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E_1931_Zeitung_Nr.078

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16 AUTOMOBIL-REVUE

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Bern, Dienstag, 22. Sept. 1931 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 78 Bankgläu biger Max Pallenberg Von Jo Hanns Rösler. Durch den Zusammenbruch der Amsterdamer «Amstelbank» verloren mehrere •weit über die Grenzen ihres Landes hinaus bekannte deutsche Schauspieler einen grossen Teil ihres gesamten Vermögens. Zu den Hauptgeschädigten gehört der berühmte Künstler Max Pallenberg mit seiner Gattin, der Schauspielerin Fritzy Massary. Max Pallenberg ist in Wien eingetroffen; nicht der grosse Schauspieler Max Pallenberg, es ist der Bankgläubiger Herr Pallenberg, der nunmehr nach Wien kam, um einer Vorstellung beizuwohnen, in der er nicht die Hauptrolle spielt. Seine Viertelmillion Dollar, die er in der Gläubigerversammlung des grauen Militärkasinos am hellen Schwarzenbergplatz vertrat, wies ihm nur eine Episodenrolle in der grossen Komödie des Geldes zu. Aber was machte Pallenberg aus dieser kleinen Rolle? Er springt auf die Bühne, schreit, bellt, krächzt, wiehert und wütet. Seine Hände fliegen durch die Luft, sein Kopf schleudert nach vorn, nach rechts, nach links, schonungslos formt sein Mund Worte, klagend, Kechenschaft heischend, verzweifelt, nicht verstehend, wie ein Kind, dem man etwas aus der Hand nimmt, ohne dass es weiss, warum es ihm die Grossen nehmen. Pallenberg spricht nicht ohne Kenntnis des Bankwesens, und doch sind seine Gedankengänge anders als die des Durchschnittsgläubigers, als die der Sachverständigen, der Rechtsanwälte, der Bankiers, der Mitgeschädigten und doch irgendwie Mitverschworenen. Und seine verbissene Wut, seine kindhafte Verzweiflung kennt keine Grenzen. Wie ein Junge schreit er dem stärkeren Bruder machtlos nach: « Warte nur — ich mache dir alles kaputt, was du hast— ich ziehe deine Katze am Schwanz — ich zerbreche deine Schreibfeder — ich mache dir lauter Tintenklexe ins Schulbuch, damit du bestraft wirst; warte nur — ich werde dir —> Was sprach Pallenberg? Was will er tun? Was hat er getan? Eine Wiener Zeitung berichtet davon: « Die Ersparnisse meines ganzen Lebens haben gewissenlose Leute durch das Zauberwort Rothschild in die Amstelbank gelockt. Diese Gelder sind durch die Direktoren dieser Bank verschleppt worden. Ich bn entschlossen, mit allen Mitteln gegen diese Verbrecher vorzugehen. Ich kann verstehen, dass man sein Geld bei Industrieunternehmungen verliert. Ich kann verstehen, dass man sein Geld an der Börse verliert. Aber ich spiele nicht an der Börse, ich stecke mein Geld nicht in F E U I L L E T O N «Typ Evelin» Autosportroman von Karl Schmidl. (FnTtsptznne an» dem HanTitbiat» > •«Herr Maurus, ich danke meinen Freunden Möller und Sealson, dass sie Sie gezwungen haben, die Wahrheit zu sagen. Ihnen aber danke ich nichts, Ihnen und Ihrer Tochter verzeihe ich auch nichts. Ich bin mit dem Mauruswerk fertig, aber Sie werden wieder von mir hören!» «Um Gotteswillen, was haben Sie vor, Hörn?» «Herr Möller, bei der ganzen Sache ist es mein tiefster Schmerz, dass ich nicht mehr mit Ihnen und Sealson arbeiten kann. Aber in dieser Atmosphäre von hysterischem Misstrauen und krassem Undank ist kein Platz für mich. Ich stehe ab