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E_1931_Zeitung_Nr.066

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18 AUTOMOBIL-REVUE

18 AUTOMOBIL-REVUE 1931 - N» 66 sich, dass Hughes ein Kenner und Fach- Wichtiges eingefallen, liess Hut und Mantel Goldkäfer oder Skorpion. Er trat aus dem mals angenehm berührt war. Da Cross auf mann war, ja, dass er von diesem Gebiet liegen und eilte zum Lift, mit dem ich ins Schatten eines Pfeilers, wenn ich den Geheiss von Mister 0., also in Ausübung viel mehr verstand als ich; er nannte mit dritte Stockwerk entfloh. Mit dieser.Flucht Speisesaal verliess; er war verwandt mit seines Dienstes, immer nur wirkliche Dakollegialem Lächeln ganze Reihen von latei- hatte ich das Heft vollends aus der Hand dem Mann, der mich rasierte, er kannte men ansprach, so waren diese stets erfreut, nischen Namen, die ich nie gehört Mtte, zu gegeben. den Wechsler, bei dem ich mein Geld wech- durch das «zufällige» kavaliermässige und denen ich aber etwas gönnerhaft nickte, um Von da an sah ich in Kandy nichts mehr selte. Er begegnete mir am See und beim taktvolle Dazwischentreten das nicht unmir keine Blösse zu geben. Ich sagte auch als Herrn Hughes. Er stand an jeder. Tempel, im Wald und auf der Gasse, er sympathischen Gerald nicht nur einen Menein- oder zweimal mit jenem väterlichen Strassenecke, die ich zu Fuss passierte. Er begrüsste mich früh nach dem Bade und sehen loszuwerden, der anscheinend nichts und verlogenen Ton, den der Engländer ge- hob höflich den Mantel auf, der mir vom stand spät abends müde im Vestibül, wenn davon ahnte, dass einer Stra-ssenbekanntgen die Eingeborenen anschlägt: «Yes, yes, Wagen glitt. Er kannte meine Zimmer- ich vom Billardsaal kam; er stand mit höf- schaft stets etwas Unfeines anhaftet, sonmy dear man, I know all about Kany- nummer, er wusste die Zeit meiner Mahl- lieh geneigtem Kopf, mit stillen, wartenden dem sogar noch auf zwanglose Art einen butterflies.» _ _ Zeiten und Ausgänge. Wartete ich eigens Augen, und trug irgendeinen Schatz im vielversprechenden • jungen Mann kenen- Aber ich sprach doch weiter, bestrickt von einmal mit dem morgendlichen Ausgang bis Gewand. Ich gewöhnte mich daran, ihn zulernen. Nicht selten musste Cross bei solseiner Höflichkeit, und stellte mich, wie er acht Uhr, so stand er an der Treppe, und von weitem im Gedränge der Strassen zu chen Gelegenheiten noch ein oder zwei Ohres mir nahelegte, immer mehr als ernsten erschien ich des andern Tags schon um erkennen und zu fliehen, ihn plötzlich nahe feigen von seinem Brotherrn hinnehmen; Fachmann und wissenschaftlichen Samm- halb sieben, so war er auch da. Wenn ich zu fühlen und meine Blicke zu versteinern; das besiegte erfahrungsgemäss die sprödeler. Da aber zauberte Herr Hughes, völlig j n einem Laden ausruhte und Ansichtskar- ich lernte auf Ausflügen jeden Seitenpfad sten und vornehmsten der Schönen in allerüberraschend, aus seinen singalesischen ten auswählte, erschien er lächelnd am mit Misstrauen nach seiner Gestalt ab- höchstens fünfzehn Sekunden. Zu Tätlich- Gewändern plötzlich eine hübsche'kleine Ladeneingang, eine kleine polierte Kiste suchen und das Hotel heimlich, wie ein keiten liess ös 0. natürlich nur in ganz Holzkiste hervor, auf seinem edlen Gesicht unf. e rm Arm, und wenn ich irgendwo draus- Zechpreller, zu verlassen. Er erschien mir schweren Fällen kommen, denn jede Waterschien ein schmeichelndes Hausierer- sen i m