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E_1931_Zeitung_Nr.070

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10 AUTOMOBILwREVUE

10 AUTOMOBILwREVUE 1931 - 70 T. C. S. Autosektion Aargau Clubtour nach Innsbruck vom 15./17. August II. Am 16. August kündeten die Glocken aus den Kirchen in der Stadt und auf den Höhen schon früh morgens den Sonntag an. Jeder Teilnehmer hatte nun noch Gelegenheit, während des Vormittags diejenigen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, die ihn am' meisten interessierten. Das Wetter war etwas weniger gut und wurde durch einige Regenschauer beeinträchtigt. Was uns in Innsbruck unangenehm auffiel, waren die hohen Preise für Unterkunft und Verpflegung; sie standen in einem umgekehrten Verhältnis zur Höhenlage der Stadt. Der Nachmittag galt der Weiterfahrt nach Schuls — 140 km —, eine Spazierfahrt. Das Wetter macht wieder bessere Miene, und so wollten wir den schönen Tag bis zur Neige auskosten und scheuten den kleinen Umweg übar den Höhenweg bis Landeck nicht. Heil wie die Wagen hinauf und hinunter saustenl Und wenn auf einem besonders hohen Hügel der Blick schnell rückwärts gleitete, sah man auf der 3. oder 4. Welle gerade noch den letzten Wagen auftauchen. Auch auf dieser Strecke fielen die angebrachten Wegbezeichnungen und Gefahrsignale sehr vorteilhaft auf. Gerade die Aifiche für Rechtsfahren dürfte in der Schweiz des öftern angebracht werden, gibt es doch immer noch Automobilisten, die sich vergessen und links fahren, ja sogar unübersichtliche Kurven schneiden! Um halb 4 Uhr hatte die Kolonne das von Burgen umrahmte Landeck erreicht. Ein eingeschobener Halt ist dem Abschiednehmen vom Tirol gewidmet. Der Reisephotograph tritt in Funktion, und ein Tirolerhüterl wird noch gekauft. Tirol is lei ans, Is a Land! a klang, Is a Habs und a feins. Und dies Landl is meinst Von Eandeck ging die Fahrt bei schönstem Abendsonnenschein in eine herrliche Landschaft hinaus, dem jungen Inn entlang, über Prutz mit der Ruine des Schlosses Landeck, nach dem hübgehen Dorfe Ried und hinauf nach Finstermünz. Die wundervoll und gut angelegte Strasse -windet sich durch die Schlucht, in der der Inn brausend dahinströmt. Die grossartige Landschaft macht diese Strasse zu einer der schönsten Bergstrassen. Ueberstrahlt TOH herrlichster Abendsonne träumen die lieblichen Dörfer des Unterengadins. Alles ist wie von Freude umwoben. 'Man möchte hier wohnen und immer sein und nicht nur so in schneller Fahrt vorühereilen. Um 7 Uhr war Schuls erreicht, iro wir für den Sonntag im Hotel «Post» Quartier bezogen. Die Organisation klappte hier aufa beste. Nach dem vorzüglich servierten Abendessen suchte man noch für einen kurzen Moment das Frei« auf und landete dann im heimeligen Poststübli zu einem Stündchen frohen Beisammenseins. Lieder wurden gesungen, manch launiger Witz nach Muster Hug erzählt, und manch einer taute auf, um sich ganz der Fröhlichkeit hinzugeben. Die Vorbedingung, um sich 'zu freuen, war ja auch gegeben, denn noch eine herrliche Alpenfahrt stand uns bevor, und ein schöner Sternenhimmel liess uns einen prachtigen Reisetag erhoffen. Was der Sonntagabend verheissen hatte, das ging am