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E_1931_Zeitung_Nr.083

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gebracht wurden. sind,

gebracht wurden. sind, die ganze Strecke innerhalb von sechs Der mit einem Junkers «L 88»-Motor von Tagen, unter Einschaltung eines Ruhetages, 800 PS versehene Tiefdecker wurde von dem zurückzulegen. Eine neue Note erhält der alten, erfolgreichen Segelflieger dipl. Ing. Streckenflug auch dadurch, dass die End- Hoppe der «Junkers-Flugzeugwerke» geführt, etappe (etwa 300 km) in Form eines reinen der sich nach der Landung durchaus befrie- Rennens ausgeflogen wird, bei dem die digt über die fliegerischen Eigenschaften des Höchstgeschwindigkeit allein ausschlaggebendneuen Typs äusserte. An dieser Stelle sei er- ist. Das Gesamtergebnis der technischen Prütt AUTOMOBIL-REVUE 1931 - N° 83. Luftfahrt Flugsport. Der Sportgedanke ist heute zweifellos von der Mehrzahl der neuzeitlichen Menschen erfasst. Der Sport hat sich durchgesetzt. Selbst die Behörden, die noch im vorigen Jahrhundert recht wenig Verständnis für die Anfänge der Sportbewegung aufbringen konnten, ja selbst die Schulbehörden, setzen sich heute längst für den Sportgedankenein. Das ist kein Zufall. Der heutige Mensch, der gezwungen ist, weit intensive/ zu schaffen als früher, bedarf besonders dringend eines Gegenmittels, das ihn davor behütet, selbst zur Maschine zu werden. Da ist es selbstverständlich, dass bei der eigenartigen Schönheit des Fluges in weiten Kreisen der Wunsch besteht, zu fliegen um des Fliegens willen. Gefahren-Moment. Leider ist aber gerade hier die Lage von Anfang an weit schwieriger als auf allen anderen Sportgebieten. Ohne Zweifel liegt nämlich der Gedanke des Fliegens dem auf der Erde krabbelnden Durchschnittsmenschen durchaus nicht nahe. Daher waren die Widerstände, die der Flugsportbewegung von' Menschen entgegengesetzt wurden, welche an sich den Sportgedanken erfasst hatten, recht gross. Denn auch der Sportsmann wird eine Hinrichtungsmaschine nicht unbedingt als ideales Sportgerät anerkennen. Und tatsächlich erschien der Mehrzahl der Aussenstehenden das Flugzeug nicht viel anders. Leider hat sich diese Ansicht auch heute noch nicht in dem erforderlichen Mass geändert. Wer die Dinge kennt, weiss, dass dieser Standpunkt stark übertrieben ist. Sicher werden gerade die kommenden Jahre die Masse noch mehr von der geringen Gefährlichkeit des Flugzeuges überzeugen. Die grösste Schwierigkeit liegt aber in der Kostenfrage. Was nötig ist, sind nicht allein Flugzeuge, die wenig Benzin verbrauchen und in der Anschaffung billig sind, sondern solche, deren Konstruktion zugleich so kräftig und übersichtlich ist, dass sie auch durch Laienhände bedient werden können. Zweifellos ist hier noch sehr viel Arbeit zu leisten. Es bedarf keines Zweifels, dass die Entwäoklung des schwachmotorigen Flugzeuges in dieser Hinsicht als Fortschritt zu werten ist; es ist aber verhängnisvoll, zu glauben, dass, wie dies nur zu oft geschieht, heute bereits das ideale Sportflugzeug vorhanden ist. Zu begrüssen ist das Leichtflugzeug vor allen Dingen deshalb, weil es bereits sehr viele dem Flugsport zugeführt hat, denen