Freien nach einem Schmetterling mehrmals im Traum, und ich wäre nicht sehe kostete ihn hundert Dollar Sonderverlächeln, er öffnete seine Truhe mit einladen- j ag t e und ihn verfehlte, so bog Hughes um sehr erstaunt gewesen, ihn eines Abends gütung. Lange ging alles nach Wunsch, aber der Gebärde, und ich sah auf weissem (jj e E c ]c e , deutete dem entflogenen Falter unter meiner Bettstelle verborgen zu finden, in Biarritz geriet der Millionärssohn an die Grunde eine wundernette, tadellos präpa- nach und nannte seinen lateinischen Na- Nicht in Kandy selbst, aber in der Nähe Unrichtige. Nach ihrer Ansicht lag für sein rierte Sammlung von Faltern und Käfern men# «ich habe schöne Exemplare davon, dieser Stadt, im Tal des Mahavelli, habe ich Dazwischentreten keinerlei Grund vor, denn ausgebreitet, die er mir für fünfzehn Ru- Herr, auch Weibchen; ich bringe sie um zauberhaft schöne Dinge gesehen: badende Mister Cross gefiel ihr ganz ausgezeichnet, pien zum Kauf anbot. sieben ins Hotel.» Elefanten, wallfahrende Bergbewohner, fa- sie hatte eben einen anderen Geschmack als Ich sah den Umfang der Gefahr sofort, B a i,} hatte er es erreicht, dass ich kein beihafte Schlangen, uralte heilige Felsen- sonst Frauen, die der Millionärssohn auf aber ich war wehrlos. Ich stimmte nur höfliches Wort mehr mit ihm sprach, ihm tempel. Aber wenn ich an Kandy denke, so sonderbare Art kennen lernt. Sie nahm meinen Ton um einen Schatten kühler und aber für zwanzig Rupien abkaufte. Er so erscheint als erstes Bild jener Unglück- O.'s Geld und gab es Cross. Die beiden liebten erklärte bedauernd, dass ich Schmetterlinge war i mm er da, immer schön und höflich, liehe Hughes. Noch als ich damals Ceylon sich wirklich. Als 0. merkte, was gespielt zwar sammle, aber nicht kaufe, und dass er blickte traurig aus dunklen Augen, längst verlassen hatte und seit vielen Tagen wurde, entliess er Cross. Dieser ist der Meifertig präparierte Stücke für mich ganz sprach mich voll Ehrfurcht an, und wenn auf dem Wasser war, passierte es mir ge- nung, dass seine Privatangelegenheiten seiohne Interesse seien. ^ j c h schalt oder schweigend weglief, liess er legentlich, dass ich morgens beim Gang von nen Dienstherrn nichts angehen. Nun, der Mister Hughes begriff das vollständig, ergeben die mageren braunen Hände sin- der Kabine aufs Deck mit einem Gefühl von Kadi wird das schon entscheiden. Inzwi- Gewiss, solche Sammler wie ich kauften ja \ m^ uncj i mni er trug er, in der Tasche oder Bangigkeit und Beschämung um mich sehen hat sich Cross schon mit seiner niemals aufgespannte Falter. Selbstver- j m Lendentuch verborgen, eine Dose, eine blickte, ob nicht an einer Tür, hinter einem Biarritzer Schönen verlobt, ständlich würde ich nur frische Exemplare Schachtel hei sich, früh und spät, immer Pfeiler, in einem Korridor der Singale.se n... u in Papierdüten kaufen, um sie dann selbst neue Sachen, bald einen riesigen Atlas- mit seinem polierten Kästchen auf mich üluhw «rmchen, Glühwürmchen flimmere... zu präparieren. Er werde mir welche zei- f a lter, bald ein «lebendes Blatt», bald einen lauere. Ein Bauer aus der Gegend um den west> gen. Er wisse, dass ich im Queens-Hotel " m—^m—mm^e liehen Ammersee (Bayern) war mit Bewohne: ob ich dort um sechs Uhr zu finden kannten, so liest man in deutschen Zeitunsei? j ^ ^ pJH V g*m y £«n, bis um Mitternacht hocken geblieben. Das wisse ich nicht, sagte ich kurz und m ߣ}^* M f% Gf{2 ^ai M I^ft ^* s