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E_1931_Zeitung_Nr.052

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14 Nachklange von der 10

14 Nachklange von der 10 000-km-Fahrt. Interview mit Hans Stuber. Der schweizerische Meisterfahrer Hans Stoiber vertrat bekanntlich neben Probst, Krämer und Nieth die Schweiz bei der 10000-km- Fahrt auf glänzende Weise. Mit zwei ersten Preisen kehrten die erfolgreichen Schweizer von der grossen Fahrt heim. Ein Telephonanruf bei Hans Stuber überzeugt mich, dass der Weitgereiste mich gerne empfangen will, und ich spurte denn sofort los, tausend Fragen auf der Zunge. Den leisen Seufzer, mit dem mich Stuber in seinem Bureau empfängt, nehme ich ihm nicht übel. Durch das Fenster glüht hochsommerliche Hitze, nicht ganz geeignet für ein Frage- und Antwortspiel. Sein Gesicht verzieht sich zu einem verstehenden Lächeln, wie ich im Schweisse meines Angesichtes mich nach seinen Eindrücken erkundigen will. Er hat Erbarmen mit einer durstigen, ausgetrockneten Reporterseele, und unser Gespräch entspinnt sich erst bei einem kühlenden Trunk im Schatten des Hauses. Sein von der Sonne mancher Länder in .den letzten Wochen gebräuntes Gesicht erinnert an seine grosse Reise. Ich kann nicht umhin, seine Hände heimlich zu betrachten, die ein Automobil in kurzer Zeit 8000 km leiteten! (Denn Stuber fuhr den grössten Teil der Strecke selbst.) «Die 10,000-km-Fahrt? Was soll ich Ihnen sagen? Das ganze grosse Ereignis liegt mir noch zu nahe, als dass ich es heute schon gerne sezieren möchte. Eines muss ich sogleich sagen: Es war schön, wahrhaft schön und interessant, es war unvergesslich! 10,000 km Europa sind eben doch etwas, denken Sie die stete ungeheure Folge von Bildern, der filmartige Wechsel von Eindrücken, die Menschen, Häuser, Orte, Landschaften, Flüsse, deren Eindruck immer wieder neu wirkt. Ich bin in jeder Beziehung mit der Veranstaltung TRIANGLES OFFICIELS DE SIGNA- LISAT ION ROUTlERE FLECHES D'ORIEN. TATION Sp Poteaux indicateurs sehr zufrieden, ja, ich muss sagen, ich bin froh, sie erlebt zu. haben. Sie meinen, das Interesse für die neuen Länder und Menschen wäre durch das gerade krankhafte Bestreben, nur vorwärts zu kommen und zu fahren, stark reduziert worden? Stimmt nicht, hier bewährte sich eben die gute Formel der 10,000-km-Fährt! Es waT keine Rekordfahrt auf Hals- und Beinbruch, sondern eine eigentliche touristisch organisierte Manifestation, deren Hauptzweck keineswegs darin bestand, so schnell wie möglich an einem neuen Orte zu landen. Der geforderte Durchschnitt war leicht zu halten und eventuelles Pech musste stoisch ertragen werden. Es lässt sich nicht genug Lobendes saigen über die Organisation des A. v. D., die ganze grosse Maschinerie funktionierte ausgezeichnet Allerdings, die jahrelangen Vorarbeiten waren phantastisch gross, und ich glaube, der Umfang dieser Veranstaltung wird es auch unmöglich machen, schon in absehbarer Zeit wieder eine 10,000-km-Fahrt durchzuführen. » «Jedenfalls aber haben Wagen und Fahrer den Beweis erbracht, wie viel sie zu leisten vermögen. Waren Sie nicht erstaunt über den kleinen relativen Prozentsatz an Aus- sehen, wenn ich die Urwüchsigkeit und teilweise Primitivheit dieser Leute sah; zu komisch wirkten beispielsweise in Portugal die fällen? » «Durchaus nicht! Ich erwartete im Ge-primitivegenteil von Anfang an einen grossen Erfolg. Welt ist dort auf Eseln, Esel waren die «Ver- Grenzpassierstellen. Die ganze Sie dürfen die Leistungsfähigkeit des heu-kehrsvehikel»tigen Automobils