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E_1931_Zeitung_Nr.036

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2 AUTOMOBIL-REVUE

2 AUTOMOBIL-REVUE 1931 — N° 36 WßFterbetrieb der ietzteen Bahnen. der Diskussion gerückt worden ist, kann betrieb nicht mehr in der Lage ist, den henden Verkehrsverhältnisse und in Ann««SSrFSdfflWT B nicht verwundern. Grundsätzlich ist zu Verkehrsansprüchen zu genügen, über den betracht, dass der Landesgegend mit eifln^TSSn^hrrP^Äphnt E^ wird ^gen, dass heute, wo und soweit über- Bau einer starren Schienenbahn zu disku- nem ausgebauten, in den Kosten gewiss HK damibe«ündef dasf eSmäl^ie bet hanpt möglich, der Bahn- und Strassen- tieren sein. Ob und wie sich der Verkehr annehmbaren Autobetrieb vorerst ausrei- ^ÄrÄÄ verkehr (dabei denke ich an den lieber- im mittleren Suhrental entwickeln wird, chend gedient werden kann, ganz entschiot^J^yl^^b^^ti^S landverkehr) voneinander getrennt werden das wird die Zukunft lehren. Jedenfalls den abgeraten werden vom Bau einer Sn^XSSaZTto Ä Ä -Uten. Auf keinen Fall darf im Zeichen muss heute mit Rücksicht auf die beste- immer relativ kostspieligen Eisenbahn. > und dem Bahnbetrieb, ganz abgesehen vom der gewaltigen Entwicklung des Strassen- .„ Stossverkehr, heute noch Aufgaben oblie- Verkehrs im TJeberlandverkehr der Bau gen, deren Erfüllung für einen motorisier- yon neuen Strasseneisenbahnenhehirwov- BIHOH! 1 Mfitflrf Sllir7PII0" -AlKQPIihandßl ton Betrieb sehr kostspielig wäre. Zudem tot werden. Dies weMer vom Standpunkt UnSCl mOlüliaiirZClIg -ftUddClllldlSUCI sei in den beiden Bahnverwaltungen, wel- des Strassen- noch Bahnverkehrs aus. In jm 1> Quapta, 1931 etn Votsvermo-gln Ä Ä 5 BSB^SSS dni>ZetSSe 2,,0 Millionen Totalumsatz im I. Quartal 1931 gegenüber 26,6 Mil.ionen im 1. Quartal 1930. Franken investiert, die beim Uebergang Trennung des Bahn- und Strassenverkehrs Rückgängige Bewegung bei der Ein- und Ausfuhr. zum Motorfahrzeug vollständig abge- vorgesehen für die aargamsehen lieber- März1931 teilenden Tabelle die Resultate für die Einschrieben werden müssten und gleichzeitig landbahnen durch das See- Wynen- und MOrZ 1SM1. « e entsprechenneues-Kapital im Betrage von 1,6 Millio- Suhrental wae über den Mutsoheller nach Der Aussenhandel der Schweiz mit Motor- £„ R su , ta £„ des 1 Quartales 1930 und nen Franken zur Verfügung zu stellen der Kantonsgrenze bei Dietikon. Die für fahrzeugen verzeichnet wiederum für den „halten so in Jeder Kategorie den relativen wäre. Der Expertenbericht hält dafür, die Eisenbahnen entstehenden _ Umbau- Monat März einen Rückgang, wie das schon _ ens0 Sinderwert• dass die Ersetzung dos Betriebes der k^ten dürfen aber nicht einfach im vollen. - für die ;beid€ n Vormonate zu konstatieren m * nT °° r n _ DrO irädcr ohne und Droiradcr W. T. B. sowie der A. S. durch einen mo- Betrag den betreffenden Straßenbahn- war. a) ^ , „ _ mA% torisierten Strassenbetrieb im heutigen Unternehmungen zugemutet; werden. Mit Die Märzeinfuhr. b) Motorräder mit Lcdorübcrzn* -30,3« Zeitpunkt eine ebenso unglückliche und in der im Kanton Aargau getretenen Ord- Der W r f der Einfuhr an Motorfahrzeu- c) Automobile und Chassis im Stückder Folge kostspielige Massnahme darstel- « *£ ' Die be^ndSÄsen'- «° Mo " at MärZ beträgt 6,3 Millionen « SÄ^^S^Ä SSücL- + ^ len würde, wie ein zur selbigen Zeit be- stimmt sein. Uie oestenenaen ötrassen Franken gegenüber 8,1 Millionen Franken im gewicht von 800 bis und mit 1200 ks —27,49* willigter Bau einer durchgehenden Eisen- bahnunternenmungen haben namiicü als M„ rz J m Der Minderwert beträgt 1,8 Mil- e) Automobile und Chassis im stücfcbahn durch das Suhrental. B. öffentliche und nicht zu Spekulation- } Franken. Interessant ist die Tatsache, sticht von. 1200 bis „. mit I600 kg -12,2% zwecken gebaute Strassenbahnen dem Ver- . . . vJL-„;.rf o « c t «t O t, „„„ Amerika f > Automobile und Chassis im Stuckdass die ~ r- x kehr rlpr lokilou flpeend seit Jahren wert- Verein 'S ten Staaten von Amerika. glicht von mehr als 1600 ks — 20.6^ in Der KOItimentar eineS Experten £ Neuste lelHstet Aber auch We ihrem Einfuhrkontingent gegenüber dem .) Karosserien aller Art für Automobile -80,1% Wir erhalt, vo* Herrn Direktor Hurlimann, Toch ^ ^ S ^ ä ^ Ü ^ Ä £SLfS2? Ssse^^ÄigTnt" 9 SSS^Z. Karo.erie =ffiK mer noch «Im Kanton Aargan werden durch das um^aues '^e bestehenden Eisenbahnbe- ni ' edri^er Die - nachstehende Ta- Die Ausfuhr an Motorfahrzeugen notiert Projekt über den Ausbau der Staatsstras- triebe am zweekmässigsten durch Auto- belle erteilt Aufschluss über die relativen j m 1. Quartal eine rückläufige Bewegung, insen Verkehrsprobleme aufgerollt, die von ^betriebe ersetzt werden könnten, ist Kontingente der Vereinigten Staaten von dem nur 4,9 Millionen Franken gegenüber allgemein schweizerischer Bedeutung sein cinej, ei nge i ienden p r üfun^ unterzogen Amerika > die zugleich unsere grössten Liefe- 6,3 Millionen Franken im 1. Quartal 1930 dürften. In grosszügiger und gewiss^ mu- wordeil; musste aber verneint werden. Der ranten sind: als Ausfuhrwert zu verzeichnen sind Die sterhafter Weise geht die aargauische grösste Teu der B ewo } iner d er interessier- Januar 1931 50,1% Januar 1930 48.6% Verminderung erreicht den hohen Betrag Bandirektion vor im Ausbau des staatli- ten^Landesgegend benützt heute die Bahn if^fJ^1 fA% MEM«» 30 530% von 1,4 Millionen Franken, chen Strassennetzes. Es liegt System m ( u k . * d Verkehrsmittel zur ^ 193 * Ve^eteTiVaZ von Arne Bestimmte Kategorien weisen eine leichte der Sache und was gemacht wird, soll Verfü steht, Die Eed, } und ist auch Ausser den ^ ^ t e n Staaten von Arne- Vermeh au{ die aber durch die starke nicht nur den Anforderungen des heutigen in abs & ehbarer Zukunft auf den Bahnber £** n *fi"?!/vr^J^T^tSa^u^Ä Verminderung in den andern Kategorien Verkehrs sondern auch einem wesentlich trieb angewiesen. Aus diesem Grunde, und Ä ^ S^Ä ÄEn übertönt wird. In Prozenten ausgedrückt, gesteigerten Strassenverkehr zu genügen d - t der Bahnbenützer nicht ungehörig fX^vSS* Ateel? San* e, eÄ er * ibt sich für die Ausfuhr die nachstehende vermögen. Die Strassen werden verbreitert b l kd (d h Fahrplanei nsch rän- *' ^Siv J £lf S R Bewegung: und mit neuzeitlichen Belagen ausgeru- kun h8M mMt_ und Abonnement. unserem nordl chen Nachbar d,e Einfuhr- Motor. Zwoi . und _ Dreir - der ohne stet. Aber auch für die Herstellung eines taxen erhöMe Gütertarife etc. )f sollen die *te\ Vergle.ch zum Monat März 1930 LodeliibemlK 49.9% soliden, den Ansprüchen gewachsenen TJn- , Tiahnnntprnphmnr} TMSbaS strasson übersehen werden, dass dem Verkehr dene Länder exportiert (37 Länder im März Kr die elektrische Beleucbtun» miUnzälilen);.. WiS von fiMet P rab auspichend bezeich-- mit dem motor r isierten Strassenfahrzeug 1930)# An unsere , 0 besten Kunden Ueferten d) Automobile und Chassis i m Stück R ewicht voa uieite von b ivieter ais ausieienena Dezeicn- • -jjr.