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E_1931_Zeitung_Nr.062

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18 AUTOMOBIL-REVUE

18 AUTOMOBIL-REVUE 1931 — N° 62 Begegnung Neuyork hilft sich mit kalten Speisen. Von Ralph Reger, Unter den letzten, die an Land gingen; Wenn die Sonne des Breitegrades von Neapel Noch einmal steigt die Strasse und derwar eine junge Frau, ihr Kind am Arm. Ichauf die Betonfestungen von Neuyork herabbrennt und ihre Strahlen davon abprallen wie Wagen pustet. Das soll, der Karte nach, der folgte ihr mit den Augen: mir war, diese letzte Gangwechsel sein. Und er ist es. Gerade rollen wir dahin und die Landschaft nen. Sie verschwand in einem der niedrigen Stadt vielleicht einschlafen. Neuyorks Leben Haltung und diesen Gang müsse ich ken-gefährliche Pfeile, dann würde eine andere öffnet sich. Eine schwache Senkung — und Steinhäuser, wie sie von Schiffern bewohnt jedoch bleibt pulsierend, aber es nimmt hochsommerliche Formen an und die Stadt ver- vor uns liegt das Meer. werden. — wandelt sich in das einzigartige Schauspiel Es regnet. Die Brandung schäumt gelblich, einer tropischen Metropolis. Beispiellos ist und undeutlich nur sind die Fischerboote auf die Menge von Eis, die ihm hilft, seine heissen dem Wasser zu erkennen. Ich atme tief den Wochen zu überstehen. Eis schwimmt, schon vertrauten Salzgeruch und suche Quartier. durch sein Aussehen erfrischend, in jedem Klein sind hier die Häuser und niedrig. Glas Wasser, Orangeade, Tee, Kaffee oder Steinern. Die Türen im Erdgeschoss stehen Coca Cola, das der Neuyorker hinunter- offen und lassen im Dunkel den Flur erkennen: einen roten Steinboden, ein Kind, das Kreisel spielt, und eine Frau, auf einem Stuhl nahe der Tür, die auf die Gasse starrt. Draussen bummeln die Männer. Sie tragen eine blaue Mütze, wasserdichte Jacke und Hose und kokette Schuhe: dicke Holzsohlen, hinten offen, wie Zierpantoffeln, mit Oberschuh —• aus Lackleder. Dabei hohe Absätze. Sie gehen verdrossen und gelanffweilt. Mädchen gibt es fast keine im Dorfe, die sind in der Fremde, und bei dem Wasser ist der Verdienst knapp. Ich stehe auf dem Landungssteg und schaue ins Meer hinaus. Einem stumm Dastehenden biete ich Zigaretten an. Er raucht entzückt das bessere ausländische Zeug und zeigt mir dafür, wo man den guten Rotwein trinkt. Das Entzücken ist bei mir. Durch meinen neuen Freund lerne ich Leute kennen. Ich bleibe vier Wochen am Meer. Da kommt « sie ». Wir hatten uns vier Jahre lang nicht mehr gesehen. Und im ganzen hatten wir eigentlich nur drei Monate zusammen verbracht. Beiden war es uns schlecht ergangen in jener Zeit und wir hatten keinerlei Versuch gemacht, unsere Liebe durch die Schwierigkeiten hin zu retten, denen wir damals beide fast erlagen. Wir waren zusammengeblieben so lange es ging und hatten uns getrennt, als ich wegreisen musste. Wir dachten nicht, uns noch einmal zu sehen. Nun traf ich sie also hier am Meer. Es war am Vorabend meiner geplanten Abreise. Ich stand am Quai und schaute in die untergehende Sonne. Der Duft meiner kurzen Pfeife umspielte mein Gesicht und trübte etwas den Ausblick. So sah ich nur undeutlich die Passagiere, die dem Dampfer entstiegen — Feriengäste zumeist und Landleute, die in der Stadt gewesen waren. Ich reiste nicht ab am nächsten Tag. Ich blieb noch eine Woche. Die junge Frau war Johanna, meine Freundin, die ich seit vier Jahren ganz aus dem Gesicht verloren hatte. Eines Tages traf ich sie in der Dorfstrasse — versuchte, mich ihr bemerkbar zu machen und grüsste sie. Sie grüsste zurück. Freundlich. «Du bist hier?» sagte sie. «Ja», erwiderte ich, «seit einem Monat. Und du?» Sie zögerte. «Seit zwei Jahren», sagte sie dann still. «Ich bin hier verheiratet.» Unser Zusammentreffen