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E_1931_Zeitung_Nr.051

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Frühjahr war der

Frühjahr war der gleiche Beschluss mit 113 :36 Stimmen gefasst worden. Der Fussgängerartikel. Mit 37 gegen 36 Stimmen hatte der Nationalrat im März den das Pflichtenheft der Fussgänger darstellenden Art. 34 gestrichen. Die Kommission beantragte die Wiederaufnahme und die Referenten verwiesen zur Begründung erstens auf die inzwischen eingetretene Verschärfung der Haftpflichtbestimmungen, die dem Geschädigten eine verbesserte Rechtsstellung in der GeLtendmachung seiner Ansprüche gibt und zweitens auf das feierliche Versprechen, das seinerzeit vom Parlament bei der Lancierung der Initiative betr. Erlass eines Strassenverkehrsgesetzes den Initianten gegeben worden war. Man hatte damals erklärt, das kommende Automobilgesetz werde einen Fussgängerartikel enthalten. Daraufhin haben dieStrassenverkehrsinteressenten ihre Initiative preisgegeben. Jetzt gelte es, dieses Versprechen — Bundespräsident Häberlin sprach von einem « Königswort» der Bundesversammlung •— auch einzulösen. Von den zwölf Rednern, die sich an der Aussprache beteiligten, befürwortete etwa die Hälfte die Aufnahme des Artikels. Ohne ihn würde das Gesetz wesentlich an Wert verlieren. Die Aufstellung Verkehrsvorschriften für den Fussgän- von ger liege in dessen eigenem Interesse. Blosse Verstösse dagegen gefährdeten seine Entschädigungsansprüche im Schadensfalle nicht, weil nur bei einem « groben Verschulden » des Geschädigten die Ersatzpflicht des Halters dahinfällt. Ueberall, wo in den Kantonen solche Vorschriften bestunden, habe -man damit die besten Erfahrungen gemacht Einer der Redner regte eine Modifikation an: Streichung der Bestimmung,wonach die Fussgänger die Zeichen der iFahrzeugführer zu beachten haben. Die Gegner des Artikels bekämpften ihn hauptsächlich mit dem Hinweis auf die angebliche Beeinträchtigung der Rechtsstellung bei Schadenfällen, falls Verstösse gegen diese Fussgängerbestimmungen nachgewiesen wären. Doch wurde selbst von der gegnerischen Seite im Grundsatz nicht bestritten, dass die Fussgänger eine Verkehrsgefährdung durch unrichtiges Verhalten darstellen. Nur hielt man mehrfach die Fassung des Artikels nicht für geglückt, vermisste auch Sonderbestimmungen darin für Kinder, Greise, Anormale usw. Der letzte Redner wies noch darauf hin, dass auch die Radfahrer einen Fussgängerartikel wünschen und ihre Stellung zum Gesetz davon abhängig machen. Weil der Rat infolge der langen Diskussion sichtlich beschlussunfähig geworden war, wurde die Abstimmung auf Mittwoch verschoben. Der Tag der Entscheidung war der Mittwoch. Ohne weitere Diskussion wurde zur Abstimmung über den Fussgängerartikel geschritten. Zunächst fand der oben erwänhte Streichungsantrag Annahme (Wegfall der Vorschrift, dass der Fussgänger auch die Zeichen der Fahrzeugführer zu beachten hat), allerdings nur mit kleinem Mehr, nämlich 67 : 57 Stimmen. Die starke Minderheit hat sich offenbar gefragt, wozu denn eigentlich noch die Zeichengebung des Fahrers da sei, wenn sie nicht beachtet werden soll. In zweiter Linie wurde der so gestutzte Artikel 34 mit so grossem Mehr angenommen, dass Auszählung nicht nötig