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E_1931_Zeitung_Nr.077

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10 AUTOMOBIL-REVUE Eine

10 AUTOMOBIL-REVUE Eine englische Firma bringt eine Montagelampe auf den Markt, die man sich an den Kopf anschnallen kann, -was den Vorteil hat, dass man zu Reparaturfcwecken beide Hände frei hat und der Lichtschein sozusagen automatisch dorthin fällt, wohin man sieht. mtssig auf Bremsprüfapparaten vorgenommen. Die alten Methoden, die angeben, dass man den Wagen hochbocken und dann die Bremsen anziehen soll, lehne man deshalb ab und lasse seinen Wagen in den heute schon vielfach zu findenden Bremsprüistationen prüfen. Diese Apparate gestatten eine Einstellung der Bremsen derart, dass auch wirklich die grösstmöglichste Bremsleistung hergegeben wird. Dies ist dann gerade erreicht, wenn die Bremskräfte mit dem Wagengewicht so abgestimmt sind, dass auch bei stärkstem Anziehen der Bremsen die Räder noch nicht blockiert werden. Handbremse oder Fussbrerase betätigen ? Gewöhnlich wirkt die Fussbremse auf alle vier Räder, die Handbremse nur auf die Hinterräder. Normalerweise kommt dann ein Wagen bei Bedienung der Fussbremse in gleicher Zeit zum Stehen, wie durch Fuss- und Handbremse zusammen, und etwa doppelt so schnell, als wenn nur die Handbremse betätigt wird. Daraus folgt, dass man bei Gefahrbremsung nur die Fussbremse zu betätigen braucht und nicht noch, wie es eilige Fahrer tun, auch die Handbremse dazu. Will man dagegen langsam abbremsen, so betätige man die Handbremse. Dies ist deshalb ratsam, weil der Fahrer sich sonst so sehr an das Fahren mit der Fussbremse gewöhnt, dass er an die zweite Bremseinrichtung nicht mehr denkt. Diese ist dann möglicherweise im Notfall nicht zu brauchen. Bei längerem Bergabfahren vermeide man ein zu starkes Benutzen der Bremseinrichtungen, da die Bremstrommeln leicht warm werden und die Beläge unter der Erhitzung leiden. Ein sehr bequemes Mittel ist das, den Motor als Bremse arbeiten zu lassen, indem man einen kleinen, etwa den zweiten Gang einschaltet. Dadurch wirkt der Motor bei gleichzeitigem Loslassen des Gaspedals als Bremse und hindert ein zu schnelles Bergabrollen des Wagens. Beim Bremsen die Kupplung 1 austreten ? Ueber diese Frage gibt es die verschiedensten Ansichten. Kommt der Wagen gerade zur Ruhe und hat man die Kupplung nicht ausgerückt, so bremst man auch die' Schwungmasse des Motors ab, und der Motor wird gerade in dem Moment stehen bleiben, wenn man wieder anfahren will. Anderseits wird bemängelt, dass durch Auskuppeln beim Bremsen die Bremswirkung des leerlaufenden Motors verloren geht. Es empfiehlt sich deshalb, bereits zu bremsen, wenn die Kupplung noch nicht ausgerückt ist; dadurch erzielt man einmal eine höhere Bremswirkung, indem der jetzt auf Leerlauf arbeitende Motor die Bremswirkung unterstützt; erst kurz bevor der Wagen stillsteht, wird die Kupplung ausgerückt, damit der Motor nicht stehen bleibt. Zum Schluss noch einige gute Regeln fürs Bremsen: 1. Fahre stets nur so schnell, dass du deinen Wagen innerhalb der deutlich sichtbaren Strecke der Fahrbahn rasch zum Stehen bringen kannst. 2. Halte stets beide Bremsen deines Wagens in Ordnung, damit du beim Versagen der einen die andere wirklich benutzen kannst. 3. Erprobe die Wirksamkeit deiner Bremsen in Ruhe, damit du sie im Ernstfalle richtig anwenden kannst! Prüfe auch die Brauchbarkeit deiner Bremsen im Rückwärtslauf! 