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E_1931_Zeitung_Nr.034

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sen, um ihr Strassennetz

sen, um ihr Strassennetz zu modernisieren, sofern dies unter günstigen Bedingungen geschehen kann. Die Voraussetzungen hiefür scheinen uns heute in ganz besonderem Masse als gegeben. Einmal sind die Bedingungen auf dem Kapitalmarkt zur Zeit derart günstig, dass wohl kaum in kommenden Jahren zu besseren Konditionen grössere Mittel auf längere Frist aufgenommen werden könnten. Zudem bietet sich eben einer grossen Zahl von Arbeitslosen Gelegenheit, wieder zu Verdienst zu kommen und ihren Unterhalt auf normale Weise zu verdienen, anstatt das bemühende Gefühl haben zu müssen, auf Kosten der Allgemeinheit unterhalten zu werden. Auch für den Staat ist es sicher vorteilhafter, wenn er seine Mittel auf diesem Wege den Arbeitsuchenden zukommen lassen kann, als wenn es nur gilt, eine Unterstützung ohne Gegenleistung auszurichten. Unter diesen Voraussetzungen kann es nur überraschen, dass nicht schon mehr Kantone auf den Gedanken gekommen sind, die gebotenen günstigen Umstände auch für sich auszunützen und ihre Strassenpolitik entsprechend einzurichten. Wohl ist einzelnenorts, so z. B. in St. Gallen, eine gewisse Beschleunigung des Bauprogrammes gerade mit Rücksicht auf die Arbeitslosenfrage vorgesehen worden, aber die dafür bereitgestellten Mittel ermöglichen keine grosszügige Aktion. Selbst in Bern können mit den genehmigten 5 Millionen Fr. nur eine beschränkte Zahl der bei der Regierung eingelaufenen berechtigten Wünsche um Strassenbauten berücksichtigt werden. Werfen wir einen Blick auf unser schweizerisches Strassennetz, so fällt es nicht schwer, festzustellen, dass fast in allen Kantonen noch Strassenzüge vorhanden sind, die ihrer nationalen oder gar internationalen Bedeutung wegen einen beschleunigten und vor allem auch durchgehenden Ausbau verdienen würden. Man lasse sich also das bernische Beispiel dienen und tröste sich nicht mit einem auf dem Papier festgelegten Programm, das den Ausbau der Kantonsstrassen zwar vorsieht, aber vielleicht auf ein Jahrzehnt verteilt. Bis auf diese Weise die letzten Routen instandgestellt sind, benötigen die ersten bald wieder eine Auffrischung. Wenn die Einnahmen au dem Motorfahrzeugverkehr, welche ja hauptsachlich für die Finanzierung dieser Anleihen verwendet werden sollen, heute schon ständig im Wachsen begriffen sind, so kann als sicher angenommen werden, dass bei beschleunigter Instandstellung der Verkehrswege die Zunahme an Motorfahrzeugen und damit die Steuereinnahmen noch in weit stärkerer Proportion als bisher anwachsen. Somit wären auch irgendwelche Bedenken der Finanzverwaltungen wegen des Zinsendienstes unbegründet. Bei Inangriffnahme von Strassenprojekten mit ausgesprochen internationalem Charakter wird zudem noch mit einer Subvention des Bundes gerechnet werden können, der gerade mit Rücksicht auf die Arbeitslosenfrage und den aus dem Benzinzoll zur Verfügung stehenden Mitteln Die Zahl der Automobilisten, die ihre Ferienfahrten auch über die schweizerischen Grenzpfähle hinaus wählen, wird von Jahr zu Jahr grösser. Und nicht nur die Ferien verbringt man heute oft im Ausland, sondern mancher strebt sogar beim verlängerten Weekend in die benachbarten Grenzgebiete. Da mag es am Platze sein, auf einige der Verkehrsvorschriften, wie sie im Auslande gültig sind hinzuweisen und auch einiges von den Gebühren zu sagen, die man an den meisten Orten leider noch abzuladen hat. Gross ist die Zahl derer, die den Schwarzwald, Oberbayern oder das südliche Deutschland überhaupt besuchen. Für sie sei daran erinnert, dass zwischen der Schweiz und Deutschland eine Vereinbarung besteht, laut welcher schweizerische Fahrzeuge für die Dauer von 14 Tagen gar keine Gebühren zu zahlen haben. Wird der Aufenthalt von 14 Tagen aber überschritten, so sind rückwirkend für Automobile eine Reichsmark pro Tag, jedoch im Minimum RM. 3.