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E_1931_Zeitung_Nr.068

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14 AUTOMOBIL-REVUE N°

14 AUTOMOBIL-REVUE N° 68 stand der Erfindung ausmachen soll, wird leider nicht angegeben. Da die Brauchbarkeit einer Gasturbine gerade grösstenteils von diesen Punkten abhängt, kann somit über die neue Maschine auch noch kein Urteil abgegeben werden. -s. Jeder Autler selbst Spritzlackierer. Die Nirrozellulose-jLacke und andern modernen schnelltrocknenden Automobil-Lacke lassen sich in der Regel nur durch Aufspritzen auftragen. Für die meisten Automobilisten konnte deshalb ihre Verwendung bisher nicht iri Frage kommen, denn die notwendigen Farbspritz-Qeräte waren umfangreich und teuer, und ihre Anschaffung lohnte sich nur für grössere Betriebe. Die Farbspritz-Pistole im Gebrauch. Durch Freigeben eines Luftloches unter dem Daumen hört die Zerstäubung auf. Durch die Schaffung eines ganz kleinen, billigen Gerätes hat nun aber eine englische Firma dem Mangel abgeholfen. Der Zerstäuber, wie er beistehend skizziert ist, kann mit einem Gummischlauch ohne weiteres an jede automatische Pneupumpe eines Wagens angeschlossen werden, gleichgültig, ob diese Pumpe dabei mit dem Kompressionsdruck eines der Motorzylinder oder mit einem besondern kleinen Pumpenaggregat wirkt. Im Notfall kann sogar eine Handpumpe als Druckquelle genügen. at. gungsmittel nicht benutzen will SO lasse man ^^Z^t^llZJZiT^ ^1 «f Versuch lohnen, die Kupfer Asbest Dichtung Feuchtigkeit im Unterbrechergehäuse des es bei kaltem Wasser bewenden. Zur Be- Magneten wird vielfach auf Eindringen von inbegriffen ist. Was würden Sie mir gemäss Pra- £ ur f ein 8 Dl ,f htu ?S au f vol . lem . KwJ«Wech von schleunigung der Säuberung dürfen unter xis vorschlagen? J.B.inL. 2-3 mm Dicke einzusetzen. Vielleicht genügt es Wasser und deshalb ungenügende Abdichtung des Gehäuses zurückgeführt, während a^er au °h schon, wenn Sie. wie beistehend skiz- , . ., ?„ j r> i i j D • A «. T,r- L« TI , ., , • kemen Umstanden Petroleum oder Benzin und Antwort: Wir können Ihnen leider kerne ziert die 8n bisherigen Rennen können zu« des Schmutzes ohne Beschädigung def rung«, die Garage-Kosten, Benzin. Oel, Petrol, die Preise von t Fr. bei der Redaktion der Lackierung restlos gelingt. '"'; Kpsten des ; Reifenverbrauches (eine Garnitur hält « AutomoWI-Revue» bezogen werden. Der und seine Behandlung Das Fahrzeug des modernen Schnellverkehrs erfordert sachgemässe Wartu ng, wen n es n icht einer raschen Wertverminderung ausgesetzt sein soll. Die Kenntnis der technischen Grundbegriffe der Fahrpraxis vermittelt spielend unsere Autotechnische Bibliothek: Bd. I: Schweiz. Automobilkalender, mit Besitzerverzeichnis Fr. 7.50 Bd. II: ABC des Automobilfahrers, 500 Seiten, 450 Abbildungen Fr. 10.— Bd. III: Taschenbuch für Automobilfahrer, 176 Seiten, geb. Fr. 5.—, brosch. Fr. 4.— Bd. IV: Die Autopanne, 202 S., geb. Fr. 5-^-, brosch. Fr. 4.— Bd.VI: Das Büchlein vom Auto, 112 Seiten, 50 Abbild. Fr. 2— SERVICE Sr gibt Auskunft über (gesetzliche Oorschriften £Reiseformalitäten technische ^Fragen ßieferantenadressen ^ourenoorschläge fRutomobiiroirtschaft und ist für unsere Leser oöllig kostenfrei Üerlag der ./ftutomobil-SReoue" Obern yDreifenrainstrasse 07 Telephon

