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E_1931_Zeitung_Nr.056

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AUTOMOBIL-REVUE

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N«J 56 — 1931 V^*l*«-I*» Strassenbahnen und Vorortsverkehr. Verhältnisse in Bern. Obschon die Stadt Bern für den Vorortsverkehr drei gut frequentierte Vorortsbahnen aufweist, gelang es der städtischen Autobusunternehmung, die Lücken im Vorortsnetz auf zweckmässige Weise zu ergänzen und den Autobusbetrieb rentabel zu gestalten. Die Besiedelung der Vororte erhielt durch die Verkehrsverbesserung einen deutlich sichtbaren Impuls. Neben der Bewältigung des ortsbahnen fällt dem Autobus noch die Aufgabe zu, jene Quartiere der Stadt zu bedienen, denen der Tramverkehr nicht genügt. Auch hier erfüllt der Autobus seine Verpflichtungen in anerkennenswerter Weise. Es mag daher leicht verständlich sein, dass man dem städtischen Autobusbetrieb die Uebernahme neuer Linien zumuten will, die nicht von Anfang an eine, wenn auch noch so bescheidene Rendite garantieren. Die Stimmen mehren sich, die für das Brunnadernquartier, das Murifeld und das Egghölzliquartier eine bessere Verbindung wünschen. Wir hegen nicht die Auffassung, dass man nur dann eine Autobuslinie einrichten soll, wenn zum vornherein eine währschafte Rendite gesichert ist. Selbst wenn nur eine geringe Rendite zu erwarten ist, dürfte sich die Einführung von Autobuskursen rechtfertigen, da verbesserte Verkehrsverhältnisse innert kurzer Zeit das Verkehrsbedürfnis steigern und eine erhöhte Bautätigkeit anregen. In der bernischen Presse wird Klage geführt, dass es sich die Statdverwaltung nicht angelegen sein lasse, durch den Bau neuer Strassenbahnlinien die Besiedlung der Aussenquartiere zu steigern. Es wird als Absonderlichkeit der Stadt Bern gebrandmarkt, sie habe eine Abneigung gegen den Bau neuer Tramlinien. Im gleichen Artikel wird die Erstellung einer Tramlinie nach dem Brunnadern- und Egghölzliquartier verlangt und als vorläufige Lösung die Führung einer Autobuslinie von der Endstation Burgernziel durch das Brunnadernquartier und zurück verlangt. Am Schlüsse jenes Artikels finden wir noch einen Gefüh'sausbruch, indem dort gesagt wird: «Die Strassenbahn sei nicht das Hilfsmittel des Autobus. Bern hätte zuviel Autobus, aber zu wenige Strassenbahnlinien ». An allen diesen Vorschlägen, lässt sich, die eine Anregung diskutieren, die eine Anschlussautobuslinie vom Burgernziel in das Brunnadern- und Murifeldquartier wünscht. Als Voraussetzung müsste aber die Gültigkeit der Billete für Autobus und Tram zugleich verlangt werden. Der Bau neuer Strassenbahnlinien wäre indessen ein Unterfangen, das in der heutigen Zeit keine vernünftige Strassenbahndirektion wagen würde. Das Einzugsgebiet des Brunnadernquartiers würde nicht einmal zu einer Verzinsung des Baukapitals reichen. Viel richtiger wäre das Studium einer annähernd parallelen Linie zum Kirchenfeldtram mit Verlängerung in das Brunnadernquartier. Ein der- Vorortsverkehrs, gemeinsam mit den Vor-artiger Versuch ist bereits letztes Jahr gemacht worden (Linienführung über Bärengraben und Muristrasse). Der grosse Verkehr blieb indessen aus. Eine Autobuslinie kann sich nur zu Rentabilität aufschwingen, wenn sie vom Stadtzentrum ausgeht und unterwegs Quartiere bedient, denen das Tram nicht entgegenkommen kann. Interessant, aber noch in weiter Ferne liegend scheint uns die Errichtung einer Ringlinie mit Autobussen, die aber erst dann in greifbare Nähe rücken wird, wenn die Stadt es wagen wird, eine direkte Brückenverbindung zwischen dem Kirchenfeld oder dem Brunnadernquartier über die Aare nach Wabern zu bauen. Die Errichtung neuer Tramlinien kommt hingegen für Jahre hinaus für