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E_1931_Zeitung_Nr.078

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18 AUTOMOBIL-REVUE

18 AUTOMOBIL-REVUE 1931 - N° 78 werden, dachte der Graf. Und von diesem Augenblick an arbeitete er mit unermüdlicher Energie, um die Leute zu überzeugen, dass sie Automobile kaufen müssten. Der Präfekt und der Gutsbesitzer hatten inzwischen auch ihre Wagen bekommen, und da sie den Eifer des Grafen für den Automobilsport bemerkten,' zogen sie daraus den Schluss, dass etwas dahinter stecken müsse, und dass es mit der Prinzessin zu tun habe. Daher folgten sie seinem Beispiel, und ziemlich genau einen Monat nach Ankunft der Prinzessin in der Stadt hielt das zehnte Automobil seinen Einzug. Das ganze Städtchen stand auf dem Kopf und staunte die schmucken Wagen an, wo immer sie sich in den Strassen sehen Hessen. Es schien beinahe, als sei mit diesen blitzenden, knatternden, hupenden Fahrzeugen ein Pista Von Jean Robert Pista ist klug, sehr klug sogar. Vor allem ist er ein guter Arithmetiker und ein Spezialist in Währungsfragen. Man würde ihm das gar nicht zutrauen, wenn. man in seine kleinen farblosen Augen schaut, diesen Augen mit dem stumpfen Ausdruck unter dem kahlen Kopfe, der nur scheint da zu sein, um seine lange Eüsselnase und die mächtigen Lappen Beiner Ohren zu tragen. Wenn er auch mit geistigen Gaben gesegnet ist, so könnte man dagegen mit dem besten Willen nicht behaupten, dass er ebenso reich an äussern Vorzügen sei. Nein, wahrlich, schön ist Pista nicht. In schmutzig grauen Falten hängt seine welke Haut von der buckligen Kurve seines Rückgrates über den aufgeblähten Bauch herab, wenn er auf seinen unförmigen Beinen, plnmp und mühsam, sein unberechenbares Gewicht herumschleppt. Und seine verwitterten gelben Stosszähne, die auf beiden Seiten der Nase in die Welt hinausragen, werden kaum jemals als Reklame für ein Zahnreinigungsmittel verwendet werden. Dennoch können sich täglich hunderte von Leuten an seinem Anblick nicht satt sehen.... Pista ist der Elephant des zoologischen Gartens von Budapest. Bin Tier hinter Gittern ist immer ein mehr oder weniger erbarmungswürdiger Anblick. Zumal für einen Elephanten, der eigentlich dazu geboren wurde, an der Spitze einer selbstherrlich alles niederstampfenden Herde der Schrecken der Dschungel zu werden, ist es kein erhabenes Los, hinter eisernen Stallen auf einem Räume von wenigen Quadratmetern den neugierigen Blicken eines müssig herumbummelnden Publikums preisgegeben, um einige armselige Bretzeln, Nüsse und Feigen betteln zu müssen. Pista aber wusste aus der Not eine Tugend zu machen. Nie hätte er in Wildheit Gelegenheit gehabt, seine Finanzgenialität zu entwickeln, wie er es nun tagtäglich vor einer staunenden Menge tut. Auch sein Schicksal ist es, vom Morgen bis zum Abend ungeduldig von einem Ende des Gefängnisses zum andern zu wandern, schnüffelnd seinen Rüssel durch das Gitter zu strecken und darauf zu warten, dass ihm jemand was schenke. Was er aber will, sind nicht Früchte, Kuchen und Konfekt, wie die andern ordinären Menager ieelephanten — ja, die nimmt er auch, warum auch nicht, aber mit verächtlicher Miene und ohne sich zu neuer, unruhiger Geist in die früher so stille Stadt eingezogen. Qraf d'Estagnon hielt nun die Zeit für gekommen, sein Schicksal in die Hand zu nehmen. Er machte sorgfältigste Toilette. Um die Mittagsstunde wollte er bei der Prinzessin vorsprechen; dann würde die schönste Frau ihm gehören, hatte