1931 AUTOMOBIL-REVUE 15 Frage 8032. Schlecht funktionierende Scheinwerfer. Die Scheinwerfer meines Wagens, die gerippte Gläser aufweisen, waren ursprünglich mit 25 Kerzen-Lampen ausgerüstet. Da ich damit die Strasse einfach nicht gut sehen konnte, setzte ich Lampen von 50 Kerzenstärken ein. Trotz des Stärkeunterschiedes sehe ich jetzt aber noch viel weniger als vorher. Die Glasbirnen der stärkeren Lampen berühren bereits die Abschlussgläser, was jedenfalls nicht gut ist. Soll ich glatte Gläser ausprobieren? A. M. in Seh. Antwort: Der Fehler liegt jedenfalls nicht an den Abschlussgläsern noch überhaupt an den Scheinwerfern, 8ondem einfach an der Einstellung der Lampen. Die Lampen müssen durch Verschieben ihrer Fassung, oder je nach System auch durch Verstellen in der Fassung selbst so eingestellt werden, dass ihr Glühfaden ungefähr in den Brennpunkt des Parabolspiegels au liegen kommt. Nur BO ergibt diese Art Spiegel ein Strahlenbüschel, das den Scheinwerfer ungefähr geschlossen verlässt und eine wirksame Beleuchtung der Strasse hervorbringen kann, andernfalls entstehen nur einige nutzlose Beleuchtungsringe knapp vor dem Wagen und die Strasso bleibt im Dunkeln. Die richtige Einstellung der Lampen ist auch in der Garage unschwer herauszufinden. Stellen Sie dazu den Wagen einige Meter vor einer senkrechten, hellfarbigen Fläche auf und zünden Sie die Scheinwerfer an. Auf der Fläche werden sich jetzt je nach der Einstellung der Lampen die unerwünschten leuchtenden Ringe oder der gewünschte, mehr oder weniger geschlossene, leuchtende Fleck zeigen. Die richtige Einstellung, die durch Vor- und Zurückschieben der Lampe im Scheinwerfer gesucht wird, ist dann gefunden, wenn der leuchtende Fleck bei 3 m Abstand des Wagens von der Fläche einen Durchmesser von etwa 50 cm hat und keine dunklen Stellen aufweist. Frage 8033. Abgase Im Wagen. Ich fahre seit einiger Zeit einen F N.-Wagen, Modell 1924, obengesteuert. Obwohl das Vehikel, wie Sie sohen, über die Blüte der Jugend hinaus ist, läuft es doch immer noch tadellos. Dagegen hat sich folgender Nachteil eingestellt: Jedesmal, wenn ich das Gas wegnehme oder abwärts fahre, ohne Gas zu geben, so dringt ein Schwall von Abgasen in den Wagen ein. Dies zeigt sich besonders stark dann, wenn ich rasch bremse. Woher mag dies kommen? Ich dachte zunächst, dass verbrauchtes Oel die Ursache sein könnte und Hess deshalb das alte Oel auslaufen, zweimal mit Spülöl spülen und alsdann frisches Oel einfüllen, jedoch alles ohne Erfolg. Ich f rüg auch verschiedene Mechaniker. Der eine meinte, dass diese Abgase von hinten her in den Wagen eindringen, indem er die bekannte Theorie von dem luftleeren, bzw. luftverdünnten Raum unmittelbar hinter dem Wagen und die daherige Saugwirkung zur Erklärung heranzog. Ich kann jedoch diese Auffassung nicht teilen, denn diese Abgas© sind jeweilen schon im gleichen Moment, in dem ich das Gas wegnehme oder bremse, im Wagen drin. Ein anderer Mechaniker meinte, dass der Gestank von Oelrückständen im Motor herrühre und dass derselbe den Ventilschäften entlang in den Zylinderkopf steige und von dort durch die Oeleinfüllklappe austrete. Er riet mir, während einigen Wochen zweimal wöchentlich den Motor durchzuspülen, um diese Oelrückstände auf diese Weise zu entfernen. Ich habe jedoch den Eindruck, dass auch dieser Mechaniker über die Ursachen der-genannten Erscheinung im Dunkeln tappt und wende' mich deshalb an Sie in der Hoffnung, dass Sie mir_auf Grund Ihrer mannigfachen Erfahrungen die wahre Ursache dieser