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E_1931_Zeitung_Nr.060

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Abb. 3. Ein

Abb. 3. Ein Geschwindigkeitsmesser, der mit einer elektrischen Hupe kombiniert und zur Anordnung auf der Windschutzhaube bestimmt ist. genaue Situation dem Gehirn zur Verarbeitung übermittelt. Das Gehirn braucht seinerseits noch die bekannte Reaktionszeit, bis es seine Entschlüsse getroffen und die Muskeln zum Handeln veranlasst hat. Die indirekte Gefährlichkeit der Instrumente Hesse sich aber fast ganz vermeiden und ihr Nutzen sich bedeutend steigern, wenn ihre bisherige Anordnung unterhalb der Windschutzhaube zugunsten einer neuen Anordnung verlassen würde. Der Weltrekordfahrer Campbell hat mit der Geschwindigkeitsmesseranordnung an seinem «Blauen Vogel » das Muster dazu geschaffen. Er baute dieses Instrument ganz vorn an der Motorhaube ein, so dass es nur wenig über die Haube herausragte und fast in ein und derselben Blickrichtung lag, die der Fahrer bei der Konzentration auf die Fahrbahn einhielt. Jede Instrumentenanordnung, die den Winkel zwischen der Blickrichtung Auge-Fahrbahn und der Blickrichtung Auge-Instrument vermindert, ist auch beim gewöhnlichen Personenwagen schon von grossem Vorteil. Um den Blickwinkel zu verkleinern brauchten z. B. die wichtigsten Instrumente nur über der Windschutzhaube angeordnet zu werden, Abb. 4. Vorschlag eines Einbaues der Instrumente in Kühler. Poteaux indicateurs TRIANQLES OFFICIELS PB 8IQNA- LISATION ROUTIERE Pi.ECME8 O'ORI EM- TAT ION OI8QUE8 DE 8IGNA- LISATION URBAINE CONFORMES AUX PRE8- CRIPTION8 CONSULTEZ Ste. du Numerotage des Routes S. A., Geneve Telephone 48.463 20 ans d'experlences En collaboratlon avec le Touring Club Suisse et »'Automobile Club Suisse iIS A VENDRE pour cause de depart: Auto DERBY, moteur RUB^V, i cyl., soupapes en tfite, 1100 eme, 4 vitesses, freins sur 4 roues, modfele RACING SPECIAL. Cette voiture etait l'objet d'une commande späciale, comportant pour prfcs de 1000 frs. de modifications et additions. 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B. die Erwärmung des Flicks dadurch herbeiführen, dass man den Schlauch mit der geflickten Stelle gegen das noch warme Auspuffrohr des Motors presst. Je nach dem Hitzegrad, den man wünscht, kann man dabei einen mehr oder weniger weit vom statt wie bisher unter dieser. In den Abbildungen 1, 2 und 3 sind Vorschläge zu solchen Lösungen skizziert. Ein weiterer Vorteil lässt sich aber noch erzielen, indem man das Instrument in grössere Entfernung vom Fahrer rückt. Es wird dadurch vermieden, dass das Auge seine Brennpunkt - Einstellung stark verändern muss, wenn der Blick von der Fahrbahn auf das Instrument konzentriert wird oder umgekehrt. Bei geeigneter Gestaltung des Zifferblattes und Zeigers lassen sich überhaupt die Angaben des Instrumentes mit genügender Genauigkeit erkennen, ohne dass man die Konzentration auf die Fahrbahn vermindert. Aus den Skizzen 4 und 5 geht hervor, wie eine den obigen beiden Gesichtspunkten entsprechende Anordnung der wichtigsten Instrumente in der Praxis etwa zu verwirklichen wäre. Die Zahl der Instrumente selbst Motorblock entfernten Teil des Auspuffrohrs wurde dabei auf ein Minimum reduziert. Der benutzen. -^-at— Geschwindigkeitsmesser und event. auch ein Tourenzähler oder Kühlwasserthermometer Weniger Bremsen — grössere Brennstofiersparnis. Die Einsparung von Brennstoff würden am besten als Zeiger-Instrumente