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E_1931_Zeitung_Nr.081

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T3"«5«S» S|»»««lm Frage 8083. Motorhaube klappert. Woher kommt «8, wenn eine Motorhaube klappert? Wie kann das Klappern beseitigt werden? H. K. in R. Der kleine Pfeil links zeigt, wodurch der LedeTetreifen, der zur geräuschlosen Auflage der Motorhaube dient, am stärksten abgenützt wird. Antwort: Wenn die Motorhaube klappert, so ist das gewöhnlich darauf zurückzuführen, dass die Federn der Haubenhalter erlahmt sind, so dass die Haube zuviel Spiel auf ihrem Sitz hat In diesem Falle genügt es, die zu schwache Feder durch eine stärkere zu ersetzen, um das unangenehme Ge- Täusch zu beseitigen. Es kommt aber auch nicht selten vor, dass die Motorhaube deshalb klappert, weil ihr Sitz ausgeschlagen ist. Dieser besteht meist, wie unsere erste Skizze wiedergibt, aus Lederstreifen, die durch das Blech am der Motorhaube und am Kühler hindurchgezogen sind. Es ist ganz selbstverständlich, dass sich diese oft nicht sehr dicken Lederstreifen mit der Zeit abnützen. Auch hier genügt es, um das Geklapper der Motorhaube zum Schweigen zu bringen, die Lederstreifen zu erneuern. AUTOMOBIL-REVUE Frage 8084. Schweissen von nichtrostendem Stahl. Welches ist die ungefähre Zusammensetzung des in den Handel kommenden nichtrostenden Stahls? Können solche Stähle ohne weiteres geschweisst werden,? F G. in Z. Antwort" Nichtrostende Stähle sind solche mit einem hohen Chrom- und Nickelgehalt, wobei dieser Gehalt bis 20% bezw. 10% erreichen kann. Der Zusatzgehalt einer gwissen nichtrostenden StahlsoTte von Krupp ist beispielsweise folgender: Chrom 20%, Nickel 7—10%. Kohlenstoff 0.22% Dieser Stahl weist eine Zugfestigkeit von 70—80 kg pro crmm auf und seine Elastizitätsgrenze liegt bei 35 kg. Der Stahl lässt sich leicht bearbeiten und polieren und besitzt eine hohe Korrosionsfestigkeit. Die Festigkeit der Schweisaung beträgt 75% des Metalles selbst. Infolge der geringen Wärmeleitfähigkeit des Stahles kann ein kleiner Schweissbrenner zur Anwendung kommen, wodurch schmale, saubere Schweissnähte entstehen. Besondere Rücksicht ist auf das Verziehen des Metalls beim Abkühlen zu nehmen. Nach der Schweissung können die Eigenschaften des Stückes verbessert werden, indem man es auf 1170 Grad G. erhitzt und dann scharf abkühlt. Frage 8085. Anlasser. Beim Studium der verschiedenen AutomobiTkataloee entdeckte ich, hauptsächlich bei französischen Wagen, da»* es da tdemarreurs ä mouvement Bendix rentrant» und solche «sortant> gibt. Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Systemen, und welches von ihnen ist das beste? . B. G. in E. Antwort: Die beiden Bezeichnungen sagen, dass das kleine Zahnrad auf der Achse des Anlassmotors beim Anwerfen des Automobilmotors entweder auf ihr nach innen gleitet oder aber nach aussen, welch letztere Anordnung die häufigste ist. Beide Systeme sind gleich gut. Unsere Abbildung zeigt ein derartiges System mit «mouvement Bendix rentrant», das heisst, bei dem sich das kleine, verschiebbare Zahnrad hinter dem Motorschwungrad S befindet, wenn es ausser Gebrauch ist. Schaltet man den Anlasser ein, so gleitet das kleine Zahnrad in der Richtung des Pfeiles gegen das Motorschwungrad zu und damit auch gegen seinen Anlasser, daher die Bezeichnung «rentranU. Beim gegenteiligen System befindet sich das kleine Zahnrad vor dem Motorschwungrad und unmittelbar beim Anlasser. In diesem Falle gleitet es beim Anlassen nach auswärts, d. h. es entfernt sich dabei vom Anlasser, woher der Ausdruck «sortant» kommt. Frage 808G. Wirtschaftlichste Fahrgeschwindigkeit. Bei welcher Fahrgeschwindigkeit verbraucht ein Auto am wenigsten Benzin? E. K. in A. Antwort: Die beste Ausnutzung liegt bei den mittleren Geschwindigkeiten. Ein deutsches Werk, welches kleinere und mittlere Wagen herstellt, gibt für seine Erzeugnisse z. B. 45 bis 50 Stundenkilometer an, während ein anderes Werk 60 bis 70 Stundenkilometer für seine Wagen mit Schnellganggetriebe als «sparsamstes» Tempo bezeichnet. Man hat