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E_1931_Zeitung_Nr.056

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1931 - bei ebenfalls laufen, damit die Wasserpumpe eine gleichmässige Durchmischung bewirkt. In manchen Fällen erweist sich als ein ziemlich wirksames Mittel gegen eine Ueberhitzung des Motors ein Abnehmen der Motorhaube. Dadurch, dass die Luft nun hinter dem Kühler rascher abfliesseti kann, verstärkt sich auch der Luftzug durch den Kühler hindurch und die Wasserkühlung ist entsprechend intensiver. Das Kurvenfahren auf Passstrassen erfordert, abgesehen von der Gefahr eines Absturzes an exponierten Stellen, schon deshalb besondere Vorsicht, weil die Passstrassen meist ziemlich schmal und die Kurven selbst häufig unübersichtlich sind. Unter keinen Umständen lasse man sich verleiten, eine unübersichtliche Kurve zu schneiden. Man bedenke, dass selbst im günstigsten Fall und einem Fahrtempo von nur 20 km.-Std. der Wagen erst auf ungefähr 9 m zum Stillstand gebracht werden kann. Kommt einem ein anderer Wagen mit gleicher Geschwindigkeit entgegen, so kann, wenn ein Abschwenken nicht mehr möglich ist, ein Zusammenstoss nur vermieden werden, wenn man ihn auf eine Distanz von 2mal 9 m, also volle 18 m sieht! Auf die Möglichkeit, im letzten Moment ausweichen zu können, soll man aber schon deshalb nicht bauen, weil es doch viel sicherer ist, von vorneherein die richtige Strassenseite einzuhalten. Mit an- Der von e kommende Fahrer «schneidet die Kurve, um die Wölbung der Strasse auszunützen und einen grösseren Kurvenradius r zu erzielen. Die Schleudersefahr wird dadurch vermindert, aber es entsteht die neue Gefahr eines ZusammQnstosses. wenn Von A her ein anderes Fahrzeug einfährt. Das Schneiden von Linkskurven ist deshalb bei nicht ganz übersichtlichen Kurven strengstens zu vermeiden. deren Worten: Das Abschwenkmanöver bei der Gefahr eines Zusammenstosses ist, selbst wenn es gelingt, ungleich viel gefährlicher als ein gleichschnelles Befahren der Kurve «aussen herum». Warum sich also einem doppelten Risiko aussetzen, wenn man dabei gar nichts zu gewinnen hat? Die allergrösste Vorsicht erfordert'das Befahren unübersichtlicher Kurven beim Bergabfahren. Man sei sich bewusst, dass der Bremsweg durch das Gefälle nun noch grösser wird, und dass bei sehr starkem Gefälle, schlüpfrigem Boden oder auf feinem Geröll vielleicht eine Bremsung in der Kurve oder unmittelbar vor ihr überhaupt unmöglich wird. Häufig haben sich vor den Kurven durch das starke Bremsen der Fahrzeuge im Bodenbelag auch Wellen gebildet, welche die Strassenhaltung des Wagens gerade an diesen kritischen Stellen stark vermindern. Ein erfahrener Lenker stoppt deshalb seinen Wagen immer schon so früh ab, dass selbst die unmittelbar vor der Kurve liegende Wegstrecke nicht mehr zum Bremsen in Anspruch genommen werden muss. Da dann vielfach schon in der Kurve wieder beschleunigt werden kann, geht trotzdem nicht mehr Zeit verloren. Auch beim Befahren von Steigungen empfiehlt sich übrigens diese Fahrtechnik. Nur genügt dann meist, wenn die Steigung stärker ist, ein Wegnehmen des Gases an Stelle des Bremsens. Das Wieder-Beschleunigen in der Kurve selbst bietet dann noch den Vorteil, dass der Wagen nicht zu stark aus dem Schwung gerät. Selbstverständlich wird man erst dann auf den Gashebel übergehen, wenn man die Kurve schon in ihrem vollständigen Verlauf überblicken kann. Ein Schalten in der Kurve ist zu vermeiden, da man seine Aufmerksamkeit in erster Linie auf die Beobachtung der Fahrbahn und die genaue Handhabung der Lenkung zu richten hat. An stärkeren Steigungen und vor scharfen Kurven