-iipi „,, r Vprfnffunsr ffpsfpllt ist das wr • wr ± -a 1 z »»-n- ^0° ^ls u "d mit 1200 kg; net werden. Der Strassenbenützer schätzt \ * ^ ^ bpdputend SäLren BaukostS Wlf - l ^ ^ J t ^ V °" ^ l>6 "fi lll0 ?? n e > Automobile und Chaasis im Stück K ewicht voa eine mit haltbarem Belaa ausgerüstete ^ . , bede . utenci ^eineien Baukosten g egen über 2,2 Millionen im März 1930. Mit 1200 bis und mit 1.600 k K ; und JSt «renflSte Trasse hS^ ein als Un 5 V1Cl geringerem Aufwand als das andern w t t j m m i hj ,_ f) Automobile und Chas.is im Stück^wioht übor 1600 und gut gepflegte ötiasse notier einais Schienenverkehrsmittel in Betrieb setzen t To T ö- nder 01 2% untrer Ausfuhr und k - ^nÄSenTsSa^ ^SnlTffl ^ S ^S Aut T oUl ** ^ r ^ ^^^1930 ab er 95,4 U %Te rseftSL g ISSSS»? 1 " ^ fÜr AUt ° m ° bi ' C: gut unternaltene ötrasse uon üenice aaoei mittel ei gne t sieh ganz vorzüglich zur Er- f/ -rt;i„^f it"' K an die alten Heerstrassen, wie man sie be- s(,i n i: pson L ,i p( , Vprkphre Tlrirt .lanim han- 1 flnartal 1Q11 1) Traktoren ohne Karospone. sonders im Ausland noch öfters findet, wo .$^ie e S g S^cg VerteiIt h v^Irst im mitülen Suhren- V . fc ma die Einfuhr nadi der StÜck> " DIe die Chaussee als solche sehr breit, die mit £

ffOSfi _ 1OS1 AUTOMOBIL-REVUE Vereinheitlichung der Verkehrspropaganda. Wie bereits in letzter Nummer gemeldet vurde, hat der Bundesrat Dr. Keller, Ständest, zum Präsidenten der Zentralkommission ür Rationalisierung der Auslandpropaganda »stimmt. Wie unser M. O.-Mitarbeiter nun «richtet, teilt der künftige Kommissions- )räsident bezüglich der Besetzung der Komnission die Auffassung der Generaldirektion ler S. B. B. So sollen also die Vertreter der ;rossen Automobilverbände nur als Berater )hne Stimmrecht beigezogen werden. Wie mr schon verschiedentlich zu erklären Geegenheit genommen haben, erscheint uns iiese Art der Vertretung vollständig ungelügend. Einmal ist eine erspriessliche Mitirbeit der beiden Verbände A. C. S. und r. C. S. nur dann möglich, wenn deren Verreter nicht nur zu einzelnen, sondern zu alen Sitzungen zugezogen werden, um über ille Geschäfte genügend orientiert zu sein. Fudern werden sich diese Organisationen, leren Bemühungen um den Autotourismus md damit um den Fremdenverkehr im gan- :en im In- und Ausland berechtigte Anerkennung gefunden haben, dagegen verwahen, als Outsider in dieser Kommission belandelt zu werden. Im weiteren vermisst man auch eine Dele- :ation des Verbandes der schweizerischen Cur- und Verkehrsdirektoren, welcher komletenteste Persönlichkeiten unserer Städteind Fremdenzentren umfasst. Es ist den Cennern der schweizerischen Verhältnisse infach unverständlich, dass ein Verband von ler Bedeutung des vorerwähnten unberückichtigt blieb, während zum Beispiel der /erband schweizerischer Verkehrsvereine iinen Vertreter abordnen kann, obwohl deen Aufgaben zu einem beträchtlichen Teil mnmehr von der Schweizer. Verkehrs- :entrale übernommen worden sind. Die Kurind Verkehrsdirektoren, welche unberückichtigt bleiben sollen, haben über Propa- :anda-Budgets zu disponieren, welche minlestens zo gross sind, wie dasjenige der •>. B. B. und der anderen Transportanstalten, üudem sind sie Leute vom Fach, welche viel nehr als Direktofen von Sekundärbahnen in ler Lage sind, mit detaillierten und wertvollen Vorschlägen über die Ausgestaltung ler Auslandspropaganda die Arbeit der (ommission zu fördern. Wie sehr es vielfach gerade bei den Secundärbahnen am nötigen Verständnis für D