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E_1931_Zeitung_Nr.060

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1931 - N° 60 Teth Frage 7994. Reparatur von Hartgummizellen. Können Hartgummizellen von Akkumulatoren, die einen Riss aufweisen, noch zuverlässig repariert •werden? H. D. in A. Antwort: Die Reparatur solcher Zellen lohnt sich meistens nicht. Gerissene Zellen sind deshalb am besten zu ersetzen. -at- Frage 7995. Werkzeugausrüstung eines Tourenwagens. Welche Werkzeuge sollen auf einem modernen Tourenwagen auf eine grössere mehrwöchige Reise mitgenommen werden? S. K. in E. Antwort : Eine Standard-Ausrüstung lässt sieh hier nicht aufstellen. Ein Fahrer mit persönlicher Geschicklichkeit und Erfindungsgabe kommt mit einem Minimum an Werkzeug aus, besonders wenn er noch einen an sich sehr guten Wagen benützt, während ein ausgesprochener Pechvogel und Umstandskrämer selbst mit einer kompletten fahrenden Werkstätte nicht genug hat. Beim Durchschnittsfahrer sollte die Werkzeugkiste etwa enthalten: eine kräftige Kombinationszange, einen verstellbaren starken Schraubenschlüssel, einen Satz flache und Steckschlüssel für die wichtigsten Muttern, einen Kerzenschlüssel, ein paar Meter starken Kupferdraht, eine kleine Bolle Isolierband, eine feine Düsen-Durchstechnadel und eventuell einige der gangbarsten Muttern. An Ersatzteilen ausserdem noch: wenigstens 1 Zündkerze, gegebenenfalls je 2 Haupt- und Leertaufdüsen mit jeweils etwas kleinerem und grösserem Durchlass, als ihn die im Vergaser befindlichen Düsen aufweisen, damit man — namentlich bei Auslandsreisen — «anormalen> Betriebsstoff ohne Leistungsverlust verwenden kann. Die Mitführung je einer Reservebirne von jeder in Frage kommenden Grosse in einem besonderen, gepolsterten Etui ist natürlich ebensowenig zu versäumen wie die Mitführung einiger Sicherungen. Eine Taschenlampe schliesslich, ein Montier-Ueberzugs-Staubmantel, ein Paar dicke Montierhandschuhe und etwas Putzwolle vervollständigen das technische Reisezubehör für die Autotour, auf der man sich mit Hilfe « Europa-Touring» mühelos und zuverlässig zurechtfindet. Zur Steigerung des körperlichen Wohlbefindens bei Langstreckenfahrten kann die Mitnahme einiger Kleinigkeiten, die in einem kleinen, immer greifbaren Handköfferchen Platz finden, dringend angeraten werden: Kamin, Seife, ein Päckchen Imi, Bürste und Handtuch dienen zur äusseren Erfrischung und Reinigung, eine Thermosflasche mit Tee oder Kaffee, Salmiakgeist gegen Insekten- und Bienenstiche; ein ätherisches Oel, auf die Stirne aufgestrichen, schützt vor Hitze und Müdigkeit, und eine kleine Reise-Apotheke mit Verbandszeug an Bord schützt — besser als jeder Talisman — vor echwerem Unfall. Der Photoapparat echliesslich sammelt liebe Erinnerungen und sollte auch niemals vom Autotouristen vergessen werden! + Frage 7996. Explosionsgefahr beim Tanken. Ist es wahr, dass beim Tanken schon dann eine Explosionsgefahr besteht, wenn sich 20 Meter vom tankenden Wagen entfernt eine Feuerstelle befindet? Mein Mechaniker will ausserdem irgendwo gelesen haben, dass auch schon eine glimmende Zigarre oder Zigarette genügen könne, um Benzindämpfe zu entzünden, während ich selbst doch schon mehrmals beobachten konnte, dass so ein LICHT U.