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E_1931_Zeitung_Nr.072

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16 AUTOMOBIL-REVUE

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Bern, Dienstag, 1. September 1931 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 72 Amerika — du hast es besser. . . Die prunkvollsten Gastmähler, die ernst Lukullus zu Ehren seiner Freunde zur Zeit von Roms Weltherrschaft veranstaltet hatte, würden sicherlich recht armselig neben den glanzvollen Festen amerikanischer Milliardäre angemutet haben. Da ein zeitgenössischer Historiker die Zahl der Sesterzien, die so ein Gastmahl an Kosten verschlungen hat, uns überlieferte, so war es möglich, zu berechnen, wieviel Dollar das teuerste Souper von Lukullus gekostet hatte. Dies ergab den immerhin ansehnlichen Betrag von 9000 Dollar. Was sind jedoch diese armseligen 9000 Dollar gegenüber dem wahrhaft gigantischen Aufwand von 150,000 Dollar, die vor einiger Zeit ein amerikanischer Industriekönig anlässlich eines Familienfestes zu Ehren seiner Tochter verausgabt hat. Mehr als dreissigmal grösere Kosten als das berühmte lukullische Gastmahl haben die Ausgaben dieser Veranstaltung des amerikanischen Oelmagnaten erreicht. Ein Vermögen für ein einziges Souper, das allerdings selbst in der amerikanischen Gesellschaftschronik, zumindest in den letzten zehn Jahren, ohne Beispiel dastehen dürfte. Der Wahrheit zur Steuer sei jedoch vermerkt, dass in dem Betrag von 150 000 Dollar auch die kostbaren Geschenke mitgerechnet sind, mit denen der Oelmagnat aus Anlass des Soupers seine Freunde überrascht hatte. Die Vorbereitungen für das Fest nahmen volle drei Wochen in Anspruch. Das Sekretariat stellte die Liste der einzuladenden Personen zusammen.-Aus allen Kreisen der Gesellschaft hatten Träger hervorragender Namen, Diplomaten, Politiker, Finanzaristokraten, Industriekapitäne ihr Erscheinen zugesagt. Es waren Einladungen auch an Bekannte der jungen Dame in Paris ergangen und tatsächlich sind eigens zu dem Fest zwölf Personen aus Paris eingetroffen. Um der prunkvollen Festlichkeit einen geeigneten Rahmen zu geben, wurden zwei Stockwerke eines der grössten und vornehmsten Hotels gemietet, wo zu diesem Zweck auch Adabtierungsarbeiten vorgenommen werden mussten. Wohl ist der Oelmagnat der Besitzer zweier prachtvollen Villen in Washington, diese hätten sich jedoch für die Aufnahme von 2000 Personen als unzulänglich erwiesen. Der grosse Festsaal des Hotels, wo die Elite der Gästeschar an einer hufeisenförmigen langen Tafel placiert werden sollte, wurde mit •weissem Marmor ausgekleidet. In der Mitte ist ein Springbrunnen gebaut worden, dessen Wasserstrahlen mittels einer elektrischen Lichtanlage, die im Brunnen selbst verborgen war, in den verschiedensten Farben beleuchtet werden konnten. Auch in den anderen Sälen waren ähnliche Springbrunnen errichtet. Das Souper begann nach Mitternacht, während sechs Jazzorchester, die auf den Galerien verborgen waren, aufspielten. Bis Schwarze Nacht, rotschimmernder Schnee. Weiche Flocken schweben über der Erde. Bald wird es Winter sein. In der Abenddämmerung traf im Hafen der letzte DampfeT ein. Das Takelwerk war mit Eis überkrustet, der Rumpf zerknabbert von den Kugeln der Maschinengewehre. Auf diesem Dampfer machte Sascha Kusnezoff seine letzte Fahrt. Er war bleich und still wie nie; die grüne Bluse stand über der Brust offen, eine kastanienbraune Haarsträhne lag schön glatt auf seiner weissen Stirn. Wir trugen Sascha auf einer nassen Matte hinunter und legten ihn im Speicher auf die Erde. Der Speicher war leer, das Korn war längst von durchziehenden Truppen requiriert worden. Wir wickelten Sascha fest in die Matte ein, damit die Hafenratten nicht sein byzantinisches Profil zerstören können. Dann küsste ich seine kalte, wachsfarben©. Hand und-ging in die Stadt. ' Die Stadt wird in der Nacht fallen. Sie ist von einem eisernen Ring umzingelt. Hungrige Soldaten, ohne Schuhe und Stiefel, die schweigend den Todesgang gingen, haben