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E_1931_Zeitung_Nr.056

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20 AUTOMOBIL-REVUE

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Bern, Dienstag, 7. Juli 1931 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 56 Die Eheliebste treibt Autosport Von Georg Oswald Bayer. Es begann damit, dass meine Frau sich ernes Tages in ein Auto verschaute und den Wunsch ausdrückte, ich möchte ihr zum Geburtsfest einen zumindest ebenso schönen Wagen schenken wie derjenige es war, den Ihre Freundin Maud seit zwei Monaten mit ' Eleganz zu steuern verstand. Obzwar es mir gelang, sie davon zu überzeugen, dass meine finanziellen Mittel gegenwärtig eine derart starke Belastungsprobe nicht vertragen würden, vermochte ich sie dennoch nicht davon abzubringen, dass sie sich für die Geheimnisse motorisch bewegter Fahrzeuge mit einer Intensität zu interessieren begann, die mich mehr als einmal zwang, mein Mittagessen im Hotel einzunehmen. Das Unglück wollte es, dass eine ihrer Freundinnen eine begeisterte Motorradfahrerin war, die sie eines Tages auf dem Soziussitz ihres Rades mit sich nahm und solcherart eine so hohe Begeisterung meiner Eheliebsten hervorrief, dass sie am gleichen Abend erklärte, ein beträchtlicher Teil ihres Glückes hinge davon ab, dass ich ihr das Erlernen des Motorradsportes noch vor dem allfälligen Ankauf eines Automobiles ermöglichen würde. Ich kannte die Beharrlichkeit meiner Frau, begab mich zu Süssbruch, einem Bekannten, der seit Jahren dem Motorsport huldigte, machte ihn mit den Wünschen meiner Gattin bekannt und bat ihn, ihre Ausbildung zu übernehmen. Er sagte zu und versprach, in einigen Tagen mit seiner Maschine bei uns zu sein. Seine Aufwartung bei uns benützte er dazu, um einiges Mitleid mit mir zu zeigen, indem er meiner Frau gegenüber die Aeusserung tat, ich sei ein Nervenbündel und deshalb für jeden Sport,ungeeignet; dies sei ein bedauerlicher Umstand, mit Rücksicht auf die ausgesprochen sportliche Natur der Lebensgefährtin... Ich fand ihn weniger sympathisch als sonst und vergrub mich, als sie sich Verabschiedet hatten, in meine Arbeit, ohne dass es mir gelingen wollte, der Wahnvorstellungen Herr zu werden, die mich mit wirren und keineswegs freundlichen Bildern immer wieder befielen, und ich atmete erst richtig wieder auf, als meine Frau am Abend wohlbehalten wieder vor mir stand. Nach kaum einer Woche erklärte meine Frau, in die Kunst des Fahrens soweit eingeweiht zu sein, dass es an der Zeit wäre, ihr eine Maschine zu erwerben, und so kam auch der Tag, an dem sie, begleitet von meinen heissen Wünschen, zum erstenmal ohne Schutz und Begleitung auf dem Höllenrad losfuhr und in einer wirbelnden Staubwolke meinen Blicken entschwand. Das einzige Zugeständnis, das sie mir auf meine flehentliche Bitte hin gemacht, war ein vernünftiges, geruhsames Tempo. Ich sah ihr FEUILLET O N Blitz; Der Roman eines Wolfhundes. Von H. G. Evarts. (Verlajf Georjt Müller. München.) flPortsetznnsr ans dem HauDtblatO Moran rief den Hund und machte sich nach dem Lagerplatz auf. Als sie an ihren Pferden vorbeikamen, überzeugte sich Blitz noch rasch, ob hier alles in Ordnung sei. Je näher sie ihrem Ziele kamen, desto unruhiger wurde der Hund. Sie trafen auf zahlreiche Menschenspuren. Moran wendete keinerlei Vorsicht an und ging geradewegs auf den Lagerplatz los. Blitz schloss daraus, dass sein Herr dort Freunde anzutreffen hoffte. Mancherlei böse Erfahrungen aus früheren Tagen hatten ihn belehrt, dass er nur in Begleitung eines Menschen vor anderen sicher sei. War er allein, so schoss man auf ihn, kaum dass er sich zeigte. Deshalb hütete er sich auch vorauszueilen, um als erster den Lagerplatz der Fremden zu besehen, wie es jeder andere Hund unfehlbar getan hätte, sondern blieb vorsichtig einige Schritte hinter