festgestellt, dass ein 4-Zylinder-Motor von 1100 ccm Inhalt z. B. bei 55 Stundenkilometer zirka 9 Liter auf 100 Kilometer verbraucht, bei niedrigem Tempo dagegen bis 12 und bei höchstem Tempo etwa 14 Liter. Bei einem 500 ccm Zweitaktmotor ist die beste Geschwindigkeit ungefähr 45 bis 50 Stundenkilometer bei einem Verbrauch von zirka 6 Liter auf 100 Kilometer. Man sieht, dass man durch ein gleichmässiges Tempo in mittlerer Geschwindigkeit den Benzinverbrauch per 100 Kilometer um zwei und mehr Liter drücken kann. Es lohnt sich also, auf ein ausgesprochenes «Sporttempo» zu verzichten. Bei grossen Ueberlandfahrten wird man dagegen mit diesen mittleren Geschwindigkeiten woh 1 kaum auskommen. Aber auch hier lässt sich durch «Fahrtechnik» der Benzinverbrauch wesentlich besser ausnutzen. Wenn man auf einem gewünschten Tempo angelangt ist, braucht man nur das Gaspedal so weit zurückzunehmen, als das Fahrzetig für ein gleichmässiges Tempo gebraucht. Inwieweit auch hier zu sparen ist, zeigt ein Versuch, bei ftem Ersatzteillager zwei Fahrer mit denselben Wafren für die gleiche Strecke, jedoch bei verschiedener Fahrweise 18 bzw. 20 Liter verbrauchten. Allerdings gehört zu dieser Art Sparen ein gewisses «Fussspitzengefühl». Frage 8087. Berechnung des Zylinderinhaltes. Wie wird der Zylinderinhalt eines Motors berechnet? R. U. in S. Antwort: Die Berechnung erfolgt auf genau die gleiche Art, wie man auch in der Schule den Inhalt eines Zylinders berechnen lernt, also: Grundfläche des Zylinders multipliziert mit Höhe des Zylinders. Die Grundfläche wiederum wird wie eine Kreisfläche berechnet, und zwar ist F = r*.*- oder r*. 3,14 r bedeutet dabei den Radius des Zylinders oder in unserem Fall die halbe Bohrung. Die « Höhe » des Zylinders ist in unserem Fall gleich dem Hub des Motors anzunehmen. Bezeichnen wir die Bohrung als d und den Hub als s, so schreibt sich die Formel, die sich für unsere Zwecks am besten eignet: d d V = . : 3,14 . s 2 2 Wir erhalten dadurch den Inhalt eines Zylinders. Wünscht man den Inhalt eines beispielsweise sechszylindrigen Motors zu kennen, so ist das Ergebnis noch mit 6 zu multiplizieren. In der obigen Formel sind die Bohrung und der Hub in Zentimetern gemessen einzusetzen. at. Sir»»»«!» Anfrage 1085. Abgabe und Entziehen der Fahrbewilligung. Wieso kann ein kantonales Autokontrollbureau bei blossem Wegzug vom Beschäftigungsort den Fahrausweis abverlangen oder an Stelle dessen einen andern früher benützten kantonalen Fahrausweis entziehen ? In keinem der Fahrausweise wird in irgend einer Vorschrift erwähnt, dass die Fahrbewilligung bei Wegzug abzugeben sei oder dass ein früherer kantonaler Fahrausweis an Stelle der zurückbehaltenen Fahrbewilligung dieses Kantons abzugeben sei Ich selbst wäre froh, die alten Fahrbewilligungen zu besitzen, da dieselben mir bei Stellenänderungen gute Dienste leisten. H. E. (A.) Antwort: In Art. 12 des Autokonkordates wird bestimmt, .dass niemand ein Motorfahrzeug führen dürfe, ohne hiezu die Ermächtigung der zuständigen Behörde seines Wohnsitzkantons zu besitzen. In Art. 13 geht weiter hervor, dass diese Ermächtigung auf Grund einer theoretischen und praktischen Prüfung erteilt wird. Wenn aber ein Fahrer in einem Kanton die Fahrbewilligung erhalten hat und hernach seinen Wohnsitz in einen andern Kanton verlegt, so hat dieser Kanton das Recht, ihn neuerdings auf seine Fahreignung zu prüfen, oder aber auf Grund des vom andern Konkordatskanton abgefassten Ausweises einen neuen auszustellen. In letzterem Falle bleibt die Fahrbewilligung des früheren Kantons auf der Autokontrolle des nunmehrigen Wohnsitzkantons und vertritt die Stelle des Prüfungszeugnisses, welches er aufzubewahren hat. Zieht nun der Fahrer auch aus diesem Kanton weg. so kann er entweder den vom letzten Wohn- 1931 - M 81 aiti aasgestellten Führerschein behalten, oder aber diesen abgeben, damit er den an Stelle des Prüfungszeugnisses hinterlegten, ursprünglichen wieder erhält; denn der letzte Wohnsitzkanton muss einen Beleg in seinen Archiven und Registraturen haben, dass dem Fahrer ein