ropagandamassnahmen fehlt, ergab sich :rst kürzlich wieder aus der Tatsache, dass lie Bedenken gegen die Einführung von Fanilienbilletten hauptsächlich aus diesen (reisen stammten. Und doch sind zwei Mtze in der Kommission für sie reserviert! Endlich sind auch die 700 privaten Schulen ind Institute nicht berücksichtigt worden. Die vorgesehene Zentralkommission soll sin Kollegium sein zur Prüfung aller Vorichläge, welche zur Rationalisierung der ichweizerischen Propaganda im Ausland >eitragen können. Soll sie ihren Zweck erüllen, so muss sie auch Persönlichkeiten imfassen, die über eine weitgehende Sach- ;enntnis in der Materie verfügen und welche iich deshalb nicht nur in finanziellen, sonlern auch in rein touristischen Fragen ein sigenes Urteil bilden können. Der Leitsatz, : wer zahlt, befiehlt >, dem die Kreise zu tuldigen scheinen, welche der heute vorgeehenen Zusammensetzung der Kommission :u Gevatter stehen, ist hier verfehlt und nur n sehr beschränktem Masse berechtigt. Es vird deshalb folgende Zusammensetzung Jiner von 7 auf 13 Mitglieder erhöhten Komnission vorgeschlagen: als Präsident ein Vertreter des Bundesrates, je ein Vertreter kr S.B.B., der Rhätischen Bahnen, welcher Mchzeitig die Schweizerische Union der Verkehrsanstälten vertritt, des Schweiz. Hotelier-Verbandes, der Schweizer. Verkehrszentrale, des Verbandes der Verkehrsvereine, des Verbandes der Schweizer. Kurund Verkehrsdirektoren, des A. C. S. und des T. C. S., der privaten Schulen und Lehrinstitute, der Abteilung Postautomobile der Oberpostdirektion, sowie ein Delegierter der schweizerischen Reklame-Fachmänner und des Sport-Flugwesens. Wenn von anderer Seite Bedenken gegen die Erweiterung der Kommission auf 13 Mitglieder geäussert worden sind, so darf wohl darauf verwiesen werden, dass auch das Direktionskomitee der Verkehrszentrale 13 Herren gruppiert, und man hat noch nie auch nur die geringste Kritik darüber gehört, dass eine produktive und rasche Arbeit wegen einer zu vielköpfigen Leitung nicht möglich wäre. Der Präsident der Zentralkommission, der als Vertreter des Bundesrates sicher dem Parlament angehören wird, sollte leichzeitig dem Vorstand der parlamentarischen Touristikgruppe angehören, um zwischen diesen beiden Organisationen die notwendige Verbindung herzustellen. Die grösste Opposition gegen eine Erweiterung der Kommission geht von der Direktion der S. B. B. aus, doch darf erwartet werden, dass sie angesichts der obigen konkreten Vorschläge und deren Begründung ihre Stellungnahme ändert. B. Einfuhr und neue Verkehrsbewilligungen. Die Märzergebnisse. Einer genauen Besprechung der Erhebungen des Eidg. statistischen Amtes über die Einfuhr an Motorfahrzeugen und die Erteilung von Verkehrsbewilligungen vorangehend, veröffentlichen wir heute die Märzergebnisse und die Ziffern des ersten Quartals 1931. Es wurden im März eingeführt: 883 Personen- und Lastwagen (im Februar 1931 nur 653) 428 Motorräder (342), was einem Total der Einfuhr von 1311 Motorfahrzeugen entspricht. In derselben Zeit wurden an neuen Verkehrsbewilligungen erteilt : 654 für Personenwagen (463), 189 für Lastwagen (161), 517 für Motorräder (270). Das Total für den März ergibt 1360 neue Verkehrsbewilligungen. Ergebnisse des ersten Quartals. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden 3387 Motorfahrzeuge eingeführt und gleichzeitig 3761 neue Verkehrsbewilligungen erteilt. Im ersten Quartal 1930 gelangten hingegen 5048 Motorfahrzeuge in den Verkehr. Ueber den Rückgang im Vergleich zum Vorjahre werden wir detaillierte Zahlen vorlegen und dann auch dessen Gründen nachforschen. Auch die Verteilung der neuen Verkehrsbewilligungen nach Kantonen soll ususgemäss in einer Tabelle fixiert werden, die wir uns heute aus technischen Gründen versagen müssen. lt. Die schweizerischen Betonstrassen. Die Betonstrassen A.-G. als Erstellerin der in der Schweiz neuern erbauten Betonstrassen hatte bereits letztes Jahr die Presseleute der Ostschweiz zu einer Besichtigung der dortigen Betonstrassen eingeladen. Dieses Jahr galt die Einladung und der Besuch dem Aargau und Luzernerbiet. Es wurde die Strasse bei Schinznach, welche seit vier Jahren besteht, sowie die Route bei Sursee, Oberkirch und in Luzern besichtigt und konnte sich jedermann davon überzeugen, dass auch die altern Strassen sich in tadellosem Zustand befinden und den Witterungseinflüssen der letzten strengen Winter glänzend standgehalten haben. Bis Ende 1930 waren insgesamt 231,000 Quadratmeter Betonstrasse erstellt, wovon mit 127,000 Quadratmetern der Löwenanteil auf den Kanton Thurgau entfällt. Insgesamt sind erst in zehn Kantonen und zum Teil hier sogar nur sehr bescheidene Versuche mit Varzi Sieger des Grand Prix Pietro Bordino. Der achte Grand Prix Bordino, der letzten Sonntag vor den Toren Alessandrias bei guter Fahrerbeteiligung zum Austrag kam, endete nach einem scharfen Kampfe mit detn eindeutigen Sieg Achille Varzis. Der neue Bugatti-Fahrer legte die 280 km der Rundstrecke, die sich unmittelbar vor den Toren der Stadt' befindet, in glänzender Fahrt zurück. Das neue 2300-ccm-Bugatti-Model] mit der doppelten Nockenwelle, das Varzi bereits Erfolg in Tunis und Monte Carlo brachte, hat auch hier wiederum seine Qualität bewiesen. Die ersten drei Plätze der Rangliste sind alle von der Molsheimer Marke belegt. Den Organisatoren war es gelungen, für das bedeutende Rennen, dem man in Italien stärkstes Interesse entgegenbrachte, eine ganze Zahl hervorragender Namen zu vereinigen. An bekannteren Fahrern nahmen Fagioli, Klinger und Pietro Ghersi auf Maserati, Nuvolari und Arcangeli auf Alfa Romeo und das Privatfahrerteam von Morgen, Burggaller und Prinz Leiningen teil. Wie zu erwarten war, spitzte sich das Rennen gleich zu einem Kampf zwischen Varzi auf Bugatti, Nuvolari auf Alfa Romeo und Fagioli auf Maserati zu. Dank der vorzüglichen Eigenschaften Varzis und des neuen Bugattimodells gelang es dem sympathischen Italiener sicher über seine Landsleute zu triumphieren. Bemerkenswert ist auch noch der dritte Platz von Morgens, der auf der ihm neuen Rundstrecke gleich zu Siegerehren kam. Die Resultate: 1. Achille Varzi (Bugatti) 2 Std. 6 Min. 24,4 Sek.; 2. Minozzi (Bugatti), 3. von Morgen (Bugatti), 4. Gastelbarco (Maserati). , « Rund um Frankreich». Die < Tour de France » begann am letzten Freitag in Paris. In^der ersten Etappe wurde Reimes erreicht, die zweite Teilstrecke führte die Konkurrenten der grossen Dauerprüfungsfahrt für Automobile, Motorräder und Flugzeuge am Samstag über Brest nach Nantes. Gestern folgte die Strecke Nantes-Bordeaux; weiter werden Biarritz, Toulouse, Nimes und Lyon berührt. Am 6. Mai geht die achte Etappe Lyon-Strassburg hart an der Schweizergrenze vorbei. Mit Strassburg-Lille-Paris findet die Tourenfahrt im Autodrom von Montlhery ihren Abschluss. Wie werden zusammenhängend noch näher auf die einzelnen Etappen der Fahrt zu sprechen kommen. mb. Das Reglement. Das Eeglement