ausgebildet, da sie von weitem viel leichter ist nicht unwesentlich von der Häufigkeit abgelesen werden können als beispielsweise des Bremsens abhängig. Je häufiger gebremst wird, desto mehr Benzin wird ver- Trommel-Instrumente, bei denen unter einem Ausschnitt nur jeweils eine Zahl zum Vorschein kommt. Zur Kontrolle der Batterie- sind weiterhin folgende Gesichtspunkte, von zehrt. Für die Einsparung von Brennstoff ladung und des Oeldrucks dürften kleine, Wert: Die Brennstoffleitung muss dicht sein; neben den Instrumenten eingebaute Kontrolllämpchen genügen, und als Benzinstandslauf darf der Motor nicht rasen; während den die Bremsen dürfen nicht schleifen; im Leeranzeiger würde sich wohl wegen ihres geringen Platzbedarfes am ehesten das System der Vergaser darf nicht zu benzinreich ein- Fahrpausen muss der Motor abgestellt sein; empfehlen, bei dem in einem Glasröhrchen gestellt sein; wenn nötig, muss man die Ventile einschleifen lassen; nach dem Anlassen eine gefärbte Flüssigkeit auf- und niedersteigt. muss die Starterklappe sobald wie möglich Auf dem Brett unter der Windschutzhaube •geschlossen werden; es ist darauf zu sehen, blieben nur Instrumente, die selten beachtet dass die Kupplung nicht schleift; die Zündung muss richtig eingestellt sein; bei schnel- werden müssen oder die der Fahrer aus Liebhaberei mitführt. Praktisch könnte daS lem Tempo verzehrt sich der Brennstoff rascher als bei mittelmässiger Geschwindig- «Instrumentenbrett» aber auch ganz frei von Instrumenten bleiben. Wie die letzte der dem keit; Vollgas soll nur im Bedarfsfalle gegeben werden; verkehrt ist es, den Tank bis «Autocar> entnommenen Skizzen zeigt, Hesse sich dann dieser Platz sehr gut für wirklich zum Rande zu füllen, da auch dadurch Ben- verlören gehen kann. nützliche Zwecke ausnützen, z. B. für diezjifi 4- AUTO -GARAGEN % in Eternit doppelwandlg, heizbar, demontabel, stit 15 Jahren bewährte Bauart Länge cm tfreite om Hohe am Preis «r. SSO 240 250 900.— MO 240 290 1100.— «0, 300 250 1200.— 000 300 230 1400.— Preise ab Fabrik — Lieferbar sofort — Nähere Auskünfte durch ETERNIT A.-G. v NIEDERURNEN 1O Moteurs amovibles LAROS les meilleurs, les plus puissants, les plus feconomiques Concessionnaires exclusifs: Outboard Motors, Lugano D « Stab Agenoes de vente: JOHN FAUL, Horgen (Zeh.) E. 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N«60 - 1931 AUTOMOBIL-KCVUC IS Aussiellun^en Die Hyspa und das Verkehrswesen. Am letzten Samstag wurden an die 300 Presseleute zur Besichtigung der Hyspa, der ersten schweizerischen Ausstellung für Gesundheitspflege und Sport, eingeladen, um eine Orientierung über den Zweck und die Geschichte der Ausstellung entgegenzunehmen und einen ersten Rundgang zu machen. Die Hyspa soll eine Kombination zwischen einer Ausstellung im üblichen Sinne und einer speziellen Fachmustermesse darstellen. Dabei wird der wissenschaftliche Charakter durch Kollektivausstellungen besonders betont. Auch das Gewerbe und die Industrie entschlossen sich in zahlreichen Fällen, das Mittel der kollektiven Ausstellung zu wählen, so dass eigentlich die offizielle Ausstellerzahl, die mit 805 angegeben wird, in Wirklichkeit einer bedeutend höhern Ausstellerzahl entspricht. Die Stände der öffentlichen Institutionen, die im Dienste des Sportes und der Hygiene stehen, spielen an der Hyspa eine bedeutende Rolle. Die Besichtigung der Ausstellung erfolgte in sechs Gruppen, womit man leicht eine Der Inhaber des Meistertitels