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E_1931_Zeitung_Nr.064

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1931 - N« 64 Rollverdecke Einbau in jede bestehende, geschlossene Karosserie innert ca. 6 Tagen möglich. (Jede Garantie für absolute Abdichtung gegen Wind und Kälte). Wasser, Verlangen Sie Offerte oder Vorführung durch: Otto Kusterer, Autosattlerei. Zürich 8 A. Müller, Autosattlerei Zürich 3 Carrosseriewerko Ramseier, Streun & Co. Bern Müller & Marti, Autosattlerei Bern Otto Dietrich, Carrosserie Basel K. Egll, Carrosserie Basel U. Höhener's Erben, Carrosserie St. Gallen Heinr. Müller, Carrosserie St. Gallen Joh. Bühlmann, Autosattlerei Chur K. Leuch, Autosattlerei Interlaken (patentiert) A. S. 96 TAUSENDFACH BEWÄHRT! E R S Garagen Reparaturwerkstätten in der Zenhralschwei mxätääi Haus für Auto-Bereifung Schönaustrasse 80 Telephon Birs. 79.10 Neue Pneus aller führenden Marken zu billigsten Preisen Grösste Vulkanisieranstalt am Platze Neugummierungen mit Garantie R E P A R A • AUTÄWIA A.-G., BASEL« Basel Haremrasse 14 Moderner Auto-Service. ADLER-Vertretung ! E. SOHMID (anc. F. JDafflon T61

Jjo 64= — 1931 38 H. Quartier 17 39 C. Adorno 0 40 Prinz Ferdinand Andreas von und zu Liechtenstein 8 41 «A. B.» 9 42 H. Ferigo 56 43 R. Foligno 0 44 F. Rosenthal 78 45 V. Kumpera 58 46 H. Schmid 18 47 E. Kordewan 12 48 J. Stoewer 20 49 Prinz von der Leyen 23 50 Dr. R. Krailsheim 94 51 V. E. Leverett 6 52 G. Riley 0 53 G. F. Dennison 113 54 Heusler Jar 15 55 Pavlovsky St. 21 56 Suldovsky Ant. 21 57 H. Butenuth ' 0 58 G. Pollich 0 59 Mme. L. Roehrs 0 60 L. von Raffay 0 61 J. Hobbs O 62 A. G. Gripper 129 63 R. C. Porter 118 64 A. Frick 46 66 Lord de Clifford 10 Anforderungen der zweiten Etappe. (Von unserem ma.-Berichterstatter'.) Die Strecke stellte in ihrer Vielgestaltigkeit auch an die Maschinen sehr grosse Anforderungen. Ausgesprochene Geschwindigkeits-Strecken, auf denen das Letzte an Tempo aus den Wagen herausgeholt werden konnte, wechselten ab mit langen Steigungen, die oft ein fast ununterbrochenes Vollgasfahren erforderten, und mit Gefällen, welche die Bremsen auf härteste Proben stellten. Spitzenbeanspruchungen hatten auch die allgemeine Festigkeit der Wagen, speziell die Pneus, die Federn und die Karosserien auszuhalten, denn stellenweise war die Strasse ungemein rauh, holprig oder mit scharfem Kies belegt. Um Hunderte scharfer Kurven wurde mehr gerutscht als gefahren. Zu den besten Strecken war dabei die Brennerstrasse zu zählen, die ausser einem etwa 10 Kilometer langen Teilstück vor der Passhöhe auf österreichischer wie italienischer Seite wundervoll neu angelegt wurde und mit ihrer Breite von 10-14 Metern, ihrem guten Teer-Makadambelag und ihrer guten Uebersichtlichkeit das Herausfahren grosser Zeitvorsprünge gestattete. Die Steigung ist mit einem stärkeren Wagen nur wenig fühlbar. Die Herrlichkeit hörte aber noch vor Meran auf. Der vorher zu überwindende Jaufenpass (Passo Giovo) ist eine in der Breite recht bescheidene, wenn auch nicht schlecht unterhaltene Bergstrasse. Er führt aus der Niederung nochmals auf die eindrucksvolle Höhe von 2094 Meter hinauf, um dann mit vielen, manchmal stark exponierten Stellen scharf nach San Leonardo abzufallen. Meran wurde über eine im allgemeinen sehr schmale, unübersichtliche Landstrasse erreicht. Von hier bis Gomagoi, dem Ausgangspunkt