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E_1931_Zeitung_Nr.058

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AUTOMOBIL-REVUE

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No 58 - 1931 !$«•§•*••• !»«*••«£»••»«£«> Das verantwortungslose System Nachträgliches zu den Unfällen an den Niveauübergängen von Pratteln. Die beiden Unglücksfälle an den Niveau- Übergängen Buholz und Krumme Eiche, die am 9. August letzten Jahres die Bevölkerung der Gegend in Aufregung versetzt haben, stehen noch in frischer Erinnerung. Der letztere fand am Silvester 1930 vor dem basellandschaftlichen Kriminalgericht seine Abklärung, währenddem sich am 27. Mai die Verantwortlichen des Unfalles am Buholz-Niveauübergang dem gleichen Kriminalgericht zu stellen hatten. Unter Anklage wegen fahrlässiger Bahngefährdung und wegen fahrlässiger Tötung •war eine Privatablöserin gestellt -worden, die mehr als 50 Lenze zählt und an die 17 Jahre ähnliche Dienste bei den Bundesbahnen versehen hat. Die bedauernswerte Frau ist Witwe mit 10 Kindern, von denen vier noch unmündig sind. Vorerst wurde durch das Gerichtsverfahren konstatiert, dass die Trau, deren Gesundheit seit dem Ereignis sehr litt, seinerzeit nur an einem Tage Instruktion erhalten habe, was nach allgemeiner Auffassung bühr. Die Richter nahmen leichtes Verschulden an. Für uns ist damit die Tat noch nicht gesühnt. Nach unserer Auffassung ist es irreführend, diese bereits betagte Frau, die nur als Privatablöserin den Dienst versah und zudem nach den heutigen Grundsätzen über die Verantwortlichkeit ungenügend instruiert war, allein zu verurteilen. Wir bemängeln in erste Linie die fachgemässe Instruktion, die eben periodisch erneut werden muss, in zweiter Linie die Verwendung von Privatablöserinnen für derartige verantwortungsvolle Aufgaben und schliesslich noch die dem heutigen Bahn- und Strassenverkehr nicht mehr entsprechende Signalisierung und Anlage des Niveauüberganges. Vergessen wir nicht, wie oft sich eine Barrierenwärterin in einer Zwangslage befindet, wenn das Publikum und die Fahrzeuge vor den Schranken lange warten müssen. Für diesen harten Dienst braucht es auch eiserne Nerven und ferner eine systematische Erziehung 1 zur Verantwortung. Es liegt unseres Erachtens viel mehr Schuld bei den vorgesetzten Bahnbehörden als bei dieser Privatablöserin, die nun verdienstlos und krank geworden ist. Es hätte nachträglich wohl auch wenig Wert, alle diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, welche durch das Räderwerk des S. B. B.- Verwaltungsmechanismus mit in die Angelegenheit verwickelt sind, aber wir erwarten den Verzicht auf das System der Privatablöserinnen, die Durchführung einer ständigen und sachgemässen Instruktion und die Behebung der TJnvollkommenheiten der Anlage, sowie die Sicherung dieser Gefahrenstelle durch Verkehrssignale verlangt wird. Wir werden nicht müde, unentwegt diese Nachlässigkeiten aufs Korn zu nehmen, bis das getan wird, was man bei den heutigen Verkehrsverhältnissen als zweckentsprechend bezeichnen muss. Es wäre interessant, zu vernehmen, ob die beteiligten Bahnbehörden nach diesem Unfall Vorkehren getroffen haben, um dem lauernden Tod zu begegnen, oder ob man sich damit begnügte, die Schultern zu zucken und das dickere Fell über die Ohren zu stülpen. go. Auto und Sirasse. An der 7. Hauptversammlung der Studiengesellschaft für Automobilstrassenbau erörterten mehrere Vorträge das Problem des Autostrassenbaues in seinen mannigfachen Beziehungen. Wir geben nachstehend die Gedanken AUTOMOBIL-REVUE •••"v,\~-V Die neue Autostrasse der Manhattan-Bridge In U.S.A. eröffnet. Die ersten Automobile befahren die über der bisherigen Fahrbahn der Manhattan-Brücke angelegte Automobilstrasse, über die