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E_1931_Zeitung_Nr.042

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nicht heraus. Ihr Herz

nicht heraus. Ihr Herz hatte angefangen, «Voss ist mein Freund,» erwiderte der «Pasodoble» zu tanzen. Smoking. «Er hat mich hergeschickt. Ich Gegen halb neun Uhr klopfte ein Page soll Ihnen bestellen, dass ich ein perfekter an Dorothys Tür. «Ein Herr von der Begeha wartet in der Halle.» Dorothy Hess ihn stehen und ging in Abendesser bin.» Dorothy nahm ein Hermelin-Cape um, eine Telephonzelle. Nicht um zu telephonieren, sondern um zu weinen. Aber da lief die Treppe hinab und betrat die Halle mit der Erkenntnis, verliebt zu sein. Suchend blickte sie um sich. die Gelegenheit so günstig war, rief sie Phäa 9797 an. «Herr Voss, Sie sind ein Scheusal.» «Wo igt der Herr, der mich erwartet 1» «Sind Sie mit unserem Abendesser nieht Tuet Portier wies auf einen Smocking, der zufrieden T» eine riesenhafte Glatze hatte. «Aber nein», «Bitte schicken Sie mir jemand anders.» rief Dorothy, «das ist er ja nieht.» Doch «Alle Herren von der Begeha sind fort,» da machte der Smoking ihr schon eine sagte Karl Heinrich Voss, nur einer ist "Verbeugung. «Ich komme auf Veranlassung der Begeha.» den brauchen können. Es ist unser Kuss- noch da — aber ich weiss nicht, ob Sie «Wie können Sie auf Veranlassung der geber.» Begeha kommen?» schrie Dorothy entrüstet. «Es gibt doch gar keine Begeha! «Ich habe Zimmer 93», sagte eine leise Pause. «Sind Sie noch dort 1» Die Begeha ist doch Herr Voss — —•» Stimme. wir veröffentlichen in der Folge unter diesem Titel eine Reihe von Eindrücken über das abendliche L«ben der Stadt. I. Das Dancing. Der Eingang ist diskret versteckt, als scheute sich das Etablissement, seine Existenz laut zu verkünden. Kein flammendes Wort « Dancing » glüht in den roten und blauen Farben der Lichtreklame auf. Durch eine Samtportiere betritt man den Vorraum. Warme Luft schweelt einem entgegen, in der das süssliche, sinnliche Ahnen vieler Parfüms ist. Die Wände sind in grellen Tönen gehalten, langgestreckte Tier- und Menschenleiber sind von überkühner Malerhand hingeworfen. Ein Boy gleitet verschwiegen lächelnd umher, hebt seine Hände den fallenden Mänteln entgegen und kassiert den Eintritt. Auf dem Gesicht des jungen Burschen, das durch eine grosse Mütze beschattet wird, ruht jene Müdigkeit und Gleichgültigkeit, die von der inneren Unruhe der unbewusst gespannten Besucher stark absticht. Um das Rund der Tanzfläche gruppieren sich in losen Reihen die Tische und Sessel. Kleine Nischen verbergen einen Teil der Anwesenden. Rotes Licht wächst in den kleinen Saal, in den Winkeln verdiehtet es sich zu einem stickigen Halbdunkel, durch das die weissen Arme der Frauen schimmern. Die Herren in diskretem Schwarz haben wie auf geheimes Abkommen hin die linke Seite des kleinen Raumes zum Aufenthalt gewählt, rechts befinden sich die Damen. Alle werden von dem einen Grundsatz beherrscht: Ruhe! Es wird wenig gesprochen, fast hat es den Anschein, als ob das rot spielende Lieht, das aus kleinen runden Lampen hervorbricht, die Laute abdämpft. Die Herren versuchen ihren Positionen jene Unnahbarkeit und Blasiertheit zu geben, die ihre innere Wachheit betäuben soll. Die Damen haben es wesentlich schwieriger. Sie sitzen ziemlich hilflos da, die Hände im Sehoss, die Füsse genau nebeneinander gestellt, und sehen mit einem ergeben harrenden Blick dem Momente entgegen, da sie aus dem Bann erlöst werden. (Was Hesse sich vieles reden? Die süsse Limonde ist bereits erwähnt, und die Herren Zürich ESPLANADE Stadt am Abend GRAND CAFE, TABARIN, BAH, die moderne Unterhaltungsstätte. sind von jener faden Nettigkeit und Sauberkeit, die eben doch, langweilt.) Doch nun poltert das Rollen der Jazztrommel in die unsichere Stille, das rote