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E_1931_Zeitung_Nr.052

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AUTOMOBIL-REVUE

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N° 52 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE Die Sportwagen tüchtigen Zeitverlust einbringt. Strittmater, hatten wechselndes Glück mit der Wettermisere. Den einen verschonten die Nebelweise wieder aktiv mitmacht, war ein aus- der nach längerem Unterbruch erfreulicherschwaden gnädig, während sie anderen um gesprochener Pechvogel : Präludium : Versetzung zu den Sportwagen, Suite.: zwei so härter zusetzten. Aus diesem Grunde lassen sich hier, wie auch bei den anderen Pneudefekte wenige Sekunden vor dem beiden Kategorien, die erzielten Resultate Start, die nur ungenügend und in aller Hast nicht ohne weiteres vergleichen, da schliesslich auch der gewiegteste Fahrer und diechere Fahrt auf halbplatten Hinterpneus und behoben werden können, Finale: eine unsi- beste Maschine gegen dichte Nebelbänke erkleckliche Zeitüberm^"'rTiune:! F Caflisch, nicht aufkommen können und sich möglichst begleitet von seiner liebenswürdigen Gat- müssen, um nicht bei tin, hat mit seiner schweren Maschine keinen leichten Stand in den engen und schlüpfrigen Kurven, fährt aber auch als «Solist» doch noch eine bemerkenswerte Zeit. Reserve auferlegen schärferem Tempo unbemerkt von der guten Richtung abzukommen. Diese Gefahr lag bei einigen Fahrern in unheimlicher Nähe und nur gut Glück und ein kräftiger Zusatz Schneid (samt Gas!) bewahrte sie vor einer vorzeitigen Landung in einem Graben oder gar jenseits einer Böschung. C. Graf aus Konstanz vertrat mit B. M. W. die Spezies der Kleinwagen, die heute ja besonders in seiner deutschen Heimat so sehr in Mode ist, und bewies gleichzeit, dass diese Maschinen auch in unserem Gelände Erkleckliches zu leisten vermögen. Schneider auf Derby scheint seine militärischen Attribute als Unteroffizier M. W. D. auf die Maschine übertragen zu wollen und erzielte ein sehr erfeuliches Resultat. Graf Lurani, einer der beiden sympathischen italienischen Gäste, der sich bei uns schon recht zu Hause fühlt, setzt sich auch am Gurnigel an die Spitze seiner Klasse und fügt so seinem Kranze von Erfolgen für Alfa Romeo ein neues Blatt bei. Waeny, der ein gefürchteter Konkurrent ist und bekanntlich zu früheren Anlässen am Gurnigel auch seinerseits Rekordzeiten beitrug, kam hauptsächlich wegen des Nebels nicht auf seine Rechnung. Der Zürcher WehrH lässt sich einen Sologang nicht verdriessen und geht in schöner Zeit durchs Ziel. Dr J. Karrer vermag natürlich seine Zeiten vom Training auch nicht mehr aufrechtzuerhalten und so bleibt sein eigener Rekord vom Vorjahre weiterhin in Amt und Würden. Dennoch bleibt er seinen Konkurrenten im Tempo weit voraus und erfreut durch eine ebenso elegante wie sichere Fahrweise und Kurventechnik. Graf Rusca und der Genfer Villars vermögen auf ihren Maschinen, trotz aller Anstrengungen. Karrers Resultat nichts anzuhaben, obwohl sich hauptsächlich Villars mit beachtenswertem Draufgängertum ins Zeug legt, seinen Schneid dann allerdings durch zweimalige gefährliche Nachbarschaft mit einem Graben quittieren muss, die er Die Rennwagen haben vom Wetter auch gar nichts mehr Gutes zu erwarten und mit einiger Bange sieht man dem Ergebnis der Konkurrenz entgegen. Markiewicz, der den dritten Austin im Rennen führt, scheint sich auch in Akrobatik zu verstehen, denn eine ganze Drehung auf der Strasse, zufolge der nassen Unterlage, bringt ihn und seinen Wagen nicht aus der Fassung, so dass beide, abgesehen von einigem Zeitverlust, wohlbehalten oben landen. H. Kessler hat es sich von allem Anfang an in den Kopf gesetzt, mit seinem Markenkollegen und Widersacher von Genf her, dem französischen Gaste Benoit, abzurechnen und legt sich denn entsprechend tüchtig ins Zeug. In flotter Technik führt er seinen Amilcar über alle Tücken der Piste und notiert eine ehrenvolle Zeit. Benoit, durch den Nebel und die noch etwas allzu frische Bekanntschalt mit dem Gurnige! behindert, geht aus einer ihm sonst fremden Reserve nicht ganz heraus und muss deshalb Kesslers Abrechnung in dessen Sinn als Zweiter quittieren. Roux, der zweite französische Gast, dem ein guter Ruf vorausgeeilt war, zeigt