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E_1931_Zeitung_Nr.078

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W§r"£ m •*W«T^»in*tf*4l4g#w^-^• Weise konnte aus verschiedenen vorher «BB^«raKfflKMI»Sffls stillgelegten Feldern eine zweite Ernte geiar JI r- J"I- J • • L. halten werden. Weiterhin ging man daran, Was die Erdölindustrie erreichte die Bohrverfahren zu verbessern und auch Unter diesem Titel berichtet Dr. Ing. die Bohrlöcher zu vertiefen. Während eine Carl Commentz über neuere Methoden in der Bohrtiefe von 900 Metern früher als unge- Erdölindustrie. wohnlich angesehen wurde, werden heute Die Erdölindustrie hat einen Umfang und ohne allzu grosse Kosten und in verhältniseine Bedeutung gewonnen, die ihr vor dem massig kurzer Zeit Tiefen von 2500 Metern Kriege kaum jemand vorausgesagt hätte, erreicht. Dies wurde zum Teil dadurch er- Die Gewinnung von Erdöl hat sich in 10 möglicht, dass es heute gelingt, den Bohr- Jahren auf das 2,3-fache vergrössert, wäh- kern restlos zu entfernen, was schon zur rend die Ausbeute an Benzin und andern Beurteilung der Fündigkeit von grosser Bewertvollern Oelbestandteilen noch stärker deutung ist. Ausserdem werden jetzt unbezugenommen hat. Die Sorge vor einer Er- dingt gerade und senkrecht liegende Bohrschöpfung der Lager und die starke Preis- löcher angestrebt, da diese für die modernen erhöhung führte zur Erschliessung vieler Neugewinnungsverfahren nach dem Aufhören neuer Bohrlöcher, was dann schliesslich zu des selbsttätigen Fliessens unbedingt erforder starken Ueberproduktion der letzten derlich sind. Das Auffinden von Erdölfeldern Jahre führte. Diese Steigerung der Erdöl- wird durch neue geologische und geophysigewinnung ist natürlich mehr oder weniger kaiische Methoden wesentlich erleichtert.. in Uebereinstimmung mit der Steigerung der Darunter spielt die Anwendung eines Seis- Automobilproduktion, wobei natürlich auch mographen (Erdbebenmesser) eine grosse andere Zweige (Motorboote und Flugzeuge Rolle. Es wird an einer bestimmten Stelle etc.) massgebend beteiligt sind. Die Stei- der Erdoberfläche durch eine Sprengung eine gerung der Erzeugung und der Ausbeute Explosionswelle erzeugt, die durch im Um- J wurde nach verschiedenen Methoden er- kreis aufgestellte Seismographen registriert reicht. So wurden die bekannten Oelfelder wird. Je nach der Beschaffenheit des Unterdurch bessere Förderungsmethoden erfolg- grundes pflanzt sich die Explosionswelle reicher ausgebeutet. Weiterhin wurden durch mit verschiedener Geschwindigkeit fort, woverbesserte Schürfmethoden neue Oelfelder bei auch noch Reflexionen auftreten können, leichter aufgefunden und drittens wurden Weiterhin dient die Horizontaldrehwaage neue Raffinationsverfahren ausgearbeitet, der Bestimmung der Schwereverhältnisse Als bessere Förderungsmethode kam einmal und damit auch der Möglichkeit der Bestimih Frage die Erstellung gasdichter Abschlüsse mung des Vorhandenseins von Erdölfeldern. der Quellen. Man hat auf diese Weise die Ein drittes, dem gleichen Zwecke dienendes durch die entweichenden Benzingase ent- Instrument ist das Magnetometer, das die 1 stehenden Verluste auf etwa die Hälfte magnetischen Eigenschaften der Formationen heruntergedrückt. Aus den Gasen können im zu