Fahrausweis ausgehändigt worden ist. Es handelt eich aber in den Torbeschriebene* Fällen, entgegen Ihrer Auffassung, nicht um einen Entzug, sondern um ein Auswechseln der Fahrbewilligung. Der Entzug der Fahrbewüligunsr kann, wie Si« richtig bemerken, von der Administrativbehördo des Wohnsitzkantons wegen schwerer Verfehlung des Fahrers (Trunkenheit nsw.) oder eingetretener körperlicher Untauglichkeit (Abnahme der Sehschärfe oder des Gehörs. Epilepsie usw.) erfolgen, oder aber bei einem schweren Unfälle durch das den Unfall aburteilende Strafgericht mit der andern Strafe ausgesprochen werden. • 2. Antwort 1077. Gebühren and Steuern bei Fahrzeugverstellung. Nach Ihrer späteren und ergänzenden Darstellung wird Ihre Angelegenheit mit den aargauischcn Behörden davon abhängen, ob Sie gegenwärtig im Kanton Bern oder Aargau Wohnsitz haben, d. h. in welchem der beiden Kantone Sie sich mit der Absicht des dauernden Verbleibens aufhalten und wo der Mittelpunkt Ihrer geschäftlichen und übrigen lebenswichtigen Beziehungen ist. Dies ergibt sich aus Ihren beiden Darstellungen nicht mit absoluter Sicherheit; wir glauben aber aus verschiedenen Ausdrücken entnehmen zu können, dass es der Kanton Bern wäre. Anderseits aber halten Sie sich zirka 10 Monate im Kanton Aargau auf, so dass wir auch wieder eine gewisse Bindung gegenüber Ihrem jetzigen Aufenthaltsorte annehmen müssen. Je nachdem diese Frage beantwortet werden kann, regeln sich auch die übrigen Verhältnisse. Ist der Kanton Bern Ihr eigentlicher Wohnsitzkanton und bleibt Ihr Wagen nicht mehr wie 90 Tage im Kanton Aargau resp. geht noch während des Vierteljahres vom Juli bis September wieder aus dem Kanton Aargau aus, so waren die bernischen Behörden berechtigt, zu verlangen, dass Sie die Verkehrsbewilligung gemäss Art. 1 und 8 des Autokonkordates bei ihnen lösten und die Steuer dort bezahlten, da der ordentliche'Standort des Wagens in diesem Augenblicke Bern war und vor Ablauf des Vierteljahres von Juli bis September wieder Bern sein wird. In diesem Falle glauben 'wir auch, dass der Kanton Aargau keine erneute Prüfung des Wagens verlangen darf, da dieser nur vorübergehend im Kanton Aargau rollt und die Verkehrsbewilligung des Kantons Bern gemäss Art 8 des Autokonkordates genügt. Wird aber angenommen, ^ und dies ergibt »ich aus der Gesamtheit Ihrer Lebensbeziehungen, dass der Kanton Aargau Ihr Wohnsitzkanton ist, so kann er allerdings die Steuer für das Vierteljahr vom Juli bis September 1931 verlangen und gleichzeitig eine erneute Prüfung des Fahrzeuges fordern. Um beurteilen zu können, wo Sie Wohnsitz haben, müssen Sie infolgedessen prüfen, zu welchem Kantone Sie die stärkeren Bindungen haben, z. B. geschäftlicher und Familienwohnsitz, event. auch Einlage der Schriften; dieser Umstand ist aber nicht absolut entscheidend, sondern bildet nur ein Indiz* hydraulischer Motor- Dreiseiten-Kipper Passend für alle Lastwagen-Typen und -Grossen. — Bei geringstem Eigengewicht unverwüstlich und nie versagend. 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N° 81 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE 15 A. C. S. SEKTION AARGAU. Die Sektion Aargau des Nicht der Ueberholende, der Ueberholte Ist schuld, A.CJS. führte am Samstag, den 26. September, die und ein fehlendes Verkehrssignal. mit grosser Spannimg erwartete Fuchs-Ballon j a g d durch. Es sei gleich bemerkt, dass die sen auf der Lands trasse hinter irgend einem gros- Bitte, überlegen Sie einmal, wie oft Sie draus- Veranstaltung in jeder Beziehung sehr gut gelang sen Lastwagen herfuhren. Sie gaben Zeichen und und dass alle Teilnehmer höchst befriedigt waren. wollten vorbei. Der «Grosse» vorn hörte Sie nicht. Der von der Sektion Basel des S.Ae.G. in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellte BalkxD Wollte er nicht ausweichen? cBasel» musste bereits am Yorabend zur Hälfte gefüllt und auf der Wiese parkiert worden, da der Sie haben das oft angenommen und versuchten, ihn zu überholen. Aber wie oft mussten Sie das Gasometer in Zofingen weniger fasst als der Ballon, und noch