nicht unterschätzen. Alle ten. Spanien ist jetzt wieder ruhiger; als denen wir auszuweichen hat- Wagen hielten die 10,000 km spielend aus; Automobilist muss ich noch die wunderbaren Autostrassen in diesem Land erwähnen, wenn es Zwischenfälle gab, waren daran meistens die Fahrer schuld, die ihren Wagen die alles übertreffen, was man schon gesehen hat. Ganze lange Gegenden sind von nicht die nötige Sorgfalt schenkten. > « Doch nun, war es denn nicht eine riesige diesen herrlichen Strassen durchzogen. Anstrengung für die Fahrer? > Uebrigens, als wir nach Italien kamen, drängte sich mir sofort der Eindruck auf, «Ich möchte das nicht behaupten! Jedenfalls war es nicht unmöglich, die Anstren- dass man hier gewaltige Anstrengungen mache, um die Strassen im ganzen Lande auszubauen. Ueberall wird gearbeitet und korgungen der Fahrt auszuhalten. Man fuhr eben drauflos, konzentrierte sich mehr aufs rigiert. Fahren. Allerdings musste man schon an alle die physischen Anforderungen einer langen Ganz neue Eindrücke holten wir wieder in Fahrt im Auto gewöhnt sein, um nicht ein Jugoslawien; auch hier interessierte uns der Fiasko zu erleben. Sie wohnen eben sozusagen für lange Tage nur noch auf der Land- Fahrten über viele lange Strecken, durch un- Uebereinklang zwischen Land und Volk. Die strasse, das Auto wird zum Essraum, zum fruchtbares Land, das still und öde liegt, Schlafzimmer, alles geht vor sich, während hatten dort auch wieder ihre Reize. Stark man Kilometer um Kilometer, Ort um Ort, von diesem Land stach dann wieder das rege Land um Land durchquert. Sie staunen? Ich habe jeweils im Auto sehr gut geschlafen, wegen der Hitze waren wir ständig im Badekostüm, und da machte ich mir im Fond des Wagens ein Plätzchen zum Schlafen zurecht. Meistens waren mein Teamkollege Boillot und ich zusammen, von den andern Wagen sahen wir jeweils von einem Start zum -andern nichts mehr. Spannend waren die Starte in den verschiedenen Städten, wenn man sich umsah nach den Ausgebliebenen, denen das Glück nicht günstig gesinnt war!» «Das Erlebnis der Fahrt waT sicher sehr gross? » «Ich glaubte nie, dass es möglich sein werde, derart genussvoll eine solche Fahrt zu erleben. Wenn Sie etwa vermuten, unsere BERN Belpstrasse 24 AUTOMOBIL-REVUE 1931 — N° 52 ganze Aufmerksamkeit sei von den ewigen Strassen in Anspruch genommen worden, so irren Sie sich. Wir waren ebensogut Tourenreisende, die neue Länder, neue Menschen kennen lernen wollten. Die erste Etappe Berlin-Saarbrücken-Genf führte ja nicht durch so fremdartige Gebiete, dass ich Ihnen davon erzählen musste. Aber schon die Reise Genf-San Sebastian brachte neue Eindrücke, und vollends gross wurde unsere Freude, als wir Spanien und Portugal durchfuhren. Die Eigenart Portugals vor allem hat mir sehr grossen Eindruck gemacht Welch seltsames neues Leben sich auftat! Manchmal glaubte ich, einen Wildwestfilm zu Auto-Elecfric-Service C SCHAEFER pulsierende Leben ab, das in Ungarn uns begegnete.» «Wie empfing man Sie in den verschiedenen Ländern?» «Wir 10,000-km-Fahrer wurden auf unserer ganzen Reise stets ganz hervorragend gut empfangen. Das begann schon in Saarbrücken und ging so weiter bis wieder nach Berlin. Es ist mir fast unmöglich, Ihnen ohne weiteres alle die Annehmlichkeiten zu erwähnen, die man uns erwies. Wenn wir ankamen, empfingen uns die Funktionäre der Kontrolle; man stellte uns prachtvolle Räumlichkeiten zur Verfügung, verwöhnte uns mit feinstem Essen und Trinken, bot uns Badegelegenheiten, Schlafmöglichkeiten, überschüttete uns