4. Bremse weich und zügig; vermeide plötzliches Blockieren, denn dies bewirkt Schleudergefahr, besonders auf schmierigen oder vereisten Strassen! 5. Bremse schon vor der Kurve! Das Bremsen in der Kurve selbst ist fast immer gefährlich! 6. Kupple nicht- aus, wenn "du nur massig bremsen willst! Die Bewegung des Motors wirkt dann selbst verlangsamend! 7. Zur Notbremsung in kürzester Frist kupple aus, sonst musst du auch noch die Schwungkraft des Motors abbremsen! 8. Gib deinem Hintermann ein deutliches Zeichen, wenn du rasch bremsen willst! 9. Schalte bei langen, steilen Talfahrten auf niedrigeren Gang, du schonst damit deine Bremsen! .+ T««h St»»«dhi II. Antwort 8048. Schmierung. Ich habe, besonders während des verflossenen Sommers, eine ganze Reihe von Versuchen mit verschiedenen Oelen, stets unter ähnlichen Fahrbedingungen, gemacht, die mir gezeigt haben, dass je nach Oelsorte und Strassenbelag (Asphalt, Schotterstrasse etc.) die Nutzgrenze weit unterhalb den üblich angegebenen 4000 und 5000 km gesetzt werden muss. Ich fahre normalerweise mit Motoröl, das bei 50° G. eine Viskosität von 12 bis max. 16° E. hat. Oel Nr. 1 erlitt während einer. Fahrt von 156Q km eine Verdünnung von 13° E. auf 10° E. Oel Nr. 2 erlitt bei 1210 km eine Verdünnung von 15,1° E. auf 9,0° E. Dabei ist noch zu erwähnen, dass Oel Nr. 2 nach Entschlammung, das heisst völliger Dekantierung der Fremdteile, sogar nur noch eine Viskosität von 8,5° E. aufwies. Die Dickflüssigkeit des abgelassenen Oeles ist kein direkter Beweis gut erhaltener Viskosität. Der im Oel enthaltene Russ und Staub führt zu falscher Beurteilung. Der Fehler in der Beurteilung wird um so grösser, je länger mit ein und demselben Oele gefahren worden ist, also je grösser die angesammelte Menge Russ und Staub ist. Erst nach völliger Filtration kann das Oel richtig beurteilt werden; dabei kann man auch zu überraschenden Resultaten gelangen.' Der im Oel enthaltene Russ schadet dem Motor jedenfalls weniger wie der Staub. Der Russ ist grösstenteils sehr fein verteilt und ist in der Grössenordnung allgemein kleiner wie 1/1000 mm. Der Staub hingegen ist bedeutend gröber, bis zu 1/100 und mehr und wirkt bei einiger Konzentration wie Schmirgel auf die Zylinder, Kolben und Kolbenringe. Je mehr auf staubigen Strassen gefahren wird, um so mehr soll das Oel gewechselt werden. Als Grenze für den normalen Wagen würde ich max. 3000 km angeben. Bei hochtourigen und hochkomprimierten Wagen sollte das Oel mindestens alle 1500 km ausgewechselt werden. J, N. in C. II. Antwort 8056. Heizung der Garage und des Wagens. In erster Linie darf zum Mischen des Kühlwassers kein Sprit verwendet werden, sondern nur chemisch reines Spezial-Glyzerin, garantiert säurefrei; ca. 3 Liter Glyzerin für die ganze Füllung. Glyzerin wird Ihnen nie gefrieren, auch bei grösser Kälte nicht Es reinigt zugleich gewissermassen den Radiator und verhütet das Rosten, insofern Sie die richtige Qualität verwenden. Sprit hat folgende Nachteile: Erstens verdunstet er sehr rasch, zweitens können Sie sich davon überzeugen, dass der Radiator mit einer Spritfüllung vollständig einrosten wird, also auch sämtliche Wasserleitungen. In zweiter Linie empfehle ich Ihnen ein sehr schwach viskoses Oel, ca. 6 visk. bei 50° Engler, mit Streckpunkt 6—8° unter Null. Mit diesem Oel wird Dar Motor auch bei ziemlich starker Kälte sofort anspringen. Dieses Oel