— zu entrichten. Dauert der Aufenthalt mehr als 60 aufeinanderfolgende Tage, so ist die reguläre deutsche Inlandsteuer zu erlegen. Was wir nun im neuen Automobilgesetz anstreben, die unbeschränkte Geschwindigkeit auf freier Landstrasse, kennt Deutschland schon lange. In Ortschaften und Städten beträgt die Maximalgeschwindigkeit 30 Std.-km. Genau wie in der Schweiz wird in Deutschland rechts gefahren, rechts ausgewichen und links vorgefahren. In Oesterreich liegen die Verhältnisse nicht so einfach wie in Deutschland, indem dort die Abgabe von Gebühren je nach den Bundesländern verschieden ist. Im Bundesland Wien sind die ersten 30 Tage steuerfrei. Hernach Steuerpflicht, rückwirkend bis zum ersten Aufenthaltstag. Im Bundesland Oberösterreich kostet ein Aufenthalt von 2 Tagen 8 Schilling, von 5 Tagen 16 Schilling, von 15 Tagen 32 Schilling, von 30 Tagen 50 Schilling und von 60 Tagen 100 ÄUTOMOBIL-REVUE 1931 - N° 34 eine Unterstützung solcher Arbeiten wohl verantworten darf. Wer folgt dem bernischen Beispiel? Es hat auf alle Fälle die Redeweise von der bernischen Bedächtigkeit gründlich widerlegt und scheint vielmehr diesen Vorwurf andern Kantonen gegenüber zu rechtfertigen! b. Ins benachbarte Ausland Vorschriften und Winke für Fahrten. ten werden ausländische Automobile bei j vorübergehenden Aufenthalt im Reiseverkehr nicht besteuert. Beim Grenzübertritt nach Oesterreich mag noch darauf hingewiesen sein, dass die Zollabfertigung zwischen , 8—12 und 14 bis 18 Uhr gratis erfolgt, ausser diesen Amtsstunden gegen eine Abfertigungsgebühr von 1 Schilling pro Fahrzeug. Als Höchstgeschwindigkeit ausserorts sind 45 Std.-km vorgeschrieben (also ähnlich wie bei uns!) und in geschlossenen Ortschaften 15 Std.-km. Wer von der Schweiz nach Oesterreich über die Arlbergstrasse und durchs Tirol fährt, hat bis nach Lend gleich wie in der Schweiz rechts zu fahren und links zu überholen. Im übrigen ^ Oesterreich dagegen wird links gefahren, "links ausgewichen und rechts vorgefahren. Eine wenig angenehme Erscheinung in Oesterreich sind die Mauten und Brückengelder, die noch an manchen Orten verlangt werden. Hoffen wir, dass diese höchst mittelalterliche Einrichtung baldmöglichst verschwinden werde. In Italien sind die Bestimmungen für Gebühren und Verkehr wesentlich einfacher als in Oesterreich. Während drei Monaten fährt man vollständig frei, ohne irgend etwas bezahlen zu müssen. Nach 3 Monaten zahlt der Ausländer die gleichen Steuern wie die italienischen Fahrer, d. h. ein Zwölftel der jährlichen Taxe für jeden weitern Aufenthaltsmonat nach den ersten 3 Monaten. In ganz Italien wird rechts gefahren, rechts ausgewichen und links vorgefahren. Eine Geschwindigkeitsgrenze besteht nicht, der Lenker muss stets Herr der Geschwindigkeit bleiben. Besondere Vorschriften sind in den Städten durch Tafeln angezeigt. Verbotene Fahrstrassen sowie besondere Sonntagsvorschriften gibt es nicht. Nur für die Autostraden wird bei der Einfahrtstelle eine Taxe erhoben. Leider kennt Frankreich die Gebührenfreiheit für die sich dort touristisch-aufhaltenden Automobilisten noch nicht. Automobile zahlen für vorübergehenden Aufenthalt bis 60 Tage eine Verkehrsgebühr von Fr. 10.—- pro Tag und Fr. 3.60 Stempelgebühr, und erhalten dafür das sogenannte « Laisser passer». Wer z. B. 10 « Laisser passer» bezieht, also für einen Aufenthalt von 10 Tagen, der bezahlt Fr. 100.