Licht sickert endgültig zu einem dicken, dunkelroten Farbenbrei zusammen, und schon jault das Saxophon die ersten Töne der Melodie. Stühle werden gerückt, leises Räuspern ertönt, die Damen bekommen fliehende Augen und klopfende Herzen. Das Jazzorchester stampft seine Rhythmen drauflos. Endlich wagt der Beherzteste von allen mit einem siehern Schwung den Start und überquert mit langen Schritten die Tanzfläche, um die Dame seiner Wahl abzuholen. Man sieht ihm an, er ist von seinem kühnen Entschluss im Momente so erschüttert, so begeistert, dass er sich für Augenblicke sehr schön und gut und tapfer vorkommt. Jetzt schiesst einer nach dem andern auf, steuert auf seine Dame los, und gleitet sodann in den Rhythmus des Tanzes hinein. Die einen sind von ihrer Tanzkunst so überzeugt, dass sie ihren Schritten eine schöne Nebensächlichkeit zulegen. Sie schwimmen mit langen rhythmischen Bewegungen durch das schwankende, drehende Feld der Tanzenden, wirbeln in elegantem Schwung dahin, stoppen mit effektvollen Zwischenbewegungen ab und gleiten wieder in den einfachen Takt hinüber, der sie weiterträgt, wie ein,.. Stück Holz auf dem Strome da vonschwimmt. Andere, solche vielleicht, die selten hier sind, glauben sich der Dame gegenüber für eine gute Haltung und exakte Schritte verantwortlich und beissen sich in einen harten, knappen Rhythmus hinein, der die Körper der beiden durchschüttert und ein zum mindesten passives Lächeln auf die Lippen der Dame zaubern lässt. Von oben besehen, gewinnt der Tanz ein phantastisches Bild. Die ungeheuren Verkürzungen der Leiber verzerrt den Eindruck. Man sieht mit Brillantine gefettete Haare der Herren, lockige, duftige Bubiköpfe der Damen, Hände, die sich begehrlich oder scheu um Hüften oder auf Achseln legen, Münder, die sich zu einem verquält ängstlichen Lachen öffnen — weil man doch unterhalten soll — Leiber, die sich wirbelnd durch den Raum drehen. Manchmal stösst eine Dame einen kleinen hysterischen Schrei aus, der nach Lachen klingt, ZÜRICH, Bahnhofplatz Restaurant DU NORD Dfners u. Soupers ä Fr. 3.50 u. 4.50 AUTOMOBIL-REVUE 1931 — No 43 Familie Rob. Steffen. jetzt weiss man, der Herr hat ihr eine Witzigkeit zukommen lassen, die sie dankbar quittiert. Beim Tango nimmt das Ganze eine feierliche Stimmung an. Zu den langgezogenen, machtvoll fallenden Tönen zelebrieren sie den leise hingetuschten Tanz, der zu einem Gleiten und Wiegen ohne Ende wird. Es wird nicht mehr gesprochen, das rote, blaue, grüne, gelbe Lieht verschwimmt mit den sehnsüchtigen Tönen des Liedes, das manchmal wild aufzuckend ansteigt, dann wieder ergeben, still in sich zusammensinkt und verbluten will, zu einer schönen Kitschigkeit,, der man zur endlos scheinenden Wiederholung Beifall zollt. Sie sagen, es sei ein oberflächlicher Genuss, in diesem Dancing seine Abende zu verbringen. Die Anwesenden wissen es so viel besser — nein — sie fühlen es besser. Es ist eine Stille und Friedlichkeit da, in der es sich schön ruhen lässt, und beim Tanz wachen alle die verdrängten Zärtlichkeitsbedürfnisse auf, so dass beim Tango ein langsamer schöner Schritt dem andern Menschen eine Zärtlichkeit schenkt, die dem Streicheln einer Hand über die Stirne gleichkommt. fco. Die Blume Ich habe eine Blume betrachtet, eines dieser Wunder Gottes, und ich habe mich gefreut an ihrer einfachen edlen Schönheit. Und dann bin ich plötzlich ganz klein geworden. Ich stand, winzig wie eine Ameise, am Fusse der Blume und sah an ihr hinauf. Herrlich steilte ihr Stengel empor, schmal, zart, unendlich hoch. Weit höher war er als die höchste und schlankste Säule eines Domes. Hoch oben, in unendlich scheinender Ferne, war das meisterliche Kapitell der Säule. Nicht geometrisch abgezirkelt, nicht langweilig Stengel Kelch und Blume, und doch waren beide von wunderbarer Harmonie