war nur kurz. Und in der Folge standen wir wohl auf Minuten beieinander und plauderten — aber wir scheuten die Pausen, die sich in' unsere Gespräche schlichen und vermieden es fürder, uns anzutreffen. — Ich reiste bald darauf ab. Nie hab'e ich erfahren, wie es Johanna in den Jahren dazwischen ergangen ist, was sie bewogen hat, den Fischereiinspektor in diesem kleinen Ort zu heiraten. Nur eines wurde mir klar: Vielleicht liebten wir uns immer noch, vielleicht braucht die Liebe nur Raum, sich wieder aufzurichten, neu zu blühen... Aber Johanna war nicht willens, dieser Liebe noch einmal Platz zu geben. Ihre festen, geraden Lippen redeten deutlich die Sprache von Pflicht und Ordnung. So waren ihr Feuer und ihre Schwungkraft, die ich so geliebt hatte, in einem Leben des Masses und der Pflichterfüllung erloschen. Sie hatte sich abgefunden mit der Weltordnung und mit ihrem Leben. — In mir aber glühte es noch immer und war bereit, jeden Augenblick wieder loszubrechen. So reiste ich dann endlich ab. Reuelos und voller Kraft. — Der Wagen fuhr vom Meere weg, in die Höhe, gewann das flache Land und raste einwärts, den grossen Städten zu. ; ~TV. Bunte Chronik stürzt. Eis steht in grossen Blöcken in den Trinkwasserbehältern, die sich in jedem der Hunderttausenden von Büros der Stadt befinden; in einem unbewachten Moment heben die Bürodamen den Deckel und fischen sich ein Stückchen heraus, kühlen damit das erhitzte Gesicht; nichts ist besser für die erschlaffte Haut und den müden Kopf. Auf einem niedlichen Aufbau von Eis werden in den Restaurants Melonen, Ananas, Pfirsiche und Hummer serviert. Kaum eine Familie ohne Eiskasten oder Frigidaire,-es wäre nicht zu machen, auch abgesehen von den Cocktails, die nach Eis im Mixer verlangen. Natürlich ist der Eismann eine volkstümliche Figur, und wer ganz frühmorgens durch die Strassen der aufwachenden Stadt geht, sieht das Pflaster mit grossen kristallklaren schwitzenden Eisblöcken gesäumt. Eisgekühlt sind Neuyorks Mahlzeiten, mittags, aber auch oft abends. Kalte Bouillons und Suppen, die Europa als ausserordentlich belebend warm angeraten werden können; erfrischende Sandwiches aus Nüssen, Gurken und grünem Salat, überhaupt sehr viel Salat aller Art, den man in den Vereinigten Staaten mit Gervaiskäse, Ananas, Pfirsichen und Bananenscheiben isst und dessen Blätter als Becher für kalte Speisen — Gemüse, Kartoffeln, Eier, gehackten Kapaun, gehacktes Huhn oder Krabbenfleisch — sich sehr hübsch und kühl machen. Solch knusperige Blätter können Wunder wirken. Wenn man mittags erschöpft in das Lunchlokal tritt, so möchte man am liebsten gar nichts essen, der Widerwille wird aber schnell von diesem auf Eis erhaltenen Grün besiegt. Mit Ausnahme von ein bisschen Mayonaise wird fettlos gegessen. Sehr viel Gurken, auch bloss Gurkensaft, und ,yör allem Tomaten und Tomatensaft, genannt «tomato-cocktail», allen europäischen Verwirrung Ich fahre schon seit langen Stunden Und suche Ausgang, Ziel und Weg. Die Strassen steigen steil gewunden Und über manchen schwachen Steg. Doch eins hob' ich noch nicht gefunden, Den Ort, wo endlich ich gesunden Von meinen Schmerzen kann, den Wunden» Die leidvoll ich von ihr empfangen, Seit ich von ihrem roten Munde Getroffen bin und eingefangen. Ko. Hausfrauen zu empfehlen. Oliven zwischen hindurch; auch viel grüne Paprika und 'Wasserkresse. Geflügel und Fleisch kalt und in Gelee. Apfelkuchen mit Eiscreme zusammen als « apple-pie » ä la mode. Das in Amerika so beliebte Lammfleisch warm mit einer kühlenden Pfefferminzsauce. Gekrönt wird natürlich jede Mahlzeit mit Eiscreme, die auf den Speisekarten der grossen tea-rooms in Dutzenden von Kombinationen und Arten unter hochtrabenden und geheimnisvollen Namen figuriert, mit