— plus Fr. 3.60 = Fr. 103,60. Dauert der Aufenthalt länger als die bezogenen «Laisser passer» gestat- Schilling. Im Bundesland Tirol zahlt mam bei einem Aufenthalt von 5 Tagen 15 Schilling. Bei 15 Tagen 25 Schilling, bei 30 Tagen 40 Schilling, bei 60 Tagen 70 Schilling. Als Kuriosum mag gelten, dass im Voralberg nur Automobile deutscher Herkunft Gebühren zahlen müssen, nicht die Automobile aber aus einem andern Staat. In den übrigen Bundesländern: Burgenland, Niederösterreich, Steiermark, Salzburg und Kärnten, so kann bei den «Bureaux des contributions indirects» Verlängerung verlangt werden. Man erhält einen sogenannten «Permis de Circulation», der 80 Cts. per Tag und pro HP und Fr. 1.— Stempelgebühr kostet. Nach 60 Tagen Aufenthalt zahlt man die normalen Automobilsteuern. Eine Maximalgeschwindigkeit kennt man in Frankreich nicht, was bei diesem im grossen ganzen vorzüglichen Strassennetz begreiflich ist. Haben doch vor allem die französischen Strassen ein Breitenausmass, das vorbildlich genannt werden muss. Selbstverständlich gilt auch hier die Regel des Rechtsfahrens. Irgendwelche Taxen für Bergstrassen usw. kennt man in Frankreich nicht. LT. Europäische Zollunion und Motorfahrzeugverkehr. Wie von Berlin gemeldet wird, hat der Reichsaussenminister Dr. Curtius dem Völkerbund-Sekretariat einige Anträge überwiesen, mit dem Ersuchen, dass dieselben vom Studienausschuss für die europäische Union anlässlich seiner Tagung im Mai behandelt werden. Besonderes Interesse darf der zweite dieser Anträge beanspruchen, welcher die Zollfreiheit für den in Motorfahrzeugen enthaltenen Betriebsstoff bei Grenzübertritt vorschlägt. In seiner Begründung weist der deutsche Staatsmann darauf hin, dass der motorisierte europäische Verkehr zu Land, zu Wasser und in der Luft in ganz gewaltigem Masse zugenommen habe, ohne dass die europäischen Länder ihre Zollbestimmungen dieser Entwicklung irgendwie angepasst hätten. Aus diesem Grunde bilden die einschlägigen Zollvorschriften immer noch eine beträchtliche Behinderung des Reiseverkehrs. Die Gewährung von Zollfreiheiten würde den Tourismus wesentlich fördern und eine einheitliche Regelung, die den Verkehrsbedürfnissen des ganzen Kontinentes Rechnung trage, erscheine als sehr erwünscht. Diese Anregung dürfte in weitesten Kreisen freudigen Widerhall finden. Man braucht sich nur der Umständlichkeiten am Schweizer Zoll zu erinnern, denen man in einer noch nicht allzu fernen Zeit bei der Rückkehr ins Land oder beim Durchfahren des Zollausschlussgebietes im Schaffhausergebiet ausgesetzt war. Ganz abgesehen von dem zu entrichtenden Betrag hat diese ständige Kontrolle des Benzintankinhaltes und die Ausstellung der dafür notwendigen Ausweise immer viel Umständlichkeiten und Zeitverlust verursacht, ohne dem Staat wahrscheinlich auch nur irgend einen nennenswerten Betrag einzubringen. Nachdem durch die Preisentwicklung auf dem Benzinmarkt für den inländischen Fahrer keinerlei Anreiz mehr besteht, auch nur einen Liter Benzin im Ausland zu tanken, wenn es nicht nötig ist, so sind die Zollorgane entsprechend Aufmerksam lauschte das Wolfsjunge dem floss von Mensch zu Tier, von Tier zu schenvolk einteilte — es gab solche, die er Halsband, und Blitz blieb folgsam wie früher. Seine Welt drehte sich einzig um Mo- Gepräch und merkte sofort den Klangunterschied der beiden Stimmen. Auch hatten Erst als Moran aufstand, um die Pferde Inbrunst — und solche, die er liebte. ran. Es war ein Fest für ihn, wenn sein Mensch. duldete, solche, die er hasste — mit wilder die Männer eine verschiedene Ausdünstung. zu füttern, erhob sich auch Blitz und löste Das Gefühl, das er Harmon entgegenbrachte war dasselbe, das er für die über- in derbem Spiel mit ihm herumbalgte. Die Herr ihm Nacken und Ohren kraute oder sich Während Moran eine Atmosphäre von Herzlichkeit und Frieden um sich verbreitete, Moran den Raum verlassen, so strebte das wiegende Mehrzahl der Menschen empfand, Berührung eines anderen Menschen duldete den Blick von Brent. Doch kaum hatte ging von Brent ein Hauch kaltblütiger Grausamkeit aus. erlaubte. teten und nur selten sein Interesse erregten. sich beiseite bei dem