Montag in Erfüllung. Ein sonniger Tag brach an! Die Fahrt in einen herrlichen Morgen hinein und durch eine der schönsten Gegenden des Schweizerlandes begann. Eine Menge Eindrücke flogen auf uns herein. Der rasche Szenenwechsel, der mit einer Fahrt durchs En*gadin und übe^ den Julier verbunden ist, liess uns aus dem Schönen gar nicht mehr herauskommen. Die vielen kleinen Dörfchen, die wir durchfuhren oder die uns aus weiter Ferne entgegenleuchteten, sie alle zeigten die typisch bündnerische Bauweise und verraten den massiven, halb städtisch anmutenden Steinbau und die ziemlich einfache Lebensweise ihrer Bewohner. Ueber Fetan, Savin, Süss, Zernez fuhren wir zunächst nach St. Moritz und von dort wieder aufwärts über den Julier durch die vielen Dörfer mit den wohlklingenden Namen Bivio. Marmorera, Sur, Mühlen, Rofna und Savognin. Der Berichterstatter fuhr meist am Schluss der Kolonne, um die Taten der Zurückgebliebenen zu übersehen. Die wenigen kleinen Mängel, die sich an einzelnen Fahrzeugen im Laufe der Tour einstellten, wurden von unserem Mechaniker jeweils in kürzester Zeit und mit fröhlicher Miene behoben. Es sei hier nur an die Radpanne in Scanfs und den Haarnadelzwischenfall in Rofna erinnert. In Savognin war im Hotel « Pianta» ein Halt von 1K Stunden vorgesehen. Was sich in dieser Zeit hier oben in der schönen Bergwelt zutrug, kann unmöglich alles festgehalten werden. Der Berichterstatter müsste Urlaub nehmen, um mit seiner Arbeit rechtzeitig fertig zu werden. Aus dem Vielerlei sei nur erwähnt die Ankündigung des Menüs durch den Humoristen St., die Tanzproduktion von Frau K. usw. Unser Tourenleiter hatte alle Mühe, die Kolonne wieder in Bewegung zu setzen, denn noch stand uns eine Fahrt von 180 km bevor. Für manchen Fahrer brachte die letzte Etappe über die Lenzerheide nach Chur, Wallenstadt und den Kerenzerberg eine empfindliche Ermüdung. Trotz aller Strapazen war aber der dritte Tag ein Natureriebnis sondergleichen: Am Morgen noch in den romantischen Tälern des Bündnerlandes und am Abend an den lieblichen Gestaden des Zürcher- Drei wohlgelungene, ohne irgendwelchen Unfall getrübte Clubtage liegen hinter uns. Auf der ganzen Fahrt wurde beste Freunschaft gepflegt. Dem Tourenleiter sei auch an dieser Stelle für seine vielen Bemühungen ein Kränzchen des Dankes gewunden, r, \. C- S. SEKTION SCHAFFHAUSEN. Einladung zu einer dreitägigen Ausfahrt Wir erlauben uns höflichst. Sie zur Teilnahme an der auf Samstag, Sonntag und Montag, den 5., 6. und 7. September vorgesehenen dreitägigen Ausfahrt der Sektion einzuladen. Laut Beschluss der Generalversammlung hat die Sportkommissicm zwei Vorschläge ausgearbeitet, eine Fahrt durch unseren Jura oder eine Fahrt nach der Zugspitze beim bayrischen Kurort Garmisch-Paxtenkirchen. Jeder Fahrtteilnehmer kann sich schriftlich darüber äussern, welche der beiden Touren er bevorzugt; es wird diejenige Fahrt ausgeführt, die am meisten Stimmen erhält. Di« vorgeschlagene Jura-Tour führt über folgende Route: Samstag, 5. Sept.: Von Schaffhausen mit Abfahrt zirka 7 Uhr über Basel, das Birstal aufwärts über Delsberg, Develier, zum Besuch des Soldatendenkmals auf Les Rangiers, mit anschliessendem