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E_1931_Zeitung_Nr.075

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Die gelbe Liste

Die gelbe Liste erscheint in der Regel monatlich einmal. Aufnahmen von Occasionsfahrzeugen erfolgen kostenfrei auf Grund des von der Administration gratis erhältlichen Anmelde-Formulares. Eine Gewähr für die Richtigkeit der gemachten Angaben wird nicht übernommen, auch werden Auskünfte über ausgeschriebene Fahrzeuge von der Administration nicht erteilt; dagegen werden sämtliche Anfragen an die Fahrzeugverkäufer kostenlos wcitergeleitct. Die Kontroll-Nr. ist bei jeder Anfrage deutlich anzugeben und für jedes Fahrzeug eine besondere Eingabe zu machen. Die Besitzer der Fahrzeuge sind gebeten, die auf Grund dieser Veröffentlichung verkauften Fahrzeuge zwecks Streichung in der gelben Liste sofort abzumelden. La liste jaune parait dans la regle chaque mois. Nous y annongons gratuitement les vehicules d'oecasion ä vendre, sur la base de formulaires envoyes sans frais par 1'administration du Journal. L'administration ne prend aueune responsabilite quant aux indications contenues dans la liste, mais fera parvenir, sans frais, aux proprietaires de ces vehicules les demandes de renseignements qui lui parviendront. Le numero de controle devra figurer visiWement sur chaque demande de renseignements et chaque vehicule doit faire l'objet d'une demande ä part. Les proprietaires des vehicules sont pri6s de nous sionaler sans refard les vehicules vendus pour nous permettre de les rayer de la liste jaune. Der Wert eines gebrauchten Wagens. Trotz des gegenwärtig geringen Absatzes während der ersten tausend Kilometer an. Ist der Wagen während dieser Einlaufzeit nicht mit Schonung und massiger Geschwindigkeit gefahren worden, dann erfährt der Reparaturetat schon in Kürze eine laufende übermässige Belastung. Dieses Risiko muss durch den erwähnten 25prozentigen Rreisabstrich ausgeglichen werden. Für bereits längere Zeit im Gebrauch befindliche Motorfahrzeuge ist natürlich die Risikoprämie für Qualitätsminderung entsprechend höher zu veranschlagen. Hier spielt das Baujahr zunächst eine Rolle, einen weiteren Massstab gibt die bisher zurückgelegte Kilometerzahl; die hierüber gemachten Feststellungen müssen in einem gewissen Einklang zum Zustand der Karosserie und des Motors stehen. Durch die allgemeine Bevorzugung bestimmter Marken und Typen wird naturgemäss der Marktwert ebenfalls entsprechend beeinflusst. So sind Wagen mit grossem Hubraum und demzufolge hoher Steuer- und Versicherungsbelastung schwer absetzbar; für sie wird daher auch ein im Verhältnis zum Nennwert niedrigerer Preis angesetzt als für kleine Wagen. In jedem Fall muss der Preis für ein gebrauchtes Motorfahrzeug eine entsprechende Distanz zum heutigen Nennwerte — nicht zum seinerzeitigen — eines gleichen oder ähnlichen Wagens halten, da die jetzt geforderten Preise für neue Wagen ganz erheblich unter denen liegen, die früher für das gleiche Objekt gezahlt wurden. Ferner ist zu berücksichtigen, ob für den gebrauchten Wagen noch heute Ersatzteile ohne Schwierigkeiten zu beschaffen sind. Ist das nicht der Fall,.