-ZUNDUNG Rationen ~ Umänderuj, Reparaturen aller Si hrth East u. Zu sofortigem Eintritt in unsere neue Werkstätte gesucht 1 bis 2 durchaus selbständige Automobil-Mechaniker init Ia. Zeugnissen. Ford-Spezialisten bevorzugt — Ferner ein 8601 Auto-Mechaniker FordsoR^Traktoreir-SpezIatist. — Offerten mit Zeugnissen an Peter & Co. A.-G- Solothurn. Junger, solider und zuverlässiger 50799 Chauffeur Mechaniker sicherer Fahrer, sucht Stelle auf Luxus-, Lieferungsoder Lastwagen. Zeugnis zu Diensten. Eintritt sofort. Fr. Si» Eymann, Mech., Kirchlindach (Bern). Tüchtiger, solider, selbständiger Chauffeur-Mechaniker iginalzeugnisse nicht beilegen, wenn Sie" Offerten aal Chiffre- Inserate einreichen. sondern nur Abschriften. Auf keinen Fall können wir Adressen von Chiffre-Inseraten bekanntgeben und eine Haftung fOr die Wiedererlangong solcher Dokumente Ober« nehmen. Glimmstengel verlöscht, •wenn er in Benzin geworfen wird. Ich wäre wirklich neugierig, zu erfahren, wie sich die Sache in Wirklichkeit verhält. R. I. in K. Antwort: Benzin und die andern leicht verdunstenden Automobilbrennstoffe sind je nach den Umständen verschieden feuergefährlich. In der gegenwärtigen warmen Jahreszeit und ganz besonders an schwülen, windstillen Tagen ist höchste Vorsicht angezeigt. Jede Anwesenheit eines offenen Feuers beim Tanken kann dabei zum Verhängnis werden, gleichgültig, ob sich die offene Flamme 20 oder 50 Meter weit entfernt befindet. Es sind Fälle bekannt, in denen sich die Gase eines leicht entzündlichen Brennstoffes, der im Erdgeschoss eines Hauses gehandhabt wurde, im dritten Stock oben entzündeten. Solche Entzündungen über grosse Entfernungen werden einem verständlich, wenn man weiss, dass die Schwaden verdunsteten Brennstoffes bei ruhiger Luft sehr weit «schleichen» können, bevor sie sich so stark verdünnt haben, dass eine Entzündung nicht mehr möglich ist. Die warme Luft im Sommer bewirkt eine starke Verdunstung des Brennstoffes und damit die Bildung viel dichterer und weiter reichender Gasschwaden als beispielsweise im Winter. Hat eine solche Gasschwade eine gewisse «günstigste» Zusammensetzung, so kann sie sich mit Leichtigkeit auch schon an einer glimmenden Zigarre oder Zigarette entzünden. Beim Tanken ist das Rauchen unbedingt zu unterlassen. Man sei sich bewusst, dass die während des Auffüllens des Behälters aus diesem herausgepresste «Luft» eben nicht Luft ist, sondern hochexplosibles Gas. Der Behälter stellt während des Auffüllens geradezu eine Gasfabrik dar! Einen ungefähren Begriff von der äusserst leichten Entzündbarkeit des Benzins ergibt die Tatsache, dass unter «günstigen» Umständen ein auf nur 60 Grad C erwärmtes Blech genügt, um einen darauffallenden Benzintropfen (ohne Beisein einer offenen Flamme) zu entzünden. Dabei kann man täglich beobachten, wie ahnungslose Fahrer Benzin in Strömen über hocherhitzte Auspuffrohre überfliessen lassen. Geht dann so einem Unerschrockenen eines Tages der Wagen in Flammen auf, dann braucht er sich wirklich nicht zu verwundern, -s. Frage 7997. Druck auf den Ventilschäften. Ist es möglich, bei einem älteren Motor die Ventilschäfte durch aufgesteckte Kappen zu verlängern? Ich 'sehe mich zu einer derartigen oder ähnlichen Massnahme veranlasst, weil die zum Motor passenden Originalventile nicht mehr erhältlich sind, die mir zur Verfügung stehenden Ventile aber nicht ganz bis auf die Stössel herunterreichen. Was hat eigentlich so ein Stössel