für das am 7. Juni 1931 stattfindende erste schweizerische Rundstreckenrennen, den Grossen Preis von Genf auf dem Circuit von Meyrin, ist soeben erschienen. Wir veröffentlichen der Vollständigkeit halber in kurzen Umrissen die nochmals wichtigsten Bestimmungen des Reglementes, nachdem wir bereits früher in der Lage waren, unsere Leser über verschiedene interessante Punkte der wichtigen Veranstaltung zu orientieren. Beton als Strassenbaumittel gemacht worden, obwohl die bisherigen Erfahrungen des Inund Auslandes ein erhöhtes Interesse der Strassenfachleute für dieses Baumaterial sicher rechtfertigen würden. Die Betonstrasse ist volkswirtschaftlich die interessanteste Bauart für uns, nachdem mit Ausnahme des verwendeten Eisens das gesamte Material aus dem Inland bezogen werden kann, B- Sportnachrichten Grosser Preis von Genf. Teiinahmebedingunsen. Die internationale Geschwindigkeitsveranstaltung für Rennwagen über 1100 cem und für Kleinwagen bis zu 1100 cem, organisiert von der Sektioa Genf des A. C. S., wird nach den Bestimmungen des nationalen Sportreglementes des A. C. S. und dem internationalen Sportreglement der O. S. I. durchgeführt. Das Rennen wird entsprechend den verschiedenen Klassen in drei Serien, einem Lauf für Kleinwagen und dem Bndlauf ausgetragen. Für den Grossen Preis der Kleinwagen beträgt die zu durchfahrende Strecke 21 Runden, für jede Gruppe 16 Runden und für den Endlauf 27 Runden. Eine Runde misst bekanntlich 9,3 km. Das Rennen ist für Konkurrenten und Fahrer international offen. Sie müssen indessen im Besitze der internationalen Lizenzen für 1931 sein. Konkurrenten, die selber als Eigenfahrer am Rennen teilnehmen, müssen ebenfalls im Besitze der Fahrerlizenz sein. Die" Wagen sind in folgende Klassen eingeteilt: Grosser Preis der Kleinwagen: Bis 1100 cem. Grosser Preis von Genf: 1. Gruppe: Von 1100 cem bis 1500 cem; 2. Gruppe: Von 1500 cem bis 2000 cem; 3. Gruppe: lieber 2000 cem. Die Wagen können Ein- oder Zweiplätzer sein, während der Fahrt muss jedoch der Fahrer allein an Bord sein. Meldungen. Die Meldungen mit dem Nenngeld von 100 Fr. sind bis zum 31. Mai 1931, 24 Uhr, an das Sekretariat der Sektion Genf des A. C. S., Rue du Rhone 43, Geneve, zu richten. Einschreibungen, die nach diesem Datum einlaufen, können nicht mehr angenommen werden, ausgenommen, wenn ein Konkurrent telegraphisch vor Meldeschluss die Absendimg eines eingeschriebenen Briefes und des Nenngeldes ankündigt. Die Konkurrenten haben die Pflicht, bis spätestens den 3. Juni den Fahrer und den Hilfsfahrer zu nennen. Fahrtbestimmungen. Die Auslosung für die Wagennummern und für die Plazierung beim Start findet in den Räumen der Sektion Genf des A. C. S. am 3. Juni, um 18 Uhr statt. Die Wagenabnahme findet auf dem Place Cornavin (neben der Kirche), Samstag, den 6. Juni, von 14—16 Uhr, statt. Die genauen Daten über die Versuchsfahrten werden bis spätestens 1. Juni bekanntgegeben. Jedes Rennen findet nach einzelnen Gruppen der verschiedenen Klassen statt, ausgenommen der Grosse Preis der Kleinwagen, dessen Start mit dem der ersten Gruppe zusammenfällt. Zwischen den einzelnen Rennen wird ein Intervall von mindestens 15 Minuten eingeschoben. Für den Final •werden zugelassen: der Erste, Zweite, Dritte und Vierte der Klassifizierung der Rennen der drei Gruppen, ferner der Erste und der Zweite des Grossen Preises der Kleinwagen, sofern sie eine Durchschnitts- Stundengeschwindigkeit 100 km erreicht haben. von mindestens