Picknick (150 km). Am Nachmittag Fahrt über St. Uisanne, aufwärts über Jlontfaucon, Saignelegier. Le Nodrmont nach La Chaux-de-Fonds (total 205 km) zum Nachtessen und Uehernachten. Sonntag, 6. Sept.: Start von La Chaux-de-Fonds nach Le Locle, dann der Grenze entlang ansteigend über La Brevine auf den Col des Sagnettes (1125 m), hinunter nach Fleurier (748 m), dann das Tal der Areuse aufwärts über den Col de Bullet (1153 m) nach Ste. Croix (60 km), wo auf der Höhe von Les Rasses (1183 m) bei wunderbarem Rundblick das Mittagessen eingenommen wird. Am Nachmittag Weiterfahrt hinunter nach Yverdon, längs dem Neuenburgersee entlang über Yronand, Estavayerle-Lac, dann über Payerae, Avenches, Faoug nach Murten am Murtensee (127 km) zum Nachtessen und Uebernachten. * Montag, 7. Sept.: Start nach Bern, Worb. Grosshöchstetten, Signau, das Emmentai abwärts bis Lützelflüh, dann über Sumiswald, Dürrenroth nach Huttwil (85 km) zum Mittagessen. Am Nachmittag Heimfahrt über Zeil, Ettiswil, Mauensee. Sursee, durch das Suhrtal abwärts nach Oberentfelden, Richtung Sehaffhausen über Lenzburg, Mellingen und Baden (total 203 km). An Kosten für Verpflegung und Uebernachten sind zirka 45 bis 50 Fr. (ohne Getränke) pro Person zu veranschlagen. Die andere Tour nach der Zugspitze führt über folgende Route: Samstag, 5. Sept.: Von Schaffhausen (zirkai 7 Uhr) über Meersburg nach Friedrichshafen, Lindau, dann durch das Allgäu über Kempten nach Füssen, Hohenschwangau (204 km) zum Mittagessen. Am Nachmittag Besichtigung des berühmten Schlosses Neu-Schwanstein. Weiterfahrt durch das Graswangtal über Oberau nach dem Kurort Garmisch-Partenkirchen (total 270 km). Nachtessen. Kurbetrieb, Uebernachten. Sonntag. 6. Sept.: Am Vormittag Fahrt mit unseren Wagen nach dem idyllisch gelegenen Eibsee, daselbst Wagenparkierung und Bahnfahrt auf die 3000 Meter hohe Zugspitze mit dem selten schönen Rundblick. Rückfahrt nach Eibsee zum Mittagessen. Am Nachmittag Weiterfahrt über Gaimisch nach Mittenwald, den beiden schönen Seen (WaJchensee •und Kochelsee) entlang nach Kochel, dann über Wolfratshausen hinüber an den Starnbergersee zum Uebernachten nach Starnberg (116 km). Montag, 7. Sept.: Start von Starnberg zum Frühschoppen in dem altertümlichen Städtchen Landsberg am Lech, Weiterfahrt über Mindelheim, Memmingen, Leutkirch, Weingarten zum Picknick in Ravensburg-. Am Nachmittag freie Heimfahrt über Meersburg nach Schaffhausen. Kosten für Verpflegung und Unterkunft zirka Fr. 40.— (ohne Getränke) pro Person. Bahnfahrt auf die Zugspitze je nach Beteiligung zirka 10 bis 12 Fr. Beide Touren versprechen allen Teilnehmern genussreiche, interessante Fahrten. Die Sportkommission wird sich bemühen, auch für den gemütlichen Teil etwas zu bieten, so dass die Fahrt zur Freude aüer Teilnehmer ausfallen dürfte, wie die letztjährige Vogesenfahrt. Um die abschliessenden Vorbereitungen treffen! zu können, bitten wir Sie, die Stimmkarte bis zum 24. August an den Präsidenten der Sportkommission, Herrn Dir. H. Vogel, einzusenden. Die Sportkonimission, SCHWEIZERISCHER DAMEN - AUTOMOBIL- Club. Sektion Zürich. Zusammenkünfte. Wir möchten unseren Mitgliedern in Erinnerung bringen, dass im September