die Mittel zum Fliegen mit starkmotorigen Flugzeugen fehlten. Vor allen Dingen äst auch die im Schulbetrieb mit schwachmotorigen Flugzeugen nachweislich bereits erzielte Kostenersparnis erheblich. Das heutige Leichtflugzeug stellt meist aber eben noch kein Sportflugzeug für den Privatmann dar, sondern bestenfalls eines für eine Gruppe solcher Leute, also für Vereinigungen. Hier lassen sich durch gemeinsames Tragen der Kosten Anschaffung, Betrieb, Instandsetzung und Ueberwachung eher tragen. In diesem Sinne ist es unbedingt zu begrüssen, dass sich auch heute immer mehr Vereine dazu entschliessen, Sportflugzeuge zu kaufen. Wenn auch vorerst in kleinem Masse, werden durch diese Flugzeuge immer neue Jünger der Flugsportbewegung zugeführt. In diesem Sinne ist es auch lebhaft zu begrüssen, wenn man in Europa der Veranstaltung rein sportlicher Wettbewerbe grössere Beachtung zu schenken beginnt. Bei den uns zur Verfügung stehenden beschränkten Geldmitteln ist es natürlich wesentlich, die Hauptwettbewerbe nach technischen Richlinien anzusetzen, vorausgesetzt, dass diese von wirklich in der Praxis stehenden Fachleuten aufgestellt werden und dementsprechend richtig sind. Daneben sollte aber das sportliche Moment nicht, wie bisher, meist vernachlässigt werden. Denn die sportliche Leistungsfähigkeit kann nur durch Konkurrenz in die Höhe getrieben werden. Allerdings dürfte es nötig sein, bestimmte Leistungen zu verlangen und sich nicht mit einer summarischen Umschreibung zu begnügen. Selbstverständlich ist es nicht allein damit getan, billige und leicht zu behandelnde Flugzeuge zu schaffen. Sicher bietet auch das Rennflugzeug, wie jedes Rekordflugzeug, für den Sportflieger einen erheblichen Anreiz. Unbedingt ist aber die Schaffung des Volksflugzeuges heute das Wesentlichste. Wenn hier der Schritt auch noch weit ist, so kann doch das Ziel erreicht werden, wenn die, bisherigen Erfahrungen gesammelt und wirklich verwertet werden. Es wird dabei natürlich völlig gleichgültig sein, ob das künftige neut darauf hingewiesen,, dass zur eigent- Volksflugzeug mehr ein Leichtflugzeug oder liehen Höhen-Erprobung noch gewisse Einein Kleinflugzeug sein wird. kauten nötig sind, welche erst im Laufe der Aus Mangel an finanzieller Unterstützung nächsten Monate erfolgen werden., ist leider der Schweizer Flugsportbewegung ein derart offensichtlicher Erfolg wie in* Segelflugmeeting in Grenchen. Die Sektion Ausland versagt geblieben. Ständen unseren Grenchen des Ae.C.S. wird voraussichtlich Vereinen ähnliche staatliche Mittel zur Ver- im Laufe des Monats Oktober auf dem Grenfügung wie z. B. den verschiedenen engli- chener Flugplatz einen Propagandatag für die sehen und französischen Flugsportclubs, so Segelfliegerei durchführen. Falls die Sache würden sich natürlich ganz andere Leistun- wirklich zustande kommt, werden die beiden gen verwirklichen lassen Piloten Farner und Baroni starten und ihre Wesentlich ist es natürlich, dass auch die Segelflugzeuge vorführen. Farner wird sich . durch eine Wild-Maschine hochschleppen Bodenorganisation Jassen und auf dem f i ugp i a t z landen. Baroni dem kommenden Sportflugverkehr angepasst gedenkt vermittelst