sich jenseits des Bahnhofs gelagert und warten auf das Sterben. Die fahlen Lichtkegel der Scheinwerfer stemmen sich gegen den winterlichen Himmel, und der winterliche Himmel streut mürrische Schneeflocken über die Erde aus. Drei Monate schon ging der Kampf, drei Monate schon schreiben hungrige, verlauste Menschen ihre Namen in das Buch der grossen Siege ein — die Lebenden haben keine Zeit es zu lesen —nun wartet die schon gestorbene Stadt auf ihren Tod. Zwei Tage lang brachten Dampfer und Züge jeden von hier fort, der irgendwie mitkonnte. Nun sind die Häuser verlassen, menschenleer die kalten Strassen; auf dem letzten Dampfer, der heute Sascha hierher gebracht hat, sollen zur Nacht die Kessel gesprengt werden. Mit dem Morgengrauen wird das letzte Häuflein, das sich jetzt jenseits 3 Uhr nachts wurden zwölf Gänge serviert, zum Schluss Delikatessen erlesenster Art. Die Krönung des Soupers war ein Riesengefrorenes, das vierzig Kilogramm wog und von fünf Kellnern auf einer silbernen Platte aufgetragen wurde; es hatte die Form eines Märchenpalais: ein Meisterwerk der Zuckerbäckerkunst. Zu gleicher Zeit begann eine Attraktion anderer Art. Ein Projektionsapparat, der in einer Nische untergebracht war, verwandelte die weissen Marmorwände in einen Palmenhain von so überraschender Naturtreue, dass die meisten Gäste geradezu verblüfft waren. Ihre Ueberraschung wurde noch gröser, als nach fünf Minuten der herrliche Palmenhain von einer sonnigen Küstenlandschaft abgelöst wurde. Nach weiteren fünf Minuten befanden sich die Gäste, dank den Mirakeln des Projektionsapparats, im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles. Um 4 Uhr begann das eigentliche künstlerische Programm, wobei die bedeutendsten Darsteller der amerikanischen Bühne Solonummern zum besten gaben. In den frühen Morgenstunden wurde dann ein prachtvolles Gabelfrühstück serviert. Die Gäste unterhielten sich bei den Klängen der Musik bis zur Mittagstunde. Die junge Dame, deren Geburtstag so prunkvoll begangen wurde, ist eine passionierte Sportlerin und begabte Malerin. Ihre jungen Freundinnen erhielten als Erinnerung an das Fest je ein Auto. Auf diese Weise verschenkte sie vierzehn Automobile. — Kultur, wie man sie in Amerika versteht! TOD ÜBER DER STADT VOM WLADIMIR LIDIN ÜBERSETZT VON VERA MASE des Bahnhofs noch hält, umzingelt und aufgerieben sein. Es werden wohl nur kurze Tage des Rausches sein, die die Sieger in der Stadt verbringen werden. In der Vorstadt stehen die Artillerielager in Flammen. Der Wind reisst die Anschläge an den Säulen in Fetzen; jetzt braucht sie niemand mehr. Die dunkle Strasse scheint in einen Abgrund zu führen; die kalten Zweige Ich fragte die Frau: «Hör mal, bist du ein Mensch? > Sie sass mit einem Male ganz still.,, Kommender Tag Tönst du schon wieder, Welt? Ich dachte, mein Herz wache nur. Silbern die Stunde fällt Von fernjubelnder Uhr. Mählich ein Baum gibt Laut, Geschreckter Hund vor dein Tor. Blasstolz wie eine Braut, Tritt eine Wolke hervor. Flügel, gib Flügel, o Tag, Auftakt zu Himmel und Sonne! Dann komme, was kommen mag: Alles ist Wonne! Gertrud Bürgi. der Bäume peitschen die Finsternis... An der Ecke, vor dem eisernen Fenstergitter einer Bank, begegnete ich einer jungen Frau. Sie war hungrig und hielt mit beiden Händen ihren Hut gegen den Wind fest. Ich zeigte ihr ein halbes Brot, das ich unter meiner Bluse hielt. Sie sah mich einen Augenblick an und sagte: «Du armer, obdachloser Kerl!» Ich antwortete: «Lass das Gerede. Komm mit mir!» Es war ein lebendes Wesen, eine lebende Seele in dieser toten Stadt. Wir gingen immer geradeaus, die Strasse hinunter. Nasser Schnee ballte sich unter unseren abgetretenen Schuhen zu Klumpen. Endlich kam die Brücke; das Wasser unter ihr starrte uns düster an. Wir vertieften uns in die Qässchen der Vorstadt. Traurig in ihrer Unan- «Typ Evelin» Autosportroman von Karl Schmidl. (Forteetztuur ans dem HauptblattJ) Endlich sahen die beiden von einer Höhe aas die weite, blitzende Fläche des grossen Sees vor