morgen im Dienste des Herrn Sinnisfaere. Leben Sie Wohl, meine Herren!» Maurus war wie vom Schlag getroffen. Möller und Sealson zogen ihn zum Auto. «Herr Maurus, der Mann, der Sie heute verlässt, kam als Bettler zu Ihnen und brachte Ihnen Millionen,» sagte Möller, als.sie Lichtenberg zufuhren. Der Fabrikant seufzte. «Und jetzt geht er zu Sinnisfaere! Wer ist schuld daran?» «Ihre Tochter und der stupide Glatzkopf Dunkers. Keine Haare, aber sehr viel Heu!» antwortete Möller respektlos. die Industrie. Ich spekuliere nicht, ich bin ein Sparer; ich lege von Jugend auf Groschen auf Groschen, Mark auf Mark. Und eines Tages soll alles, was ich mir erarbeitete, was meine Frau sich erarbeitete, einfach nicht mehr vorhanden sein? Ich war in Amsterdam. Ich habe mich persönlich von der grauenvollen, verschlampten Wirtschaft überzeugt, die dort herrscht. Als die Krise der Bank in die Oeffentlichkeit drang, als die Geprellten in ihrer Angst und Bedrängnis Briefe an die Bank schrieben, wurden diese Briefe überhaupt nicht beantwortet oder nach Wochen mit falschen Informationen erledigt. Man log bewusst, man wusste bewusst von nichts, nachdem man bewusst das Geld beiseite gebracht hatte. Ich hatte Gelegenheit, in die Bilanzen dieser famoser Bank einzusehen. Riesenhafte Darlehen wurden an Firmen bewilligt, die keineswegs vrtrauenswürdig waren. An diesen Darlehen verdienten die Direktoren ihre dicken Provisionen. Millionen wurden noch in diesem Sommer an Tantiemen und Provisionen unter den Direktoren verteilt. Für mein Geld. Für unser Geld. Ich habe Beweise, untrügliche Beweise, dass die Bank schon von Gründung an auf brüchiger Basis beruhte. Die Sachverständigen haben die Bilanzen geprüft. Bei fast allen grossen Schuldposten findet man die Bezeichnung «uneinbringlich, dubios, im Ausgleich ». Die Direktoren mussten doch Die Autoprinzessin An einem schönen Sommertage tönte die Hupe eines Automobils durch die friedlichen Strassen der kleinen Stadt B. «Da ist wieder eine dieser berüchtigten modernen Maschinen,» sagte der Bürgermeister Graf d'Estagnon. Alle Anwesenden gaben ihm recht, aber es trat plötzlich Stille ein, da der Wagen die Hauptstrasse entlangfuhr, und die Herren sahen, dass eine elegante, hübsche Dame im Auto sass. Der Chauffeur war in eine geschmackvolle Livree gekleidet. «Das ist eine vornehme Dame,» sagte der Graf mit Kennermiene. «Ein entzückendes Frauenzimmer,» platzte der mehr demokratische Unterpräfekt heraus. «Man muss zugeben, dass die Automobile in hohem Grade verbessert worden sind,» sagte der reiche Gutsbesitzer Herr von Frontignau, der zu schüchtern war, um etwas über die schöne Frau zu sagen. «Ja, es macht nicht mehr solchen unverschämten Spektakel.» «Es riecht gar nicht,» stellte der Unterpräfekt fest. «Und es sieht ganz flott aus,» bemerkte der Graf. «Wenn es Leuten gehört, die damit zu fahren verstehen.» Als sie Im Werk ankamen, erwartete sie eine Ueberraschung. Wolters war da. «Wie kommen Sie daher?» «Aus Stockholm. Sinnisfaere weiss alles! Man hat mich seit 6 Tagen eingesperrt. Gestern Hessen sie mich laufen. Was ist mit Hörn? Holm, dieser verfluchte Hund, sagte zum Abschied mit so einem merkwürdigen Lächeln, dass ich mir sagen musste, dass dahinter etwas Besonderes steckte, zu mir: «Jetzt dürfen Sie gehen. Jetzt gehört Hörn uns!» Möller setzte sich. Das war zu viel. Er durchschaute mit einem Schlag das ganze Manöver, das dazu angelegt war, um ihnen Hörn zu rauben. Gerade kamen Evelin und Dunker. Da fuhr der Direktor mit wutrotem Gesicht auf und rief ihnen entgegen: «Wissen Sie, für wen Sie heute gearbeitet haben?