geringsten Zeichen sol- Tier von Brent fort, soweit es die Kette nur die ihm im allgemeinen recht wenig bedeu- er nicht, und steif wie ein Bock drückte er Blitz hatte bereits begonnen, die Welt der Gereizt durch diese Bewegung, packte Brent hatte seine Geschäfte abgewickelt cher Absicht. Menschen zu klassifizieren. Die unbeirrbare Fähigkeit der Tiere, Liebe, Hass, Furcht Brent die Kette dort,, wo sie am Bein des und ging. Moran blickte ihm nach. Von Zeit zu Zeit kehrte Brent in dem Tisches befestigt war, und zog Blitz zu sich «Eine Bestie, dieser Kerl,» sagte er. Hause ein und immer wieder flammte bei und andere Gefühle im Menschen zu erkennen, bezeichnet man unverständiger Weise heran. Das Tier stemmte sich dagegen, «Kein Funke von Menschlichkeit in ihm. solchen Gelegenheiten des Tieres Hass ward aber doch vorwärtsgeschleift, vergebens bemüht, sich am Boden festzukrallen. um zu wissen, dass all das Greuliche wahr ursprüngliche Scheu vor Menschen abgelegt Man braucht ihm nur ins Gesicht zu sehen, mächtig auf, wenn es auch inzwischen seine gern als «tierischen Instinkt». Gegen die Unbestimmtheit dieses Ausdrucks sträubte Als es nur wenige Fuss von Brent entfernt ist, was man von ihm erzählt.» hatte und sich hütete, ohne weiters seine sich Morans naturkundiger Sinn. Er begriff, war, änderte sich seine Taktik, es machte « Jawohl! » sagte Harmon, « hab's selbst Zahne zu gebrauchen. Misstrauisch beobachtete es seinen Feind und bei der gering- dass dieser sogenannte Instinkt in Wirklichkeit in einer köstlichen Ausgeglichenheit des einen plötzlichen Satz, und mit seinen weissen Fangzähnen schnappte es blitzschnell und ritt hinzu. Was sehe ich? Brent steht sten seiner Bewegungen sträubte sich sein erlebt. Hörte da einmal ein Pferd schreien Gehör- und Geruchsinnes bestand. Jeder, zweimal nach Brents Hand. Kaum hatte er dort, mit der Peitsche in der Hand und gebärdet sich wie toll; blöd lallt er bei jedem sich und gerade dieser schweigende tödliche Haar. Dabei gab es nie einen Laut von der viel und mit offenen Sinnen unter Tieren gelebt hat, wird wissen, dass sie alle Zeit zurückzuspringen. Blitz trat wieder den Rückzug an, straffte die Kette und stand Hieb: «Hat nach mir geschlagen, hat nach Hass brachte Brent am meisten gegen Blitz gleichsam ihren eigenen Wortschatz haben, an ihrem Ende, mit gesträubtem Haar, voll mir geschlagen, darf nicht nach mir schlagen. » Ich ritt schleunig fort, um nicht in Zweimal, während Moran ausser Haus auf. der nicht aus gesprochenen Worten besteht, Wut und Schrecken. sondern sich in der mannigfaltigen Nuancierung des Tones kundgibt. Brent geriet in Raserei, als er sah, dass Versuchung zu kommen, ihn auf der Stelle war, versetzte er dem Tiere einen Fusstritt, Dieser Umstand ermöglicht es dem Hunde, die kleinen scharfen Zahne seinen Daumen umzubringen.» als es bei seiner Annäherung das Haar jeden versteckten Unterton von Hass oder geritzt hatten. Er schritt auf das Junge zu, « Blitz hat ihn erkannt in dem Augenblick, sträubte. Furcht in der Stimme zu vernehmen, während das stumpfe Ohr des Menschen dafür ihn auf Kopf und Ohren des Tieres nieder- hob seinen schweren Handschuh und Hess da er eintrat,» sagte Moran. « Ein Tier lässt Gelegentlich durfte Blitz ohne Kette seinen Herrn auf längeren Ausflügen begleiten. sich nicht täuschen wie unsereins.» unempfänglich ist. Hiezu kommt noch die sausen. Blitz wollte Widerstand leisten, Am nächsten Morgen schoss Moran ein Moran vertraute darauf, dass die Anziehungskraft seiner Person stärker sein werde Kontrolle durch den Geruchsinn, so dass ein doch der Handschuh traf ihn auf Lefzen und Kanichen, zog es ab und legte Blitz das noch Irrtum ausgeschlossen ist. Der menschliche Ohren, und als er am Boden niederkauerte, warme Fleisch vor. als der Ruf der freien Berge. Jubelnd jagte Organismus reagiert auf jedes