des berüchtigten Stilfserjoches, Hess sich verlorene Zeit wieder besser einholen, wenn auch nur mit etwelcher Rücksichtslosigkeit den Reifen gegenüber. Gefährliche, unerwartete Brückenübergänge und andere Seitensprünge der Strasse fehlten allerdings auch hier nicht, und an einer solchen Stelle glaubten wir uns direkt verwundern zu müssen, kein Wrack eines unserer Vorgänger vorzufinden. Das Stilfserjoch ist als Pass nicht nur in seiner Höhe in Europa einzigartig, sondern auch durch die unendlich scheinende Zahl seiner Kurven und Spitzkehren. Man kann Passfahrten noch so sehr als Leckerbissen schätzen, wenn man sich den Stelvio halbwegs hinaufgearbeitet hat, wird man mit Sehnsucht nach den weit oben winkenden ßerghäusern blicken, die immer und immer nicht näher rücken wollen. Für dreigängige mittelstarke Wagen dürfte die bequemste Fahrweise die sein, von vornherein auf den niedrigsten Gang hinunterzuschalten, um sich langsam aufwärts zu spulen. In unserem Gedächtnis ist keine Strecke des Passes hängen geblieben, die mehr als 100 Meter gerade verlaufen wäre. Es mag sein, dass wir uns da irren, sicher aber ist, dass recht häufig nach höchstens 50 Metern Fahrt wieder der Fuss vom Gaspedal genommen, der Wagen seines Schwunges beraubt und die Richtung ruckweise geändert werden muss. Man kann — es ist keine Uebertreibung — beim Erklimmen des Stilfserjoches tatsächlich Blasen an den Fingern kriegen, so emsig hat man das Lenkrad zu bedienen. Wer, wie die Alpenfahrer, dazu noch einen Mindestdurchschnitt einzuhalten hat, beständig schalten und seinen Wagen möglichst im Schuss halten soll, weiss, oben angelangt, dass er wirklich gearbeitet hat. Dass die Motoren es nicht leichter hatten, zeigte sich daran, dass ihr Kühlwasser nicht nur in vereinzelten Fällen, sogar teamweise in Dampfschwaden überging. Auf der Passhöhe hatten übrigens verständnisvolle Geister AUTOMOBIL-REVUE Giesskannen mit Ersatz-Wasser bereit gestellt, die denn auch eifrig benützt wurden. Kühlwasserbedarf ist hier an der Tagesordnung. Der anschliessende Umbrail, der zur Hauptsache nur aus der Abfahrt vom Stelvio besteht, vermochte danach keine grossen Eindrücke mehr zu erregen. Landschaftlich allerdings erwarten hier einen nicht weniger hohe Genüsse. Auf samtglattem, schmalem Strassenband fährt man durch die Lärchenwälder wie durch einen Garten zu Thal. Vom Ofenpass, dem Flüela und der Albula gilt ungefähr dasselbe. Immerhin geben diese drei Pässe den Motoren doch wieder einige ansehnliche Höhenunterschiede zu verdauen. Bis dann auf wieder gestrecktem und annähernd ebenem Kurs St. Moritz erreicht werden kann. Es'ist bemerkenswert und als Ergebnis des heutigen Tages höchst erfreulich, dass selbst die vielleicht schwierigste der Etappen der diesjährigen Alpenfahrt den Wagen nicht viel hat anhalten können. Jeder Fahrer war wirklich erstaunt, als nach und nach alle Konkurrenten bis auf sechs am Ziel eintrafen und dass die Strafpunkte nur so bescheiden ausgeteilt werden mussten. Von den ausgefallenen Konkurenten hatte übrigens nicht ein einziger durch einen t3'- pischen Maschinendefekt ausscheiden müssen. Ebensogut wie am Stilfserjoch hätte Herrn Neuer, bzw. desesn Adler-Wagen, auch sonstwo das Benzin ausgehen können. Auch den Benzinpumpendefekt der HillmanjFahrerin kann man in keinerlei Beziehung zu der stattgehabten Beanspruchung des Wagens bringen, und das Nichtanlaufen des Motors des N. S. U.