und Ventilschaft ungefähr an Druck auszuhalten? W. K. in S. Antwort: Die Stössel und Ventilschäfte, besonders der Auspuffventile, haben einen derart hohen Druck auszuhalten, dass die von Ihnen vorgesehenen Verlängerungen wohl kaum brauchbar wären. Bei einem 45 mm im Durchmesser messenden Ventil beträgt der Druck, der im Augenblick des Oeffnens auf den Ventilschaft ausgeübt werden muss, etwa 150 kg. Davon entfallen etwa 100 kg auf den Druck, den die noch gespannten Gase im Zylinder auf den Ventilteller ausüben, und die restlichen 50 kg auf den Druck der Ventilfeder. Diese. Beanspruchung des Ventilschaftes und Ventilstössels wird aber noch vielfach gesteigert, wenn der Solider, vertrauenswürdiger, tüchtiger Atrto- Mechaniker mit 6jähriger Werkstattpraxis auf Personen- und Lastwagen, sucht Stelle, womöglich in der Nähe v. Basel. Prima Zeugnisse und Referenzen. 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Off. an Paul Heuberger, Autoelektriker. Rickenbach b. Wil (St. Gallen). Motor rasch rotiert. Man darf nicht übersehen, dass das Ventil bei einem rasch laufenden Motor vielleicht nur während einer Zeit von 1/100 Sekunde beschleunigt werden kann, damit es sich öffnet. Diese äusserst kurze, zwangsläufige Beschleunigung "wirkt sich wie ein Schlag aus und dürfte Ihre Messing-Verlängerungen in kurzer Zeit zerquetschen. Wenn Sie unbedingt bei Verlängerungen bleiben wollen, so müssten diese mindestens aus gutem, härtbarem Stahl bestehen. Wir raten Ihnen aber vielmehr, sich an eine unserer Spezialfirmen für Ventile, Kolben etc. zu wenden. Sie können dort ohne weiteres Ventile jeder erwünschten Dimension erhalten. -at- Frage 7998. Junkers - Doppelkolbendieselmotor. Wie arbeitet der Junkers-Doppelkolbendieselmotor und welches sind seine Vorteile? A. T. in G. Antwort: Der Junkers-Doppelkolbendieselmotor arbeitet nach dem Zweitaktverfahren. In dem beiderseitig offenen Zylinder bewegen sich die beiden nach einem patentierten Verfahren gekühlten Arbeitskolben gegeneinander. Sie schliessen zwischen sich und den glatten Zylinderwandungen den Verbrennungsraum ein und dienen gleichzeitig als Steuerungsorgane. Je nach ihrer Stellung öffnen oder schliessen sie die in den Zylinderwandungen ausgesparten Spül- und Auspuffschlitze. Nach Erreichen der äusseren Totlage, in der die Spül- und Auspuffschlitze geöffnet sind, schliessen die Kolben Frischluft ein, die beim Zusammengehen der Kolben verdichtet und dadurch auf die zur Zündung notwendige Temperatur gebracht wird. In der inneren Totlage wird durch die Brennstoffpumpe der Brennstoff mittels einer offenen Düse in die hocherhitzte Luft fein zerstäubt eingespritzt, wobei er sich sofort entzündet. Durch' den Druck der Verbrennungsgase werden die Kolben auseinandergetrieben, die Kurbelwelle wird durch Druck- und Zugstangen in Umdrehung versetzt. Kurz vor Beendigung seines Arbeitshubes öffnet der untere Kolben die Auspuffschlitze, und die Abgase entweichen. Sodann öffnet der obere Kolben die Spülschlitze. Die von dem Spülpumpenkolben verdichtete Luft strömt in den Zylinder, treibt zunächst den Rest der Abgase heraus und füllt dann, nach Abschluss »der Auspuffschlitze durch den unteren Kolben, den Zylinder nach, so dass sich beim nächsten Verdichtungshub nur reine Luft im Zylinder befindet. Die durch dieses Verfahren erzielte Spülung vollzieht sich