Gefühlsmoment und durch seine Poren hindurch ver- stiess ihn Brent mit einem Fusstritt unter war gemacht und nach wenigen Tagen nahm stets gehorsam zu Moran zurück. halb betäubt durch den Regen von Hieben, Diesmal griff das Tier zu. Der Anfang Blitz nach wilden Kaninchen, kehrte aber rät der Mensch dem überaus feinen Geruchssinn des Tieres sofort seinen Seelen- Bald darauf traten die beiden Männer in er ein halbes Jahr alt und hatte bereits die den Tisch und verliess den Raum. es alles an, was er ihm reichte. Um aber im Er wuchs rasch heran, Mitte August war richtigen Gleichgewicht zu bleiben, kehrte es gegen alle anderen Menschen seine zustand. Begleitung von Harmon wieder ein. Die drei erforderliche Schnelligkeit, sein erstes Kaninchen zu fangen. Es war ein unermüd- Wolfsnatur heraus und berührte keinen Bissen, der nicht aus Morans Hand kam Als Blitz von Brent abrückte und sich plauderten, Blitz lag in seinem Winkel, den enger an Moran schmiesrte, war dieser fiberzeugt, dass das junsre Tier aus einer richbeine gepresst. Scharf beobachtete er jede Kopf nach Wolfsart zwischen die Vorderliches Jagen und er tötete aus blosser Seine Erziehung machte in jeder Hinsicht Mordinst weiter, auch wenn sein Hunger tigen Erkenntnis heraus so handle Das Bewegung der drei Männer. Fo r tschritte. Auf langen SDazier^änsren schon jrestült war. führte Moran das Tier an einer leichten Junge presste seine Schnauze zwischen die Diese rasende Freude, die ihren Höhepunkt erreichte, wenn er unter wildem Ju- Harmon schien ihm in keine der beiden Kette mit sich- Im Hause durfte es frei Vorderpfoten und heftete seine gelben Augen auf Brent — mit Blicken so wild und belschrei mit einem furchtbaren Biss seiner Klassen zu passen, die er sich aufgestellt herumeehen und bald gab er ihm auch im hatte, doch bald war auch hier sein Urteil Hofe Bewegungsfreiheit. Es war glücklich, grausam, wie die eines Habichts. Von der Beute den Garaus machte, zeigte er sons< fertig. In diesem Räume waren drei Menschen, gleichsam die Repräsentanten der Versuch, durchzubrennen. dort herumzustrolchen nnd machte nie den Farbe abgesehen, glichen sich die Augen nur in den köstlichen Augenblicken, da Moran ihn liebkoste. der beiden und ein Strom von Feindseligkeit drei Gruppen, in die 3r hinfort das Men- Bald entfernte Moran gänzlich Kette und (Fortsetzung im cAutler-Feierabend».)

34 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE larger geworden. Das ändert aber an den Verhältnissen bei anderen Staaten und in der prinzipiellen Stellungnahme der europäischen Länder in dieser Angelegenheit wenig oder nichts. Die Anregung ist deshalb doppelt zu begrüssen, ihre Berücksichtigung wird die Solleinnahmen der einzelnen Länder kaum tangieren, dafür aber den verschiedenen Volkswirtschaften in anderer Form bestimmt vermehrten Nutzen bringen. B. Der Benzinzoll — eine ergiebige Finanzquelle. 6,6 Millionen Fr. Einnahmen im 1. Quartal. Die schweren Preiskämpfe auf dem Weltmarkt für Benzin lassen natürlich die Zolleinnahmen vollständig unbeeinflusst, da die einschlägige Zollposition unbekümmert um die Marktlage die Abgabe auf 23 Fr. festgelegt hat. Die Preisunterschiede gegenüber dem Vorjahr sind derart, dass trotz einer sehr beträchtlichen Melireinfuhr der Wert des importierten Brennstoffes um fast 3 Millionen Fr. zurückgegangen ist. Nachdem die internationale Autorennsaison letzten Samstag in Italien eröffnet worden ist, folgen sich die grossen Events Schlag auf Schlag. Der diesjährige Austrag in Monaco, dem originellsten Rennen dieser Art, das die Strassen einer Stadt zu einer Rennbahn werden lässt, erregte ganz besonderes Interesse, weil die Elite der Fahrer, die sich bereits an der Mille Miglia gegenüberstand, neuerdings in Monte Carlo zusammenkam. Freilich hatte sich hier das Stärkeverhältnis wesentlich verschoben, indem die mit Bugatti- Wagen abgegebenen Meldungen weitaus an der Spitze standen und jede andere Marke weit hinter sich Hessen. Fünf Maserati, 4 Alfa Romeo, 2 Mercedes und als Einzelgänger ein Peugeot standen auf der Liste. 