ist aber nur zu verwenden bei einer Temperatur von 5—10 über und 15—20° unter Null. Sollten Sie in Ihrer Garage aber Kälten von über 25° unter Null haben, dann empfehle ich Ihnen aus eigener Erfahrung den kleinen Benzinofen, welcher sehr sparsam im Gebrauch und absolut ungefährlich ist. Dieser Benzinofen wird, angezündet, unter die Haube placiert und letztere gut zugedeckt. Auf 1931 — JN* 77 diese Weise sind Sie ganz sicher, dass dag Oel flüssig bleibt und der Wagen sofort anspringt wie im Hochsommer. Den Benzinofen kaufen Sie in jedem Auto-Accessoires-Geschäft; der Preis dürfte ca. 20—50 Fr. betragen. Derselbe dient ebenfalls zur Heizung des Wageninnerns und ist absolut geruchlos. H. Seh. in B. III. Antwort 8056. Garage und Wagenheizung. Ich verwende seit ca. 2 Jahren einen katalytischen Heizapparat. Der Apparat fasst ca. 1 Liter Benzin und heizt damit ca. 30 Stunden. Ich fülle ihn jeden Abend frisch auf und stelle ihn unter die Motorhaube. Diese decke ich sorgfältig mit wollenen Decken zu, damit die Wärme nicht entweichen kann. Dadurch erhält sich der Motor immer auf einer gewissen Temperatur, springt leicht an, und es besteht absolut keine Gefahr, dass er einfrieren könnte. Jede Feuersgefahr ist bei diesem Apparat ausgeschlossen. F. G. in B. Antwort 8057. Schmierung der Wagenfedern. Zuschrift witergeleitet. Die Red. Frage 8063. Nachkochen der Akkumulatoren. Ich besitze eine Starterbatterie von zirka 90 Amperestunden Kapazität, die vor zwei Jahren neu war. Beim Nachladen ausserhalb des Wagens bemerkte ich seit letzten Winter, dass die Kapazität nachgelassen hatte und dass nach beendigter Ladung ein nicht enden wollendes starkes Geräusch, wie von grossen platzenden Blasen, sich bemerkbar machte; ich glaubte, die positiven Platten seien sulfatiert un.d behandelte die Batterie längere Zeit mit schwachem Strom, schwacher Säure und Ruhepausen. Das letztere Verfahren habe ich schon öfters angewendet und in beinahe allen Fällen mit gutem Erfolg, diesmal jedoch nicht. Die Batterie wurde dann auseinandergenommen, wobei es sich zeigte, dass die positiven Platten gut erhalten waren und die normale braunschwarze Färbung aufwiesen; an den grauen negativen Platten war noch nichts Anormales zu sehen. Nach dem Zusammenbau und Einfüllen der vorgeschriebenen neuen Säure und Aufladen der Batterie zeigte sich die gleiche Erscheinung wie vorher. Wäre es denkbar, dass der Fehler an den negativen Platten liegt? G.W. in H. Antwort: Ein < Naehiochen > deT Akkumulatoren deutet gewöhnlich auf unreine Säure. Die metallischen Unreinigkeiten der Säure setzen sich dabei beim Laden auf die negativen Platten und verursachen beim Unterbrechen der Ladung das Nachkochen, weil deT Bleischwamm zu Bleisulfat unter Wasserstoffgas-Abscheidung wird. » Frage 8064. Leuchtkraft der Scheinwerfer. Das Licht an meinem früheren Wagen, dessen Scheinwerfer mit 12-Valt-50-Watt-Lampen ausgerüstet wer, war viel heller und w'eitortragend als das meines neuen Wagens, dessen Scheinwerfer ebenfalls 50-Watt-Lampen, diesmal aber für 6 Volt Spannung, aufweisen. Wovon hängt denn die Leuchtkraft der Scheinwerfer ab und welche Rolle spielt dabei die Spannung? G. S. in S. Antwort: Die Spannung hat auf die Lichtstärke der Glühlampen keinen Einfluss. Wesentlich ist nur die Zahl der Watt (Volt X Ampere), welche die Glühlampe konsumiert. Eine 50-Watt-Lampe für 12 Volt Spannung soll also praktisch die gleiche Lichtstärke haben wie eine 50-Watt-Lampe für 6 Volt Spannung. Wenn in Ihrem Fall die Schein- Dle rationellsten Transporte ermöglichen Ihnen Lastwagen mit Heimelige and warme Chalets Aktiengesellschaft ADOLPH SAURER ARBON MORGES BASEL ZÜRICH DI ESEL-Motoren 60-70% Brennstoffkosten-Ersparnis gegenüber Benzinbetrieb. 