Gummiseil und Automowird. In dieser Hinsicht können gar nicht ge- bilschleppung Flüge zu vollführen und vornug Aussenlandeplätze entstehen. Wenn das aussichtlich einen Distanzflug mit Start auf Fliegen populär werden soll, müssen dem e\ nem der umliegenden Hügel zu unterneh- Sportflieger hier billige Hilfsmittel zur Ver- men# rj ie Veranstaltung verspricht hochinfügung stehen. Das wird sich bei planmässi- teressant zu werden, ger Organisation auch ohne allzu grosse Kosten ermöglichen lassen. Europa-Rundflug 1932. Der Aero-Club von Sehr wahrscheinlich wird der Flugsport Deutschland, der wiederum mit der Organinicht die gleiche Ausdehnung gewinnen wie sation des Internationalen Rundfluges 1932 der Motorfahrsport, solange er sich mehr betraut worden ist, veröffentlicht jetzt die oder weniger weit von den Städten entfernt Ausschreibung zu diesem Wettbewerb der abspielen muss. Trotzdem können wir auf Leichtflugzeuge. Der «Europa-Rundflug 1932» Grund der heutigen Sporterfahrungen schon verspricht schon jetzt eine flugsportliche Verin den nächsten Jahren mit einer gegenüber anstaltung zu werden, die alles bisher Däden heutigen Verhältnissen ganz erheblichen gewesene übertrifft. Alle europäischen Staa- Ausdehnung dieses Sportzweiges rechnen. ten bekunden ein ausserordentlich grosses Mr, , . Interesse. Neben den bisher bereits beteiligrlm^WOtiaEen ten Staaten Deutschland, England, Belgien, "••••••^•^••^•••'^•••••••'•••"""^ Frankreich, Polen, Schweiz und Tschechoslo- Start des Höhenflugzeuges Junkers « Ju wakei werden im nächsten Jahre auch noch 49». Nachdem am letzten Freitag Nachmit- zahlreiche andere Länder, insbesondere Itatag der erste Erprobungsflug des von Jun- Hen, in Wettbewerb treten. Dänemark, Holkers, der «Notgemeinschaft der Deutschen land, Oesterreich, Schweden und die Türkei Wissenschaft» und der «Deutschen Versuchs- haben dem Organisationskomitee den Wunsch anstalt für Luftfahrt» gemeinsam entwickel- unterbreitet, .die Flugstrecke des Europafluges ten Höhenflugzeuges «Ju 49» über dem Des- so zu legen, dass auch ihre Gebiete angeflosauer Werkflugplatz erfolgt ist, verstummen gen werden. Die endgültige Streckenführung hoffentlich die sensationellen Nachrichten der wird allerdings erst im Dezember 1931 festletzten Wochen über dieses neue Wunder- gelegt werden, da die Zusagen der Länder, werk deutscher Flugzeugtechnik. Ernsthafte die am Wettbewerb teilnehmen wollen, bis deutsche Forscherarbeit sollte man endlich in Mitte Dezember eingehen können. Der Ruhe lassen und mit solchen lächerlichen Streckenflug wird über etwa 6000 bis 7500 km Nachrichten verschonen, wie sie gottlob nur führen; er stellt insofern härtere Anforderunvon einem geringen Teil der deutschen Presse gen an die Bewerber, als diese gezwungen Zu jeder Stund 9 in aller Welt: Mit BOSCH gerüstet - out die Fahrt! Scheinwerfer Nebelscheinwerfer Sucher Stop- und Rückfahrlaternen Richtungsanzeiger Scheibenreiniger Hörner Zündkerzen Zündspulen Magnetapparate Lichtmaschinen Anlasser HSflfi^Ll n5 A n A A A 2M• Genf, Lausanne, Vevey, Sion, Lugano, St. Moritz, Chaux-de-Fonds, iiUvvn'llieilSie lila Bern, Solothurn, Ölten, Basel, Luzern, Zürich, Flawil.

