Aufrufe
vor 5 Monaten

E_1931_Zeitung_Nr.046

E_1931_Zeitung_Nr.046

10 AUTOMOBTL-REVUE

10 AUTOMOBTL-REVUE 1931 40 • UVBvft* $•»»««••»•£•«•• wäre, ob Ihnen nicht der Verkäufer allenfalls einen dem Auftraggeber für die Güte derselben und hat iaKflwaäaMg^B^Mifcüi6KtMIW^IIW8WBHBEBMHHI gebrauchten Wagen für die Zwischenzeit hätte zur Gewähr zu leisten wie ein Verkäufer. Verfügung stellen können. Es wäre dies aber nur Die Haftung des Reparateurs besteht nur, wenn Anfrage 1025. Vertragsabschluss. Wir besitzen ein Entgegenkommen, nicht, eine Verpflichtung ge- der Besteller nach Ablieferung des Werkes dies, sodie Haftpflichtversicherung für unsere drei Wagen wesen. '•* bald es nach dem üblichen Geschäftsgang tunlich KSLrXTcJt VÄÄB*.*£ fi Anfrage 1027. Handänderung des versicherten &^ teÄS ZlWS treffenden Reisenden Unfälle hatten, die auf fahr- Gegenstandes m November 19d0 übernahm ich ein so die A dpren £nt_ auf lässige Beschädigungen zurückzuführen waren. Nun Auto. l°hes «ne Kasko- und In. S as., C nveimöchten wir speziell in dieaem Vertrage die Klausel Sicherung abgeschlossen war. Die Handanderung » = iblieferun- des rehaben dass bei solchen fahrlässigen Unfällen der w « d erst im Monat März beim Losen des Wagens p^i er fen \utos keine klänge 1 mehr "eilend JL betref ende Reisende dafür haftbar gemacht werden eingetragen. Ich habe nun der Versicherungsgesell- £f j 08 keme Mdngel mehr * eUcml " e kann, ferner dass im Vertrage steht dass das Auto ^laü mUgeteilt dass^ 1Ch diese zw el Versi.chenm macht ^en- ^ ^ ^ für aussergeschäftliche Fahrten nicht benutzt wer- ^ f \eii! Inir nun n^itdasf ich kein" Kiin^- ten Mängeln kann der Auftraggeber" einen entspre- Ich führe zur Zeit einen Prozcss, bei dem es sich u. a. auch um die Frage handelt, ob ein Liegenschaftenbesitzer von und zu seiner Liegenschaft fahren dürfe, zumal dann, wenn eine Zufahrtstrecke eine sog. Flurstrasso ist. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat seinerzeit ein Fahrverbot auf fraglicher Flurstrasso erlassen, welchem Entscheid gemäss Beschluss des thurg. Grossen Rates auf ein Votum eines Ständerates die präjudizielle Geltung abgesprochen wurde. R. M. Antwort- Gemäss Paragraph 32 der Vollziehungsverordnung des Rogierungsrates des Kantons Thurgau zum Konkordat über eine einheitliche Verordnung betreffend den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern vom 13. November 1928 ist der Regierungsrat befugt, den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern auf gewissen Strecken ganz zu verbieten, oder nur unter Antwort- Wir empfehlen Ihnen im Vertrat gg,srecht ha.be. Die Prämie müssle am Verfall- chenden Abzug an den Reparaturkosten machen, Antwort, wir emptenion innen, im veitrd_,t, oder, sofern dies dem Reparateur nicht iibermässge ? Ä r Ä S n ctaX^SJJ'oSÄ Antwort WeXelt der Gegenstand des Ver- Kosten verursacht, die unentgeltliche Verbesserung ^ir^t^t^^^^^^n sicherunssverlrase, den Eigentümer, so^ gehen die und bei Verschulden des Reparateurs Schadendes betreffenden Reisenden gehen, sofern ihn ein ^echte * Pachten aus dem Versicherungsver- ersatz verlangen. gewissen Bedingungen zu gestatten Von dieser Verschulden trifft. Er hätte also nur dann nicht ' ra *? e ^i den Erwerber über. Wenn der Erwerber seiner Kompetenz hat nun der Regierungsrat für Schäden zu haften, wenn es sich um Zufall, des versicherten Gegenstandes dem Versicherer bin- Anfrage 1029. Fahren mit «ungelöstem» Trakhöhere Gewalt oder ausschließliches Verschulden "^ 14 Tagen nach erfolgter Haudanderung Schrift- , or , ein Fahrverbot für die in Frage stehende Flur- im fraglichen Fall Gebrauch gemacht, indem er Ist cs gestElttet. im Kanton St. Gallen mit eieines Dritten handeln würde. "M 1 ! 6 ' 11 - dasß e den llch /' Uebe.rga.ng der Versiehe- strasse crliess. Durch die von Ihnen erwähnte nem «„„gelösten. Traktor zu fahren, indem man Im weitern wäre im Vertrage die Bestimmung run« ablehne, so geht der Versicherungsvertrag auf Stellungnahme des thurgauisch.cn Grossen Rates einfach (lia Nummer vom andern Traktor anbringt, scheint dieses Fahrverbot als solches nicht berührt aufzunehmen, dass das Automobil vom Roisenden en , rw .j? lDer J-"\ cr - welcher in Reparatur ist? Beide sind gleicher Marnur für geschäftliche Fahrten, d. h. für Fahrten, £ us Ihrem Brief geht hervor, dass Sie das Auto k(J I]nd Grösge_ Dßr un„ oIöste Traktor wur(1o pnt . worden, dass dieses Verbot für andere Flurstras- worden zu sein, sondern es ist lediglich festgestellt die im Auftrage der Firma ausgeführt werden, ge- lm November letzten Jahres übernommen haben, da- j. h ß n sen nicht von präjudizicller Bedeutung sein soll. braucht werden darf und dasser bei Widerhand- g*£ wur e ^ Handande-*^j£*g> kon- A n t w o r t. Ihrß go Wir lassen hier die Frage nach der Verteilung Ä^.Ä- B «^^« Pei a3ÄXfS l Bezug^l e AbT/hntrdesUe^r^ge'^^^r- stehen zu müssen, ob es gestattet sei. mit einem der Kompetenzen zwischen den beiden genannten Allenfalls £ Ke Im trtra£vor^chÄ: sicherung.vertrages ist nun massgebend der Zeit- Traktor welcher noch nicht den Automobilbehörden Behörden offen. dass der Reisende eine Kaution von soundsoviel PV nkt des Lrwerbes des Zivi rechtlichen Eigentums, zur Erteilung der Verkehrsbewilhgung vorgeführt In casu besteht also ein Fahrverbot auf dieser , o- , , j, Mnt'rWe h't * UleSes wird erworben durch Kaufvertrag, Sehen- worden ist, zu fahren, wenn man die Nummern CT . -, \ . kung etc. Demgegenüber ist die Eintragung der des andern, sich gegenwärtig in Reparatur befin- Anfrage 1026. Garantieverpflichtung. Ich habe Handanderung auf der Polizeiko«trolle ein öffent- denden Traktors auf diesen überträgt, vor einigen Monaten einen ausländischen Wagen ge- Hcher Morgan«:, der Ihnen nicht Eigentum ver- Ein solohcs Vorgehen ist unseres Erachtens kauft; vor Ablauf der Garantiezeit brach ohne mein s « haffen konnte und fur_ das Weiterbestehen des nioht zuiässig, denn einmal muss jedes Motorfahr- Flurstrasse. Aus Ihrem Brief geht nun nicht eindeutig hervor, ob es sich bei der Flurstrasse um die einzige Zufahrtsstrasso zu der fraglichen Besitzung handelt, oder ob diese noch durch andero vom Verbot nicht betroffene Strassen in geeigneter Weise mit der Umgebung in Verbindung steht. Im letztem Fall wäre wohl gegen das Fahrverbot nicht viel auszurichten, besonders dann nicht, Verschulden am Motor ein kompliziertes Teilstiick. Versicherungsvertrages nicht von Bedeutung