er doch die ihm gestellte Bedingung restlos erfüllt. Eine halbe Stunde später lieferte ein livrierter Diener eine Visitenkarte beim Grafen, beim Präfekten und beim Gutsbesitzer ab. Auf der Karte stand: Fräulein Eugenie Beiu (alias Prinzessin Astier-Rougepleau), Generalagentur für die Automobilfabrik X..., nimmt sich die Freiheit, sich von Ihnen zu verabschieden ....» bedanken — sondern wonach sein Verlangen steht, ist Geld, richtiges geprägtes Geld, womit er dann, wie jeder freie Mann beim Wärter kauft, was er eben wünscht. Auch unter Tiergartenbesuchern gibt es aber miese Seelen. Einem Elephanten bare Münze geben, denken sie, wäre ebenso töricht und verschwenderisch, als sie in Opferstöcke werfen. Hier wie dort leisten eine wertlose Spielmarke oder ein alter Hosenknopf oder so was ähnliches ebenso guten Dienst. Diese Ueberschlauen kennen Pista sehr schlecht. Pista kennt sich ausgezeichnet aus in solchen Dingen. In einem Bruchteil unterscheidet er Sein von Schein; mit unnachahmlicher Gebärde der Verachtung lässt er die Gabe in den Sand fallen und deckt sie mit den fünfzig Pfunden seines Fusses zu. Wehe aber demjenigen, der es wagt, ihm mehrmals hintereinander « Tineff » zu geben. Wenn es Pista zu dumm wird, saugt er eine Handvoll, ich meine einen Rüssel voll Erde auf und wirft sie dem lästigen Peiniger mitten ins Gesicht. Pistas beste Zeiten sind aber schon lange vorbei. Pistas Glanzzeit war die Epoche der Inflation nach dem Weltkrieg. Damals gab es keine klingende Münze, damals gab es nur Papiergeld: Hunderttausend-Kronenscheine, Zwanzigtausend-Kronenscheine, Zehntausend-Kronenscheine usw. bis hinunter zu Zwei- und Einkronenscheinen. So ein Ein- oder Zweikronenschein war Geld, Geld mit Kurswert, zweifellos, aber seine Kaufkraft schwand wie Butter an der Sonne, und schliesslich war er nicht mehr wert als heute ein Hosenknopf, ja ein Zehntel- oder Hundertstel- Hosenknopf. Das wusste Pista ebensogut wie jedermann. Er refüsierte damals die Ein- und Zweikronenscheine wie heute die Spielmarken. Noch mehr! Er war über den jeweiligen Kurs der Krone ebenso genau informiert wie der gewiegteste Börsianer. Zuerst verwarf er die Ein-, dann die Zwei-, dann die Dreikronennoten und so weiter, immer grössere Scheine, immer höher setzte er das Minimum, das anzunehmen er noch seiner würdig hielt, je mehr die Devalorisation Fortschritte machte. Setzte hingegen zwischendurch ein Rückschlag ein und stieg die Krone im Kurs, so stellte er auch im entsprechenden Masse seine Ansprüche herunter. Ungarn hat wirtschaftlich seit dem Frieden einen schweren Stand. Aber es braucht nicht in verzweifeln. Wie sollte es auf die Dauer einem Lande schlecht ergehen, in dem schon der Elephant ein Finanzgenie ist. Der Tagesfilm Die teuerste Operation aller Zeiten. In den Vereinigten Staaten ist vor kurzem «ine Operation ausgeführt worden, die man als die kostspieligste bezeichnen kann, die jemals vorgekommen ist. Der junge König von Siam hatte eine Entzündung am linken Auge und beschloss, den geschicktesten Augenarzt, den die Welt aufzuweisen hat, zu Rate zu ziehen. Seine Wahl fiel auf einen amerikanischen Chirurgen. Der König entschloss sich also, die Reise von Bangkok nach New-York zu machen, um sich bei diesem Spezialisten in Behandlung zu begeben. Hier mietete er für zwei Monate ein Haus, das ihn Wz Million kostete. Die Hin- und Rückreise von und nach Bangkok kostete für ihn, die Königin und das -160 Personen starke Gefolge mindestens W2 