> Evelin sah ihn befremdet an. «Für Finnisfaere!» Dann lachte er grell auf. «Ach Gott, ich durchschaue alles. Dieser Sinnisfaere ist neunmal schlauer, als wir gedacht haben. Er hat Hörn angezeigt, um ihm unser Werk gründlich zu, verleiden. Er hat damit gerechnet, dass Ihre Unentschlossenheit, Herr Maurus, und der Hass Ihrer Tochter ihn dabei unterstützen, wie es auch wirklich geschehen ist. Und jetzt hat er ihn gestohlen, wie unsere Erfindungen und hängt uns noch einen Prozess auf, weil wir behaupte haben, dass er die Erfindungen, die er tatsächlich gestohlen hat, gestohlen habe, und Von Fritz Hansen. wissen, wem sie das Geld, mein Geld, unser Geld liehen! Ich erkläre sämtliche Direktoren dieser Bank als Verbrecher. Ich erwarte, dass sie mich bei den Gerichten öffentlich belangen. Ich werde meine Behauptungen beweisen. Die Direktoren haben teilweise selbst ihre Einlagen rechtzeitig aus der Bank gezogen und nach England gebracht. Ich werde nicht ruhen, bis diese Leute zur Rechenschaft gezogen werden. Ich bin gewillt, alle Mittel anzuwenden, selbst die absurdesten, die je da waren. Ich werde in allen grossen Städten Vorträge über die Amstelbank halten, ich werde diese Vorträge in den Strassen plakatieren lassen, ich werde ein Theaterstück schreiben lassen: «Die Amstelbank», worin ich die Rolle des Präsidenten Rothschild spielen werde. , Ich werde — ich werde — ich werde — » Der Vorhang fiel. Die Gläubigerversammlung am Schwarzenbergplatz ist zu Ende. Max Pallenberg ging in seine Garderobe zurück. Aber er kann sich nicht abschminken. Zu echt ist die Maske gewesen. Die Schminke haftet, das Kostüm bleibt. Und wir andern, die wir in diesen Komödien nie mitspielen dürfen, stehen staunend beiseite und werden seine neue, seine tragikomische Rolle erwarten, seine Rolle als «Bankgläubiger Pallenberg», mit der er eine öffentliche Anklage auf seine Schädiger verbindet. «Glauben Sie, dass sie eine Abenteurerin ist?» «Absolut nicht.» An demselben Abend wusste die ganze Stadt, dass die schöne Dame im Grand-Hotel logierte, und dass sie Prinzessin Astier- Rougepleau hiess. Der Graf lachte wie ein Mfnri, "der stolz darauf ist, dass er immer recht behält. «Das Blut verleugnet sich nicht,» sagte er nur. Am Tage darauf entdeckte er, dass seine Pflicht als Bürgermeister ihn zwang, dem Direktor des Grand Hotel einen Besuch abzustatten, um mit ihm über eine wichtige Sache zu sprechen. Sie waren bald mit den Geschäften fertig, worauf der Graf sagte, dass er grosses Interesse für Automobile habe und gern die Prinzessin treffen möchte. Als sie zur Garage kamen, fand er zu seinem Erstaunen den Präfekten dabei, den Wagen zu untersuchen, und beide waren gleich bestürzt, als sich kurz darauf auch der Gutsbesitzer einfand. Der eine wollte nicht vor dem anderen gehen, und es endete damit, dass sie im Hotel zu Abend assen. Eben, als sie sich zu Tisch gesetzt hatten, kam die Prinzessin strahlend herein. Aber sie zeigte sich gleich kühl allen dreien gegen- wir werden diesen Prozess verlieren, zahlen und Widerruf leisten und blamiert vor der Welt