buchstäblich mit Blumen, und wenn man die Stadt sehen wollte, standen einem liebenswürdige Cicerone rnr Verfügung. Es war tatsächlich geradezu phantastisch, was man uns anbot. Gegenüber den eher pompösen Empfängen in den andern Ländern stach die demokratisch einfache und schlichte Art der Schweiz beim Empfang in Genf ab. Ich kann Ihnen nur einzelne Beispiele der Liebenswürdigkeit unserer Gastgeber nennen: In Portugal standen deutschsprechende Leute zur Verfügung; überall waren Wegweiser aufgemacht ; als wir die italienische Grenze überschritten, empfing uns neben den Kontrolleuren als ersten Gruss der noch kommenden Ueberraschungen ein gallonierter Page, der jeden Fahrer mit Blumen beschenkte, und so ging Empfang um Empfang in Glanz und Schönheit vorbei. Ganz unglaublich gross wurde die Begeisterung in Jugoslawien. Die ganze lange Strecke, die wir zu fahren hatten, war von Zeit zu Zeit mit Pfeilen abgesteckt und an den Wegkreuzungen standen nachts Einwohner mit brennenden Lampen und wiesen uns den Weg. Das Volk jubelte uns überall zu; unter Triumphbogen mussten wir einziehen, und ich glaube, wenn ich alle die Blumen, die ich in Jugoslawien erhielt, hätte nach Hause nehmen wollen, ich hätte drei Wagen dazu gebraucht! Nicht zu vergessen auch die vornehme Art, wie man uns in Berlin auf die Reise schickte und wieder empfing. Die 10,000-km-Fahrt war tatsächlich sehr, sehr schön! Zu diesem guten Eindruck, den ich von ihr aufbewahrt habe, gehört natürlich auch, dass ich nie irgendwie Pech hatte. Die grösste Gefahr, der manche erlagen, am Volant einzuschlafen, ist uns nicht begegnet Einmal, kurz vor Rom, bemerkte ich im Halbschlummer von meinem «Schlafzimmer» aus, wie mein Beifahrer einnicken wollte und gefährlich gegen eine Kutsche zusteuerte. Gut bewältigten wir auch den gefürchteten Katschberg, den manche Fahrer rückwärtsfahrend erledigten. Kennen Sie seine Steilheit? Sie beträgt nicht weniger als 26 Prozent! Oft war er uns auch möglich, kulturell etwas zu erhaschen; so besuchte ich mit Boillot mehrere Museen der verschiedenen Orte, in denen wir uns aufhielten.» Stuber war ganz ins Erzählen geraten, doch oft riefen ihn dringende Geschäfte für kurze Zeit weg. Mechaniker kamen und fragten; Stubers Rennwagen für den Gurnigel wurde genau geprüft. Telephone schrillten. Die Arbeit erlaubte es Stuber nicht, länger in angenehmen Erinnerungen zu verweilen. Aus dem Europabummler wurde wieder ein tätiger, tüchtiger Geschäftsmann. bo. ZÜRICH Gutenbergstrasse 10 DI8QUES DE SIGNA. 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BN° 52 — 1931 AUTOMOBIL-REVUE 15 Sportlich« Grosser Preis von Frankreich. Equipe Chlron-Varzi (Bugatti) Sieger. (Tel. unseres Sonder-Korrespondenten.) Der Grosse Preis von Frankreich, der am Sonntag auf dem Autodrom von Montlhery ausgetragen wurde, wuchs sich zu einer der gewaltigsten Autosportanlässe der ganzen Saison aus. An dem Zehnstunden-Rennen nahmen beinahe alle bedeutenden internationalen Fahrer teil. Um 8 Uhr morgens gab der französische Unterstaatssekretär für öffentliche Arbeiten, M. Qaston Gerard, den 23 Wagen den Start frei. Unter infernalischem Lärm schössen die Wagen davon, an der Spitze Fa'gioli auf Maserati. Doch schon nach der vierten Runde bemerkte man, wie Chiron unheimlich aufholte, und tatsächlich schob er sich mit rasender Geschwindigkeit an die Spitze vor. Das Publikum, das sich zum grossen Teil aus Parisern zusammensetzte, die durch einen tadellos funktionierenden riesigen Omnibusdienst nach Montlhery geführt wurden, geriet