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E_1931_Zeitung_Nr.052

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16 AUTOMOBIL-REVUE

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Bern, Dienstag, 23. Juni 1931 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 52 10 Gebote für Autotouristen In dem sehr originell zusammengestellten Rund-Tourenbuch, von München ausgehend, hat Dr. Felix Simon seinen Lesern auch ein paar nette Anstands- und Nützlichkeitslehren mit auf den Weg gegeben. Der Verfasser leistet damit nicht nur allen Automobilisten, sondern auch dem Publikum einen guten Dienst, wenn die nachstehenden 10 Gebote vielen zur Berücksichtigung ans Herz gelegt werden: 1. Rücksichtnahme auf die Mitmenschen ist das erste und oberste Gebot jedes anständigen Automobilisten. 2. Richte deine Fahrgeschwindigkeit so ein, wie du es vor deiner Fahrtechnik verantworten kannst und wie es der Eignung deines Fahrzeuges entspricht; der schneidigste Fahrer ist nicht immer der beste. Jedenfalls sollst du weder so schnell fahren, dass die Sicherheit leidet und Passanten gefährdet werden, noch in belebter Strasse so langsam, dass du verkehrshindernd wirkst. Hupe nicht unnötig, aber lass dich anderseits nicht durch irgendwelche Antilärmbewegung im Gebrauch deines Warnungssignals beirren, denn die Verantwortung lastet nur auf dir und keiner kann sie dir abnehmen. 3. Gib bei Begegnungen auch auf breiter Strasse genügend und rechtzeitig seitlich Raum und veTlass dich nicht auf den Führer des entgegenkommenden Wagens. Von einem Zentimeter Strassenbreite kann das Schicksal beider Fahrzeuge und das Leben sämtlicher Insassen abhängen. 4. Du musst nicht jedes vor dir befindliche Qefährt um jeden Preis überholen. Ist aber dein Vehikel das schnellere, so überhole nach entsprechender Zeichengabe rasch und ohne zu schneiden. Wirst du aber von einem schneller fahrenden Motorrad eingeholt, so halte dich seitlich und gib einwandfrei zu verstehen, wann es passieren kann. Während des Ueberholtwerdens sein eigenes Tempo zu beschleunigen ist eine gefährliche Unsitte, die schon viele Opfer gefordert hat. Versuch« niemals, an einem vor dir fahrenden Wagen, der Richtungswechsel anzeigt. yorbeizuwischen. Ueberzeuge dich, dass dein Fahrtrichtungsanzeiger nach vollzogener Schwenkung nicht in falscher Stellung verbleibt. 5. Blende Sei nächtlicher Begegnung beizeiten vollständig ab. Irritiere aber nicht deinen Gegenfahrer, schon lange bevor du in das Licht seines Scheinwerferkegels gelangt bist, durch unnötiges Blinken. 6. Siehst du an deinem Wege jemand, der FEUILLETON tz Der Roman eines Walfhtmdes. Von H. G. Evarts. (Verlag Geoiu Müller, München.) (Fortsetzung ans dem Hauptblatt.) In der Hütte wartete Blitz unruhig, bis ihm die regelmässigen Atemzüge verrieten, dass das Mädchen eingeschlafen war. Er richtete sich auf den Hinterbeinen auf und stemmte seine Vorderpfoten gegen die Wand neben der Tür. Sie war mit einem Balken verriegelt, dessen eines Ende sich um einen hölzernen Zapfen drehte. Blitz packte den Riegel mit seinen Zähnen, riss ihn zurück und die Tür öffnete sich nach innen. Das Gepolter des schweren Balkens schreckte das Mädchen aus dem Schlaf. «Blitz!» schrie sie. Doch schon war er fort. Lautlos glitt er den Hang hinab, wie ein grauer Schatten huschte er zwischen den Bäumen hin. Ohne Aufenthalt eilte er geradeaus der Stelle zu, die der Schauplatz seines nächtlichen Kampfes mit Bettys Bedrängern gewesen war. Die Erinnerung an diese nebelfeuchte Nacht war noch so lebendig in ihm, dass er unwillkürlich diesen Ort als Ausgangspunkt seiner Suche wählte. Rasch umkreiste er ihn. Hier war keine einen Reifenschaden oder eine Panne hat, so fahre nicht hohnlachend vorüber; wer weiss, ob dich nicht an der nächsten Kurve das gleiche Malheur trifft. Ist seine Ratlosigkeit offensichtlich, so biete deinen Beistand an oder hole — falls du selbst nichts von dem Schaden verstehst — anderweitig Hilfe herbei. Selbstverständliche Menschenpflicht gebietet, verunglückten Fahrern beizustehen; sind aber schon ausreichend Helfer zugegen, so vermehre nicht unnötig die Zahl der müssigen Gaffer. 