für die europäische Automobilmeisterschaft 1931, der Uebersicht der Vorarbeiten zu der am 24. Juli zu eröffnenden Ausstellung gewinnen Italiener Fernando Minoja, ist in den Kreisen konnte. des internationalen Automobilsportes kein Den Automobilisten wird besonders der Pavillon «Verkehr, Touristik und Sport» interessieren. Wir finden dort, um uns kurz zu fassen, einmal die Stände des A. C. S. und des T. C. S. sowie ein Stand des schweizerischen Luftamtes. Bei diesem Besuch befand sich einzig der Stand des T. C. S. in fortgeschrittenem Zustande. Man sah dort ein Motorrad mit Seitenwagen des Strassenhilfsdienstes, eine graphische DarseJlung der Entwicklung des T. C. S. seit dem Gründungsjahr 1896 und eine ebensolche Darstellung über den Strassenhilfsdienst, ferner einen Teil des Materials, das der T. C. S. für seine Verkehrserziehungskampagne versandte, sowie die bekannten Touristikführer von O. R. Wagner, die unter dem Patronat des T. C. S. und der A. I. T. veröffentlicht werden. Interessant ist der Stand der schweizerischen Alpenposten in der Halle Sport, bei dem als Hintergrund ein 16 Meter breites Panorama dient. Vor diesem Panorama sieht man unter anderem ein Kegress-Citroen- Raupenauto, von dem Typ, der für den regelmässigen Winter-Postdienst auf derbemerkbar, die sich im Laufe der Jahre im- sich bei ihm die vielgerühmte Eigenschaft Strecke Chur-Tschiertschen verwendet wird. Dem Fahrzeug ist ein SkitranspoTtanhänger beigegeben. Hinter dem Postchauffeur sitzen Reisende, die der Propaganda für zweckmässige Sportausrüstung dienen. Wir werden Gelegenheit haben, später auf alles zurückzukommen, was den Automobilisten interessiert, sobald die Ausstellung eröffnet ist und die Stände fertig erstellt sind. lt. Toiit^smus Durchfahrt ausländischer Automobile und Motorräder. Im Monat Juni fuhren, wie den Angaben der eidgenössischen Oberzolldirektion tu entnehmen ist, die nachfolgenden Motorfahrzeuge über unsere Grenzen: 7936 Automobile mit provisorischer Eintrittskarte, 1043 mit Passavant, 8195 mit Triptyk oder Passierscheinheft und 371 Motorräder mit Kontrollzeugnis. Es passierten insgesamt 17,545 Motorfahrzeuge unsere Grenzen, lt. Drosselung des deutschen Reiseverkehrs. Die deutsche Regierung erliess am Samstag eine Notverordnung, um die deutsche Finanzkrise zu mildern. Die Verordnung, die am 23. Juli in Kraft tritt und am 1. Oktober wieder ausser Wirksamkeit gesetzt wird, bestimmt, dass von jedem Reichsdeutschen an der Grenz© durch die zuständigen Passbehörden eine Abgabe von 100 Mark erhoben wird. Alle Reichsangehörigen, die ohne Visumsvermerk ausreisen, werden mit einer Geldstrafe nicht unter 1000 Mark oder mit Gefängnisstrafe belegt. Mit dieser Verordnung, die als Hauptzweck eine Verminderung der Kapitalflucht verfolgt, wird der deutsche Reiseverkehr und speziell auch die Ausreise der deutschen Autotouristen nach der Schweiz sozusagen restlos abgedrosselt. Für die schweizerische Hotellerie entsteht dadurch eine recht unangenehme Lage, indem die Saisonfrequenz, die sich bis heute in den meisten Kurgebieten nicht günstig anliess, noch mehr gedrückt wird. Die Vereinbarung des schweizerischen Hotelier-Vereines, die durch die Vermittlung der Nationalbank und des Bundesrates bei der Deutschen Reichsbank zustande kam und wodurch eine Regelung des Zahlungsverkehrs zum festen Kurse von 120 Franken für 100 Mark erwirkt werden konnte, wird daher nicht die volle Erleichterung bringen, die man von ihr