Aufrufe
vor 3 Monaten

E_1931_Zeitung_Nr.080

E_1931_Zeitung_Nr.080

AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1931 — N" 80 #wu* C BUTTUNGER - AUTOMOBIL® ZÜRICH - DUFOURSTRx29 t TElAk232 Z5Lfr.,13PS mU .ü^."'.*t Ich offeriere Ihnen zu konkurrenzlosen Preisen: Schwämme und Leder, Simoniz-Produkte, Kühler-Glyzerin, garantiert chemisch rein und säurefrei, Reinigungsflüssigkeit für Autopolster (nicht feuergefährlich), Spülöl, prima amerikanische Auto-Oele, Differenzial- und Gctriebe-Oel und -Fette, konsistentes Maschinenfett, Tinoiweichlötmasse, in Stab und Teigform, Isolierband Bemusterte Offerte unverbindlich Hdi. Schweizer, Basel 4*^,%^. Cioragraben 31 Telephon Birsig 96.63 und Safran 60.68 ttäm. (EIGENER KESSELBAU) vomti 'ZOFINGEN-STGAILENBERN-IUZERN BASEL

N° 80 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE VexUek» Omnibus-Bahnhöfe. Der regelmässige Personenverkehr mit Omnibus auf lange Distanzen hat besonders in England in den letzten Jahren einen unerwartet grossen Aufschwung genommen. Die Erfahrungen ergaben die Wünschbarkeit, die langen Fahrten zu unterbrechen, um den Passagieren die Möglichkeit zu bieten, Erfrischungen einzunehmen, Toilette zu machen und sich etwas Bewegung zu verschaffen. Verschiedene Omnibusgesellschaften hatten deshalb Abmachungen mit privaten Hotels oder Restaurants getroffen, und wurden Zwischenhalte bei deren Wirtschaftsräumlichkeiten vereinbart. Diese Lösung hat aber wenig befriedigt, indem damit für die Passagiere ein bestimmter Konsumationszwang verbunden war, andererseits die Bedienung bei einem plötzlichen Ansturm von Reisenden zu wünschen übrig liess, und immer wieder Differenzen wegen der Qualität und Preise der angebotenen Erfrischungen auftraten. Alle diese Schwierigkeiten hat nun eine der grössten englischen Omnibusgesellschaften, welche einen ausgedehnten Dienst zwischen London und Brighton, einem populären englischen Seebad, und London und Worthing besorgt, mit einem Schlag behoben durch die Bereitstellung eigener Stationsgebäude. Diese sogenannten Road Houses sind auf beiden Strecken ungefähr auf halbem Wege in unmittelbarer Nähe der Hauptdurchgangsstrassen erstellt worden. Die Fahrzeiten sind nun so berechnet, dass ein Zwischenhalt von ungefähr 10 Minuten eingeschaltet werden kann. Die Gebäulichkeiten sind äusserst zweckmässig eingerichtet. Den grössten Raum beansprucht eine Erfrischungshalle, welche direkt von der Aussteigeplattform durch fünf grosse Türen erreicht werden kann. Die Rückseite mündet auf eine grosse geschützte Terrasse, die für den Aufenthalt hei schönem Wetter bestimmt ist. Auf der einen Querseite der Halle ist über die ganze Breite ein Büffet eingerichtet, wo Erfrischungen von den Gästen selbst bezogen und an den sauber gedeckten Tischen verzehrt werden können. Auch steht genügend Personal zur Bedienung zur Verfügung. Die Räumlichkeit und das Personal sind so bemessen, dass gleichzeitig die Bedienung der Reisenden von 12 Omnibussen bequem erfolgen kann. Für die Omnibuschauffeure und das übrige Wagenpersonal steht ein besonderer Wirtschaftsraum zur Verfügung, wo aber nur alkoholfreie Getränke abgegeben werden. Interessant ist auch die Anlage des Aussteigeperrons. Sie weist gegen den Hofraum hin eine sägeartige Zackung auf, wobei jeder Einschnitt für die Breite eines Omnibusses berechnet ist. Auf diese Weise können die Omnibuss gleichzeitig soweit zurückfahren, dass die Passagiere ebener Erde mit der Plattform aussteigen können und sich sofort unter dem weit ausholenden schützenden Dach der Gebäulichkeiten befinden. Die Konsumationspreise sind durch die Omnibusgesellschaft genau festgelegt, und wird der Restaurationsbetrieb regelmässig durch einen höheren Angestellten inspiziert. Es besteht natürlich für die Reisenden keinerlei Konsumationszwang. Sie können die Installationen der Stationsgebäude auch sonst