Erscheinung nennen können. Da ich eise etwas empfindliche Nase habe, ist mir das Einatmen dieser Abgase nnd dieses Gestanks änsserst unangenehm und unsympathisch, zumal auch vollständiges Oeffnen der seitlichen Fenster nur ungenügend Abhilfe schafft. A. H. in S. Antwort: Aus Ihren Angaben können wir uns noch kein rechtes Bild von der Natur und Herkunft der Abgase machen. Wir bitten Sie deshalb noch um Abklärang folgender Punkte, wobei Sie der Ursache des Uebelstandes vielleicht auch schon selbst auf die Spur kommen: Handelt es sich um Oeldämpfe aus dem Kurbelgehäuse oder um Abgase ans dem Auspuff- oder Ansaugrohr? Sind Oeldämpfe bei laufendem Motor auch hinten am Auspuffrohr sichtbar? Tritt die Gasbildung bei verschieden dicken Oelsorten gleich stark auf? Wird der vorgeschriebene Oelstand im Kurbelgehäuse genau eingehalten oder wird er vielleicht gelegentlich oder dauernd überschritten? Treten, wenn das Gaspedal zurückgelassen oder wenn stark gebremst oder abwärts gefahren wird, Rückschläge in den Vergaser auf? Wie gross ist der Oelverbrauch des Motors pro 100 km, wie gross der Benzinverbrauch? Haben Sie versucht, ob sich der Geruch im Wageninnern nicht vermeiden oder vermindern lässt, indem die Durchtrittsöffnungen der Pedale in den Bodenbrettern besser abgedichtet werden, sei es durch Aufnageln von Gummistreifen oder Belegen des Bodens mit einem Filzteppich? Wäre es nicht möglich, dass überschüssiges Oel beim starken Bremsen oder Bergabfahren im Kurbelgehäuse nach vorn «rutscht», dadurch in übermässigen Mengen gegen die vordem Kolben geschleudert und verdampft wird und dann in Form von Dämpfen bei den Entlüftungsöffnungen des Kurbelgehäuses austritt? Das Durchspülen des Motors zweimal wöchentlich mit neuem Oel, wie es Ihnen angeraten wurde, scheint uns wenig Aussicht auf Erfolg zu bieten. Eher wäre es dagegen schon möglich, dass die Gase bereits vom Ende des Auspuffrohres zurückgesaugt werden und so ins Wageninnere gelangen. Immerhin sollte sich das dann leicht daran erkennen lassen, dass der Auspuff immer mehr oder weniger stark raucht. at. Anfrage 1060. Stehenlassen eines Autos auf privatem Grund. Gibt es ein zürcherisches Gesetz über das Stehenlassen eines Autos im Freien auf privatem Grund und Boden? Der Platz liegt vor einer bewilligten Garage. H. R. CA) Antwort: Eine ausdrückliihe zürcherische kantonale oder städtische Gesetzesbestjmung, welche das Stehenlassen eines Autos im Freien auf privatem Grund und Boden verbietet, gibt es nicht. Die Vorschrift, welche das Stehenlassen eines Autos während höchstens 24 Stunden gestattet, gilt nur für öffentliche Strassen und Plätze. Grundsätzlich kann also jeder seinen Wagen nach Belieben auf seinem Privatgrundstück im Freien stehen lassen. Es gibt auch keine Vorschrift, wonach Autos, — z. B. aus steuerpolizeilichen Gründen — in einer Garage untergebracht sein müssen. Die regierungsrätliche Verordnung über die Unterbringung von Automobilen und Motorbooten und des für diese benützten Benzins und ähnlicher Brennstoffe bestimmt in § 1 nur, dass das Einstellen von Fahrzeugen mit ganz oder teilweise gefülltem Brennstoffbehälter in überdeckte Räume unter feuerpolizeilicher Aufsicht stehe. Weiter heisst es in § 2, dass derjenige, welcher solche Fahrzeuge in einem Gebäude einstellen wolle, dem Gemeinderat Anzeige zu machen habe. Daraus lässt sich direkt ableiten, dass dem Aufstellen dieser