erwartete. — Eine Intervention des Bundesrates sollte versuchen, die Härten dieser Verordnung zu mildern, go. Fernando Minoja, der Europameister 1931. Unbekannter.' Schon seit vielen Jahren ist er ein gern gesehener Konkurrent an den internationalen Autosportveranstaltungen. Die Karriere dieses echten Sportsmannes, der sich durch eine schöne Bescheidenheit, wahren Sportgeist und eine angenehme Zurückhaltung auszeichnet, verzeichnet einen Taschen Aufstieg. Es war im Jahre 1907, als der noch unbekannte, scheue Jüngling Nando Minoja auf einem Isotta Fraschini erstmals an der Coppa Florio teilnahm, einem grossen Rundstreckenrennen bei Brescia. Die Zeitungen verschwiegen neben den gTOSsen Fahrern jener Zeit, wie Ceirano, Fournier, Hemery, den Neuling. Doch wie gross war die Ueberraschung weiter Sportkreise, als Minoja als Erster das Rennen beendigte. Plötzlich stand er im Mittelpunkt des sportlichen Interesses, die Zeitungen brachten spaltenlange Berichte von seiner Fahrt. Minoja zeichnete nicht nur die Kühnheit seiner zwanzig Jahre aus, mit der er alle Hindernisse überwand; schon damals machte mer mehr entwickelte: jener sichere Instinkt und Jene Sensibilität am Volant, die dengu- 1 ten Fahrstil ausmacht. So war denn sein erster Sieg durchaus kein Zufallssieg, sondern ein Erfolg seines individuellen Fahrstils und seiner Technik, mit der er jede Situation zu beherrschen wusste. Von diesem ersten sportlichen Erfolg an stieg die Karriere Minojas rasch an. Ereilte von Sieg zu Sieg. Abwechslungsweise sass er am Volant eines Fiat, eines Mercedes, Isotta Fraschini, O. M., Alfa Romeo oder Bugatti, immer jedoch begegnete er mit seiner überlegten Fahrkunst dem Beifall der Menge. Minoja wurde überall zu einem gern gesehenen Gast. Die verschiedenen europäischen Rundstrecken erlebten seine eindruckvollen Fahrten, die er mehrmals als Erster oder als einer in den ersten Rängen rangierender Konkurrent abschloss. Er fuhr zusammen mit Morandi bei der ersten Mille Miglia und schnitt erfolgreich ab, die Targa Florloblieb ihm nicht fremd, auch auf den Rundstrecken von Le Mans, San Sebastian und Monza gab er seine Visitenkarte ab. Sowohl auf der Strasse wie auf der Rennpiste blieb Minoja der gleich vorzügliche Fahrer. Sein Stil entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer seltenen Meisterschaft. Dieses Jahr sehloss Minoja auf Alfa Romeo In Monza zusammen mit Borzacchini als Zweiter ab in Montlhdry beendete er, trotz verschiedener unliebsamer Halte, das Rennen als Sechster, und in Spa, beim Endlauf um die europäische Automobilmeisterschaft dieses Jahres, plazierte er sich zusammen mit Minozzi an dritter Stelle. Der Titel der europäischen Automobilmeisterschaft, der dieses Jahr erstmals verliehen wurde, konnte nicht besser verliehen werden als an Minoja, der eine erfolgreiche Karriere hinter sich hat, ohne sich jedoch je einmal laut in den Vordergrund gedrängt zu haben. Der ehrende Meistertitel krönt die Karriere eines Fahrers, der seiner in jeder Weise würdig ist. bo. Internationale Alpenfahrt. Wie uns von geschätzter Seite mitgeteilt wird, enthält der in Nr. 59 der «A.