Aufrufe
vor 6 Monaten

E_1931_Zeitung_Nr.036

E_1931_Zeitung_Nr.036

• • • • " • '

• • • • " • ' • * 18 AUTOMOBIL.REVUE 1931 — N° 36 «Es war natürlich zuviel Kaffee drin», sagte er. «Wahrscheinlich hat Felix eine kleine Explosion verhütet, aber jetzt wird es werden.» Es ward. Das Wasser füllte die zweite Kugel. Das Sausen wurde stärker. Die braune Brühe rann wie verrückt durch die Röhren hinauf, später wieder hinunter, wenn der Brenner weg war. Ich nahm das Kissen vom Sofa, betrachtete es liebevoll von ganz nahem, hielt es mir vor das Gesicht und ging an die Wand zurück. Von Zeit zu Zeit schaute ich um mich. Felix stand in einer Nische an der Wand. Er drückte den Kopf in die Vorhänge, und mit der Hand schützte er seine knallrote Krawatte. Paul starrte mit entgeisterten Augen auf seinen Höllenapparat und sperrte den Mund auf. Wahrscheinlich bekam er Durst. Heinz war hinausgegangen. Währenddessen surrte die Maschine wie eine Lokomotive. Wir warteten schweigend sechs Minuten. Es war totenstill geworden im Zimmer. Nun näherten wir uns auf den Zehenspitzen dem Tisch. Keiner sprach ein Das seltsame Zwischenspiel beginnt damit, dass sich zwischen den Menschen und das Alltagsleben eine kleine fremde Macht einschiebt. Was gestern noch unbekannt und ungeahnt war, treibt einem am folgenden Tage mit wirrem Kopfe umher. Etwas Fremdes wühlt plötzlich an allen Stellen des Körpers. Man ist dem Eindringen dieser neuen Gewalt hilflos ausgeliefert. Die Interessen für die Aussenwelt nehmen im gleichen Tempo ab, wie sie für die Angelegenheiten des Körpers wachsen. Krank? Der Kopf ist ein wirbelndes Karussell, das heisszulaufen beginnt, die Hände zittern unmotiviert und werden von einer schweren Lähmung befallen, so dass sie kaum mehr eine Bewegung wagen, der Körper scheint schwer wie ein Bleisack, und an allen Stellen bricht ein dünner feuchtkühler Schweiss aus, der frösteln macht. Man greift sich einigermassen konsterniert an die Stirne, oder prüft den Puls, der munter und unregelmässig wie ein junges Füllen dahinhüpft. Die Anzeichen trügen nicht, eine Krankheit scheint sich anzukündigen. Diese Voranzeige ist entsetzlich peinlich. Sie lässt dem Halbkranken eine letzte Hoffnung, ein Allerweltsmittel oder seine gewohnte Gesundheit würden ihn morgen wieder frisch und neugeboren erwachen lassen, gleichzeitig treibt er jedoch schon an allen jenen Dingen des Lebens vorbei, die ihn sonst gefangen nahmen. Die eine Stunde schwört er auf sein Unheil, das ihn ereilen werde, einen kurzen Moment nachher ist er wieder von seiner nicht ernstlich gefährdeten Gesundheit überzeugt. Er läuft zu seinen Freunden in dem instinktiven Gefühl, es werde ihm möglich sein, dort eine Hilfe zu erhalten. Dann aber wühlt noch eine andere Hoffnung in ihm, er glaubt, durch RicIiterswiisK^i! 3 Könige Spezialität: Fischküche und Qualität?weine. H.F16hr-Frigerio, Küchenchef. Tel. 8. Herrliche Lage direkt am See; grosse Terrassen mit Blick auf See und Gebirge, in unmittelbarer Nähe von Bahnhof und Schiff. Vorzügliche Küche und Keller bei bescheidenen Preisen. Zimmer mit flies eendem Wasser. Grosse Garage. Telephon 6. Dat ganze Jahr offen. H. Oberlaender Wort. Als wir etwa auf drei Meter an das Ding herangekommen waren, warteten wir. Paul streckte die Hand aus, — und in dem Augenblick erschütterte ein Zischen das Zimmer. Die Flamme des Kaffeeapparates erlosch. «Hilfe! Licht!» wurde geschrien. Ich entzündete ein Streichholz. Es blieb dunkel. Ich fuhr über meine Augen. Sie waTen vom Kaffeesatz zugeklebt. Ich