denen der Fremde gar nichts anzufangen weiss, bis er nicht eine der kunstvoll aufgebauten Sachen vor sich sieht. Verkehrsschutzmann aus — Gummi! In dem schönen Pfalzstädtchen Neustadt» Hardt versieht neuerdings ein Verkehrsschutzmann aus — Gummi an einer scharfen, lebensgefährlichen Strassenkreuzung den Polizeidienst. Da sein lebendiger Kollege an dieser Ecke oft in Lebensgefahr geraten ist, ein Vorgänger aus Holz mit rotem und grünem Verkehrslicht im Laufe der Zeit völlig zersplittert wurde und auch ein Zementsockel nichts nützte, hat man es nach so viel Misserfolgen mit einem Überlebensgrossen Verkehrspolizisten ans Gummi versucht. Das Stehaufmännchen der Kinderspielstube kann also auch ganz ernsthafte Aufgaben erfüllen! Das kommt darauf an ! Ein berühmter Chirurg operierte eines Tages einen Mann, dessen Reichtum nicht sehr alt war, dafür umso grosser war. Kurze Zeit darauf traf er den ehemaligen Patienten in Gesellschaft. Dieser wollte einen Witz machen. Da er wusste, dass der Chirurg dauernd durch Operationen in Anspruch genommen war, fragte er : « Na, Doktorchen, metzgern Sie immer noch ? » Er dachte, damit etwas Ausgezeichnetes gesagt zu haben. Der Chirurg aber sah ihn nur an und antwortete kühl: « Das kommt ganz darauf an, was ich unter dem Messer habe. * ,---,- Zur schönen Ferienfahrt Im Auto gehört eine moderne gute Kinoausrüstung Alpen-Fahrten nur mit einem PHOTOHAUS B E R N H. AESCHBACHER CHRISTOFFELGASSE 3 ZEITGLOCKENLAUBE 4 Das Spezialgeschäft für diesen Vertrauenseinkauf zeigt Ihnen gerne die besten Marken, und gibt unverbindliche Auskunft. FREUDE AN DER MUSIK Machen Sie es wie die Menschen, auf diesem Bilde: Nehmen Sie einen Columbia mit, wenn Sie auf Reisen oder zum Baden gehen. Reisegrammophone: Fr. 190.— 140.— 95.— Neue Platten: Hawaiian-Stars Automobilisten RIEDQUELL das radioaktive Mineralwasser und RIEDSTERN das Süsswasser mit verschiedenen Fruchtaromen hält Sie beim Fahren frisch und verkehrssicher. 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N° 62 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE 19 LDIELOP Der modische Stoffwechsel ist für die Damen in den Ferien und auf Reisen nicht minder wichtig als der seelische und der körperliche Stoffwechsel. Für die Reise trägt die Dame ein derbes Kostüm mit. einem anspruchslosen Jumper oder Schlipsbluse. Oder man liebt auch Schottenkleider mit uni Jacke, Ensembles aus Woll- oder Seidentweed; der dreiviertellange Mantel ist revers- und kragenlos. Für sehr heisse Reisetage kommen leichte, dunkelgemusterte Kostüme und Complets aus crepe marocain und dünnen Druckseiden in Frage. Die Reisemode ähnelt in ihrer zweckmässigen Sachlichkeit der Sportmode : zum Golfen gibt es praktische weite Hosenröcke, die bis zur halben Wade reichen. Auch die Tenniskleider werden neuerdings in dieser Art lanciert. Im Vorrang stehen für die Vormittagsmodelle folgende Stoffmaterialien : Bast, Batist, Linon und Tussor. Kostüme in graziösem, lockerem Schnitt aus rotem, dickem Bast haben ärmellose zarte Blüschen aus weissem Mull, der mit grossen Blumen und Ranken bestickt und bekurbelt ist. Weisse Röcke aus Bastseide ergänzen sich mit kleinen halbärmeligen Smokingsjacken. Die neugewebten Crepes de Chine schimmern oft bastartig. Batist scheint nun stark favorisiert zu werden. Kleine elegante Blusen aus Batist werden in vielen Biesen abgenäht; Jäckchen aus uni und gemusterten Batisten gehören auch zum sommerlichen Chic. Neben Battist und Bast sehen wir auch braune Georgettekostüme, mit Biesen und Plisses reich verziert; schwarze Marocainkleider mit weisser Taille und schwarzer Jacke, schwarze Ptissesröcke mit rotem Kasacks. Seltener sind die Imprimekleider im modischen Bild eingesprengt; beliebt ist das gediegene Duett