ist. zeug; bevor es in Zirkulati O n tritt, den zuständigen Der Verkäufer erklärte sich ohne weiteres bereit * f nn S>1 °, , ~ ut0 „ lm . JNovcmt J cr übernommen .Automobilbehörden vorgeführt werden, wobei gleichfür kostenfreies Ersatzteil; das betreffende Stück haben. So haben Sie offenbar damals an ihm E,gen- MU. dfir Nachweis zu erbl. inR(m ist , dass eine war indessen nirgends im Lande vorrätig, es musste ^*° r^- j^ KandH ^l einschlägige Haftpflichtversicherung besteht. Derwenn dieser Weg nun von einem Personenauto befahren werden sollte und nicht von Autos, die zur CrS1C vom Ausland beschafft werden. Verzögerung- meh- , T „„ o i]„ P i.„f. ;„, uj., „.„" ,.„„,„~ t ' erim^s" t gOg. «ungelöste Traktor» muss also vorerst den zurere Wochen. standigen Behörden zur Abnahme vorgeführt wer- Bewirtschaftung des Grundstückes dienen. Während dieser Zeit konnte ich meinen Wagen «„»•.an« imi u ti J D • T den. Falls die fragliche Flurstrasse die einzige Zuund Ausfahrt des Grundstückes ist, könnte das natürlich nicht benutzen, da ich denselben täglich . , " nlr |9 e mia - «attung aes Reparateurs. Im Gleichzeitig können Sie dann ein Gesuch stellen, geschäftlich brauche, bin ich empfindlich geschä- letzten Sommer wurden mir bei meinem \\agen bei dass Ihnen die Bewini?ung erteilt wird, die Nllm. Befahren derselben nach unserer Ansicht erzwungen werden, gestützt auf die Vorschriften des digt. Nach Garantievertrag werden schadhafte Teile eine , r Passabfahrt zwei Kolben ausser Betrieb ge- mprn yQm andej. n Traktor währ end dessen Repaersetzt; beim Kauf wurde erklärt, dass ein voll- !ff \ s fm an zu f ra .' ern ' "f! lch stellte den ratur auf den sog. ungelösten Traktor übertragen Z.G.B, über den Notweg, speziell Z.G.B. Art. 694. ständiges Ersatzteillager in der Schweiz vorhanden Mot « r ab und liess den Wagen stehen. zu djirfen wird ^ ^ dieseg G(, such VQn den B( ,_ Unter der gleichen Voraussetzung kann übrigens Der sei. Der Lieferant will eich auf nichts einlassen. G f a der em S^- J f- hr vorh 1 er dl ° wollige hörden bewilligt so werden sie gut tun, auch no(. h das regierungsrätliche Fahrverbot vernünftigerweise nicht den Sinn haben, es dem betreffenden es sei ein Zufall, dass dieser selten angeforderte Revision des Wagens vornahm wurde benachnch- a Haftpflichtversichernngsgesellschaft davon Ersatzteil so lange gefehlt habe. tigt, er solle den Wagen abholen und reparieren, Liegenschaftseigentümer zu verunmöglichen, mit >mteil zu macneIlj für wie l ange diese Numseinem Auto zu seiner Liegenschaft zu fahren, Es interessiert mich, zu erfahren, wie die rechtw as auch geschah; bei der ersten Fahrt nach der mernübertra

46 - 1931 REVUE AUTOMOBILE 11 A. C. S. SEKTION LUZERN. Die Delegierten-Versammlung des Automobil-Club der Schweiz, welche am 13./14. Juni in Luzern stattfindet, verspricht für im automobilistischen Kreise ein gesellschaftliches Ereignis zu werden. Für den geschäftlichen Teil konnte in sehr verdankenswerter Weise von der Regierung der Grossratssaal erhältlich gemacht werden. Da diese Veranstaltung" dieses Jahr als eigentliches Clubfest des A. G. S. geplant ist, finden folgende gesellschaftliche Anlässe statt: Am Samstag abend im Hotel Schweizerhof ein Ball für die HH. Delegierten mit ihren Damen, sowie alle weiteren A. C. S.