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E_1931_Zeitung_Nr.060

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20 AUTOMOBIL-REVUE

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N° «0 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE 21 Das Lied im Irrenhaus Das war so: Ein mir weiter nicht bekannter Chor sang an einem Sonntagnachmittag in einer Irrenanstalt. Ein Freund hatte mich gebeten, seine Einzelvorträge am Klavier zu begleiten. Und ich erlebte das Lied im Irrenhaus. Wir müssen draussen vor der Anstalt warten, bis die Vorbereitungen oben beendet sind. Ich bin eigentümlich unruhig, ein Gefühl wie Traurigkeit und leise Angst bedrückt mich. Mein Freund und der junge Dirigent des Chores scheinen dasselbe zu empfinden. Es ist nicht die Angst vor den Kranken, die auf uns lastet. Aber wir spüren vielleicht einen Hauch jenes hilflosen Schreckens, den das Wort Irrsinn auslöst, wir verspüren einen Druck jener düsteren Macht, die dieses Haus umschleicht. Nicht alle scheinen das zu fühlen, wir aber wünschen plötzlich, es wäre vorbei. Doch nun werden wir hereingerufen. Durch lange, leere Treppen und Gänge führt man uns zum Konzertsaal. Ein hoher, getünchter und unendlich leer scheinender Saal ist es. Die muffige Luft (in allen Anstaltssälen herrscht diese Luft) bedrückt mich nur noch mehr. Die Zuhörer warten schon. In langen Reihen sitzen sie, rechts die Frauen, links die Männer. Natürlich sind es die «leichteren Fälle», die ungefährlichen Kranken, die zuhören dürfen. Die ersten Bankreihen sind für die Sänger und Sängerinnen des Chores reserviert, uns hat man auf dem Podium Stühle bereitgestellt. Das erste Lied des Chores wirkt fast befreiend, doch hält meine Bedrücktheit an. Nun singt mein Freund. Ich setzte mich an den alten Flügel. Hunderte von Gesichtern sehen zu uns hinauf. Gesichter, von den Spuren der Krankheit gezeichnet, aber auch solche, hinter denen man den umnachteten Geist nicht ahnt. Mit zitternden Händen beginne ich die Einleitung. Dann aber, als sich die einzelne Stimme hinausschwingt, an sich selbst erstarkend, als die Arie aus «Traviata» beschwört und fleht und jubelt, da weicht auf einmal aller Druck. Es gibt keine Angst mehr auf der Welt, nur noch die ewige Sprache der Musik. Und nun kreist gar eine Schwalbe im Saal, gar nicht erschreckt durch die vielen Menschen. Der Bann ist gebrochen — mir scheint, es sei heller geworden. Das Lied schwebt im Raum. Wie schön, den Armen, vom Leben Geprellten ein Stück Lied bringen zu dürfen, ein Stück Melodie, das — vielleicht — noch lange in ihnen, weiterschwingt. Eine junge Dame singt mit weichem Stimmchen, das sich glücklich in den Raum fügt, ein anspruchsloses, feines Lied, dann schwingen wieder die Stimmen des Chors durch den Saal. Rasch folgen sich die Vorträge, und plötzlich steht man wieder draussen im blendenden Sonnenschein. Auf nachdenklichem Heimweg schwingt neben unendlichem Mitleid auch ein Stückchen stille Dankbarkeit mit, dass man helfen durfte, das Lied ins Irrenhaus zu tragen. Ernest. Tragikomödie einer schiefen Nase Zürich ESPLANADE GRAND CAFE, TABARIN, BAR, die moderne Unterhaltungsstätte. Eine amerikanische FälmschauspieleTin, Polly Moran, ist in einen für ein Frau schrecklichen Zweifel gestürzt worden — sie muss sich Jetzt entscheiden, was ihr lieber ist: Schönheit oder Reichtum. Ursprünglich hatte sie keines von Seiden, sondern war eine tnittelmässig verdienende Schauspielerin mittelmässiger Schönheit, bis eines Tages ihr starkes komisches Talent entdeckt wurde und sie einen Kontrakt nach Hollywood bekam, der ihr ein Einkommen von nicht weniger als 6250 Franken wöchentlich sicherte. Voll Freude über dieses Glück entschloss sie sich, eine Ursache ihres ständigen Kummers zu beseitigen und ihr Aussehen gleichzeitig besser auf die Verfilmung einzustellen. Sie besass nämlich eine schiefe Nase, und die Hess sie sich jetzt von einem berühmten Schönheits-Chirurgen geradesetzen. Stolz und nur darauf wartend, Komplimente zu quittieren, begab sie sich nach überstandener Operation in das Büro der Filmgesellschaft. Sie war nicht darauf gefasst, hier allseitig eine unübersehbare Verdüsterung der Direktormienen vorzufinden. Die Herren sahen ihren neuen Star an, als ob er sich nicht über Nacht in eine Venus, sondern in eine Medusa verwandelt habe. Sie zogen