21 Fahrer vertraten nicht nur sechs Länder, sondern stellten, von einzelnen Abwesenden abgesehen, die eigentliche europäische Elite der Rennfahrer dar. Bekanntlich war auch die Schweiz durch Stuber und Pedrazzini, der dieses Jahr einen Maserati-Wagen pilotiert, vertreten und ihre Aussichten waren nicht die mindesten- Die 3,18 km lange Rundstrecke, welche hundertmal zurückzulegen war, ist eine Piste ganz besonderer Art. Start und Ziel finden sich am Boulevard Albert Ier. Die Route führt nach einer mächtigen Kurve an der Kirche von St. Devote vorbei, nach welcher alsbald die scharfe neunprozentige Steigung der Avenue Monte Carlo einsetzt. WeiteT geht's am Casino vorbei und nach einer ungemein scharfen Haarnadelkurve führt die Strasse am Hauptbahnhof vorüber, von wo das Quai erreicht wird. Hier, in der Geraden, kommen die Wagen auf Maximalgeschwindigkeit, welche kaum durch die Passage im Tunnel, der unter dem Tontauben-Schiessstand durchführt, beeinträchtigt wird. Nach über 800 m vorzüglicher Zementstrasse mündet die Piste wiederum ins Boulevard Albert Ier ein- Das Training, dem alle Fahrer mit grössfem Eifer in der dafür äusserst knapp bemessenen Zeit obliegen, ergibt Zeiten, die sich nur um Sekundenbruchteile voneinander unterscheiden, so dass ein auf die Spitze getriebener zäher Kampf mit sehr knappem Vorsprung für den Sieger vorausgesehen werden kann. Ausser einer Kollision von Dreyfus, welcher in der Nähe des Casinos eine stärkere Mauer demolierte, waren keine weiteren nennenswerten Zwischenfälle zu verzeichnen. Das vollständige Fehlen der italienischen Alfa-Romeo-Equipe: Nuvolari, Arcangeli und Borzacchini Hessen die Gerüchte über das Ausbleiben dieser Fahrer zur Gewissheit werden. Tatsächlich erfolgte der Start ohne ihre Beteiligung. Der Sonntag sieht einen wahren Sturm auf die Tribünen, welche über 6000 Personen Platz bietet, und auf jedes verfügbare Plätzchen entlang dieses eigenartigen Circuits. Die Zahl der Zuschauer ist mit 30,000 eher zu niedrig eingesetzt. Um 1 Uhr mittags stehen die Rennwagen in Reih und Glied bereit zu dem in Dreiergruppen erfolgenden Start, wobei durchs Los Stuber in die erste, Pedrazzini in die letzte der Gruppen eingereiht werden- Es werden noch zwei weitere Ausfälle gemeldet, indem der Engländer Birkin sowie Ivanowsky auf Mercedes- Benz auf den Start verzichten. Der Zeittafel- Die Einfuhr erhöhte sich in den ersten drei Monaten 1931 gegenüber dem Vorjahre um 676,000 kg und beziifert sich auf 28,766,376 kg. Der Einfuhrwert dieser Mengen beläuft sich dieses Jahr auf 4,85 Millionen Fr. gegenüber 7,74 Millionen im Vorjahre. Wie sehr der schweizerische Benzinzoll diesen lebenswichtigen Betriebsstoff fiskalisch belastet, ist wohl nie drastischer zur Geltung gekommen, als gerade in dieser Abrechnung : auf 4,8 Millionen Fr. beziffert sich der Handelswert der Ware und 6,6 Millionen Fr. streicht der Bund an Zol'leinnahmen daraus ein! Die Einnahmen für den eidgenössischen Fiskus haben sich gegenüber dem Vorjahre neuerdings erhöht. Sie beliefen sich wie erwähnt auf 6,6 Millionen Fr. und weisen damit eine Zunahme von 155,480 Fr. auf. Und dabei klagt man in Bahnkreisen immer über eine einseitig zu Gunsten des Automobils sich auswirkende Belastung der Bahnen ! Wir kennen vorläufig für den Bund kein besseres Geschäft als diesen Benzinzoll und kaum eine derartig übersetzte Zollbelastung wie beim Benzin. B. Sportnachrichten III. Grosser Preis von Monaco Chiron auf Bugatti siegt in neuer Rekordzeit. dienst ist glänzend organisiert, vermittelt eine Menge von Details aus der Entwicklung des ganzen Rennens und meldet nach jeder zweiten