schalte man deshalb schon vor dem Kurveneinlauf. Routinierte Fahrer verstehen die beim Hinunterschalten eintretende Wagenverzögerung zur Bremsung auszunützen und können deshalb mehr oder weniger auf die Betätigung der Bremse verzichten. Der Durchschnittsfahrer führt jedoch die beiden Manöver besser getrennt durch, indem er den Wagen zuerst auf das zulässige Kurventempo abstoppt und den niedrigeren Gang einschaltet. > Ein Fehler in der Abschätzung der zulässigen Kurvengeschwindigkeit kann auf Alpenpässen leicht verhängisvoll werden, besonders wenn der Fahrer dann vielleicht noch den Kopf verliert. Ein nachträgliches Bremsen in der Kurve selbst verschlimmert die Lage meist mehr als es ihr nützt. Scharfes Bremsen in der Kurve hat fast sicher ein Schleudern des Wagens zur Folge. In kritischen Situationen suche man deshalb, wenn irgend möglich, nur mit geeigneten Lenkungs- Manövern durchzukommen. Nicht jedes Schneiden von Kurven bedeutet einen Fahrfehler. Ist die Kurve vollkommen übersichtlich und besteht keine Gefahr, dass sich plötzlich auf der Fahrbahn Hindernisse einstellen, so kann eine solche Fahrweise nur Vorteile bieten. Durch das Schneiden wird ja der Kurvenradius vergrössert und die Zentrifugalkraft entsprechend vermindert; ausserdem kann man sich dabei meist noch die Wölbung der Strasse zunutze machen und gleichsam mit den Rädern innen an der Kurve «einhängen». Das Schneiden der Kurve wird im Gebirge sogar vielfach zur Notwendigkeit, wenn Haarnadelkurven umfahren werden müssen. Haarnadelkurven weisen in ihrer Anlage häufig den prinzipiellen Fehler auf, dass ihre grösste Breite in der Kurvenmitte liegt, wie in Skizze 4 bei B angedeutet, und dass ihr äusserer Rand keinen Kreisbogen darstellt. Hält man sich deshalb, von 1 herkommend, an die rechte Strassenseite, so bleibt man bei 2 stecken. Kommt man von 3 her und nimmt die Rechtskurve vorschriftsgemäss eng, so gelangt man nach 4 und ist auch hier zum Anhalten gezwungen. Der von 3 herkommende Fahrer kann die Kurve nur dann in einem Zug umfahren, wenn er, wie angedeutet, zuerst möglichst weit nach links ausholt und dann sofort die Räder vollständig nach rechts einschlägt. Umgekehrt muss der von 1 herkommende Automobilist in einem gewissen Moment die rechte Strassenseite verlassen und scharf auf die Kurvenzunge 2 hinlenken. Beide Fahrzeuge benützen dabei notgedrungen die gleiche Fahrbahn, wie es aus der Skizze hervorgeht. Ein Kreuzen in einer solchen Kurve wäre also unmöglich. Beim Manövrieren in einer exponiert liegenden Haarnadelkurve ist grosse Vorsicht und Ruhe am Platz. Viele Fahrer empfinden es als eine Erleichterung, während des Manövrierens an einer in der Steigung liegenden Haarnadelkurve eine bestimmte Motortourenzahl mit dem Handgashebel ein IA.58541 Eine Haarnadelkurve, wie man sie auf Bergstrassen noch häufig antrifft. Die grosse Breite bei B nützt nichts. Beim Einhalten e der rechten Strassenseite wird ein von 1 kommendes Fahrzeug bei 2 anstossen und ein von 3 herkommendes Fahrzeug bei 4. Ein Durchfahren in einem Zug ist nur beim Schneiden der Kurve möglich. für allemal einzustellen. Die beiden Füsse können dann während des Hin- und Herfahrens dauernd auf dem Kupplungs- resp. dem Bremspedal bleiben, und ein Verwechseln des Brems- und Gaspedals in solchen Situationen, das schon oft verhängnisvoll geworden ist, kann nicht eintreten. Andere Fahrer benützen wieder lieber den Handbremshebel und behalten dafür den einen Fuss beständig auf dem Gaspedal. Wenn die Handbremse genügend kräftig wirkt, ziehen wir diese"zweite Methode der ersten vor. m. 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