7. Hast du einen Zusammenstoss mit einem anderen Fahrzeug erlitten, so wisse, dass sicher'einer, oft aber auch beide Fahrer die Schuld tragen. Sei bei der nötigen Auseinandersetzung ruhig und höflich. Durch Flüche. Beschimpfungen und Beleidigungen ist noch kein eingedrückter Kotflügel wieder ausgebeult worden. Autoflucht nach einem Unfall ist verwerflich und überdies strafbar. 8. Uebe Vernunft beim Parken u. stelle dein Fahrzeug nicht unmittelbar an Ecken oder in enger Strassenpassage auf, sonst bist du der Leidtragende. Nimm Rücksicht auf jeden schon vor dir am Parkplatz befindlichen Wagen. Was würdest du sagen, wenn dir die Abfahrt von der Parkstelle durch nach dir gekommene, meistens verschlossene Fahrzeuge verstellt und unmöglich gemacht ist? 9. Schone die Tierwelt! Ueberfahre ohne Zwang kein lebendes Wesen, sei es nun ein täppischer Hund, ein in deinen Scheinwerferkegel geratenes Stück Wild oder auch nur ein armseliges, herumfiatterndes Huhn. Sie alle haben die gleiche Freude am Dasein und das Rcht zu leben genau wie du. * 10. Bilde dir nicht ein, dass nur du ein Fahrzeug richtig lenken kannst und sprich nicht verächtlich über die Fahrkunst anderer. Renommiere nicht mit den Leistungen deiner Maschine, man glaubt dir doch nicht, dass du mit ihr eine 20prozentige Steigung ohne zu schalten im 70-km-Tempo nimmst. Tue nichts, was das Motorfahrzeug in Verruf bringen könnte, und denke immer, sobald du die Hand ans Lenkrad legst: « Sicherheit vor altem ! » Motiv vom Vierwalds tättersee mal,- wenn man seinen Wagen verkaufen will... Und der Mensch? Er kommt immer schlecht weg, verglichen mit der Maschine. Volkswirtschaftlich gedacht — und wer denkt nicht volkswirtschaftlich? — ist die Maschine mehr wert als der Mensch. .Ist die Maschine kaputt, kostet ihre Neuanschaffung viel Geld; ist der Mensch kaputt, bieten sich Ich lasse mich hundert für einen als Ersatz. „generalüberholen " Ich möchte es einmal in meinem Leben so gut haben wie ein 25-PS-Wagen, der generalüberholt wird. Einmal nur möchte ich, wie Von Hans Natonek. Wenn ein Auto einige Jahre brav gelaufen jener, gründlich auseinandergenommen, untersucht, gereinigt und frisch geölt werden. ist, lässt man es in die Werkstatt fahren und « generalüberholen •», damit es wie neu wer-Teilede. Das ist man seinem Motor schuldig, zu- setzt, Düsen, Gewinde und Ventile liegen die nichts mehr taugen, werden er- or- Spur von Menschen! Ohne zu zögern jagte er weiter, bis er nach vielem Umherstreifen an ein Flüsschen gelangte, dem er aufwärts folgte. Als es sich gabelte, hielt er sich an den östlichen Arm, der ihn schliesslich zu einer Kuppe führte. Dort machte er halt und überlegte. Er kannte die Gewohnheiten der Menschen, die am liebsten in Tälern in der Nähe des ans Ende verfolgt. Ihm mangelte die Beharrlichkeit des Vorsatzes, die nur dem Menschen eigen ist. Einer andauernden Konzentration war er nur dann fähig, wenn die elementarsten Naturtriebe in ihm erwachten. Wenn ihn der Hunger plagte, konnte er unermüdlich jagen, bis seine Gier gestillt war. Befand er sich in Gefahr, so war sein Wille ganz darauf aus, ihr zu entfliehen. Zur Zeit der Paarung folgte er blindlings der Stimme seines Blutes, das nach dem Weibchen verlangte. Jede Handlung eines Tieres lässt sich letzten Endes auf einen dieser drei Grundtriebe zurückführen. Nur beim Hunde tritt noch ein vierter hinzu, seine treue und unerschütterliche Anhänglichkeit an den Menschen. In jeder anderen Hinsicht war Blitz ganz so geartet wie alle übrigen Tiere und auch die Mehrzahl der Menschen, deren ungeteiltes Interesse nur so lange anhält, als es sich um Dinge von unmittelbarer Wichtigkeit handelt. So war es auch hier. Seine ursprüngliche