entzündete abermals ein Streichholz: Das Tischtuch war schwarz. Die Umgebung des Kaffeeapparates war schwarz. Heinz und Felix wischten sich den Kaffee aus den Augen. Paul kauerte am Tischchen und schlürfte aus einer Scherbe ein Restchen der Brühe. «Liebe Freunde, dieses Aroma...», begann er. Wahrlich, er hatte nicht unrecht. Felix, Heinz und ich gingen später in ein Wirtshaus. Jeder bestellte eine Mass Bier. Ich habe immer gern Bier getrunken. Es ist vielleicht nicht so interessant wie Kaffee, aber es ist auch nicht so gefährlich. Seltsames Zwischenspiel. m m Rnmantfinrn fc total,SEEHOTEL ftUWUiullUlH SCHWEIZERHAUS RESTAURANT »Oerfli" ZUR GÜGGELISTUBE An der Seestrasse zwischen Meilen und Obwmeilen, bei derLaokfabrik. Qualitätsweine - Butterküche - ff. Hürümann-Bier. Speiialjttti Güggeli zu jeder Tageszeit (sop, Spewesäli). Autopark. Tel. 328. Mit höfl. Empfehlung H. OJERTJU-BÄRTSCHI, MEILEN. eine in epischer Breite vorgetragene Schilderung seines Zustandes alle misslichen Krankheitsgefühle abreagieren zu können. Man ist solange nicht von seiner Krankheit zu überzeugen, bis sich sogar auf derrt Gesicht und in der Haltung verdächtige Abzeichen bemerkbar machen. In einem Anfall von Verzweiflung läuft man dann so schnell es eben geht nach Hause, wirft sich auf eine Ruhegelegenheit und verlangt das Ende aller Weisheit — Tee! Tee fliesst, in Strömen wird Tee getrunken. Schliesslich Arzt. gibt man insofern klein bei, also dass man Mit seinem Eintritt ereignet sich eine seinen Fiebermesser zwischen Oberkörper kleine Umwälzung. Die Aussenseitigkeit, die und Oberarm presst und mit heissen Augen die Krankheit bisher an sich hatte, wird zu und schmerzendem Kopf zehn Minuten lang angstvoll den Uhrzeiger verfolgt. Das Ergebnis enthebt aller weiteren Bemühungen, die unartige Quecksilberstange bewegt sich in Regionen, die den offiziellen Beginn des seltsamen Zwischenspieles ankündigen. c deutlich genug Und da hat denn ein fremdes, banges, neues Leben eingesetzt. Die Welt ist bis auf das Zimmer zusammengeschrumpft, in dem man fiebernd im Bette liegt. Durch das verhängte Fenster bemerkt man draussgn noch eine Fortsetzung dieser Welt, aber man empfindet sie so abstrakt und illustrisch, dass man gefühlsmässig sie gerne rundwegs verleugnen möchte. Um den Kopf tragt man womöglich ein Tuch, das einen peinlichen Anstrich von Wehleidigkeit ergibt. Das Herz schlägt in tollen Trommelwirbeln. Das Gesicht brennt, als wäre man zu einem elektrischen Glühofen umgewandelt. Die Augen brennen, der Mund schmeckt schaäl, seine Trockenheit quält. Von draussen, von unten hört man reden, Kinder lachen, doch die Töne berühren einem kaum. Man hat das abgeschlossene Gefühl, ein Schicksal zu leben und schweigt philosophisch. Vor dem Bette paradieren die Menschen, von denen man sagt, dass sie einem lieben, aber man spürt höchstens das böse Empfinden in sich, sie aus dem Zimmer zu jagen. Sie kommen mit schmeichelnden Worten, dass sich ein letzter geretteter Rest Stolz aus der Aussenwelt beleidigt zusammenkrümmt, und bieten kleine Leckerbissen an, für die man höchstens ein flüchtiges verachtungsvolles Zukken hat. Die Erinnerung an tausend Tage und Nächte, in denen das Leben erblühte, ist von einem abgefallen, der Gedanke an gute, schwerverständliche, gleichgültige Menschen ist versunken, wie vom Fieber verbrannt, das trocken glüht und manchmal einen leisen, scheuen Seufzer weckt. Das Zimmer — die Welt — hat vier Wände. Die Augen klettern an dem Tapetenmuster aufwärts, man zählt mit