Schwarz-Weiss und Braun-Weiss. Für kühlere Tage sind die einfacheren Kleider aus schwarzen Wollstoffen, wie bei dem porösen Afgalme, den es auch in Diagonalbindung gibt, sehr tragbar. Einen schönen Farbklans: ER/Jft Streiflichter über die Reiseund Sommermode Qualität englischer Stoffe und individuelle Formung ergeben auch rote und weisse Jäckchen zu marine. Zwei- bis dreifarbige Abstufung der Linie sind wirksame und nachhaltigste Modegesetze. Nachmittags sind die halbärmeligen Kleider Trumpf. Dazu trägt man Jäckchen in loser oder strengerer Form, die lange oder siebenachtel Aermel haben. Die Fusion von Spitze und Georgette ist nach wie vor beliebt. Abends trägt man Chiffonblumenkleider und Organdiroben. Einfarbene, schwere Seiden werden indes vorgezogen. Die Akzente aller Abendkleider liegen auf dem untern Teil des Rocks durch aufgesetzte, farbige Streifen, von der Kniegegend abwärts, Rüschen, Plisses und Volants in voluminösen Ausmassen, Falbeln und grossen einapplizierten Motiven. Die Hüftlinie ist eng gezogen; der Rock erhält erst in der Tiefe seine Weite. Ein© weitere Betonung liegt auf den Schultern, die durch angeschnittene Aermel oder flatternde Capestücke der Jacke ihre Bedeutung erhalten, und die nicht hindern, dass tiefste Decolletes wieder einmal letzter Chic sind. Neu und originell ist in der Farbenauswah! helles Lachs bis Fleischfarbe, die in den MateriaJien von Chiffon bis Crepe MoTiique — einer dicken Seide mit Samtreflexen — propagiert wird. In den Strandhotels frühstückt man in den Pyjamas. Ja man läuft überhaupt von morgens bis mitternachts in solchen Pyiamakostümen herum und die Modelle unterscheiden sich nur durch das Material : Mongol, Crepe, Satin, Charmeuse, schwer fallende Seiden wechseln miteinander ab. Das Strandpyjamas besteht aus weiten, glockigen Hosen, neuestens an der Seite hoch hinauf geschlitzt; einer Bluse, kontrastierend in Material und Farbe, einem dreiviertellangem Paletot oder kurzen Jäckchen, breitrandigem Hut, Sandalen und Schirm. Der Geschmack der Dame verrät sich vor allem in der Zusammenstellung der Stoffe und Farben. Sehr wirksam sind Hosen in glänzender Seide, s>nd Wertzeichen Promenaden-, Strassen-, Reise- und Sport-Anzüge in gewohnter erstklassiger Ausführung. ZÜRICH - Alfred-Escher-Strasse 17 Z0rloh u. Asoon« kleine Bluse mit viereckigem Ausschnitt und kurzen Aermelchen, aus chartreusegrünem Chantung, schwarzem dreiviertellangen Paletot, chartreuse abgefüttert, grünem grossen Hut, grünen Holzsandalen mit schwarzen Spangen. Die Schmuckmode steht mit der Kleidemode parallel. Halbedelsteine und Edelsteine werden zu Wunderwerken verarbeitet. Brillanten sind nicht mehr so teuer, Platin desgleichen, und somit fallen die Fassungen von Weissgold und Metallgarnierungen, die bis anhin den Täuschungseffekt verursachen mussten, weg. Die Halskette wird rund gearbeitet. Der Ring trägt einen kostbaren Solitär, die Armbänder werden schmäler. Sie passen zu den Halsketten und schmiegen sich in die Falten des Lederhandschuhs. Die Armbanduhren, winzig und klein, sind wahre Wunderwerke an präziser Uhrmachertechnik. Clip gibt es in verschiedenen Variationen : sie sind entzückend gearbeitet aus platingefassten Brillanten, aus Verbindungen von geschnittenen Türkisen, Korallen oder Jade mit eingesetzten Brillanten. Reizend sind die Blumenklammern, die Orchideenbroschen, die langen Uhrgehänge. Ein Schmuckstück, auf das die elegante Frau selten verzichtet, gibt der Erscheinung eine äusserst vornehme Note. c. Neues vom Hat Der Hut wechselt ebenso rasch wie das Wetter. Nun sind alle nur erdenklichen Geflechte aus Stroh oder Kunstseide herausgekommen und die Hutformen so zahlreich wie die Rosenarten. Der Hut ist weniger weit zurückgeschoben, wenn er klein