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E_1931_Zeitung_Nr.043

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE Diesel-Zweitaktmotoren für Persönenwa- senen Drosselklappe fast keine Luft mehr gen. Der gegenwärtige Stand des Leicht- hinzugelangt und der Brennstoff ohne Luft Dieselmotorenbaues lässt es durchaus nicht nicht entzündbar ist, geht dieser teils nutzmehr als ausgeschlossen erscheinen, dass in los durch den Auspuff verloren, teils vereinigen Jahren der Dieselmotor auch als An- ursacht er in den Zylindern noch eine schädtriebsquelle für Personenwagen Emigang fin- liehe Oelverdünnung. det. Vor allem kommen dafür Zweitakt- Um dem Wagen ein gutes Beschleutiigungs- Dieselmotoren in Frage. Bis jetzt wurde vermögen zu erteilen, werden von vorneallerdings das Zweitaktprinzip beim Bau herein viele Vergaser zur Abgabe eines zu von Fahrzeug-Dieselmotoren nur vereinzelt brennstoffreichen Gemisches eingestellt. Ist angewandt, um nicht zu sagen vernachläs- der Wagen aber einmal im Schwung, dann sigt Unterzieht man die Verhältnisse jedoch hat man von dieser Einstellung nicht nur Leerlaufdüse kommen, da ja ein Ueberdruck in der Schwimmerkammer, die Ursache des Ausspritzens von Brennstoff, fehlt. Drückt man das Gaspedal nieder, um den Motor zu beschleunigen, so verschliesst, bevor sich die Drosselklappe öffnet, der Kolben die Oeffnung E. Da nun die Verbindung zwischen dem Ansaugrohr und der Schwimmerkammer gesperrt ist, arbeitet der Vergaser, wie wir es bisher gewohnt waren, d. h. eventuell mit dem erwünschten, ein gutes Beschleunigungsvermögen ergebenden einer näheren Untersuchung, so erkennt man, keinen Nutzen mehr, die Luftarmut des Gedass d ! ie Mängel, die dem Zweitaktprinzip misches kann dann den Motor sogar an der gewünschte Tourenzahl erreicht, so braucht Brennstoffüberschuss. Hat der Motor die bei Vergasermotoren anhaften, fast restlos Entwicklung seiner höchsten Tourenzahlen man das Gaspedal nur etwas zurückzulassen verschwinden, während die Vorzüge noch hindern, ganz abgesehen davon, dass man (die Oeffnung bei E von neuem freilegen), deutlicher in Erscheinung treten. es wieder mit einem unwirtschaftlichen Be- um wieder den Zustand der gedrosselten Da beim Dieselmotor während des Korn- trieb z« tun hat. Brennstoffabgabe herbeizuführen. pressibnshubes nur Luft komprimiert wird, Beim vorliegenden Apparat sind diese Objektiv durchgeführte Versuche deutscher Behörden und Verbände haben gezeigt, sind Ladungsverluste, wie sie beim Zweitakt- Uebelstände auf ganz neuartige Weise da- Vergasermotor auftreten, ausgeschlossen, durch vermieden, dass zwischen dem An- dass sich mit diesem sinnreichen kleinen Apparat Brennstoffersparnisse von 15—30 Pro- Durch reichliche Ausspülung des Zylitrders saugrohr und der Schwimmerkammer eine mit Luft lassen sich beim Dieselmotor die Verbindung geschaffen wurde, die einen zent erzielen lassen. m. . verbrannten Gase sehr leicht und restlos Druckausgleich zwischen, den beiden Räumen entfernen, der Auspuffhub eines Viertakters ermöglicht. Aus der beistehenden Skizze ist also sozusagen von vornherein ü'berflüs- geht hervor, dass der Hebel des Gaspedals sig. An Stelle des, Ansaugtaktes tritt die mit einem Kolben A verbunden ist, der in erwähnte Spülung und Füllung des Zylin- einem Zylinder B gleitet. Der Zylinder ist ders mit Luft, wobei der Spül- und Auflade- mit dem Hebel der Drosselklappe verbunden druck im Kurbelgehäuse oder durch ein- und zudem durch die Schlauchleitungen C fachen rotierenden Kompressor erzeugt wer- und D an das Ansaugrohr einerseits und an den kann. die