in Anspruch nehmen und sich im Restaurationsraum aufhalten, ohne dem Büffet zuzusprechen. Diese neue Einrichtung hat beim Publikum grossen Beifall gefunden, und weist die bisherige Frequenz daraufhin, dass die unternehmende Gesellschaft damit das Richtige getroffen hat. An Weekendtagen besuchen durchschnittlich gegen 3000 Reisende das Road House, welcher Institution eine interessante Entwicklung schon jetzt vorausgesagt werden darf. ß Pariser Verkehrspolitik. Der überaus aktive Pariser 'Polizeipräfekt Chiappe hat kürzlich einem Journalisten gegenüber seine Pläne und Richtlinien für die weitere Ausgestaltung der Pariser Verkehrsordnung auseinandergesetzt. Er tendiert darauf hin, alle grösseren Strassenzüge als Einbahnstrassen zu organisieren. Freilich ist die Erreichung dieses Zieles recht schwierig, da es hierzu für alle Verkehrsrichtungen Parallelstrassen bedarf, welche nicht allzuweit auseinanderliegen. Es wird deshalb notwendig sein, den Bau verschiedener Parallelstrassenzüge zu wichtigen Verkehrsarterien auszuführen. Beim Bau von Entlastungsstrassen ist zu prüfen, ob nach deren Erstellung nicht eine Verkehrsteilung durchgeführt werden kann, wonach die einen Strassen nur für den raschen Verkehr von Personenfahrzeugen, die änderen dagegen ausschliesslich dem langsamen Verkehr und den Lastwagen offen wären. Eine weitere wichtige Massnahme ist die Aufhebung des schienengebundenen Strassenbahnbetriebes in den verkehrsreichen Stadtvierteln. Es gibt nach der Auffassung des Polizeipräfekten keine grösseren Verkehrshindernisse für den raschen Transport als diese überdimensionierten und wenig beweglichen Strassenbahnen, die hauptsächlich an den Haltestellen und bei Strassenkreuzungen die Verkehrsordnung stören. Auf alle Fälle werden keine neuen Linien mehr gebaut und keine der bestehenden ausgedehnt. Wo eine Verlängerung der Linien notwendig wird, oder einem neuen Verkehrsbedürfnis Rechnung zu tragen ist, da tritt der Omnibus an die Stelle des Tramways. Allerdings werden auch die Omnibusse immer grösser und werden heute schon zweistöckig und mit einem Fassungsvermögen bis zu 60 Personen gebaut. Für viele der engen Pariser Strassen sind auch diese Fahrzeuge, trotz ihrer grossen Beweglichkeit, ungeeignet, so dass als wichtige Ergänzung die Untergrundbahn notwendig ist. Mr. Chiappe möchte aber den unterirdischen Verkehr nicht auf den «Metro» beschränken, sondern strebt den Bau von unterirdischen Automobilstrassen, auf alle Fälle die Konstruktion von Parkierungsolätzen unter der Erdoberfläche an, um der Parkierungskalamität auf den Strassen und Plätzen wirksam abhelfen zu können. Was die Verkehrsregelung anbetrifft, so ist der Vorstand der Pariser Polizei kein Freund der automatischen und mechanischen Signalapparate. Er hält die Ueberwachung und Regelung durch den Verkehrspolizisten als die zuverlässigste Lösung, da sich der Beamte am besten den jeweiligen Umständen anpasst und mit den Strassenbenützern einen bestimmten persönlichen Kontakt hat. Was die Erleichterungen für den Fussgängerverkehr anbetrifft, so ist er auch vollständig den in Amerika verschiedentlich angewandten oberirdischen Fussgänger-Passarellen abhold. Diese werden aus Bequemlichkeitsgründen von den Passanten vielfach doch nicht benützt und beeinträchtigen weitgehendst das Strassenbild. Soll der Fussgängerverkehr an Plätzen und Strassenkreuzungen separat geleitet werden, so habe dies durch Fussgänger- Unterführungen zu geschehen. z. Blinde im Strassenverkehr. Das Sekretariat des Schweizerischen Blindenverbandes schreibt: Das Verkehrsschutzzeichen für Blinde, drei schwarze Punkte im gelben Feld, hat in seiner neuen Gestalt als Scheibe an kurzem Handgriff unter den Blinden so starken Anklang gefunden, dass es notwendig scheint, erneut auf diese neue Form des Schutzzeichens hinzuweisen. Blinde werden diese Scheibe nur zeigen, wenn