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E_1931_Zeitung_Nr.073

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• ••f#f^BK nB t# tober weitergeführt, dann tritt auf dieser Ganzjah- •^"IM—••*• reslinie der "Winterflugplan ein. ^MMHBPffl^^^B^KMflBMMWM)MHIIVBEiM8MI in der Nord-Südrichtung hat die deutsche Spal_j.____iS___l__ u_..u..*.«i..__i —-. nienlinie eine Früherlegung erfahren, und zwar 8. 40 Internationaler HerbStflUgplan. ab Stuttgart, 11.35 ab Genf, 14.20 an Marseille und ÄUTOMOBIL-REVUE 1931 — N» 73 Auf dem europäischen Luftverkehrsnetz trat der 16- 55 an Barcelona. In der Gegenrichtung ist die l!f ^_ Herbst-flugplan am 1. September in Kraft. Für das Linie um ca. % Stunde vorgelegt worden. Ab 1. Ok- rfg*^^gfe^»lftSr~*"**' %&tote&.-

N°73 — 1931 AUTOMOBIL-REVUE affl d»«* Erdölkrise In aller Welt. Die allgemeine Situation. Die Lage des internationalen Erdölmarktes kann, als wenig befriedigend bezeichnet werden, wenn auch in letzter Zeit eine etwas festere Preisentwicklung zum Durchbruch gelangte. Trotz steigender Verwendung von Oel und seiner Derivate im Strassenr, Luft- und Seeverkehr zeigen die jetzt vorliegenden Jahresabschlüsse erhebliche Gewinnrückgänge. So hat sich bei der Königlich - Niederländischen Petroleumgesellschaft das Erträgnis von 126 Y? Mill. Gulden auf etwa 91 Mill. Gulden reduziert, so dass die Dividende von 24 auf 17% gesenkt werden musste. Trotz verschiedenen Restriktionsmassnahmen hat siich die Weltrohölförderung irn letzten Jahre mit 1408 Mill. Barrels gegenüber dem Vorjahre nur um 5% reduziert (Union —10%). Dieser bescheidene Rückgang zeigt deutlich, dass die Weltförderung keine genügende Drosselung erfahren hat, und Sowjetrussland als neuer Störungsfaktor aufgetreten ist. Wenn sich die Tagesproduktion in den Vereinigten Staaten auf 2,4 bis 2,5 Mill. Barrels beläuft gegen 2,6 bis 2,65 Mill. Barrels in der Parallelperiode des Vorjahres, so mag sich diese kleine Drosselung in der Weltwirtschaft kaum auswirken. Charakteristisch ist übrigens für die Vereinigten Staaten die Stellungsnahme der Regierung, die sich nicht mehr so unbedingt trustfeindlich wie in den früheren Zeiten zeigt, sondern, wie die Fusion der Standard Oil Comp. of New York mit der Vacuum Oil Comp. beweist, den Konzentrationsbestrebungen in der Erdölindustrie nicht mehr grundsätzlich den Weg versperrt. Der ungeheure Preisverfall der Erdölprodukte, der erst in letzter Zeit durch drakonische Massnahmen der Gouverneure von Texas und Oklahoma zum stehen gekommen ist, hat sich in gewissem Masse auch auf die ausländischen Märkte übertragen. Vielfach wurde im Ausland der Benziinpreis seit anfangs des Jahres gesenkt. Vereinigte Staaten. Mit besonderem Interesse verfolgen die internationalen Börsen die jüngsten Vorgänge in der amerikanischen Petroleumindustrie. Die äusserst bedenkliche Verschärfung der Ueberproduktionskrise in diesem Industriezweig und der damit in Verbindung stehende schwere Sturz der Oelpreise haben bekanntlich zunächst in Oklahoma und neuerdings auch in Osttexas die Staatsorgane zu drakonischen Massnahmen veranlasse Durch Verfügung der zuständigen Regierungsstellen sind in diesen wichtigen Petroleumbezirken Oelquellen mit einer Tagesproduktion von insgesamt etwa einer Million Fass stillgelegt worden. Durch dieses Vorgehen, das einer annähernd 40prozentigen Drosselung der amerikanischen Erdölgewinnung gleichkommt, haben sich die Preise an den Petroleummärkten bereits befestigt. Die schwere