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E_1931_Zeitung_Nr.078

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22 AUTOMOBIL-REVUE

22 AUTOMOBIL-REVUE 1931 - N° 78 London, im Spätsommer. Welche Gewalt in England alte und überlebte Ideen auszuüben vermögen, wenn sie nur eine allgemein akzeptierte Tradition und zugleich eines jener Postulate ausdrücken, die, wie auch sonst manche Postulate englischer Politik und Staatskunst, ohne wesentlichen Tatsachengehalt dennoch Vorstellung von Bedeutsamkeit erwecken und somit Kraft erlangen, zeigt die Londoner Season. Die Gewalt liegt viel mehr in ihrer Idee als in ihrer Wirklichkeit. Und diese geschickte Idee gibt vor, auch heute noch sinnvolles Aktionsfeld der akzeptierten Führerkaste darzustellen: und so beugen sich vor ihr Millionen, obwohl sie selbst die Wirklichkeit dieser Idee selbst niemals erleben oder nur in negativem Sinne, indem sie sich ihr unterordnen. Die Season, die dem Kreis von einigen tausend Menschen problematische Freudemöglichkeiten bietet, bedeutet für die Allgemeinheit in den meisten Fällen Zwang. Allerdings werden sich immer mehr Menschen dessen bewusst und beginnen sowohl die Suggestionskraft dieser Einrichtung als auch ihre unmittelbaren Wirkungen zu ignorieren. Die auch in England unaufhaltsame Demokratisierung der Gesellschaft lässt den Wert einer Wa Tourismus Die Londoner Season Gasthaus z. Lauf Schönster A n s fl u g s o r t des Zürcher Oberlandes. — Banern • Spezialitäten. Vorzflgl. Küche. Reelle Weine. Neu renoviert, Telephon 722. H. EffiOLZER. Tlialwil Restaurant zur alten Post s Spezialitäten: Forellen, Clevner Erlengut. Kleine sep. Säle. Herrlicher, schattiger Garten. Tel. 54. Farn. ZWÄLD. PFAFRKON (Zürich) GASTHOF zum HECHT Altbekannter Landgasthof. Bekannt vorz. Küohe und Keller. Herrlicher, schattiger Garten. Eigene Fisoherei. Motorboote. Zivile Preise. Garage. TeL 68. LUGANO DE LA PAIX Idealer Herbst-Aufenthalt. — Pension von Fr. 13— an. P. BOLLIGER. Von Rom Landau. vergangenheitsstarren Institution immer problematischer erscheinen. Allerdings ist die Idee der Season einstweilen noch immer so stark, dass es ihr zum Beispiel gelingt, für Millionen von Menschen die natürliche Ordnung der Jahreszeiten durch eine künstliche zu ersetzen. Aus vielerlei Gründen macht es die Season und ihr Bann den meisten Londonern unmöglich, ihren Sommer vor August, heisst vor Seasonschluss, zu geniessen. Selbst wenn der Sommer recht heiss und der Aufenthalt in der russigen Stadt unerträglich wird, hat der grösste Teil des Bürgertums in der Stadt zu bleiben, bis die Seasonglocken ausgeläutet haben. Aber immer mehr Menschen versuchen, sich vom Bann der Season zu befreien und den natürlichen Wünschen, die der Sommer erweckt, nachzugehen. Selbst die Society — oder jene begrenzte Schicht von Menschen, der zuliebe die Season besteht — versucht immer wieder den Klammern der Season zu entfliehen. Was bedeutet die Begeisterung, mit der die Regatten in Henley, das Tennisturnier in Wimbledon, mit der die meisten Sportereignisse der Season begrüsst werden, anders als die Freude, dem ermüdenden Griff der Stadt, der Abendparty, den Zeremoniells zu entfliehen und unter freiem Himmel sich einen wirklichen Landsommer vorzugaukeln? Ist die Season zu Ende, entflieht Society der Stadt, mit Wonne sich auf den Gütern