in ständig steigende Spannung. Nach 350 km führte Chiron immer noch vor Campari, Fagioli, Nuvolari, Minoia. Varzi, der Chiron ablöste, holte weiter mächtig Zeit auf. ständig vergrösserte sich die Distanz zwischen den Verfolgern und dem siegreichen Bugatti nn der Spitze. Um Mittag, als auf den Tribünen und längs der Rennstrecke entlang ein gemütliches Tafeln anhob, lag Varzi — vier Stunden nach Beginn — mit 526 km weiter an der Spitze. Hinter ihm folgte Dreyfus-OheTsi mit 518 Kilometern. Nach dem « Mittagessen» des Publikums, das sich langsam auch anderen Dingen zuwandte und über den monotonen Lauf des Rennens unzufrieden zu werden schien, setzte sich Chiron wieder an Varzis Platz, und darauf hüben neue spannende Kämpfe an. Schon waren mehrere Fahrer ausgeschieden und sahen mit betrübtem Gesicht dem Rennen zu. Gleich zu Beginn schieden Scott-Payne (Delage) aus, sodann fielen auch die Mercedes-Fahrer Tvanmvsky- Stoffel und die Bugatti-Fahrer Lehoux-F.tancelin aus. Später musste auch Fagioli aufgeben, zum allgemeinen Bedauern, denn ein Teilnehmer des unheimlich scharfen Duells Italien-Frankreich war nun weniger. Plötzlich sah man auch Caracciola müssig vor den Boxen stehen, auch er verzichtete auf weitere Teilnahme. In der Hälfte des Rennens •führte- Ghirört immer ttoch "sicher; hinter Ihm' folgten die beiden anderen, glücklich' an die Spitze vorgekommenen Bugatti-Fahrer Bouriat-Divo mit einer Runde Rückstand. Von den 23 Gestarteten lagen noch 17 im Rennen. In den nächsten Stunden gelang es Nuvolari-Minozzi auf Alfa Romeo wieder etwas vorzudrängen: sie rutschten glücklich auf den dritten Platz, als Williams-Conelli (Bugatti) ausfielen. Weitere Ausscheidungen wurden gleich darnach bekannt von Eminente - Bourlier (Bugatti), Arnoux - Fourny (Bugatti) und Grimaldi-Burgait (Bugatti). Den lOOOsten Kilometer erreichten Chiron- Varzi, denen nie schwerere Pannen lange Verzögerungen bereiteten, in 7 Std. 45' 2", nach ihnen folgten Divo-Bouriat (Bugatti) und Campari-Borzacchini (Alfa Romeo). Das Rennen ging dem Ende zu. Weitere Ausfälle dezimierten noch mehr die Zahl der noch kreisenden Konkurrenten. In der letzten halben Stunde ereignete sich noch eine kleinere Sensation. Divo-Bouriat blieben plötzlich aus. Ein Unfall? Sie erlitten «nur» eine schwere Panne, aber weiss Gott doch bitter genug für die Fahrer, die nun ausfielen. Nun war für Campari die letzte Chance gekommen, seine intellektuell überlegene Fahrweise anzuwenden. Trotzdem Chiron- Varzi sehr gemessen kreisten, da sie keine Lust hatten, noch in letzter Minute das gleiche Schicksal wie ihre Stallgenossen zu teilen, beendeten sie vor Campari als Erste das Rennen. Ein ungeheuerliches Beifallsgebrüll empfing sie, Blumen fielen auf sie nieder, und die begeisterten Franzosen trugen sie auf den Schultern davon. Es war ein ausserordentlich spannendes und schönes Rennen, das grosse Eindrücke hinterliess. Die Resultate : 1. Chiron-Varzi (Bugatti) 1258,825 km (Stundenmittel 125,822 km). 2. Campari-Borzacchini (Alfa Romeo) 1215,122 km. 3. Biondetii-Parenti (Maserati) 1187,535 km. 4. Birkin-Eysion (Maserali) 1186,763 km. 5. Sinechal-Freiet (Etoile Ailee) 1142.558 km. 6. Minoia-Zehender (Alfa Romeo) 1126,167 km. 7. Divo-Bouriat (Bugatti) 1125 km. 8. Dreyfus-Ghersi (Maserati), 1108,279 km. 9. Ferrant-Rigal (Peugeot) 1070,508 km. 10. Pesafo-Felix (Alfa Romeo) 1056,538 km. 11. Nuvolari-Minozzi (Alfa Romeo) 1050 km. 12. Lord Howe-Lewis (Bugatti) 975,938 km. (Ein eingehender Bericht unseres Montlhery-Sonderkorrespondenten folgt in