^'O. leichter bis mittelstarker Wagen sind noch grosse Volksschichten vorhanden, die für muss von einem Ankauf abgeraten werden; den Ankauf von Wagen dieser Klassen Bedarf und Interesse haben, nur können sie die andernfalls ist unbedingt ein besonderer Prozentsatz für höhere Reparaturkosten und die für neue Wagen geforderten Preise nicht anlegen. Hier hätte schon längst der Markt ge- durch die Verzögerung der Ersatzbeschaffung längere Ausserbetriebsetzung des Wagens einzukalkulieren. brauchter Motorfahrzeuge ein die Nachfrage regulierender Faktor sein können. Schliesslich ist, wie die «Motorpost» schreibt, Für die Bewertung eines gebrauchten Wagens haben folgende Grundsätze allgemeine der Lackierung für die Beurteilung des Wer- noch die Form der Karosserie und die Art Gültigkeit: Ein neuer Wagen verliert in dem tes massgebend. Für offene Wagen besteht Augenblick der Uebergabe an den Käufer bereits mindestens 25 Prozent seines Marktlativ billiger als die bevorzugten geschlosse- nur schwaches Interesse, sie sind deshalb rewertes. Diese Entwertung mag zunächst unbegreiflich erscheinen, aber ein Wagenkauf Einen beachtlichen Weg zur Beseitigung nen Karosserien. aus zweiter Hand birgt immer ein Risiko, das der Missstände bei der Bewertung und dem abgegolten werden muss: die bereits zurückgelegte Kilometerzahl muss in Betracht ge- übrigens Norwegen: es werden dort seit ei- Verkauf gebrauchter Motorfahrzeuge geht zogen werden; ausschlaggebend aber ist die niger Zeit regelrechte Kurse, ähnlich denen Frage, wie der Wagen eingefahren wurde. der Waren- und Wertpapierbörsen, für verschiedene Marken und Typen notiert. Alles kommt auf die Behandlung des Motors Wenn AUTOMOBIL-REVUE — REVUE AUTOMOBILE 1931 — N° 75 " gebotene Pabrzen.e I ^ ^ I I f-I fei 8tandort I p^ I gebotene F a hrzeo g e I ^ I I ^ l oSS-l Standort I Preis Voitures oftertes M HP AnMi Carrosserie kratt Voitwes Offertes m HP Ann&e Carrosserie kraft ' r et ccwse de Haces ou DomtetU Pnx ^ ^ ^ de Pi ates n Vomicüe fr%x N° j Marke — Marque ßfl. mm ennstruet. charqe ntlle N° Marke — Marque Gyl. mm ranstrac;. ^W mlk 11 (540 Mcrc.-Iicnz 3.7 1 6 82,5:115 19 1931 Cabriolet 2 P. Zürich 17,500 11659 Opel, neu 4 89:105 12 1930 Brücke 1 % T. Luzern 7,500 11R47 Slerc-llenz Nürb. S 80:115 24 29/30 Limousine 7 P. Zürich 18,000 11660 Saurer 4 110:160 31 1920 Lastwagen 3 Vi-4 T. Kallnach 8,000 11K1S Morc. Ilenr, K 6 94:150 32 1030 Coupe 5 P. Zürich 23,000 11661 Bern» 4 100:170 30 1923 Lastwagen 3 T. Ölten 8,500 116-19 Mrrp. llonz S 6 98:150 36 1928 Sport 4P. Zürich 25,000 11662 Citroen 6 72:100 12 1031 Brücke 2000 kg Luzern 8,500 11650 Iiolls-lloys 6 108:140 50 1927 Limousine 5 P. Montreux 25,000 11663 Berna 4 105:160 30 1922 Kipper 4-5 T. Ölten 9,500 11664 Peugeot 4 100:150 24 1929 Brücke 4000 kg Solothurn 12,000 Lastwagen 11665 Berna 4 115:160 34 1921 Pont bascul. 5 T. Lausanne 13,000 11051! R(,nz U/30 4 90:140 18 1921 Chassis 1400ka Zürich 500 11666 Martini 6 88:120 23 1931 Camion 3 T. Bern 13,000 11R52 IViijjoot 4 50:85 4 1925 Kastenwagen 200 kg Luzern 500 1166 ? »a 4 115:160 40 1924 Kipper 5 T. Ölten 19,500 11653 Mercedes 4 90:140 18 1912 Lieferwagen 700 kg Zürich 700 ====== 11654 rsereedes 16/13 4 100:130 21 1921 Lieferwagen 1000 kg Zürich 1,200 . 11655 Anburn 8 70:120 19 1927 Chassis sookg Zürich 1,500 Eine solche „Gelbe Liste" erscheint jeden Monat in der Automobil - Revue iil? ETT 8 ^^o 26 i£ ^Stwagen 1800 £ « l'Z B ' «Wammen mit wertvollen Ratschlägen über die bei der Wahl eines Wagens H658 «enauit 4 75:120 io 1927 Lastwagen isookg Huttwii 4,500 zu beobachtenden Gesichtspunkte. Probenummern gratis auf Verlangen. üeeas ons Allgemeine Mitteilungen. Communications generales. sich auch eine einheitliche Wertungsforme. nicht aufstellen lässt, so können doch die veröffentlichten Annäherungswerte dem kaufenden Publikum als Richtlinie dienen, so dass es Angebote mit unverhältnismässig hohen Forderungen ignorieren kann. V«£»k«eh»stechnBl« Zwangsweise Einführung von Sicherheitsglas in England. Das englische Verkehrsministerium hat dieser Tage ein Gesetz herausgebracht, das besagt, dass von Beginn des nächsten Jahres