die wöchentlichen Zusammenkünfte wieder aufgenommen werden. Dia Damen treffen sich jeden Dienstag ab 8.15 Uhr im Cafe Huguenin (Parterre). Wir hoffen, nach den Ferien wieder viele unserer Mitglieder am Clubtisch begrüssen zu können. R. Aus «I« S. D. A. C Vorsichtiges Fahren auf der Strasse Freienbach- Pfäffikon-Lachen. Der Gemeindepräsident in Pfäffikon (Gemeinde Freienbach, Schwyz) ersucht uns, an die Automobilfahrer folgende Bitte ergehen zu lassen: Die Strasse durch das Dorf Pfäffikon, die nun mit einem Topekabelag modern ausgebaut ist, möge doch in einem angemessenen Tempo durchfahren werden. Allgemein werde geklagt, dass die schöne Strasse nun als Rennstrecke benutzt werde. Kürzlich wurde Herr Gemeinderat und Bezirksrichter W. in Pfäffikon, der ganz am rechten Strassenbord ging, von einem Auto überfahren und schwer verletzt. Nur einem Zufall ist es zu verdanken, dass er dabei nicht das Leben einbüsste. Der betreffende Autofahrer fuhr einem Velofahrer vor, kam ins Schleudern, geriet über das rechte Strassenbord hinaus und überfuhr dabei den Passanten, Hrn. Gemeinderat W. Die Erbitterung der Bevölkerung sei natürlich gross. Es werde verlangt, dass die Polizei strenge Kontrolle mache. Der «Herr Präsident ist aber gegen die Büsserei und möchte lieber, dass die Automobilfahrer zum Dank für die gute Strasse, an welche die Gemeinde erhebliche Opfer brachte, dieselbe von sich aus in einem massigen Tempo befahren. Wenn die Verhältnisse aber nicht besser würden, werde er durch die Polizei häufige Kontrollen machen lassen müssen; dabei werde er diejenigen, die zu schnell fahren, das erste Mal vermahnen, und ein zweites Mal hingegen bestrafen. Diese Bitte wird vom Präsidenten der Sektion Schwyz des A. C. S. in aller Form unterstützt. Dr. H. H. Fragen kostet nichts, kann Sie aber vor mancher unangenehmen Ueberraschung bewahren. Fragen Sie des* halb, bevor Sie auf Ihre Sommerreise gehen, bei uns nach der vorteilhaftesten Route, nach den nötigen Formalitäten etc. Tun Sie das aber bitte möglichst frühzeitig, damit wir zur Beantwortung genügend Zeit haben. Touristikbureau der Automobil-Revue, Bern, Breitenrainstrasse 97, Tel. Bollwerk 39.84. Elektro-Prüfbän/ce für Spezialisten wnd Auto-Qaragen Ferner, Güdel & Co., Luzern Tel. 22.29 Moosetrasse 2 AUTO-GARAGEN in Eternit Preist ab Fabrik — Lieferbar sofort — Nähere Auskünfte durch ETERNIT A.-G., NIEDERURNEN 1O OCCASION! 6-HP- LIMOUSINE 4 Zyl., 4-Plätzer, günstig zu verkaufen Anfragen unter Chiffre 11719 an die 7752 Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen Fiat 501 4 Zyl., 7,44 HP, Modell 1926, 4-Plätzer, geschlossen. Preis Fr. 2000.—. Offerten unter Chiffre 51258 an die Automobil-Revue, Bern. doppelwandlg, heizbar, demontabel, seit 15 Jahren bewährte Bauart UtaM cm. .Breite cm Höhe cm frei* ü'r. 