untersuchenden Gebiet zu bestimmen jetzt bedeutende Beiizinmengen gewonnen gestattet. Durch diese modernen Methoden werden, die früher verloren waren. Weiter- erhält man natürlich nicht den unbedingten hin hat man das auf diese Weise abgefangene Beweis für das Vorhandensein von Oelfeidern, Gas zur besseren Förderung des Oeles be- aber es ergibt sich doch eine ziemlich grosse nutzbar gemacht, indem es vielfach in die Wahrscheinlichkeit, sobald die auf diese kein Oel mehr liefernden Bohrlöcher gepumpt Weise erhaltenen Ergebnisse mit den geowird. Auf diese Weise wird das Oel durch logischen kombiniert werden. Dementspredie. Gasblasen spezifisch leichter und es chend wird heute nicht mehr wie früher genügt daher schon ein relativ kleinerer ziemlich wahllos gebohrt, sondern nur dort, natürlicher Druck, um die Oele wieder empor- wo sich aus den betrachteten Gesetzmässigzutreiben. Weiterhin kann man auch durch keiten eine gewisse Wahrscheinlichkeit erdie Bohrlöcher grosse Mengen von Druckgas gibt. Der Ausarbeitung der modernen Raffieinführen, wodurch der innere Druck des nierverfahren kommt, eine noch grössere Lagers steigt und nach dem Einpumpen das Wichtigkeit zu als den beiden andern Fak- Oel aus dem vorher erschöpften Lager wieder toren. Ohne diese Verbesserungen, die es zu fliessen beginnt. Es wird also das dem erlaubten, den aus dem Rohöl gewonnenen Bohrloch entströmende natürliche Gas zuerst Anteil an Benzin und andern Leichtölen vom Benzin befreit und nachher im Kreislauf prozentual zu erhöhen, hätte auch eine noch wieder dem Bohrloch zugeführt. Auf diese" grössere Bohrtätigkeit zu einem M^ngfel AUTOMOBIL-REVUE 1931 - N° 78 geführt. Es gelang, den Benzinanteil aus dem Rohöl von 21,4 auf 39%, also fast auf das Doppelte zu steigern. Dies gelingt einerseits dadurch, dass die Destillation des Rohöles nicht mehr in Einzelblasen durchgeführt wird, sondern in Blasenkolonnen, also im kontinuierlichen Betrieb. Dies geschieht in der Weise, dass eine Anzahl Blasen miteinander verbunden sind. Das Oel wird in der ersten durch heisse Abgase vorgewärmt, gelangt dann in die nächste, die eine etwas höhere Temperatur hat, usw. In jeder Blase verdampft der Teil des Oeles, dessen Siedepunkt unterhalb der Temperatur der Blase liegt. Dieser Betrieb ist wirtschaftlicher als der in Einzelblasen durchgeführte, da er die ständige Ausnutzung der Anlage erlaubt und sich an keiner Stelle Oelkoks abscheidet, sondern die Heizölrückstände in verwendbarer Form zurückgelassen werden. Aehnlich wie die Destillation wird auch die chemische Reinigung des Oeles in kontinuierlichem Betrieb durchgeführt, und zwar in geschlossenen, druckfesten Gefässen unter Ueberdruck. Die eigentliche Mehrausbeute an Benzin ist aber zur Hauptsache auf die Verbesserung und umfassendere Anwendung der sogenannten Krackprozesse zurückzuführen. Diese beruhen darauf, dass sich die höheren (schweren) Kohlenwasserstoffe, aus denen das Erdöl zum grossen Teil besteht, durch Erhitzen auf bestimmte Temperaturen meist unter Druck zersetzen und hierbei leichtere Oele liefern. Im allgemeinen sucht man beim Kracken Kohlenwasserstoffe zu erhalten, deren Anfangssiedepunkt nicht über 60 Grad liegt. Während man noch vor etwa 10 Jahren durchschnittlich mit Drücken von 