Gas an die Bevölkerung abgegeben Lenkrad zurückdrehen! Vorn kam ein anderer Wagen, ein Pferdegespann oder ein Motorradfahrer werden musste. Um 10 Uhr des nächsten Morgens, entgegen, was die Karosserie des Lastwagens verdeckt hatten. Um Haaresbreite hätten Sie den hei Eintreffen der Konkurrenten, war der Ballon schon startbereit. In aller Ruhe wurden noch die schönsten Unfall gehabt. letzten Vorbereitungen erledigt. Ein Flugzeug Oder rechts vom Lastkraftwagen fuhr ein Pferdewagen, fuhren Radfahrer oder war sonst ein Hin- kreiste zur Begrüssung um den Ballon und punkt 11 Uhr stieg die goldige Kugel in die Höhe. Alles dernis, das er zunächst selber nehmen musste, ehe geschah so laTitlos, so selbstverständlich, als ob man er Ihnen den Weg freigeben konnte. ' nur einen Kinderballon losgelassen hätte. Jetzt Bisher mag alles dabei gut gegangen sein. aber jubelte die ganze Schuljugend los und kaum hatte sie sich beruhigt, hörte man die ungeduldig wartenden Motoren aufbrummen. Langsam nur löste sich der Knäuel, aber dann zoeen die Autos los. Alle trafen sich in der Gegend von St. Urban; denn der Baiion flog tief und war gut zu verfolgen. Lange war man im unklaren, ob er Richtung Luzern oder Solothum einschlagen würde. Er entschied sich für den letzteren Ort. An verschiedenen SteEen sah man die Verfolger die Berner Strasso kreuzen und auf nicht immer guten Wegen der Aare und dem Jura zustreben. Von Ausruhen oder Picknicken war keine Rede, denn bald wurde der Ballon von einer kräftigen Bise erfasst und über den Bucfcberg getrieben. Häufig entzog er sich den Blicken, man musste ihn immer wieder suchen und es war nicht leicht, von den kleinen Strässchen in unbekannter Gegend das richtige zu rinden. Schon war es bald H Uhr, die Zeit, da der Ballon spätestens niedergeben musste, aber immer schwebte er noch ruhig zwischen den Wäldern: es wirrde immer spannender. Da plötzlich sank er. und eine Minute vor ToTschluss berührte er den Boden auf einer Anhöhe östlich von Aarberg. Der gejagte Fuchs.musste sich nicht lange nach den Verfolgern umsehen. Schon nach einer Minute traf der erste ein. und in kurzen Abständen die andern. — ja, so ein*Fucbs hat's nicht leicbtl Nachdem verpackt war •und man den grössten Hunger gestillt hatte _zoe man Brugg zu; denn man hatte noch einen weiten Weg zu machen. Man fand sich, nicht nur die «Jäger», sondern auch viele andere, die sich erst für den Abend freimachen konnten, zur Preisverteilung im «Füchsli> in Brugg ein. Der erste Preis fiel Herrn Diesch-Othmarsingen zu. — Der ganze Anlass hat äüsserst befriedigt und dankbar wurde die Arbeit des Präsidenten der Sportkommission, Herrn Stierli, anerkannt und die ruhige, sichere Vorbereitung für die Füllung des Ballons durch Herrn Lando^. Nicht vergessen wurde der Dank für den sympathischen Ballonführer, Herrn Dr. von Baerle. von Basel. Möge er uns bald wieder einmal den «Fuchs» machen; denn das ist sicher, die Ballonjagd wird wiederholt. — Wer nicht mitgemacht hatte, musste es bereuen, also recht zahlreich das nächste Mall -*• T. C. S. Auto-Sektion Waldstätte. Ausfahrt Ins Melchtal: Sonntag, den 4. Oktober 1631 Abfahrt beim Clublokal Hotel «Engel» 13.30 Uhr. Ankunft in Melchtal 15 Uhr. Daselbst Besichtigung des Stollens Melchtal-Lungernsee der Z. KW Zobig und gemütliche Unterhaltung bei unserem Mitglied Alois Michel-Ettlin, Hotel Kurhaus, Melchtal. Rückfahrt nach Belieben. Der Aktuar. Dr.R. Z. Autosektion St. Gallen-Appenzell. Gruppe Hinterland. Der Sauserbummel vom 4. Oktober 1931 nach Wienachttobel muss leider zufolge eingetretener Umstände vorläufig verschoben werden. Weitere Anzeigen folgen später per Karte und Anzeige in der «Automobil-Revue». Die Gruppenkommissioa. AUTOSEKTION BASEL Schnitzeljagd. Die Autosektion Basel des T.C.S. veranstaltet am 4. OktobeT eine Schnitzeljagd nach Schinznach-Bad. Punkt 8 Uhr morgens wird auf der Heuwaage der erste Teilnehmer losgelassen. Die Strecke ist durch rechts am Bord gestreute Schnitzel gekennzeichnet. Unterwegs gibt es bei den Posten noch verschiedene Aufgaben su lösen, bei denen Gut- oder Strafpunkte ausgeteilt werden. Nach der Ankunft findet in Schinznach-Bad das Mittagessen statt, an das sich die Rangverkündung mit der Verteilung der Gaben anschliesst. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter 6tatt. S- I*. A. C. SCHWEIZERISCHER DAMEN-AUTOMOBIL- CLUB. Sektion Zürich. Am Samstag, den 10. Oktober, nachmittags 2 Uhr, veranstaltet die Sektion Zürich des Schweizer. Damen-Automobil-Clubs eine Fuchsjagd per Auto. Zu dieser Veranstaltung sind nicht nur Glubmitglieder zugelassen, sondern auch andere Selbstfahrerinnen, die sich bei der Sekretärin (Telephon Nr. 56.977) bis zum 7. Oktober anmelden werden. Nenngeld Fr. 10.—. Am Abend nach Abschluss der Fuchsjagd findet ein gemeinsames Nachtessen im Zunfthaus zur «Zimmerleuten» mit Preisverteilung und Tanzvergnügen statt. Gäste sind herzlich willkommen. Fragen kostet nichts, Doch nur bei Ihnen. Beachten Sie einmal die Tagespresse, wie sie Tag für Tag von Unfällen beim Ueberholen schreibt, von der Vernichtung von Menschenleben, von Automobilen und Motorrädern. Alle derartigen Unfälle kommen lediglich zustande, weil der zu Ueberholende über die Absichten des Vorfahrenden nicht im Bilde ist. Es besteht zwischen beiden eine (bestenfalls) einseitige Verständigung durch die Hupe des Ueberholenden. Bei den starken Geräuschen der Lastwagen bestehen oft Zweifel, ob das Zeichen gehört worden ist. Hier ist dringend ein sicheres Signal erforderlich, das eine gegenseitige Verständigung erlaubt. Das grüne Verkehrszeichen, das freie Fahrt bedeutet, hat sich in der standortfesten Form doch bereits ausgezeichnet eingebürgert. Sehen wir ganz ab vom Eisenbahnverkehr, wo es schon sehr alt ist. Denken wir an die Strassenverkehrszeichen, an Verkehrsampeln, Verkehrstiirme usw. Jeder Fahrer weiss, dass grünes Licht für ihn freie Fahrt bedeutet. Vom standortfesten grünen «Freie-Fahrt»-Signal zum beweglichen kann kein Hindernis bestehen; denn unsere Technik dürfte einer solchen Aufgabe durchaus gewachsen sein. Gedacht ist an eine überall durchgeführte Verkehrsvorschrift, die vorsieht, dass am Hinterteil jedes Wagens ein Lichtsignal geführt werden muss. Gibt ein nachfahrender Wagen seine Absicht durch Hupen bekannt, dass er überholen will, dann schaltet der Vorfahrende das grüne Signal ein, das der nachfahrende Wagenführer sofort erkennen kann Dabei besteht dann für ihn keine Gefahr mehr zu irgendwelchem Zusammenstoss; denn der Vorfahrende wird das Ueberholungszeichen nur dann geben, wenn die Strasse frei ist. Die Sicherheit des Automobilverkehrs zu erhöhen, scheint dringendes Erfordernis, um so mehr, als der Lastwagenverkehr auf den grossen Durchgangsstrassen ständig zunimmt. Und gerade diese Wagen sind es, die beim Ueberholen eine ungewöhnliche Gefahr sind, die nur der genügend einzuschätzen vermag, der ständig oder wenigstens häufiger mit seinem Motorrad oder Auto auf der Landstrasse ist. Gerade der Herbst und der Winter mit der früher hereinbrechenden Dunkelheit, den Nebeltagen und der damit verbundenen schlechteren Sicht machen ein Verkehrszeichen — wie vorgeschlagen zu einem dringenden Erfordernis allererster Ordnun e- M. in B. Sonderbare Volksvertreter. Wer die' Verhandlungen unseres Parlamentes über das Automobilgesetz verfolgt hat, wird bemerkt haben, dass es im Nationalrat wie im Ständerat ein Bündner war, der dem Autoverkehr allerlei schikanöse Einschränkungen und Fesseln auferlegen wollte. Man könnte versucht sein, daraus Schlüsse auf die Stimmung der Bevölkerung •Graubündens gegenüber dem Auto zu ziehen, die absolut falsch sind. Ich habe kürzlich das Bündnerland bereist und beobachtet, wie der praktische Bündner sich das Auto zu einer Verdienstguelle macht. Aus aJten Ställen und Remisen werden Garagen gebaut. Werkstätten, die früher andern Gewerben dienten, haben ihre Betriebe auf das Automobil umgestellt und damit gute Erfahrungen gemacht. Die Hoteliers ihrerseits bemühen sich um die Autogäste, wohlwissend, dass Autofahrer gute Kunden sind. Und droben in Bern blasen Vertreter des gleichen Kantons zum Angriff gegen den Autoverkehr. Nur so weiter gewurstelt, Herr Huonder! Ebenso bemühend wirkt es auf den gewöhnlichen, einfachen Schweizerbürger, zu sehen, wie in Bern um ein paar Kilo mehr oder weniger Belastung für die Lastwagen gemarktet und gefeilscht wird, wieviel um ein paar Zentimeter Ladebreite am Taglohn gesprochen wird. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass man in Bern unserer Lastwagenindustrie wie auch dem Fremdenverkehr das Grab schaufeln wollte. In ein paaT Jahren wird man dann an gleicher Stelle in hochtönenden Phrasen über Mittel und Wege beraten, diesen Industrien auf die Beine zu helfen. F. in W. Sind Moral und Recht zweierlei Dinge? In sämtlichen Behörden ist man seit Jahren überzeugt davon, dass die heute bestehenden Gesetze über den Automobilverkehr veraltet sind und dass Urteilssprüche von Gerichten und Einzelrichtern, die auf diesem veralteten Gesetz basieren, sich direkt unmoralisch auswirken. Ist es nicht Widersinn, wenn ein Gericht in einer Urteilsbegründung selber zugeben muss: «Wir bedauern selbst das Urteil, aber wir konnten nicht anders, als verurteilen, weil das veraltete Gesetz besteht»; oder wenn ein Gerichtspräsident wegen einem Tempo von 28 km ein Urteil fällt auf Bezahlung einer Busse im Betrage von Fr. 50.— und Gerichtskosten von Fr. 49.60, und im Anschluss an diese Urteilseröffnung sagen muss: «Ich kann Ihnen aber mitteilen, dass das ganze Gericht es als ein Unrecht empfindet, dass wir Sie bestrafen müssen.» Schreiber dieses hat einmal einem Gerichte sagen dürfen: «Ich möchte nicht Richter sein, denn ich könnte es mit meinem Gewissen kann Sie aber vor mancher unangenehmen nicht vereinbaren, einem anerkannt veralteten Ueberraschung bewahren. Fragen Sie deshalb, bevor Sie auf Ihre Herbstreise gehen, wieder in einer Reihe von Fällen moralisch Un- Buchstaben zum Rechte zu verhelfen und vom Richterstuhl aufzustehen mit dem Bewusstsein, heute bei uns nach der vorteilhaftesten Route, nach recht gesprochen zu haben.» den nötigen Formalitäten etc. Tun Sie das Weitere Veranlassung zu diesen Zeilen gibt eine aber bitte möglichst frühzeitig, damit wir zur Kontrolle in der Gemeinde Brütisellen vom 20. August. Kontrollstrecke 400 m. Wie weit sich diese Beantwortung genügend Zeit haben. Touristikbureau der Automobil-Revue, Bern* 400 m in der Geraden, Richtung Wallisellen erstrecken, kann sich jeder, der die dortigen VerhäHnisso kennt, selbst ausrechnen. Tempo 49 km; Folge: Breitenrainstrasse 97, Tel. Bollwerk 39.84. Vorladung vor das Untersuchungsrichteramt und Buss« Tom SUtthalUramt Ustar im Betrag« Ton Fr. 20.— nebst Schreibgebühren im Berage von Fr. 5i.6O. Eine ständige Kontrolle auf dieser Automobilstrasse dürfte das «beste Geschäft» bedeuten in der heutigen Krisenzeit. Die Fr. 25.60 werde ich, und hoffentlich auch meine Leidensgefährten von jenem 20. August wieder einbringen, indem ich in jener Gegend meine Spesen soviel wie möglich einschränke. Diese Kontrollen und Bussen verärgern gerade denjenigen guten Schweizerbürger, den man bei Hochwassergefahr, Streikgefahren usw. gerne wieder um seine Hilfe ansprechen würde. J. 0. in G. AumU »•mol» Eröffnung einer Zweigniederlassung: S. A. des Pneumatiques Dunlop. Zweigniederlassung Basel. Unter dieser Firma hat die Unternehmung Dunlop-Pneumatic Cie. A.-G.. in Genf, eine Zweigniederlassung in Basel errichtet. Das Grundkapital beträgt Fr. 200,000.—. Dem Verwaltungsrat gehören an: J. L. Graham, in London, als Präsident, L. Vogt und L. Simon, Rechtsanwälte, in' Genf. Geschäftslokal: Holbeinstrasse. Geschäftsverlcgung; Gustav Bauerlein. Automobilvertretunaen, Wallisellen. Die Firma hat Domizil und Geschäftslokal von Zürich nach Wallisellen verlegt und veTzeigt als weiteren Geschäftszweig Automobilreparaturen. Reduktion des Aktienkapitals: Garage du Closelet S. A.. Lausanne. Die frühere Firmenbezeichnung S. A. de Garages wird in Vorgenannte Firmenanschrift geändert. Das Aktienkapital wird von Fr. 400,000— auf Fr. 80,000 — reduziert Als Verwaltungsräte demissionierten J. L. Ormond und L. d'Arcis, deren Unterschriften erloschen sind. Als einziger Verwaltungsrat funktioniert R. Ganton, Lausanne. Verhandlung Ober den Nachlassvertrag: Charles Hoffmann, Autohändler. Biel. Ueber den Nachlassvertrag findet eine Verhandlung am 2. Oktober in Biel statt. Einwendungen der Gläubiger sind am Tennin anzubringen. Nachlassstundung: Grand Garage Capitol und Auto-Import A.