war. In Aussicht gestellt war noch ein Antrag Bratschi, auch auf den heiss umstritten gewesenen Haftpflichtartikel zurückzukommen. Da der Antragsteller aber nicht anwesend war, schloss der Vorsitzende auf Verzicht und nahm die Gesamtabstimmung vor (die seiner Verfolger, sich unbemerkt anzuschleichen. Der Geruch scheint bei ihm keine grosse Rolle zu spielen und mit dem Gehör ist es vollends schlecht bestellt. Man behauptet, dass das ständige Getöse der Steinlawinen sein Ohr völlig abgestumpft hat, andere wieder wollen wissen, dass die wütenden Angriffe mit den Hörnern in den hitzigen Kämpfen der Werbezeit fast jedem Widder das Trommelfell zerreissen und ihn taub machen. Beides mag richtig sein, und in der Tat ist das Gehör des Mutterschafes schärfer als das des Widders. Blitz, der neben dem Mädchen lag, hob plötzlich den Kopf und blickte aufmerksam nach einer Waldlichtung, aus der Moran auf sie zukam. Er Hess sich bei Betty nieder und stumm sassen sie lange Zeit beisammen. Beide fühlten, wie ihre Herzen einander entgegenschlugen, doch keines wagte das Schweigen zu brechen. Lange hatte Moran über die dunkle Ursache ihrer Verstörung nachgegrübelt, über den geheimen Kummer, der daran schuld war, dass sie sich ihm so hartnäckig versagte. Er ahnte, dass alles irgendwie mit der grauen, nicht mit einer Schlussabstimmung zu verwechseln ist). Mit 121 gegen 6 Stimmen nahm der Rat den Entwurf an. Er geht nun an den Ständerat, der zur Vorberatung bereits eine 9gliedrige Kommission ernannt hat, bestehend aus den Herren Bolli (Schaffhausen), Präsident, Beguin (Neuenburg), Bosset (Waadt), Huonder (Graubünden), Dr; Klöti (Zürich)J Moser (Bern), Savoy. (Freiburg), Sigrist (Luzern) und Suter (Schwyz). Automobübesteuerung beim Wechsel des Wohnkantons. Die St. Galler Praxis. Es- lag bis vor kurzem in der Praxis der meisten Kantone, bei Verstellung eines im laufenden Jahre gelösten Motorfahrzeuges in einen andern Kanton die Verkehrsbewilligungen und deren Uebertragum: ohne nochmaligen Taxbezug auf den neuen Fahrzeugbesitzer gegenseitig anzuerkennen. Im Kanton St. Gallen werden auch Verkehrsbewilligungen nicht allein bei der Uebertragung auf einen neuen Besitzer, sondern auch bei einem Umtausch vom alten auf den neuen Wagen übertragen. Dagegen gab es keine Möglichkeit, eine einmal erlegte Automobilsteuer bei einem Wegzug in einen andern Kanton pro rata temporis zurückzuverlangen. Ein neuerlicher Bundesgerichtsentscheid gab der Sektion St. Gallen-Appenzell des A.C. S. Anlass, die Frage der Besteuerung bei Wechsel des Wohnkantons, wie sie im Kanton St. Gallen gehandhabt wird, in Vergleich zu ziehen mit dem einschlägigen Buridesgerichtsentscheid. Aus diesem Entscheide gingen als Regeln hervor: 1. Wird ein Auto vor dem 1. April, bzw. vor 1. Juli oder 1. Oktober für längere Zeit, d. h. mindestens 90 Tage, nach einem andern Kanton verstellt, so hat der erste Kanton die bezogenen Jahresverkehrssteuern zu % bzw. 14 oder K zurückzuerstatten. Die Rückvergütung ist zu leisten, Unabhängig davon, ob der neue Standortskanton die Steuer für den Rest des Jahres bezieht oder nicht. 