Schottlands, in den Bädern des Auslandes oder in verschwiegenen Winkeln ferner Landstriche Englands von den Mühen der Season zu erholen. Auch der Durchschnittsbürger vermag sich in die Sommerferien nicht viel früher zu begeben, als da der Kontinentalbürger von seinen Ferien bereits zurückkehrt: im August. Am meisten trifft das auf jene grosse Masse zu, die alle Gesetze und starren Traditionen als selbstverständlich hinnimmt, ihren gesamten Lebensstil im Zusammenhang mit diesen Regeln aufbaut und dadurch auch beruflich von ihnen abhängig wird. Diese grosse Masse des niederen Bürgertums und Mittelstandes, eine Masse ohne ausgeprägte Individualität und mit der Gabe, die Freuden der Season aus den Berichten der Sensationszeitungen mitzuerleben, begibt sich an die See. Diese Menschen, die in der Masse arbeiten, an Massen gewöhnt sind, ohne die Masse kaum auskommen können und den Instinkt des Herdenmenschen erlangen, lechzen selbst während des Urlaubs nach einem Aufenthalt, der von neuem Masse, Herde, «Crowd» bedeutet. Nicht kleine Orte der Küste werden aufgesucht (die in den meisten Fällen allerdings auch keine notwendigen Einrichtungen besitzen), sondern die lauten, grossen Orte der südöstlichen Küste, die in kürzester Zeit von London erreicht werden können und dem Erholungs- und Vergnügungsdrang der* sie VierwaBdstälf er - See und Umgebung Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. 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In allen diesen Orten ist der Strand gleichermassen ein einziger kribbelnder, vollgepferchter Ameisenhaufen: die Masse beherrscht den Ort, wie ein solcher an vielen Stellen des Festlandes von Natur, von Strand, von der Pracht des Meeres oder nur von der Weite des Seehimmels beherrscht wird. Hier Wo nicht erh<lioh, zu beziehen beii Roll A C Pocol St. Gallen vom S.B.B.- Bahnhof in 0 Min. mit Linie 5 direkt ins 773m.ü.M. Tal. 10 Das gut geführte Restaurant. Pension u. Weekend- Arrangement. Neuer Bes.: J. D0LDER aus Luzem St. Gallen HOTEL HECHT Eröffnet Mai 1930. Erstes Haus am Platz«. Gediegenes Cafe 1 - Restaurant. Offene Terrasse. Garage. Tel. 12.02. H. Bossi, Dir. PO M A NT I, du natürlich», konzentr., alkoholfrei« Familien - Qetrlnk < Liter Ko»t«t Fr. 2.BO and Kann 7mal verdünnt werden. Versand in Kannen von 5 Litern an. Machen Sie einen Veraach, 81« werden angenehm Qberrateht sein. Pomaoti-Keltrii, Rirdibiro (Kt. 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Di. abends 22.Sept. Volksvorstellung. Mi. abends 23.Sept. Joseph und seine Brüder. Oper von Mehul. Do. abends 24.Sept. DieTraviata. Oper von Verdi. Fr. abends 25. Sept. Das Spitzentuch der Königin. Operette von Joh. Strauss. abends 2 6. Sept. nachm. 27. Sept. abends 27. Sept. Stadttheater Die Boheme. Oper v. Puccini. Die Traviata. Das Spitzentuch der Königin. Schauspielhaus Di. abends 22.Sept. Der Hauptmann von Köpenick. Komödie von Zuckmayer. Intimitäten. Kom. v. N. Coward. Der Revisor. Komödie v. Gogol. Mi. abends 23. Sept. Do. abends 24. Sept. Fr. abends 25. Sept. Intimitäten. Sa. abends 26. Sept. Der Revisor. So. nachm. 27. Sept. So. abends 27. Sept. Intimitäten. Variete Corso Der Hauptmann von Köpenick. Täglich abends 8H Uhr. 7 Virtuosen 6 Wilkes 7 Komiker 6 Artisten 7 Weintraubs 6 Künstler und das übrige grosse Programm. Clnema Apollo Die Bräutigams- WItwt.