-Fahrers Wimmer ebensowenig. Und selbst wenn man versucht ist, den Vergaserbrand des Walter-Wagens Nr. 2 als eine Ueberhitzungserscheinung zu bewerten, so lässt sich dem entgegenhalten, dass nahezu alle Wagen irgendeinmal Ueberhitzungen zeigten, ohne deswegen gleich in Flammen aufzugehen. Vor der Ankunft in Bern. Der Mittwoch bringt bekanntlich die letzte Etappe Genf-Bern, die noch zu einem Teil durch französische Gebiet führt, um sodann bei ihrem Wiedereintritt auf Schweizer Boden diesen nicht mehr zu verlassen. Der definitive Uebertritt in die Schweiz bei der Grenzstelle Col des Morgins wird um zirka 9 Uhr feeginnen. Den Jaunpass dürften die Fahrer um die Mittagszeit überqueren, und Boltigen wird von ungefähr halb 1 Uhr an passiert werden. Thun wird von ca. 1 Uhr 15 an durchfahren, so dass in Bern gegen 2 Uhr die ersten Wagen eintreffen werden. Das offizielle Ziel der Alpenfahrt in Bern befindet sich in der inneren Muristrasse. Dort werden demnach die Fahrer ihren gewaltigen Raid über 2500 km, der sie über 22 Alpenpässe führte, vorläufig beenden. Bekanntlich sind besondere Empfangsfeierlichkeiten geplant, die von einem von der Sektion Bern des A.C.S. unter der Leitung ihres Präsidenten Herrn Oberst Marbach zusammengestellten Komitee organisiert werden. Nach ihrer Ankunft werden die Fahrer mit ihren Wagen gruppenweise durch Bern nach der Ausstellung geleitet, wo die Wagen geschlossen parkiert werden. Den Fahrern wird darauf in der « Hyspa» eine Erfrischung verabreicht werden. Am Donnerstag den 6. August findet im offiziellen Park der Ausstellung bis in den Nachmittag hinein die Kontrolle der Wagen statt, bei der ihr Zustand genau geprüft wird. Bei günstiger Witterung wird am Donnerstag nachmittag die Sektion Bern des A.C.S. den Konkurrenten einen Afternoon-Tea im Kursaal Schänzli offerieren, daran anschliessend folgt eine Stadtrundfahrt mit Autocars, bei der den Konkurrenten die Schönheiten des alten Bern nahegebracht werden sollen. Um 19 Uhr 30 findet in der Ausstellungshalle der « Hyspa » das grosse Festbankett statt, das gleichzeitig den offiziellen Schluss der Alpenfahrt bedeutet. Zum Bankett sind ausser den Behörden auch die in Bern ansässigen Gesandten aller Länder geladen, deren Konkurrenten an der Alpenfahrt 1931 teilnahmen. Am Schlüsse des Banketts wird die offizielle Verkündigung der Resultate erfolgen. Es ist zu hoffen, dass sich die letzten Trge im Herzen der Schweiz für die Teilnehmer der Alpenfahrt zu einem wirkungsvollen Ab- Fortsetzung des Alpenfahrt-Berichtes und weifer» Sportnachrichten auf Seite 15. Rennen in Brooklands. Das vor letzten Samstag in Brooklands ausgefahrene Staffelrennen, über 250 Meilen, mit Wagen bis maximal 1500 ccm, ergab den Sieg der Austin-Equipe (Fahrer Oushman. Barnes, Goodacre). Zweite wurde die gemischte Equipe Austin, Lea Francis und Riley (Fahrer Maclachlan, Jameson und Elwes). Das Rennen litt unter schlechtem Wetter. Eine ist mehr wert als eine lange Rede Die Garagisten, als Kauf leute, legen grossen Wert darauf, möglichst viel zu verkaufen. Nun aber, wenn sie auch nicht alle Oele verkaufen, so verkaufen fast alle Mobiloil. Welche lange Beweisführung bekundet ebenso gut wie diese einfache, leicht kontrollierbare Tatsache, die unbestreitbare Überlegenheit von V A C U U M O I L C O M P A N Y ;