2. Jeder Kanton ist berechtigt, die Verkehrssteuer pro rata temporis zu beziehen, wenn ein Auto für länger als 90 Tage in sein Gebiet übersiedelt. Die kantonale Automobilkontrolle des Kantons St. Gallen hat sich diesem Entscheid unterzogen und die kantonalen Motorfahrzeugkontrollen davon verständigt, dass die bisher geübte Praxis der gegenseitigen Anerkennung der Verkehrsbewillignngen ohne nochmaligen Taxbezug nunmehr dahinfälit und künftighin Motorfahrzeuge, die ifr$neih andern Kanton gelöst und hernach In*den Kanton St. Gallen verstellt und in Betrieb genommen werden, im Sinne des Bundesgerichtsentscheides mit einer entsprechenden Taxe belegt werden. Es erwächst anderseits natürlich wiederum die Pflicht zur entsprechenden Taxrückvergütung für solche Fahrzeuge, die im Kanton St. Gallen gelöst und dann im Laufe des Jahres in einen andern Kanton verstellt werden. Der neue Kanton ist berechtigt, für die nichtangebrochenen Quartale die Automobilsteuer zu erheben. Die obenerwähnten neugeschaffenen Regeln fallen dann ausser Betracht wenn ein Auto zwar im Kanton bleibt, aber während des Jahres ausser Betrieb gesetzt wird und die Polizeinummer zurückgegeben wird. Die Steuerrückzahlung richtet sich in diesem Falle nach der bestehenden kantonalen Gesetzgebung. Die Regeln gelten auch dann nicht, wenn ein Motorfahrzeug während des Jahres aus dem Ausland in einen Kanton verstellt wird. Auch hier untersteht die Praxis der kantonalen Gesetzgebung. Im erstem Falle wird im Kanton St. Gallen keine Rückvergütung gewährt. Es besteht aber nach Art. 24 der Vollzugsverordnung" vom 20. November 1928 die Möglichkeit, dass, wenn ein moosbedeckten Hütte zusammenhing, die vor vielen Jahren heimlich erbaut worden war. Irgend etwas Drohendes war aus der Vergangenheit aufgestiegen, hatte seine Knochenhand um ihr Herz gelegt, sie aus ihrem friedlichen Winkel herausgerissen und hinausgehetzt in ein ungewohntes Leben voller Gefahren und Schrecknisse, denen ihre Kräfte nicht gewachsen waren. Kinney musste des Rätsels Lösung kennen» Er war ein alter Mann, hatte ein langes abenteuerliches Leben in den Bergen hinter sich und musste imstande sein, das Geheimnis zu entwirren, das über dieser Hütte lag. Er dachte an die alten Geschichten, die davon erzählten, dass Kinney vor vielen Jahren ein richtiges Räuberleben geführt und sich später, als Gesetz und Ordnung im Westen allmählich ihren Einzug hielten und das Treiben solch zweifelhafter Existenzen mit Misstrauen beobachtet wurde, fern von aller Oeffentlichkeit ganz dem schweren Liben in den Bergen gewidmet hatte. Blitz erhob sich, streckte sich gähnend und trottete die Schlucht hinab. «Blitz macht einen Jagdausflug,» AUTOMOBIL-REVUE 1931 — N° 51 sagte Motorfahrzeug für das betreffende Jahr aus dem Verkehr kommt, unter Anzeige an die Automobilkontrollstelle die Polizeinummer auf einen Ersatzwagen übertragen werden kann. Bei stärkern Ersatzwagen ist die Taxdifferenz nachzuzahlen. Ausländische Motorfahrzeuge, deren Besitzer in die Schweiz übersiedeln und länger als drei Monate in der Schweiz bleiben, sind nach einer neuesten Vereinbarung im Schosse des Völkerbundes taxpflichtig nach Ablauf des dreimonatigen Aufenthaltes. Es darf erwartet werden, dass im neuen Bundesgesetz über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr Bestimmungen über die Verkehrssteuerhoheit der Kantone aufgenommen werden, damit auch hierin eine