nächster Nummer.) ¥• C. S. Qutosektion Airqau. Ausfahrt nach Fürigen. An die Mitglieder des TC.S. der Sektion Aargau sowie Freunde und Gönner ! Wir haben Ihnen bereits in der letzten Nummer der «Aulomobil-Revue» angezeigt, dass die drille im Sportprogramm 1931 vorgesehene Ausfahrt, stattfinden wird, und zwar am nächsten Sonntag, den 28. Juni narh dem wunderbar gelegenen Kurhaus Hotel Fiirigen oh Stansstad. Nachstehend das Programm für diese Tour : 8.30 Uhr' Sammlung beim Hotel «Löwen» in Beinwil am See. 9 Uhr' Fahrt über Reinach, Menziken nach Münster 9.30 Uhr- Besichtigung der Radio-Sendeanlage Beromünster unter kundiger Führung. 10.30 Uhr- Fahrt über Hildisriedcn nach Luzern und Stansstad-Fürigen. 11.30 Uhr: Ankunft beim Strandbad Hotel «Fürigen» und Parkierung der Wagen in der 'Seebucht. Eis können hier zirka 35 Wagen parkiert werden. Wird die Teilnehmerzahl grösser, so hat eine Anzahl Wagen ohne weiteres zum Hotel zu fahren," wo ebenfalls 40 Autos parkiert werden können. -Diese,-AagÄlegänheii^wird dAna ia--Beinwil-^jwÜfc definitiv geregelt. '""-, * " r ~ Fahrt mit der elektrischem Drahtseilbahn na«h dem Hotel für diejenigen, welche in der Bucht parkieren. Diese Bahnfahrt ist sehr interessant, weist sie doch bis 73% Steigung auf. Diejenigen, welche direkt zum Hotel fahren, zweigen in Stansstad na^h rechts ab bis zur Wegtafel Bürgenstock in die Slrasse links und fahren auf guter Bergstrasse zum Hotel. 12.30 Uhr- Mittagessen im Hotrl «Fiirisen» oder nach Belieben Piokniik in nächster Umgebung Nach dem Kaffee auf der Hotelterrasse gemütliche Unterhaltung und Tanz im grossen neuen Saal bei flotter Orchestermusik, event. auch Strandbadbelustigung. 17 Uhr- Abfahrt über Luzern, Gham, Knonau nach Affoltern a. A. 18.30 Uhr: Verabschiedung in der «Arche» in Affoltern und freie Heimfahrt über Dietikon, Baden oder Bremgarten. Besondere Bestimmungen:'Bei zweifelhaftem Wetter geben die Telephonzentralen Baden, Brugg und Aarau Auskunft, oh die Tour ausgeführt wird, urid zwar am 28. Juni von 7—8 Uhr Diejenigen, welche am gemeinschaftlichen Mittagessen im Kurhaus Fiirigen teilnehmen wollen, haben sich bis Samstag, den 27. Juni, abends 8Uhr heim Tourenleiter, Gemeindeischreiber Berner, Et.- Baden, schriftlich oder telephonisch anzumelden. Tel. Baden 831 oder 352. Während der Fahr! darf nicht vorgefahren werden. Das Tempo ist so gewählt, dass dies auch nicht nötig ist. Die Abstände sollen gross. aber nicht übermässig sein, damit die Fühlungnahme nicht verloren geht. Wer vorfahrt, verfällt in eine Busse von Fr. 2.— zugunsten der Vereinskasse. In der Radioseiideaiilagc ist jegliches Berühren der Maschinen, Apparate, Antennentürme etc.. weil lebensgefährlich, verboten. Die Verwaltung wie auch die Tourenleitu.ng lehnen jede Verantwortung ab. Also «Grüss Gott» und auf Wiedersehen am nächsten Sonntag! Alle sind willkommen. Stimmung mitbringen. Ennetbaden, den 21 Juni 1031. Namens der Sportkommissicin: Der Tourenleiter. Autosektion St. ~a!len-Aooen7ell Gruppe Hinterland. Fahrt nach Voralp. Laut unserem Gruppenprogr.amm findet am 2 8. Juni 1931 unsere Fahrt nach der Voralp .statt. Besammlung aller Teilnehmer morgens 8 Uhr auf dem Obstmarkt. Abfahrt präzis 8 Uhr 15. Freie Hinfahrt bis Grabs. Treffpunkt auf dem Dorfplatz Grabs, genau um 11 Uhr Besammlung und in Kolonnenfahrt ab 11 Uhr vom Dorfplatz Grabs über Grabscrbcrg nach der Voralp. Daselbst im Kurhaus Voralp gemeinsames Mittagessen (Menue: Suppe, 2 Fleisch, Gemüse und Dessert, Fr. 3.50 p. P.). Gondelfahrt, Baden im