Schwimmerkammer anderseits ange- Durch Anwendung des Zweitaktverfahrens schlössen. Im Ruhestand des Gaspedals bescheira.fr es ohne weiteres möglich zu sein, findet sich der Kolben A links der Oeffdas Leistungsgewicht des Motors auf das nung E; diese Oeffnung steht somit offen, eines Viertakt-Vergasermotors herateudrük- die Verbindung zwischen dem Ansaugrohr ken, sofern es sich nicht um Motoren mit und der Schwimmerkammer ist hergestellt, sehr hoher Tourenzahl handelt. m. Selbst bei hoher Motortourenzahl kann es jetzt nicht zu einer Fontänenbildung über der Neuer Benzinsparer. Bei den meisten bis- , herigen Benzinsparern wird ein Wirtschaft- c /r^s^^^Ni • IT""1 licheres Arbeiten der Motoren dadurch an- >v *// i)\ / \ \\ I gestrebt, dass man dem Gasgemisch eine ... ,L. I^VQ v$fl E W 1 I Dosis Zusatzluft beigibt oder dass man das *^> ^jgrfepgMfa=J >*-• • »LJJML Gemsich .feiner vernebelt. Der vorliegende sfliTr s.v = r =^"^^:^r^ neue Sparer dagegen wirkt auf noch direk- 5j A ?ML I \\ im & terem Weg, indem er von vorneherein je- vt=jc^ jb^ry 1*1? %t den übermässigen Ausfluss von Brennstoff _____ fjrC!S_l0_S} aus der Düse des Vergasers abdrosselt. & / $ | [ Ein solcher übermässiger und nutzloser $ p£i | Ausfluss von Brennstoff tritt bei unseren esJ? f"\ & : ' * Motoren beispielsweise immer dann ein, wenn | 3£ Vi^-~-~ bei rascher Fahrt plötzlich die Drosselklappe 11. . 1-1 fc& aufmerksam, welcher den Benzinverbrauch ebenfalls herabsetzen soll. Ich wäre Sportkollegen sehr dankbar, wenn sie mir raten würden, welchen dieser beiden Apparate ich einbauen sollte. E. S. in G. Frage 7911. Anstreichen einer Kunstleder-Karosserie. Ich bitte um fachmännischen Rat, ob an einer Kunstleder-Karosserie das neue Spritzverfahren oder überhaupt Farbenanstrich angewendet werden kann. Der Wagen ist bereits neu und das Kunstleder in tadellosem Zustand, aber ich möchte ihm die gleiche Farbe geben, wie sie Kühler und Haube haben. J. E. in B. Antwort: Aeltere Kunstleder-Karosserien werden häufig nachträglich noch gestrichen. Wenn der richtige Lack gewählt wird, lässt die Haftung des Anstriches nichts zu wünschen übrig. Kunstleder ist übrigens nicht viel anderes, als ein mit Speziallack behandeltes Textilgewebe. In Ihrem Fall möchten wir Ihnen allerdings abraten, die Arbeit selbst vorzunehmen, da es sich, wie Sie schreiben, um eine noch neue Karosserie Wenden Sie sich an einen tüchtigen Kar- -at- handelt. rossier. Frage 7912. Einschlafen von Dynamo-Bursten. Wie geht man am besten vor. um die Kontaktfläche neuer Dynamo-Kohlbürsten der zylindrischen Kollektor-Form genau anzupassen? Ohne eine solche Anpassung macht sich immer der Uebelstand bemerkbar, dass zwischen dem Kollektor und den Bürsten starke Funkenbildung auftritt, die ein rasches Verschmutzen des Kollektors zur Folge hat. A. W in C. Antwort: Die Bürsten werden eingeschliffen, indem man um den Kollektor einen Streifen Glaspapier legt, .dann die Bürsten einsetzt und nun den Kollektor zusammen mit dem Glaspapierstreifen hin- und herdreht. Bei neuen Bürsten nimmt man dabei vorteilhafterweise zuerst grobes Glaspapier, während der letzte Schliff mit ganz feinem Glaspapier vorgenommen werden soll. at. Frage 7913. Platin- oder Wolframschrauben? Stimmt es, dass als Material für die Kontaktsehrauben des Unterbrechers von Zündanlagen Wolfram dem Platin in manchen Fällen vorzuziehen ist? Welches sind diese Fälle und worin zeigt sich die Ueberlegenheit des einen oder andern Materials? Wie können die einen von den andern Schrauben unterschieden werden? A. R., in V. Antwort- Bei einem mit 3000 Touren laufenden