Einheitlichkeit Platz greifen kann. E.B. Die Schneeräumung in Graubünden. Die Schwierigkeiten, die rechtzeitige, refrühzeitige Oeffnung der AI- spektive eine ._ . penpässe zu garantieren, sind bedeutend. Im Interesse des Autotourismus, der mit der Oeffnung der Alpenstrassen erst recht in Fluss kommt und den Berggegenden Arbeil und Verdienst bringt, muss man einer raschen Schneeräumung stets das Wort sprechen. Es gilt auch hier, das Mögliche zu erreichen und sich den Kräften und Vorgängen der Natur mit den Mitteln der Technik entgegenzustemmen und Erfahrungen zu sammeln. Die Alpenpässe werden allerdings seit ungezählten Jahren im Früjahr mit der Schneeschaufel begangen, sofern ihre Lage an einer wichtigen Durchgangsroute frühzeitige Oeffnung erfordert. Mit der starken Vermehrung des Autoverkehrs pflegte man höhere Anforderungen an die Schneeräumung zu stellen, was den Bergkantonen und ihren Bewohnern solange angenehm sein kann, als die Vermehrung der Einnahmen aus dem Autotourismus (und allgemeine Steigerungen des Erwerbslebens) den für die Schneeräumung gemachten Ausgaben wenigstens die Stange hält. Selbstverständlich wird der Kanton als Ganzes, nicht nur die einzelne Talschaft, sein Interesse durch finanzielle Zuschüsse beweisen müssen. Auch die Verkehrsverbände werden sich nicht abseits stellen, sofern die frühzeitige Oeffnung eines Passes vermehrte finanzielle Zuschüsse zur Notwendigkeit macht. Der Kanton Graubünden hat sich im vergangenen Frühjahr auf die Schneeräumungsarbeiten am Julier beschränkt, d. h. seine Anstrengungen auf die frühzeitige Eröffnung dieses wichtigen Passes konzentriert, der das Bündner Unterland mit dem Engadin verbindet. Vom Malojapass abgesehen war bei den andern Pässen eine frühzeitige Eröffnung nicht in Frage stehend. Man wollte einzig am Julierpass neue Erfahrungen sammeln und prüfen, ob sich diese Bergstrasse für ein ständiges Offenhalten während des ganzen Winters eignen würde. Der Julierpass steigt von Bivio 776 Meter auf ei^e Höhe von 2287 M ~*-- '•'"•Mif rH führt hinunter in das 1816 Meter hoch gelegene Sivap'lana. Was nun beim Julierpass den Gedanken eines ständigen Offenhaltens genährt hat, ist das Fehlen von grossen Lawinenzügen und das Ausbleiben von grössern Schneeverwehungsstrecken. Unseres Wissens besteht eine einzige Verwehungsstrecke in einer Länge von 100 bis 200 Metern zwischen Mühlen und Bivio. Doch dieses Strassenstück Hesse sich mit verhäUnismässig geringer Mühe immer wieder freilegen. Am Julier fand man im Frühjahr 1931 keine Schwierigkeiten vor, wie si'e etwa am Gotthard oder ^m Klausen die Arbeiten gehemmt haben. Die Schneeräumung konnte sich hier zur Hauptsache auf die Befreiung der Strasse vom gefallenen Schnee beschränken. Auch Eisschichten, direkt über der Moran. «Für die nächsten ein, zwei Stunden ist er wieder Wolf.» «Ist es denkbar, dass er je ganz Wolf wird und nicht mehr wiederkehrt?» fragte Betty. «Nur dann, wenn er uns verliert,» antwortete Moran. «Ausser uns beiden gibt es keinen Menschen, der Einfluss auf ihn hat. Es ist gewiss nicht ausgeschlossen, dass er uns für kurze Zeit verlässt, besonders zur Zeit der Paarung. Uebrigens ist es schwer, etwas vorauszusagen.» Betty stellte ihr Glas ein, um Blitz zu suchen. In einer Waldblösse