mit dem geringsten Arbeitsaufwand. Sie ist hervorragend gut und lässt beste Brennstoffausnützung erzielen. Nun schliesst auch der obere Kolben wieder die Spülschlitze, und bei weiterem Zusammengehen der Kolben wird die reine Luft verdichtet, wonach sich das Spiel mit der Brennstoffeinspritzung wiederholt. Dieselprinzip, luftlose Einspritzung und Doppelkolbenbauart ohne Ventile sind die Kennzeichen der Junkers-Motoren. Die Entstehung des Doppelkolbenmotors kann man sich so denken, dass von zwei Zylindern einer Einkolbenmaschine der eine umgekehrt auf den anderen gesetzt ist. Das mittlere und rechte Grundlager dient jetzt zur Zugstangenlagorung. Der linke Kurbelzapfen wird Grundzapfen, das linke Grundlager wandert nach rechts in der Pfeilrichtung, und die beiden Zylinderböden fallen fort. Aus den beiden wärmewirtschaftlich unvorteilhaften Brennräumen der Einkolbenmaschine entsteht so unter Beibehaltung des kleinen Zylinder- F ILIAL EN: LAUSANNE: Rue du Midi 16, Telephon 32.001 STUTTGART: Neckarstrasse 132, Tel. 40.401 MÜNCHEN: Lueg ins Land 6, Telephon 29.399 connaissant parfaitement la partie automobile. — Place stable. — Faire offres avec copies de certificats et pretentions au 50827 Garage Viscardi & Cie. ä Bex. Junger, vertrauter KLUGE GARAGISTEN Reparaturen 50695 (gelernter Mechaniker), mit guter Fahrpraxis, sucht Stelle als Chauffeur oder in Garage. Westschweiz bevorzugt. Spreche etwas Französ. und Englisch. Lohn Nebensache, wenn Gelegenheit geboten ist, die französische Sprache gründlicher zu lernen. Eintritt Mitte August oder später. Offerten an W. Kohler, Mechaniker, Samen (Obwalden). Weitere Stellenangebote und -gesuche siehe auch Seite 12 durchmessers ein Brennraum mit der doppelten Höhe, dessen wärmeabgebende Oberfläche fast 40 Prozent geringer ist. Bei einem grossen Gesamthub beider Kolben ergibt die Hubteilung niedrige Werte für die Geschwindigkeiten der Kolben, Schubstangen, Kurbeln, etc. Zusammengefasst ergibt die Doppelkolbenkonstruktion unter Beibehaltung eines kleinen Zylinderdurchmessers einen grossen Gesamthub, kleine Kolbengeschwindigkeiten, sowie eine für die Verringerung der Oberflächen und des Wärmeverlustes günstige Brennraumform. Frischlufteintritt und Abgaseaustritt liegen weit voneinander entfernt, so dass eine reine, dichte Ladung zur Verbrennung jederzeit zur Verfügung steht. Anfrage 1052. Ueberfahren eines Hundes. Ich fuhr eines Abends, nachdem ich mehr als 200 km zurückgelegt hatte, langsam durch eine Dorfstrasse und sah auf der einen Strassenseite zwei balgende Hunde, die sich auf mein Hornsignal hin entfernten. Im gleichen Moment sprang mir von der andern Seite her ein Hund vor den Wagen. Ich bremste, aber die Räder waren schon über den Hund weg. Ich fragte nach dem Besitzer, der dann auch herbeikam. Ich sprach mein Bedauern aus und verlangte, nachdem mir mitgeteilt wurde, dass ein Polizist in Zivil anwesend sei, eine Aufnahme des Tatbestandes, was aber der Polizist verweigerte. Als ich vor den Untersuchungsrichter kam, stellte sich heraus, dass der Polizist nach meiner Wegfahrt den Tatbestand aufgenommen hatte. Die verschiedenen Zeugen sprachen sich zuerst aus, ich sei den Vorschriften entsprechend gefahren, änderten aber später ihre Aussagen. An der Hauptverhandlung, die 220 km von meinem Wohnort stattfand, Hess ich mich durch einen Anwalt