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E_1931_Zeitung_Nr.060

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22 AUTOMOBIL-REVUE

22 AUTOMOBIL-REVUE 1931 — N° 60 Unsere humoristische Ecke Das missdeutete Chassis. « Siehst du, Amalia, wieder ein Zeichen der Zeit! Zuerst kauft man sich einen noblen Wagen, dann geht das Geld aus, nun wird verkauft und versetzt, was nicht nietund nagelfest ist, bis man kaum, mehr fahren kann!» (Punch.) Der Kleinwagenbesitzer In Nöten. Der verständnisvolle Omnibns-Chauffeur < c He, erlauben Sie mal da oben! Können Sie mir vielleicht sagen, ob wir schon das offene Land erreicht haben? > (The Motor.) Der menschenfreundliche Arzt: «Nun, welche Krankheit wünschen Sie zu haben? » Das Motoren-Denkmal. Vor dem Bahnhof Köln-Deutz w!rd in Kürze das 1. Denkmal für den Verbrennungsmotor enthüllt werden. Zu Ehren der beiden Erfinder der ersten brauchbaren Verbrennungskraftmaschine wird ein hoher Steinsockel, auf dem ein Viertaktmotor aufgestellt ist, die Namen der Ingenieure Nico- Jaus Otto und Eugen Langen tragen. K. K. Die verkannten Musikanten. Die Stadtmusik Altstätten (Rheintal) hat auf einer Tiroler Reise in Jenbach folgendes interessante Intermezzo erlebt: Kam da die ganze Stadtmusik ohne Instrumente in einen Hotelsaal. Die Serviertochter fragt den erstbesten Musikanten um sein Begehr und versteht die ihr im Dialekt gegebene Antwort nicht, stürzt ausser Atem zum Hotelpatron mit den Worten: «Kommens glei auffi, 's san an ganzen Hauffen Offiziere drobn und kaner spricht a Wort Deutsch!» Die gefährliche Autonummer. Die Schweden sind bekanntlich fromme Leute. Ein Automobilist in Vetlanda erhielt von der Behörde für einen neuen Wagen die Autonummer 452. Flugs sah er erst in der Bibel unter dieser Zahl nach; als ihm kein Vers Aufschluss gab, nahm er sein Gesangbuch zur Hilfe. Die Folge war eine kategorische Ablehnung der zugeteilten Wagennummer. Als die Behörde seinem Wunsche nach einer neuen Nummer nicht nachkam, beschritt er den Gerichtsweg. Auf keinen Fall wolle er mit der bösen 452 durchs Land fahren. Denn da stand es gross und fett gedruckt im Gesangbuch: «Wer weiss, wie nahe mir mein Ende!» Filmregisseur: ein neuer Beruf für Millionäre. Eine Anzahl junger amerikanischer Millionärssöhne haben sich neuerdings den Beruf Zollbeamter: c Ach was — fünf Dutzend seidener Damenhemden — hml » « Ich bin Damenimitator, Herr Zöllner! » eines Tonfilmregisseurs als neuesten Sport erkoren. Bisher sind drei solcher millionenschwerer Regisseure bekannt geworden. «Titelseite» heisst ein Journalistenfilm, den der aus Texas gebürtige Millionär Howard Hughes mit gutem Erfolg herausgebracht hat (der gleiche Konservenmillionär drehte auch den gegenwärtig in der Schweiz rollenden berüchtigten Kriegsfilm «Engel der Hölle»). Hubert Carchton, ein New Yorker Dollar- Grande hat einen weiteren Film «Flug nach Charleston» gedreht. Den interessantesten dieser Millionärs-Filme aber stellt ohne Zweifel «Die verrückte Parade» dar. Es ist ein Kriegsfilm, der wöchentlich 250 000 Fr. verschlingen soll und in 1 dem nur Frauen, und zwar Krankenschwestern eines Lazaretts, spielen. • * • Klabund musste einmal in einem Cafe die Zeche schuldig bleiben. Bekanntlich trug der kurzsichtige Dichter eine Hornbrille. «Ich lasse Ihnen mein Taschenmesser zum Pfand», sagte er zum Kellner, «ich habe weiter nichts bei mir.» « Da geben Sie mir schon lieber Ihre Hornbrille, die brauchen Sie eher wieder», entgegnete der menschenfreundliche Ober. Der Dichter Altenberg sass am Stammtisch in seinem Wiener Lokal. Es wurde über Herrenmode gesprochen. « Ich weiss nicht », sagte Altenberg, « dein Schneider sagt immer,.für mich sei so schwer zu arbeiten. ? » « Warum ? » « Weil ich nicht bezahle. > Die edle Tat « Drei Kilometer bin ich gelaufen, um zwei Menschen zu hindern, sich zu prügeln. •» — «Ist es dir gelungen?» — « Jawohl, er hat mich nicht eingeholt.» Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz CH Touring, Führer für Automobilfahrer, HOTEL bei ST. MORITZ CAMPFEn Im Zentrum von Sport, Sonne, Euhe. Fliess. Wasser. Garage. Strandbad. Pensionspreis v. Fr. 12.— bis 16.—. J. MARK. Besitzer. Erstes Hans am Platze. Bes. C. O. sind ersichtlich in O. R. wagners offizielle Ausgabe des T. C. S. An der Fahrstrasse gelegen - Prima Küche - Keller - Fliessendes Wasser Prmathä/lAr - ftaran» _ Toi Hr 17 Das ganze Jahr geöffnet. Gut geturntes Haus an ruhiger geschützter Lage, nahe der weltberühmten Heilquellen. Diät- u. Diabet-Kuren. Grosse Autogarage. — Prospekte zu Diensten. Tel. 176. J. 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60 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE Die Araber benützen das Auto auf zwei Arten: erstens fahren sie damit ihren Geschäften nach und zweitens machen sie daraus Stiefel. Wenn auch nicht aus dem ganzen Automobil, so doch aus den alten Pneus. Diese sind ein vielbegehrter Artikel in den Oasen, und der Pneuschuster ist eine ständige Figur auf den Märkten. Das Stiefelmachen geht viel schneller als in Europa, und man kann, besonders wenn man mit der unsagbaren Geduld des Orientalen ausgerüstet ist, zwischen Bergen alter Pneus warten, bis die Stiefel fertig sind. Der beturbante Schuster schneidet die Sohle nach genauem Mass, flickt den Fersenschutz und die Tragbänder daran und die Angelegenheit ist erledigt. Gott segne das ehrbare Handwerk! Diese Verwendungsmöglichkeit des Automobils dürfte in Europa unbekannt sein. Aber auch die Unterbringung der Fahrgäste würde bei uns entschiedenen Widerspruch erregen. Der Chauffeur propft nämlich erstens einmal so viel Menschen in den Wagen hinein, als darin eigentlich nickt mehr Platz haben. Ein schönes Prinzip bei überfüllten Autobussen sagt: cEiner geht immer noch rein!» Und wenn man das Unterbringen der beliebten Silberfischlein in den Sardinenbüchsen genau studiert hat, kann man auch geduldige Araber reihenweise in einen Bus legen und über sie eine neue Lage von Menschen dazustapeln. Die Chauffeure der Linien, welche von Algier aus in die Wüste vorstossen, über Aumale nach Bou-säada und über Djelfa nach Laghouat und Gardhaia, sind Meister in der Lösung der Platzfrage. Aber leider hat einmal selbst der geräumigste Wagen ein Dach und vier Wände, welche der aufgetürmten Menschenpyramide unüberwindliche Hindernisse in den Weg legen. Man sollte denken, dass der brave Chauffeur nun auf den Anlasser drückt und lossegelt. Fällt ihm gar nicht ein, denn es sind noch wartende Fahrgäste da und der Bus hat ein schönes, breites Dach, auf dem Koffer und Pakete verschnallt und festgebunden liegen. Auf das .Dach wird der Rest der Fahrgäste gesetzt. "Beine und Arme baumeln über den Rand, und wenn der Bus durch ein Bachbett torkelt, dann muss man sich festhalten, um nicht herunterzufallen. Alles Angelegenheiten, um welche sich der Chauffeur nicht kümmert. Ihm genügt es, die Fahrgäste untergebracht zu haben — wie sie sich darein finden, das ist ihre Angelegenheit. Ich bin in der Wüste niemals mit einem solchen Bus gefahren, aber begegnet bin ich ihm sehr oft. Er sah aus wie eine