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No 77 — 1931 irerfer mit den 12-Volt-Lampen besser leuchteten ils diejenigen mit den gleich starken 6-Volt-Lampen, so kann das deshalb nur an den Scheinwerfern selbst liegen. Die Leuchtkraft des Scheinwerfers längt, abgesehen von der Lichtstärke der Lampen in deren genauer Einstellung im Brennpunkt des Reflektors von der Grosse des Winkels ab, mit wel- ;hem der Reflektor die Lampe umfasst. Je «tiefer» ilso der Reflektor im Verhältnis zu seinem Durchmesser ist, um so besser ist die Lichtausbeute, -s. Frage 8065. Lack-Politur. Könnten Sie mir ein Rezept für eine flüssige Politur oder Pasta angeben iie auf der Karosserie einen schönen Glanz erzeugt? Die im Handel befindlichen Polituren sind zwar gut, aber meines Erachtens zu teuer. G. S. in S. Antwort: Ein Rezept für die Herstellung eines flüssigen Karosseriepoliermittels können wir Ihnen leider nicht angeben. Poliermittel, wie sie zur Behandlung von Möbeln und anderen Gegenständen des täglichen Gebrauches verwendet werden, eignen sich nicht zur Behandlung von Automobillacken, und die Zusammensetzung der besonderen Automobil-Poliermittel wird natürlich von ihren Herstellern streng geheim gehalten. Immerhin dürfte es sich dabei in den meisten Fällen um Schellack-Lösungen oder Wachs-Pasten handeln, wobei den ersten manchmal noch geschlämmtes Bimssteinpulver beigegeben wird, damit eine Schleifwirkung zustandekommt. at. Wir möchten Sie übrigens darauf aufmerksam machen, dass der Preis zahlreicher in unserem In seratenteil angeführter Poliermittel durchaus nich als zu teuer betrachtet werden kann. Fraoe 8066. Ueberhitzunq der Zündspule. Mein 18 HP-Wagen hat den fatalen Fehler, dass jeweils nach \erhältnismässig kurzem Gebrauch die Zündspule nicht mehr funktioniert. Schon zweimal is mir dies in den BeTgen passiert, und zwar wuTde da die Zündspule so heiss, dass dio Isoliermasse nuten herauslief, aber auch in der Ebene ist es schon vorgekommen. Ich bin mit dem Wagen zirka 19,000 km gefahren und habe schon die fünfte Zündspule montieren müssen. Am Amperemeter macht sich keine Störung bemerkbar. Ist es möglich, dass die elektrischen Zuleitungen eventuel falsch montiert sein könnten, oder wo wäre sons noch die Ursache zu suchen ? Für diesbezügliche Ratschläge wäre ich dankbar. H. W -O. in Seh. Antwort: Wenn die gleiche Störung nicht bei allen Wagen der betreffenden Marke und Type auftritt, was unschwer in Erfahrung zu bringen •ein dürfte, halte wir auf Grund ihrer Angaben nur folgende Ursachen als einigermassen wahrscheinlich: Entweder eThält die Spule zeitweise infolge unrichtigen Anschlusses oder dadurch, dass sich Bwei unrichtige Leiter zufällig berühren, eine höhere als die ihr zuträgliche Spannung. Es kann beitpielsweise sein, dass der kleine Widerstand, welcher der Spule normalerweise vorgeschaltet ist, leitweise überbrückt wird. Bei richtigem Anschluss der Spule sollte in beiden Fällen das Ampereraeter eine anormal hohe Stromstärke anzeigen, d. b_ bedeuten mehr als etwa 2 Ampere. Kommt aber die Ueberlastung der Spnle nicht vielleicht einfach davon