Million. Hinzu kommt die Rechnung des Arztes, die schwerlich kleiner als W2 Million gewesen sein dürfte, da dieser selbe Arzt für die Operation eines Millionars kürzlich auch eine Million bekommen hat. Wenn man also von den täglichen kleinen Ausgaben ganz absieht, belaufen sich die Gesamtkosten der Operation, bei der man noch die Kosten für Pflegerinnen und Hilfsärzte mit 350,000 Mark hinzurechnen muss, auf insgesamt 4—5 Millionen. Unerwünschter Segen. In der «Basler Nat-Zeitung» wird von folgendem Streich eines Basler Lausekerls berichtet: Vor einer Liegenschaft in der Basler St. Johannvorstadt hält ein Taxi. Die Hausglocke läutet: «Das bestellte Auto ist da». Hausfrau: « Mr hän e kai Auto bstellt.» Langes Gesicht seitens des Chauffeurs. Ein Kopfschütteln. Ein sanfter Fluch. Der Chauffeur steigt wieder in seinen Wagen und fährt leer davon. Während die Hausfrau gedankenvoll die Treppe emporsteigt, schrillt die Glocke von neuem. Ein Blick, schon wieder ein Taxi. Hausfrau: «I han ene jo vorig gsait, i haig e kai Auto bstellt». Chauffeur brummig: «Was gsait, bstellt hän sis». Die Hausfrau bemerkt nun, dass es tatsächlich ein anderes Auto ist als vorhin. Sie will dem Chauffeur plausibel machen, dass sie kein Autq bestellt habe. Bevor sie ihn jedoch aufgeklärt hat, fährt mit Geratter ein drittes Taxi vor, und gleich einer Prozession folgen weitere Wagen. Die gute Hausfrau konnte keinem etwas anderes sagen, als, es handle sich um ein Missverständnis. Doch der Ueberraschungen nicht genug. Nach kurzer Zeit läutete es wieder. Mit Skepsis öffnet die Hausfrau. Ein Lieferungswagen steht vor der Tür: «Mer bringe do dr bstellt Radio». — «Radio? I waiss nyt vomene Radio, nämme si nen numme wieder mit.» Nun kam es weiter Schlag auf Schlag, bald stand ein Konditor mit einem Korb einladender Patisserie vor der Türe, bald waren es die feinsten Wurstwaren, die abgegeben werden wollten, alle mit ein und demselben Losungswort: «bstellt!» Das schönste Blumenarrangement durfte natürlich nicht fehlen. Beobachtende Passanten konnten ein grosses Fest in diesem Hause vermuten. Ein Klavierstimmer bot seine Dienste an, ein Ausläufer brachte den «gewünschten» Staubsauger. Und Ende gut, alles gut, schliesslich meldete sich noch ein Feuerversicherungsagent, um einen Vertrag abzuschliessen. All diese Ueberraschungen Regen im Wald Schwer klatschen Tropfen, der Weg ist glatt, Ich empfinde des Tages Kühle auf meiner Haut; Aus der Waldesstille dringt kein Laut. Ich schreite dem Ausgang zu und der Stadt. Es verrieseln die Schauer und die Sonne bricht Durch das Dunkel. Die Zweige der Bäume Glänzen darin wie Edelsteine, Ihre Strahlen trocknen mein feuchtes Gesicht. Rechts liegt im Dunkel versteckt einSchloss Und ein weiter Park mit bekiesten Wegen... Weiter ab grast ein weisses Ross. Und springt im Kreise, stark und verwegen. Dann grollt tief unter mir eine Schlucht. Und ich verlasse den Wald auf schmalen Stegen. Ko. wären willkommen gewesen, wenn der Schalk (— oder Lausbub?), der sie von irgendwo her den Betroffenen telephonisch zugedacht hatte, auch bezahlt hätte; so aber wurde nur jedesmal die quittierte Rechnung präsentiert. Wirklich ein sehr schlechter Witz, der weniger der Hausfrau, als den Lieferanten geschadet hat. Blinddarmoperation per Radio! Wie aus Malwö mitgeteilt wurde, ist auf einem schwedischen Dampfer vor einigen Wochen eine seltsame Operation gelungen. Ein Schiffsjunge bekam plötzlich heftige Leibschmerzen und der Kapitän versuchte, da