daherwackelnde Menschentraube, sogar vorn auf dem Kühler hockten die weissen, würdigen Gestalten. Das waren jene Bedauernswerten, welche unterwegs irgendwo gewartet hatten und nun auch noch mitkommen wollten. Der Chauffeur ist ein guter Kerl — da in die Sardinenbüchse nichts mehr reingeht, da das Dach ein einziger Menschenknäuel ist, müssen Kühler und Trittbretter herhalten, um die Fahrlustigen zu befriedigen. Wenn ich jemals mit einem solchen Bus fahren müsste, dann würde ich mit Nägel und Zähnen um einen Dachplatz kämpfen. Denn im Innern des Wagens — nein, ich will es nicht schildern. Ich habe nur einmal durch die offene Türe hineingeguckt und bedauerte, keine Gasmaske vor dem Gesicht zu haben. Ausserdem wäre, um die Wonnen der Fahrt im Innern des Bus zu Ein Fing auf einer der Ton Bern ausstrahlenden Fluglinien bietet Landschaftsbilder v. einzigartiger Pracht, Städte, Seen, Täler u. Höhen u. vor allem unsere herrlichen Alpen zeigen sich von einer bisher ganz unbekannten Seite, die an Schönheit alles andere flbertrifft. - Sie werden es daher ganx gewiss nicht bereuen Günstige, werktägliche Flugverbindungen nach diesen und vielen anderen Städten Auskunft n. Platzbestellung: Offiz. Verkehrsbureau, Reise-Bureaux u. Tourismus Das Auto in der Sahara warum nicht einmal mll dem Flugzeug? Für nur Fr. 20.— nach BASEL oder LAUSANNE oder ZÜRICH Telephon Zähringer 40.14 Von Dr. Gustav Renker. schildern, eine Addition von schweissdampfender Körperwärme mit der auf den Bus niederbrennenden Wüstenhitze notwendig. Das ergäbe ungefähr die Temperatur, welche den zusammengepressten Menschenhaufen umschwält. Einstmals ging es sehr würdevoll und romantisch über den Atlas der Steppe und Wüste zu — auf den schaukelnden Kamelen, in unendlichem Trott und tage-, ja wochenlang. Ich habe die Wüste mehrere Male im Auto durchmessen und kann mir die Oede eines Kamelrittes gar nicht vorstellen. Sie muss entsetzlich sein. Schon im Auto wirkt die Unendlichkeit des Raumes erschütternd. Man sieht vor sich die schnurgerade Strasse, die in den Horizont hinausläuft, dort scheinbar ansteigt, verschwindet. Man fährt mit etwa hundert Kilometer Schnelligkeit diese Strasse hin und sieht sie dann wieder, immer wieder — nichts als den weissen Strich vor sich, der wie ein schlanker Turm auf den Horizont klettert. Uebrigens sind diese Strassen der Sahara ausgezeichnet, soweit sie französisches Territorium überlaufen. Aus strategischen Gründen pflegen die Herren des Landes ihre Strassen, und wenn einmal ein Qued (Fluss) in der Regenzeit und zur Schneeschmelze im Atlas rabiat geworden ist und die Strasse zerrissen hat, dann wird schleunigst eine Schar von Legionären gesandt, die den Schaden wieder gut macht. Es war manchmal seltsam, stilwidrig vielleicht, wenn inmitten der grandiosen Oede am Weg eine Tafel stand: «Attention! Cylindragef» und dann schnaubte da, mitten in der Wüste, eine Dampfwalze, prasselnd zerknackten Steine unter ihr, braune Soldaten häuften Teer auf die Strasse, warfen Schotter darüber, und die qualmende Cylindrage presste alles glatt. Zelte daneben, ein Transportauto, ein Feuer, über dem die MittagssTippe brodelte — nicht anders als beim Strassenbau in Europa. Ringsum aber die Wüste, die grausame gelbe Weite und darüber ein Himmel, der hart und heiss ist. (Schluss folgt.) " Saisori'Notizen Wo Sie vielleicht noch nicht gewesen sind.