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E_1931_Zeitung_Nr.040

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AUTOMOBIL^REVUE

AUTOMOBIL^REVUE 1931 — 40 BERNA BERNA BERNA BERNA BERNA BERNA BERNA BERNA BERNA BERNA BERNA BERNA Modelle im Jahre 1931 mit Benzin- und Rohölmotoren Lastwagen von 3—6 t Tragkraft Dreiseitenkipper von 4—6 t Tragkraft Schnellastwagen von 3—41 Tragkraft Car Alpin u. Omnibus bis zu 50 Plätzen MOTORWAGENFABRIK BERNAU., ÖLTEN RYSLER SECHSZYLINDER „SENIOR SIX" Sedan . . . Fr. 11 3T0 Sedan de luxe Fr. 11,700 In dem Augenblick, wo Sie bei mir einen neuen FORD-Wagen kaufen, beginnt meine Verpflichtung an Sie. Denn mit dem Wagen zugleich erwerben Sie den Anspruch auf die berühmten «FORD- Dienste». Drei unentgeltliche Ueberprüfungen während der Zeit, in der Ihr FORD seine ersten 2400 km zurücklegt — regelmässige Kontrollen, die einen störungsfreien Betrieb Ihres Wagens garantieren! Mein Kundendienst sorgt dafür, dass Ihr FORD immer wie neu bleibt — dass Sie stets zufrieden sind. 8518 W. RÖTHLISBERGER, THITN : Off. Vertretung. — Telephon 11.42. 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Xelephonische Uebermittlung an die Frachtenlünrer wird gegen Vergütung der Teiephongebühr von der Administration besorgt. Tel. Bern Bolrw. 39.84 L'administratlon se Charge d'tnformer to camlomean OB (es inUreutt, mogennant U remboursement des frats de ttUphone. TU. Bern» Bottm. Sf.Si. An die Administration der Automobil-Revue, Bern A l'adminlstration de la Revue Automobile. Berno 1. Ich interessiere mioh für folgende Frachtgelegenheit: I' Je m'intiresse ä l'offre de camtonnage suivanlet 2. Ich bitte tun Aufnahme folgender Fracht: 2 e Veuitlez insirer le camionnage que voict) Aiifo-Spenglerei Ä. Benetti, Albisrieden b. Zürich LetzieiahenstraBso 23—25 — Tel. Selnau 62,28 Spezial-Fabrikation in Auto-Kühlern Auto-Frach t -A nieiger Avis de Camlonnages-Automoblles Transportgelegenheit wird offeriert - Occasion de transport est Offerte Transportgelegenheit wird gesucht - Occasion de transport est demandee 542 29.M-1.Jnnl 543 13.-15. "Mai 544 18.-22. Mai 545 Mitte Juni igen wird m uno ifiaQ Bemerkuneen Observations Ort und Datum: __ . Lieu et date: Name und Adresse: Nom et adresse: Ausschneiden u. an die Administration der Automobil-Revue, Bern, senden. Dicouper et adresser ü l'administration de la Revue Automobile, Bernt Die Aehnlichkeit zwischen dem Chrysler 6 und dem Chrysler 8 ist heute noch größer denn je. Zunächst das Aeußere: Haube, Profil, Linienführung sind verändert und dem klassischen Modell des Chrysler 8 nachgeformt- Soweit sein Aeußeres, aber auch dasfifmefe hat sich erneuert: Leistungsfähigkeit^ Anzug, Beschleunigung, Berg- Wir suchen C A MI O N 1 Vz—2 Tonnen nicht älter als 1927, und geben in Tausch Personenwagen nach Wahl und zahlen ev. Differenz auf. 8611 Moser & Cie., Langnau. LIMOUSINE 7plätzig Fr. 3500.— aus erster Hand, grosser, herrschaftlicher "Wagen, 6 Zyl., BENZ, 21 Steuer-PS, vollständig ausgerüstet, 6- fach bereift, 3 Monate Fabrikgarantie, vorzüglich erhalten. 