sämtliche neu in Betrieb zu nehmenden Autotaxen mit splitterfreiem Glas versehen sein müssen. Der Termin für die zur Zeit im Verkehr befindlichen Autodroschken ist in Bezug auf die schlechte finanzielle Lage weit hinausgeschoben worden. Bis zum Januar 1937 müssen jedoch sämtliche Taxis, ob alt oder neu, mit splittersicherem Glas ausgestattet sein. Wie weit England um die Steigerung der Verkehrssicherheit bemüht ist, ist daran zu ersehen, dass es in London Autodroschken gibt, die anstatt der gewöhnlichen Türen Rollschiebetüren aufweisen. Dadurch werden auf der einen Seite Unfälle durch vorzeitiges Oeffnen der Türen vermieden, während auf der andern Seite diese Türen ein bequemeres Ein- und Aussteigen ermöglichen. Wie wir erfahren, sollen grössere amerikanische Autofirmen ganz bezw. teilweise dazu übergegangen sein, die neugelieferten Automobile mit splitterfreiem Glas bzw. Rollschiebetüren zu versehen. In sämtlichen europäischen Grossstädten sind ähnliche Bestrebungen im Gange, die Verkehrsunfallziffer auf ein Mindestmass herabzusetzen. K. K. Voitures d'oecasion. tre, une voiture revisee par son constructeur ou agent de sa marque jouit d'un supsifs ä des grincements de pignons, des proces, des aeeidents et, souvent, d'importantes plement d'evaluation qu'on etablit, en moyenne, aux environs de 10%. pertes d'argent. Le vieux tacot de 1919—1929 a au moins Ces bases sont faites pour les vehicules eu ceci d'utile, apres- sa carriere militaire : en parfait etat de marche et de conservation. ü a app-ris ä pas mal de nouveaux chauffeurs ä connaitre la voiture, ses caprices et ses points faibles, et ceux qui s'en sont servis sont certainement devenus des mecaniciens amateurs fort convenables. Les voitures usagees vendues actuellement sont de qualite sensiblement superieure parce qu'elles ont ete plus menagees pendant leur premiere jeunesse. II est cependant indispensable, lorsqu'on achete un vehicule de ce genre, qu'il soit examine de facon complete, afin que l'acheteur puisse, avant de se deeider, connaitre ä combien il s'engage en tant que frais de reparation, de remise en etat, de modernisation, etc., et qu'il Sache aussi ä combien doit etre evaluee la voiture en tenant compte des Iois d'amortissement. Nous lui recommandons d'inviter son vendeur ä effectuer les reparations et arrangements indispensables et ä lui faire prix pour la voiture en parfait etat. II aura, souvent, avantage ä la faire reeeptionner par un expert competent qui etablira la depreciation pour amortissement. Celle-ci est faite d'apres l'äge de la voiture et !a categorie ä laquelle eile appartient. Nous repartirons, cependant, les voitures en trois categories : 1° Celles dont la marque, la reputation et la robustesse sont de tout Premier ordre et qui seront amorties ä raison de 20% par an; l'amortissement se faisant la premiere annee sur le Prix de catalogue, la seconde annee sur ce Prix moins 20% et ainsi de suite (Ire annSe : 80%; 2e annee 64%; de annee: 51%, etc.); 2° Celles dont la marque, la reputation et la robustesse jouissent d'une consideration moyenne et qui seront amorties suivant le mecanisme precedent, sur la base de 33% pour cent par an; 3° Les vehicules medioeres, perimes, peu consideres, qui seront amortis ä raison de 40% par an. Ces depreciations sont etablis pour des types de Serie. Les types hors Serie subissent, en general, une depreciation superieure. Par con- La vente des voitures d'oecasion est loin d'etre reglementee de facon rationnelle. Le dient se base surtout sur l'aspect exterieur. Un petit tour de promenade et un aperitif terminent generalement l'examen auquel il contraint la voiture de ses reves. II en resulte — comme de tout reve — d'ameres desillusions, des grincements de dents, succes- HUTOErVIOBILISTEN! ——— wmwaHIM OAKLAND MMM—IM—•—MI i • ,.Marbo" J AI ITD- Morroilac ROM WK Ä ^ Ä DES MAINS PROPRES mmmtmjjiaimm. —i /"-\L J I U I Uli'II V\\V \~\\V\\l llll ^tzen im Rennspitz, neues SanSeaU, 111 SaVOIl ^p?i B . p . ., .. * »Vi* I V^ Illlll I IJIIIJII IIIJIII. llllll Verdeck mit Seitenteilen oo.no ^«.n, **« oo, » wn l| Benzin-Spartabletten n-,.