- « Warum denn in die Ferne echweifen... » Dieses Sprichwort scheint im Zeitalter des Automobilismus seine Berechtigung verloren zu haben. Bas ist aber doch nicht ganz der Fall. Wie mancher schöne Ort liegt in unserer Nähe, so dass "wir ihn fast noch nach Feierabend erreichen können. Aber als Sonntagsziel wählen wir ihn doch nicht, er ist uns 'zu nah. Dabei kann eine kleine Fahrt und ein beschauliches Verweilen am erreichten Ort ebensoviel bieten wie eine ausgedehnte, vielleicht überlastete Fernfahrt. Weil wir uns das zu wenig überlegen, kommt es vor, dass wir so manchen Ort in unserer Nähe vielleicht überhaupt noch nicht besucht, haben. Ein paar Beispiele: Da ist einmal Bad Ammannsegg an der Strecke Bern-Solothurn, ruhig und lieblich gelegen, so recht ein Ruhepunkt in schöner Umgebung. Von Aarau führt ein kleines Strässchen über Erlinsbach und Kienberg nach Anwil, dem stillen Basellandschäftler Dorf, wo das Strässchen nach Sissach weiterführt. Wer Ruhe sucht und gediegene Einfachheit und das Währschafte liebt, wird es in Anwil finden. An der Strecke Luzern-Lenzburg Hegen zwei Seen. Am kleineren grüsst Baldegg den Automobilisten. Der See und seine Umgebung machen den Ort ganz von selbst zum Haltepunkt der Durchfahrenden. Am Wasserfall der Birs, einige Kilometer südlich von Basel, liegt im Grünen Grellingen. Von Delsberg und von Basel her ist die blühende Ortschaft, die sich in letzter Zeit stark entwickelt hat, gleich gut zu erreichen. Sie dürfte in vermehrtem .Masse Ziel nicht nur der Basler, sondern auch der Automobilisten anderer Kantone werden. Ein weiterer Punkt, der Beachtung verdient, ist das schön am Rhein gelegene Mumpf. Da es an der Zürich-Basel-Route gelegen ist, sind die Zufahrtsmöglichkeiten besonders günstig. Das gleiche gilt für Hunzenschwil, zwischen Lenzburg und Suhr an der Strasse Bern-Zürich gelegen, und von Kennern als Sonntagsziel oft benutzt. —ch— Richlerswil Hotel 3 Könige Spezialität: Fischkuche und Qualitätsweine. H.Flöhr-Frigerio, Küchenchef. Tel. 8. [iijl Restaurant Wll REBSTOCK Spezialität: ff. Bachforellen n. Qualitäts-Weine. Zivile Preise. Tel. 1.01. K.. SCHNEEBELI. Evolena. 27 Kilometer sind es von Sitten nach Evolena, dem Hauptort des Val d'Herens. Man ahnt gar nicht bei der Ausfahrt aus Sitten, dass dieses Tal in den Walliser Gletschergärten seine Wurzel hat. Erst wenn man den ersten Absatz bei Vex hinter sich hat und ohne grosse Steigungen ins Tal eindringt, beginnt es seinen Charakter zu offenbaren. Da stellt sich einmal dar grosse Berg des Tales, die Dent Blanche, ein, ein Viertausender von ganz besonderer Güte, dessen weisser Glanz sich in fast allen gen Süden gerichteten Fenstern des Eringertales wiederspiegelt. Von den Hängen gucken tiefbraune Dörfer, die von der Sonne besonders gut bedient werden und stumm von deren Kraft und Beständigkeit im Wallis berichten. Man darf das nicht vergessen: die Walliser haben es mit der Sonne. Das ist beim Aushecken von Ferienplänen und Alpenfahrten eine zuversichtliche Tatsache. Das merkt man auch in Evolena. Sonnverbrannt ist das Dorf, das auf einem grünen Talgrund liegt und dessen schöner Name seit einigen Jahren in der Walliser Fremdenverkehrsgescbichte eine Rolle spielt. Evolene ist ein stattliches, echtes Bergdorf, wo sich die Einheimischen ihr gutes altes Recht zu wahren, vermögen. Aus allen Strässchenund Häusern spricht hier die Bodenständigkeit. Das kokette Hütchen und das bunte Halstuch der Evolenerinnen hat noch nichts Neuem aus dem Tal der Städte Platz machen müssen. Diese Bodenständigkeit, diese Anhänglichkeit am Alten und Eigenen ist's, was im Hauptort des Val d'Herens soviel Eindruck macht. Darum ist Evolena eine Zierde im Bunde der Walliser Dörfer. Es