Fahrzeuge auserhalb einer Garage aus feuerpolizeilichen Gründen nichts entgegensteht. Gegen dieses Stehenlassen des Autos im Freien könnte höchstens im einzelnen Falle dann etwas eingewendet werden, wenn sich aus diesem Stehenlassen eine direkte, unmittelbare Gefahr oder eine Belästigung gegenüber der Oeffentlichkeit ergeben würde. Und zwar müsste es sich um eine Gefahr oder Belästigung handeln, die nicht auch schon bei den Autos, welche auf den Strassen und Plätzen parkiert werden, vorhanden ist, sondern es müsste eine aussergewöhnliche, erhöhte Gefahr aus diesem Stehenlassen hervorgehen. Grundsätzlich sind Privatwohnungen und Privatgrundstücke dem Zujrriff durch die Polizei entzogen. Wenn aber aus einem auf einem Privatgrundstück herrschenden Zustand unmittelbare Gefahren, Störungen oder Belästigungen gegenüber der Oeffentlichkeit entstehen (z. B. durch übermässigen Gestank), so kann die Polizei gegenüber diesem Zustand eingreifen und ihre Anordnungen treffen. Der Fall, wo ein im Freien stationiertes Auto eine Quelle von über das gewöhnliche Mass hinausgehenden Gefahren und Belästigungen bildet, lässt sich allerdings schwer denken. Unter Umständen kann auch eine solche übermässige Belästigung oder Gefährdung nicht gegenüber der Oeffentlichkeit, sondern nur gegenüber einem Grundstückeniachbarri vorliegen. In diesem Fälle käme Art. 684 des Z.G.B, zur Anwendung, wo?' nach alle schädlichen und nach Lage und Beschaffenheit der Grundstücke oder nach Ortsgebrauch nicht gerechtfertigten Einwirkungen auf das Nachbargrundstück durch Rauch, Russ, lästige Dünste, Lärm, oder Erschütterung verboten sind. Ob eine solche übermässige'Einwirkung auf das Nachbargrundstück vorliegt, ist Tatfrage, jedenfalls aber in dem hier vorliegenden Falle des im Freien stationierten Autos kaum anzunehmen. SZ. H«n«f Ein neues Handreinlgungsmiftel, das in Tubenform mitgeführt werden kann, wird von einer ostschweizerischen. Firma auf den Markt gebracht. Die Reinigungscreme «Reinofix» ist derart zusammengesetzt, dass besonders Schmutz, wie ihn Automobilisten bei Manipulationen am Wagen nicht vermeiden können, rasch und vollständig aufgelöst wird. Die Creme wirkt dabei auch ohne Wasser. Schmutzige Hände braucht man nur mit «Reinofix» gründlich einzureiben und schliesslieh mit einem sauberen Lappen abzuwischen. Oel, Russ und Staub lassen sich so bedeutend gründlicher und rascher beseitigen als mit der besten gewöhnlichen Seife. Dank ihrer praktischen Verpackungsart lässt sich die Creme bequem in einer Seitentasche des Wagens mitführen, wo sie immer sofort zur Hand ist. Sie sollte auch deshalb in keinem Wagen fehlen. Für die Verwendung in GaTagen wird die Creme in einer besonderen Aufbereitung, «Reinofix II> benannt, hergestellt und hat dann noch grössere lösende Wirkung,auf Oele und Fette. Verkehrspol.«^ Erstens steckt onseT Fernverkehrs-Strassennetz noch in den Kinderschuhen. Der Schweizerische Autostrassenverein hat wohl Geschwindigkeitsmaxima mit den Beratungen über die Erstellung dieses Netzes begonnen. Bis zur Durchführung Im Verkehrsgesetz. Ein EinigiMigsvorschlag? werden aber noch viele Jahre verstreichen, Die ständerätliche Kommission zur Be-wenn nicht Jahrzehnte. Die heute als Durch- ratung des Verkehrsgesetzes, die am 28. Juli und in den folgenden Tagen in St. Moritz Beratungen gepflogen hatte, schloss sich damals in wesentlichen Teilen den Bestimmungen des