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E_1931_Zeitung_Nr.056

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A. D. A. C.-Bergrekord

A. D. A. C.-Bergrekord 1931. Das Rennen um den A. D. A. C.-Bergrekord 1931 auf der 12 km langen Bergstrecke zum Schauinsland bei Freiburg i. Br. findet dieses Jahr am 26. Juli statt. Zur Veranstaltung sind Sportund Rennwagen zugelassen. Die Resultate werden indessen nicht wie letztes Jahr für die europäische Bergmeisterschaft gelten* da bereits der Kesselberg für diese internationale Ausschreibung in Deutschland zum Austrag gelangte. Es sind eine schöne Anzahl von Preisen für die Sieger ausgeschrieben; je der beste Fahrer der Sportwagen- und der Rennwagen-Kategorie erhält 2000 Reichsmark, der je zweitbeste Fahrer 1500 Reichsmark etc. Für jede Verbesserung der bestehenden Bestzeit einer Wertungsgruppe wurde ausserdem ein Geldpreis von 500 Reichsmark ausgesetzt und für die beste Zeit aller Automobile ein Preis von 1000 Reichsmark. Die Gesamtdotierung des Rennens beläuft sich auf 12 000 Reichsmark. Neben den Barpreisen kommen A. D. A. C.-Preisbecher und Medaillen zur Verteilung. Definitiver Meldungsschluss für den A. D. A. C.- Bergrekord 1931 ist der 16. Juli, mittags 12 Uhr. Das Nenngeld von 20 Reichsmark zusammen mit der Nennung ist an die Sportabteilung des A.D.A.C., München 2, N.-O., Königinstrasse lla, zu richten. Die äusserst kurvenreiche Rennstrecke, die eine Höhendifferenz von 800 m überwindet, stellt an die Fahrer hohe Anforderungen. Jedes Jahr erfreut sich das Rennen eines ständig sich vermehrenden Rufes; letztes Jahr beispielsweise massen sich die Fahrer von acht Nationen auf dieser Strecke im Wettbewerb. Rekordhalter bei den Sportwagen ist Caracciola auf Mercedes-Benz mit 9 Min. 38,1 Sek. (74,71 Stundenkilometer), bei den Rennwagen besitzt von Morgen auf Bugatti mit 9 Min. 23,2 Sek. den Kategorien- und zugleich den absoluten Rekord (76,6 km Stundengeschwindigkeit), mb. Bergrennen Aosta—Qrosser St. Bernhard. Am 9. August findet wiederum das traditionelle italienische Bergrennen Aosta-Grosser St. Bernhard statt, das durch die Sektion Aosta des königlichen italienischen Automobilcflubs organisiert wird. Da die Strecke von Aosta bis zum Hospiz 34 km misst, zählt das Rennen neben dem italienischen Bergrennen Caneo-CoUe della Maddalena zu den längsten Bergrennen von Europa. Interessant ist die Tatsache, dass ungefähr ein Kilometer des Rennens über schweizerisches Gebiet führt. Das Ziel befindet sich einige hundert Meter vom Hospiz entfernt in der Schweiz. Diese Tatsache lockt jedes Jahr sportlich interessierte schweizerische Automobilisten nach dem Grossen St. Bernhard. Es werden an Preisen 12,000 Lire zur Verteilung gelangen, auch besondere Ehrenpreise, werden den Fahrern verabreicht. Die Strecke überwindet einen Höhenunterschied von 2000 m und zählt 418 Kurven. X Tourist-Trophy. Für die automobilistische Tourist-Trophy, die am 22. August als eine der wichtigsten Sportsanlässe wiederum in Belfast in Irland ausgetragen wird, wurden bis zum ersten Meldeschluss 45 Wagen eingeschrieben, unter denen sich folgende Marken befinden: Alfa Romeo, Harold-Aster! Austin, Bugatti, Frazer-Nash, Invicta, Lea-Franeis, Maserati, Mercedes, Midget und Riley. x. Baile» Notizen Verkehrsschwierigkeiten in Basel. Ein neuer Bebauungsplan. Der Grosse Rat von Basel-Stadf befasst sich gegenwärtig mit dem Antrag des Regierungsrates über die Festsetzung eines generellen Bebauungsplanes. Die Motive, die den Regierungsrat veranlassten, in dieser Sache einen Schritt nach vorwärts zu machen, sind mannigfach, liegen aber zur Hauptsache in den sich stetig mehrenden Verkehrsschwierigkeiten. Zur Behebung derselben wird in erster Linie eine genügend breite