Tour die genaue Klassierung des Peldes. Die Hoffnungen, welche man in den letztjährigen Sieger Dreyfus setzte, schienen sich anfänglich zu bestätigen, da er die Führung übernommen hat, die er allerdings bereits in der zehnten Runde an Varzi abtreten muss. Schon in dieser kurzen Zeit scheidet Williams aus, der erste Monaco-Sieger anno 1929. Mit besonderem Interesse wird jeweilen die Bekanntgabe der Resultatenach jeder zehnten Runde erwartet, da die Klassierung in diesem Augenblick dem Führer jeweilen eine tausendfränkige Barprämie bringt In der 20. Runde ist Varzi immer noch an der Spitze, doch hat Chiron, gefolgt von Bouriat, seinem Markenkollegen, beträchtlich aufgeholt- Die beiden steigern ihr Tempo weiter derart, dass sie bereits in der 30. Runde die beiden ersten Plätze belegen und sie von da an beibehalten. Allerdings vermag Bouriat in den letzten zwanzig Touren den verzweifelten Anstrengungen von Fagioli und Varzi nicht standzuhalten und fällt im Endklassement auf den vierten Platz mit zwei Runden Abstand zurück. Inzwischen ist Dreyfus, dessen Maschine nicht einwandfrei zu arbeiten scheint, etwas ins Hintertreffen gekommen, kann sich dann allerdings im Laufe des Rennens wieder aufarbeiten, musste aber zum Schlüsse leider aufgeben. Varzi, dem auch die dritte Zehnrundenprämie sicher scheint, muss wegen einem Raddefekt anhalten und verliert kostbare Zeit. Um so erstaunlicher ist es, wie er sich wieder aufzuarbeiten versteht und sich bis zumSchluss in der Führergruppe behaupten kann- Caracciola, der schon im Training nie die sehr kurzen Rundenzeiten des Bugatti-Fabrik- Teams, das offiziell aus Chiron, Varzi und Bouriat besteht, erreicht hat, behauptet bis über die Hälfte des Rennens hinaus seine Position, welche ihn in der 50. Runde noch im dritten Range sieht. Unvermittelt hält er gegen die 60. Runde wegen Getriebestörung bei den Boxen an und entschliesst sich, trotz seinem aussichtsreichen Klassement, zur Aufgabe. Damit ist der Endkampf bereits um eine Sensation ärmer geworden- Und unsere beiden Schweizer Kämpen? Stuber hielt sich Louis Ghiron, Gewinner dos III. Gros&en Preises \on Monaco. zu Beginn äusserst tapfer und war beispielsweise in der 10. Runde nur 21 Sekunden hinter dem Ersten zurück. Er ist darauf bedacht, sich nicht schon in der ersten Hälfte des Rennens auszugeben. Die 50. Runde sieht ihn im neunten Rang, hinter sich noch ein gutes Dutzend erstklassiger Rennfahrer verschiedener Nationen- In der 60. Tour vermissen wir aber leider seinen Namen an der Zeittafel und bald wird bekannt, dass ihn Kupplungsstörungen, welche nicht innert nützlicher Frist hätten behoben werden können, zur Aufgabe zwingen. Nach der letztjährigen ehrenvollen Plazierung und der heurigen aussichtsreichen Position bis zur halben Rennzeit bedeutete der Ausfall für die UNBEDINGTE ZUVERLÄSSIGKEIT UND ZWECKMKSSIGE ELEGANZ vereinigen sich in der verstärkten Konstruktion des weltbekannten OYAL" ff zum idealen Gebrauchsreifen unübertroffener Leistungsfähigkeit! VOM GUTEN DAS BESTE! ROYAL CORD IMP. S.A. - ÖLTEN Verkaufsniederlagen in BASEL, ZÜRICH, BERN, GENF und LUGANO in beträchtlicher Zahl erschienenen Schweizer eine arge Enttäuschung. Auf ihn hatten sich nämlich unsere Hoffnungen ausschlieSslich konzentriert, nachdem Pedrazzini, der als kranker Mann an den Start ging, schon nach den ersten zehn Runden erkennen musste, dass sein physischer Zustand dem Kampf nicht gewachsen war. Und so musste dieser sich wider Willen die Fortsetzung des Rennens versagen. Mittlerweile hat Chiron immer im nämlichen bestechenden Stil und unvermindertein Tempo seine Kreise weitergezogen und nachdem er bereits etwa sechs Rundenprämien zu seinen Gunsten buchen konnte, war über den Ausgang des Rennens kaum mehr ein Zweifel. Tatsächlich vermochte er nicht nur die Spitze beizubehalten, sondern die Zeit des Vorjahres noch um fast zwei Minuten zu verbessern. Es gelingt ihm, die Rundenzeit verschiedentlich auf 2' 8" zu halten, einmal registriert die Zeittafel sogar 2' 7", womit die letztiährige Runden-Bestzeit von Dreyfus zwar egalisiert, aber nicht geschlagen ist. Fagioli, der hervorragende Maserati-Mann, machts ihm gleich nach und teilt sich deshalb mit Chiron nicht nur in diese Ehre, sondern auch in die dafür ausgesetzte Spezialprämie von Fr. 3000.