?« _ 1Q31 AUTOMOBIL-REVUE prädominiert die Masse, hier freut sich die Masse an der Masse. Das naive Gemüt der meisten Besucher begnügt sich mit billigen Zerstreuungen kleiner, primitiver Spielchenkasinos, kindischer Pennyautomaten, in denen allerhand Bilder, graphische Witze und ähnliche Scherze gezeigt werden. Die Unbekümmertheit und Gutlaunigkeit dieser Menschen lässt auch stillschweigend alles Uebel über sich ergehen, das mit dem Aufenthalt in einem dieser Badeorte verbunden ist: die Hotels sind nicht billig, und was Zimmer, Essen, Bedienung anbelangt, langweilig oder gar ausgesprochen schlecht; die Attraktionen sind minimal. Selbst jene Freiheiten, die der Kontinentalmensch mit einem sommerlichen Seeaufenthalt als unausbleiblich betrachtet: Baden in Badehose, ein Sonnenbad im Sande ohne andere Kleidungsstücke als Badehose oder -anzug, ein Gang aus dem Hotel ins Bad in Pyjama und Bademantel: all dies besteht hier nicht. Ein überlebter puritanischer Geist legt dem Erholungsbedürfnis Fesseln auf, die dem Fremden in diesem Lande wahrer demokratischer Freiheit als unmöglich erscheinen. Selbst in den »smarten» Badeorten der Westküste wie Torquay herrscht der gleiche Geist: hier wie da ist es vor allem der Herdenmensch, der sein erforderliches Minimum an Freude und Erholung nur dank der Heiterkeit einer gesunden Rasse zu erlangen vermag. (Schluss folgt.) Saison-Notizen Herbststrelferelen. Touren im Frühherbst gehören mit zum Schönsten, was uns daa Automobil beschert. Herrlich ist es dann vor allem, mit dem Wasren durch unser Mittelland zu streifen. Schon am frühen Morgen nwiss man starten, wenn der Nebel noch über den Feldern dampft. Im Wald flackern da und dort die ersten Flammen herbstlich «refärbten Laubes amf und die ersten dürren Blätter xascheln im Strassenrand. Vielleicht steht irgendwo auf einer besonnten Höhe ein einsamer alter Nussbaum und wir halten an, denn selbstgefundene Nüsse (gefunden, nicht heruntergeschlagen) schmücken besser als gekaufte. Im frohen Genuss blicken wir auf daa unter una liegende Land, auf Stoppelfelder, auf Hofstatten, wo die fruchtschweren Aeste der Apfel- und Birnbäume durch Holzstützen entlastet werden. Sind wir genug herumgestreift, dann suchen wir un« irgendwo ein schönes Plätzchen, einen Ort mitten im fruchtbaren Land. Vielleicht •wählen -wir Brestenberg am Ufer des Hallwylersees, vielleicht Brugg an der majestätisch ziehenden Aare. Andere werden in Willisau Halt machen oder in dem unweit davon in der Höhe gelegenen Menzberg und manchen wird Villmergen locken oder Münster, das nun Radiozentrum geworden ist (schade, dass der «chtme Name Beromünster so wenig gebraucht •wird, aber Radio- Münster genügt wohl auch). Wenn wir dann durch den hereindunkelnden Herbslabend auf glatter Asphaltstrasse heimwärtsziehen, werden wir einen unbeschwert schönen Tag mehr in der Erinnerung zählen. eh. Fünf Städte. Fünf Städte stehen zur Auswahl und «s scheint wirklich schwer, hier die richtige Wahl zu treffen. Da ist zuerst Zürich, das am stärksten daa Tempo der Grossstadt angenommen hat. Geschäftiges, pulisiexendes Hin- und Her in den Hauptverkehrsadern, riesige Bankpaläste und Geschäftshäuser charakterisieren die Stadt ror allem al* Handels- und Bankzentrum. Basel. Mir fällt vor allem die stark ausgeprägte Ueberlieferung auf. die allem den Stempel aufdrückt. Tradition scheint hier viel stärker wirksam zu sein, al« etwa in Zürich. Das breite, aber zielsichere Fliessen des Rheins überträgt sich auch auf den Fluss des Lebens. L u z e T n . Hier macht sich der Charakter des Fremdenortes vor allem bemerktbar. Wenn es auch Stadtteile gibt, die in einer irgend beliebigen