Sechszylindermotor erfolgen pro Minute 1500 Zündungen. Ebensovielmal öffnet und schliesst sich der Unterbrecherhammer. Und ebensoviel Schläge haben auch die Kontaktschrauben aufzunehmen. Dazu kommt noch, dass trotz des Kondensators bei jedem Oeffnen der Kontaktflächen Funken auftreten. Jeder Funken sucht die Kontaktoberfläche zu schmelzen. Die Kontakte müssen überdies gute elektrische Leiter sein, damit der Primärstroin nicht in schädlicher Weise gedrosselt wird. Früher hielt man diesem Aufgabenkomplex einzig eine Platin-Iridium-Legierung für gewachsen. Platin ist ein guter Leiter, es schmilzt erst bei sehr hohen Temperaturen und hat, mit Iridium legiert, eine sehr hohe Härte. Sein gTosser Nachteil besteht aber darin, dass es sehr teuer ist. Während des Krieges war man deshalb vielfach gezwungen, Ersatzmaterialien anzuwenden, von denen sich schliesslich Wolfram am besten bewährt hat. Heute nun sind Kontaktschrauben beider Art auf dem Markt. Die Platinschrauben gelten als das einzig richtige, sind aber etwa achtmal teurer als Wolframschraubon. Gibt man Wolframschrauben eine genügend grosse Kontaktfläche, dann funktionieren sie in kleineren Magnetapparaten länge Zeit anstandslos. In giösscren Magnetapparaten allerdings, wo sowohl die mechanische wie die elektrische Beanspruchung grösser ist, ersetzen sie die Platin- Iridium-Kontakte nicht. Sie bröckeln zu leicht ab I iiisii&it s* r\ A n f*k A S» 1931 - W 4 I Unsere Vertreter-Organisation steht zu Ihrer Verfügung: AADORF: E. Ruckstuhl. AABAU: H. Bruggisser. BASEL: L. Bernhardt. BBRN-KÖNIZ: Gebrüder Binz GBENCHEN: H. Fasler. HORGEN: John Faul. LUGANO: Andrea Ponti. NESSLAU: F. Hürlimann. ÖLTEN: Mas Moser ft Co. SIRNACHt 0. Ruokstnhl. ST. GALLEN: A. Lüthi. 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- 1931 AUTOMOBIL-REVUE 11 und erhöhen überdies den Uebergangswiderstand m unerwünschter Weise. Wo Platinschrauben durch Wolframschrauben ersetzt wurden, ergaben sich deshalb früher oder später Schwierigkeiten; schon deshalb, weil dann der Kondensator nicht mehr passt und damit eine stärkere Funkenbildung eintritt. Umgekehrt jedoch lassen sich Wolframschrauben jederzeit durch Platinschrauben ersetzen, ohne dass der Kondensator neu abgestimmt werden muss. Wolframschrauben sind vorbehaltlos nur bei der Batteriezündung am Platz. Hier sind sie aber sogar geeigneter als Flatinschraubon. Warum ? Her PrimärsUom ist bei der Batteriezündung ein Gleichstrom und nicht ein Wechselstrom, wie der fies Magnetapparates. Dieser Gleichstrom versucht das Material der Kontaktflächen beständig von der festen auf die bewegliche Schraube hinüber zu transportieren. Bei Platinschraubon erfolgt dabei diese Umlagoning rascher, die Kontakte werden also schneller uneben und unzuverlässig als bei der Vorwendung von Wolfram. Aus diesem Grund werden die modernen Battoriezündanlagrn fast ausnahmslos mit Wolframschrauben ausgerüstet. Will man in einem Zweifelsfallc feststellen, ob man Platin- oder Wolfraraschraubon vor sich hat, so kann man auf verschiedene #\rt vorgehen. Man kann die Schrauben auf Rotglut erhitzen und dann wieder abkühlen;; während die Plaiiuschraube dabei blank bleibt, bildet sich bei der Wolframschraube eine schwarze Anlauf färbe. Oder man nehme die feinste Feile, die aufzutreiben ist, und streiche damit leicht über den zu prüfenden Kontakt. Platin wird von dor Feile angegriffen; Wolfram jedoch nicht; hier gleitet die Feile einfach ab, ohne Spuren zu hinterlassen. Schliesslich kann man zwischen Platin- und Wolframschrauben auch mit dem blossen Auge Unterschiede feststellen. Während die