vertreten. Das Urteil lautete: Schuldig wegen Uebertretung des Autokonkordates, nichtschuldig wegen grobfahrlässiger Eigentumsbeschädigung. ZivilfoTderung wird auf den Zivilweg verwiesen. Der Angeklagte hat die Hälfte der Kosten zu bezahlen. Die Rekonstruktion des Vorfalles ergab, dass das Auto höchstens 18 km Geschwindigkeit hatte. Wie beurteilen Sie diesen Fall? G. (A.). Antwort: Ohne genauere Kenntnis der Akten ist es natürlich immer schwer, eine Beurteilung eines Falles vorzunehmen. Immerhin sind wir gestützt auf Ihre Ausführungen der Ansicht, dass gestützt auf die Zeugenaussagen, wie sie von Ihnen wiedergegeben worden sind, ebensogut ein Freispruch als eine Verurteilung hätte erfolgen können. Die Schätzung einer Geschwindigkeit auf 35—45 km ist sehr schwer und unsicher. Ganz unbestimmt ist die Aussage «etwas zu rasch gefahren». Mit einer derartigen Zeugendeposition kann der Richter, sofern sie nicht durch den Zeugen näher erläutert wird, nichts anfangen. Die Behauptung, es sei nicht gebremst worden, widerspricht den Tatsachen. Was den nachträglich erfolgten Polizeirapport anbelangt, so ist dies eine Ungehörigkeit ohnegleichen, nachdem von Ihnen die Aufnahme eines Polizeiprotokolles verlangt und von dem an Ort und Stelle anwesenden Poliziston abgelehnt worden ist. Auf die Beurteilung des Falles hat dies allerdings keinen Einfluss, immerhin empfehlen wir Ihnen, gegen das unkorrekte Verhalten des betr. Polizisten bei der Polizeidirektion Beschwerde einzureichen. * BESTELLEN ERSATZTEILE aller italienischen Automobile EIGENES Junger, tüchtiger EINKAUFSBUREAU UNB PERSONAL IN MAILAND! On cherche bon mecanicien selbständiger, mit allen Auto- u. Motorrad-Mechaniker Als Sonntags-Chauffeur wäre ein 19jähriger, solider Bursche zu jeder Zeit bereit. Fahrbewillig, vorhanden. Sicherer u. zuverlässiger Fahrer. Wäre auch bereit, den Wagen am Werktagabend zu reinigen, ev zu reparieren. 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60 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE 11 SEKTION GRAUBÜNDEN. Ortsgruppe Oberengadin. Britische Automobilisten in St. Moritz. (lr). Glück muss der Mensch haben. Und ausgesprochenes Wetterglück war der englischen Civil Service Motoring Association auf ihrer St. Moritzerfahrt in fast unwahrscheinlichem Mass beschieden. In gemächlichen Tagesetappen erreichte die Kolonne am vergangenen Donnerstag und Freitag über Basel und Zürich die Kapitale Bündens, Chur, wo ihr die Sektion Graubünden des A. C. S. und der Verkehrsverein für Graubünden einen herzlichen Empfang bereiteten, der in einem betriebsamen Abend ausklang. Die Strecke Chur- Lenzerheide-Julier-St. Moritz gab den Gästen, unter denen etliche zum erstenmal schweizerischen Boden unter den Rädern hatten, eine etwas härter Nuss zu knacken. Und wenn auch da und dort ein Motor sich kapriziös gebärdete — sie schafften es doch alle und männiglich schmunzelte selbstbewusst und zufrieden, als das Julier- Hospiz in Sicht kam, allwo man sich selbst einen kühlen Trank und dem Wagen eine Atempause gönnte. Flott hatte die Ortsgruppe Oberengadin der Sektion Graubünden den Empfang auf dem Julier vorbereitet und Herr Direktor Martin, der als allezeit gutgelaunter Oberregisseur die ganze Sache schmiss, entwickelte dabei ungeahnte «betriebstechnische» Talente. Ueber die Strasse beim Hospiz spannte eich ein ausgewachsener Triumphbogen mit den Insignien des englischen Clubs, mit Union Jack und Schweizerkreuz und über allem prangte der Gruss «Welcome in the Engadine». Zur Begrüssung der Gäste hatten sich ausser dem englischen Vizekonsul in St. Moritz, Herr F. K. Nägeli, Präsident der Ortsgruppe Oberengadin, Herr Lareida und weitere Vorstandsmitglieder sowie Kurdirektor Dr.