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W»70 — 1931 rumuTsrL-KCVUD 11 Ted. 351» Antwort 8034. Fiat 514. Zuschrift weitergeleitet. Die Red. Frage 8040. Mangel der Anlasszundungen. Können Sie mir mitteilen, warum man heute die Anlasszündungen, wie sie bei Flugmotoren eine so grosse Rolle spielen, im Motorwagen so gut wie gar nicht mehr findet? Wären solche Anlassaündungen nicht billiger nachträglich einzubauen als eine elektrische Anlasseranlage? S. O. in C. Antwort: Der Hauptgrund dürfte darin liegen, dass bei längerem Stillstand des Motors die Kompression zu entweichen pflegt, wobei dann auch die Ziindfähigikeit des in den Zylindern vorhandenen Gasgemisches schwindet. Alle dagegen versuchten HilfsVorrichtungen haben auf die Dauer nicht befriedigt. Auserdem ist es bei vielen Motoren, zumal bei unseren neuzeitlichen mit hoher Kompression, oft sehr schwer, wenn nicht unmöglich, sie mit richtiger Zylinderfüllung zum Stehen zu bringen, damit nachher das Anlassen durch, die Anlassziindung möglich ist. Auf alle Fälle ist der Anlasselektromotor der Anlasszündung weit überlegen, und sein Einbau kommt, auch wenn er nachträglich vorgenommen wird, nicht viel teurer als der Einbau einer Anlasszündung, die ja bekanntlich auch eigens eingerichtet werden muss. Bei Flujimotoren arbeitet die Anlasszündung unter ganz anderen Betriebsbedingungen und bekammi dort das Gasgemisch in den Zylindern erst unmittelbar vor dein Anlassen durch Drehen des Propellers Ton. Hand geliefert; hier kann also von einer Verflüchtigung der Kompression und einem Kondensieren des Gemisches keine Rede sein. Frage 8041. Links- oder Rechtsgewinde bei abnehmbaren Rädern. Bei Rädern der Type Rudge- WMtworth waren bis jetzt die Verschraubungen immer in der Richtung entgegengesetzt der Drehrichtung des Rades anzuziehen. Auf der rechten Seite dea Wagens wurde also beispielsweise ein Rad angezogen, indem man die Verschraubung links herum anzog. Nun habe ich aber beobachtet, dass neuerdings bei den gleichen Rädern auch die umgekehrten Gewinde angewandt werden. Die Räder werden hier befestigt, indem man die Kappen < nach vorn > herum dreht Wie reimt siek das «naammen? Durch die Anwendung ran Linksgewinden auf der rechten Wagenseite sollte doch gerade erreicht werden, dass sich die Räder während der Fahrt nicht lösen können ? R. TT. in D. Antwort: Dl« Praxis zeigt, dass das Rudge- Rad sowohl bei links- wie Rechtsgewinde vollkommen sicher auf «einer Achse sitzt. Ursprünglich bestand die Absicht, durch Verwendung von Linksgewinde auf der rechten Wagenseit* eine Axt automatisches Anziehen der Verschraubunsr herbeizuführen. Ein solcher Anzug wäre immer dann erfolgt, wenn «ich die Achse gegenüber der Radnabe etwas vorausbewegt hätte, «Iso beim Beschleunigen des Motors. Da aber das Spiel zwischen der Achse und der Nabe nur ganz gerinf ist, hätte es sich hier ohnehin nur um einen tanz geringen Anzug handeln können. Im Lauf der Jahre sind nnn aber immer mehr Konstrukteure zur Einsicht gelangt, dass man eigentlich nicht nur die Relatiwerschiebungen zwischen Achse und Nabe beim Beschleunigen, sondern auch diejenigen beim Bremsen, berücksichtigen sollte. Nimmt man schon die Möglichkeit einer Relatiwerschiebung an, da müsste sich das Rudge- Rad mit Linksgewinde auf der rechten Wagenseite beim Bremsen zu lösen neigen. Man kann also um das ausznschliessen, mit ebensoviel Berechtigung umgekehrte Gewinde proponieren. Praktisch zeigt aber, wie bereits erwähnt, das Rad weder bei der einen noch der andern Gewindegattung Neigung, eich zn lösen. Selbst