und Proportion. Breit, aber unendlich leicht und zart strebten die leuchtend weissen Blütenblätter nach aussen, in eleganter Linie sich verjüngend und in einer fein gerollten Spitze auslaufend. Als ich wieder gross und ungeschlacht vor der Blume stand, mit Füssen, die ein halbes Dutzend ihresgleichen auf einmal zertreten könnten, war meine Ehrfurcht grösser denn je. Ich habe eine Blume betrachtet, eines die- 'ser Wunder Gottes und ich habe mich begeistert an ihrer einfachen, edlen Schönheit. Ernest. Autosanfte. Der geistliche und weltliche Herrscher Tibets, der Dalai Lama, hat sich ein Auto gekauft. Er will den Wagen für seine Reisen im Himalaya-Gebiet verwenden. Da aber mangels geeigneter Fahrstrassen die Ausnutzung: des Wagens unmöglich erscheint, werden 30 Kulis bereitgestellt, die das Auto — tragen sollen. Bisher Hessen sich die Beherrscher Tibets in kostbar geschmückten Sänften tragen, und es ist der erste Fall, dass ein Dalai Lama sich ein Auto gekauft hat. Ausgleich. « Kurt, du bist heute den ganzen Tag artig gewesen, dafür kannst du dir etwas wünschen ! » — « Darf ich dann morgen mal unartig sein, Mama ? » Thalwil Spezialitäten: Forellen, Clevner Erlcngut. Kleine sep. Säle. Herrlicher, schattiger Garten. Tel. 54. Farn. ZWALD. Abendstimmung aus Kinderzeiten. Von Richard v. SchaukaL In dem grossen Garten, der meine glückliche Kindheit traulich umrauschte, blühten alljährlich auch in mächtiger Fülle altmodische Pfingstrosen. Sie konnten es in keiner Weise aufnehmen mit den unzähligen vielfarbigen ».wirklichen» Rosen, die hoch an Stöcken und in sanft wiegenden niedrigen Sträuchern die Wege säumten, und deren seliger Duft zumal am Abend, wenn der Gärtner reichlich Wasser verspritzt hatte, die kühlere Luft in ein mit köstlichstem Gehalt begnadetes Lebenselixier verwandelte. Aber sie Hessen sich ihr Recht, auf ihre minder adelige Art den Frühling zu feiern, darum nicht nehmen und hielten ersichtlichermassen als eine daseinssichere und behagliche Gruppe kernhafter Geschöpfe zusammen. Sie waren nicht übermässig beliebt unter den Insassen des Gartens, deren es in drei Altersstufen eine kleine Anzahl auf verschiedene Weise ihres Reichtums sich erfreuender Gestalten gab. Die Grossmutter wandelte gern einsam und auf abgelegenen Pfaden nach Sonnenuntergang langsam umher. Der Oheim, ihr Schwiegersohn, sass am liebsten vor dem grossen Wasserbecken, das den Restaurant zur alten Post s Pfingstrosen sanft zum Haus hinansteigenden Rasen, buchsumwuchert und schilfbestanden, krönte. Ab und zu gesellte sich auch eine Weile die bewegliche Tante ihrem stets für die zärtliche Begegnung dankbaren Gatten, um dann wieder raschen Schrittes and mit aufmerksamen Blicken auf den Stand der stolz gehegten Blumenzier ihren Rundgang aufzunehmen. Wir zwei Kinder aber waren bald da und bald dort, wettlaufend bis zum Brunnen, unter den Kastanienbäumen, oder auf Abenteuer hinter den dichten Büschen schleichend, manchmal die schweigsame Grossmutter ein- manchmal an die freundlich auf gleichtnässig wuchs aus demholend, Fragen antwortende Tante gehängt. Ein grosser, weissschwarzzottiger Hund folgte ans vertraut. Pfingstferien: es waren nur vier Tage, aber mit der ganzen Wonne des schon zum Sommer neigenden üppigen Frühlings gesättigte, wunderbar lange Tage eines im Augenblick den Gehalt einer Ewigkeit erschöpfenden Kinderdaseins. Wir standen unter den über ans empor entfalteten Pfingstrosen, die Grossmutter, wie uns scheinen wollte, immer nur mit einiger Geringschätzung betrachtete. Eine Amsel flötete in den fast farblos hochgespannten Himmel. Etwas von jener seltsam ans tiefste Herz greifenden Wehmut war in unserm Schweigen, wie sie Kinder mitten im Glück ihrer Sorglosigkeit als das Ahnen eines irgendwoher sich im Dämmer bereitenden Abschieds empfinden. Der Abendhauch