ja an Fixpunkten bestätigt wurde. lt. Stfa*«9ss^n«N«»6 z«n Günstige Aussichten um die Gatidriastrasse. Wie bekannt, ist das Projekt der Gandriastrasse im Detail ausgearbeitet. Der Baukredit ist bereitgestellt und der Bund hat durch Beschluss von Ständerat und Nationalrat die Subventionen bewilligt. Die Fixierung des Zeitpunktes für Inkrafttreten der national- und ständerätlichen Beschlüsse aber ist dem Bundesrat überlassen. Es soll nämlich die schweizerische Teilstrecke erst dann in Angriff genommen werden, wenn sicher feststeht, dass Italien sein Teilstück auch ausbaut. Nun schien es eine Zeitlang, als ob Italien kein grosses Interesse am raschen Ausbau der Strasse hätte und die Sache 'nicht ganz unabsichtlich auf die lange Bank geschoben werde. Es scheint aber nunmehr die Angelegenheit auf italienischer Seite doch rascher und für die Schweiz in günstigem Sinne behandelt zu werden. Nach neuesten Meldungen liege das Projekt der Gandriastrasse Setzt zur Begutachtung auf dem Kriegsministerium. Aller Voraussicht nach seien vom militärischen Standpunkt aus keine Einwendungen gegen das Projekt zu befürchten. Auch aus den Verkehrskreisen des Comerseegebietes dürfte kaum Widerstand erwachsen/dehn man sieht auch dort ein, dass eine Verbindungsstrasse längs dem Ceresio für alle Teile nur Vorteil bringen kann. Hoffen wir also, dass die in Frage kommenden Instanzen Italiens sich recht bald für den Ausbau der Gandriastrasse entschliessen können, damit auch die Schweiz baldmöglichst beginnen kann. Lr. Die Güterstrasse ins Meiental in naher Sicht. Nach langem Hin und Her ist das Projekt der Güterstrasse ins Meiental (Kt. Uri) endlich Wirklichkeit geworden. Die Projektverfasser rechnen mit einem Kostenaufwand von rund 830 000 Fr. Wir zweifeln sehr, ob die Güterstrasse auch den Bedürfnissen des Autoverkehrs entsprechen würde, der doch auch neuen Verdienst in das bedürftige Tal bringen würde. Wie dem auch sei, wollen wir froh sein, dass der Kanton Uri wenigstens eine Güterstrasse erstellt. Wir wollen auch hoffen, das Projekt der Güterstrasse sei so beschaffen, dass eine spätere Verbreiterung der Strasse zum vorneherein berücksichtigt sei. Das Projekt liegt nun beim Bunde, von dem die urnerischen Behörden eine stattliche Subvention erbitten. Wenn alles seinen gewohnten Gang geht,' so sollte diesen Sommer mit dem Bau begonnen weiden können. lt. Genehmigung der Basler Dreirosenbrücke. Wie wir bereits vor einiger Zeit berichteten, ist in letzter Zeit in der Frage des Baues der Dreirosenbrücke ein entschiedener Schritt getan worden, indem eine besonders eingesetzte Jury ein Projekt definitiv auswählte. Auch im Grossen Rate von Basel wurde durch die Ablehnung eines vorgeschlagenen anderen Brückenprojektes dem Dreirosen- Projekt der Vorzug gegeben. In Strassburg tagt gegenwärtig die internationale Rhein- Zentralkommission, die die Dreirosenbrücke vom Standpunkte des internationalen Stromverkehrs zu genehmigen hatte. Die Kommission konnte tatsächlich dem Brückenprojekt ihre Zustimmung erteilen. rnb. Ausbau der Strasse Sierre-Montana. Eine kürzlich in Sitten stattgefundene Konferenz der Vertreter der interessierten Gemeinden beschäftigte sich mit dem Ausbau der Strasse Sierre-Montana. Die Regierung ist von der Dringlichkeit der Korrektion vollständig überzeugt, doch muss aus schwerwiegenden Gründen der Ausbau der Strasse bis zum nächsten Herbst verschoben werden. x. Strassen-Verbesserungen im Toggenburg. Nachdem die Arbeiten für die Elektrifikation der obertoggenburgischen Bahnlinie derzeit in vollem Gange sind, ist daneben auch mit der Verbesserung der obertoggenburgischen Hauptstrasse begonnen worden. Es wird die Strecke Ebnat-Kappel bis Neu St. Johann mit Ausnahme einer ca. kilometerlangen Strecke geteert. Die Arbeiten dürften bis im Herbst beendet sein, so dass die gesamttoggenburgische Hauptstrasse bald zu den schönsten Fahrstrassen des Kantons zählen wird. Es ist nur schade, dass die kleine Strecke vor Neu St. Johann nicht auch noch einbegriffen wird und die Teerung erst im nächsten Jahre erfolgt. fb. V«> •»!