-G., Zürich. Stundungsbewilligung vom 26. September. Eingabefrist bis 23. Oktober. Erste Gläubigerversammlunjr am 10. November, mittags 9 Uhr, - in «Kaufleuten». Sachwalter Dr. R. Welti. Zürich. Firmenänderung: Josz-Roland, elektrisches Autozubehör, Genf. Diese Firma übernimmt Aktiven und Passiven der aufgelösten Kollektivgeseüschaft Josz-Roland & Lambert. Domizil: Rue Voltaire. Schluss des Konkursverfahrens: Motorwagenfabrik Arbenz A.-G.. Albisrieden. Das Konkursverfahren ist durch Verfügung des Konkursrichteramtes Zürich ala Beschlossen erklärt worden. A. Mettnri & Cie., Aufomobilzubehör. Lausanne. Das Verfahren ist durch Entscheid des Zivilgerichtes Lausann« ala geschlossen erklärt worden. r Carnegie-Stiftung und Automobil. «schaff AKTUELLES Der Jahresbericht der Carnegie-Stiftung für •Lebensretter für das abgelaufene Jahr gibt eine Zusammenstellung der von der Stiftungskommission zugesprochenen Belohnungen. In fünf von 511 behandelten Fällen lag der Rettungstat ein Automobilunglück zugrunde. In drei Fällen machten sich Drittpersonen bei der Rettungsaktion verdient, während zweimal der Chauffeur des Fahrzeuges selbst die Rolle des Retters übernahm. Auf diese Weise wurde einem Tessiner Chauffeur, R. Starnini, die metallene Uhr geschenkt; über die Zuerkennungsgrtinde sagt der Bericht folgendes: Am 19. Januar 1930 wollte an Sant' Antonio (KtTessin) ein betrunkener Mann in ein Postautomobil steigen. Da dieses bereits voll besetzt war, weigerte sich der Führer Starnini noch diesen weitern Passagier aufzunehmen. Etwa 50 m von der Haltestelle von Velleno entfernt, versperrte jener Mann, der vorausgegangen war, mit vorgehaltenem Revolver die Strasse. Starnini hielt den Wagen an, stürzte sich auf das Individuum und konnte es entwaffnen. Im zweiten Fall zeichnete sich der Chauffeur A. Feutz in Genf aus, der allerdings beim Unfall tödlich verunglückte, so dass der Familie die silberne Medaille und eine jährliche Rente von Fr. 800.— zugesprochen wurde. Dem Bericht entnehmen wir folgende Darstellung des Unfalles: Am 23. Juli 1930 fuhr in Genf ein von Feutz geführter Lastwagen eine steile Strasse hinunter, als die Fusshremse plötzlich versagte. Drei der Insassen sprangen heraus, während Feutz selbst, der am Ende der Strasse eine grössere Anzahl Personen bemerkte, auf seinem Posten blieb, um zu versuchen, den Wagen zu lenken und eine grössere Katastrophe zu vermeiden, unglücklicherweise fiel das Fahrzeug bei der Kehre um und begrub den mutigen Führer unter sich. Feutz hinterlässt Frau und zwei minderjährige Kinder. Die Ueberlebenden werden von der eidg. Unfallversicheruagsanstalt eine jährliche Rente beziehen. Ueberdies wurde zu ihren Gunsten durch die Genfer Zeitungen eine Sammlung veranstaltet In teilweiser Berichtigung dieseT Darstellung sei noch erwähnt, dass es sich nicht um einen Bremsdefekt handelte, sondern ein Zahnradbruch im Hinterachsantrieb eintrat, wodurch natürlich die Bremswirkung zu einem , grossen Teil aufgehoben wurde. Die Selbstaufopferung dieses Chauffeurs, der sich zweifelsohne entweder durch Absprung oder dann dadurch hätte Tetten können, dass er in die offene, allerdings mit Publikum angefüllte Strasse eingefahren wäre, verdient grösste Bewunderung:. Es ist erfreulich, dass sich die Carnegie-Stiftung zu der vorerwähnten materiellen * Anerkennung entschlossen hat. B. Stcasien Besserung innerschwyzerischer Verkehrswege. Die blamable Situation der iraierschwyzerischen Verkehrswege wird allmählich beseitigt. Vor allem gibt die grosse Gemeinde Schwyz sich Mühe, verschiedene Strassenzüge zu verbessern und staubfrei anzulegen, wenn es auch vorläufig nur durch Oberflächenbehandlung geschieht. Als eine bemerkenswerte Tatsache darf die