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N» 40 — 1931 AUTOMOBIL-REVUE Die Berner Autavia. Wer in den Witzchroniken der Schweiz anch nur einigermassen bewandert ist, kennt die dem Berner viel angedichtete Antipathie allem Sturm und Drang gegenüber bis zur Genüge. Ohne auf die tatsächlichen Hintergründe dieser Behauptungen eingehen zu wollen, muss doch allen Ernstes festgestellt werden, dass von Zeit zu Zeit eine gutbernische Sache mit soviel fabelhaftem Elan und Tempo gestartet wird, dass just der Gegenbeweis geleistet wird! Der leicht revolutionär moussierende Geist, der solches Tempo provoziert, scheint auch in den Sektionen Bern des A. 0. S. und der Avia zu herrschen, denn jedesmal schreiben sie als Erste des Jahres die Berner Autavia zur Teilnahme aus und eröffnen damit die interne Clubsport-Saison. Die diesjährige Berner Autavia, die letzten Samstag, den 9. Mai, wiederum vom Belpmoos aus begann, fand elf Equipen am Start: zehn mit Militärflugzeugen und eine Equipe mit der privaten Maschine des Herrn von Mülenen. Das Wet- ' ter, dieser grosse Faktor beim ganzen An- 1 lass, sah anfangs trüb genug aus; leichte Windstösse jagten Regenschauer über das offene Feld, und die schwarzen Wolkenballen am Horizont wirkten wenig hoffnungsvoll. Die mit Karten, Papieren und Bleistiften bewaffneten Automobilisten, Piloten und Beobachter wurden um halb drei Uhr von Hauptmann Köhli begrüsst, der die Befehlsausgabe leitete. Nach einigen ermahnenden Worten von Herrn Huber, Sportpräsident, an die Adresse der Automobilfahrer, kam der grosse Moment, da Bleistifte zur Bekanntgabe des Sektors dicke Striche über die Karten zogen, um das gegebene Gebiet abzugrenzen: Bahnhof Scherzligen, Alterswil, Frauenkappelen, Bolligen, Zäziwil, Schangnau, Scherzligen. Doch jetzt war das Autavia-Fieber in die Teilnehmer gefahren, während die einen Equipen kurzerhand am Boden liegend, die letzten Schachzüge, die unbedingt zum Siege führen mussten, berieten, surrten bereits die ersten Flugzeuge über den Köpfen hinweg ins neblige Grau, und schon fauchten die Automobile — weisse Staubfahnen hinter sich herziehend — über die Landstrassen davon. Unterdes- «Auf !> Der Starter gibt den Flugzeugen die Bahn frei. Von Techts nach links: die Herren Steinmann, Präsident der Ortsgruppe Bern der Avia; Hauptmann Köhli, Sekretär des Ao.G.S., und Fortmahn, Chronometreur. sen harrten irgendwo friedlich zwei grosse weisse Kreuze der Sieger. Ein Fahrbericht. Autavia-Fahrberichte können nicht mehr als individuelle Schilderungen einer mehr oder weniger intensiven Hetzjagd sein. Doch hört — alle, denen das Schicksal holder war — vom rabenschwarzen Pech unserer siegesbewusst startenden Equipel Unser Treffpunkt mit dem Flugzeug war Thun. Die beiden Wagen schnurrten gehorsam auf der linken Seite der Aare dahin. Auf den Dörfern schien man nichts von der ganzen Autavia zu wissen, denn wir warteten vergeblich auf jene begeisterten Zurufe, die letzten Endes unser Tempo hätten beschleunigen können . Im Gegenteil! Aus der Betrachtung der schönen Mai-Landschaft, dje in vollen Farben prangte, aus dem Ausschau nach Flügzeugen würde man von Zeit zu Zeit energisch geweckt, etwa durch ein Langholzfuhrwerk, das unsern vorderen Wagen zu einer Spezialexkursion ins Grüne veranlasste, oder durch eine Strassenwalze aus vorchristlichen Zeiten, an der vier Pferde vorgespannt waren, die merkwürdigerweise von ihrer Auffassung, dass sie quer in die Strasse gehörten, nicht abzubringen waren. Autavia-Aerger! Gut, dass man Chancen hatte! Die Sonne blinzelte etwa einmal neckisch — so schien es uns zuerst — auf den Thuner Flugplatz, auf dem wir das Flugzeug erwarteten. Die Schuhe im weichen, regennassen Grasboden halb versunken, harrten wir hoffnungsvoll. Manchmal surrte es leise. Dann wieder wurde es unheimlich lange still. Die Minuten zogen sich. Aus Gram asson wir schliesslich