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E_1931_Zeitung_Nr.036

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20 AUTOMOBIL-REVUE

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Heute — kaufe ich mir einen eigenen Wagen! t Die Verwandten werden empört sein und Tante Emma (wer hat keine Tante Emma!) wird verkniffen erklären, dass ein Auto mir nicht zukommt. Die lieben Freundinnen werden das tun, was alle lieben Freundinnen seit Erschaffung der Welt in ähnlichen Fällen zu tun pflegen: Sie werden vor Neid zerplatzen! Schwierig, schwieriger, am schwierigsten ist die Wahl des Wagens, die Prozedur des Kaufs usw. Vor allen Dingen aber die wichtigste Frage: Was ziehe ich zu dem Autokauf an? In einem sehr «neuzeitlichen» Knigge las ich unlängst «was trägt der elegante Herr in Untersuchungshaft!» Vom vorschriftsmässigen Dress einer Dame aber, die ein Auto kaufen geht, habe ich noch nie etwas gelesen. Hier das schlichte Tweed-Ensemble mit der Lederweste ist bestimmt etwas Geeignetes. Sachlich-diskret und eine erfahrene Autokennerin verratend. Man muss doch gleich dem Verkäufer imponieren. «Mir können Sie nichts vormachen, ich weiss Bescheid mit Ihren Kurbellagerungen, ventillosen Motoren, Schnellganggetrieben, Zerstäur bungsvorrichtungen usw.» Der Verkäufer braucht ja nicht zu wissen, dass es noch nicht so lange her ist, seit ich mit Alfreds Wagen am Vierwaldstattersee landete, als es galt, den Rückgang einzuschalten, feierlich bemerkte: «An einem dieser Hebel muss ich ziehen, fragt sich bloss an welchem!» Noch einen Blick in den Spiegel einer Auslage — und triumphierend betrete ich den grossen Autoladen. Der junge Verkäufer (ein angehender Buster Keaton) stürzt auf mich zu. Er ist «hoch-elegant»! Man sieht ihm an, dass bereits der Kinderwagen, in dem er einst spazierengefahren wurde, ein zu diesem Zweck konstruierter Rolls-Royce gewesen ist. «Zeigen Sie mir Ihre neuesten Modelle!» sage ich mit einer Selbstverständlichkeit mit der ich in einem Delikatessengeschäft ein viertel Pfund italienischen Salat verlangen würde. «Hier, das gelbe Kabriolett. Sehen Sie, gnädige Frau, die handliche Mittelschaltung, die siebenmal gelagerte Kurbelwelle, die bequem verschiebbaren —» «Unmöglich! Gelb macht ja so blass! Und dann werden ja jetzt Drahtspeichenräder getragen!» lege ich los, um ihn mit meinen Fachkenntnissen zu erschlagen. «Bitte sehr, meine Gnädigste, auch das haben wir auf Lager!» Der blaue Roadster da ist tatsächlich recht nett. Ich setze mich hinein, beinahe, als ob ich in meinem eigenen Wagen sässe. Aber kaum ruht mein Fuss auf der Fussraste, so bestürmen mich entsetzliche Gedanken: Werde ich denn immer meine Sportschuhe dazu tragen mit den flachen Absätzen? Wo doch die neuen Eidechsen- Pumps so vorzüglich sich vom Blau der Karosserie abheben würden! Allerdings, mit meinem neuen blauen Kostüm und einem zierlichen blaugrauen Maskottchen würde dieser Wagen ein ausgezeichnetes Vormittagsensemble hergeben! Ich suche den Spiegel im Auto. Und das ist der ganze Spiegel? Dieses kleine Ding da? «Was kostet der Wagen?» Und für diesen Preis können die Leute nicht einmal einen anständigen Spiegel hineinmachen! Sofort habe ich mich an Zürich 1 Restaurant Sihleck (gegenüber Slhlporfe) Rendez-vous der Automobilisten. Bekannt gutgepflegte Küche u. Keller. — Ideale grosse Auto- Haltestelle. — Zivile Preise. FR. SPRING. ein schwarzes Coup§ rangemacht — das in der Linie vorzüglich zu meinem Frühjahrscomplet (schwarz mir weissen Tupfen) passen würde und innen mit imposantem Spiegel! und Parfümzerstäuber ausgestattet ist. Welch schwierige Aufgabe, als unerfahrene Frau allein einen Wagen kaufen zu müssen! Wo man