Erstellung der etwa 3 km langen Betonstrasse von Ibach bis Ingenbohl, also der grösste Teil der Verbindung von Schwyz nach Brunnen, gewertet werden. Diese Strecke hatte bisher eine Breite von 6 m inklusive Tramgeleise der Schwyzer Strassenbahn. Die Strasse wird nun verbreitert, indem eine geleisefreie Fahrbahn von 6 m planiert wurde und das Strassenbahntrac6e daran anschliesst, von der Strasse allerdings durch ein Mäuerchen getrennt. Der Betonbelag ist 15 cm dick auf dem festen Grunde der alten Strasse und 17 cm auf der Neuanschüttung. Die Arbeit wird in zwei Etappen ausgeführt. Der erste Teil ist bereits vollendet Am 30. September wurde mit dem zweiten Stück begonnen, so dass die Strasse bis 1. November durchgehend fertigerstellt seia wird und bald darauf dem Verkehr übergeben werden kann. Bis dahin wird der Verkehr durch Einbahn regliert. Diese Betonstrasse soll das Muster eines Verkehrsweges werden. Besonders stolz darauf wird man im Lande Schwyz sein, wo man, wie allenthalben bekannt, wegen der misslichen Verkehrswege eine eigene Berühmtheit erlangt hatte. Aber auch jeder Automobilist wird sich dieses vielbefahrenen internationalen Strassenzuges freuen, der sich in bester Form präsentiert, nachdem er lange genug Ursache von Kraftausdrücken und Schimpfiaden der Kraftfahrer war. Mit der Vollendung ist die Strecke Schwyz- Brunnen in einem einwandfreien, entstaubten Zustand und wahrscheinlich werden auch die Korrektionsarbeiten an der Axenstrasse, soweit der Kanton Schwyz pflichtig ist, so gefördert, dass die Arbeit bis nächsten Frühling oder Sommer beendet ist. Ko. Strassenbau Im Kanton Zug. Die Baudirektion des Kantons Zug machte die Regierung auf die im Kanton bestehende starke Arbeitslosigkeit aufmerksam, die auf Herbst und Winter einen Besorgnis erregenden Umfang anzunehmen verspricht. Auf Antrag der Baudirektion beschloss deshalb der Regierungsrat, dem Kantonsrat den Entwurf für einen dringlichen Beschluss zu unterbreiten, nach dem der Regierung ein Kredit von 600,000 Franken zwecks Vornahme von Vorarbeiten für die Korrektion der Strasse von Zug nach St. Adrian im Sinne von Notstandsarbeiten für die im Kanton Zug wohnhaften Arbeitslosen "willkommene Beschäftigung soll. bringen mb. Wegmarkierung durch farbige Bäume. Wie der «Bund » dem « Courrier des Chemins > entnimmt, machte kürzlich einer der bekanntesten französischen Verkehrsfachleute einen interessanten Vorschlag zur Verbesserung der Strassensignalisation. Der Verfasser ist der Ansicht, dass Automobilisten, Flugzeug- Piloten und auch Fussgänger ihr Ziel am einfachsten und sichersten erreichen, wenn die strassensäumenden Baumreihen durchgehend und in ganz bestimmten Farben gestrichen werden. Für die Hauptstrassen ist eine helle Farbe vorgesehen, während Nebenstrassen durch roten Anstrich der Bäume gekennzeichnet werden sollen. Die Markierung denkt sich der betreffende Gewährsmann so, dass die Baumstämme entweder mit einer Reihe von Farbringen versehen, oder dann vollständig bemalt werden. Stehen die Bäume ziemlich dicht, so würde es genügen, wenn einzelne derselben in bestimmten Abständen von z. B. 50 m in der massgebenden Farbe gekennzeichnet werden. Der Befürworter dieses neuen Markierungssystemes tritt auch gleich eventuellen Einwänden der Naturfreunde entgegen, indem er glaubt, dass sich das Auge bald an diese Markierung gewöhnt habe und nichts mehr Ausserordentliches daran finde. Im übrigen seien gestrichene Baumstämme immer noch ästhetischer als die zahlreichen geschmacklosen und verkehrsgefähriichen Reklamen an den Strassen. B. Mutschellenstrasse. Diese wichtige Variante der Strasse Olten-Baden-Zürich, die von Lenzburg über Villmergen, Wohlen, Bremgarten nach Zürich führt, wird gegenwärtig umgebaut und modernisiert. Der bisherige Zustand der Strasse genügte bekanntlich den Verkehrsanforderungen nicht mehr. Die Ausbauarbeiten sind nun rasch vorangeschritten und noch diesen Herbst wird das Stück Wohlen-Bremgarten dem Verkehr übergeben werden. Man rechnet mit der Fertigstellung der ganzen Strecke bis zum nächsten Sommer.