Moran zurück. Einige Männer, die in der Nähe des Lagers beschäftigt waren, musterten neugierig die beiden Ankömmlinge. Als Moran auf fünfzig sYard herangekommen war, setzte sich einer !der Leute, die ums Feuer lagen, auf und schob lässig einen mächtigen, russgeschwärzten Kaffeetopf mit einer Fussbewegung an den Rand des qualmenden Feuers. Die Entfernungen in den Gebirgen des Westens sind vom Fenster aus nach und bat des Himmels Segen auf diese Fahrt herab. Bei sinkender Nacht läutete es an der Korridortür. Ich öffnete. Die Eheliebste stand da. Sie fiel mir um den Hals und weinte. Sie wollte nicht weiter. «Ich kann nichts dafür,» behauptete sie, «ich kann wirklich nichts dafür...» Mit einiger Mühe brachte ich sie ins Zimmer. Sie sah verstaubt und müde aus. Ich gab ihr zu trinken, löste ihr die Haube und drückte sie sanft in den Sessel. «Es ist weg,» sagte sie nach einer Weile, während welcher sie zu Boden geblickt, leise. «Was ist weg?» «Das Rad.» Sie erzählte. Sie war etwa eine Stunde dahingefahren, als die Maschine zu bocken begann. Der Motor veranlasste sie endlich abzusteigen und die Ursache zu untersuchen. Während ' Wer erinnert sich nicht des eindrucksvollen Simbafilmes, der zu.den glänzendsten gehört, flie je in Afrikas .Busch und Steppe gedreht worden sind! Seine Hersteller, Martin Johnson und dessen tapfere Frau und Begleiterin Osa, haben ihn anlässlich einer vielmonatigen und beschwerlichen Expedition nach Tanganjika, dem ehemaligen Deutsch-Ostafrika, gedreht. Die Geschichte der Expedition, welche die kühnen Photographen vielfach in Reichweite von Hunderten von Löwen brachte, ist lebendig und fesselnd in Johnson's Roisebuch geschildert, das er einfach und schlicht «Das Löwenbuch» nennt. (Erschienen bei F A. Brockhaus, Leipzig.) 42 prachtvolle Aufnahmen, die den König der afrikanischen Steppe und seine.Lebensgewohnheiten in all ihrer wuchtigen und achtunggebietenden Natürlichkeit vermitteln, sind dem Buche beigegeben. Johnson zeigt sich, in seinen. Schilderungen dicht nur aisein grosser Kenner des afrikanischen Tierlebens, sondern auch als grosser Tierfreund, der dem systematischen Abschiessen der Löwen wenig Geschmack abgewinnen kann. Er.greift nur in Augenblicken der Gefahr zur Büchse, weil ihm seine Filme und Plntten viel wertvollere Trophäen sind als hundert Löwenhäute. Aus dem prachtvollen Werk, das Bernhard R. Friedrichs mit Recht als das tierfreundlichste •und friedlichste Löwenbuch bezeichnet, das je geschrieben wurde, vermitteln wir nachstehend einen interessanten Abschnitt, de;r die Schwierigkeiten trefflich beleuchtet, mit welchen das kühne amerikanische Paar zu rechnen hatte. Die Red. Wir hatten gerade richtig mit unserer Löwenarbeit angefangen, als die lang erwarteten Regenfälle einsetzten. Wir waren infolgedessen auf die unmittelbare Nachbarschaft beträchtliche und naturgemäss ist das erste, woran man denkt, wenn Besuch erscheint, eine entsprechende Bewirtung. Des Mannes Bewegung geschah nahezu unbewusst, lediglich aus alter Gewohnheit. Sie begrüssten Moran mit einem kurzen Nicken und als er bei ihnen stand, hob ein anderer ein Tuch auf, sie noch damit beschäftigt war, trat ein Mann zu ihr, kniete neben ihr im Staub nieder, bot seine Hilfe an und tat einige so geschickte Griffe in das Getriebe, dass sie sogleich den Fachmann in ihm erkannte. Schliesslich erklärte der Fremde den Schaden für behoben, nahm das Rad vom Ständer, trat es auf Leerlaufen und schob es einige Male, während er den Motor abhörte, auf der Strasse hin und her. Auf einmal aber «Auf einmal, weisst du,» erzählte meine Frau, «sehe ich, wie der Mann den Gang einschaltet, sich auf das Rad schwingt und davonfahren will. Ich rufe ihm nach, aber er wendet den Kopf und antwortet: ,Ich komme gleich wieder zurück. Ich probiere nur, ob der Motor intakt ist!'» Sie ist ein paar Stunden dort