-R.» erschienene Artikel über die internationale Alpenfahrt, dessen Mitteilungen auf Orientierung von kompetenter Seite basierten, einen unrichtigen Passus. Das Verbot der Benutzung der Strecke Davos-Landquart wurde von der biindnerischen Kantonsregierung nicht ausgesprochen, sie hatte hiezu auch keine Veranlassung, da deren Zulassung für die Alpenfahrt von des Organisatoren gar nicht verlangt wurde. Sie bewilligte vielmehr die Benutzung aller für die Alpenfahrt in Betracht kommenden bündnerischen „ Strassenstreeken ohne weiteres. Es scheint vielmehr, dass die Organisatoren von sich aus die erwähnte Strecke in ihrem Programm wieder fallen Hessen. Mit Rücksicht auf das in letzter Zeit allen automobilistischen Bestrebungen im Kanton entgegengebrachte Interesse der bündnerischen Regierung, legen wir besondern Wert auf diese Berichtigung. A. D. A. C.-Bergrekord In Freiburg !. Br. Das am kommenden Sonntag bei Freiburg i. Breisgau stattfindende internationale Bergrennen auf dem Schauinsland wfrd auch in diesem Jahre eine ausgezeichnete Besetzung aufweisen. Trotzdem die Nennliste noch nicht abgeschlossen ist, umfasst das Verzeichnis der Meldungen jetzt schon eine stattliche Reihe bekannter internationaler Konkurrenten. In der Kategorie der Sportwagen werden an nennenswerten Fahrern teilnehmen : Hartmann (Bugatti), Sandri (Alfa Romeo), Hilpoltsteiner (D.K.W.), Caracciola (Mercedes), Manfred von Brauchitsch (Mercedes). Kohlrausch (B.M.W.), Prinz von Leiningen (Bugatti), Oesterreicher (D.K.W.), Simons (D.K.W.) usw. Bei den Rennwagen sind zu erwähnen : Hartmann (Bugatti), 01- lendorff (Bugatti), Hans Stuck (Mercedes), Macher (D.K.W.), von Morgen (Bugatti), Hilt- ;0ö$stein,er (D.K.W.), Bauhof er. (D.K.W.), Kohlraüsch (B.M.W.), Boucly (Sailmson), Volkhart (Neander-Volkhart-Spezial), Steinweg (Amilcar), Decaroly (Salmson), Oesterreicher (D.K.W.), Markiewicz (Austin) usw. Neben dem Grossen Bergpreis für Deutschland für Automobile kommt am Sonntag auch der gleiche Preis auf der Schauinslandstrecke für Motorräder zum Austrag. Wie jedes Jahr, ist auch diesmal das Freiburger Bergrennen mit einer Zielfahrt verbunden, deren Teilnehmer zur Erinnerung eine hübsche Plakette erhalten. Strasien Umbau der Mutschellerstrasse. Die von Dietikon an der Limmat nach Bremgaften an der Reuss führende Mutschellerstrasse befindet sich gegenwärtig im Umbau. Bekanntlich benützt die Bremgarten-Dietikon- Bahn zu einem erheblichen Teil der Gesamtstrecke die Fahrbahn, die ursprünglich sechs Meter breit war, für ihre Geleise. Es hat sich daraus eine Verkehrsmisefe entwickelt, welcher der Kanton Aargau nun energisch Abhilfe leisten will. Die umzubauende Strecke ist 7,7 km lang, wobei rund 36 km Bahnverschiebung vorgesehen sind. Die Kosten sollen sich auf 1,2 Millionen belaufen. Es ist beabsichtigt, den Unterbau noch in diesem Jahre, den Strassenbelag aber im nächsten Jahre fertig zu stellen. lt. Die Arbeiten an der Rhonetalstrasse im Kanton Wallis. Die Strasse Lausanne- Villeneuve-St. Mauriee-Sitten-Brig, die ihre Fortsetzung über Furka, Grimsel bzw. Simplon nimmt, ist für den internationalen Verkehr eine der wichtigsten Durchgangsrouten. Aber auch für die Kantone Waadt und Wallis spielt die Bhonetalstrasse im internen Verkehr eine ausschlaggebende Kolle. Anlässlich der Versammlung der schweizerischen Strassenfachmänner in Vevey besprach Herr Perret, der waadtländische Kantonsingenieur, den Ausbau der Simplonstrasse auf waadtländischem Gebiet. Wir entnehmen daraus einige wichtige Punkte: Die Strassenbreite ist auf 9 Meter festgelegt worden, was speziell für die Strecke zwischen Lausanne und Villeneuve sehr wichtig ist. Diese Breite wird durch den intensiven Verkehr begründet und ist ferner notwendig, weil die Fahrbahn längs des Genfersees in der Eegel durch mittelhohe Mauern begrenzt