Platin-Kontaktfläche leuchtend weiss aussieht, hat diejenige aus Wolfram eher das Ausseben von Nickel, sie ist mehr grau und hat sehr dunkle Schatten. Diese Unterschiede kommen besonders gut be4 schon gebrauchten Schrauben zur Geltung. Ein wesentlicher Unterschied besteht meist auch in der Grosse der Kontaktfläche. Wolframschrauben weisen dabei immer die grösscre Fläche auf. + «•» Anfrage 1021. Kommunales Verbot des Auto- Verkehrs. Wie Ihnen bekannt sein dürfte, ist am 8 Februar durch Abstimmung der Autoverkehr im Winter in Davos verboten worden. Das Verbot beirifft natürlich nur die Gemeindestrassen. Diesem Verbot liegen folgende Tatsachen zusrunde: Unser Hotel und die Zürcher Heilstätte, Qavadel, führten den Bahndienst (Abholen der Gäste vom Bahnhof) je mit einer Limousine aus. Ausschlaggebend dafür ist die Wirtschaftlichkeit, da Pferdefuhrwerk pro Tag Fr. 30.— kostot, Autobetrieb dagegen Fr. 1.20 per km. Da die Zufahrt zum Bahnhof Platz auf einer ca. 700 m langen Strecke Gcmeindestrasso nur möglich ist und ebenso zum Bahnhof Dorf, so ist uns damit der Aulobetrieb unmöglich geworden. Die Gründe zum Verbot sind Störung des Winterbildes, die tiefere Ursache Konkurrenzkampf, da der Anstoss von einem im Landrat sitzenden Ho- telier kam. Bei grossen Schneemengen wie jetzt vorbietet sich der Verkehr mit Auto von selbst, und wir haben anch Mitte Januar diesen eingestellt. Nach den neuen Bestimmungen kann schon im Oktober beim ersten Schneefall vom Strassenchef «Winter» erklärt und die Strasse gesperrt werden. Ebenso im Frühjahr. In Davos vorkehren 3 grosso Omnibusse des Kurvereins, die trotz des Verbotes die Gemeindestrassen weifer benutzen. Ferner laufen eine Reihe Traktoren, ohne jede Polzieinummer. auch auf Gemeindestrassen. Der Kurverein ist eine Privatgesellschaft. Ich möchte nun folgende Fragen an Sie richten. 1. Würde ein Rekurs Erfolg versprechen? Wie strengt man ihn am besten an und wie viel kostet er? 2. Kann mau dem Omnibus auf Grund gleichen Rechtes die Benutzung der Gemeindestrassen verbieten, ebenso den Traktoren? Benötigen diese keine Polizcinummovn? Zu erwähnen wäre noch, dass die Gemeinde nie an uns herangetreten ist, um vielleicht über diese Frage zu verhandeln. Die Abstimmung wurde völlig überraschend am 20. Januar in der Zeitung bekanntgegeben. K. D. Antwort' 1. Gegen den Beschluss einer Gemeinde, die auf ihrem Gebiet befindlichen Kommunalstrassen ganz oder teilweise für den Automobilverkehr zu schlicssen, ist ein Rekurs an den Kleinen Rat möglich, gestützt auf Art. 16 dos Strassengesetzes. Dieser Rekurs hat sich gegen das Verbot als solches zu richten. Wenn im fraglichen Fall die «Störung des Winterbildes» tatsächlich die einzige Begründung des Verbotes ist, so erscheint ein Rekurs nicht absolut aussichtslos, um so mehr, als ja den Omnibussen des Kurvereins und Traktoren das Faliren in der betreffenden Gemeinde nicht untersagt ist, trotzdem auch diese geeignet sein dürften, «das Winterbild zu stören» 2. Was die Benützung der Gcmeinde'strasson durch den Omnibus betrifft, so ist hiergegen offenbar nichts einzuwenden, denn die Gemeinden sind ausdrücklich ermächtigt, die Zulassung des Laatautomobils und des Mofororanibusses auf ihrem Gebiet und für den Verkehr innerhalb der Gemeinde zu gestatten. Dies wird im vorliegenden Fall zutreffen. Betreffend die Traktoren bestimmt das Strassengesetz in Art. 17 AI. 3. das« die Verwendimg von Motorfahrzeugen, die aussehliosslicb landwirtschaftlichen Zwecken (Traktoren) und dem Strassonuntorhalt dienen, ohne Einschränkung und ohne Belastung mit Gebühren gestattet ist;, ob daraus