gestanden, die arme Frau. Der Mann ist nicht zurückgekommen. «Vielleicht ist ihm etwas zugestossen?» Sie war in grosser Sorge* «Bist du dafür haftbar?» «Der Mann war ein Dieb!» stellte ich nach drei Tagen fest. «Selbst wenn ihm etwas geschehen wäre, hätte man von ihm hören müssen. Das Rad ist weg!» «Gott sei Dank!» sagte meine Frau, und da ich sie verwundert ansah, schmiegte sie sich mir an, legte die Arme um meinen Hals und sagte glücklich: «Es ist besser, das Rad ist weg. Es hätte ja auch das Auto sein können, nicht wahr?» Die Löwenjagd mit der Kamera des Lagers beschränkt, da wir nur die Wege benutzen konnten, die sich durch unser ständiges Kommen und Gehen in der nächsten Umgebung von selbst befestigt hatten« Eines Morgens rückten Osa und ich bei leichtem Sprühregen aus in der Hoffnung, dass es sich später aufklären würde und wir dann Gelegenheit haben würden, einige Löwenaufnahmen zu machen. Statt dessen wurde der Sprühregen zum Landregen, der Landregen zum Platzregen, der Platzregen zu einem richtigen guten alten Wdlkenbruch. Infolgedessen schwoll der kleine. Fluss Seranio, den wir frühmorgens durchquert hatten, zum reissenden .Strom an. Mit der grössten Cjieschwiridigkeit, die wir nur wagen konnten, etften wir zurück, wobei der Wägen fast dauernd schleuderte. ''' " "' ' '" '"' Als wir den Fluss erreichten, sah ich, dass er,sein Bett beinahe bis zum Ueberströmen füllte. «Ich glaube,' wir bleiben am besten eine Weile hier,» sagte ich zu Osa. «Wenn wir in den Fluss hineinfahren, bleiben wir todsicher stecken. Und ich will lieber die Nacht in einem trokenen Wagen auf nassem Land verbringen, als in. einem nassen Wagen auf dem Grund der freien Natur gewöhnt waren. Das war keine Gesellschaft von Ausflüglern. Pistolentaschen, Patronengürtel und Gewehre waren alt und abgenützt, ebenso ihre Kleider. Die Sättel, die auf einem Baumstamm in der Nähe beisammen lagen, hatten zerschlissene Dekken und an den Gewehrkolben, die darunter hervorguckten, erkannte man, dass die Waf- fen alle gleichen Systems waren — durchwegs Winchester-Karabiner. Aus irgendeinem Grunde wollten sie ihn scheinbar in dem Glauben belassen, dass sie bloss der Bärenjagd wegen ins Gebirge heraufgekommen wären. Moran lächelte und die Leute merkten bald, das die Reste ihrer Mittagsmahlzeit bedeckte. * dass sie keinen Neuling, sondern einen ihresgleichen vor sich hatten, der recht gut wusste, «Vielen Dank, Kameraden, bin nicht hungrig,» lehnte Moran ab. Er setzte sich ans dass sie ihn anschwatzten. Aber kein einziger, Feuer und drehte sich eine Zigarette aus dem von ihnen zeigte Lust zu einer freiwilligen Tabak, den man ihm anbot. Auskunft über die wahren Gründe ihres Hierseins. Allerdings belästigten sie ebensowenig Einer aus der Gesellschaft befragte Moran über die Aussichten einer Bärenjagd hier und Moran mit ähnlichen Fragen. sofort besprachen alle mit Begeisterung diesen Gegenstand. «Hab' zeitlebens in Vermont Kaffeetopf. Alle drehten sich um und warfen «Famoser Hund,» sagte der mit dem gelebt,» sagte der Mann, der den Kaffeetopf bewundernde Blicke auf Blitz. ans Feuer geschoben hatte. «Möchte zu gerne «Zum Teil Wolf — zum Grossteil Wolf,> einmal einen Bären schiessen.» sagte er mit Kennermiene. Er streckte seine Moran sah ihn erstaunt an. Sein instinktives Heranschieben des Kaffeetopfes war rief er in befehlendem Tone. Hand nach Blitz aus. «Komm her, Bursche!» charakteristisch für den Westler. Die Gastlichkeit eines Mannes aus dem zivilisierten «Er hat seine Eigenarten,» erklärte Moran. Blitz wich steif zurück. Osten wäre vielleicht ebenso prompt gewesen, hätte aber niemals gerade diese Form von niemanden berühren als von mir.» «Ich habe ihn. aufgezogen und er lässt sich angenommen. Die lederne Gesichtsfarbe und «Wir würden trotzdem bald gute Freunde das durch die unausgesetzte Einwirkung der sein,» erwiderte