her, dass Sie gelegentlich nach dem Anhalten und Abstellen des Motors die Zündung auszuschalten vergessen ? Auch das könnte nämlich die gleiche Wirkung haben, wenn der der Spule Torgeschaltete Widerstand nicht genügend gross ist, um den Ruhestrom auf ein ungefährliches Niveau hinabzudrosseln. Die Untersuchung der Störung ist jedenfalls •fc» Sache für den Spezialisten Frag« 8067. Motortemperatur. An meinem neuen Wagen beobachtete ich an heissesten Sommertagen, dass am Kühlerthermometer die rote Weingeistsäule stets zirka 10 mm unter dem Normalstrich anzeigte. Mithin glaube ich, dass die Kühlfläche des Kühlers oder die Tourenzahl des Ventilators zu gross ist. Versuchsweise nahm ich den Ventilatorantriebsriemen ab und konstatierte an einem heissen Tage, dass die Säule am Thermometer etwas über den Normalstrich zu stehen kam. Mithin wäre dies als richtige Temperatur anzusprechen. Ich vermute jedoch, dass der Thermometer nur die Temperatur der vorderen Kühlfläche anzeigt, während die Was- Bertemperatur im Innern des Zylinderblocks höher sein könnte. Glauben Sie, dass ich ohne Schaden für den Motor den Antriebsriemen weglassen kann? Ist die Leistung des Motors bei normaler Temperatur grösser als bei anormaler? Wie hoch darf die Temperatur in Gelsiusgraden sein, damit der Motor am wirtschaftlichsten arbeitet? G. S. in S. Antwort: Die meisten Motoren erreichen ihre Höchstleistung und den besten Wirkungsgrad bei einer Kühlwassertemperatur von etwa 75 Grad G. Ohne Vorwärmung des Ansaugrohres kann diese Temperatur sogar noch höher sein, und wenn die Schmierung 1 dadurch nicht erschwert oder verunmöglicht würde, würde man überhaupt möglichst auf jede Kühlung verzichten. Wir wissen nicht, welcher Temperatur die Zeiterstellung entspricht, die Sie uns von Ihrem Kühlwaeserthermometer bekanntgeben. Da aber der Motor anscheinend auch ohne den Ventilatorriemen selbst im Hochsommer keine Anzeichen von Ueberhitzung zeigt, dürfen Sie den Riemen ruhig dauernd beiseitelassen. Immerhin tun Sie natürlich gut, ihn trotzdem im Wagen mitzuführen. Bei langen Passfahrten wird die Kühlung ohne den Ventilator wohl kaum mehr genügen, besonders wenn vielleicht aus diesem oder jenem Grund noch langsam gefahren werden muss. Eine Ueberhitzung des Motors kann sich auf verschiedene Art geltend machen. Die meisten Motoren fangen zuerst an zu kochen, verlieren aber nicht merklich, wenn überhaupt, an Leistung. Andere Motoren dagegen, besonders solche mit reichlicher Ansaugrohr-Vorwärmung, zeigen den Leistungsabfall, bevor das Kühlwasser den Siedepunkt Brreicht. In keinem Fall ist aber unmittelbar eine Schädigung des Motors zu befürchten. Diese kann normalerweise erst dann eintreten, wenn man beispielsweise das Wasser so lange verdampfen lässt, bis die Zylinder teilweise trocken liegen. Solange die Zylinder aber noch von Wasser umgeben sind, kann ihre Temperatur nur wenig über hundert Grad steigen. Es ist noch immer zu wenig bekannt und verent deshalb immer und immer wieder hervorge- ^ben zu werden, dass praktisch viel mehr Schäden durch Fahren mit zu niedriger Motortemperatur hervorgerufen werden. Bei kaltem Motor gelangt immer schlecht vergastes, oder an den Zylinderwänden wieder kondensiertes Benzin in das Oel des Kurbelgehäuses, verschlechtert damit dessen Schmiereigenschaften und ist so mindestens die Ursache anormal rascher Abnützung, wenn nicht gar schwerer Lager-, Kolben- oder