dann, wenn msa ea beim Montieren ganz nachlässig und ungenügend festzöge; würde man höchstwahrscheinlich noch vor dem Eintritt einer kritischen Lage auf den Mangel selbst aufmerksam, weil sich dann in der TTebertragung ein starkes Klopfgeräusch bemerkbar macht. Ob die Räder «nateh rorn» oder «nach hinlen » anzuziehen sind, ist also achliesslich eine Art Geechmacksache ohne praktische Bedeutung. -«. Frage 8042 . Neuer Anstrich. Ich fahre seit fünf Jahren einen offenen Fiat 601, der in der Farbe nun etwas unansehnlich geworden ist. Ich möchte den Wagen nun ohne grosse Kosten selbst wieder auffrischen. Geht das mit Robbialack? Wie ist die vorherige Behandlung des Wagens und wie lange •wird sich der neue Anstrich halten? H. M. in A. Antwort: Robbialack ist ein ausgezeichneter Speziallack zum Auffrischen -von Karosserien. In unserem Inseratenteil finden sie auch noch andere Lackfabrikate, die sich für den vorgesehenen Zweck eignen. Vor dem Auftragen des neuen Anstriches sollte der alte so gut wie möglich entfernt werden. Der alte Anstrich kann dazu entweder mit Glaspapier abgerieben, mit Bimsstein abgeschliffen oder mit einem Lösungsmittel aufgelöst und dann abgewaschen werden. Lösungsmittel erhalten Sie in einem grösseren Farbwarengeschäft. Je gleichmässiger und fester "die Unterlage für den neuen Anstrich ist, um so besser wird schliess- Iich der Wagen aussehen. Beim Auftragen des neuen Anstriches sind die vom betreffenden Lackfabrikanten aufgestellten Vorschriften genau zu beachten. Der Anstrich sollte im übrigen in einem möglichst staubfreien, abgeschlossenen Raum vorgenommen werden. Die Dauerhaftigkeit des neuen Anstriches hängt hauptsächlich von der Sorgfalt ab, mit welcher die Unterlage vorbereitet wurde. Feste Angaben können deshalb hier nicht gemacht werden. —at— Anfrage 1065. Verjährung einer Forderung beim Kauf. Im Sommer 1935 habe ich ein Auto gekauft. Ich verstand damals noch nicht viel vom Auto, habe aber dem Verkäufer betont, dass ich meistens im Gebirge zu fahren habe. Der zuerst gekaufte Wagen genügte nicht. Wir machten einen Tauschhandel mit Aufzahlung um einen stärkeren Wagen. Ich war zufrieden damit. Einen Teil der Aufzahlung leistete ich sofort und den andern Teil in 4—5 Raten bis auf einen Rest von 250 Fr. Ich änderte später meinen Wohnort, brauchte den Wagen nicht mehr und offerierte dem Vorkäufer den Wagen zur Hälfte des ursprünglichen Preises. Der Verkäufer wollte den Wagen nicht mehr. Ich verkaufte den Wagen weiter, und als er es erfuhr, sagte er, er hätte ihn auch gekauft. Im Frühling 1926 kam er zu mir, um den Rest zu fordern. Ich machte ihm verschiedene Einwände über den Handel, und als er im Laufe des Gesprächs über meine Einwände einverstanden war und auf diese Weise auch das Unrecht beim Handel zugab, war ich der Ansicht, dass der Fäll erledigt sei. Schriftliches habe ich nicht. Nun bekomme ich im Jahre 1930 durch einen Rechtsanwalt die Aufforderung zur Bezahlung des Restes innert vier Tagen, ansonst Betreibung erfolge. Also nach fast fünf Jahren ohne mündliche oder schriftliche Mitteilung während dieser Zeit. Was raten Sie mir? O. K. M. Antwort: Es handelt sich in Ihrem Falle um eine Forderung aus