sah sie etwas schimmern wie einen Teich. Eine Kolonie von Bibern hatte einen Bach eingedämmt, der aus den Ufern trat und ein Dickicht von Weiden und Birken überschwemmte. Sie sah, wie das Wasser sich kräuselte, als eines der Tiere sich durch den Teich bewegte, und konnte beobachten, wie es auf den Damm hinaufkroch. Ein Stachelschwein watschelte über eine offene Wiese. Da kam Blitz in das Gesichtsfeld ihres Glases. Geduckt kam er über eine Wiese gekrochen, den Bauch knapp am Boden. Plötzlich machte er einen weiten Sprung, worauf er mit seinen Klauen wie toll den Rasen bearbeitete- Strassendecke, fand man nur wenige vor. Die Schneedecke war meistens nicht so hart wie an andern Orten. Im allgemeinen wurde eine relativ weiche Schneeschicht konstatiert, die weder dem Schneeräumungstraktor noch deT Schneeschaufel in der Hand des Arbeiters grossen Widerstand leistete. Nachdem nun am Malojapass (1817 Meter) die von der Oberpostdirektion im Interesse ihrer Autokurse besorgte Schneeräumung gute Erfolge gezeitigt hat, trägt man sich in Graubünden ernsthaft mit dem Gedanken, einen Versuch zur ständigen Offenhaltung des Julierpasses mit Hilfe von Schneeräumungstraktoren zu wagen. Bei der kürzlich beendeten Schneeräumung hat sich die Decke der Julierstrasse sehr gut, d. h. in hartem Zustande gehalten, so dass selbst ein Traktor der Strasse keinen • Schaden zufügen kann. Die Erfahrungen der Schneeräumung nach dem vergangenen Winter, der allerdings mit seinen Schneemengen nicht gespart hat, ergeben eine klare Situation für zukünftige Massnahmen zwecks Schneeräukantonalen mung. Die Anstrengungen deT Regierungen und der Verkehrsverbände sind auf einige wenige Pässe zu konzentrieren, wobei man stets darauf hinzielen soll, die Pässe schon auf Anfang Juni, einzelne darunter sogar auf Mitte Mai für den Autoverkehr fahrbar zu machen. Zwei bis drei Wochen frühere Oeffnung bedeuten Gewinn. Ueberall da, wo umfangreiche Lawinenzüge die Passstrassen mit hartem Schnee belegen und die Schneemengen ausserordentlich sind» hat es wenig Sinn, in den Kampf mit den Launen der Natur zu treten und der natürlichen Schneeschmelze durch Föhn und Sonne den Rang abzulaufen. Der Julier scheint uns für einen Versuch zum ständigen Offenhalten der geeignetste und auch der bedeutendste Pass zu sein, um einen Versuoh zu lohnen, der für zukünftige Schneeräumungen unter Mithilfe von Traktoren wertvolle Erfahrungen liefern würde. Wir zweifeln nicht daran, dass die massgebenden Behörden und Verkehrsverbände sich jetzt schon ins Zeug legen werden, einerseits die notwendigen Kredite fliessen zu lassen und sich anderseits Traktoren mit Spezialmannschaft zu sichern. (Siehe auch Artikel auf Seite 20.) Amm Die Scbneeräumungsarbelteii des vergangenen Winters waren wie erinnerlich Gegenstand einer Aussprache der Kantonsingenieure anlässlich der Jahresversammlung des Vereins Schweizerischer Strassenfachleute. Die ganze Materie ist zum nähern Studium und zur Ausarbeitung von Richtlinien für kommende Räumungsarbeiten auf Durchgangsstrassen einer Kommission überwiesen worden. Im übrigen wurde beschlossen, über die Besprechungen der Presse keine weitern Mitteilungen zu machen. z. Der Urner Landrat und die Revision der kantonalen Verordnung über den