nationalrätlichen Entwurfes an. Die Kommission behielt jedoch die endgültige Beschlussfassung über den dem Ständerat vorzulegenden Entwurf einer zweiten Sitzung vor, die nun auf den 21. August ins Bundeshaus in Bern einberufen wurde. Wir werden in unserer nächsten Nummer zum vorläufigen Entwurf der Ständeratskommission eine Stellungsnahme aus den Kreisen der Automobilisten veröffentlichen. Indessen möchten wir heute schon unsere Gedanken zu einem Vorschlag präzisieren, der in der einen oder anderen Variation die Runde durch die Tagespresse macht. Das «Aargauer Tagblatt» gewährte einer «Einsendung vom Lande» Raum, in der behauptet wird, die ständerätliche Vorlage in der jetzigen Form würde für die Landbevölkerung eine schwere Belastung bedeuten und dazu noch eine starke Gefährdung. Dann steuerte diese «(Stimme vom Lande» direkt auf die Geschwindigkeitsbestimmungen der Gesetzesvorlage los und behauptet, man wisse auf dem Lande zum voraus, was die Vorschrift: «Der Führer habe die Geschwindigkeit des Motorfahrzeuges den Verhältnissen anzupassen» zu bedeuten habe. Es wird darin gerügt, dass die Wahrscheinlichkeit, unterwegs keine Polizeikontrolle anzutreffen, den Fahrer immer wieder verleite, alle Rücksichten fallen zu lassen. Der Artikel schliesst mit der Forderung, die Geschwindigkeits-Maxima wieder aufzunehmen und Strafbestimmungen für das schnelle Fahren zu erlassen. Diese Einsendung würde uns allerdings nicht so sehr interessieren, da der betreffende Verfasser mit dem Entwurf nicht vertraut zu sein scheint, wenn nicht ein redaktioneller Kommentar des «Aargauer Tagblattes» mit einem «Einigungsvorschlag» folgen würde. Derselbe verlangt eine Einschränkung der Freigabe der Geschwindigkeit auf offenen gangsstrassen benutzten und bezeichneten Strassen weisen in vielen Kantonen derartige Mängel (Breite, Belag, Kurvenausbau, Signalisierung usw.) auf, dass eine schematische Freigabe der Geschwindigkeit auf diesen Strassen zum vorneherein die falsche Vorstellung erzeugen würde, man könne auf diesen Strassen hemmungslos auf das Gaspedal drücken. Das wollen wir verhüten. Anderseits ist noch festzustellen, dass es recht schmale und unübersichtliche Fernverkehrsstrassen gibt, und wiederum Ortsverbindungs- und Landstrassen zweiter Güte, die dreimal so breit sind wie Fernverkehrsstrassen. Die Folgen einer einseitigen Bevorzugung der Fernverkehrsstrassen im Er- Iass von Geschwindigkeitsvorschriften wären zweifellos nicht die von den Urhebern des Vorschlages gewünschten. Wir halten erneut fest: Das Fallenlassen der Geschwindigkeitslimiten für Ausserortsstrecken hat den Sinn, die Fahrzeuglenker zur eigenen Verantwortung zu erziehen. Einsichtige Behörden und Verkehrsverbände bemühen sich seit Jahr und Tag, die Verantwortung zu schärfen. Dazu gehört nicht nur die Verantwortung füT die Beherrschung (Geschwindigkeit) des Fahrzeuges, sondern die Verantwortung für den Zustand des Fahrzeuges, für den Zustand des Lenkers selbst usw. Ein Autofahrer, der sich diesen Bestrebungen nicht fügen will, wird ausgeschaltet, d. h. er wird gewarnt und wenn das wenig nützt, wird ihm die Fahrbewilligung für bestimmte Zeit oder dauernd entzogen. Die Erhöhung der Verantwortlichkeit der Fahrer ist eine Sache richtiger Erziehung, die mit dem Fahrunterricht beginnt und mit der Fahrprüfung fortgesetzt werden muss. Die Freigabe der Ausserortslimiten ist indessen nur eines von zahlreichen