Bern nicht in Frage. lt. AUTOMOBIL-REVUt Tramlinienverlängerung in Bern? Dem Berner Stadtrat wurde in der Sitzung vom 3 Juli eine Interpellation eingereicht, die den Gemeinderat befragt, wie weit die Verhandlungen mit dem Staate Bern, betreffend Verlängerung der Tramlinie vom Bärengraben nach dem Obstberg und vom Burgernziel nach dem Egghölzli gediehen seien. Wir haben in unserm Artikel « Strassenbahnen und Vorortverkehr » angedeutet, dass der Bau neuer Strassenbahnlinien in heutiger Zeit kein vernünftiges Unterfangen wäre, da sich gegenwärtig die relativ hohen Kosten für den Unterbau und für den Oberbau einer Tramvenbindüng weder amortisieren noch verzinsen lassen. Sieht man in der Regel, dass die Stadt Bern ihren Autobushetrieb' günstig entwickeln konnte, so wäre es angebracht, nicht die Verlängerung der Tramlinien weiter zu verfolgen, sondern den Ausbau des städtischen Omnibusnetzes zu studieren. Ob die Grosse des Egghölzliquartiers Autostrasse auf der Manhattanbrücke zwischen New York und Brooklyn. Im Juni wurde die neue Oberdeck-Autostrasse auf der Manhattanbrücke, die New York mit Brooklyn verbindet, eröffnet. Diese Aiitostrasse ermöglicht es. dass täglich 95 000 Automobile die Brücke passieren können. als Einzugsgebiet die Verlängerung der roten Tramlinie in das Burgernziel hinaus rechtfertigen würde, möchten wir füglich bezweifeln. Anders liegen hingegen die Verhältnisse im Obstberg- und Schosshaldenquartäer, das wohl eher für eine genügende Frequenz einer Tramlinie garantieren könnte. Wir würden in beiden Fällen den Anschluss an das städtische Omnibusnetz empfehlen. In welcher Welse diese Anschlüsse am besten gemacht werden, können nur Versuche, die jeweilen zirka drei Monate dauern würden, darlegen. Die weitere Entwicklung dieser Quartiere ist aber vom Ausbau der Verkehrslinien direkt abhängig. lt. Wallis delegiert das Recht der Abgabe von Fahrbewilligungen. Im Kanton Genf haben die .automobilistischen Verbände durch die Regierung des Recht erhalten, den Automobilbesitzern Verkehrsbewilligungen und Fahrbewi'lligungen internationaler Natur auszustellen. Dieses System bietet den Automobilfahrern, die stets- mit dem Sekretariat ihrer Sektion in Verbindung stehen, wertvolle Vorteile. Nun autorisierte die Regierung des Kantons Wallis die Sektion Wallis des A.C.S. zur Ausstellung internationaler Fahr- und Verkehrsibewilligungen. Es ist zu hoffen, das Vorgehen der beiden welschen Kantone werde Schule machen. lt. Touristik-Bulletin des A.C.S. vom 3. Juli 1931. Schweiz: Alle Alpenstrassen sind dem Verkehr geöffnet. Die Strasse durch das Toggenburg von Wattwil nach Garns, welche in den letzten Wochen zwischen Ebnat und Krummenau umgebaut worden ist. ist nun dem Verkehr wieder ganz geöffnet. Die zufolge Rutschungen gesperrte Strasse von Altstätten (Kt. St. Gallen) über den Stoss Dach Gaia (Appenzell A.-Rh.) ist nun wieder passierbar. Immerhin muss die Strasse im Rutschgebiet (zirka 2 km) sehr vorsichtig befahren werden, da dortselbst eine Steigung von 19% vorkommt und die Breite der Fahrbahn teilweise nur 3,5 bis 4 Meter beträgt. Mit dem Neubau der Strasse über den Stoss dürfte im kommenden Herbst begonnen werden. Strasse über den KeTenzerberg von Mollis nach Mühlehörn immer noch im Umbau begriffen und für tastwag-en gesperrt. Besondere Vorsicht sehr angezeigt. Der neue, verstärkte HIGH SPEED mit Goldstreifen hat seit der kurzen Zeit seiner Einführung Tausende begeisterter neuer Anhänger gefunden. Womit begründet sich diese Favorisierung? Glänzende, bisher unbekannte Leistungen, absolute Sicherheit, vornehme Ausführung, dies sind Vorzüge, die Automobilisten zu schätzen wissen! Fahren Sie künftig Auf Wunsch erhalten Sie kostenlos Abschnitte unseres neuen Produkts