Stadt stehen könnten, so ist das Gesamtbild doch einzigartig und so typisch wie kaum ein anderes. St. Gallen ist wieder Industriestadt; durch ihre eigenartige Lage jedoch ist sie ganz einmalig. Besonders fällt hier der Unterschied zwischen Geschäftsviertel und Altstadt auf: Hier breite Boulevards, dort enge, winklige aber heimelige Gässchen. Bern. Der Besucher tut am besten, sich geradewegs unter die Lauben zu begeben. Das wird schon genügen, ihm das ganze Geheimnis Berns zu erklären. Der gemütliche Schub durch die Arkaden wird ihm auch die Erkenntnis über die Langsamkeitsmären aufdämmern lassen; Man nimmt es hier gemütlich und ist daneben gar nicht so langsam, Wenns drauf ankommt. Wenn wir es nun überlegen, sehen wir. dass jede der fünf Städte ihre Vorzüge und Eigenarten hat und das Beste wird wohl sein, wir besuchen sie alle der Reihe nach. - s *~ Appenzellerland. Eine Fahrt ins schöne Appenzellerland lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Besonders anziehend sind immer wieder das schmucke A p - p e n z e 11, sowie Heiden, das saubere Gebirgsdorf, und H e r i s a u , der Hauptort Ausser-Rhodens. Zug. Das freundliche Seestädtchen mit seinen prächtigen Alleen, seiner schönen Lage und der reizenden Umgebung ist von überall her gut zu erreichen und als Ziel eines Sonntagsausfluges besonders geeignet. Lotterie. Eine interessante Art gibt es, sein Sonntags-Ausflugsziel zu wählen. Man schreibt alle in Betracht kommenden Namen auf gleich grosse Zettel, faltet sie zusammen, legt sie in einen Hut und schüttelt sie durcheinander. Dann zieht man einen Zettel heraus, und das Ziel für den nächsten Sonntag ist gefunden. Wir wollen das Spiel auch einmal versuchen mit den unzähligen Vorschlägen, die wir bereit hätten, und vier Namen davon herausziehen. 1. Ziehung: Göschenen an der Nordrampe des Gotthard, ist wirklich sehr zu empfehlen. Nummer 2 ist Rheinfei den (wir scheinen Glück zu haben). Und nun kommt Hausen am Albis, was •wir uns auch gefallen lassen. Ein letztes Mal: Diesmal ist es das Gurnigelbad. Für die nächsten vier Sonntage wären wir also mit Vorschlägen versorgt. E. Laufenburg. —n. c Was lange währt, wird endlich gutl » Dies gilt entschieden für das soeben dem Verkehr wieder übergebene Teilstück der Rheintalstrasse Stein-Laufenburg. Jahrzehntelange Bestrebungen haben schliesslich zum Ziele geführt. Eine prächtige Fahrbahn ist nunmehr dem grossen Automobilstrassennetz der Schweiz angeschlossen. Die Strecke kann nun den Wettbewerb mit den badischen Verkehrslinien, die so lange als Ersatz dienen mussten, ruhig aufnehmen. Nach lange nicht alle, die von der West- der Ostschweiz zustreben und umgekehrt, kennen diesen, idyllischen Fleck Erde: Stein-Säckingen mit dem Fridolinsmünster und den Scheffel-Erinnerungen, das weltabgeschiedene Fischerdorf Sisseln, den tannendunkeln Hardwald mit seinen malerischen EinsamkRitsausschnitten und endlich das burggekrönte, altertümliche Felsennest Laufenburg mit seinen Mauern, Türmen, einigen noch ganz mittelalterlich anmutenden Stadtpartien, mit heimatschützlerisch durchgeführten Renovationen und Neubauten, Kraftwerk. Stadthaus, Brücke, Schulhaus, Kirche. Wer immer hier war, war entzückt von der unver- Humor Sie: «Jeden Abend, bevor ich schlafen gehe, schreibe ich meine Gedanken in ein Tagebuch nieder, das ich seit einem Jahr führe.» Er: «Ja, dann, dürfte eine Seite ja bald vollgeschrieben sein.» gleichlioh schönen Lage Laufenburgs. Nun aber gehört das Achselzucken über die bedenkliche Strasse der Vergangenheit an. Endlich ist die Bahn wenigstens bis nach Laufenburg frei, und die Verkehrsvereine des Rheintals werden alles daran setzen, dass