de/ andere hartnäckig. Sonne erworbene Blinzeln der Augen bewiesen, dass diese Männer an ein Leben in besitze ein Packpferd,» betonte er mit «Diesen Hund möchte ich gerne haben. Ich unverkennbarer Absicht, «das sieht fast so bös drein wie Ihr Wolf. Es stösst, schlägt, bockt und beisst zu gleicher Zeit, aber Mensch — Sie sollten sehen, wie es gebaut ist! Und was es schleppen kann! Ist gar nicht dick und wiegt doch volle elfhundert Pfund, ist übrigens auch in den Bergen aufgewachsen.» Fortsetzung folgt. des Flusses.» Osa schaute um den Rand unserer triefenden Windschutzscheibe herum. In-der Ferne war unser Lager durch den Regen, der für einen Augenblick etwas nachgelassen hatte, schwach zu erkennen. Deutlich hob sich unser bequemes Zelt von den 1 andern ab. Da drinnen gab es Feldbetten mit frischem weissen Leinen, Seife, Handtücher und einen Tisch für eine schöne, heisse Tasse Tee. «Ach komm, wir -wollen's versuchen,» drängte Osa. «Ja, aber wenn wir im Fluss steckenbleiben!» « Nun, und wenn wir steckenbleiben?» « Dann müssen wir vielleicht schwimmen.» «Wir werden hier schwimmen, ehe wir zu einem Ende kommen,» versetzte Osa und wischte sich ihr nasses Gesicht mit dem Khakitaschentuch ab. Diesmal schaute ich um die Windschutzscheibe herum. Es war ein trauriger Anblick. Die ganze Landschaft, wenigstens das, was davon durch den Guss zu sehen war, bot ein schmutziges, fahles Bild. Nahe Hügel türmten sich wie Gespenster hinter weiten Morästen auf, die von tausend Bächen durchschnitten wurden. Hier und dort stand ein vereinzelter Dornbaum und sah aus, als ob er sich unter dem Regen frierend zusammengekauert hätte. Weit und breit war kein Tier zu sehen. Ich warf einen langen, sorgenvollen Blick auf den gelben Wildstrom vor uns und begann die Verhandlungen aufs neue, wobei ich schreien musste, um mich über den laufenden Motor verständlich zu machen. (Ich wagte nicht den Motor abzustellen). Sei doch vernünftig. Wenn wir in der Mitte des Flusses steckenbleiben, müssen wir den Wagen dort preisgeben. Vielleicht können wir an Land schwimmen, was aber, wenn wir in Schwemmsand geraten?» «Wir sind jetzt schon drin. Sieh! » Ich beugte mich auf Osas Seite hinüber und sah, dass eines 1 der Hinterräder beinahe bis zur Achse eingesunken war. «Na schön»; ich unterwarf mich und schmiss sie (ich meine die Karre) in den ersten Gang. Langsam fuhren wir über das schlüpfrige Ufer. Osa hielt sich mit beiden Händen fest, und wir bremsten scharf, als wir abwärts glitten. Sofort stand das Wasser bis an unsere 'Bodenbretter. Die Fahrt wurde so langsam, dass wir schon beinahe hielten. Für einen Augenblick dachte ich, dass jetzt schon alles zu Ende sei; doch der Wagen kroch mit kreischenden Getrieben vorwärts. So ist's richtig!» schrie Osa aufmunternd. Langsam näherten wir uns der Strommitte. Die gelben Fluten um uns kochten bis zu unseren Füssen auf. Kleine Wellen spritzten gegen die Kotflügel und überschütteten uns mit einem schlammigen Sprühregen. Der Regen selbst schien stärker zu werden. Als wir die Mitte des Flusses beinahe erreicht hatten, war das Wasser fast tief genug, um die Maschine zu ersäufen. Sollte das geschehen, so würden wir zum Halten kommen und die Räder würden binnen weniger Minuten im Schwemmsand begraben sein. Ob wir dann das Ufer zu Fuss oder schwimmend er- Man schmeichelt dem Hund u. meint die Herrin.. Man'Spricht von der Schönheit einer Frau und meint doch ihre Gesamterscheinung, ihr Auftreten, ihre Sprechweise, ihre Ruhe, ihre Sicherheit. Nervösen und gereizten Menschen wird man nie das Prädikat „schön" zuerkennen. Innere Unruhe zeichnet sich immer im Gesichtsausdruck oder in Haltung und Gebärde ab. Zur Schönheitspflege gehört Nervenpflege und zur Nervenpflege gehört Kaffee Hag, der coffeinfreie, völlig unschädliche Bohnenkaffee. Man sagt Hag und meint Genuss und Gesundheit