Verkehr mit Motorfahrzeugen. Der Landrat des Kantons Uri wird auf Montag den 29. Juni zu einer Sitzung einberufen, in deren Traktandenliste, die Revision der kantonalen Verordnung über den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern steht. Die Urner Regierung will, so scheint es, ihren eigenwilligen Weg- gehen, unbekümmert um die rechtlichen Komplikationen, die sich noch diesen Sommer durch den Austritt aus dem Konkordat ergeben werden, Wir werden uns an anderer Stelle eingehender über die Konsequenzen des Austrittes befassen, so. «Schau doch! Siehst du ihn?» fragte das Mädchen. «Was in aller Welt treibt er dort?» «Er will einen «Pflock» für dich fangen,» sagte Moran. «Pflock?» fragte sie. «Was ist das?» «Das sind die schlanken, kleinen Erdeichhörnchen,» erklärte Moran. «Sie balancieren auf ihren Hinterbeinchen und können regungslos dastehen, so dass sie fast aussehen wie ein Pfahl von einem Zoll Dicke und sechs Zoll Länge. Sie sind schwer von den Pflöcken zu unterscheiden, die man in den Boden treibt, um nachts die Pferde daran festzubinden. Ein Neuling wird sich von diesen possierlichen Tierchen oft foppen lassen. Frohgemut spaziert er auf diese vermeintlichen Pflöcke los, um sie dann plötzlich drei, vier Schritte vor sich spurlos verschwinden zu sehen. Daher stammt ihr Name.» «Du weisst so viele wunderliche Geschichten, dass ich aus dem Staunen nicht herauskomme,» rief das Mädchen aus. «Ja, die Natur birgt Merkwürdigkeiten, hinter denen alle menschliche Phantasie zurückbleibt,» erwiderte Moran. i (Fortsetzung folgt.) 1 lt.

- 1931 AUTOMOBIL-RfTVUE Sportnachrichten Am Sonntag: Gurnigelrennen Das Programm Freitag den 19. Juni. 14—19 Uhr: Offizielles Training. Leitung: Herr Rufener, Start. Herr Th. Meyer, Ziel. Samstag den 20. Juni. 7—12 Uhr: Offizielles Training. Leitung: Herr Rufener, Start. Herr Th. Meyer, Ziel. 15 Uhr: Sammlung der Konkurrenten auf der Südseite des Hotel Gurnigel. Wagenabnahme. Leitung: Herr H. Schmidt. Abgabe der Startnummern und Startkarten. Leitung: Herr R. Herren. Reihenfolge: a) Tourenwagen 15—16 Uhr, b) Sportwagen 16—17 Uhr, c) Rennwagen 17—18 Uhr. Bilden des geschlossenen Parkes. Leitung: Herr C. Fort mann. 20 Uhr: Gemeinsames Abendessen mit geselligem Beisammensein im Hotel Gurnigel. Sonntag den 21. Juni. 7 Uhr: Absperrung der Rennstrecke beim Start, beim Hotel Gurnigel, und am Ziel, Wasserscheide Seelibühl. 7V> Uhr: Abfahrt in geschlossener Kolonne zum Start. 8 Uhr: Eröffnung des Rennens. Abfahrt der beiden Komiteewagen mit der roten Fahne vom Start und Hotel Gurnigel. ca. 12 Uhr: Schluss des Rennens. Fahrt von Komiteewagen mit weisser Fahne von Start und Ziel nach dem Hotel Gurnigel. Abfahrt der Rennwagen zum Hotel Gurnigel. 13 Uhr: Sitzung der Jury. Freigäbe der Strecke zur Fahrt ins Hotel Gurnigel. 14 Uhr: Bankett im Hotel Gurnigel mit Preisverteilung. Freigabe der Rennstrecke für Fahrten in jeder Richtung. 