ist, und lässt die Stirne gerade frei, wenn er eine breite, Anvertrauen Sie Ihre Aufnahmen nicht irgend einem Krämer FOTO-HAAB ist für Ihre Aufnahmen gerade gut genug Lintheschergasse 3 (hinter Brann) kühngeschwungene Krempe trägt. Sein Kopf ä la Tonkinoise ist spitzig, etwas nach hinten gezogen und niedrig, steil aufragende Hutköpfe, wie wir so öfters auf der Strasse sehen, erscheinen uns komisch. Paillassons in Uni und echte, leicht gelb getönte Florentiner sind kleidsame Begleiter duftiger Sommertoiletten — wenn es nicht schon wieder der Filzhut ist, den die elegante Modistin bereits wieder verarbeitet. Weicher, glänzender und matter Filz wird schon viel getragen. Zuerst waren es weisse Filzhüte, dann überholten diese die pastellfarbigen, die mit den Kleidern, auch mit transparenten, bedruckten Mousselines harmonieren. Doch auch schwarze und braune Filzhüte tauchen auf, an sonnenlosen Tagen gesellen sie sich zu dunklen Wollkleidern und Mänteln. Die Dame, die im Auto reist, greift mit Freude zum Filz, der so bequem ist, wenn sie am Volant sitzt, oder wenn sie sich in die Polster lehnt. Die kleinen Formen können chasseurartig sein und mit hinten nach vorne verlaufendem, umgestülptem Rand oder sie können auch nach einer Seite viel länger sein oder doch den Lauf dieser Linie nach einer Seite betonen. Kleine neuartige, hinten schmal oder ausgeschnittene Cloches sind vielen Frauen willkommen, denn sie kleiden die meisten Frauen besser als die randlosen, weit zurückgeschobenen Kappen, die jeden Charme des Geheimnisvollen oder Weichen zerstörten. Nicht umsonst greifen die Frauen jetzt so gerne zu den ganz grossen Hüten, unter die sie sich förmlich flüchten. Sie wissen wohl, dass sie ihnen mehr Zauber, tiefer leuchtende Augen und weichere Züge geben. Die moderne Modistin garniert nicht viel. Sie windet vielleicht geschickt ein Band um den Kopf und lässt es zuweilen innen hervortreten. Sie drapiert aber mit viel Geschick kleine Herbsthüte aus weichen, teils aus Filz oder Chenille geflochtenen Bandeaux, die überdies aus Angorawolle mit Kunstseide bereits in reicher Auswahl oder auch aus Wolle mit Kunstseide von der Basler Bandindustrie hergestellt werden. Die Berets, die wieder kommen, fügen oft ein Faille- oder Gros-grainband hinzu. Band als Aufputz von Hüten wird kommenden Winter vielfach auftreten, -ss. „Linie ist alles!" Die moderne Frau weiss sich vorteilhaft zu kleiden. Sie versteht es, ihren Typ ins beste Licht zu rücken. Sie plaudert anmutig und gescheit. In punkto «Bewegung > ver- Iässt sie jedoch die Eitelkeit meist in erstaunlichster Weise. Sie hat vielfach unsichere, unbewusst unschöne Bewegungen und denkt gar nicht daran, diese zu korrigieren. Hier erhalte ich — so schreibt eine Frau in der « Münchner Tages-Zeitung» —• den Einwand, dass gute Bewegungen gelernt sein müssten, dass sie von einem gewissen Training oder von einer (heute glücklicherweise nur mehr relativen) Jugendlichkeit abhingen. Die Bewegungen des ruhenden Körpers — des Körpers in sitzender Stellung >n CERMAK'S Mass-Schneiderei Nachsaison Preislagen Fr. 225.- Unfall-, Haftpflicht- und Lebens- Versicherungen aller Art schliessen Sie vorteilhaft ab bei Bundesfeier 1. August Ballon-Laternen eidgen. u. alle Kantone (bestes Fabrikat) Dutzend Fr. 6.50, Stück :« Ballon-Laternen einfarbig in allen Farben Dutzend Fr. 5.50, Stück Zug-Laternen rot, mit eidgen. Kreuz Stück Dutzend Fr. 3.50, Illuminationsgläser mit daạzu azu passenden farbig. Oelpapier- M *Jfk hüllen komplett mit Licht. Dutz. Fr. •••• M W Lampion-Kerzen Hotels, bitte bei sE EE Fahnen, Wappen und Girlanden ZÜRICH. prima Qualität, 12 cm Höhe. Dutzend Qrosses Sortiment In Cts. Ct&i Cts. jeder Art. 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