-Mitglieder; Sonntag mittag im Hotel Palace ein Festbankett und am Nachmittag eine Seefahrt nach Hertenstein ins Schlosshotel. Die Sektion Luzern des A. G. S. wird nichts unterlassen, um den HH. Delegierten ihren Aufenthalt in Luzern so angenehm wie möglich zu gestalten. SEKTION ZÜRICH. 2. Burgenfahrt und Alpenblumenfahrt. Für die Wiederholung der Burgenfahrt in den Aargau vom 3i. Mai 1931 hatten sich wiederum über 100 Teilnehmer angemeldet. Es scheint, dass für Veranstaltungen solcher Art, unter kundiger Führung, ein grosses Interesse bei weiten Automobilistenkreisen besteht. Als nächste Veranstaltung findet Sonntag, den 7. Juni 1931, iO'A Uhr vormittags, gemeinsam mit der Ortsgruppe Zürich der Avia. eine Filmvorführung des TJfa-Kulturtonfilms «Der gläserne Motor» statt, der bei seinen Erstaufführungen berechtigtes Interesse erweckte. Eine Wiederholung des Films ist für den Fall starken Andranges für Sonntag, den 14. Juni vorgesehen, und möglicherweise soll derselbe auch in Winterthur gezeigt werden. Die Alpenblumenfahrt ins Engadin vom 20./21. Juni, bei ungünstiger Witterung am 27./28. Juni, dürfte sich aller Voraussicht nach zu einem Ereignis besonderer Art gestalten. Die Ortsgruppe Oberengadin der Sektion Graubünden des A. C. S. wird alles tun, um den Zürcher Clubfreunden einen möglichst angenehmen und gastfreundlichen Aufenthalt zu bieten. Für den Unterhaltungsabend im Suvrettahouse steht ein vergnügtes Programm in Aussicht, und für den Sonntas: mittag ist ein grosser Picknickbetrieb am herrlich gelegenen Cavlocciosee in der Nähe der Maloja geplant. Für die am 11. Juli stattfindende Autavia sind bereits die ersten Meldungen eingegangen. Da auch Nachfrage nach einzelnen Automobilbesatzungen besteht, ist das Sekretariat der Sektion Zürich des A. G. S. gerne bereit, die Komplettierung der einzelnen Equipen (Flugzeugbesatzung) zu ermöglichen. SEKTION GRAUBÜNDEN, Ortsgruppe Ober- engadin. Die junge Ortsgruppe Oberengadin der Sektion Graubünden lädt auf 2O./21. Juni die Sektion Zürich zu sich zu Gast. Unsere Freunde aus dem «Unterland» benützen den Anlass zur Durchführung einer Alpenblumenfahrt nach dem Engadin. Und nach dem Interesse zu schliessen, das die Sache schon jetzt in der Limmatstadt gefunden, darf zweifellos mit einer starken Beteiligung gerechnet werden. Wir Engadiner unsererseits werden unsere Ehre darein legen, unsere Gäste zu empfangen, wie man es von St. Moritz erwartet und ihnen ein paar Stunden frohen, unbeschwerten Genusses verschaffen. « Alpenblumenfahrt» — schon der Name weckt das Bild des Engadins im Schmuck seiner einzigartigen Bergflora. Daneben aber harrt der Gäste ein Programm, das auch der Geselligkeit weiten Raum gewährt. Am Samstag, den 20. Juni erfolgt die Anfahrt über den Albulapass, wo die Ortsgruppe Oberengadin ihre Freunde begrüsst und in Empfang nimmt. Der Abend vereinigt die Gäste mit den Angehörigen der Ortsgruppe Oberengadin bei einem Bankett und anschliessender Unterhaltung im Suvrettahaus. Für den Sonntag haben die Organisatoren einen Ausflug nach Maloja, mit Picknick am Cavlocciosee, in petto. Wer Zeit und Lust hat, kann von hier einen