furchtbarer Anstrengung die roten Blumen des Musters in einer Linie, oder der Blick umschleicht matt ein altes Bild, streift den Blumenstrauss auf dem Tisch, irrt von einer Ecke des Raumes in die andere und bleibt endlich müde an einem Punkt hängen, bis die Augen starr werden und die Wände zu durchdringen scheinen. Dann kommt eine Konzentriertheit über einem, die nur in der Krankheit so herrlich ist. Man hört seinen Herzschlag und spürt, dass man ein Mensch und ein Schicksal ist, dem kein anderes Wesen endgültig etwas anhaben kann. Doch sieh' — die Fieber haben die peinliche Eigenschaft, täglich höher zu klettern. Wenn sie um die schlichte Zahl 40 herumgeistern, verdüstern sich die Mienen der Nächsten, und die Füsse schleichen leiser durch das Haus. Man eilt verängstigt zum einer offiziellen Angelegenheit. Jetzt schwindet im tiefsten Winkel der Erinnerung noch der kleinste Rest Hoffnung auf eine unlegitime und sofortige Besserung. Der hohe bleiche Mann mit der dicken Brille neigt sich mit einem leisen Lächeln auf den Lippen über einem, tastet, horcht, prüft, klopft, und beendet die Untersuchung mit einer beruhigenden, schönen Geste, indem er leicht die Hand auf die Stirne legt. Plötzlich hat man zu ihm ein grenzenloses Vertrauen, weil er den rebellischen Körper zu verstehen scheint. Man weiss, seine Heiltränke und Pulver werden helfen. Von diesem Momente an beginnt die Aussenwelt wieder langsam auf einem einzuwirken. Man darf zum ersten Male die enge Welt seines Zimmers verlassen. Wieder utnschliessen einem die Kleider, die den ersten lauten Gruss von draussen bringen. Man tappt irgendwie unsicher durchs Haus, schleppt sich in den Garten und lässt sich wie nach einer langen Wanderung in den Sessel fallen. Die Welt erscheint plötzlich Jiki»i9^mzeliepieiBict Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Krone- Hospiz. Gutbürgerlich. Haus. Telephon 15. Garage. Bes. G. SCHWÄRZ. •••* Schweizerhof Bekannt für vorzügliche Köche und Qualitätsvreine. lllSlilläBi HOTEL-PENSION FREIHOF S^eicliea? riSU, Hotel Storüien Bekannt für reelle, gnte Bedienung aus Küche u. Keller. — Schöne Gesellschaftsränme. Garage. Tel. 65. E. SEEMANN. Selbstgeführte Küche. Ia. QuaWatsweme, Bachforellen. Q. BÄCHINOER-FISCHER. Erstes Haas am Platze. Rendez-vous der Automobilisten. Neu renoviert. Feine französische Butterküche. Grillspezialitäten. Gleiche«) Haus: Restaurant Boter Ochsen u. Ochgenstübli, am Weinplatz, Zürich 1 (Autopark). Mitgl. A.C.8. n. T.C.S. Pro». Hs. Blto0EB-HIJWYlGn. Feine Hppenzeller Lebkuchen, gelullte Biber. Erfrischungsraum am Eingang der Welssbadstr. 820 ü.M. Telephon 21. 120 Betten Bekanntes Familienhotel. Ausflugs- Appenzellerland. Alpines Schwimm- und Strandbad, 5000 m*. Parkanlagen Tennis. Rendez-vous der Herren Automobilisten. Gr. Gartenterrasse. Pension von Fr. 10.— an. Spez Bachforellen. Zimmer mit fl. Kalt- u Warmwasser. Zentralheizung. Tank u. Garage im Hotel. Jahresbetrieb Dir. H. GRUNEWALD-SIMON. Hotel-Pension Frohe Aussicht Altbekannt gutbftrgerliches Haus. Herrliche Aussicht auf Bodensee. Neue Terrasse. Saal für 200 Personen. Telephon Nr.