er zu ** a( * s ' c}l au * ££ wO» &*>##& ben wollte, bemerkte er zu seinem Sehrekzurück. Aber nun war er zu meinem Da- ken, dass er seine Laterne vergessen hatte, mon geworden. Er stand am Abend in Der Reisebegleiter, Aeusserst interessant dagegen ist, was Her Es war auch nirgends eine zu beschaffen, der Halle des Hotels, er begrüsste mich halb Der amerikanische Millionärssohn Gerald Prozess über die Funktionen von Reisebe- Da kam er auf einen seltsamen Gedanken: ehrfürchtig, halb kollegial und zog hinter 0., der zur Zeit in Biarritz weilt, wird von gleitern amerikanischer Nabobs enthüllt. Er fing etwa fünfzig Johanniskäferehen, die einer Säule hervor eine ganze Anzahl von seinem, zu ihm im Angestelltenverhältnis Cross, der seinen Dienstherrn auf allen wie Funken durch die Nacht flogen, steckte Schachteln, Dosen und Kistchen, im Augen- stehenden Reisebegleiter Lowel Cross auf Reisen begleitete, ohne dass eine Verbin- sie in ein Weinglas, dessen Stiel zerbrochen blick war ich von einer reichen, geschickt Zahlung eines vollen Jahresgehalts ver- düng zwischen den beiden nach aussenhin war, verschloss es mit einem Stück Papier ausgebreiteten Sammlung indischer Falter klagt, nachdem letzterer — entgegen dem auch nur im geringsten zutagetrat, war, und befestigte es vorn auf dem Fahrrade, umgeben. Zuschauer kamen an meinen bestehenden Vertrag — mit 1 sofortiger Wir- wenn man so sagen_ darf, kein hübscher Tatsächlich begannen die Tierchen zu leuch- Tisch, und je mehr ihrer wurden, desto- kung seines Dienstes enthoben wurde. Die- Mann. Dies bildete seinerzeit den Haupt- ten und strahlten einen magischen Schein weniger mochte ich mein schwaches Eng- ser Prozess war an sich nicht sehr in- grund für das Zustandekommen des An- aus dem Glase. Der Polizist, dem der erfinlisch zur Schau stellen. Es, wurde mir teressant, selbst wenn man erfährt, dass sich Stellungsvertrages. Da sich Cross überdies derische Bauer in die Arme fuhr, stellte zwar schwül, ich sann auf Flucht. Plötzlich das Gehalt des Reisebegleiters auf "annä- geckenhaft zu'kleiden hatte, ist es verstand- «mangelhafte Beleuchtung-» fest, erkannte jestand ich hastig auf, als sei mir etwas hernd tausend Dollar im Mpnat belauft» .lieh, dass eine Dame, die er ansprach, nie- doch den guten Willen des Mannes an. UND NATIONALE PREISSPRINGEN 15.-16. August 1931 Springkonkurrenzen und Rennen für Unteroffiziere und Soldaten. - Championnat der Schwadronen. 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N° 68 — 1931 AUTOMOBIL-REVUE 19 BD8 OB S CE B TT BE EDEEJQ EFre/^ Bernhard Shaw, der Freund der Frauen Von Dr. Eugenie Schwarzwald. Vor wenigen Tagen feierte man den 75. Geturtstag des grossen englischen Dramatikers Liebe und Ehe. Bernhard Shaw. Bei dieser Gelegenheit erinnert man sich wieder der grossen Sympathien, die die Frauen bei Bernhard Shaw besitzen. Wir sind in der Lage, einen geschickten Umriss über Shaws Stellungnahme zum weiblichen Geschlecht zu veröffentlichen. Die Red. In diesen Tagen wurde Bernhard Shaw schon fünfundsiebzig Jahre alt. Und doch ist er der feurigste Freund der Frauen. Wie alle richtigen Männer, hat er keine besondere Vorliebe für seine Geschlechtsgenossen. Sie macht er dafür verantwortlich, dass es mit der gegenwärtigen Gesellschaft so schlecht bestellt ist. Sie haben die bisherigen Kriege veranstaltet. Sie haben die törichten Friedensverträge geschlossen. Sie sind es, die eine höchst anfechtbare