6 Atmosphären arbeitete, wobei Gasöl zu etwa 30% in Benzin übergeführt werden konnte, verlaufen die neuen Aufschliessungsverfahren bei Drücken von 25—70 Atmosphären und ergeben aus Gasöl eine Ausbeute von ca. 60% Benzin. Bezüglich der Abscheidung der Schmieröle wird heute verhindert, dass diese während der Destillation einem unfreiwilligen Krackprozess unterworfen werden, indem die Destillation im Vakuum erfolgt und die vergasten Anteile durch Abpumpen möglichst rasch entfernt werden, damit sie sich nicht zersetzen. Daneben konnten wesentliche Ersparnisse erzielt werden durch Verwendung gasdichter Rohrleitungen und Oelbehälter. Weiterhin gelingt es heute, durch Verbesserungen mannigfacher Natur auch solche Oele zu verarbeiten, die früher fast unbrauchbar waren, zum Beispiel solche mit grossen Mengen giftiger Gase oder mit hohem Schwefelgehalt. Neben einer Vermehrung der Ausbeute gestatten die modernen Raffinationsverfahren auch die Herstellung völlig gleichmässiger Produkte. Die Treibmittel müssen in bestimmten Mengen leichtere und schwerere Bestandteile enthalten, um allen Anforderungen zu genügen. Trotzdem die Lösung dieser Aufgabe der Erdölindustrie vollständig gelungen ist, liegt bei der sprunghaften Entwicklung der Automobilindustrie die Gefahr vor, dass trotz Vermehrung der Bohrung der Bedarf an Benzin nicht gedeckt werden kann. Der Grund ist der, dass für die übrigen Destillationsprodukte (neben dem Benzin) kein guter Preis erzielt werden kann, da für diese ein hinreichender Bedarf fehlt. Hierin liegt nun die grosse Bedeutung der Zusammenarbeit der I. G. Farbenindustrie mit der Standard Oil Co. zur Herstellung künstlicher Leichtöle aus den hochsiedenden Petroleumanteilen oder aus Kohle. Eine Anwendung dieser Prozesse wird wahrscheinlich die Möglichkeit geben, den grossen Bedarf an leichten Kohlenwasserstoffen (Treibölen) zu decken, ohne dass die Erzeugung von Petroleum ins Ungemessene zu steigen braucht. Dr. W. B Verlangsamte Automobilisierung in Deutschland. Der Bestand an Motorfahrzeugen betrug am 1. Juli 1,5 Millionen, wovon 792,000 Motorräder, 523,000 Personen, und 161,000 Lastwagren. Verglichen mit dem Vorjahre bedeutet dies eine Zunahme von rund 6 Prozent gegenüber 17 Prozent im Zeitraum 1929/30 und 30 Prozent von 1928 auf 1929. Diese stark verlangsamte Zunahme ist nicht allein auf die schwierige Wirtschaftslage in Deutschland, sondern hauptsächlich auf die übermässige Besteuerung des Motorfahrzeugwesens zurückzuführen. Typisch dafür ist der Umstand, dass die Motorräder mit kleinstem Zylinderinhalt, welche zum Teil keiner Verkehrssteuer unterliegen, weitaus am stärksten, nämlich um 21 Prozent, zugenommen haben, während die Zunähme bei Lastwagen nur 2, bei Personenwagen etwa 4 Prozent ausmachte. B. Touristische Auskünfte. Wenn Sie Auskunft über eine touristische Frage wünschen, fragen Sie bitte möglichst frühzeitig an, da es uns dann eher möglich ist, jede Anfrage eingehend zu beantworten. Bern, Breitenrainstrasse 97, (Bollwerk 39.84) Tovrislikbureaii der «Automobil-Revue*. Sichtbare Oellagerung in den eleganten, vernickelten Fischer«Glasmess« gefässen; bequeme, verlusffreie Einlagerung und rasche Abgabe mittels Pressluft erreichen Sie mit der neuen OeNTankanfage CARBA System PL Wir liefern die Gbsgefässe mit oder ohne Zählwerk und übernehmen die Projektierung von kompletten OeULagerungs* und Abfiiilanlagen für Klein« und Grossgaragen. 