die zuständigen Behörden in der Praxis die Auffassung ableiten, die Traktoren müssen keine Nummern tragen, ist möglich, kann aber nur für das betreffende Landesgebiet und nicht für die ganze Schweiz Geltung haben. Anfrage 1022. Obligatorischer Richtungsanzeiger. Bezugnehmend auf eine Einsendung in Ihrem Blatte bitte ich Sie höflich, mir gef. mitteilen zu wollen, ob sich diese Verordnung ausdrücklich nur. auf die Automobile des Kantons Bern bezieht, oder auf die reebtsgestcuerten Automobile überhaupt- Mit dem 1. Januar 1031 ist die neue bernisehe Verkehrsordming in Kraft getreten, die nicht mir für Automobilisten, sondern überhaupt für alle St ras-, se.nheniitzer wichtige. Vorschriften enthält. Interessant für Automobilisten ist die Vorschrift für Fahrzeuge mit Rechtssteuerung, dass ein Richtungsanzeiger vorgeschrieben ist. Fahrer mit Linkssteuerung können nämlich ein Linksabbiegen durch Ausstrecken des Armes gut nach hinten signalisieren, was bei einem rechtsgesteuerten Wagen nicht möglich ist. " E. L. Antwort- In Beantwortung Ihrer Anfrage teile ich Ihnen mit, dass der in der bernischen Yerkehrsordnung vorgeschriebene obligatorische Richtungsanzeiger nur für die im Kanton Bern zirkulierenden Fahrzeuge vorgeschrieben werden kann. Die bernische Verkehrsordnung, die seit dem 1. Januar 1931 in Kraft ist* wurde vom Regierungsrat des Kantons Bern erlassen. Diese Instanz ist nur kompetent, für den Kanton Bern Verordnungen zu erlassen. * Aus d« Gesetz, Handlampe etc. in der neuen bernischen Verkehrsordnung. In der neuen bernischen Verkehrsorduung steht folgender unscheinbare Nachsatz zu Art. 22: «Andere als die vorschriftsgemässen Lichter dürfen nicht geführt werden» (hier als Art. 22 o bezeichnet). Ob der Legislative die ganze Tragweite dieses Sätzchens bewusst war, ist nebensächlich, die Exekutive hat sich leider an den strengen Wortlaut zu halten. Vor allem fallen darunter die, verschiedenen Nebcllichter, die meist mitten vor dem Kühler befestigt sind. Weiterhin wird unter Berufung auf Art. 22 e die Abmontiemng der Handlampen verlangt. Das kommt mir wie ein Schildbürgerstreich vor. Auf meinen Fahrton im In- und Ausland bei Nacht und Nebel war es mir jedesmal eine grosso Erleichterung, wenn ich bei einem entgegenfahrenden Auto feststellen konnte: «Gott sei Dank, der fährt mit einer Handlampe; dann ist sicher, dass er korrekt fährt.» Und wie oft war ich selbst trotz prima Duplo froh, das rechte Strassenbord oder eine dunkle Biegung noch besonders beleuchten zu können! Und ebenso urteilen alle gewiegten Fahrer, mit denen ich darüber sprach. Ich gebe zu, dass mit der Handlampe auch Unfug getrieben werden könnte. Aber wie viel weniger als mit. den Schiein werf ern! Und verbietet man mit derselben Begründung das Lenkrad resp. das ganze Auto, den Alkohol, das Streichholz, das Geld etc.? Ich erinnere mich z. B. an keine einzige Blendung durch Handlampen! Wogegen ich schon oft durch Scheinwerfer. Velo- oder Aufobuslicht-Blender zu scharfem Stop gezwungen wurde Und noch ein Punkt: Auffallend oft, trotz der Ungesetzlichkeit, ereignet sich der Fall, dass aus irgend einem Grund, ein normales Autolicht versagt. Die sehr berechtigten Bedenken vermögen aber nicht zu verhindern, dass trotzdem weiter gefahren wird und werden muss. Dabei kann nun eine den Auto- Vorderteil beleuchtende Handlampe jede Gefahr eines Unfalles, den der» Defekt ermöglichte, sofort vollständig ausschalten. Durch was denn aber hat die arme Handlampe den Zorn der Götter auf sich geladen? Nur gut, dass die Polizei bisher noch nicht darauf ausgeht, dass ja auch die