- Amstutz und natürlich die unvermeidliche Presse eingefunden. In Entzükken und staunende Bewunderung versetzte die Söhne und Töchter Albions die Ueberreiehung von Alpenrosen- und Edelweisssträusschen. Also geschmückt und mit flatternden Wimpeln angetan, hielt die Kolonne in St. Moritz, dem Endziel ihrer Fahrt.. Einzug und richtete sich in ihrem Generalquartier } < dem Hotel Victoria, häuslich ein. Der Samstag brachte sodann die zweite Gruppe, gleich empfangen und begrüsst wie tags zuvor die erste. Und wir glauben es jenem Gentleman aufs Wort, der nach der Ankunft treuherzig meinte, er sei • tired but happy>, müde, aber glücklich nach derart länkevoller Berg- und Talfahrt. Programmgemäß nahm die erste Partie am Samstag St. Moritz in Augenschein, wobei man Jk. C. S. auch Bobbahn, Eisstadion und Cresta Run «besiohtigte> und mit unverkennbarem Interesse den etwas schemenhaften und grasüberwachsenen Spu- ttäanBBBBBUMBlOHIIIlHIlUa ren dieser Anlagen folgte. Aehnliches wiederholte sich auf der Corviglia: sintemalen der Schnee gänzlich abhanden gekommen war, Hessen sich die Gäste die Ski-Abfahrtsrouten eben ohne solchen erklären. Als echte Sportsleute interessierten sie sich für diese sichtlich winterlichen Angelegenheiten auch mitten im Hochsommer. Der Nachmittag führte die Gesellschaft über Maloja ins Bergell, wo der Herr des Schlosses Bondo, Graf Jean de Salis, ein in England naturalisierter Schweizer, den Fahrtteilnehmern die kunst- und kulturhistorischen Schätze seines Hauses zeigte. Am Abend hatte die Gayety Bar im Grand Hotel hinlänglich Gelegenheit, für ihren anmutigen Namen Ehre einzulegen, denn Direktor Martin hatte die Sache mit innigem Verständnis gemanagt und liess alle Minen fröhlicher Betriebsamkeit springen. Der strahlende Sonntag galt einem gemeinschaftlichen Besuch von Morteratsch und Muottas Muraigl. Beim offiziellen Bankett, das am Abend im Hotel Victoria die Gäste mit den Vertretern der Ortsgruppe, der Gemeindehörden, des Hotelierund des Kurvereins zusammenführte, sprudelte munter der Reden Strom, deren gemeinsamer Grundton ein freudiges Willkommen bei den Gastgebern und herzlicher Dank bei den Gästen war. Dass dabei auch die engen Beziehungen zwischen St. Moritz und dem grossen Inselreich gefeiert wurden, versteht sich von selbst. Zeitig schon machten sich die Fahrtteilnehmer am Montagmorgen aus den Federn, denn — Stilfserjoch war die Losung des Tages. Ueber Ofenpass und Umbrail kletterten Wa?en und Motorräder unentwegt und unverdrossen zur Stelviopasshöhe empor. Ohne Zwischenfall, ohne bokkende Motoren. Ueber Bormio-Tirano-Bernina wurde der Heimweg angetreten, wobei es ein fatales Missgeschick wollte, dass einer der Motorradfahrer zu Fall kam und ein Bein brach. Aber die Organisation hatte auch mit dieser Eventualität gerechnet: Herr Vizekonsul Nägoli, der die Tour begleitete, nahm den Verunglückten auf, liess ihm in Tirano einen ersten Notverband anlegen und brachte ihn am selben Abend ins Kreisspital