Talstrasse gewünscht, auf der reichlicher Platz für den Tramverkehr verfügbar sein muss. Als überwiegende Ursache der Verkehrsstockungen wird der Tramverkehr betrachtet, dem allerdings vorgehalten wird, es könne durch rationellere Betriebsmassnahmen, durch Ueberprüfung der Fahrzeiten und durch Anschaffung zweckmässigern Wagenmaterials (Vierachser statt Zweiachser) mehr zur Behebung der Verkehrsmisere getan werden. Der Kommissionsreferent sprach das Begehren aus, das Stadtplanbureau sollte bald eröffnet und dessen Vorsteher demnächst ernannt werden. Derselbe hätte zugleich die Aufgabe, den Vorsitz einer Arbeitsgemeinschaft von Fachleuten zu übernehmen und einen Kreis weiterer Leute zur Mitarbeit heranzuziehen, die über den Bau und die Verkehrsverhältnisse der Stadt Basel gut orientiert sind. AUTOMOBIL-REVUE 1931 — N° 56 Im Kommissionsantrag wird dem Regie- seinen dritten «Continental run» herausgerungsrat die Forderung gestellt, einen neuen geben, ein 53 Seiten starkes Büchlein, das generellen Bebauungsplan auszuarbeiten, In mit allen erdenklichen Einzelheiten über die welchem die Bebauung der innern Stadt im Route von Boulogne bis St. Moritz aufwarengen Zusammenhang mit den Ausfallstras- tet, ein Itineraire, wie es vollständiger kaum sen und den Hauptverkehrsadern gebracht gedacht werden kann, und das gleichzeitig wird. Der Regierungsrat hat ferner für so- die Bedeutung dokumentiert, die man in den fortige Errichtung des Stadtplanbureaus zu Kreisen des Clubs der Fahrt London—St. Mosorgen und im Bebauungsplan noch folgende Ergänzungen vorzunehmen : ritz beimisst. Wie gründlich die Sache übrigens vorbereitet wurde und wie weite Kreise Eventuelle Verwertung der Vorschläge im Plan sj. c h damit beschäftigten, davon mag der Um- Andres punkto Verkehrsleitung und Verbindung zum t d ^ Begriff vermitteln, daSS neben Westplateau. Verbreiterung der Entlastungsstrasse *r-c- JJ I- U D IA*~ und deren Einführung in den Barfüsserplatz. Even- dem A.C.S. und dem englischen Royal AutOtuelle Kassierung der Spiegelgasse und Verbreite- mobile Club auch die schweizerische und rung der Marktgasse. Verbreiterung der Hutgasse französische Gesandtschaft in London und nach der Südseite von ß auf 12 Meter, eventuell die A.J.A.C.R. an der Organisation mitge- ^^^^U&^^B2^X wirkt haben. Ein Verdienst um das Zustan- Steinentorstrasse und des Petersgrabens bis zur dekommen des Plans hat sich auch Herr Einmündung beim Totentanz. Neue Rheinbrücke im Oberst Hans Bon vom Suvretta House in St. Zuge des Petersgrabens. Ueberdeckung des Birsigs ]yi or }t z erworben. zwischen der Heuwage und Steinenbrücke als Par- ' , kingplatz. Sparsame Anwendung von Arkaden-An- Die Fahrt steht unter dem Kommando des lagen. Sekretärs der C.S.M.A., V. T. Brennan, und Der Regierungsrat wird eingeladen, baldmög- wj r d j n zwe j Q rU ppen durchgeführt, deren liehst «inen Ausführungsbeschluss für die Korrek- t 4 T ,= • RnnWnp etartpt IJpher tion des Blumenrains, oberhalb der Petersgasse, erste am 4. JUli in XrSoulOgne Startet. UeDer vorzulegen. Reims-Vittel wird am 7. Juli Basel erreicht. In der Diskussion wurde auf die Bedeu- wo die dortige Sektion des A.C.S. die Gäste tung des Tramverkehrs und der Tramanlage in Empfang nimmt. Als nächste Etappen führ! für die Verkehrsgestaltung im Innern der das Programm auf : Zürich (8. Juli), Chur (9. Stadt und für die Verkehrsentwicklung auf Juli) und St. Moritz (10. Juli). Ueberall hiei den Ausfallsfrassen hingewiesen und gleich- ist eine Begrüssung der Teilnehmer durch zeitig der Vorteile gedacht, die durch die die A.CS.Sektionen und Ortsgruppen vorge- Erstellung eines Birsigtunnels für den Tram- sehen. Einen Tag später trifft auf derselben verkehr erzielt werden können. In Basier Route die zweite