kein Arzt an Bord war, per Radio den Arzt eines anderen Dampfers zu erreichen. Nach den Aussagen des Kapitäns über den Zustand des Patienten konnte der ferne Schiffsarzt feststellen, dass es sich zweifellos um eine Blinddarmentzündung handelte. Aber nicht nur das. Er konnte dem Kapitän auch durch Funkanweisung erklären, wie man den gefährlichen Blinddarm operieren könne. Der Kapitän, der keinerlei chirurgische Instrumente zur Verfügung hatte, war geistesgegenwärtig genug, den Schnitt mit dem Taschenmesser zu wagen. Und zwar mit glücklichem'Erfolg! Uebrigens ist ein ähnlicher Fall kürzlich dem deutschen Arzt Dr. Kurt Stewe auf einer Reise nach Südamerika passiert. Er behandelte einige Tage lang per Radio einen Patienten, der sich auf einem anderen Schiff befand. In diesem Fall haben aber die beiden Schiffe, da es dem Patienten immer schlimmer ging, schliesslich ein Zusammentreffen auf dem Ozean verabredet. Dr. Stewe wurde dann per Boot auf das andere Schiff hinübergesetzt und konnte eine erfolgreiche Operation durchführen. Kampf dem Lärm! Im Kampf der französischen Städte gegen die überflüssigen Geräusche hat Herriot als Bürgermeister von Lyon eine neue scharfe Verordnung für seine Stadt herausgegeben, die die Ruhe besonders auf den Strassen sichern soll. Das Hupen der Automobile wird wie in Paris, nachts verboten. Die Dampfpfeifen, Sirenen und die Jahrmarktslärminstrumente — lauter virtuos gehandhabte Spezialitäten in Frankreich — müssen sich grössere Zurückhaltung auferlegen. Industriemotoren sollen nach Möglichkeit geräuschlos laufen. ficfyeaing&mg allein Öic Prämienlose/ flenn \it ßesefdjnet In flet te&enöüetjtdjenmg mit ile&erftffujjöeteiffgung lefltgKd) flfc oUtt «Beenge öeflett; irren* flfe Octfic^ccten 311 öejatylen öccpflirfjfct fmö. 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N»78 — 1931 AUTOMOBIL-REVUE HD HO» ÜDEEEJQ ffCaXTIE Die Dame am Die Dame und das Auto — gäbe es ein aktuelleres, ein interessanteres Thema für die heutige Welt, in der die schöne Frau an der Seite der Vertreter des stärkeren Geschlechtes ihr wachsendes Selbstbewusstsein, ihre immer natürlicher werdende Selbständigkeit tapfer zeigt und — zeigen will? Frau und Auto: Wann ist das gewesen, dass diese beiden Begriffe- so himmelweit voneinander getrennt waren, wie etwa die Kluft breit ist, die zwischen Krinoline und Damensmoking aufgähnt? Ist es nicht erfreulich für uns, Zeugen der fröhlichen Entwicklung gewesen zu sein, die in diesen letzten Jahren technischer Wunder sich vollzogen und in ihren Auswirkungen auch die Frauenwelt so gründlich revolutioniert hat? Ein Sauertopf nur, ein Philister und bösartig das Tempo dieser Gegenwart Leugnender und Verachtender •wird der Dame am Volant feind sein, wird, einer rückständigen Entrüstung hingegeben, Genfer Kunstausstellung: Ein geschmackvolles Interieur. (Photo: Boissomnas, Genf.) Von Geo Bayer. EPyflR Volant... von den hehren Aufgaben der Frau in dem Augenblick zu dozieren nicht unterlassen, da ein Blondkopf mit Lederhaube, aus dem ringelndes Gold ein süsses, entzückendes, frischwangiges Gesicht umrahmt, in einem 50 PS-Wagen an der Ehrsamkeit barchentbehoster Lebensgefährtinnen von anno Strickstrumpf vorüberbraust und in einer Wolke von Staub und Benzinduft sie hüllt, die gleichermassen empört (heimlicherweise vielleicht ein bisschen neidvoll darüber, dass es solches zu ihrer Zeit nicht gegeben) feststellen, wie wenig die guten alten Sitten der jetzigen (sündhaften) Welt