den Proviant auf... Plötzlich stiess einer einen Ruf aus, dessen Tonfall an den Schrei des Matrosen auf Ausguck gemahnte: «Land!» Hei — wie eilten wir da durchs klatschnasse Gras dem Glück entgegen! Wir waren aufgeregt wie Kinder. Ein mit dem Feldstecher bewaffneter Leidensgenosse konstatierte die Nummer Unseres Flugzeuges, wenige Minuten nachher pfiff es schon wenige Meter über den Köpfen hinweg dahin zum Landungsplatz. Wir strahlten. Der Beobachter kam winkend gelaufen. Ein Kreuz bei Heitenried war gefundenl Schon surrten die Motoren, als jemand plötzlich n 5 Der Park der Flugzeuge. Startbereit. sagte: «Leider alles fertig!» Und es war denn auch fertig! (Die Sonne blinzelte höhnisch.) Beim Landen brach dem Flugzeug ein Bumpfholm. Ehrenvoller Tod auf dem Schlachtfeld — oder: sieben lange, lange Gesichter .. Während die Flugzeug-Equipe und die Mannschaft des andern Wagens noch völlig konsterniert das Unglück besprachen, machten wir uns mit \mserm Wagen kurzerhand zur Aufsuchung des einen Krouzes auf die Reise. Unsere Fahrt hors concours sollte uns wenigstens in das illusorische Gefühl versetzen, wir jagten greifbarem Siege nach. Die Luft zerrte und wühlte im offenen Wagen in den Haaren, flink ging es über der grüne Landschaft, unter den in erstem Blust stehenden Bäumen hin, durch die Dörfer, in denen Samstagnachmittag-Stimmung herrschte, Feldern entlang, auf denen die Bauern arbeiteten. Manchmal schnitt ein dumpfes Surren in das Bauschen unseres Motors, wenn ein Flugzeug über uns kreiste. Schwacher Trost — auch die hatten Pech! Die Weste wurden enger, steiler, kritische Kurven häuften sich. Doch unser Wagen lief spielend, denn vorn am Volant sass die «technische Hedaktion» der «AutomohU- Revue», und mit ihr könnte man den Weg in die Hölle wagen! Die bei-niscben Orte Riggisberg und Schwarzenburg lagen hinter uns, und der "Wog auf der Hochebene führte Richtung Heitenried weiter. Sollte zu allem Pech doch noch die kleine Freudenentschädigung kommen, dass wir am Kreuz Erste wären? Nirgends war ein Autavia-Teilnehmer *» erblicken. Die Dorfbewohner wnssten von nichts. Der Weg führte steil abwärts, tief unten glitzerte die Sense im Sonnenschein des späten Nachmittags, der Wagen ratterte durch die gedeckte Brücke, klomm wieder aufwärts, während Felsen sich seitlich steil renkten. Nach einiger Zeit der F;ihrt und ständiger Ausschau blinkte plötzlich der ersehnte weisse Fetzen Tuch durch das Grün der Bäume: das Kreuz. Ein zum Trotz improvisierter Sebnelllauf unseres Beobachters enttäuschte die Zeitabnehmer nach Bekanntgabe unseres Pechs um so mehr, sie bedauerten unser Schicksal mit uns. Aus Mitleid luden sie uns ein, mit ihrem mitgebrachten Wein die Enttäuschung hinunterzuschwemmen Wir schwemmten! Zu unserer Freude vernahmen Wenn Sie wegfahren DUNLOP INDERTYPE .fORT* EINE NEUHEIT! liefert heute die Dimensionen: 12 x45, 13 x45, 14x45/50, 15 x 45/50, 16 x 50, 17 x 50 DUNLOP Pneumatik Co. A.G., GENF und BASEL Diese Nachricht wird zahlreichen Automobilisten, für deren Wagen die Standard- Pneus zu schwach sind, willkommen seinr / i dann sollen Sie die Gewissheit haben, dass ^p I Sie zuverlässig bedient worden sind, dass Ihr Wagen bei uns auch später in guten Händen ist. Treue Kunden, die immer wiederkommen, sind för uns die beste Garantie für einen wirtschaftlichen Betrieb, darum wollen wir Sie in unserem eigenen Interesse in jeder Beziehung zufriedenstellen. 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