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E_1931_Zeitung_Nr.054

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gekommen, und es ist

gekommen, und es ist sogar gelungen, eine Ladung russischen Benzins direkt in das Zentrum des Konzerns der Standard Oil, nach New York, zu exportieren. Die Explosionskraft dieser Lieferungen ermisst man am deutlichsten am Erscheinen russischen Weizens an der Chicagoer Börse vor noch nicht langer Zeit. Der Kriegsschauplatz, den sich der Führer des Royal Dutch-Konzerns für seinen neuen Vorstoss gegen das Sowjetnaphtha ausgesucht hat, ist Rumänien. Einmal ist dieses Land Grenzgebiet zur sowjetrussischen Republik und zweitens beherrschen die grossen Erdölkonzerne die rumänische Petroleum wir tschaft mehr oder weniger voll und ganz und üben auch einen gewissen Einfluss in politischer Beziehung aus. Nichts zeigt deutlicher die Absichten des englischen Petroleumkönigs als der Plan, den er und die von ihm kontrollierten rumänischen Petroleumgesellschaften verfolgen, den Schiffahrtsweg über die Donau für sowjetrussisches Benzin zu sperren. Ob man diesen Plan wird durchsetzen können, ist natürlich eine andere Frage. Sie ist abhängig einerseits von der innerpolitischen Entwicklung in Rumänien selbst, anderseits vom zur Zeit bei der internationalen Donaukommission anhängigen Verfahren, das Russland gegen Rumänien über England eingeleitet hat (da Rumänien keine offiziellen Beziehungen zu Sowjetrussland unterhält). Festzustellen ist vor allem, dass der Tod Vintila Bratianus die Chancen für einen Erfolg Deterdings erheblich verbessert hat. Dieser Mann hat sich stets mit ganzer Macht gegen die anglophilen Besprechungen hinsichtlich einer Bekämpfung des Sowjetöles eingesetzt und die Neutralität der rumänischen Erdölindustrie wahren wollen; doch auch er musste erkennen, dass die Finanzkraft der Erdölkonzerne stärker war als die besten politischen Absichten. Rumänien produzierte im Jahre 1930 41,7 Mill. Barrels Petroleum oder Z% der Weltproduktion. Es wehrt sich in Anbetracht der mengenmässigen Bedeutung seiner Erzeugung und der ungeheuren Erschliessungsreserven gegen eine Bevormundung vom Auslande. Wie überhaupt die meisten Petroleumstaaten ist aber auch Rumänien kaum imstande, die erforderlichen Mittel zur Erschliessung der Felder ohne Auslandskredit allein aufbringen zu können und ist daher auf die Hilfeleistung der ausländischen Konzerne angewiesen. Heute beherrscht das englische Kapital bereits 'über 50% der gesamten rumänischen Petroleumwirtschaft. Daneben ist hauptsächlich französisches und eigenes, nur zum geringen Teil amerikanisches Geld in der rumänischen Petroleumwirtschaft investiert. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass das nichtenglische Auslandskapital, das in der rumänischen Petroleumindustrie arbeitet, in derart kleine Teile aufgeteilt ist, dass sie sich gegen die um die Astra-Romana-Gruppe gruppierenden britischen Interessen kaum irgendwie zur Wehr setzen können. Die Schwierigkeiten, die heute noch Deterding bei der Machtstellung in rumänischem Petroleum entgegenstehen, sind also durchaus überwindbar. Sein Schachzug gegen das Russenöl ist wohlüberlegt und stark gegliedert und für Russland sehr gefährlich. -my- Rumänien als Automobilmarkt. Auch heutzutage hat Rumänien keine eigene Automobilindustrie aufzuweisen, wie dort auch keine Montagewerkstätten vorhanden sind. Vor etwa einem Jahr hat sich Ford mit dem Gedanken getragen, in Costanz eine solche zu errichten, deren Produktion ausser im Inlande auch in den Nachbarstaaten sowie in den Ländern des nahen Ostens Absatz finden sollte, doch ist dieses Projekt inzwischen fallen gelassen worden. Zurzeit gibt es in Rumänien lediglich eine grosse Anzahl Autoreparaturwerkstätten, die über das ganze Land verstreut anzutreffen sind. Bemerkenswert ist noch, dass im Schatten einer hohen Zollmauer in Rumänien seit einiger Zeit eine kleine Karosserie-Industrie zur Entstehung gelangt ist, die in der Hauptsache durch ein Bukarester Unternehmen repräsentiert wird, das die Fabrikation von Serienartikeln aus einheimischen Materialien aufgenommen hat, welche Erzeugnisse übrigens im allgemeinen von befriedigender Beschaffenheit sein sollen. Jüngere Ziffern über die rumänische Einfuhr überhaupt und von Automobilen im besonderen, als für das Jahr 1925, stehen atntlicherseits leider nicht zur Verfügung. Um ein ziemlich zuverlässiges Bild vom gegenwärtigen Umfang der Aufnahmefähigkeit des rumänischen Marktes für Kraftwagen zu geben, haben wir zu den jüngsten Exportziffern derjenigen Länder unsere Zuflucht genommen, welche den rumänischen Automobilmarkt in der Hauptsache, ja wohl ausschliesslich versorgen. Es sind dies in ge-„ nannter Reihenfolge der Bedeutung na,ch: die AUTOMOBIL-REVUE 1931 — N0 54 Vereinigten Staaten, Kanada, Italien, Oesterreich, Frankreich und Deutschland. Schätzungsweise