die Fortsetzung über die Aare nach Koblenz und der Ostschweiz in absehbarer Zeit nachfolgt. Touren-Sprechsaal Touren -Antworten T. A. 750, Luzern-Contrexeville. Sie schlagen folgende Route ein: Luzern - Sursee - Ölten - Liestal - Basel - Altkirch - Beifort - Lure - Luxueil - St. Loup - Bains - Darney - Gontrexeville. Die 290 km lange Strecke ist gut in einem Tag zurückzulegen, besonders da die Strassen, von einer kurzen Strecke bei Darney abgesehen, durchwegs sehr gut eind. M. G. in B. T. A. 751, Mayrhofen. Dieser Ort, hauptsächlich als Sommerfrische viel besucht, liegt im Zillertal und wird im Auto am besten über Innsbruck-Jenbach am Inn erreicht. Mayrhofen ist übrigens auch Endstation der Zillertalbahn. Es ist Ausgangspunkt für Touren in den Zillertaleralpen. In den letzten Jahren nimmt auch der Wintersport in M. zu. Die meisten Hotels sind ganzjährig geöffnet. ••—f-- ' V.E.inK. Touren -Fragen T. F. 752, Hamburg. Ich unternehme nächsten Monat eine Fahrt nach Berlin und Hamburg und zurück über Köln. Die Route habe ich schon zusammengestellt. Wie lange Zeit soll ich nun für Hamburg reservieren (in Berlin habe ich Bekannte und bleibe 5 Tage), und was wäre besonders zu besichtigen? Genügen 3—£ Tage, um das Wichtigste in Ruhe zu besehen? G. L. in H. T. F. 753, Basel-Karlsruhe. Wie ist der Zustand der Strecke Basel-Freiburg-Offenburg-Karlsruhe? M. M. in Z. Einbildiing. Sie: «Fahre unter keinen Umständen mit dem Wagen beim Lieferanten vor. Wenn der sieht, dass du ein Auto besitzest, dann schlägt er gleich fünfzig Prozent auf U «Bist du auch sicher, dass wir nichts liegen gelassen haben?' Ausstellungen Nationale Aussteilung für freie und angewandte Kunst in Genf. Der Automobilist darf als der moderne Mensch par excellence definiert werden, d. h. als Mensch seiner Zeit, der den heutigen Tendenzen gemäss lebt. Er ist dank seiner gesellschaftlichen Situation besonders geeignet, sich dem Geist der modernen Zeit und deren Formen anzupassen. Die freien Künste und vielleicht noch mehr die angewandte Kunst entsprechen der Tendenz und der Mode unserer Zeit. Wenn jemand einen hochmodernen Wagen besitzt, so kann er logischerweise, so hervorragend auch die Schönheit des alten Stiles sein mag, in bezug auf Möbel und Inneneinrichtung nicht in einem altmodischen Milieu leben. In der Ausstellung für freie und angewandte Kunst in Genf wird er ohne Zweifel alles finden, was von den Künstlern und Kunstgewerblern auf dem Gebiete der angewandten Kunst geschaffen wurde: Töpferei, Glasbläserei, Weberei, Stoffdruck, Spitzen und Stickerei, Buchbinderei und Illustration, Graphik für Handel und Industrie, Uhrenmacherei, Bijouterie, Gold- und Email-Arboit. Diese Ausstellung hat überdies den Vorteil, nur wirkliche Qualitäts-Gegenstände zur Schau zu bringen. Sie unterscheidet sich daher von den Bazaren, Messen usw., wo öfters Gutes und Schlechtes nebeneinander ausgestellt wird. Die Tendenz unserer Epoche erscheint klar und deutlich: wenn man auch nicht von einem zeitgemässen Stile sprechen will, so ist man gezwungen, zu erkennen, dass die verschiedenen Gegenstände, die praktisch verwendbaren wie die Luxusgesenstände, sich den klaren, reinen und nüchternen Prinzipien anpassen. Es darf ruhig behauptet werden, dass diese kombinierte Ausstellung charakteristisch ist; es ist das erste Mal, dass sich die freie und die angewandte Kunst zusammen unter einem Dache finden. Diese Zweiteilung stempelt die Nationale Ausstellung für freie und angewandte Kunst zu einer künstlerischen Kundgebung, wert, von all denjenigen besucht zu werden, die zeitgemäss leben wollen. (Mitget.). 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