Zylinderschäden, -s. SE» ••»«§• Anfrage 1081. Kaufvertrag. Ende Fekruar 193C kaufte ich ein gebrauchtes Auto. Jahrgang 1928 und wurde auch am Zahlung mein eigenes Auto Jahrgang 1921, genommen. Ein mir bekannter, vor meinem Wohnort stammender, aber auswärts woh nender Autofirma-Vertreter tätigte den Handel, doc hatte ich gleich am Anfang kleinere Störungen be heben müssen und das plötzliche Herausspringe: des zweiten Ganges und später des direkten erklärte der Verkäufer mit dem Hinweis, die betreffenden Arretierungen seien etwas schwach. Der Fehle Hesse sich aber leicht beheben. Nun entdeckte ich zufällig vor kurzer Zeit, dass auf der rechten Seite des linksgesteuerten Autos am Brems- und Kupplungspedalbrett ein Schlitz ausgesägt war. Ich erfuhr dann schliesslich durc Umfrage, dass das Auto vorher einer Fahrschule gehört hatte und der betreffende Schlitz für dif Anbringung der Fussbremse des Fahrlehrers diente Diese Herkunft des Wagens nun verheimlichte damals der betreffende Autovertreter, wohl wissend dass ich unter diesen Umständen den Kauf nichi getätigt hätte. Im Gegenteil gab er damals untei Zeugen an. der Wagen gehöre einem reichen Privatmann mit eigenem Chauffeur und verkaufe das Auto nur wegen Anschaffung eines ganz teure o Wagens. Kann ich nun heute noch diesen Kauf rückgängi machen, resp. was ist zu tun? V. M. in S. Antwort: Der Verkäufer haftet dem Käufe sowohl für die zugesicherten Eigenschaften als aucl dafür, dass die Kaufsache nicht körperliche ode" rechtliche Mängel hat, die ihren Wert oder ihn Tauglichkeit zu den vorgesetzten Verpflichtunger aufheben oder erheblich mindern. Im vorliegender Fall handelt es sich um eine Täuschung. Es wurds Ihnen behauptet, der Wagen sei in bester Ordnung und werde nur verkauft wegen Anschaffung einegrösseren Wagens. Jedenfalls wurde Ihnen verheimlicht, dass es sich um einen Wagen handelt der für Fahrunterricht verwendet wurde. Wir sind daher der Auffassung, dass Sie be rechtigt sind, den Kauf wegen Täuschung rück gängig zu machen. Voraussetzung ist selbstver etändlich. dass der Wagen dem von Ihnen bezahltet Kaufpreis nicht entspricht, dass er in schlechtererr Zustande ist, als Ihnen zugesichert und von Ihnei gestützt auf diese Zusicherungen angenommen we den konnte. Zum Teil bandelt es sich hier um eine Experten frage. Immerhin würden wir Ihnen empfehlen, di' Angelegenheit nicht ohne weiteres auf sich beruhcr zu lassen. Jedenfalls müsste eine Einsprache weger Preisminderung erfolgen. Wir beantragen Ihnen die Angelegenheit einem Anwalte zu übergeben. Jedenfalls dürfen Sie mit allfälligen Massnahmen nicht zu lang zuwarten, da die Ansprüche sons verjähren. * Anfrage 1082. Haftpflicht. Vor zirka Jahres frist habe ich einem Bekannten (Deutschen, zur Zeit unbekanten Aufenthalts) meinen Wagen geliehen Da der Betreffende nicht selbst fahren konnte, Hess er ihn, was ich wusste. durch einen mir bekannten Chauffeur fahren. Dieser hat damals ein achtjähriges Mädchen angefahren. Laut Polizeirapport ist aber das Kind in den Wagen hin eingesprungen und wurde der Chauffeur als unschuldig eiklärt. Meine Versicherung hat aber trotzdem und freiwillig dem Vater die Spitalkosten von zirka Fr. 200.— vergütet. Gleichzeitig mit der Quittung hat aber der Betreffende eine Verzichtklausel unterschrieben. Man soll nun aber einen bleibenden Nachtei festgestellt haben und versucht noch einen grösserer. Entschädigungsbetrag von zirka Fr. 6000.