Krise hat darüber hinaus auch eine höchst bemerkenswerte Konzentrationsbewegung in diesem Industriezweig ausgelöst. Im Anschluss an den erwähnten Zusatnmenschluss der Standard Oil Comp. of New York mit der Vacuum Oil ist aus einer Reihe unabhängiger Petroleumgesellschaften unter Führung Sinclairs ein neuer Riesentrust gebildet worden, womit jedoch der Konzentrationsprozess in der amerikanischen Petroleumindustrie noch keineswegs abgeschlossen zu zwar vor allem deswegen, als sein scheint. Zur Zeit sollen Vorbereitungen für eine Fusion zwischen der Standard Oil of New Jersey und der Standard Oil of California im Gange sein. Wenn sich diese Nachrichten bestätigen, so würde der Konzern, der aus dieser gigantischen Fusion hervorgehen würde, mehr als 10% der gesamten Weltpetroleumgewinnung kontrollieren. Damit würde das neue Unternehmen sogar in der Reihenfolge vor Sowjetrussland kommen, das im letzten Jahre nur mit rund 9% an der Weltproduktion beteiligt war. Die Aktivsumme der beiden Unternehmungen beträgt zusammen etwa 2% Milliarden Dollar. 1930 belief sich der Reingewinn auf rund 80 Mill. Dollar gegen 167/4 Mill. Dollar im Jahre 1929. Aus diesen Ziffern allein schon geht die Bedeutung hervor, die der in Frage stehenden Transaktion beizumessen ist. Ob sich diese Konzentration allerdings wird verwirklichen lassen, muss erst abgewartet werden, da die Stellungsnahme der amerikanischen Regierung zum mindesten zweifelhaft erscheint. Der bereits vor einiger Zeit erwogene Zusammenschluss musste im April 1930 aufgegeben werden, und zwar, wie es dadamls hiess, endgültig, da das Justizministerium in Washington gegen die Fusion Einspruch erhoben hatte. Die rechtliche Situation hat sich indessen insofern verändert, als die Regierung mit ihrem Einspruch gegen die Fusion der Standard Oil" Comp. of New York mit der Vacuum Oil vor dem Gerichte nicht durchdringen konnte. Deutschland. Seit Anfang des Jahres sank der Benzinpreis von 32 RM. auf 26 RM. pro 100 Liter, der Preis von Leuchtöl von 33 RM. auf 25 RM. pro 100 kg. Durch die Erneuerung der Benzinkonvention wurde allerdings wiederum eine Preiserhöhung herbeigeführt, diie auch von den Russen, obwohl diese offiziell der Konvention nicht wieder beigetreten sind, stillschweigend respektiert wird. Diese an sich für die interne Marktgesundung erfreuliche Erscheinung wird aber in allerjüngster Zeit wieder durch die Notverordnung ausgeglichen, die eine Erhöhung der Mineralzölle in Deutschland vorsieht und für Benzin verschiedener Qualität den Zoll von 10 auf 17 Mark pro Mz., _d. h. um 70% erhöht hat, während die Einfuhr von Oasöl für motorische Zwecke nach wie vor mit dem ausnahmsweise ermässigten Zollsatz von 4,8 Mark pro Mz. belegt wird. Die Erhöhung des Benzinzolles hat sich bereits in einer ausserordentlichen Einschränkung des Automobilabsatzes ausgewirkt. Ausserdem wird der Markt bei der Jetzt üblichen Suche nach neuen Einnahmen und Steuern durch den wieder einmal herumspukenden Plan eines Mineralölmonopols beunruhigt. Optimisten rechnen damit, dass ein solches Monopol dem Reiche einen Ertrag von über 300 MM. Mark jährlich einbringen würde. Was die deutsche Erdölförderung anbetrifft, so hat sie gegenüber dem Vorjahre einen Schritt vorwärts getan. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres stellte sich die Förderquantität auf ca. 40 000 Tonnen, gegen 169 000 Tonnen im ganzen Jahre 1930. Absolut genommen haben diese Ziffern nur einen geringen Einfluss auf den Gesamtverbrauch. Ueberraschend kam die Kapitalerhöhung der Olex Deutsche Benzin- und Petroleum-Q. m. b. H. von 36 auf 60 Mill. Reichsmark. Es sei daran erinnert, dass die Anteile der Olex heute zu 75% in den Händen der Anglo Persian Oil Comp. und nur noch zu 25% im Besitze der deutschen Petroleumgesellschaft liegen. Dieser Fall illustriert typisch die Ueberfremdungsgefahr der deutschen Erdölindustrie. Die Bedeutung der Transaktion liegt einmal darin, dass die Olex wohl ihren Vertriebsapparat rationalisieren, hauptsächlich wohl aber darin, das die Anglo Persian selbst nun entweder direkt oder über die Olex hinweg im deut- sehen Erdölbergbau festen Fuss zu fassen gedenke, nachdem schon vorher die Royal Dutch-Shell über die Rhenania Ossaz hinweg Schürfrechte in Deutschland erworben haben und bereits der Bohrtätigkeit obliegen. Welche Faktoren die Entwicklung des deutschen Marktes auch bestimmen werden, so liegt eines bereits fest, dass neue finanzpolitische und steuerliche Massnahmen nur eine weitere Beunruhigung des an sich schon schwer geprüften Marktes nach sich ziehen müssten. Wy. Amerikas Automobilproduktion. In der ersten Augustwoche ist die Automobilproduktion der Vereinigten Staaten auf 49,700 Personen- und Lastwagen zurückgegangen. In der Vorwoche wurden 56,000 Einheiten produziert und 66,500 in der Parallelperiode des Vorjahres. «schafft Neuflründungen: Garagcs de la Vy Neuve S. A., Cossonay. Unter dieser Firma wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 5000 Fr. gegründet. Zweck der Unternehmung ist der Ankauf einer bestimmten Landparzelle und des Baues von Garageboxen. Ch. Thibaud, Ch. Berney und Ch. Boillet gehören dem Verwaltungsrat an. Firmenlöschung: : Ed. Uetz, Autobetrieb, Unterseen. Die Firma i»t infolge Todes des Inhabers erloschen. Die Warschauer Autobus-Anleihe. Wie wir bereits in Nr. 71 melden könnten, hat die Firma Saurer nunmehr auch in Polen Fuss gefasst, indem die staatlichen Ingenieurwerke in Warschau Saurer- Automobile in Lizenz bauen werden. Gleichzeitig hat die Stadt Warschau mit schweizerischen Finanzkreisen Verhandlungen über die Aufnahme eines Dieimillionen-Dollar-Anleihena gepflogen, welche nach neuesten Meldungen vor dem Abschluss stehen. DeT Betrag würde so verwendet, dass für eine Million Dollar Autobusse für den städtischen Omnibusbetrieb angeschafft wären, wobei die Chassis von der Firma Saurer geliefert würden, während die Karosserien in den staatlichen Ingenieurwerken gebaut würden, welche auch die Sehlussmonlage der Wagen zu besorgen hätten. Die verbleibenden zwei Millionen sollen ausschliesslioh für den Ausbau der für den Omnibusverkehr in Aussicht genommenen städtischen Sirassen verwendet werden. Die Anleihe soll zu 7 Prozent verzinst und in fünf Jahren getilgt werden. Sie wird garantiert durch die Einnahmen der städtischen StrassenbahJ nen und Omnibusse. ZÜRICH 39.743 DIE NEUE TELEPHON-NUMMER UNSERER GESCHÄFTSSTELLE AUTOMOBIL-REVUE LÖWENSTRASSE 51, ZÜRICH Jeder sein eigener Aufseher für Benzinentnahmen an der Tankanlage durch den Carba« Einzelkontrollapparat. Der Apparat kontrol« Her! auf einfache und sichere Weise 2 bis 12 ver» schiedene Benzinbezüger und ermöglicht damit eine doppelte Kontrolle der entnommenen Mengen. Jeglicher Missbrauch ist ausgeschlossen. Verlangtn Sl« untern Prospekt I SERVICE Unsere Service«Organisation in den vier Werken: BERN, ZÜRICH, BASEL, LAUSANNE, steht zu Ihrer Verfügung. Benutzen Sie ihn? Er ist unentgeltlich Üerlag der omob