-31. J. Kanzler. Hotel Hechf Cafe-Conditorei Kürsteiner. Schöner, schattiger Garten. Starkton-Grammophon. • His Master« Voice. iBissöailliiiillpKllIAÄ. Walzenhausen ÜP üerisaii Buhn i* Automobilisten sind gute Kunden. Appenzell B.M.D Gewinnen Sie dieselben durch den Autler- Feierabend Symphonie-Konzert Von Herntann Hesse. Die Geigen schwirren hoch und weich, Das Hörn klagt ans der Tiefe her, Die Damen glitzern bunt und reich Und Lichtgeiunkel drüber her. Ich schliesse meine Augen still: Ich sehe einen Baum im Schnee, Der steht allein, hat was er will, Sein eigen Glück, sein eigen Weh. Beklommen geh' ich aus dem Saal Und hinter mir der Lärm verkttngf Von halber Lust, von halber Qual — Mir blieb er unbeschwingt. Ich suche meinen Baum im Schnee, Ich möchte haben, was er hat, Mein eigen Glück, mein eigen Weh, Das macht die Seele satt. wie neu. Jedes Ding hat einen Hauch des Neuen, Unbekannten an sich. Die relativ kurze Spanne des seltsamen Zwischenspieles vermochte einen scharfen Unterbruch in die Erinnerung zu graben. Man glaubt am ersten Tage alles neu erobern zu müssen. Ein toller Lebenswille durchfährt die Glieder, noch einmal will man ausziehen, das Leben zu erobern. Es bietet sich in einer illusorischen Vollkommenheit dar, in die schon die nächsten Tage die ersten Löcher reissen. Das Dankbarkeitsgefühl ist grenzenlos, es gilt jedem Baum, jeder Blume, jedem Menschen. Bücher treten wieder ins Leben, Zeitungen schaffen die ersten neuen Unruhen, langsam erobert sich die alte Welt den geretteten Kranken. Man legt wieder Wert auf eine anständige Bügelfalte, auf ein sauber gescheiteltes Haar, man macht sich wieder die ganze Aeusserlichkeit des Lebens zu eigen. Abends geht man zum ersten Male wieder aus. Das Rad beginnt wieder zu rollen... Und das seltsame Zwischenspiel ist beendet. bo. Briefmarken als Warenpropaganda. Wie aus London verlautet, wird sich demnächst auch die englische Postverwaltung in den Dienst der Wirtschaftspropaganda stellen und eine Reihe von Bildermarken verausgaben, die für die wichtigsten Industrieerzeugnisse Grossbritanniens Reklame machen sollen. Den Markensammlern ist bekannt, dass dieses Mittel in andern Ländern schon des öftern angewandt worden ist. So erschienen z. B. im portugiesischen Mozambique lange Markenreihen, mit denen auf die wichtigsten Landesprodukt© aufmerksam gemacht wurde; im italienischen Tripolis mussten Briefmarken schon wiederholt als Werbung für die dortigen Mustermessen dienen; auch die verschiedenen Kaffeeländer, wie Salvador, Brasilien, Costa Rica usw. empfahlen auf Postwertzeichen ihre Kaffeesorten. Sf. Gallen HOTEL HECHT Eröffnet Mai 1930. Erstes Haus am Platze. Gediegenes CafS-Restaurant. Offene Terrasse. Garage. Tel. 12.12. H. BossL Dir. St. Gall@ei Rest-Pension „Nest" Wer einkehrt, kommt wieder! Herrliche Aussicht auf Säntis. 773 Met. üb. Meer. Tel. 10. Neuer Bes. JOS. DOLDER. Bestellen Sie jetzt schon Ihren Neuenburger 1930er beim Comptoir Vinicole Romand Gh. Mader-Keller, Dietikon Telephon 106 Lieferbar sofort In Fässern von 16, 20. 30, 60 u. 100 L. ä Fr. 1.60 oder per Flasche ä Fr. 1.40 franko Keller, Im ganzen Stadtrayon, sowie Zürich-Umgebung. >: Probeflasche gratis zurVerfügung

N°36 - EDCGEP Revue der Schuhmode Schon einige Zeit locken die Auslagen der Schuhgeschäfte mit ihren Neuheiten. Herren- und Dainenschuho sind in gedeckte, dunkle und oft schwarze Töne gehüllt. Der Frühjahrsschuh lieht ein ruhiges Aeusseres, erscheint in vornehm gestreckter Linie, verzichtet auf farbige Kontraste und aufdringliche Garnituren. Dafür ist das Material um so schöner und die Verarbeitung gediegen und den verschiedensten Zwecken angepasst. Es besteht in der Mode auf verschiedenen Gebieten eine Vorliebe für mattes Material, wir sehen es beispielsweise an den Hüten, die mit mattem Satin und mattem Grosgrain garniert sind, bemerken die vielen matten Crepegewebe und sehen schon am Morgen am Laufschuh mattes