— zu bekommen. Man hat sich, aber jetzt nicht an die Ver Sicherung, sondern an mich als Autobesitzer um an den betreffenden Fahrer, welcher über kein Mittel verfügt, gewandt. Ich bitte Sie, den Fall zu prüfen und mir doch sagen zu wollen, ob meine Haftpflichtversicherung in diesem Falle für mich einstehen muss. Ich habe die Friedensrichtervorladung an die CAP geschickt und diese hat die Vorladung an die Versicherun! weitergeleitet. Die Versicherung hat mir angerufen und sich entschuldigt, dass man gerade niemanden habe, der nach meinem Wohnorte kommen könne, gab mir Weisungen, dass ich alles bestreiten solli und bat mich, einen kurzen Bericht über die Ver handlungen auf dem Friedensrichteramt, einzusen den, was ich auch tat. Die CAP meint, dass die Versicherungsgesellschaft versuchen wird, eine gütliche Einigung zu treffen. Wer hat die Kosten zu tragen ? H. Z, (A.) Antwort: Aus Ihren Mitteilungen geht her vor, dass offenbar zwischen der Versicherungsgesellschaft und dem Vater des verletzten Kindes ein gütliche Erledigung stattgefunden hat. Es wäre noch festzustellen, ob von der Versicherungsgesellschaft c per Saldo aller Ansprüche » emittiert, d. h. ob ihr gegenüber auf allfällig© weitere Ansprüche endgültig verzichtet worden ist. Wenn dies der Fall ist, kann selbstverständlich nachträglich eine weitere Leistung seitens der Versicherungsgesellschaft nicht verlangt werden, es wäre denn, es würde der Vergleich diese Möglichkeit vorsehen oder es würde sich um einen wesentlichen Irrtum oder um absichtliche Täuschung handeln. In einem solchen Falle wäre die Versicherungsgesellschaft allenfalls zu Nachleistungen verpflichtet. Da zwischen dem Verunfallten und der Versicherungsgesellschaft kein Rechtsverhältnis besteht, sondern vielmehr Sie als Halter des Automobils schadenersatzpflichtig sind, muss eich derjenige, der Schadenersatz beansprucht, an Sie wenden und allenfalls auch Sie einklagen. Selbstverständlich müsste dann im Falle einer Verurteilung Ihre Haftpflichtversicherung für den Ihnen auferlegten Schadenersatz aufkommen. Da Sie bei einer Rechtsschutzversicherung versichert sind, würden die Prozesskosten zu deren Lasten gehen. * Autosalons in Paris und London. Die AutomobilausstelluBgen sind festgesetzt auf: 1.—11. Oktober: Tourenwagen-Salon in Paris. 15.—24. Oktober: Tourenwagen-Salon in London. 5.—14. November: Salon der Schwergewichte in London. 28. Nov. bis 6. Dez.: Salon der Schwergewichte in Paris. AUTOMOBIL-REVUE 11 ... attire tous les automobilistes pour deux raisons D 'ABORD ä cause de 1 interSt constant de cette route historique dans une contree grandiose, Ensuite parce que la forte rampe de ce col, les nombreux lacets de la Combe des Morts, l'etroitesse de la route entre Bourg Saint Pierre et THospice permettent de juger pleinement des possibilites d'une voiture. Rien de tel qtie cette route pour prouver le confort extrlme de la Buick en depit de toutes les difficultes. Un moteur puissant et tres Le celebre Grand Saint Bernard.. Le lae et l'Hospice du Grand Saint Bernard (2472 m.) La BUIGK 8 souple, une direction douce, aisee, des freins energiques, uns Buspension Sprouvee, voiei quelques unes des raisons de sa popularite. II y en a d'autres, parmi lesquelles l'inegalablo carrosserie Fisher, le poids de la Buick, superieur de 2 ä 300 Kgs. ä celui des voitures de la meme categorie. 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