Abstecher nach dem romantischen Soglio unternehmen. Der Abend führt die Gesellschaft über den Julier wieder ihren heimatlichen Gestaden entgegen. Wer jedoch noch länger verweilen und den Berglenz im Engadin auskosten will, der fährt am Montag nach dem Ofenpass und bezieht im Hotel II Fuorn Standquartier, um von dort aus den Nationalpark kreuz und quer zu durchstreifen, lr. fiufosektion Aargau. Die Geschicklichkeitsprüfung findet nächsten Sonntag, den 7. Juni 1-931, wie bereits mitgeteilt, auf der Baldegg bei Baden statt. Bei ungünstiger Witterung wird die Gymkhana auf Sonntag, den 14. Juni verschoben. Wir können Sie versichern, dass diese Veranstaltung Ihnen einige interessante und fröhliche Stunden bieten wird, und wir hoffen deshalb auf einen Massenbesuch auch derjenigen Clubmitglieder, welche unseren Veranstaltungen bis anhin ferngeblieben sind. Wir möchten höfl. ersuchen, diesen Sonntag für die Gymkhana auf der Baldegg zu reservieren. Wir bitten Sie, das in der nächsten «Automobil-Revue» erscheinende detaillierte Programm genau zu beachten. Der Vorstand. Autosektion Seeland Pfingslfahrten. Zu Pfingsten hat die Sektion Seeland zwei Ausflugsprogramme an ihre Mitglieder verschickt. Das eine nach der Ostschweiz und Friedrichshafen, das andere nach dem französischen Burgund zeigend. Beide Programme haben Liebhaber gefunden und wurden deshalb ausge? führt. Fahrt nach Buigund. Die Burgundergruppe fuhr Sonntags früh vom Seeland ab, sammelte sich in Neuenburg um 7 Uhr und fuhr von dort in Kolonne über die Grenze nach Pontarlier und von dort bis Salains, wo ein Frühstückshalt vorgesehen war. Nach gemeinsamer Fahrt mit etlichen Hindernissen traf man um die Mittagszeit in Döle ein. Nach einem sehr gelungenen Mittagessen wurde über Auxonne nach Dijon gefahren, allwo männiglich sich mit kühlem Trunk die Nachmittagshitze zu vertreiben suchte. Etwas später als programmässig wurde von Dijon weggefahren und der vorgesehene Zwischenhalt in Beaune trotz vorgeschrittener Stunde ab- CAMIONS OMNIBUS CARS ALPINS les meilleurs gehalten, um dem guten. Burgunderwein einen Besuch abzustatten. Abends 8K Uhr traf die Kolonne wohlbehalten in Chälon s. Saone ein, wo übernachtet wurde. Auf Montag war Abfahrt auf 10 Uhr vorgesehen. Der glänzende Burgunder, sowie der bei uns verbotene Pernot sorgten dafür, dass die Zeit nicht eingehalten werden konnte. Auch das Städtchen Chälon an und für sich übte eine gewaltige -Anziehungskraft auf unsere Leute aus, und so schlug denn bereits die Glocke am Kirchturm die elfte Stunde, als alles marschbereit war. In Lons-le-Saunier sorgte ein feudales Mittagessen dafür, dass die Stimmung nicht versagte. Ziemlich spät am Nachmittag wurde das liebliche Jurastädtchen verlassen, um über Champagnole direkt nach Pontarlier zu fahren. Ein letzter Bierhalt im gastfreundlichen Frankreich wurde hier durchgeführt, und die Reisegesellschaft traf sich zum Abschied in Neuenburg in der Rotond'e. Wenn auch unsere Reise über 600 km zählt und an die Fahrer gewisse Anforderungen gestellt hat, so sind doch alle mit fröhlichem Gemüt und über die Fahrt zufrieden im heimatlichen Seeland gelandet. St. Fahrtin die Ostschweiz. Sonntag morgen bei sonnenklarem Wetter