nicht mal genau informiert wird, was nun in puneto Autos die Mode bringen wird. Wieso gibt es eigentlich keine Auto-Modenschau, bei de- K nen Farbtöne von Autofirmen kreiert und lanciert werden!? Eine Schau, auf der man erfährt, die Kühlerhaube hoch oder niedrig getragen, ob schlanke oder breite Autoform modern, ob Nachtschattenfarbe für Kotflügel wie für Strümpfe die Modefarbe wird. Ach, da habe ich ja die Maschine vergessen! Aber da haben mir schon Ingenieure auseinandergesetzt, dass jetzt eigentlich alle Maschinen gut sind, und so kann ich doch wohl ruhig das schwarze Coupe nehmen! Und wenn nun doch die Maschine Aber die Karosserie allein ist ja so viel wert, dass man sie nicht für einen minderwertigen Mechanismus gebrauchen würde — und dann hat die Karosserie meinen Stil und meine Farbe und das ist die Hauptsache! A. Trivas. Was man in Amerika unter Literatur versteht Im Mai wird in den Vereinigten Staaten der Wettbewerb um den Titel des Champions der amerikanischen Literatur stattfinden. Durch eine vorhergehende Auslese sollen die zehn besten Kandidaten erwählt werden. In einem riesigen Konzerthaus werden die zehn Bewerber unter den Augen des vieltausendköpfigen Publikums in den Kampf treten. Im Laufe von drei Tagen und zwei Nächten wird jeder von den Kandidaten einen Roman schreiben müssen. Das Thema wird den Teilnehmern am Wettbewerb fünf Minuten vor Beginn der Konkurrenz bekanntgegeben werden. Aeusserlich wird sich der Wettbewerb folgendermassen gestalten : Auf der Bühne wird die Jury Platz nehmen. Im Saal wird ein Podium aufgestellt werden. An zehn kleinen Tischen sollen dann die Schriftsteller auf Schreibmaschinen, die ihnen zur Verfü- 1 gmtg gestellt werden, Tag und Nacht im leidenschaftlichen Tempo ihren Roman schreiben. Tempo! Tempo! Nach den Vorschriften des Wettbewerbes muss der Roman mindestens hundert Schreibmaschinenseiten umfassen. Wie bei allen anderen Sportveranstaltungen, Box- und Ringkämpfen, wird es den Teilnehmern gestattet sein, eigene Manager zu haben. Die Manager werden für das Wohlergehen der Kandidaten sorgen, ihnen das Essen reichen, sie massieren usw. Während der Dauer der Veranstaltung werden die Konkurrenten den Saal nicht verlassen dürfen. In bereitstehenden Kabinen werden sie sich zur Ruhe begeben können. Dem Sieger wird eine Auflage von 100,000 Exemplaren garantiert. Ueberall in Amerika erregt der bevorstehende Match das grösste Interesse. Sogar das Sechstagerennen wird durch das bevorstehende Dreitagerennschreiben in den Schatten gestellt. Besonderes Verständnis für Literatur dürfte man also den Amerikanern kaum nachsagen können ! Eine Kriegserklärung an die Mode. An der diesjährigen grossen Jahresversammlung der amerikanischen Mormonen hielt der Präsident der Sekte, H. J. Grant, eine Rede gegen die moderne Laxheit der Sitten. Er erklärte, mit den strengen Lebensregeln der Mormonen sei es nicht nur unvereinbar, Mokka und Tee zu trinken, sondern vor allem müsse die Gewohnheit der Frau aufhören, «unanständige» Röcke zu tragen. Er habe mit Schmerzen auf seinen Reisen durch das Land feststellen müssen, dass Töchter, Frauen und sogar Grossmütter von Mormonen sich die moderne Damenmode leider noch nicht abgewöhnt hätten, die mit den überlieferten Lehren über die Heiligkeit des menschlichen Körpers in Widerspruch stände. Zürich ESPLANADE Jr Se ? eater i am Bahnho GRAND CAFE, TABAKIN, BAR, die moderne Unterhaltungsstätte. STADTHOF-POSTHOTEL Haus II. Ranges, renoviert 1927. 140 Betten. Fliess. Wasser, Lifts, Zentralheizung. Amtstelephon, Lichtsignal. Or. Cafe"- Restaurant. Hotel-Telephon 39.790. Restaurant-Tel. 39.792.

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