trug die weisse Säule des Springbrunnens leicht schieiernd aus ihrer steilen Richtung. Fern vom Wald, den uns die gedrängt ragenden Bäume jenseits des schon verschatteten Weges verbargen, klangen gedämpft verschwebende Töne von Hörnern. Still, ins leise Plätschern sinnend versunken, sah ich den Oheim sitzen: wie weiss sein Haar war! Fast wie ein Fremder schien er mir... Da löste sich mit einem kurzen, kaum vernehmlichen, dennoch seltsam eindringenden Laut die blossrosa halbkugelig gewölbte Blüte einer Pfingstrose über mir vom Stiel und zerfiel weichwallend in ihre Blätter... XVII (St. Gallerrt Hotel Schwanen Bekannt vorzügliche Küche - Keller. FAMILIE AMSTUTZ-BOLT. Telephon 15. Garage. am n Bahnhof STADTHOF-POSTHOTEL Haus II. Ranges, renoviert 1927. 140 Betten. Fliess. Wasser, Lifts, Zentralheizung. Amtstelephon, Lichtsignal. Or. Cafe-Restaurant. Hotel-Telephon 39.790. Restaurant-Tel. 39.792. PFAFFIKON (Zürich) GASTHOF zum HECHT Altbekannter Landgasthot. Bekannt vorz. Küche und Keller. Herrlicher, schattiger Garten. Eigene Fischerei. Motorboote. Zivile Preise. Garage. Tel. 68. St. Gallen Rest.-Pension „Nest" Wer einkehrt, kommt wieder! Herrliche Aussicht auf Säntis. 773 Met. üb. Meer. Tel. 10. Neuer Bes. JOS. DOLDER. 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No - 1931 AUTOMOBIL-REVUE Oestliche Pfingstsitten und Volksglaube Mystizismus der Volksseele. In der Seele eines jeden Menschen, und vor allem eines im Schosse der Natur lebenden und ihre ganze Schönheit und grenzenlose Macht zu tiefst empfindenden Menschen schlummert der Trieb zum Mystizismus, die Sehnsucht nach etwas noch Höherem als die ihn umgebende Welt, das Bedürfnis der Versinnlichung der Naturkräfte in allerphantastischsten Gestalten und die Lust, ihnen in höchster Demut zu huldigen. Daher die Fülle mannigfacher Gottheiten bei den heidnischen Völkern, daher die Sagen, Zauberkünste, der Aberglaube und die geheimnisvollen Riten bei den christlichen Völkern, deren Tradition sich durch Jahrhunderte bis in die neueste Zeit hinzieht, wo Radio, Jazzband und Yale- Blues selbst aus den von der Kultur abgele- . gensten Dörfchen diese Riten, voll der Poesie und geheimnisvollen Reizes, vertrieben und sich festsetzten; und dort, wo das Volk in den Dörfern sie auch noch heute begeht, verbindet es mit ihnen nicht mehr einen höheren Wert, und weiss oft selbst nicht, aus welcher Absicht es frühere Traditionen bewahrt. Motive heutiger Pfingstfeiern. Die Kirche feiert an diesen Tagen die Erinnerung an die Herabsendung des Heiligen Geistes; man findet aber im Volke wenig Legenden, die mit dieser kirchlichen Feier eine gewisse Verbindung besässen, höchstens, dass man hier und dort, wenn Feuer angezündet werden oder auch gelegentlich der Johannisfeuer, als Grund die kirchliche Feier und die Herabkunft des Heiligen Geistes in Gestalt feuriger Zungen angibt. Aber in der Hauptsache erinnern alle diese Volkssitten an heidnische Feiern zu Ehren der Frühlingsgottheiten, ihr Anflehen um gute Ernte, die Beschwörung von Kobolden, die dem Bauern nach dem gleichen Chronisten, noch im 16. Jahrhundert in Polen nicht vernachlässigt. Man häufte Opfergaben aus Wermutbüscheln und Feldraute und zündete diese Stösse mit einem Feuer an, das man durch Aneinanderreihen zweier Hölzer erhalten hatte; damit oft arg zusetzen, und vor allem in Weissrussland und Podolien kann man bei diesen diese Feier auch wirklich teuflischen Anstrich hätte, sang man frivole Lieder und sprang dazu. Feiern Trauermotive finden, die den Charakter eines Totenfestes besitzen. In Littauen und Weissrussland legen die In früheren Jahrhunderten besass in die-Dorfbewohnesen Gegenden die Zeit von Ostern bis Jo- am Johannistag auf die Fenster ihrer noch heute zu Pfingsten und Hütten hannis die Bedeutung einer Zeit von Wundern und