Samaden. Für die erste Gruppe fand die St. Moritzer Tour am Dienstag ihr Ende, dieweil Party B die Besichtigung von St. Moritz, den Besuch auf Corviglia und in Bondo nachholte. Teils am Dienstag, teils am Mittwoch löste sich die Gesellschaft in einzelreisende Wagen auf und zerflatterte nach allen Richtungen der Windrose. Dessen aber dürfen wir und alle, die an der Organisation dieses dritten «continental run» der Civil Service Motoring Association mitgewirkt haben, versichert sein und diese Gewissheit bleibt uns: dass die englischen Gäste ihre Schweizerund St. Moritzer-Fahrt als unauslöschliches Erlebnis, als Erinnerung an sonnige Tage im playground of Europe mit sich nehmen werden. Ein Kränzchen gehört noch den Herren Dir. Martin vom Grand Hotel, Vizekonsul Nägeli und Lüscher dafür gewunden, dass sie die Teilnehmer nicht nur in Chur in ihre schützende Obhut nahmen, sondern ihnen auch auf den Fahrten nach Bondo und dem Stilfserjoch das Geleite gaben, eine Aufmerksamkeit, die die Gäste mit grösster Dankbarkeit quittierten. SEKTION ZÜRICH. Mitteilungen. Für die Auszeichnung der Berufschauffeure sind gegen 120 Anmeldungen eingegangen. Dieselben werden nun eingehend geprüft, da strikte darnach getrachtet wird, dass die Auszeichnung nur an wirklich gute Chauffeure, die den vorgesehenen Bedingungen zu entsprechen vermögen, vergeben wird. Für die Donnerstag, den SO. Juli vorgesehene Mondscheinfahrt nach Pfäffikon ist das Programm in der Weise vorgesehen, dass man sich in Pfäffikon zum Nachtessen findet, um alsdann an den Gestaden des schönen Pfäffikersees dem Tanzvergnügen beim Lampion- und Mondenschein zu huldigen. Ein Tanzpodium wird zu diesem Zwecke bereitstehen, so das alle Vorbedingungen zu einem frohen Fest gegeben sind. Als nächste Auslandsfahrt kündigt sich die Herbstfahrt in die Auvergne und in die Provence an, die in den Tagen vom 2. bis 13. September durchgeführt werden soll und als wichtigste Punkte Lyon, Le Puy, Mende, die Gorges du Tarn, Carcassonne, Nimes, Arles, Marseille und all die interessanten Punkte der Provence, wie Avignon, Les Beaux, Tarascon, Pont du Gard, Aigues-Mortes, Montmajour etc., berührt. T. C. S. Autosektion Aargau Münchenerfahrf. Unsere sämtlichen Sektionsmitglieder wurden angefragt, ob dieses Jahr eine dreitägige Auslandfahrt nach Innsbruck oder eine •viertägig« nach München ausgeführt werden soll. Da für die letztgenannte Tour doppelt so viel Anmeldungen als für die Tour nach Innsbruck eingelaufen sind, so wird uns somit die diesjährige Auslandfahrt nach der unvergesslich schönen und humorvollen Stadt München führen. Die Vorarbeiten sind im vollen Gang und werden wir Ihnen bald das ungefähre Programm zustellen können. Die Ausfahrt findet Mitte August statt. Also reservieren Sie diese Tage für die T. C. S.-Ausfahrt nach München. Die Sportkommisslon. F. Z, Auto-Sektion Waldstätte. Sternfahrt nach dem Gottschalkenberg. Die Sektion veranstaltet, wie bereits früher berichtet, auf den 26. Juli eine Sternfahrt nach dem Gottschalkenberg, oberhalb Aegeri, wobei jeder teilnehmende Fahrer eine Prüfung auf regelmässiges Tempo und geographischen Sinn zu bestehen hat. Nach dem Reglement soll die Fahrt mit der gleichmässigen Geschwindigkeit von 29 bzw. 22 km für eine bestimmte Teilstrecke durchfahren werden. Gestartet wird bei jedem Wetter in Luzern, Frohburg (Bahnhof) und auf dem Rathausplatz in Sursee. Die Konkurrenten haben um 6 Uhr 15 zwecks Entgegennahme der letzten Weisungen auf dem Startplatz zu erscheinen, woselbst auch die offizielle Zeit bekanntgegeben wird. Die vorgeschriebene Route wird jedem Fahrer 15 Minuten vor der Abfahrt mitgeteilt. Das Routenverzeichnis enthält die wichtigsten Ortschaften, die auf der Dufourkarte verzeichnet sind und auch die Distanzen zwischen den wichtigsten Orten. Kontrollen unterwegs sind durch T. C. S.