-.,!. m nr b.Kff n ilWUiUUUll UUUL ifUll sehr gut erhaitener w a - — — — « • • — • — • — • || bewirken durch restlose Ver- flßDuiullll " W6FKSIQTIC! ä vendre avec 2 carrosseries. Offres sous ???• ^° t0 J, ® £7 li ? der - simplement par D r I M «CIY I la creme m brennung des Gasgemisches »WFUIUIMI HWHHIIUIII, ohiffre 514S8 & la Revue Automobile, Berne. 15/55 PS, 6fach bereift. 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N° 75 — 1931 AUTOMOBIL-REVUE 15 ^«»nii^eneMaE««» Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren. Zu Beginn dieser Woche versammelten sich die kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren während zwei Tagen in Bern. Der Tagung wohnten Bundespräsident Häberlin, Dr. Rothmund, Chef der Polizeiabteilung, und Adjunkt Dr. Plumez bei. Von Interesse für uns Automobilisten waren zwei Traktanden, als erstes ein Referat von Reg.-Rat Stauffer, Bern, über die Einführung der vom eidgenössischen Justizdepartement ausgearbeiteten einheitlichen schweizerischen Signalordnung für den Strassenverkehr. Der Referent gab eine detaillierte Analyse der Signalordnung und vertrat mit Recht die Auffassung, dass alle Kantone grosses Interesse an einer baldigen Verwirklichung eines vereinheitlichten Systems von Strassensignalen haben. Es sei deshalb keineswegs notwendig, die Ratifikation der Genfer Konvention durch die Signatarstaaten, noch das Inkrafttreten des eidgenössischen Verkehrsgesetzes und seiner Ausführungsbestimmungen abzuwarten, um im Gebiete der verschiedenen Kantone die vorgesehene Signalordnung in die Praxis umzusetzen. Da noch eine Reihe von Fragen bezüglich der Signalisierung offen bleibt, so die Bezeichnung auf den Ortschaftstafeln, die Strassennumerierung usw., soll eine Spezialkommission ins Leben gerufen werden, welche ein einheitliches Reglement hierüber ausarbeiten soll, um nicht neuerdings eine kantonale Zersplitterung in diesen fast sekundären Fragen riskieren zu müssen. Die Ausführungen fanden den einstimmigen Beifall der Konferenz und wurde sremäss Vorschlag eine Kommission bestellt, die beauftragt wurde, nach Fühlungnahme mit den Interessenten den Kantonen innert kürzester Frist einen Reglementsentwurf vorzulegen. Von Bedeutung war auch eine Aussprache bezüglich die Vollzugsverordnung zum Automobilgesetz. Dr. Ludwig, Basel, wies darauf hin, dass das Verkehrsgesetz auch für wichtige Fragen nur allgemeine Richtlinien aufstellt. Die Vollzugsverordnung anderseits wird kaum alle Details genau regeln können. Es ist demnach dringend nötig, dass die eidgenössischen Behörden den kantonalen Instanzen genügend Zeit einräumen, um die sich hieraus ergebenden legislativen Arbeiten vorzubereiten, die noch unabgeklärten Punkte definitiv zu entscheiden und sich im übrigen an die genauen Vorschriften der Vollzugsverordnung anpassen zu können. Aus diesem Grunde ersucht er das eidgen. Justiz- und Polizeidepartement, den Kantonen seinen Entwurf zur Vollzugsverordnung möglichst bald zuzustellen. Herr Bundesrat Häberlin hat diesen Wunsch gern entgegengenommen und konnte dies um so leichter tun, als nach seiner Auffassung den Kantonen noch reichlich Zeit verbleibt, um sich den neuen