möge es bleiben. schm— Auf den Pilatus. Unter den vielen Luzem in erster Linie dominierenden Berggipfeln nimmt die wildromantische Bergschönheit des Pilatus Aug und Sinn gefangen. Von Luzern aus erreicht die Bahn oder der Dampfer in kurzer Zeit Alpnachstad. Hier nimmt uns die Pilatus-Bahn auf. Bald beginnt der Wagen zu steigen, immer tiefer bleibt das glänzende Seebecken von Alpnaeh zurück. Wir durchfahren dichten Buchenwald, und immer mehr hebt sich die Wunderwelt der Waldstätteralpen mit ihren malerischen Formen wirkungsvoll über den Fluten des Vierwaldstättersees. Piiatus-Kulm ist bald erreicht. Ein kurzer Fussweg führt vom Plateau des Hotel Bellevue auf den dominierenden Aussichtspunkt, den Esel (2123 m ü. M.). Die Voralpen treten imposant ins mächtige Rundbild. Die Fels- und Firnmassen der Glärnisch-, die Tödi-, Urirotstock-, Titlis- und Dammastockgruppe und die gewaltigen Berner Alpen erscheinen uns wuchtig. Der hügeligen Niederung zu entrollt sich ein reliefartiges Bild von Schönheit und Farbenpracht. Bei einigermassen schönem Wetter herrschte in letzter Zeit auf Pilatus-Kulm immer reger Betrieb. Zahlreiche Gesellschaften aus allen Gegenden der Welt und unseres Schweizerlandes haben diese hohe Aussichtswarte besucht. Die Hotelpreise sind bei bester Bedienung äusserst massig. Am untern Hauenstein. In welcher Richtung man auch die Route des untern Hauenstein befahren mag, ob von Solothurn nach Liestal oder umgekehrt, immer bietet sie einen ganz besondern landschaftlichen Genuss. Wenn Solothurn der Ausgangspunkt ist, lockt schon kurz nach Verlassen der Stadt das etwas abseits der grossen Strasse gelegene Bad Ättisholz. Durch freundliche Orte, wie Wiedlisbach, dessen reizendes Kleinstadtbild man so schnell nicht wieder vergisst, zieht die gut ausgebaute Strasse eben dem Rande der Jurakette entlang durch das Bipperamt. Linkerhand grüssen Burgen von den Jurahöhen, durch das fruchtbare Flachland zur Rechten schlängelt sich die Aare. Plötzlich hat die Strasse den Klusdurchbruch erreicht, der von der Ruine einer stolzen Burg bewacht wird. An den grossen Eisenwerken vorbei und durch Baisthal zieht sich die Strasse und beginnt dann zu steigen. Sie schlängelt sich durch den Wald aufwärts, manch schönen Blick nach unten freigebend. Bei Holderbank ist die Höhe erreicht. Fast eben gelangt man nach Langenbrück, dem schon zum Baselland gehörenden Pfarrdorf. Wohl jeder wird hier kurz beim Denkmal Biders verweilen. Die Strasse zieht nun in Schleifen abwärts nach Waidenburg, dem überraschend schön gelegenen Städtchen im obern Frenketal. Neben den Geleisen der Liliputbahn nach Liestal sinkt die Strasse weiter durch eine schöne obstbaumreiche Gegend und erreicht durch einige schmucke Dörfer den betriebsamen Hauptort Liestal, von wo/sie nach Basel weiterzieht, -ch- Amriswil. Auf der West-Ost-Route durch den mittlern Kantometeil «Mostindiens» liegt zwischen Weinfelden und Romanshorn der aufstrebende, verkehre- und industrietüchtige Ort Amriswil. Seine Lage an einer höchst bedeutungsvollen Verbindungsstrasse aua der Richtung Zürich, dem untern und hintern Kantonsteil nach Romanshorn und Friedrichshafen gibt ihm besonders seit der Verkehrsexpansion auf der Strasse durch das Automobil eine sehr beachtenswerte Bedeutung. Man verweilt gern© und oft in dem heimeligen Städtchen mit seinen sympathischen Bewohnern. Es ist kein Mangel an guten Hotels und Restaurants, wo man auf einem Halt oder bei längerem Verbleiben wunschgemäss bedient wird. Amriswil macht sich eine Ehre daraus, von Zeit zu