-Schilder angegeben. Zu rasches oder zu langsames Fahren wird mit Strafpunkten für je 200 Meter Differenz belegt. Den Gewinnern winken eine schöne Anzahl interessanter Preise. Die Verteilung findet auf dem Gottschalkenberg nach dem Mittagessen statt. Anmeldungen zu doppeltem Nenngeld !••••••••••••••••••••••• >UK «I« Das Toggenburg und c i n Fanatiker. Aus Toggenburger Verkehrskroisen gehen uns nachfolgend« Zeilen zu: Der Verlegerredaktor des «Obertoggenburgei Wochenblatt » in Nesslau nimmt in seiner Nr. 50 vom 24. Juni d. J Stellung zu den Strassenverhältnissen auf der Umleitungsstrasse Ebnat-Blomberg- Krummenau, wobei er u. a. wörtlich schreibt: c Wir finden, die grössere Verantwortung trifft dabei die Kilometerfresser, die sich den Gefahren der schmalen und kurvenreichen Strassen immer zu wenig anpassen und glauben, nur sie hätten ein Anrecht auf diese. Wir empfehlen unserm kantonalen Stras- sening-enieur inskünftig, in gleichen Fällen einfach die Strassen gänzlich zu sperren, was gilt's, die Autowütriche werden dann insgesamt Vernunft annehmen und froh werden, wenn sie — anständig fahren dürfen, wie viele andere Autofahrer. Mehr Strafe, — denn das Verantwortungsgefühl fehlt heute mehr denn je überall und besonders bei Kilometerfressern. » Dieser eigenartige Ton des « Obertoggenburger W T ochonblatt » muss alle Autofahrer verblüffen. Man könnte wahrhaftig glauben und wird wohl nicht fehlgehen in der Annahme, dass jener Schreiber, als fanatischer Gegner alles Fortschrittlichen bekannt, für sein Blatt bei der bäuerlichen Bevölkerung Hass gegen die Autofahrer säen will. Anders ist die widerliche Art der Behandlung der Autofahrer nicht zu verstehen. Dia liebenswürdigen Worte « Autowütriche » und c Kilometerfresser » sind auch ein Zeichen grösster Einseitigkeit. Dadurch aber, eben durch diese sonderliche Notiz, könnten auswärts die grössten Missverständnisse auftauchen in der Weise, dass von den Autofahrern angenommen würde, das Toggenburg stehe überhaupt dem Autofahrer feindlich gegenüber. Wir finden es daher am Platze, diese event. Meinung in entgegengesetztem Sinne richtigzustellen und die Art und Schreibweise des « Obertoggenburger Wochenblatt » zwei Grade tiefer zu hängen. Das Toggenburg brachte je und je dem Autosport alle Sympathie entgegen, sonst würde es doch nicht immer mehr und bessere Autostrassen schaffen! Wir vergleichen Fanatismus mit einer Krjnkheit, womit sich die Art des « O. W. > von selbst «Medigt Tourenanfragen frühzeitig. Wenn Sie sich durch uns Ihre Ferienreise ausarbeiten lassen wollen, fragen Sie uns bitte möglichst frühzeitig an, damit es uns bei der Jetzigen starken Beanspruchung möglich ist, Ihnen die Zusammenstellung der Tour rechtzeitig zukommen zu lassen. Touristikbureau der * Automobil-Renie », Bern, Breitenrainstrasse 97, Tel. 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