Vorschriften anzupassen. Selbst wenn der Ständerat in der nun bevorstehenden September-Session das Gesetz völlig durchberaten würde, so blieben doch noch die Differenzen zwischen den beiden Kammern zu bereinigen, was kaum mehr in dieser Session möglich sein würde. Es wird also frühestens für die Dezember-Session der definitive Text vorliegen. Alsdann verbleiben weitere 90 Tage, d. h. die Referendumsfrist, bis man einen Schritt weiter unternehmen könnte. Wird das Referendum benützt, so würde die gesamte Angelegenheit auf ein noch unbestimmtes Datum vertagt. Wird dagegen von keiner Seite das Referendum ergriffen, so käme endlich am 1. April der Zeitpunkt, um sich mit der Redaktion der Vollziehungsverordnung zu befassen. Diese Arbeit wird aber nur unter Zuzug von Experten erledigt werden können. Da weiterhin auch die Fahrausweise und Verkehrsbewilligungen im Sinne einer Vereinfachung neu gestaltet werden müssen und der Text in den drei offiziellen Landessprachen abzufassen ist, wird eine Aenderung im bisherigen Regime der Verkehrsvorschriften kaum vor dem 1. Januar 1933 in Frage kommen. Bis dahin wird den Kantonen wohl reichlich Zeit zur Verfügung stehen, um sich den durch das eidgenössische Verkehrsgesetz geschaffenen neuen Voraussetzungen anzupassen. B. Sp Monza-Epilog. In Monza erlebte man am letzten Sonntag einen beispiellosen Massenbesuch. Nie drängten sich gewaltigere Massen auf den Tribünen und längs der idealen Bahn entlang. Schon am frühen Morgen begann es. Eine Völkerwanderung setzte nach dem Heiligtum des italienischen Autosportes ein. Strassenbahnen, Autobusse, Privatwagen, Motorräder, Tausende und Abertausende von Velos, alles strömte Monza entgegen, dem Ort, wo sich der letzte gewaltige Kampf des Jahres im Autosport abspielen sollte. Die Zahl der Besucher überstieg alle Erwartungen, trotzdem gerade am gleichen Tag in Mailand ein ausserordentlich wichtiger Fussballmatch stattfand, dem die sportbegeisterten Italiener ebenfalls gerne beigewohnt hätten. So fanden sie sich wie der Esel zwischen den zwei Heubündeln, der nicht weiss, welches er nun fressen soll... Der schöne Sieg von Fagioli auf Maserati kam nach einer Reihe spannendster Zwischenfälle, Ueberraschungen angenehmer und unerfreulicher Art. Je nach dem Stand des Rennens flutete die italienische Begeisterung über, so dass die riesigen Menschenmassen zu einem einzigen Durcheinander von winkenden Händen, Hüten, Papieren wurden. Dass der Sieg einem Italiener zufiel, Hess die Zuschauer völlig aus dem Häuschen geraten. — Mit Besorgnis sah man dem Start des höchst geschätzten, netten, unheimlich schnellen Chiron entgegen, der aber eben doch kein Italiener ist. Und Varzi, früher erklärter Liebling der Italiener, wird jetzt auch nur noch rein objektiv gewertet, da er nach Molsheim abrückte. Hingegen Nuvolari, er war der erklärte Liebling der Masse. Wie brach beim dritten Vorlauf jeweils wildes Geschrei aus, wenn Nuvolari und Varzi miteinander in rasender Verbissenheit über die Bahn fegten! Fanatische Freunde Nuvolaris bekamen wahre Krampfanfälle, als der kleine, unerschrockene Draufgänger sich an Varzi vorbeigemacht hatte. Aber o weh, wie legte sich der Jubel, als Nuvolari kurz nachher an der Boxe anlegen musste und Varzi wieder vorn lag. Neues Jubelgeschrei, als er in unerhört kurzer Zeit seine Reparatur vorgenommen hatte und sich wieder in seinen Wagen warf. Harmloser gestalteten sich die zwei ersten Vorläufe und der Kampf bei den Kleinwagen. Die zweite Gruppe wurde gleich von Anfang von den siegesbewussten Maseratifahrern Dreyfus und Fagioli beherrscht, die miteinander an der Spitze um die zwei ersten Plätze