ist. Die Arbeiten wurden im Herbst 1928 begonnen und in der Zwischenzeit etappenweise gefördert. Das gewalzte Steinbett hat eine Höhe von 10 cm, worauf eine Schicht von feinerem Stein zu liegen kommt. Darüber wird ein 4—5 mm dicker, warm aufgetragener Teerbelag gelegt. Diese Strassenbehandlung bewährte sich während des letzten strengen Winters sehr gut. Die totalen Kosten der Strassenkorrektion sollen sich auf 6,1 Millionen Franken stellen. Die Arbeiten müssen im Jahre 1932 zu Ende gehen. lt. AtJSLÄNi* Zur norwegischen Verkehrsgesetzgebung teilt uns der A.C.S. mit: Vor einiger Zeit erschien in der schweize. rischen Presse die Meldung, dass die norwegischen Gesetze dem Automobilisten den Genuss von Alkohol verbieten und ihm das Rauchen während der Fahrt untersagen.. Nach gemachten Erhe/buagen ist der A.C aer Schweiz in der Lage, diese Mitteilung formell zu dementieren. Die norwegischen Uesetze ziehen zwar bei Unglücksfällen den Genuss von Alkohol als erschwerenden Umstand in Betracht und untersagen ferner den Führern von Automobilen, die in öffentlichen Diensten stehen, das Rauchen während der Fahrt. Sie enthalten aber kein absolutes Verbot, wie dies fälschlicherweise gemeldet wurde. • , . Der Trolleybus in-England. In der Schweiz kennt man den Trolleybus eigentlich nur vom Hörensagen. Möglicherweise wird in den nächsten Jahren der Trolleybus auch bei uns zur Einführung kommen (Thun-Oberhofen-Interlaken). Es mag daher besonderes Interesse bieten, zu vernehmen, wie in England die Trolleybusilinien in den Betriebsrechnungen abschliessen. Kürzlich wurden vom englischen Transportministerium die Betriebsabschlüsse von 20 Trolleybuslinden veröffentlicht, woraus hervorgeht, dass diese Betriebe bei einer Streckenlänge von rund 170 Meilen nicht weniger als 13 Millionen; Meilen zurücklegt und 127 Millionen Personen befördert haben. Sämtliche Betriebsrechnungen ergaben einen Ueberschuss der Einnahmen von rund 5,15 Millionen Fr., wovon rund ein Drittel für Abschreibungen, Zinsen und Dividenden verwendet wurde. Die Betriebskosten nach dem Kilometer berechnet ergeben einen Betrag von ca. 65 Rappen. go. verantwortliche Redaktion! Dr. Arnold BOcht. Walter Mathys. — Hugo Labhart Telephon der Redaktion: Bollwerk 89.84 (HaHwaj). Ausserhalb Geschäftszeit: Bollwerk 82.95. Redaktion für die Ostschweiz: Dr. Arnold BüchL — Sprechstunden nach Vereinbarung mit der Geschäftsstelle Zürich (L5wenstr. 51. Telephon 37.033)., Radio-, Motorrädern! Auto-Batterien mit schriftlicher Garantie. FachmännischeKcp arature n aller Systeme. Leihbatterien. Lager der Aocumulatoren-Fabrlk Oerllkon. CARL HUBER, Werkhof Milchbuck, ZÜRICH 6 Schaffhauserstrasse 120a Telephon 44.890 NASH 400 Modell 29 Cond. int, 4/5-Plätzer, 6 Zyl., aus Privathand zu verkaufen Eugenle Salzmann-Belart, Othmarsingen. 50808 W.Jenny, Zürich8 Auto- RepamtnrwerkatitM 8MfeldatnUM 311 TUL.MJ4 Zu kaufen, ev. mieten getucht geschlossenes 2-4-Plätzer- AUTO in gutem Zustand, 4 Zyl., womöglich mit Versicherung für 1981. Offerten mit Zahlungsbedingungen unier Chiffre 50820 an die Automobll-Rtvue, Bern. Zu kaufen gesucht omen bar 50851 wirkliche Occasion grösserer wagtn, 6 Zyl., Mod. 29 od. 30, 15-18 St.- PS. Der Wagen muss in tadellosem Zustände sein. Offerten sind zu richten an Otto Graedel, Eternithandig., Huttwil. Tel. 18. Zu verkaufen "WZ 1 LASTWAGEN 2% bis 3 Tonnen, mit Möbelkasten und Brocke, tnfll guter Kundschaft. 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