Gruppe am Ziel in St. Mo- Verkehrskreiseti wird ferner die Estelhing ritz ein. In den 17 Wagen der ersten Partie eines Steinengraben-Viaduktes als notwendig treten 39 Teilnehmer die Reise an, währenderachtet, um den Verkehrskalamitäten Ab- dem die zweite Gruppe 37 Personen mit 13 bruch zu tun.. Autos und 7 Motorrädern umfasst. Um in ge- In seiner Replik erklärte der Vertreter der schlossener Kolonne in St. Moritz-Bad einzu- Regierung, der Steinengraben-Viadukt werde fahren, sammeln sich die Wagen und Motorwohl zur Durchführung kommen, aber erst räder auf der Julierhöhe, nach dem Dorenbach-Viadukt. Im Grand Hotel Victoria, St. Moritz-Bad, In der Besprechung dieser Fragen, die wird für vier Tage Standquartier bezogen, übrigens in der Sitzung vom 2. Juli nicht zu Der 11. Juli führt die erste Gruppe nach Ma- Ende beraten werden konnten, herrschten loja und auf die Aussichtswarte der Corvistark divergierende Auffassungen, die noch glia. Einem gemeinsamen Ausflug beider mühsame Beratunigen ahnen lassen. go. Gruppen nach dem Morteratschgletscher ist Tn|)r»•«»»•BZ ^er 12- •*"'' vorbehalten; und der 13. Juli gilt emer mmiinmm«i«i^M s ememscnaftlicnen Tour ülber 0 * en - "'""• ' "IIIMIIII-I ..JHIIÜ1I pass umj Umbrail nach dem Stilifserjoch. Die- EngHsche Automobilisten in der Schweiz, weil für die erste Partie die Tour am 14. Juli Es war in unserm Blatte bereits einmal die endet, unternimmt die zweite ihren noch fäl- Rede von der Clubtour, welche die Civil ligen Abstecher nach Maloja und nach der Service Motoring Association im Juli nach Corviglia. Dass sich die Ortsgruppe Oberder Schweiz und St. Moritz unternimmt. Der engadin der Sektion Graubünden A.C.S. der Verband, der sich ausschliesslich aus Beam- Gäste während ihres Aufenthaltes in St. Moten der englischen Regierung zusammen- ritz annehmen wird, darin erblickt sie ihre setzt, hat soeben das-Programm für diesen selbstverständliche Pflicht. 0r) ROYAL CO., S.A Hauptsitz: ÖLTEN

56 1931 AUTOMOBIL-REVUE Auto und Wirtschaft im Ausland i Die Bedeutung der deutschen Automobilindustrie für die dortige Wirtschaft geht deutlich aus einem Protestschreiben des Reichsverbandes der Automobilindustrie hervor, in welchem gegen die durch Notverordnung erfolgte Erhöhung der Brennstoffzölle Stellung genorrftnen wird. Der Umsatz der Automobilbranche betrug im abgelaufenen Jahre rund 4,5 Milliarden Mark und erreichte damit die Höhe der Umsätze der Reichseisenbahnen. Die Zahl der in der Automobilwirtschaft beschäftigten Personen wird auf rund 550,000 veranschlagt. Mit Recht wird auch darauf hingewiesen, dass mit einem weiteren Anziehen der Steuerschraube hauptsächlich Gewerbetreibende und Kleinunternehmer getroffen werden, indem 80 Prozent aller Motorräder sich im Besitze von Angestellten, Landwirten, Kleingewerblern und Arbeitern befinden und 77 Prozent der deutschen Automobile dem Mittelstand gehören. Diese Kreise haben heute schon alle Mühe, den Betrieb des Automobils in ihr Budget einzupassen, so dass eine weitere Belastung Tausende von Fahrern zwingen wird, das Automobil aufzugeben, womit die auf dem Papier errechnete Mehreinnahme aus den erhöhten Zöllen vollständig illusorisch gemacht wird. , B. Rückgängiger deutscher Mineralöl-Import. Unter den Auswirkungen der Wirtschafts, krise hat die Mineralöleinfuhr Deutschlands einen aussergewöhnlichen Rückgang erfahren. In den Monaten Januar bis Mai 1931 wurden 1,2 Millionen Tonnen Erdölprodukte aller Art importiert, gegenüber 1,6 Millionen Tonnen in der entsprechenden Periode des Vorjahres, was einem Rückgang um 25,1 % entspricht. Noch stärker hat sich der Wert der eingeführten Erzeugnisse im Zusammenhang mit der auf dem Weltmarkt eingetretenen Preisbaisse sämtlicher Derivate ermässigt, und zwar von Rm. 204 Millionen auf Rm. 132,5 Millionen oder um 35,7 %. Von der Einfuhrabnahme wurden ohne Ausnahme alle Produkte betroffen. Am auffälligsten ist die Importschrumpfung bei den Treibstoffen. Der Benzinimport zeigt einen Rückfall von 738,Q00 Tonnen in den ersten fünf Monaten 1930 auf 568,000 Tonnen in der gleichen Zeit des laufenden Jahres. Einen relativ noch stärkeren Abfall verzeichnet die Benzoleinfuhr, da im laufenden Jahre nur 46,500 Tonnen, gegenüber 115,000 Tonnen in den entsprechenden 5 Monaten des Vorjahres importiert wurden. 