k W 83 - 1931 fung, der Reisegeschwindigkeit und der Zuverlässigkeit im Streckenflug sowie die Höchstgeschwindigkeit auf der End-Etappe •wird die Reihenfolge der Sieger bestimmen. In der technischen Prüfung, die vor dem Streckenflug erledigt wird, ist als neues Moment zu erwähnen, dass sowohl Start und Landung über ein 8 m hohes Hindernis, wie im Vorjahre, als auch die Mindestgeschwindigkeit, wie in diesem Jahre im Deutschlandflug, bewertet werden. Erwähnt sei noch,. dass der nächstjährige Wettbewerb für Deutschland von besonderer Bedeutung ist, insofern, als der wertvolle Wanderpreis nach. den Erfolgen von Morzik in den Jahren 1929 und 1930 im Falle eines dritten deutschen Sieges endgültig an Deutschland fallen würde. Stvassen Bau der neuen Stossstrasse. Bekanntlich wurde die alte Stossstrasse schon vor längerer Zeit durch Rutschungen unbefahrbar gemacht. Der Bau der neuen Stossstrasse, die oberhalb des Rutschgebietes durchführen soll, steht unmittelbar bevor. Zwischen den interessierten Kantonen St. Gallen und Appenzell A.-Rh. ist nun bezüglich des Strassenbaues eine Vereinbarung getroffen worden. Der Bau der Strasse kommt für die dortige Gegend sehr erwünscht, einesteils •weil er vielen Arbeitslosen willkommene Beschäftigung bringt und anderseits weil die alte Stossstrasse schon vor den Rutscliungen dem grossen Verkehr zwischen dem Appenzellerland und dem Rheintal nicht mehr genügte, x. Schutzinseln auf dem Basler Aeseheriplatz. Der Basler Grosse Rat bewilligte für die An- . legung von Schutzinseln auf dem Aeschenplatz einen Kredit von 17,000 Fr. Die Vorlage erfuhr zuerst Opposition, da sie die Verkehrsverhältnisse nicht endgültig bessert. Da os aber sehr schwer fällt, rasch eiiie Lösung zu finden, bequemte sich der Rat schliesslich zu dieser provisorischen, jedenfalls dringenden Massnahme. x. Strassenbau In Wädenswil. Der Gemeinderat von Wädenswil verlangt von der Gemeindeversammlung einen Kredit von 150,000 Franken für die Verbesserung des Strassennetzes als .Notstandsarbeiten. x. Ausbau schwyzerlscher Strassen. Die Korrektion der Strasse Merleschachen-Kü'ssnacht a, R. wird in den nächsten Tagen beendet sein. Auch der Ausbau dör Greppenstrasse geht dem Ende entgegen. Damit sind zwei wichtige Durchgangsstrassen korrektioniert. Auch die Strasse - gegen die Hohle Gasse- Immensee soll schon in nächster Zeit in Angriff genommen werden« mb. Eine Güterstrasse im Kanton Uri. Das urnerische Wyttenwassertal soll durch eine Alp- und Güterstrasse von 6 km Länge, beginnend hinter dem Hotel « Alpenhof» in Realps besser erschlossen werden. Der Regierungsrat des Kantons Uri erteilte dem Projekte die Genehmigung und leitete es an das eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement weiter. X. Radfahrerwege in Basel. Der Entwurf zum Vorschlag betreffend der Erstellung von Radfahrerwegen in Basel wurde vom Regierungsrat genehmigt und an den Grossen Rat zur Behandlung weitergeleitet. x. Beginn des Baues der Basler Dreirosenbrücke. Am letzten Dienstag ist in Basel mit dem Bau der Dreirosenbrücke — der fünften Rheinbrücke — begonnen worden. x. WevE^^Bva* ÄUTOMOBIL.REVUE Pietät und Forderungen der Neuzelt. Dass man auch noch in unserer verhetzten Zeit alten Erinnerungen eine schöne Pietät entgegenbringt, hat an sich gewiss viel Erfreuliches. Allerdings ereignete es sich schon oft, dass Pietät und die Forderungen der heutigen Zeit nicht länger zu einander passten, so dass man wohl oder übel einen Ausweg suchen musste. Vor dieser verzwickten Frage steht man auch in Baden. Der massive, imponierende Wachtturm der Bäderstadt bildet bekanntlich eines der Wahrzeichen des Ortes. Leider stellt der Turm schon seit langer Zeit