besammelten sich punkt §% Uhr 7 Wagen beim Clublokal Hotel Bahnhof Lyss, zu denen sich in Ölten und Baden je noch ein Wagen gesellte, so dass wir mit 0 Wagen und 33 Teilnehmern die Fahrt antraten. Unter Führung unseres Reiseehefs, Herr Robert Meier, ging es rasch über Solothurn, Ölten, Zürich nach Schaffhausen an den Rheinfall, wo wir als erstes Ziel unserer Reise das schöne Naturwunder betrachteten. Einige Reiseteilnehmer Hessen es sich nicht nehmen, sich mit Motorboot nach dem Fels mitten im Rheinfall führen zu lassen, um im Gebrause und im Wasserstaub einen Begriff zu erhalten von der Kraft dieser Naturgewalt. Nach einem guten Mittagessen im Hotel «Rüden» in Schaffhausen besichtigten wir noch die Stadt, wobei der Besuch des Munot nicht fehlte. Ziel der nächsten Etappe war Stein a. Rhein. Hier wären wir am liebsten einige Tage geblieben, in diesem antiken, einzig schönen Ort. Unter kundiger Führung besichtigten wir das Kloster, das etappenweise renoviert wird. Was hier an Kunstschätzen aus allen Zeiten zu sehen ist, lohnt schon den Besuch. Nachdem wir hier begreiflicherweise wegen all den Sehenswürdigkeiten und nicht zuletzt wegen dem «Beerliwein», der sich auch im Hausgang gut trinken lässt, eine Verspätung im Programm erhielten, ging es nachher in ziemlich raschem Tempo bis zum nächsten inoffiziollen Halt, nach Gottlieben, in die Drachenburg. Vielen von unseren Wehrmännern steht sie von der Grenzbesetzung her in angenehmer Erinnerung. Auch wir waren dort bald in Stimmung; namentlich der Benjamin der Reisegesellschaft gefiel der Wirtin so gut, dass sie ihn bald behalten hätte.. «Die choge Berner!» Auch hier war Trennung schwer, und nur die noch zu fahrende Strecke bis zu unserem Nachtquartier mahnte zum Aufbruch. Infolge Strassenbauten erreichten wir Arbon nur auf Umwegen. Es war bald 21 Uhr, als das Nachtessen serviert werden konnte. Im Hotel «Bär» waren wir in jeder Beziehung gut aufgehoben; be- greifhcherweise durfte dies «Bärnern» gegenüber nicht anders sein. Ein Spaziergang dem schönen Quai entlang in der kühlen Abendluft, mit nachherigem gemütlichem Hock mit Schlummerbechern im schönen Garten des Hotels beendete den ersten Tag unserer Reise. Hell und klar wie der erste Tag brach auch der zweite an. Golden grüsste uns Frau Sonne überm Bodensee. Eine Dampferfahrt auf dem Bodensee bei diesen Wetterverhältnissen am frühen Morgen hinterlösst einen unvergesslichen Eindruck. In Friedrichsbafen Hessen wir uns direkt zur Zeppelinwerft führen. Jedermann war gespannt, den «Graf Zeppelin» einmal in seiner «Garage» zu seh»». Wenn man diesen Riesen mit Eleganz durch die Luft fliegen sieht, so kommt er uns gross vor. Wenn man aber das Ungetüm von 215 m Länge vor Augen hat, macht er einen titanenhaften Eindruck. Damit hatte unsere Fahrt den Höhepunkt erreicht. Nach guter Mittagsverpflegung im Zeppelin- Saalbau Rückfahrt nach Romanshorn, wo uns vom Schiff aus eine neue Attraktion geboten wurde. Romanshorn hatte Flugtag mit dem berühmten Akrobatikflieger Udet. Alles erfreute sich an den herzbeklemmenden Evolutionen dieses kühnen Fliegers. Von Romanshorn ging's nun in rascher Fahrt nach St. Gallen, nach kurzem Halt nach Zürich, Ölten, von wo wir alle