sich liegen. Mit leuchtenden Augen atmete Evelin in langen Zügen die kräftige Seeluft ein. In einem kleinen Cafe*am Strande nahmen Evelin und Dunker ihr Mittagsmahl zu sich. Als sie damit fertig waren, lehnte sich Eve- Itn ans Fenster und sah über das Wasser. Dunker fasste ihre Hand. Sie Hess es geschehen. Wirklichkeitsfern flogen ihre Blicke über die Wasserfläche: «Evelin, werden Sie mich nicht endlich erhören? Wann werden Sie mir endlich sagen, das ich glücklich sein darf?» Evelin wandte sich ihm zu und sah ihm voll in die Augen. «Dunker, Sie sind mein bester Freund, aber ob ich die Ihre werden kann, weis ich noch nicht. Es kann immerhin möglich sein. Drängen Sie mich nicht.» Sie gingen eine Stunde am Strande spazieren. Vom jungen, lebhaften Frühlingswinde getrieben schlugen die Wellen leise und gleichmässig rauschend gegen das Ufer. Ihr uraltes Lied begleitete die Gedanken der beiden, die wortlos nebeneinander schritten. Gegen 5 Uhr sahen sie wieder das Häusermeer der Hauptstadt vor sich liegen. VII. Wendepunkt. Tage und Wochen vergingen. Der Termin des Rennens am Bernardino rückte immer näher. Dunker hetzte mit «Typ Evelin» durch die Lande. Sealson, der mit ihm beim Rennen fahren sollte, begleitete ihn auch auf den Probefahrten. Frank war wieder ein Stück höher geklommen. Direktor Möller hatte mit feinem Takt den grossen Unterschied zwischen dem ehemaligen Offizier und Stu-Enddenten und den übrigen Büroangestellten haben! » herausgefühlt und ihn zu sich ins Hauptbüro berufen. Frank arbeitete mit vorbildlichem Fleiss und vollendetem Geschick. «Mein lieber Hörn,» hatte Direktor Möller zu ihm gesagt, « Sie haben in sich im Grunde genommen das Wesen jener Menschen, die das Glück begünstigt, wenn sie zugreifen. Glauben Sie mir, ich bin alt genug, um die Menschen zu kennen. Ich protegiere Sie. Ihrer Bildung entsprechend gehören Sie in die erste Reihe unserer Kämpfer, nicht in bequemer, tatenloser Kerl. Und sowas ist Dr. Maurus erster Sekretär und Berater. Ach was — beraten tut der Kerl natürlich niemand — er sagt Ja und Amen zu allem, was Maurus denkt und tut. An diese Stelle gehört Energie, denn Dr. Maurus ist eben leider Gottes nicht so kraftvoll, wie er sein müsste. Wie stehen Sie übrigens mit Fräulein Maurus? Ich glaube, Sie einmal mit Ihnen im Gespräch gesehen zu haben.» «Stimmt. Fräulein Maurus schien Interesse für meine Person zu haben.» «Hm, ja! Ich werde die Sache schon schmeissen. Die Schlamperei muss ein Einige Tage später hatte Direktor Möller eine sehr ernste Aussprache mit Evelin. Diese lauschte mit ungewöhnlichem Interesse seinen Auführungen. «Was ich Ihnen sage, Fräulein Evelin, vertraue ich Ihnen erstens deshalb an, weil ich mich als kaufmännischer Leiter des Werkes dazu verpflichtet fühle und zweitens weil Sie das energische Wesen Ihrer seligen Mutter in sich haben und auf Ihren Herrn Papa einen grossen Einfluss ausüben. Ich kämpfe auch um meinen Posten, denn mit die Etappe. Wir brauchen Leute wie Sie. dem Mauruswerk falle auch ich. Wer wird Die braven Beamten sind notwendig und den anscheinend doch sehr unfähigen Leiter gut. Aber noch notwendiger sind Kampfnaturen, die den Erfolg an ihre Fersen hef- — Und ich kann leider keine günstigen Er- eines bankrotten Unternehmens engagieren. ten, Sehen Sie, da ist dieser Olders, ein gebnisse feststellen. Unsere Absatzkurve ist im Sinken. Die Aufträge sind seit längerer Zeit, besonders aber seit den letzten zwei Monaten beträchtlich zurückgegangen. Ich habe hier eine Uebersicht zusammengestellt. Sehen Sie, das ist der März des Vorjahres — und dies ist der heurige März. Der Rückgang beträgt bereits 40 Prozent. Das ist ein Alarmsignal! Verzeihen Sie, aber ich muss es einmal sagen, unsere Schlamperei ist daran schuld.» (Fortsetzung folgt.) Verlangen Sie Angebot. SILBA" der vorteilhafteste, bewährte Kühlschrank kein Motor Kompressor daher dauernd geräuschlos Schweizerfabrikat in 3 Grossen tür Haushaltung nnd Kleingewerbe hergestellt von SILBA A.G., Fabrik antomat. Kühlapparate, BASEL.