'Die Schmierölimporte reduzieren sich von 180,375 auf 135,816 Tonnen, während Rohöl von 124,817 auf 111,047 Tonnen zurückfällt. Wenn auch die Einfuhrziffern nicht ohne weiteres mit dem Inlandskonsum gleichzustellen sind und wenn berücksichtigt werden muss, dass im Vorjahr© die Importe in Erwartung der Zollerhöhungen besonders stark waren, so hat anderseits auch bei den Maiziffern des laufenden Jahres ein ähnliches Moment eine Rolle gespielt. Nach den vorliegenden Angaben geht man nicht fehl, wenn man den Minderkonsum, namentlich was die Treibstoffe anbetrifft, in den ersten 5 Monaten des laufenden Jahres gegen 1930 auf etwa 20 Prozent veranschlagt. ,Wy. Abnahme der amerikanischen Benzinvorräte. In der per 20. Juni endenden Woche haben die Benzinvorräte der Vereinigten Staaten eine Abnahme um 1428 000 auf 41 982 000 Fass erfahren. Gegenüber dem Ende März verzeichneten Höchstbestande dieses Jahres sind die Benzinvonräte um 4 034 000 Fass gegenüber der entsprechenden Periode des Vorjahres um 8 174 000 Fass zurückgegangen. Aus der amerikanischen Bereifungsindustrie. In Verbindung mit der ungünstigen Entwicklung des Automobilgeschäftes und dem damit zusammenhängenden Absatzrückgang hat die Bereifungsindustrie ihre Produktion im laufenden Jahre weiter stark einschränken müssen. Die Produktion von Laufdecken ist in den ersten 4 Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zur entsprechenden Periode des Vorjahres um 11,7 %, und die Erzeugung von Schläuchen um 15,7 % zurückgegangen. In der Vergleichsperiode wurden an Decken vom Januar bis April 1930 19.5 Millionen Stück gegen 17,2 Millionen im Jahre 1931 produziert. Die entsprechende Produktion ati Schläuchen stellt sich auf 19.6 Mill. gegenüber 16,6 Atoll. Da die Produktion der amerikanischen Bereifungsindustrie nicht erst im laufenden Jahre, sondern bereits im Vorjahre erheblich stärker eingeschränkt wurde, als es dem Absatzrückgang entsprochen hätte, so war sie in der Lage, die Handels- und Industrielagerbeständ'e an unverkauften Bereifunigen weitgehend albzubauen. Die Bestände an Laufdecken haben sich in den 12 Monaten von Ende April 1930 bis Ende April 1931 um 3 Millionen Stück oder um 23,3 Prozent auf 10 Millionen Stück verringert, während die Schlauchvorräte in der gleichen Periode eine Abnahme um 24,4 Prozent erfahren haben. Die statistische Lage des Absatzes der Bereifungsindustrie kann somit als gut bezeichnet werden. In Amerika selbst werde» die Aussichten auf eine Absatzbelebung vorläufig noch nicht günstig beurteilt. Wy. Automobilsteuerklagen in Amerika. Nicht nur schweizerische oder deutsche Automobilverbände beklagen sich über allzuhohe Belastung der Automobilfahrzeughaltung, sondern in einer soeben veröffentlichten Denkschrift des New Yorker Automobilclubs wird ebenfalls die Forderung nach einer Reorganisation des gesamten Automobilsteuerwesens aufgestellt. Der Club begründet diese Forderung damit, dass die Belastung de.r Automoibilbesitzer in Amerika durch Benzinsteuer und Lizenzabgaben von 127,9 Mill. Dollar im Jahre 1921 auf 877,7 Millionen Dollar im letzten Jahre, also um 586 % gestiegen sei, während sich der Automobilbestand der Vereinigten Staaten von Amerika in der