Tauschvertrag, welche erst nach 10 Jahren seit Abschluss des Tauschvertrages verjährt. Grundsätzlich könnte dieselbe also vom andern Vertragspartner noch eingefordert werden. Nun teilen Sie aber mit, dass er Ihnen im Frühling 1926 die Restforderung von Fr. 250. — erlassen hat, auf Ihre Einwände hin. Wenn Sie Zeugen dafür haben, die sich noch an den mündlichen Eriass dieser Restforderung erinnern, so dürfen Sie sofort Rechtsvorschlag gegen die gegen Sie angestrengte Betreibung erheben und es auf einen Prozess ankommen lassen. Wir machen Sie aber aufmerksam, dass Zeugen, die mit den Parteien verwandt sind, ihrer Verwandtschaft wegen als befangen gewertet werden und nicht volle Zeugenqualität geniessen. Könnten Sie sich nur auf verwandte Zeugen berufen, so würden wir Ihnen empfehlen, erst einen Anwalt zu befragen, ob er glaube, dass unter den gegebenen Umständen ein Prozess gewagt werden dürfe. Besitzen Sie keine Zeugen, so müssen wir Ihnen zu unserem Bedauern raten, die Tauschrestanzsumme zu bezahlen, da Sie sich durch einen Prozess nur unnötige Kosten verursachen würden. * Anfrage 1066. Reparatur-Rechnung. Ich habe von einem Autoreparateur mehreresehr hohe Rechnungen erhalten und habe den Eindruck, dass dieselben nicht den im Autogewerbe üblichen Ansätzen entsprechen. Es handelt sich um einen Kleinwagen, für welchen grosse Auslagen sinnlos sind. Ich möchte noch ergänzen, dass durch diesen Reparateur eine falsche Einstellung der Ventile erfolgte. Ich frage Sie an, durch welche Experten die richtige Summe der Rechnung fixiert werden könnte und was in der Angelegenheit zu machen ist. A. CA.). Antwort: In Ihrem Fall sind zwei Wege möglich: Entweder Sie bezahlen die Rechnung nicht, dann werden Sie betrieben und bei Rechtsvorschlag auf Bezahlung des Rechnungsbetrages eingeklagt. Im Prozessverfahren können Sie dann Ihre Einwendungen gegen die Angemessenheit der Rechnung geltend machen. Oder aber, Sie bestreiten schon jetzt die Angemessenheit der Rechnung und lassen diese durch einen objektiven Sachverständigen prüfen und zahlen dem Reparateur den schuldigen Betrag, welchen der Experte für angemessen bezeichnet. Es bleibt dann dem Reparateur überlassen, sich damit abzufinden oder Sie für den Rest zu betreiben oder einzuklagen. Sie hätten dann gestützt auf den bereits vorliegenden Sachyerständigenbeririht eine günstigere Stellung. Wichtig ist jedoch, dass die Rechnungsprüfung durch einen absolut objektiven Sachverständigen erfolgt und nicht etwa durch irgend jemanden, der Ihnen ein Gefälligkeitsgutaohten abgeben wÜTde. Es scheint auch uns, dass die Arbeitszeitberechnung sehr reichlich ist und dass jedenfalls diesbezüglich eine Reduktion zu erwarten ist. Es entzieht^ sieb, unserer Kenntnis, was für Experten allenfalls in Ihrer Gegend in Betracht fallen können. Immerhin wird wohl der kantonale Automobil-Experte Ihres Kantons in der Lage sein, die Expertise durchzuführen oder Ihnen eine geeignete Persönlichkeit hierfür zu nennen. * Anfrage 1067. Ueberlastung von Camions? Mein Chauffeur wurde wegen Ueberladung des Wagens — er hatte auf einen 5-Tonnen-Wagen 5500 kg Holzwaren aus der Mittelschweiz nach B. geführt — von der Polizei