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No 78 - 1931 Strassen im Ausland Der Ausbau des Italienischen Strassennetzes Vor noch nicht allzu langer Zeit bildeten die italienischen Strassen für den über die Grenzen seiner engeren Heimat hinaus kommenden Automobilisten ein beliebtes Gesprächsthema, wobei allerdings die Ursache zu diesem Interesse für Italien wenig schmeichelhaft war. Man sprach von den Strassen unseres südlichen Nachbars im Tone des Schreckens, von der Staubplage im Sommer, dem Schmutz und den grossen Wasserpfützen in den Regenmonaten, von den grossen Steinen auf den ungepflegten Strassen Hessen sich wahre Schauermären erzählen. Dass die Ausnahmen die Regel nur bestätigten, sei gebührend vermerkt. Dieser für Italien nicht sehr günstige Zustand seiner Reichsstrassen hat sich in den letzten Jahren nun überraschend geändert. Für Fahrer, die das Land heute bereisen, wirken die Ueberlieferungen beinahe märchenhaft. Dieser Umsturz in den Wegverhältnissen, der Hand in Hand mit anderen Revisionen der öffentlichen Einrichtungen in Italien ging, wurde durch die Gründung der «AziendaAutonomaStatale dellaStrada» (A. A. S. S.) bewirkt, einer selbständigen staatlichen Strassenverwaltung, deren Gründung von einer persönlichen Anregung Mussolinis ausging und die, von Giurati geschaffen, am 1. Juli 1928 ihre Arbeit aufnahm. Die dreijährige Tätigkeit der A.A.S.S. hat für Italien bereits grössten Nutzen ergeben. Zahlreiche italienische Reichsstrassen sind bereits in Ordnung gebracht, mit dauerhaftem Unterbau, Kilometersteinen und Wegweisern versehen, oder, in Erwartung des definitiven Ausbaues, mit einfachem Makadampflaster belegt und nach Möglichkeit vor der Bildung von Unebenheiten und Staub geschützt. Die bereits instand gestellten Strassen in Italien werden vom Automobilisten durchwegs als vorzüglich anerkannt, während die noch repara- AUTOMOBIL-REVUE turbedürftigen Strecken in Hinsicht auf die Grosse der Ausbauarbeiten zunächst in Kauf genommen werden müssen. Dass der eingeschlagene Weg jedoch richtig ist, beweisen die vielen Anerkennungen, die der A.A.S.S. sowohl im Parlament, auf Kongressen als in Fachblättern zuteil werden. Es mag interessant sein, mit einigen Zahlen die gewaltige Arbeitsleistung vom 1. Juli 1928 bis zum 31. Dezember 1930 zu beleuchten. Die staatliche Strassenverwaltung in Italien hat in diesem Zeitraum für die Herstellungs-, Verbesserungs- und Unterhaltungsarbeiten von Strassen die Summe von rund 2 x /% Milliarden Lire aufgewendet. In dieser Zeit systematisierte sie ganz oder teilweise 427 Kilometer Strassen, ferner wurden 4015 Kilometer Strassen an der Oberfläche in Ordnung gebracht. Wenn man noch hinzurechnet, was in der Zwischenzeit die Provinzen von Mailand und Bologna aus eigener Initiative geleistet haben, so ergibt sich die schöne Gesamtsumme von nicht weniger als 5015 Kilometern ausgebauten Strassen. Einer Reparatur unterzogen waren Ende des letzten Jahres weitere 2051 Kilometer, sodass sich bei dem bereits fortgeschrittenen Stand dieser Arbeiten erwarten lässt, dass mit dem kommenden 