Absicht, den Urheber des Schusses auszuforschen, wurde zurückgedrängt durch das stärkere Verlangen, bei Betty und Moran zu Wassers lagerten. Zweifel wurden in ihmsein. Ausserdem begünstigte auch die Ge- wach. Sollte er hinuntereilen, um die Suche fortzusetzen, oder sollte er entlang der "Kammlinie zur Hütte zurückkehren? Er besass nicht die Eigenschaft des Menschen, der einen Plan entwirft und ihn hartnäckig bis wissheit, dass diese Männer auf jeden Fall zu weit entfernt waren, um eine augenblickliche Gefahr für seine Freunde zu bedeuten, dieses Abweichen von seinem eigentlichen Ziel. Der Zufall wollte es, dass er gerade jetzt, auf dem Rückweg zur Hütte, auf die gesuchte Spur stiess. Sie zeigte ihm, dass zwei Reiter von einer Seitenschlucht her eine Höhe erklettert hatten und auf ihrem Kamm weitergezogen waren. Bald fand er die Stelle, wo die zwei abgestiegen waren. Beide hatten kurze Zeit hier verweilt, einer hatte sich dabei gegen einen knorrigen Baumstamm gelehnt. Sein Geruch weckte in Blitz ein halb entschlummertes Gefühl des Hasses, dessen Ursprung in seine früheste Jugendzeit zurückreichte, in jene fast vergessenen Tage, da er mehr Hund als Wolf gewesen war. Es hatte damals einen Menschen gegeben, der ihn stets misshandelte, und dieser eine war für ihn zum Träger Samstag, 27. Jnni: 7 Uhr. 3. Schwere Dressurprüfung. 4. Eröffnungspreis 6. Preis von Thun (Jagdspringen) ganisch zerlegt unter dem prüfenden Blick eines Stabes von Monteuren, die rings nm den Patienten stehen wie der Professor und die Assistenten um den Operationstisch. Ich werde zu dem berühmten Internisten M. gehen und ihm sagen: «Bitte, Herr Professor, ich. möchte mich generalüberholen lassen. 0 nein, es ist nicht an dem, dass ich krank bin. Ich bin bloss nicht so gesund wie ein fabrikneuer Wagen. Ich laufe nicht mehr so recht, der Motor zieht nicht wie er soll, ich nehme nicht mehr die Steigungen wie früher. Bitte, wo sitzt der Fehler? Ich möchte jeden Morgen losbrausen mit 100 Kilometer Stundengeschwindigkeit und bringe es nur noch auf 40. Ich bin nicht mehr so recht in Form; und in Form sein ist heutzutage al- alles Gemeinen und Hassenswerten im Menschen geworden. Auf ihn allein konzentrierte sich von da ab alle Feindseligkeit, die durch das Tun anderer Menschen in ihm genährt wurde. Dieses Gefühl nun flammte jetzt in seiner ganzen Stärke wieder auf. Er hatte die Spur seines ärgsten Feindes vor sich. Der Geruch war stark und unverkennbar — Brent war in der Nähe. Der zweite Mann war zu Fuss den Rücken entlang weitergegangen und hatte die Richtung gegen die Hütte eingeschlagen. Die Wichtigkeit dieser Entdeckung drängte sofort alles andere zurück. Das Tier gibt sich mehr mit Tatsachen ab als mit Wahrscheinlichkeiten. Die zweite Spur war warm und frisch, sie führte zur Hütte, wohin auch sein Weg ging. Sie war die aktuellere, augenblicklich wichtigere, ihr folgte er. Der Mann wäre sicher verloren gewesen, hätte Blitz ihn eingeholt. Doch der Fremde hatte sein Ziel bereits erreicht. Blitz beschleunigte sein Tempo. Ein schwacher Laut drang an sein Ohr. Gedämpft und undeutlich kam etwas wie ein Hilferuf aus der Richtung der Hütte. Er erkannte die Stimme; tödliche Angst klang aus ihr. Betty war in Gefahr! Zum erstenmal in seinem Leben antwortete Blitz auf eine Menschenstimme mit seinem schreckenerregenden Lobogeheul. (Fortsetzung folert.) ue, un vom 26.-28. Juni 1931, auf dem Areal der eidqenössischen Pferderegieanstalt REITS PORTLICHE Freitag, 26. Juni: Beginn: 6 Uhr. VORF UHR ' ~ ^p p u^ ** Leicnte Dressurprüfung. U N u E N ! 2. Mittlere Dressurprüfung. Heimfahrt XIII. Nationaler Concours hip Billets-Vorverkauf: Regie Thun, Tel. 76. Freitag und Samstag: Ermässigte Preise. Autopark. Sonntag, 28. Juni: 9.30 Uhr 6. Armeepreis 8. Preis vom Stockhorn 7. Preis vom St. Georg (Hochsprungkonkurrenz) Gedeckte Tribünen (Logen und numerierte Plätze). Samstag Abend grosser Ball im Hotel Thnncrhof