sich seiner Referenzen in vollem Umfange würdig und fährt mit Brio nicht nur die beste Klassenzeit, sondern verbindet damit auch die drittbeste Tageszeit. Für einen Erstling im Rennsport, als welcher sich Täuber, auf Alfa Romeo, präsentiert, ist Roux wahrlich ein zu schwerer Gegner Aber der Zürcher hat überraschendes Geschick an Jen Tag gelegt und wird bestimmt bald zu einem massgebenden Konkurrenten in seiner Klasse werden. Seine Zeit muss als ausgezeichnet bewertet werden, wenn man bedenkt, dass er sich weder am Gurnigel, noch überhaupt mi Automobilrennen je vorher versucht hat. zwar geschickt meiden kann, ihm aber doch i Nun folgt Stuber, dessen Fahrt mit grösster Spannung in jeder ihrer Phasen verfolgt wird. Ai-%^ r>i*w Die der «Automobil-Revue» gewidmeten Autogramme der Konkurrenten am Gurnigel. Alles setzt grosse Stücke auf den Berner Meister, aber man weiss, dass ihm in Stuck ein Gegner erstanden ist, der ihm den Sieg äusserst schwer machen wird. Stuber holt zu einem grossen Schlage aus und fährt, was gerade bei dem hartnäckig sich behauptenden Nebel überhaupt noch zu verantworten ist. Er hat selbst nachher eingestanden, dass noch kein Rennen ihn in so kritischen Situationen sah wie der heurige Gurnigel und es erscheint fast als ein Wunder, wie er zwei Seitensprünge seines Bugatti bei dem Tempo parieren konnte, das er von seiner Maschine 'orderte. Kurz und gut, Stuber hat's geschafft und ging heil aus dem so ungleichen Kampfe gegen die äusseren Einflüsse hervor, ^uf die vielseitigen Fragen am Ziel, ob es auch gut gegangen sei, meinte er ebenso witzig wie lakonisch: «Bin ämel da!» und fügte noch die viel belachte Bemerkung bei, er hätte wegen des verflixten Nebels nicht einmal seine vielenBekannten an der Strecke begrüssen können. Mit ihm ist alles der Auffassung, dass seine Zeit nicht weit vom letztmaligen Rekord weg liegen könne, als zufolge einer unrichtigen Uebertragung vom Telephon an die Zeittafel sein Resultat mit einer Minute zuviel, mit 9.40 angegeben wird, was allgemeines Kopfschütteln zur Folge hat. Damit erscheint Stuber tüchtig von Stuck geschlagen zu sein, der die Strecke in 8.53,2 zurücklegt. Auch er, dem sonst kein Berg je zu schaffen gemacht hat, lehnt kotbespritzt und erschöpft eine Weile am Lenkrad, um sich von der Strapaze und der ständigen Gefahr des Weges zu erholen. Wenngleich Stuck je länger je mehr sich dem Flach- und Bahnrennen auf lange Distanzen verschreibt, so hat er noch nichts von seiher Meisterschaft eingebüsst, mit der er unzählige Male begeisterte Zuschauermengen an Bergrennen erfreute. Aber sein über 1700 kg schwerer Wagen ist auf dieser aufgeweichten, heimtückisch gewordenen Strasse kaum mehr zu meistern und erfordert ein Maximum an Können. Der ihm irrtümlich zugeschriebene Tagessieg lag ihm, was Leistung von Fahrer und Maschine anbetrifft, sicher ebenso nahe und sein sportlicher Geist erschien im besten Licht, als er nach Aufklärung des Missverständnisses als Erster unserem Berner Meister Stuber gratulierte. Vergessen wir aber darob nicht Obi, der seinen Schneid um Haaresbreite in bedenklicher Bekanntschaft mit den Sandsäcken der obersten Kurve gebüsst hätte, bei seinem gut gelungenen Ablenkungsmanöver aber an Zeit verlor. — Den Schluss machte Frl. Münz, die erfolgreiche Damenfahrerin, der es ab£r diesmal mehr um eine unversehrte Maschine als um besondere Tempolorbeeren zu gehen schien. Sie hat aber bei aller berechtigten Vorsicht sich tapfer und geschickt gehalten und darf in Berücksichtigung aller Ungunst mit dem Resultat sehr wohl zufrieden sein. Wenn sich die Veranstaltung allen Unbilden zum Trotz vorzüglich abgewickelt hat, so ist das nicht zuletzt auch der Organisation zu verdanken. ?r> hatte vor allem die Polizei, unterstützt durch den Unteroffiziersverein, keine leichte Aufgabe. Auch der Nachrichtendienst war doppelt verantwortungsvoll und hat dank der Zuverlässigkeit der Militärfunker tadellos geklappt. Ein liebenswürdiger Cicerone hat uns in das Wesen und die Funktion des Nachrichtennetzes eingeweiht, welche Besichtigung uns das volle Vertrauen in die flotte Arbeit der Militärfunker bestätigte. Aber auch alle anderen Räder im Mechanismus der Organisation DIE NEUE KANNE Ausfahren! 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