31. Dezember rund 7000 Kilometer Strassen, damit mehr als ein Drittel des gesamten italienischen Strassennetzes, in Ordnung gebracht sein werden. Seit dem 1. Januar 1931 sind weitere 600 Kilometer zum Ausbau vergeben worden. In den ersten drei Jahren des Bestehens der staatlichen italienischen Strassenverwaltung sollten nach aufgestellten Plänen 4500 Kilometer Strassen in Italien modernisiert werden. Das Pensum ist jedoch von der Verwaltung bedeutend überschritten worden, indem sie schon ungefähr 7700 Kilometer Strassen ausgebaut oder für Reparaturen in nächste Aussicht genommen hat. Kürzlich beschloss der Verwaltungsrat der A.A.S.S. weiter, um den Betrag von 230 Mill. Lire weitere 1400 Kilometer in Angriff zu nehmen. Der Ausbau sollte noch im Herbst dieses Jahres begonnen werden. Die Arbeiten der ersten drei Jahre betrafen natürlich in erster Linie die wichtigsten Strassen, die die bedeutenderen Städte Italiens verbinden. Dies sind vor allem die Strassen, die von folgenden Städten aus ihren Ausgang nehmen: Rom, Turin, Mailand, Venedig, Genua, Bologna, Florenz, Neapel, Bari und Palermo; weiter wurden die verkehrsreichen Grenzstrassen gegen Frankreich, die Schweiz und Oesterreich in Angriff genommen, ferner wurden ausgebaut die Via Aurelia von Ventimiglia nach Rom, verschiedene längs der Meeresküste laufende Strecken in Campanien, m Calabrien, in Apulien, in den Abruzzen, den Marken und der Romagna (Via Adriatica), von wo aus über Emilien eine Verbindung mit Mailand hergestellt wurde, die Via Padana Superiore von Turin nach Triest, einige Strecken der Via Padana Inferiore, die Via Flaminia von Rom bis Fano, die über den Apennin führende Strasse zwischen Foggia und Neapel, in Sizilien über 1200 Kilometer und in Sardinien die hauptsächlichsten Verkehrsstrassen, ganz abgesehen von zahlreichen Nebenstrassen im ganzen Land. Das mit dem vergangenen 1. Juli dieses Jahres begonnene vierte Arbeitsjahr sieht folgende Arbeiten vor: Ausbau des von Turin ausgehenden Strassennetzes mit besonderer Berücksichtigung der gegen Frankreich laufenden Grenzstrassen, Fortführung der Via Padana Inferiore von Piemont nach Veneto, wobei über Udine der Predilpass erreicht wird, Verbindung zwischen Triest und Fiume, von Bergamo nach Breno gegen den Tonale, Ausbau der Via Cassia und der Via della Puta, um eine rasche und moderne Verbindung zwischen dem Brenner mit Verona, Bologna, Florenz und Rom zu erreichen, eine Verbindung von Aquila mit Rom, Ausbau der Via Appia Nuova zwischen Rom und Neapel, Verbesserung der Strecke Rimini-Ravenna- Ferrara und grössere Arbeiten im Süden des Landes und in Sizilien. Die Tätigkeit der A.A.S.S. in Italien hat, wie man sieht, bereits grosse Erfolge gezeitigt, die der zielbewussten Verwaltung ein gutes Zeugnis ausstellen. Wenn die Arbeiten in diesem frischen Tempo weitergehen, so wird Rom bald mit allen Landesteilen durch ein modernes Netz von Strassen verbünden sein, deren Vorzüglichkeit in erster Linie dem Automobilismus zum Vorteile gereicht. Er dürfte nicht mehr lange gehen, so sind die italienischen Strassen wegen ihrer Vorzüge ebenso berühmt, wie früher wegen ihres fragwürdigen Zustandes. bo. Puricelli baut Strassen In Polen. Die italienische Strassenbauaktiengesellschaft Puricelli, die