ein grosses Verkehrshindernis dar, das sich vor allem in den Stosszeiten beängstigend deutlich bemerkbar macht. Zum Schütze des Publikums wurden — um wenigstens eine, wenn auch ungenügende Sicherung vorzukehren — auf dem Schlossbergplatz zwei Trottoirinsein erstellt, die von den Autos umfahren werden müssen. Auch ein Verkehrspolizist waltet vor dem Turm seines verantwortungsvollen Amtes. Trotzdem kann diese Lösung auf die Dauer nicht genügen. Man wird auch in Baden einen Ausweg finden müssen, und der''Wird ob kurz oder lang doch nur durch eine radikale Aenderung erzielt werden können. Dass die erwähnten ungünstigen Verkehrsverhältnisse — zu denen 1 dann' noch die beiden Niveauübergänge kommen '— in Baden selbst als unhaltbar empfunden werden, das zeigt am deutlichsten der Ruf nach Besserung der Verhältnisse in der aargauischen Presse. bo. Autoraobilkurse im Kanton Thurgau. Im Kanton Thurgau bestehen gegenwärtig 14 konzessionierte Automobilkurse, die zum Teil von der Postverwaltung und zum Teil von privaten Unternehmungen betrieben werden. Die Gemeinden des Kantons richteten im letzten Jahre an die Betriebsdefizite Beiträge im Gesamtbetrage von rund 33 000 Franken aus. Der Kanton gab den Gemeinden an diese Leistungen einen Staatsbeitrag von 12 Prozent ab. Das grösste Betriebsdefizit wies die Verbindung Sulgen-Kreuzlingen auf. X Verkehrsunterricht in den Schulen. Die Stadt Baden beabsichtigt, in der Schule den Verkehrsunterricht einzuführen. Die Schüler sollen von der Verkehrspolizei klassenweise unterrichtet werden, wie sie die Strassen zu begehen und zu kreuzen haben. Auch die Schulpflege der Stadt Aarau beschloss, an den städtischen Schulen den Verkehrsunterricht einzuführen. Im weiteren richtete die aarsrauische Erziehunsrs-Direktion an die Schulpflegen, Inspektorate und die Lehrerschaft ein Kreisschreiben, in dem die Erteilung von Verkehrsunterricht gegen die Gefahren der Strasse empfohlen wird. mb. *Ut Und die Mora! von der Geschieht... Die Geschichte beginnt höchst harmlos und romantisch, und endet mit einer grossen Moral. «Er» ist ein 19jähriger Lehrling in Basel, dessen Papa ein Auto besitzt. Nun hat er bei irgend einem Wettbewerb mehrere hundert Liter Benzin gewonnen, und da diese doch irgendwie verbraucht werden müssen, benützt er die schönen, warmen Herbstabende zu idyllischen Bummelfahrten mit seiner 17jährigen Dulcinea. Sie lassen es sich wohl sein und finden es wundernett, ein Auto zu besitzen. Da sticht ein Teufelchen auf einer der Fahrten das blonde Kind. Sie will ihr Glück am Volant auch mal versuchen. Schwache Männerherzen widerstanden noch nie den betörenden Worten einer Frau, und so rückt der junge Mann vom Lenkrad ab, um es seiner völlig unerfahrenen Begleiterin zu übergeben. Er weiss allerdings, dass jeder Autoführer mindestens 18 Jahre alt sein und eine behördlich ausgestellte Lehrbewilligung besitzen muss. Mit einer Anfängerin mitten in der Stadt herum zukutschieren, wird ihm im übrigen selbst nicht ganz gepasst haben. Er setzte eben auf gut Glück und fuhr mit seinem netten Kinde los. Schon in der Basler Greifengasse ist das Unglück da: eine ältere Frau will die Strasse überqueren, die Kleine verliert ihren Kopf, drückt statt auf das Bremspedal auf den Gashebel, und die Frau liegt überfahren am Boden. Geschrei, Schrecken, Reue! Und doch kamen die beiden Unüberlegten mit einem blauen Auge davon. Die Ueberfahrene zog den Strafantrag wegen Körperverletzung zurück, so dass es mit einer Polizeiverzeigung sein Bewenden hatte. Sie wurden zu je 20 Fr. Busse verdonnert. Wäre die Frau schwerer verletzt worden, die beiden zu einer Juxfahrt ausgezogenen jungen Leute wären voraussichtlich mit Haft