sich auch bald in ein Beratungszimmer zurück und erschienen danach vor der jungen Dame wieder mit folgender niederschmetternder Erklärung: «Wir haben Sie nicht dazu engagiert, die Herzen junger Männer in Wallung zu versetzen, noch am Ende eines Films aus Liebeskummer zu sterben. Sie sollen die Leute in Lachkrämpfe versetzen, aber hat sich schon einmal jemand über eine klassischgriechische Nase tötgelacht...? Ihre gerade Nase ist als ein Vertragsbruch anzusehen. Der Vertrag ist so lange ungültig, bis die ursprüngliche Form Ih,rer Nase wiederhergestellt ist. Auf Wiedersehen!» Was nun? Schönheit in Armut oder Hässlichkeit in Reichtum. Ein tragischer Konflikt, fürwahr! Neue Handzeichen. In einem amerikanischen Blatte schlägt einer, der scheinbar humoristisch veranlagt ist, vor, die gebräuchlichen Handsignale folgendermassen abzuändern: Linker Arm ausgestreckt und die Hand im Kreis bewegen: Ich bin noch unentschieden, was ich bei der nächsten Ecke tun werde; möglicherweise biege ich links ab oder ich werde vielleicht halten. Mit dem linken Zeigefinger gegen den Nordstern deutend: Wenn Sie glauben, dass ich nach rechts abbiegen werde, sind Sie gross im Irrtum. Linke Hand ausgestreckt, mit dem ersten und zweiten Finger gekreuzt:: Bitte, auf keines der von mir gegebenen Signale zu achten. Linken Arm schlaff herabhängen lassen: Ich beabsichtige, beim nächsten Würstelstand zu halten. Linken Arm im Bogen von 37 Grad haltend: Komm' an meine Seite und sag' mir, wie viele Meilen es noch bis zum nächsten guten Kaffeehaus sind. Den linken Daumen nach abwärts halten: Ich höre Ihr Signal zum ersten Male. Wenn Sie glauben, dass Sie mir vorfahren können, dann probieren Sie's nur. Mit dem linken kleinen Finger winken: Kommen Sie rasch näher! Ich möchte nämlich plötzlich halten, um zu sehen, ob Ihre Bremsen in Ordnung sind. Zeltgemässer Autospruch. ,. . «Lerne reisen, ohne zu rasen!» Dieser Spruch des verstorbenen Otto Julius Bierbaum, den er in den Anfängen des Automobilverkehrs allen Schnellfahrern zurief, behält noch immer seine Geltung. Er ist kürzlich durch einen andern zeitgemässen Spruch übertroffen worden, den wir am Schaltbrett eines Wagens, stets sichtbar für die Augen des Führers, lasen: Ras' nicht wie mit wilden Pferden Durch das Weltgetümmel! Lieber mal zu spät auf Erden, Als zu früh im Himmel!» Der Autobus als Friedensstifter. In Uganda wurde von der englischen Regierung an Stelle der fehlenden Bahnen in den letzten Jahren ein regulärer Autobusverkehr eingeführt, der auch von den einzelnen Eingeborenenstämmen eifrig benützt wird. Der Autobus hatte in dieser kurzen Zeit das erreicht, was Regierung und Missionare seit Jahrhunderten nicht zuwege brachten, nämlich eine friedliche Annäherung der bisher miteinander Krieg führenden Stämme. Die Feindseligkeiten sind verschwunden, es entstand sogar eine einheitliche Eingeborenensprache an Stelle der sieben verschiedenen Dialekte, die auf dem Gebiet von Uganda geläufig waren. Der grösste Eierkuchen. In einem Ort im Rheinland löste sich dieser Tage das Vorderrad eines mit Eiern beladenen Lastautos. In hohem Bogen überschlug sich das Fahrzeug und schmetterte 18000 Eier auf das Pflaster. Mitten in den ungeheuerlichen Eierkuchen flog — der Chauffeur, dem glücklicherweise nicht das geringste zu Leide geschah. Allerdings hat er verlauten lassen, er werde nach diesem klebrigen Eierbade nie wieder Eierkuchen essen.... CtninorhorrT (Schwyz), Hotel RÖSSLI OICIIICI UCI g befriedigt alle Automobilisten. Ä. J. WYSS, Küchenchef. Telephon 56. ZÜRICH, Bahnhofplatz Restaurant DU NORD Diners u. Soupers ä Fr. 3.50 u. 4.50 Familie Rob. Steffen. Vierwaldsf älter - See und Umgebung Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersiohtlich in O. R. Wagners CH Tourlng, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. KUSSNACHT AM RIG Die berühmte klassische Stätte der Urschweiz Huder- und Angelsport, 8trandbad, Bergtouren 8ch8ne Spazierwege und Ausflöge Bevorzugter Aufenthalt für Erholungsbedürftige RIGI-SEEBODENALP, 1030 M.ü.M. Oute Fahrstrom ab Küssnacht. Wunderbare See- u. Alpensicht ENGELBERG, Sonnige, ruhige Lage, prachtvolle Rundsicht. Aller mod. Komfort. Terrassen - Restaurant. Pension ab Fr. 11.—. Billige Weekend-Arrangements. Bes.: A. O. PAULI. Stonsstod A.C.S. 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