in Mailand ihren Sitz hat, erhielt vom polnischen Staat den Auftrag 150 Kilometer Strassen zu bauen. Gleichzeitig erteilt die Banca Comerciale Italiana einen Kredit von 17 Millionen Zloty für 10 Jahre. Dieser Kredit für den polnischen Strassenbau durch Puricelli muss von der polnischen Regierung mit 7% Prozent verzinst werden. eo. Amerikanische Strassenflnanzen. Der sogenannten Bundesstrassenhilfe, der Verwaltungsabteilung, welche die für den Strassenbau der Union zur Verfügung stehenden Mittel betreut, stehen als regulärer jährlicher Beitrag der Bundesregierung 125 Millionen Dollar zur Verfügung. Dazu kamen als Saldo der vorhergehenden Finanzperioden 170 Millionen, sowie eine Reserve für Notfälle von 80 Millionen, so dass zusammen rund 250 Millionen Dollar bereit stehen, als Beitrag der Union an das Strassenwesen der 48 Staaten und zur Deckung der Strassenkosten, welche durch die Zentralverwaltung zu tragen sind. Für besondere Aufgaben stehen noch einige. Spezialfonds zur Verfügung, so für den Bau von Durchgangsstrassen in den grossen Wäldereien und den Strassenunterhalt im riesigen Nationalpark. Der Strassenverwaltung ist ein Studienbureau angegliedert, welches sich mit den technischen und wirtschaftlichen Fragen des Strassenbaues eingehend beschäftigt. Verkehrszählungen und das Studium der Wechselbeziehungen zwischen Strassenbau und Neuansiedlungen erleichtern die Bearbeitung kommender Strassenprogramme. Das nämliche Bureau unternimmt auch eine Analyse über die Wirkung des Strassenbaues und Motorfahrzeugverkehrs auf die Landwirtschaft und deren Absatzmöglichkeiten. Auch soll demnächst ein Bericht über die Verwendung des Motorfahrzeuges in Lastwagenzügen bekanntgegeben werden. Das Erziehungsdepartement seinerseits wurde beauftragt, die Frage der Schülertransporte durch Omnibusse genau zu studieren. Alle diese Untersuchungen und ihre Ergebnisse werden dem Strassenbureau zur Verfügung gestellt, das hieraus wieder wertvolle Fingerzeige für den weiteren Ausbau des gesamten Strassennetzes und die Art der Subventionierung erhält. B. Zwei Automobiltunnels In Antwerpen. Die belgische Regierung beschloss, in Antwerpen unter dem Flusse Escaut zwei Tunnels für den Automobil- und Fussgängerverkehr zu bauen. Der erste Tunnel wird 500 Meter lang sein, einen Durchmesser von 5 Metern aufweisen und 10 tief unter dem Flussbett durchführen. Der andere Tunnel wird 2100 Meter lang sein und einen Durchmesser von 9 Meter aufweisen. Mit den Vorarbeiten für die Bauten wurde bereits begonnen. X. Defneue 1Uter-2oPJ 2- und 4-Sitzer Roadster 4-Sitzer-Limousine, Cabriolets Lieferkastenwagen Verlangen Sie Preisliste VOR Schönster Wagen dieser Preisklasse. — Vertreter gesucht Fr. 4100 BRENNABOR AUTOMOBILE VERKAUF A. G., ZÜRICH Telephon 53.252 Zu kaufen gesucht Gesucht Z-4-Plätzer- offen, 4/6plätrig, 12—15 PS, in gutem Zustand, nur neueres Modell. — In Tausch genommen werden müsste 1 TALBOT, 4 Zyl., 65/100, 4plätzig, mit Allwetter-Karosserie, 4-Radbremsen, komplett und rassiger Bergsteiger, ev. fahrbereit. mit Brücke als Lieferungswagen, 10—14 HP. Nur Offerten unter Chiffre 51539IV an die Automobil-Revue. Bern. wirkliche Occasion und neueres Modell kommt in Frage. 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