angehalten. Ich konnte selbstverständlich die 500 kg nicht gut per Bahn nachführen lassen. Bei der Kontrolle in Z. wurde der Wagen angehalten. Die Busse mit Kosten lautete auf rund Fr. 50. —.. Wie steht es eigentlich mit der Toleranz bei Lastentransporten? G. Antwort: Gemäss Art. 451 a des Autokonkordates in der abgeänderten Fassung des Dekretes vom 24 November 1927 darf ein Lastwagen bei normalen Strassenverhältnissen mit Eigenlast und Nutzlast zusammen das Gewicht von 10 Tonnen nicht überschreiten. Wird eine Ueberschreitung dieses Maximalgewichtes dem Richter durch die Polizeibehörden angezeigt und ergibt das Beweisverfahren die Richtigkeit der Anzeige, so bleibt dem Richter nach dem Wortlaute des Gesetzes nichts anderes übrig, als eine Busse auszusprechen. Da einzelne Firmen trotz mehrfacher Bussen immer wieder beträchtlich überlasteten, wurden die Bussenansätze erhöht, so dass gegenwärtig bis zu Fr. 50. — Busse pro Tonne oder einem Bruchteil einer Tonne Ueberlastung ausgesprochen werden. Diese Ansätze wurden im Hinblicke darauf gewählt, dass allzu schwere Lastenzüge einmal die Strassen ihrem Gewichte entsprechend abnutzen und anderseits die Bahnen ernstlich konkurrenzieren. Dies mag bei grösseren Ueberlastungen in gewissem Masse zutreffen, wobei wir allerdings betonen, dass diese von den Staatsbehörden vertretene Auffassung nicht unbestritten ist. Was kleinere Ueberlastungen unter einer Tonne betrifft, so können wir Ihnen mitteilen, dass schon mehrfach die Auffassung vertreten wurde, es möchten die kontrollierenden Polizeiorgane angewiesen werden, solche minime Ueberlastungsfälle nicht zur Anzeige zu bringen, da es oft dem Transportführer unmöglich sei, im voraus die Schwere der Last genau abzuschätzen, so dass eine Mehrlast von einigen 100 kg nicht zu umgehen sei. Soviel wir in Gerichtsverhandlungen hörten, wandte die Polizei eine Zeitlang eine Toleranz von einer Tonne für Lastenzüge an, und wir nehmen an, dass eine ähnliche Toleranz auch für den einzelnen Lastwagen bestand. Werden solche Toleranzen beobachtet, so müssen Sie selbstverständlich allen Staatsbürgern und Staatseinwohnern gewährt werden, da sonst der Grundsatz der Rechtsgleichheit verletzt würde. Die Tatsache aber, dass eine Toleranz beobachtet wurde, schliesst nicht aus, dass die Behörden auf ihren Beschluss, eine Toleranz zu beobachten, zurückkommen und die strikte Anwendung des Gesetzestextes verlangen können. * Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring. Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Wimmis ss Gutbürgerliches Haus, direkt an der Strasse. Schattiger Garten. Anerkannt gute Küche n. Keller. Forellen. Garage. Telephon Nr. 6. B. »ST, Bes. utomobilisten sind gute Kunden! Gewinnen Sie dieselben durch den Autler-Feierabend Wald-Hotel Unspunnen, Per Auto in 1 Minute vom Bahnhof Helmwehfluh erreichbar. Ideal.,ruhiger Ferienaufenthalt. Pensionsarrangement v. 2 Tagen an (Week- End). Gr. gedeckte Rest-Terrasse m. vmvergl.Rundaicht a.d.Jungfraugruppe. Menüs v 4—GFr. Artb. Rlnoler. In Äutomobilkreisen bestbekanntes, erstklass. Haus. Terrassen-Restaurant an der flare. Garage. Boxen.' 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