Gerichtsbarkeit unterhalten. Unsere unverständige und unökonomische Produktion ist ihr Werk, ebenso wie unsere falsche GesellschaftsmoraL Da die Frauen bei dieser Gestaltung der Welt nicht mitgewirkt haben, setzt Bernhard Shaw alle seine Hoffnung auf sie. Die Frau ist noch unverbildet und steht unbefangen im Getriebe des Tages. Sie ist erdgebunden, daher naturnahe. Sie, die die Menschen zur Welt bringt, hat ein vitales Interesse daran, dass sie am Leben bleiben, ist also für den Frieden^ Die Frau, von der Natur fortwährend an ihre Unzulänglichkeit gemahnt, wird, meint Bernhard Shaw, auch niemals jenen Grad von Feierlichkeit erreichen, der die Welt der Männer so öde macht. Mit einem Wort, Bernhard Shaw braucht die Frau für eine Neugestaltung der Welt, und deshalb beschäftigt er sich viel und liebevoll mit ihr. Shaw ist eigentlich auf nichts stolz, nicht einmal auf den Nobelpreis, von dem er übrigens das Klügste gesagt hat, was man über die Art, .wie diese Einrichtung funktioniert, sagen kann. «Dieser Preis», meint er, « kommt mir vor wie ein Schwimmgürtel, den man dem Schwimmer erst dann zuwirft, wenn er das Ufer schon erreicht hat. > Aber auf eines ist er doch stolz : dass der bewegende Gegenstand seiner Dramen nicht die romantische Erotik allein ist. Diesen Fetisch hat er abgeschafft. Früh schon hat er erkannt, dass es noch wichtigere Probleme gibt als jenes, ob der Hans und die Grete einander wirklich kriegen, oder gar, ob dann noch der Peter dazwischen kommt. « Die betörte Verliebtheit der neunzehnten Jahrhunderts », sagt Shaw, « macht es für mich notwendig, zu betonen, dass «Leben > und nicht « Lieben » das Wesentliche ist. » Hieher gehört auch, dass er einmal alle Dichter aufgefordert hat, « ein Loblied auf die alten Jungfern Englands zu singen »• Damit will er nichts gegen die Liebe gesagt haben. Im Gegenteil. So sehr er es verstanden hat, durch Schweigen und vor allem durch Reden seine wahren Erlebnisse zu verschleiern, so weiss man doch, wie er zu den Frauen und zu ihrer Liebe steht. Aber gerade in ihrem Interesse wiH er die Liebe aus der Oeffentlichkeit in eine schickliche Abgeschiedenheit führen, wohin sie gehört. Gerade weil ihm der Gegenstand nicht gleichgültig ist, ist ihm seine Abgespieltheit auf tausend Bühnen zuwider. Liebe ist eine Privatangelegenheit und gehört nicht in die Oeffentlichkeit. Ehe dagegen ist eine Sache der Gesellschaft und kann gar nicht genug diskutiert werden. Shaw glaubt an die Ehe. Gerade deshalb möchte er sie reformieren. Er möchte ein festes Haus aus ihr machen, ruhend auf vier festen Säulen: Unabhängigkeit, Selbstbestimmung, Aufrichtigkeit, Verständnis. Er weiss, dass diese Form schon heute existiert, aber noch sehr selten ist. Er weiss, dass manches Heim ein « Haus Herzenstod» ist. Er weiss, dass oft das, was man gemeinhin Familienleben nennt, darin besteht, dass kein Zimmer abgeschlossen und keine Stunde heilig ist; dass Zwang, Eifersucht und Argwohn unter Umständen mit den Ehegatten unter einem Dach hausen. Und vor allem weiss er, dass zwischen Eltern und Kindern oft eine Kluft besteht, gerissen durch eine gegenseitige Geniertheit, deren Urgrund wir nur ahnen können. Aber wie soll auch die Ehe, meint Shaw, zu einer würdigen Gemeinschaft werden, wenn sie doch mit Anlocken, Verfolgen und Einfangen des Gatten anfängt ? Naturgemäss sollte der Mann der Werbende sein. Shaw aber zeigt uns sogar Don Juan als einen armseligen Verfolgten. Das aber