20 Uhr: Zusammenkunft der Sektionsmitglieder mit ihren Damen im Clublokal der Sektion Bern des A. C. S., Cafe du Thtätre, l. und II. Stock. Am Vorabend. Die Ausschreibung der diesjährigen Gurnigel - Automobil - Bergprüfungsfahrt, welche für die schweizerische Meisterschaft zählt, hat insgesamt 42 Nennungen eingebracht. Es ist dies ein überaus erfreulicher Erfolg und beweist, wie sehr der Automobilsport bei uns noch en vogue ist und wie sehr der Gurnigel seine alte, berechtigte Anziehungskraft bewahrt hat. Von den Nennungen entfallen 22 auf Tourenwagen, 12 auf Sportwagen und 8 auf die Rennwagen-Kategorie. Nicht weniger als 12 Konkurrenten sind Angehörige des Motorwagendienstes, dessen Kommando der Veranstaltung von allem Anfang an grosses Interesse entgegengebracht hat Dem Rennen kommt dieses Mal eine besondere Note zu, da sechs ausländische Fahrer daran teilnehmen werden, die sich durchwegs im internationalen Autosport einen erstklassigen Namen geschaffen haben. Aus Italien starten die Grafen Lurani und Rusca, sowie der in Neapel niedergelassene Auslandschweizer F. Caflisch. Frankreich ist durch F. Benoit, dem Sieger des Genfer Grossen Preises für Kleinwagen und E. Roux, einem in Südfrankreich bestbekannten Sportsmann vertreten. Mit Hans Stuck erscheint ein Elitefahrer der deutschen Meister am Start, der auch in der Schweiz keiner besonderen Presse mehr bedarf. Er ist durch seine Siege an internationalen Bergrennen und nicht zuletzt durch seine glänzenden Leistungen an früheren Klausenrennen in der Schweiz populär geworden. Diesen Internationalen zur Seite, steht eine Reihe bestqualifizierter schweizerischer Fahrer, wovon jeder in seiner Kategorie beste Aussichten hat. Nennen wir nur A. Keller, J.Strittmatter, A.Muff, Scheibler, H.WehTli, Dr. Karrer, Hs. Keller,. W. Obi und last not least den jetzigen Rekordhalter des Gurnigels, Hans Stuber. Die Amazonen sind durch Frau M. Dold-Uster und Fräulein E. Münz, zwei Zürcher Damen, vertreten, welche nicht nur Klassensiege, sondern sogar schon Rekorde zu buchen vermochten. Sie alle werden sich einen scharfen Kampf am Gurnigel liefern. Bei der diesjährigen ausserordentlich erstklassigen Besetzung wäre es müssig, sich schon in Prophezeiungen zu ergehen. Selten noch blieb die Frage des Sieges so offen, wie dieses Jahr. Die Organisation, zu welcher unter der Leitung von Sportpräsident W. E. Huber gegen 60 Herren seit Wochen ihr Bestes beigetragen haben, verspricht in allen Teilen tadellos zu funktionieren. Bereits haben die ersten Fahrer im Gurnigel Quartier bezogen. Vor allem haben sich ausländische Fahrer über die Strecke sehr anerkennend geäussert und sie sind des Lobes voll über die wunderbare Lage der Gurnigelstrasse inmitten einer überwältigenden Bergwelt. Wir können heute schon der Veranstaltung einen vollen sportlichen Erfolg voraussagen, und wenn sich das Wetter hält, so wird auch das Publikum in grossen Scharen dem Gurnigel seine Sympathie erneuern. Nachfolgend die definitive Nennliste: Die Nennliste. Tourenwagen. Klasse 500—750 ccm: C. Zahad (Austin) Korp. Bigler (Austin) Klasse 750—1100 ccm: E. Meyer (Renault) Klasse 1100—1500 ccm: Paul Kessler (Alfa Romeo) A. Keller (Alfa Romeo) Klasse 1500—2000 ccm: E. Hirt (Mathis) Klasse 2000—3000 ccm: E. Fankhauser (Amilear) Lieut Straumann (Talbot) Oberlieut. Kunz (Bugatti) «Netlochs» (Lancia) Frau M. Dold-Uster (Bugatü) J. Strittmatter (Bugatti) Klasse 3000—5000 ccm: H. Bigler (Ford) F. Krebs (Ford) H. Schmid (Humber) H. Scheibler (Chrysler) A. Muff (Chrysler) Ch. Estler (N'ash) R. Duval (Chrysler) J. Blattner (Willys) W Rösli (Nash) E. Schnetz (Mathis) Sportwagen. Klasse 500—750 ccm: C. Graf (B.M.W.) Klasse 750—1100 ccm: P Hercod (B.N.C.) Klasse 1100—1500 ccm: E. Schneider (Derby) Graf Lurani (Alfa Romeo) Klasse 1500—2000 ccm: H. Wehrli (Alfa Romeo) Lieut. Kleiner (Alfa Romeo) Graf Rusca (Alfa Romeo) J. Villars (Alfa Romeo) Korp. J. Karrer (Bugatti) J. Waeny (Bu*atti) Klass« 5000—8000 ccm: F Caflisch (Mercedes) H. Stuck (Mercedes) ALLE ZAHNRÄDERPAARE DES HORCH 8 SIND GESONDERT ZUSAMMENGESTELLT! Oben: Die Sieger des Rennens, -f. 1. n. r.: Birkin und Earl Howe. (Gesamtstrecke 8017,654 km. Stundenmittel 125 km.) Unten: Die Zweitklassierten, v. 1. n. T.. Ivanowski und Stoffel. Trotz der beispiellosen Präzision der Herstellung — die Meßinstrumente werden mikroskopisch geprüft! —wird jedes im HORCH 8 verwendete Zahnraderpaar gesondert zusammengestellt, gesondert eingelaufen und schließlich in schalldichten Kammern auf absolute Geräuschlosigkeit abgehört. Das Geheimnis des unerreicht ruhigen Laufes des HORCH 8. m/r | El N t H OR CH;HAT4iöHlRENfD:AUfltWIRT4rl C. SCHLOTTERBECK, AUTOMOBILE A.-Q. BASEL Safran 48.60 ZÜRICH Tel. 26.964 Bilder vom 24-Stunden-Rennen in Le Maris. Rennwagen. Klan« 500—750 ccm: r«khr. iUrkicrwici Klass« 750—1100 ccm: Haut Kessler (Amücir) F. Benoit (Amilear) Klass« 1100—1500 ccm: H. C. Täuber (Alfa Romeo) E. Roux (Bugatti) Klasse 1500—2000 ccm: W Obi (Bugatti) H. Stuber (ß-ugatti) Klass« 2000—3000 ccm: Frl. E. Münz (Bugatti) Bergrennen Susa-Mont Cenis. Das Reglement für das am 5. Juli zur Durchführung gelangende und für die europäische Bergmeisterschaft zählende Bergrennen Susa- Mont Cenis wird soeben veröffentlicht. Die Strecke ist 22,1 km lang. Das Reglement unterscheidet bei den Rennwagen eine Klasse bis 1100 ccm und eine Klasse über 1100 ccm Inhalt Bei den Sportwagen werden folgende Klassen unterschieden: Wagen bis 1100 ccm. bis 1500 ccm, bis 2000 ccm, bis 3000 ccm und über 3000 ccm. Der Meldeschluss für das Rennen ist auf den 27. Juni festgesetzt. Zur Verteilung gelangen 100,000 Lire. Der absolute Sieger des Tages erhält neben dem grossen Siegesbecher 10,000 Lire; der Sieger der Rennwagertklasse bis 1100 ccm 5000 Lire, der Zweite 3000 Lire, der Rennwagensieger der Klasse über 1100 ccm 10,000 Lire und der Zweite 5000 Lire. Bei der Sportwagenklasse erhält der Sieger der Klasse bis 1100 ccm 5000 Lire, bis 1500 ccm 6000 Lire, bis 2000 ccm 8000 Lire, bis 3000 ccm 7000 Lire und über 3000 ccm 7000 LiTe. Neben den Barpreisen kommen Medaillen zur Verteilung. Anmeldungen mit dem Nenngeld, das je nach Klasse und Kategorie zwischen 100 und 300 Lire schwankt, sind zu richten an den A. C. von Turin, Via Carlo Alberto, 43. mb. Der Kamp! um den Weltrekord. Wie aus Sidney gemeldet wird, soll der australische Rennfahrer Norman Smith, der an der Küste von Neuseeland Malcolm Campfoells Weltrekord schlagen will, seine Vorbereitungen beendet haben. Die Rekordversuche sollen m den nächsten Wochen stattfinden. x. Die Targa Florto 1932. Vincenzo Florio, der Organisator des Targa-Florio-Rennens, gibt soeben bekannt, dass die 23. Targa- Florio im nächsten Jahr auf efnem neuen Teilstück der Madonie-Rundstrecke ausgefahren werden soll. Dieser neue, zum Teil aus Partien der alten Rennstrecke bestehende Circuit wird 58 km messen* x.