Voralpsce. (Badekostüm nicht vergessen.) Zirka 16 Uhr 30 Abfahrt über Wildhaus, Wattwil (Halt), Schöncngrund, Wald nach Hause, zirka 150 km. Die Strassen sind fast durchwegs gut. Grabserberg-Voralp etwas schmäler, steil, aber gut befahrbar für jeden Wagen, nur muss in Kolonnen gefahren werden ab Grabserberg bis Voralp. Bei zweifelhafter Witterung gibt Tel. Nr. 5 Hensau Auskunft am 28. Juni (bzw 5. Juli) ab morgens 7 Uhr 30 über Abhaltung oder Nichtabhaltung. Wir laden Sie und Ihre lieben Angehörigen freundlich zu dieser genussreichen Voralpentour ein. Das bestbekannte Kurhaus, mit seiner renommierten Küche, zu zivilen Preisen, oben am Voralpsee, wird Ihnen ein schmackhaftes Z'Mittag servieren. Wir erwarten einen schönen Aufmarsch, bitten auch diejenigen Mitglieder mitzukommen, die bis heute unseren Veranstaltungen ferngeblieben sind, es soll ein flotter Tag werden, froh, gemütlich, und ein wenig sennisch im engen T. C. S.-Kreise. Also auf nach der Voralp am 28. Juni. Bringen Sie Humor mit, bitten aber auch, zur Abfahrt pünktlich zu erscheinen. Am Morgen werden vor der Abfahrt die Anmeldungen für das Mittagessen entgegengenommen. Der Gruppen-Vorstand. Auto-Sektion Waldstätte. Fahrt in die Freiberae. Sehr geehrte Damen und Herren ! Der Vorstand der Autosektion Waldstätte gestattet sich, Ihnen mitfolgend das Programm der von der Generalversammlung beschlossenen Fahrt in die Freiberge zu unterbreiten. Diese wurde auf 27 und 28. Juni a. o. festgesetzt mit Stari bei : unserem Glublokal,-Hotel .«üaweb in Luzern, Samstagmittag 12 Uhr 3fj. Wie Ihnen bereits bekannt ist, musste diese Fahrt letztes Jahr wegen schlechter Witterung verschoben -werden. Es schien daher gegeben, der freundlichen Einladung unserer welschen Club- Les Brenets und- zum Saut du Doufos gemacht werden Ḣerr Hans Güdel, in -Firma Ferrier. Güdel & Co., wird mit Werkzeug ausgerüstet die Fahrt als Glubmechaniker mitmachen. LMe Clubfahrt wirr! nur ausgeführt bei genügender Beteiligung und bei einigermassen gutem Wetter. Anmeldungen für die Teilnehmer sind möglichst frühzeitig .spätestens aber bis Mittwoch, den 2'i Juni an den Präsidenten (Telephon Nr. 2500) oder an HHS Sekretariat, Schwanenplatz 8, Schweizer Kreditanstalt (Telephon 4444) zu richten. Wir hoffen gerne, dass die Mitglieder sich an dieser prächtigen Fahrt recht zahlreich beteiligen werden, und begrüssen Sie mit Touringgruss. Stammtischfahrt. Am 2. Juli findet eine Stammlisdifahrt nach Sempach statt zu unserem Mitglied Joseph Schärer zum «Winkelried» Namens des Vorstandes, der Präsident: 0. Helmliu. SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL. Schwarzwaldfahrt. Die dreitägige Schwarzwaldfahrt vom 30. Mai zum 1. Juni hat bei den nahezu 50 Teilnehmern schönste Erinnerungen hinterlassen. Der Samstagmorgen, an dem programmässig die Wagen startbereit, Effekten und nicht zuletzt auch der Humor, der für solches Reisen ebenso unerlässlich ist, reisefertig warteten, versprach gute Laune auch beim Wettormacher. Die Teilnehmer trafen in Donaueschingen erstmals zusammen. Unter liebenswürdiger Führung eines Vertreters des dortigen Verkehrsvereins wurden die kunsthistorischen Sammlungen des Fürsten von Fürstenberg besucht. Nach dieser -geistigen Erlabung folgte die Befriedigung kulinarischer Bedürfnisse im Hotel Schützen zu Donaueschingen. Mit den gastronomischen Fähigkeiten des Hoteliers waren alle Teilnehmer recht zufrieden. Nun ging's am frühen Nachmittag hinein in die beschauliche Stille des Schwarzwaldes. Aus Tannen- und Buchenwäldern kommt erfrischende