sie ira Strassenverkehr der Aufmerksamkeit oder Hilfe bedürfen, die mit grösster Dankbarkeit von ihnen begrüsst wird. Neben der Handscheibe behält die Armbinde ihre alte Bedeutung als Schutzzeichen. Der englische Verkehr ohne Höchstgeschwindigkeiten. Während der letzten Parlamentsberatungen der Arbeiterregierune wurden von verschiedenen Deputierten an. den Transportminister Anfragen über die bisherige Auswirkung des neuen Verkehrsgesetzes gestellt. Alle Deputierten, welche sich an der Diskussion beteiligten, gaben gerne zu, dass die Beseitigung der Höchstgeschwindigkeiten keineswegs zu den Auswüchsen führte, wie sie die Gegner des Gesetzes vor seiner Einführung befürchten zu müssen glaubten. Die Unfallstatistik kann für die Beurteilung leider noch nicht in vollem Umfange herangezogen werden, indem die Ergebnisse für das ganze Land noch nicht vorliegen. Dagegen konnte der Transportminister die erfreuliche Mitteilung machen, dass in der Grafschaft London, welche weitaus den dichtesten Verkehr des ganzen Königreiches aufweist, die Verkehrsunfälle trotz aufgehobener Geschwindigkeitsmaxima im ersten halben Jahre um 10 Prozent zurückgegangen sind. Wenn dieses Ergebnis auch nicht verallgemeinert werden darf, so zeigt es auf alle Fälle, dass die Verkehrssicherheit eine mindestens ebenso grosse ist. wie unter dem frühern Regime der zahlenmässig begrenzten Fahrgeschwindigkeiten. ß Originelle Verkehrswerbung. Die Aufmerksamkeit der Autotouristen wird an den Stadteingängen zu Plymouth durch ein eigenartiges Holzmodell gefangen genommen, welches ein grosses Portal mit offenen Flügeln darstellt Dazu im Hintergrund folgender Text: «Die Tore von Plymouth sind allen offen.» Es stellt dies eine originelle Einladung an die Reisenden dar, die Stadt zu besuchen, eine neue Art der Verkehrswerburis:, welche ihren Zweck sicher nicht verfehlen wird. ß ADLER Die rationellsten Transporte ermöglichen Ihnen Lastwagen mit Dank seiner ausserordentlichen Leistungsfähigkeit, hoher Qualität und modernster, solider Konstruktion bat sieh der neue Adlerwagen in der Schweiz sehr rasch eingeführt und sich als rassiger Bergsteiger und unermüdlicher Strapazierwagen überall bestens bewährt. Er Ist gebaut für hohe Ansprüche, geräumig, komfortabel und für lange Lebensdauer. Seine absolute Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit sind bereits sprichwörtlich geworden. Wenn Sie einen modernen, soliden und leistungsfähigen Europäerwagen wünschen, der all Ihre neuzeitlichen Erwartungen erfüllen soll, dann fahren Sie Adler und prüfen Sie seine Vorteile. Er wird Sie angenehm überraschen und Ihnen Freude bereiten. Aktiengesellschaft ADOLPH SAURER ARBON BASEL MORGES ZÜRICH DI ESEL-Motoren 60-70 °/„ Brennstoffkosten-Ersparnis gegenüber Benzinbetrieb. Ueber 1000 Lastwagen, Omnibusse und Cart Alpins mit Saurer-Diesel-Motoren in der Schweiz und im Ausland Im Betrieb mit zum Teil Ober 100000 km Fahrleistung. Verlangen Sie Referenzen und Attest», sowie die Broschüre: „Der neue Saurer-Fan rzeuf-Dieselmotor". Unsere Vertreter stehen zu Ihrer Verfügung. Aaran: Glaus * Meng Baden: E. Plüss-Stelner Basels Paul Haas Berns Dr. W. Krüger B*m: Grd. Garage Bur gernziel Ebnat-Kappel: N. Hartmann Bedingen! P. Glättli Herlsau: Karl Erny Horgens John Faul Konolflngen: Garage Antener Langentbai: Garage Geiser Lugano: Andrea Pont! Luzern: Macchi-Barmettler Httnebenbnchsee: Th. Christen Nenenstadt: J. Schwab Ölten: Max Moser & Co. Generalvertretung und Bestandteillager Automobilwerke Franz A.-G., Züric, Bidenerstrniö 313-329 Telephon 52.607 Mätflkon-Zch.: Kliul-Bretscher ItÜPflsauscharhen: A.. Benkert Schaft hausen: IDrllmann t Cnjan Sirnacb: C. Ruckstuhl Sursee: Frans Wyder Wintarthur: Eulachgarage A. G. Zürich: Hrch. Mooser Zürich: Mauch-Schmld Amiiear Berliet} Chenard Citroen De Dion Oelage Donnet Hotchkiss Mathis Peugeot Renault Unie Voisin