rangen. Eine pikante Note erhielt der erste Vorlauf der Wagen bis 2000 ccm durch die Teilnahme der bekannten französischen Konkur- . entin Helle Nice. Aber nicht alles ging in Monza, während sich ein wunderbarer Spätsommerhimmel über dem Park wölbte, so spielerisch, so amüsant, so ohne tiefes Schicksalsgewicht zu Ende. Die im Hoffnungslauf miteinander ringenden Biondetti und Etancelin waren pjötzlich auf noch ungeklärte Weise auseinandergefallen. Biondetti brauste allein an den Tribünen vorbei. Er gab Zeichen gegen die Rennleitung hin: Ein Unglück! Eine lange, peinliche Pause setzte ein. Privatautos rasten auf der Bahn davon. Man sah durch die Bäume das Krankenauto mit seinem roten Kreuz. Dann sickerte es durch, zuerst scheu, dann lauter und lähmend: Etancelin war mit seinem Alfa Romeo ins Schleudern gekommen und hatte sich in einem Haufen unvorsichtiger Zuschauer, die sich zu weit nach vorn gewagt hatten, überschlagen. Man musste den zweiundzwanzigjährigen Turiner Leone Sartone, der extra mit dem Motorrad nach Monza gekommen war, tot vom Platze tragen; der fünfundzwanzigjährige Mailänder Akademiker Fortunato Ponti starb beim Transport ins Spital an den erlittenen Verletzungen. Im Spital Umberto 1. liegen heute noch rund zwanzig Verletzte, darunter auch der leicht verwundete Tessiner Stefano Ghezzi. Sie wurden alle ein Opfer ihres Wagemutes, mit dem sie die Anordnungen der Organisatoren übergehen zu dürfen glaubten. Im übrigen wurde durch das Ergebnis von Monza in der italienischen Automobilmeisterschaft 1931 eine besondere Lage geschaffen, die auch noch die italienischen Spartbehörden des R. A. C. I. beschäftigen wird. Nach dem Sieg von Fagioli besitzen Nuvolari, Campari und Varzi in der Endwertung je zwei Punkte und E. Maserati und Fagioli je einen Punkt. Die ersten drei sind somit punktgleich; nach den Bestimmungen des Sportreglementes ge-« niessen jedoch Nuvolari und Campari den Vorzug, da sie je eines der grossen Rennen, die speziell für eventuelle Differenzierungen in Frage kommen, gewonnen haben. Nuvolari siegte bei der Targa Florio und Campari beim Grossen Preis von Italien. Beide haben somit gleichen Anspruch auf den Meister-* Titel, indessen ist nun zu bemerken, dasS Nuvolari seinem Stallgenossen Campari bei dem Sieg um den Grossen Preis von Italien noch mithalf. Da der Meistertitel nicht an zwei Fahrer verliehen werden kann, wird die Sportkommission den schwierigen Fall noch auszuknobeln haben, wer nun eigentlich ita-* lienischer Champion ist. Auch bei dem Markenwettbewerb herrscht übrigens Punktgleichheit: Alfa Romeo und Maserati besitzen je vier Punkte. bo f Verantwortliche Redaktion Dr. Arnold Büchi. Walter Mathys (im Militärdienst). — Huno Labhtri Telephon der Redaktion: Bollwerk 39.84 (Hallwag). Ausserhalb der Geschäftszeit: Bollwerk 32.95. Redaktion für die Ostschweiz: Dr. Arnold Büchi. — Sprechstunden nach Vereinbarung mit der Geschäftsstelle Zürich (Löwenstr. 51. Telephon 39.743). JüifiUCH ERSATZTEILE für CITROEN B 14, B 12, B2, 11 und 5 PS, FIAT 501, OVERLAND 4, HIL- DEBRAND, COLUMBIA SIX. — Dlv. Scheibenräder, elektr. Lichtanlagen. Anlasser, Magnete, Chassis u. Karosserieteile etc., kompl. Motoren, billig abzugeben. 9307 Hans Müller, Autogarage. Romansborn. Teleph. 159 Meeaniciens! A liquider machmes Mayers Schmith pour rectifier les cylindres d'autos, ä vendre bas prix. S'adresser: Case Rolle No 31.524. 51444 VERLOREN Reserve-Felgen mit Pneu 32 X 6, von Usfer nach Glattbrugg, Zürich, Dietikon, Bremgarten, Muri, Aetienschwil, Dietwil. Finderlohn 50 Fr. Meldungen an Polizeiposten Steingarten (Aargau). 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