kann gesagt werden, dass sich die rumänische Gesamteinfuhr von Automobilen in 1930 auf rund 2500 Einheiten beziffert hat gegen 7500 Einheiten in 1929, was somit einem Rückgang um etwa 66 Prozent entspricht. Für diesen Rückgang ist die schwere Wirtschaftskrise verantwortlich zu machen, in deren Zeichen auch Rumänien steht. Die amerikanischen wie europäischen Fabrikanten haben versucht, der Stagnation durch eine allgemeine Herabsetzung der Verkaufspreise Herr zu werden, jedoch mit wenig Erfolg. Die Gesamtumsätze auf dem rumänischen Automarkt während des verflossenen Jahres sind auf nicht mehr als rund 3000 Einheiten zu veranschlagen, wovon 1400 auf die Marken Ford und Chevrolet, 500 auf Nash, Chrysler und Buick und 3O0 auf Fiat entfallen dürften. Letztere Marke nimmt jedenfals unter den europäischen die erste Stelle ein, in weiterem Abstande gefolgt von Renault und Citroen. Bezüglich den dem rumänischen Automobilmarkt eigentümlichen Bedürfnissen verdient hervorgehoben zu werden, dass weder die Zylinderzahl noch der Brennstoffverbrauch Faktoren darstellen, welche die Umsätze auf jenem Markt in nennenswerter Weise beeinflussen, da der Benzinpreis dortselbst sehr niedrig ist, so diass der Preis des Wagens fast immer die allein ausschlaggebende Rolle spielt. Geschlossene Gebrauchswagen werden weitaus am meisten verlangt. Das laufende Jahr wird allen Anzeichen nach einen weiteren Rückgang der Verkäufe von Personenkraftwagen, dafür aber ein Ansteigen der Nachfrage nach Lastkraftwagen als auch nach Omnibussen mit sich bringen. Seit einiger Zeit bereits bestehen zahlreiche Autobuslinien, welche Bukarest mit den näher wie entfernter gelegenen Handels- und Industriezentren des Landes verbinden. Demnächst sind neue gesetzliche Vorschriften zu erwarten, die im Interesse der öffentlichen Sicherheit den Ersatz alter und rückständiger Autobusse durch neue fordern werden, was eine verstärkte Einfuhr, wenn nicht von gebrauchsfertigen Wagen, so doch jedenfalls von Chassis zur Folge haben wird. Als das Ergebnis der letzten offiziellen Zählung ist bekannt, dass in Rumänien zu Beginn des verflossenen Jahres insgesamt 35 553 Automobile eingetragen gewesen sind, wovon 25 563 amerikanischer und 9990 europäischer Provenienz. Von dieser Gesamtzahl entfallen rund 5000 Einheiten auf Nutzwagen. Dr. Amerikas Automobilprodtiktlon Im April. Laut Mitteilung des Handelsdepartementes erreichte die gesamte Automobilproduktion im April 335,708 Einheiten, was eine Mehrfabrikation von 59,300 Wagen gegenüber dem Vormonat entspricht. Es wurden insgesamt 285,000 Personenwagen und 50,000 Lastwagen fabriziert. Auch die Automobilindustrie in Kanada meldet eine erfreuliche Belebung der Produktion, indem 17,150 Wagen hergestellt wurden, was eine Zunahme von 4170 Fahrzeugen darstellt. B. Aus der amerikanischen Automobilindustrie. Die amerikanische Automobilproduktion hat ihren Höhepunkt bereits im Monat April überschritten! und ist im Mai gegenüber dem Vormonat um rund 4 Prozent zurückgegangen, nachdem in den ersten Monaten des laufenden Jahres, in UebeTeinstimmung mit der saisonmässig bedingten Belebung des Automobilabsatzes, eine erhebliche Zunahme konstatiert werden konnte. Nach vorausgegangener Belebung ist die Automobil« Produktion der Vereinigte« Staaten von Amerika und dielenige Kanadas von 161,000 Personen- und Lastwagen im Dezember 1930 allmählich bis auf 352,000 Einheiten im April angestiegen, um im Monat Mai auf 338,000 Stück .zurückzugehen. Im Vergleich zum entsprechenden Monat des Vorjahres musste die Produktion im Mai um rund ein Viertel, und gegenüber dem gleichen Monat des Jahres 1929 um beinahe die Hälfte gedrosselt werdea In den Vereinigten Staaten und im Kanada sind in den ersten 5 Monaten des laufenden Jahres rund 1,368,000 Automobil© produziert worden, was gegenüber der entsprechenden Periode des Vorjahres einem Rückgang um 571,000 oder um 29 Prozent entspricht, wobei bereits damals gegenüber 1929 eine Prod'uktionseinschränkung um ein? Drittel zu konstatieren war. Wy. Interessante Steuer-Erleichterungen sieht die tschechoslowakische Regierung vor. Nachdem der Senat das Gesetz für einen Strassenfond genehmigt hatte, über welches wir in der A. R. verschiedentlich berichten konnten, wurde eine Resolution gutgeheissen, in welcher die Regierung beauftragt wird, einen Entwurf auszuarbeiten, der Steuererleichternugen für Automobilisten vorsieht und vor allem den gewerbetreibenden Fahrzeughaltern Steuerreduktionen bis zu 50 Prozent bringen soll. B. Die neue Philips Duplo besser denn je! Vervierfachen Sie die Reichweife Ihrer Scheinwerfer, indem Sie Philips Duplo-Lampen verwenden I Absolut blendungsfreie Beleuchtung mit einer Blickweite von 250 Metern anstatt 60 Metern. PHILIPS DUPLO-LAMPEN blenden nicht und sind an jedem modernen Wagen ohne Änderung anzubringen.

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