leuchtenden Winker verboten sind. Ich habe mir nach Art. 9 ebenfalls "V^inker anschaffen müssen, übersah aber dabei leider, dass leuchtende Winker nicht vorgeschrieben sind. Und mit Grund, denn der gewöhnliche Leuchtwinker stört die Ueborsicht beim Einbiegen ganz wesentlich. Da aber alle nicht vorschriftsgemässen Lichter verboten sind, Ausnahmen aber übungsgemäss selbst dann nicht gemacht werden könnten, wenn die Verordnung widersinnig wäre, so werde ich wohl auch meine Winker bald wieder entleuchten lassen müssen. Es ist jedoch doppelt ärgerlich, dass dort, wo Art. 22 formal eine gewisse Berechtigung hätte, eine Ausnahme toleriert wird, während eine nützliche «Ausnahme» mit Strenge verboten wird. Ist es überhaupt mit dem Grundsatz der Gleichberechtigung aller Bürger vereinbar, wenn dem Berner verboten wird, was allen übrigen Automobilisten, nach Art. 1 ( 5 des Konkordates, auch im Kanton Bern erlaubt ist? Klar ist, dass unzweifelhaft notwendige Verordnungen sofort eingeführt werden sollten; alles andere aber prüfe man gründlich. Das «Nume nid gsprängU hat in dieser Beziehung noch immer seine Berechtigung. Die Erfahrung mit den Velo- Schlusslinsen, bei der durch eine simple (theoretisch zwar begründete, aber offenbar überstürzte) Verordnung wohl Tausende von Franken unnütz ausgegeben wurden, sollte eine Lehre sein. Der Eifer der ausführenden Organe ist an sich gewiss sehr zu begriissen, und kleine Entgleisungen dürfen dabei nicht weiter verwundern. Hoffen wir nur, dass im Interesse des Ansehens der Gesetze und der Polizei danach gesucht wird, nicht durchaus notwendige Härten weitgehend zu vermeiden, besonders dann wenn die Gefahr besteht, dass sie von den Betroffenen als vollständig unberechtigte Bestimmungen empfunden werden. Den erfreulich starken Bestrebungen bernische 1 " Polizeiorgane in Sachen vermehrter Toleranz möchten vorliegende Bemerkungen eine Ermunterung sein. A. B. B. Kl« Richtigstellung. In der Basier Presse erfolgte kürzlich die Mitteilung über einen Automobilunfall am Bözberg, der einem Fahrer J Kessler, Zürich, zugestossen ist. Der bekannte schweizerische Rennfahrer Josef Kessler in Firma Kessler & Co., Zürich, legt Wert auf die Feststellung, dass er mit dem vorgenannten Fahrer nioht identisch ist. Die Meldung ist auch insofern unrichtig, als es sich bei dem verunfallten AVagen nicht um einen Alfa Romeo gehandelt hat. z. u. Indusfrie Brennsioffölzusatz. Ein ruhig laufender Motor ist der Stolz des Autofahrers. Der Besitzer eines neuen oder frisch eingeschliffenen Personen- und Lastautos sollte deshalb nicht unterlassen, nebst vorsichtigem Einfahren dem Benzin einen Oelzusatz beizugeben. « Autofhiid > übt insofern einen günstigen Einfluss auf den Motor aus, als er Zylinder, Kolbenringe und Ventile vom Explosionsraum aus regelmässig mit einer leichten Oelschicht überzieht und Verbrennungsrückslände verhindert. Durch diese Schmierung von oben werden die schwer zugänglichen Zylinderteile erreicht, wodurch der Motor einen weichen, elastischen Gang erhält. auf Schwingen sobald Sie zum Brennstoff Mixfrol zugtessen. Es verbrennt nicht bei der Explosion, sondern schmiert automatisch alle Teilchen, Kolben und Ventile. Es hüllt sie ständig in einen zarten Oelfilm, erhält Ihrer Maschine ein langes Leben, spart Brennstoff, Entrussen, Reparaturen. Hunderte Dankschreiben aus 40 Ländern. In Garagen, ab Tank und in Kannen. Eine Probekanne für 100 Liter Brennstoff Fr. 3.80 per Nachnahme franko. - MIXTROL-AGENCY, ZÜRICH, Fraumünsterstrasse 14 — Telephon 35.192 LADE - GLEICHRICHTER I FÜR IHRE AKKUMULATOREN fabriziert SIGNUM A.G.