—. In der Chronometrierung scheint punkto Fagioli nicht .immer die lauterste Klarheit geherrscht zu haben. Denn im Verlaufe des Nachmittags wird bekanntgegeben, dass Fagioli aus Versehen einmal viel zu weit zurück in den Rängen gemeldet worden ist. In den Entscheidungsrunden überholt er Bouriat und Varzi und klassiert sich mit rund 4 Minuten hinter Chiron, auf wenige Wagenlängen gefolgt von Varzi. Die Schlussklassierung lautet wie folgt: 1. Chiron auf Bugatti, 318 km in 3:39:09.2. 2. Fagioli auf Maserati, 3:43:04,6. 3. Varzi auf Bugatti, 3:43:13,2. 4. Bouriat auf Buj;atti, zwei Runden zurück. 5. Zehondor auf Alfa-Romeo, drei Runden zurück. 6. Dribus (Beckname für Boillot) auf Peugeot, vier Runden zurück. 7. Biondetti auf Maserati, neun Runden zurück. 8. P. Hughes auf Bugatti, 11 Runden zurück. 9. Czaikowsky auf Bugatti, 15 Runden zurück. Ergänzend sei noch beigefügt, dass sich die Bestzeiten der Vorjahre wie folgt verhielten: 1929: Williams 3.56.11. 1930: Dreyfus 3.41.02. 1931. Chiron 3.39.09. Wie bereits erwähnt wurde, ist der letztjährige Rundenrekord nicht geschlagen worden. Es ergibt sich daraus, welche Glanzleistung Dreyfus anno 1930 geboten hat und zweitens, dass schliesslich auch dem besten Rennfahrer einmal zeitliche Grenzen gezogen sind. B. Das Gurnigelrennen 1931. 21. Juni. In ihrer letzten Sitzung hat die Sportkommission das Reglement endgültig bereinigt und genehmigt. Die Organisation hat dabei besonders auch auf die Militärfahrer Rücksicht genommen, um deren Beteiligung entsprechend zu heben. Man darf bereits heute ein äusserst reges Interesse in militärischen Kreisen für diese Veranstaltung konstatieren, das auf den erfreulichen Umstand zurückzuführen ist, dass die Sektion des M. W. D. im Generalstab die Veranstaltung weitgehend patronisiert und ihrerseits Spezialpreise für die erfolgreichsten Militärfahrer zur Verfügung gestellt hat. Es liegen denn auch schon ein gutes halbes Dutzend definitive Anmeldungen von Angehörigen des M.W.D. vor. Das Organieationskomitee wird auch keine Bemühungen unterlassen, um einige bekanntere Fahrer aus dem Ausland für die Veranstaltung zu interessieren. Die Propaganda im Ausland hat bereits eingesetzt. Der eidgenössische Militärfunkerverband hat sich neuerdings bereit erklärt, den Meldedienst mit einer Telephon- und Funkanlage zu übernehmen, der, wie erinnerlich, schon vor zwei Jahren in seiner Obhut lag und ganz hervorragend funktioniert hat. Die Streckenbewachung soll durch Aufstellen von Signalhörnern erleichtert und wirksam gestaltet werden. Die Veranstalter haben einen äusserst reichhaltigen Gabentisch für wirklich gediegene Preise (dem Zug der Zeit folgend auch Barpreise) vorgesehen, welche bei den Konkurrenten sicher gebührenden Anklang finden werden. So erhalten die drei Kategoriesieger je 300 Fr„ und dem Tagessieger winkt eine weitere Ehrengabe von 700 Fr. Das Reglement wird bis Ende dieser Woche zum Versand bereit sein und in grösserer Auflage im In- und Ausland zur Verteilung gelangen. B. Ein Rennwagen mit Dieselmotor. Zum ersten Male in der Geschichte des Automobilrennsportes wird am 30. Mai beim Rennen um den Grossen Preis von Indianopolis ein Rennwagen mit Dieselmotor an einem öffentlichen Schneiligkeitswettbewerb teilnehmen. Der amerikanische Konstrukteur Gummings wird selbst am Rennen fahren und hofft, eine Stundengeschwingkeit von 160 km zu erreichen* x.