Luft, und abwechslungsreich führen prächtige Strassen über Hügelzüge und gemächlich fließenden Bächen entlang. Oft abseits von der Slrasse grüssen auf sonniger Anhöhe die behäbigen Schwarzwälder Bauernhäuser, die in Linie, Farbe und Eigenart so recht der Landschaft angepasst sind. Auch der Schwarzwald, den Römern als Mons Abnoba bekannt, hat seine Romantik, wenn auch keine Kontraste der Natur, wie wir sie aus unsern Oebirgskantonen kennen, anzutreffen sind. Wir haben hier ein typisches Waldgebirge mit idealen Vorbedingungen für den Slrassenbau. Dort, wo sich der Wald lichtet, ist eine Häusergruppe oder gar ein Dorf entstanden, und wo der Raum dazu zu klein war, wenigstens eine Sagemühle, die den Reichtum des Schwarzwaldes zu verarbeiten hat. Es sind Landschaftsbilder, die an Hans Thoma erinnern und die uns der schwäbische Märchendichter Hatiff schon in der Kindheit nahebrachte. In demFremdenkurorl Freudenstadt warRast vorgesehen, und im Waldeckhotel verbrachte die Gesellschaft einen sehr animierten Abend mit Tanzmusik und Gesellschaftsspielen. Unterkunft und Verpflegung machten dem Besitzer des Waldhotel alle Ehre. Frisch und unternehmungslustig wurde am Sonntagmorgen die kurze Fahrt nach Baden-Baden angetreten. In" Peters Bad-Hotel zum Hirsch in Baden-Baden war die Schweizer Flagge gehisst. denn hier war für die Teilnehmer vorgesorgt worden für die Mahlzeiten und Logis. Es sei gleich bemerkt, dass auch hier alles in bester Ordnung war. Nach dem gemeinsamen Mittagessen, wie man es in einem welt- freunde dieses Jahr Folge zu leisten. Aus der berühmten Kurort erwarten darf, zogen einzelne Routenzusammenstellung werden Sie ersehen, dass Gruppen aus zur Besichtigung der Parkanlagen, der Spielsälc im Kurhaus und nahmen Eindrücke mit aus dem Kurbetrieb, der allerdings den erwünschten Höhepunkt noch bei weitem nicht erlangt, haben soll. Die Laune des Wettermachers begann verdriesslich zu werden, so dass bequeme Lokalitäten aufgesucht wurden. Der Abend verlief dann in gemütlicher Unterhaltung Nach einem vornehmlich für die Fahrzeugleriker ruhigen Tag konnte am Montag die Heimreise über das schöne badische Freiburg angetreten werden. Von hier durch das Höllental nach dem Titisee gelangt, speiste die Gesellschaft im Schwarzwaldhotel und verbrachte dann noch einige gemütliche Stunden bevor die Weiterfährt die Geschlossenheit wieder auflöste. es sich hier um eine sehr schöne Tour handelt und dass wir die Strassen so gewählt haben, dass weder an die Fahrer noch an die Wagen grosse Anforderungen gestellt werden. Mit Ausnahme der Route des Alpes (11 krrO von Neuenburg bis nach La Ghaux-de-Fonds. welche eine Steigung von 10% aufweist, dürfte fast die ganze Fahrt im direkten Gang bewältigt werden. Da bezüglich Unterkunft und Verpflegung mit verschiedenen Hotels Verhandlungen schwebend sind, werden wir jedem angemeldeten Teilnehmer noch eine genaue Orientierung über die Fahrt bzw. über die Hotels usw. zukommen lassen. Jedenfalls können wir Sie versichern, dass Sie gut aufgehoben sein werden lind dass die gesamten Kosten für die beiden Tage pro Person inklusive Garage auf maximal Fr. 17 bis 20 zu stehen kommen werden; denn hieran leistet die Clubkasse eine Subvention von Fr. 10 pro Wagen. Auf allgemeinen Wunsch könnte am Sonntagmnrgen noch ein Abstecher nach Ä. C. $. CAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH. Nächste Monatsversammlung findet statt. Mittwoch, den 1. Juli. Nähere Angaben folgen in Nr 53. 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