bestraft worden. Und die Moral von der Geschieht? Man soll auch schönen Augen gegenüber keine Schwäche bekommen, wenn man am Volant sitzt. Es geht eben immer um mehr als nur um die private Seligkeit. Man soll überhaupt so klug sein, um zu wissen, dass diese ganze Art des Autofahren-Lernens mitten in der Stadt abscheulich dumm und verdarhmenswürdig ist. bo. Die Unzuverlässigkeit von Zeugenaussagen ist bei der jüngsten Behandlung eines Verkehrsunfalles durch das aargauische Obergericht neuerdings krass beleuchtet worden. Ein Strolchenfahrer, der mit einem Kameraden ein gestohlenes Motorrad zu einer Fahrt benützte, stiess an einer Strassenkreuzung in Baden mit einem Automobil zusammen, wobei der Dieb tötlich verletzt wurde. Die Aussagen einer grossen Reihe von Zeugen, welche den Zusammenstoss beobachtet haben wollen, widersprechen sich nun in auffallendster Weise. Hauptsächlich gehen die Behauptungen über die Geschwindigkeit der beiden Fahrzeuge sehr stark auseinander. Bezeichnend für die Schwierigkeit in den wenigen Augenblicken, welche solchen Unfällen vorausgehen, genau beobachten zu können, ist der Umstand, dass Verschiedene des Bestimmtesten behaupteten, der Motorradfahrer habe ein Fräullein auf dem Soziussitz mitgeführt. Die nähern Feststellungen ergaben aber, dass es sich bei dem Passagier um eine männliche Person gehandelt hat ! Staatsanwälte und Richter mögen aus diesem typischen Beispiel die notwendigen Schlüsse über den Wert von Zeugenaussaeen ziehen. z. WISSEN dass die Grosszahl der Unfälle durch das Schleudern der Wagen entsteht ? Die Mehrzahl der heutigen Strassen sind nicht mehr rauh; sie sind glatt asphaltiert oder geteert und bieten einem gewöhnlichen Gleitschutz keine Angriffsfläche. Kommt der Wagen ins Rutschen, so sind die Insassen in Gefahr. Fahren Sie mit GENERAL- VERTRETUNG ZÜRICH SSE 1RELLl SUPERFLEX-CORD STELLA-BIANCA mit dem verstärkten Profil und Sie sind dieser Gefahr enthoben. Ltndenbachstrasse 6, Telephon 22.796 AGENCE GENERALE DEPOT ST. GALLEN Frongartenstr. 11, Telephon 52.91 Was man vom 013 U sator Moller schreibt: Der Autobesitzer : L.-M., den 7. August 1931. Letzte Woche konnten wir nun eine gründliche Probe mit dem Stabilisator durchführen, der wir mit grosser Spannung entgegensahen, war doch unser Auto infolge uns heute noch nicht bekannten Gründen seit einiger Zeit ganz bedenklich an Shimmy erkrankt. Wir konnten oft kaum über 25—30 km hinaus, so dass wir uns bereits mit dem Gedanken befassten, den Wagen zu verkaufen. Heute ist der Shimmy vollständig verschwunden und der Wagen fährt wieder wie zu neu. Die Probe erstreckte sich auf rund 1500 km, darunter eine Tagesfahrt Locarno, Gotthard, Zürich, Winterthur, Schaffhausen, Donaueschingen, Stuttgart, 455 km. Seitdem noch zwei Mal über den Gotthard. • W. K. Der Fachmann : E3 ist bekannt, dass die Schwingungen der Vorderräder sich in geradezu gefährlicher Weise potenzieren, sich stoss- und schlagweise auf den übrigen Lenkmechanismus übertragen, woraus sich eine ganze Anzahl von Autounfällen erklären. Durch den Einbau dieses Stabilisators wird die Potenzierung dieses gefährlichen Schwingungsrhythmus nicht nur gedämpft, sondern völlig unterbunden C. W. N., Ingenieur und Sachverständiger. CfMhiliAnf-nf MAIIAI» schützt die Steuerung vor rascher Abnützung, beseitigt Der piaUIIISalur mUllCl Shimmy und Vibration am Lenkrad dauernd und gibt dem Wagen auch bei grosser Geschwindigkeit einen angenehmen, ruhigen Gang. Er schont Ihren Wagen und erhöht die Fahrsicherheit. Generalvertreter: FRITZ ZIEGLER, SCHAFFHAUSEN Telephon 199 Verlangen Sie ausführlichen Prospekt Kostenlose Auskunft Ober alle automobilistischen Fragen Oerlag der „ftutomobil-öteoue"