täglich 33000 Automobile hinwegfahren können. eines Sachverständigen wieder, der speziell die heutige Strasse in ihrem Verhältnis zum Auto beleuchtet: « Das vorhandene Strassennetz beruht auf historischer Entwicklung. Es ist geschaffen worden für den Nahverkehr mit Pferdefuhrwerk und daher weder in Linienführung noch in Bauart besonders für Motorwagen zugeschnitten. Heute ist der Motorwagen der hauptsächlichste Strassenbenützer. Die Strassen müssen somit den Bedürfnissen des neuzeitlichen Motorverkehrs angepasst werden. Die wichtigsten Forderungen sind die möglichst gradlinige Führung der Strassen seitlich an den Ansiedlungen vorbei. Stärkere Steigungen über Berge und Täler hinweg sind häufigen Kurven vorzuziehen. Bei direkten Verbindungswegen zwischen grösseren Orten könnten Verkürzungen von über 30% der heutigen Entfernungen eintreten. Die Sommerwege haben überall zu verschwinden. Einfassung der Strassen durch niedrige Hecken ist empfehlenswerter als die Bepflanzung mit schattenspendenden hohen Bäumen. Die Strassenecken an den Kreuzungen sind zu •vjm» ungenügend sei. Ihr Versehen bestand darin, dem Bahnübergang nicht die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt zu haben, indem sie, als die Barrieren geschlossen waren, denselben ihren Rücken zukehrte und in einer Zeitschrift las. In diesem kurien Zeitabschnitt muss ein Radfahrer die Barriere geöffnet und den Bahnübergang passiert haben, womit die Umstände geschaffen waren, die nachher einem Landwirt samt Pferd und Fuhrwerk zum Verderben gereichten. Zufälligerweise war es diesmal kein 'Auto, das den unglücklichen Verumständungen zum Opfer fiel. Was uns aber in diesem Zusammenhang interessiert, ist das System der Bewachung der Niveauübergänge. Es war während des Prozesses keine Möglichkeit gegeben, zu beweisen, dass ein dritter Unberufener die Barriere öffnete und offenstehen li&ss. Zwei unkontrollierbare Aussagen mussten einfach hingenommen werden. Der Gerichtshof Hess indessen Milde walten und sprach der Angeklagten nur 100 Fr. Busse zu, inklusive Kosten und Urteilsgeerweitern und gut abzurunden. Die Kreuzungen müssen frei sein von allen die Uebersicht erschwerenden Baulichkeiten und Bepflanzungen. An die Stelle des gewölbten muss ein flaches Strassenprofil treten, damit die rechte Strassenhälfte eine brauchbare Fahrbahn wird. Die moderne Entwicklung hat zu einer Zunahme der Kleinwagen und der Riesenlastwagen geführt. Auf diese beiden Hauptbenutzer ist gebührende Rücksicht zu nehmen. Sowohl Kleinwagen wie Riesenlastwagen verlangen eine harte und vollkommen glatte Strassenoberfläche. Die Strassenoberfläche muss staubfrei sein, sowohl zur Schonung der Maschinerie, wie auch im Interesse der Anwohner. Alle Instandsetzungsarbeiten, einschliesslich der Neuteerungen, sollten grundsätzlich nur auf einer Strassenhälfte ausgeführt werden, damit Umleitungen vermieden werden. Bei Neuanlagen von Strassen ist ausserdem noch erwünscht die Vermeidung von Niveaukreuzungen. Möglichst alle Kreuzungen sind als Ueberfühmngen zu bauen. WENN SIE AUS UNSERER GARAGE WEGFAHREN... dann rechnen wir bestimmt damit, dass Sie wiederkehren — darum geben wir uns auch grosso Mühe, Sie zufriedenzustellen, sowohl mit unseren Leistungen, als auch durch unsere massigen Berechnungen, Wir werben um Ihr Vertrauen Garage Effinserstrasse A. G. Telephon Bollwerk 70.11 Komplettes FIAT-Ersatzteil-Lager in der Fahrsaison, wird Ihr Auto neu bereift werden müssen. Unterlassen Sie nun nicht, sich zu überzeugen, dass der Schweizerpneu «PALLAS-CORD» in Leistung und Sicherheit volles Vertrauen verdient. Kaufen Sie PALLAS-CORD u. Ihr Geld bleibt im Lande. Bezug durch alle einschlägigen Wiederverkäufer. 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