ist das Schlimmste, denn die wertvollen Frauen sind nun einmal zurückhaltend, und so wird der Mann nicht von der menschenfreundlichen Barbara verfolgt, und nicht von der kindlichen Essie, sondern von der koketten Ann und der hysterischen Hypatia. Die Folge davon sind unglückliche Ehen und missglückte Kinder. Gesellschaft, Ehe, Kindererziehung, alles das könnte besser werden, wenn die Frauen würden, was sie sein können, wenn man ihnen Platz Hesse, sich zu entfalten, wenn man ihnen Gelegenheit gäbe, sich zu betätigen. Wie er die Frauen wünscht ? Viele seiner Heldinnen sind Antwort auf diese Frage. Drei von ihnen liebt er am meisten : Candida, Cicely und Johanna. Candida. Candida ist die Mutter. Heitere Stirn und mutige Augen und vielleicht ein trauriges Herz. In ihrer werktätigein Liebesfülle ist sie sowohl dem predigendem Gatten als dem dichtenden Verehrer überlegen. Mit einem ebenbürtigen Partner könnte sie aus ihrer Ehe ein Kunstwerk machen. Aber hier beginnt der Konflikt: sie kann keinen solchen brauchen. Ihrer Natur entspricht es, den Schutzbedürftigen zu erwählen. Die Schwäche des andern erzeugt ihre Stärke. Aus der Trostlosigkeit der Umwelt erwächst ihre Heiterkeit. So erbaut sie dem Manne, dessen Wert sie durch die Lappen von Abstraktion und Eitelkeit, mit denen er sich umhängt, erkennt, .ein Schloss von Behagen und steht dann ihr ganzes Leben lang als Schildwache davor. Lady Cicely. Anders Lady Gicely. Welch herrliche Lebensgefährdin, denkt man zuerst! Eine liebenswürdige, wohnliche Frau mittlern Alters. Aber sie verschmäht die Ehe. Sie.weiss, dass ihre Liebesfülle für einen einzigen zu viel wäre. Auch sonst passt sie nicht zur Ehe. Sie liebt das abgekürzte Verfahren und beginnt die Bekanntschaft mit den Menschen dort, wo Männer erst nach dreissig Jahren zu stehen pflegen. Aufrichtigkeit hält sie für den Gipfel guter Manieren, eine Ansicht, die auch nicht gerade zu jeder Ehe passt. Für jede komplizierte Sache hat sie eine einfache Erklärung; zu einfach, um von Männern verstanden zu werden. So sagt man ihr, die Eingebornen Afrikas seien gefährlich. « Warum ? » fragt sie, « hat irgend ein Forscher auf sie geschossen ? » Sie behauptet, die Erfahrung gemacht zu haben, dass Kannibalen reizende Menschen sind, wenn man nur sie artig mit « How do you do ? » anspricht. Heiraten will sie nicht. Aber sie weiss ge-' nau, wie man Männer behandelt. Sie wendet sich einfach an den kleinen Jungen, der in jedem Manne steckt. Sie lobt die Mannen tadelte sie muntert sie auf, zwingt, sie zu baden, pflegt sie, wenn sie verwundet sind, flickt ihre Kleider, sorgt für ihre Nahrung. Ihren Rang und ihr Kommando nimmt sie nicht zur Kenntnis. Sie ändert auf dem I Zur schönen Ferienfahrt Im Auto gehört eine moderne gute KlnoausrOstung Alpen-Fahrten I nur mit einem PHOTOHAUS B E R N H. AESCHBACHER CHRI8TOFFELGASSE 3 ZEITQLOCKENLAUBE 4 Das Spezialgeschäft fdr diesen Vertrauenseinkauf zeigt Ihnen gerne die besten Marken, und gibt unverbindliche Auskunft. FREUDE AN DER MUSIK Machen Sie es wie die Menschen auf diesem Bilde: Nehmen Sie» einen Columbia mit, wenn Sie auf Reisen oder zum Baden gehen. Reisegrammophone: Neu«, Platten: Hawaiian-Stara (~H}ilfyi1ti/7 öPeZialliaUS BSRM.MABKTOASSE 21 Automobilisten RIEDQUELL das radioaktive Mineralwasser und RIEHSTERM das Süsswasser mit verschiedenen Fruchtaromen hält Sie beim Fahren frisch und verkehrssicher. 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