Boxcalf in feinen, geschmeidigen Qualitäten. Und so sind Lackschuhe wohl immer noch courant, aber gar kein Modeartikel mehr. Und die Frauen, denen an klein seheinenden Füssen gelegen ist, tragen deshalb keinen Vernisschuh. Auf der Strasse erscheinen Modelle in mattem Boxcalf in Dunkelbraun und Noisette, oder es werden schwarze Schuhe zu dunkelblauen, grauen und schwarzen Tailleurs getragen. Hier kommen Laufschuhe mit Eistelast und Golflasche, oder Richelieus mit reichlichem Besatz in gelochten Blenden ans Licht oder spangenlose Halbschuhe mit Lederschnallen, oder auch Zweispangenmodelle in schönen Linien. Mittelhohe Absätze in Leder und leichte Eahmensohlung lassen die Laufschuhe bequem und doch nicht zu schwer erscheinen. Der Nachmittag mit Besuchen, Dancings, Garden-Parties und dem Abendessen auf den Terrassen von Hotels lässt einen Schuh aus Chevreau matt, Samischleder oder aus Python, Wasserschlange, Eidechsoder Fischhaut erstehen, der dünnsohlig auf Louis XV-Absätzen steht und leicht in der Verarbeitung bleibt. Auch er ist dunkelfarbig, doch kommen zu Schwarz und Braun noch Marine, Dunkelgrün und Dunkelrot. Die Reptilhäute werden farbig getönt und oft mit Samisch oder Chevreau zusammen verarbeitet. Pumps mit und ohne Schnallen oder Lederschleifen, verfeinerte, mit zwei und drei Schür- UM Gasthof Hirstaörtoiü) Fischküche. — Butterküche. — Qualitätsweine. Gesellschaftssaal. — Eigenes Motorboot. — Garage. — Zivile Preise. Telephon 3. Q. BRAENDLI. Küsnacht Hotel sonne am Zürichsee Rendea-vous der Automobilisten. Butterküche. Stets lebende Fische. Qualitätsweine. Gesellschaftssaal, üarage (Einzelboxen). Schattiger Garten direkt am See. Zimmer mit fliessendem Wasser. E. Guggenbühl-Heer Telephon 910.201 LAUSANNE Söhne, die txa -Erlernung der französischen Sprache nach Lausanne kommen, finden Aufnahme in guter Familie. Schöne Villa mit grossem Garten. Sonnige, grosse Zimmer mit prachtvoller Aussicht. Schönes Familienleben in kultiviertem Milieu mit französischer Konversation. Gewissenhafte Beaufsichtigung. Sehr gute Verpflegung. Beste Referenzen von Eltern zur Verffieung. Villa Melrose, Mornex5, Lausanne. Der Verein für Verbreitung guter Schriften sucht überall, wo er noch keine Ablage hat, Wiederverkäufer unter Zusicherung von üblichem Rabatt, Zurücknahme der verbleibenden Ware und Vergütung bezüglicher Rücksendungskosten. Man wende sich an den Inhaber der Hauptablage, Fritz Mühlheim, Lehrer, in Bern, Distel weg 15. SfEBiriE ösen versehene Richelieu s, die mit Nesteln oder weichem Repsband geschnürt werden, ausgeschnittene über dem Bist geschnürte Modelle und für den Hochsommer zweifarbige mit Weiss oder Hellbraun kombinierte Sandalen mit Ristspange umfassen das Programm der gesellschaftsfähigen Schuhe, bei denen der Lamballe mit blitzender Stahlschnalle und Lederlavalliöre nicht fehlen darf. Abends bemerken wir nur Seidenschuhe aus matten Crepesfrten und auch aus Atlas, die mit Similis oder grossen Schnallen mit farbigen Steinen belebt sind und zuweilen silbei'bezogene Absätze tragen. Hier erscheint die Sandale sehr weit ausgeschnitten, mit Ristspange versehen, neben dem immer beliebten Pumps, bei dem die Schnallen die Belebung übernehmen. Die längeren Kleider setzen an Stelle des Assorti den farbigen Kontrast von Schuh und Toilette, der sieh in Ketten, Agraffen, Blumen und Handschuhen oder in deren Garnierungen wiederholt, so dass ein farbiger Zweiklang folgerichtig durchgeführt wird. Der persönliche Geschmack der Dame wird hier hervortreten und