wohlbehalten ca. 23 Uhr glücklich im Lokal Hotel «Bahnhof» anlangten. Nach Einnahme des obligaten Schlummerbechers gingen wir hochbefriedigt in unsere Klause. Ich möchte diesen kurzen Rückblick nicht schliessen, ohne unserem umsichtigen Reisechef, Herrn Robert Meier, zu danken für seine tadellose Reiseleitung und auch den mitfahrenden Kollegen für die flotte Fahrdisziplin während der ganzen Fahrt. J. At* den CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Die Monatsversammlung findet Mittwoch, den 3. Juni 1931, abends 8/4 Uhr, im Vereinslokal im Dji Pont, Schüteeastube, I. Stock, statt und laden wir alle unsere verehrten Vereinsmitglieder, sowie noch fernstehende Berufskollegen freundlichst ein. Es kommen zwei wichtige Abstimmungen zur Erledigung, und ersuchen wir alle Mitglieder in ihrem eigenen Interesse, an dieser Versammlung teilzunehmen. Einen zahlreichen und pünktlichen Besuch aller Kollegen erwartet der Vorstand. Verantwortliche Redaktion: Dr. Arnold Buch!. Walter Mathys. — Hugo Labhart. Telephon der Redaktion: Bollwerk 39.84 (HaHwaf >. Ausserhalb Geschäftszeit: Bollwerk 82.95. Redaktion für die Ostschweiz: Dr. Arnold Bflchl — Sprechstunden nach Vereinbarunjj mit der Geschäftsstelle Zürich (Löwenstr. 51. Telephon 37.023), AUTO-GARAGEN in Eternit nde doppelwandlg, heizbar, demontabel, seit 15 Jahren bewahrte Bauart Dinge cm Breite cm Höhe cm -Preis fc'r. Hr.l 360 240 250 800.— Hr. 2 4tO 240 2S0 1100.- Hr. 3 4J0 309 280 1200.— Hr. 4 800 300 250 1400.— PratM ab Fabrik — Lieferbar sofort — Nähere Auskünfte durch ETERNIT A.-G.. NBEDERURNEN 1O UNE VISITE DANS NOS US1NES VOÜS CONVAINCRA ARBON • BALE * MORGES * ZÜRICH Demandez la broehon: „Le nonveao moteur Saunr-Diesel pour automobiles". Ausschleifen Weber &Ci,Uster M o t o r e n f a b r i k von Zylinder- Bon rungen bis 200 mm, für Rohöl-, Schiff- und Automobil-Motoren; höchste Präzision auf neuer Kellenberger- :: :: Schleifmaschine :: :: LA MARQUE BELGE Sl REPUTlE prttente ses nouveaux modeles 1931 Voltare d« cötet par exceüence et «Tun confort exceptionnel 4 CYLINDRES - 8 OV. 6 CYLINDRES 12 CV. SUPER SPORT, 6 CYLINDRES Demandez essals aux Agencesi GEN£VE: L.MARTIN ET, 14, rue du Lac LAUSANNE: L. HUMBLET, Avenue Vulllemln ZÜRICH: W. STOCKER, 36, Gasometerstrasse BERNE: H.REICHEN, Aarberg LUGANO: A. DE FILIPPIS. Bestandteile Auburn Buiek cnevroiet sämtlicher amerikanischer und italienischer Marken, auch soleher Modelle, die heute nicht mehr gebaut werden, prompt ab Lager lieferbar. Telephonische und briefliche Bestellungen werden pünktlich ausgeführt. Telephon: Zürich 43.782, Alfredo Belladelli Ursels ZÜRICH Essex Oldsmobile Pontiae Studebaker WELLBLECH- und STAHLGARAGEN Preisliste kostenlos! Wellblech-Bauten E.VOGEL, G.m.b.H. Stahl-Tore and -Fenster Dahlbruch (VoflJ Deatxhl. Pottfach 13 Infolge Todesfall zu verkaufen MARTINI Modell T. F. mit Karosserie und Ladebrücke, 3 Seitenrahmen verschiedener Grosse. Ebendaselbst ein Panhard- Levassor geschlossen, 6pl., passend für Hotel oder Taxi. Offerten unter Chiffre 50152 an die Automobil-Revue, Bern. - 1EELIETtastwagen 1800 £g Nntriart, In tadellosem Zustande, billiir abzugeben. 48488II International Harvester Company A.-G- Hohlstrasse 100, Zürich.