Zeit gut organisierte, wirklich stimmungsvolle Festchen zu veranstalten. So ist beispielsweise das Reiterfest am Ostermontag seiner Beliebtheit wegen zur Tradition geworden. — Weit in die Lande hinaus grüsst der majestätische münsterartige Kirchturm Amriswils. gleichsam dessen Wahrzeichen. a. Rheinfelden Solbad Hotel 3 Könige Restauration — Garage Telephon 47 Zimmer'mit messendem Wasser. A C S. A. SPIEOELHALTER. T C.S. Glttckl. Heirat wünsch, reiche Ausländerinnen, vermögd. deutsche Damen, Einheiratungen Herren, auch ohne Vermögen, Auskunft sofort Stabray, Berlin, StolpischMtrasse 48. Touren-Sprechsaal Touren -Antworten T.A. 714, Davos-Hamburg-Doberao. Folgende Routen sind zu empfehlen: Hinfahrt Davos, Landquart, Sargans, Buchs, Altstätten, Bregenz,. 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Frankfurt, Darmstadt, Heppenheim, Heidelberg, Eberbach, Mosbach, Heilbronn, Besigheim, Stuttgart, 239 km. Stuttgart, Esslingen, Göppingen, Geislingeu, Ulm, Illertissen, Memmingen, Leutkirch, Wangen, Lindau, 213 km. Lindau. Bregenz, Altstätten,. Buch», Sargans, Davos, 138 km. Tim Zeit zu gewinnen, könnten Sie auch TOB Doberan über Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster direkt nach Köln fahren, doch wird sich der Umweg über Berlin gewiss lohnen. Auf der Automobilkarte von Deutschland 1 :1 500 000 mit Führer, die im Verlag der «Automobil-Revue> erscheint, finden Sie übersichtlich die ganze Route mit den nötigen Angaben. W. A. in H. T. A. 715, Iffigenalp. Es ist möglich, die Iffigenalp zu gewissen Zeiten mit dem Automobil zu erreichen unter Berücksichtigung folgender Vorschriften: Die Strasse ist geöffnet für Autos bis ra 6 SU*- platzen und für Motorräder a) für Bergfahrt: von 6—9 und 12M—U% Uhr; b) für Talfahrt: von 10—12 und 17—20 Uhr. Red. Touren -Fragen T. F. 716, Lindau-Agram (Zagreb). Welche Ron te empfehlen Sie mir, von Lindau nach Agram (Zagreb) einzuschlagen? Ich möchte keine grossen Tagesetappen fahren; wie soll ich also die Fahrt einteilen? Welche Ausweise benötige ich für die Grenzübertritte? E. R. in R. T. F. 717, Kleinlützel-Lucelle. Welche Papiere benötige ich, um die kurze Zeit durch Frankreich führende Strecke Kleinlützel-Lucelle zu befahren? Sind die gleichen Ausweise notwendig wie für eine grössere Auslandsfahrt? F. B. in L. Büchertisch Reiseführer «Oesterreich». Im Grieben-Verlag erschien ein Reiseführer «Oestereich> mit 28 Karten und PLänen, der dem Reisenden grosse Dienste leisten wird. Der Textteil enthält eine gute und gewissenhafte Beschreibung der österreichischen Landschaft, die in den letzten Jahren durch Verkehrsunternehmungen und Strassenbauten im internationalen Touristenverkehr sehr an Bedeutung gewonnen hat. Ober- und Nieder-Oesterreich, Wien und Umgebung, das Burgenland, Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg und die österreichischen Alpenpässe sind ausführlich beschrieben und folgen in klarem Aufbau dem einleitenden Kapitel über Land und Leute und den praktischen Vorbemerkungen. 93 Reisevorschläge führen durch die verschiedenen Gebiete dea Landes. Be. Feriensendungen Proviant Reformhaus ZÜRICH MOnsterhof Telephon 52.628 Vättis bei «aa HOTEL LERCHE Genussr. Autotour durchs romantische Taminatftl nach Vättia mit schönen Fusstouren in die Alpentäler Kunkels u. Calfeisen. Gr. schattiger Garten. Auto-Garage. Tel. 429. Geschw. Zimmermann HERRL1BERG HOTEL RABEN Bestempfohlen für Hochzeiten and Vereine, gutgeführte Küohe und Keller (Fisohküohe). Herrlicher schattiger Garten am See Tel. 201. Neuer Besitzer: LOUIS ZÜND.