entsprechenden Periode nur um rund 150%, von 10,5 auf 26,5 Mill. Wagen, erhöht habe und die Strassenbau- und Verwaltungskosten sogar nur um 50%. von rund 1 Milliarde Dollar auf 1,5 Milliarden Dollar gesteigert worden seien. Mit andern Worten : die Steuerlasten haben sich in den letzten zehn Jahren annähernd viermal so stark wie der Automobilbestand und zwölfmal so stark wie die Ausgaben für Wegbau und -Unterhaltung erhöht. In diesem Sinne fordert der New Yorker Automobilclub einen Abbau der Automobilsteuern, ferner die Einführung einer einheitlichen Steuer und Garantie dafür, dass die Abgaben aus der Automobilsteuer ausschliesslich zu Strassenbau- und -Unterhaltungszwecken verwendet werden. wy. Bahnen Zusammenarbeit von Automobil und Eisenbahn in der Tschechoslowakei. In Prag wurden die Südböhmischen Unternehmungen für Automobilverkehr A.-G. mit einem vorläufigen Kapital von 5 Millionen Kronen gegründet. Das Eisenbahn- und Postministerium hat sich mit 51 Prozent an der Kapitalzeichnung beteiligt. Die Gesellschaft beabsichtigt das weitmaschige Eisenbahnnetz Südböhmens durch die Organisation eines zweckentsprechenden Autoverkehrs zu ergänzen, und zwar sowohl auf dem Gebiete des Personenverkehrs wie des Gütertransportes. Die neue Gesellschaft soll die staatlichen Eisenbahnen in ihren Funktionen ergänzen, ohne dass die private Initiative auf diesem Gebiete künstlich gedrosselt werde. Die Gesellschaft hat den Betrieb auf verschiedenen Linien mit neun Fahrzeugen bereits aufgenommen und steht ein weiterer beträchtlicher Ausbau der Organisation bevor. B. Auto und Eisenbahn in Grossbritannien. Seit Beginn des laufenden Jahres sind in Grosbritannien nicht weniger als 176 Eisenbahnstationen geschlossen worden, welche Anzahl sich auf die vier grossen Eisenbahnnetze des Landes wie folgt verteilt : London and North Eastern 88, London-Midland and Scottish 60, Great Western 24 und Southern 4. Diese Massnahmen sind lediglich auf die Notwendigkeit von Einsparungen zurückzuführen, die ihrerseits dadurch bedingt gewesen sind, dass sich der Betrieb auf jenen Linien infolge der Konkurrenz seitens des Automobils als unrentabel herausgestellt hat. Daran kann auch die Tatsache nichts ändern, dass die Mehrzahl der geschlossenen Bahnhöfe auf kleinen Seiten- und Nebenlinien liegen, wovon wiederum eine grössere Anzahl lediglich Haltestationen gewesen sind. Naturgemäss wird von den verschiedenen britischen Eisenbahngesellschaften nichts unterlassen, um den durch die Aussertoetriebsetzung jener Stationen und Stilliegung mancher Nebenlinie entstandenen Verdienstausfall wieder wettzumachen. In der Mehrzahl der Fälle sind zur Erreichung dieses Zweckes durch die betreffenden Eisenbahngesellschaften selbst Autobuslinien eingerichtet oder wenigstens in Regie genommen worden. Es ist unschwer vorauszusehen, dass die britischen Eisenbahngesellschaften säch den veränderten Verhältnissen, wie sie durch den Siegeszug des Automobils geschaffen worden sind, in Zukunft in einem noch viel stärkeren Masse anpassen werden, als es bislang bereits der Fall gewesen ist. Drepi. Gutgelungene Aufnahmen von den bisherigen Rennen können zum Preise von 1 Fr. bei der Redaktion der « Automobil-Revue » bezogen werden. qrüsste der englischen Automobil-Jndustne pro 1931 bildet der Qualitätswagen 6 Zyl. — 17,8 Steuerpferde. Je nach Ihrer Wahl Rechts- od. Linkssteuerung. Solche Wagen hat selbst „HUMBER" nie zuvor gebaut! Generalvertreter für die Kantone Bern und Solothurn: H. SCHMIDT & Co., Belpstrasse 30b — Telephon Bollwerk 32.33 ' Generalvertreter für die Ostschweiz: * Generalvertreter für die französische Schweiz: BÄUMBERGER & FORSTER Automobile ZÜRICH GARAGE KIRONDELLE S. A. Lowenstrasse 17 Telephon 56.848 15, Rue du Manege Telephone 3.53