Erziehungsmitteln. Ein starres System von zahllosen Geschwindigkeitsmaximas führt zur Missachtung der Verordnungen. Wir wollen nicht Ueberdrüssigkeit, sondern eine rücksichtnehmende Gesinnung erziehen! Wer sich des Strepken, indem die Freigabe nur für zu Vertrauens unwürdig erweist, dem warten dan noch Strafen genug, die auch im neuen Entwurf verankert sind. Die heutige Lösung ist ein geschickter Kompromiss, der auch vom Chef des eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes, Herrn Bundesrat Häberlin, in vornehmer Weise charakterisiert und verteidigt worden ist. Den neuen Vorschlag befolgen, auch wenn er an und für sich versöhnend und ehrlich gemeint ist, hiesse Bachwasser in Weinkelche füllen, go. bestimmende, zu bezeichnende Durchgangsstirecken gelten würde. -r-AHS--Teferendumspolitischen Gründen setzt sich das genannte Blatt mit dieser Einsendung auseinander und versucht dabei ferner einer «gewichtigen Stimmung auf dem Lande Ausdruck zu geben» und gleichzeitig auch die Interessen der anständigen Automobilfahrer zu wahren. Dazu sei nebenbei bemerkt, dass wir auch die zahlreichen Landwirte und Gewerbetreibenden auf der Landschaft, die sich die Vorteile des Automobilbesitzes zunutze machen, zu den Automobilisten zählen. Im Kommentar wird anerkannt, dass rein automobilistisch besehen, die Geschwindigkeitsübertreibungen nicht das oberste und einzige GefahTenmoment unter den häufigsten Unfallursachen bilden. Es sei verderblich, die vernünftigen Fahrer in ein starres Geschwindigkeitssystem einzuengen, das darin bestehe, dass man allen Fahrern, innerorts und ausserorts, Geschwindigkeiten vorschreibe, die heute eben von Kanton zu Kanton und von Stadt zu Stadt sich ändern. Wir sind nicht derselben Auffassung und behaupten, dass man gerade durch die Beschränkung der Freigabe der Ausserortsgeschwindigkeitsmaxima auf Fernverkehrsstrassen allein den Automobilisten vom heute herrschenden starren System in ein neues, ebenso zukunftsloses System verführen würde. Kalender der Automobilausstellungen. (Autorisiert durch das ständige internationale Bureau der Automobilkonstrukteure.) 29. August bis 9. Septtmber: Internationalt Herbstmesse in Ljubljana (Jugoslawien). Ende August bis Anfang September: Nord-Messe In Wilna (Polen). 5. bis 15. September: XI. Internationale Ost-Mustermesse in Lwow (Polen). 8. bis 17. September: Messe von Utrecht In Utrecht (Lastwagen und Aufobusse), Holland. 1. bis 11. Oktober: Tourenwagen-Salon in Paris (Frankreich) Verantwortliche Redaktion: Dr. Arnold BQchl. (Abwesend im Militärdienst.) Waltor Mathys. — Hugo Labharl Telephon der Redaktion: Bollwerk 39.84 (Hallwaf J. Ausserhalb Geschäftszeit: Bollwerk 82.95. Redaktion für die Ostschweiz: Dr. Arnold BüchL — Sprechstunden nach Vereinbarung mit der Geschäftsstelle Zürich fLöwenstr 51. Telephon 37.023), : AUTO -CARAGEN in Eternit doppelwandlg, heizbar, demontabel, Mit 15 Jahren bewahrte Baiart Lins« em Breite em Hohe cm PraU *>. Hr.t wo 260 «00.— Hr. 2 4to 360 1100.— Nr. 3 4*0 250 1200.— Hr. 4 600 250 1400L— Preis« ab Fabrik — Lieferbar sofort — Naher« Auskünfte durch ETERNIT A.-G., NIEDERURNEN 1O 2U 240 300 300 LASTWAGEN OMNIBUSSE CARS-ALPINS in unübertroffener Monctmrtctkju Seit 26 Jahren Inserieren gewisse Firmen in der „Automobil-Revue", weil sie damit gute Erfahrungen gemacht haben. Inserieren Sie auch? 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