dastehen, während Sinnisfaere mit seiner gekränkten Unschuld Reklame macht. Den einzigen Mann, der Sinnisfaere gewachsen war, haben wir jetzt glücklich hinausgeekelt. Sie haben uns heute einen grossen Dienst erwiesen, Fräulein, und Sie auch, Dunker, mit Ihrer Dummheit. Es ist eine Lust zu leben!» Sprachs, eilte durch die Tür und schlug sie zu, dass das Haus zitterte, ehe Dunker, der mit offenem Mund dastand, gegen die Beleidigung Protest erheben konnte. «Stimmt,» murmelte Maurus. Währenddessen speisten Frank Hörn und Björn Lyss im Hotel Adlon. XI. Auf der Gegenseite. Das gleichmässige Rollen der Räder des Schnellzugs und die eintönige, weisse Ebene, die draussen vorbeiflog, schläferten Frank Hörn ein. Während er lässig mit halbgeschlossenen Augen in einem gepolsterten Winkel seines Coupees lag, waren seine Gedanken unaufhörlich bei Evelin, und in seiner Phantasie erstand ihm ihr edles Gesicht, lächelnd und freundlich, wie es einst an der schäumenden Moesa sich ihm gezeigt hatte, damals, als ihn wie eine düstere Prophezeiung das Schicksal des Polykrates gedrückt hatte. — Nun hatte es sich erfüllt. (Fortsetzung folgt.) Modernes Wohnen " Sie: «Du bist ein furchtbarer Egoist. Seitdem wir einen Baum gepflanzt haben, liegst du ständig in seinem Schatten und lassest mich an der Sonne braten.» über. In den folgenden Tagen kamen die Herren oft ins Hotel, mussten aber immer entdecken, dass nicht einer allein auf dem Schauplatz war. Zuletzt erklärten sie einander offen den Krieg. Da hatte der Graf eine Idee. Er untersuchte die Fabrikmarke des Wagens und sandte an demselben Abend mit schnellem Entschluss folgendes Telegramm ab: «Sendet unverzüglich per Eilgut ein Automobil. Scheck folgt. Chauffeur mit Wagen. Graf d'Estagnon.» Drei Tage darauf hatte er den Wagen und den Chauffeur. Da wurden der Präfekt und der Gutsbesitzer verzweifelt, aber mit Hilfe der Telegraphistin wurden bei derselben Firma zwei weitere Autos bestellt. Der Graf hatte indessen drei Tage Vorsprung vor seinen Rivalen und wandte sie so gut wie möglich an. Ueberall, wo die Prinzessin fuhr, sah man den verliebten Grafen. Schliesslich Hess die Dame ihren Wagen halten und fragte den Verfolger, was das bedeuten solle. «Gnädigste,» antwortete der Graf, «die Ursache ist, dass ich wahnsinnig verliebt in Sie bin.» «Wirklich,» sagte die Prinzessin mit leisem Lächeln, «ich kann Sie versichern, dass auch Sie mir nicht gleichgültig sind.» Der Graf verlor fast die Fassung vor Entzücken. «Aber,» fuhr sie fort, «Sie müssen Geduld haben.» — «Ich kann ein ganzes Jahr auf Sie warten, wenn es sein muss.» — «Nein,» sagte sie lächelnd, «aber ich habe eine Idee. Ich bin die Ihre, wenn zehn Automobile in die Stadt kommen gleich Ihrem und meinem.» Sie neigte graziös den Kopf und fuhr weiter. Diese Bedingung kann schnell erfüllt Der Spiegel lügt nicht... rückhaltlos sagt er, was an Körper- und Nervenpflege vernachlässigt wurde. Schönheit und Nervosität vertragen sich nun mal nicht miteinander. Wer seinen Nerven Zumutungen stellt, die über ihre Leistungsfähigkeit hinausgehen, dem zeichnen sie leicht die Quittung ins Gesicht. Zur Schönheitspflege gehört Nervenpflege. Meiden Sie das Genussgift Coffein. Schonen Sie Herz und Nerven durch Kaffee Hag, den vorzüglichen echten Bohnenkaffee ohne Coffein. Schönheit, Genuß u. Gesundheit durch Kafffee Hag.