ungewöhnlicher Naturgeheimnisse, denn in ihr waren böse Kräfte am meisten tätig, denn dann traten Nixen und Waldfrauen (Dschiwoshony) in Erscheinung, dann führten Waldgötter, sogenannte Majki, böse Streiche aus und dann zeigten sich auch die Seelen der zum Tode Verurteilten, Gespenster und die sogenannte Strzygonie, dann hielten Hexen mit Teufeln ihre Sabbate auf dem Kahlen Berge (fast jedes Volk hat seinen Brocken) ab, denn traf der Mensch den Teufel und fiel gewöhnlich in die Schlingen seiner Kraft, dann kam es zum Kampf des Licht- und Sonnengottes Jarowit, der bei den Ruthenen Kupayo heisst, mit der Göttin der guten Ernte Marzanna zu einem Kampf, der bis zum völligen Siege über die Geister der Dunkelheit und die unreinen Kräfte führte. Dann half der Mensch zum Siege des Lichtes und der Wahrheit, indem er auf den Gipfeln Feuer anzündete, mit ihnen die Herdfeuer erneuerte* es auf seine Ackerraine verteilte und die Asche über seine Felder streute. Austreibung böser Wintergeister. Aber es gibt auch Gegenden, wo man dieses Feuer dem Teufel weihte; so erinnert z. B. ein Chronist des 16. Jahrhunderts, dass im östlichen Polen von Pfingsten bis zum Vorabend des Johannisfestes (24. Juni) an iedem Samstagabend Frauen auf Erdhaufen und Hügeln Feuer anzündeten, um die sie herumsprangen, wobei sie dem Teufel Opfer darbrachten. Diese heidnische Sitte wurde, ^p*B»«wz«II«»laMi®i Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagner« CH Tourlng, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. HEIDEN 400 Met. ü. Bodensee KURORT 810 Met. ü. Meer. - Ca. 1000 Fremden - betten - Elektr. Zahnradbahn Rorschach-Helden - Sonntags- und Rundfahrt-Billette. Ermässlgte Seebad-Billette. — Herrliches Pa norama. 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In der ganzen Krakauer Gegend zündet das Volk auf den Feldern und Bergen an den Pfingstabenden Feuer an, in Verfolg der Traditionen früherer Feuer, die die Menschen von den Sünden reinigen und die angebauten Felder vor verschiedenen Krankheiten sichern und gute Ernten bringen sollten. Aber die Pfingstfeuer sichern die Menschen auch vor den Streichen der Nixen, die zu dieser Zeit den Menschen besonders arg zusetzen. Nach dem Volksglauben sind diese Nixen menschliche Seelen, deren Körper am ersten Pfingsttage starben. Die mit ihren reichen grünen Zöpfen an dichten Eichen- oder Birkenästen festgeklemmten Nixen ängstigen grünem Röhricht und dichter Buchweide den Menschen, der sich zu Pfingsten in denbewachsenen Flnsslauf spielen die übermütigen Nixen und lauern auf das Leben der Wald wagt; sie springen von den Bäumen auf die Pferde oder auf die Wagen der Vorbeifahrenden und kitzeln sie unter frivolem Menschen. Lachen so lange, bis die Gequälten ihren Glückl. 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Ebenso gefährlich ist es in diesen Nächten, ins Getreide zu gehen, selbst über Ackerraine, denn in den grünen Wogen des Roggens und Weizens tanzen dann die boshaften Nixen, genau so wie in den Wäldern und im Dickicht und können dem unvorsichtigen Menschen das Leben rauben. Während der ganzen «Grünen Woche» (Pfingstwoche) sollte der Mensch Wermut bei sich tragen oder Feuer anzünden und damit die Nixen vertreiben. Bei den Ruthenen und Ukrainern fährt kein Fischer an klaren Abenden der «Grünen Woche» mit dem Kahn weder auf den See hinaus noch auf den Fluss, derm in dem mit Trauerfeierlächkeiten zu Ehren toter Seelen. Ebenso irren die Seelen der vom Himmel Ausgeschlossenen in den Pfingstnächten am meisten durch die Welt und beweinen ihr schlimmes Geschick. Es sind traurige und ängstliche Gespenster, die auf der Welt leben Wir sind Abgeber von 4 % Obligationen unseres Institutes, 3—6 Jahre fest, die wir als Kapital-Anlage bestens empfehlen. 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