alle Disharmonien mit Geschick zu vermeiden wissen. E. M. F. ,Du ahnst ja nicht.. Von Oswald Bergener. « Liebling, ich hab' heute morgen Ordnung auf deinem Schreibtisch gemacht. Sieh mal, wie schmuck er jetzt aussieht! Nun halt ihn aber auch so — das ttmss dir doch selber Freude machen.» « Um Gottes willen, Ordnung... ? » « Erlaub mal, das war doch die höchste Zeit. Das war ja nicht mehr anzusehen, dieses Durcheinander von Tod und Teufel. » « Das ist ja entsetzlich. Und das hast du in Ordnung gebracht? » « Selbstverständlich. Man niuss sich ja schämen, wenn jemand zu dir kommt, was du für eine liederliche Wirtschaft in deinem Zimmer treibst.» «Ich bin erschossen. Na ja, sag mal, Herz, du hast das ja sehr schön in Haufen gepackt. Aber da findet sich ja kein Mensch mehr raus. Jedes Stück hat bei Im Auto durch EBNAT-KAPPEL HOTEL Ochsen - Metzgerei mir stets seinen Fleck gehabt; in Stockfinsternis habe ich gewusst, da liegt das und dort liegt jenes. Jetzt kann ich mich totsuchen!» « So? So? Und das ist dein Dank, du.. • du ...? » « Aber du! Na ja, aber das ist doch komisch. Wie das zusammengeschrumpft ist! Wo ist denn das alles geblieben! Du hast doch nicht... ? » « Natürlich habe ich! Wozu habe ich dir denn den schönen grossen Papierkorb gestickt. Sieh doch bloss mal...» « Herrlich, herrlich! Er ist ja bis obenhin gerammelt voll Papierfetzen.» « Nicht wahr, das hab' ich doch grossartig gemacht. Jetzt bin ich wenigstens sicher, dass du den unnötigen Krempel nicht wieder auf den Schreibtisch packst und hin- und herschiebst, statt dass du das Zeug gleich in den Papierkorb schtneisst.» «Unglückliche, du hast ja keine Ahnung ...» « Das ist ja unerhört! So dankst du niii alle meine Mühe! » « Ich verbiete dir ein für allemal, auf meinem Schreibtisch den Ordnungsengel zu spielen.» « Und ich sage dir, ich lasse mir nichts verbieten. Danke Gott, dass du so eine Frau hast wie mich, die deine Angelegenheiten im richtigen Zustand erhält. Das würde ja sonst das reine Sodom und Gomorra hier! » « Und ich sage dir, wo ich meine geistige Arbeit nach meinem Kopf betreibe, da hast du deine Finger wegzulassen. Du verstehst einen Dreck von meinem Kram.» «Oh! Oh! Oh! Du Ungeheuer! So misshandelst du deine liebe Frau! Ich sage dir, das sehe ich mir nicht mehr lange an. Ich packe meine Sachen und fahre zu meiner Mutter. Dann sieh doch zu, was aus dir wird.» «Und ich lasse deiner Mutter sagen, ihre Tochter hat dem Manne kostbare Manuskripte zerrissen und sämtliche Arbeitspläne durcheinander geschmissen.» « Und ich sage dir: das ist — das ist... Oh, ich Unglückliche! Und ich meinte es so gut! Schuften tue ich für den Mann, bis ich umfalle. Ganz schlecht sehe ich schon aus, blaue Ringe um die Augen, und die Backen eingefallen, und Hände wie eine Waschfrau! Oh, du Teufel! Ich hasse dich — ich hasse dich!» «Herz — hör mal zu — aber ganz ruhig — hörst du? Weisst du, was du da im Papierkorb begraben hast? Es waren die Notizzottel und Skizzenblätter zu einem Aufsatz für die .Grosse Frauenzeitschrift'. Und die Ueberschrift lautete: .Eine ideale Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Das heimelige, gut geführte Haus, mit bekannt bester Verpflegung. Garage. Telephon 3. Besitzer: Familie maller. Wallenstadt Feinste Spezialitäten Gedieg. Erfrischungs-Raum Holei «IRSTE« beim Bahnhot Komfortabel neu eingerichtetes Hau» Zimmer mit fliessendem Wasser. Selbstgefühl Küche. Reelle Landweine, Forellen, Garage 10 Boxen Tel. 1 (irosse Gartenwirtschaft Fliessend. Wasser. Zentralb.. G