bedeuten! (Ach! Der Setzer.) Lassen Sie mich, bitte, Atem schöpfen, denn um ein Haar hätte ich mich wahrscheinlich ereifert, aus einem ehrlichen Groll heraus, dass es in unserer Mitte immer noch Menschen gibt, die der Frau Rechte nur deshalb absprechen wollen, weil sie meinen, es müsse Dinge geben, die zwischen Mann und Weib sine unübersteigliche Wand aufrichten. Sie haben vergessen, die Braven, dass in der Zeit betrüblichsten Männermangels (bittere fünf Jahre haben von Grund aus erschüttert, was vordem unverrückbar verwurzelt erschienen war) die Frauen es gewesen sind, die mit dem lächerlichen Vorurteil aufgeräumt haben, dass sie untauglich seien zu vielem, das Hirn und Faust des Mannes verlangt! Gott behüte mich, dass ich aus dem Zwang der unseligen Verhältnisse jener traurigen Zeit eine Berechtigung für die Frau gerade zum 'Autolenken ableite (Zeter und Mordio schreien sie, die wackeren Waldund Wiesengänger, denen jedes Auto — und gar erst eines, das eine schmale Damenhand regiert — ein Greuel ist und ein verdammenswertes Instrument, die Jugend heimlicher Wünsche voll zu machen...), aber es sei mir gestattet, der Meinung zu sein, dass der modernen Frau, die sich in so vieler Hinsicht als des Mannes ebenbürtig (oder überlegen) erwiesen, genau so wie dem stärkeren Herrn der Schöpfung das Recht zusteht, darüber zu entscheiden, auf welche Weise sie Hundert- oder Tausendkilometerstrecken hin- Bilder von der nationalen Ausstellung für freie und angewandte Kunst in Genf Blick durch die Haupteintrittshalle. Die Statuen schuf Otto Kappeier. An den "Wänden hängen Bilder von Giacometti. Im Hintergrund einer der geräumigen Bildhauer-Säle. (Photo Boissonnas. Genf.) Das Aret-Sprechzimmer, entworfen von A. Henri Moser, Innenarchitekt, in Genf. (Photo Boissonnas. Genf.) ter sich bringen will, ob auf der Eisenbahn, im Automobil oder im Flugzeug. Ich bitte um Vergebung, denn ich bemerke, dass ich mich bedenklich dem leidenschaftlichen Predigerton genähert habe, dem Sie im Leitartikel Ihres Leiborgans zu begegnen pflegen. Dies liegt um so weniger in meiner Absicht, als ich es für eine nicht zu überbietende Geschmacklosigkeit halte, wenn jemand es unternimmt, selbstverständlichen Dingen eine Begründung zu geben, die eben deswegen, weil sie natürlich sind, dies keineswegs erfordern. Die Dame am Volant! Erhält nicht erst durch das lebhafte Interesse der Vertreterinnen des schönen Geschlechtes der Autosport einen seltsamen und eigenartigen Reiz? Empfindet vielleicht nicht die Frau das gleiche beseligende Glück, das in uns, aufrauscht, da wir, dem dunklen Lied des Motors wie einer wunderbaren Melodie lauschend, in eine blühende Landschaft hineinfahren, an still vor unserem Blick sich breitenden Seen entlang, auf gewundenen Gebirgsstrassen emporsteigen in die Herrlichkeit eines Panoramas von hinreissender Schönheit? Längst hat die elegante Frau bewiesen, dass sie am Volant nicht weniger geistesgegenwärtig ist als ihr männlicher Partner, denn längst ist sie auch in den Konkurrenzen der internationalen Rennarrangements anzutreffen, in denen sie mit einer bewunderungswerten leidenschaftlichen Hingabe — wenn man so sagen darf — «ihren Mann stellt». Nein, schmäht sie mir nicht, die Frauen, die mit kleinen Händen die fünfzig Pferde der \ ilk Jiiir Die Zutahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. wagners CH Tourlng. Führer fOr Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. 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