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E_1931_Zeitung_Nr.085

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1931 — JU

MO ÖS _ 1051 AUTOMOBIL-REVUE 11 Die Wagentüren sollen bei Limousinen oder Cabriolets nicht bei halbgeschlossenem Fenster zugeschlagen werden, weil dadurch die Scheiben leicht springen. Häufig kann auch beobachtet werden, dass die Windschutzscheibe leicht bricht, wenn sie ganz heraus, also waagrecht gestellt wird. rr. Zum Problem des Automobils auf Schienen. Saurer-Personenwagen als Vorläufer. In Verkehrskreisen finden die in letzter Zeit mit Personen-Schienenwagen mit Pneumatikbereifung der bekannten französischen Pneumatikfabrik Michelin in Clermont-Ferrand durchgeführten Probefahrten grosses Interesse. Es ist einem solchen Versuchswagen der genannten Firma gelungen, auf der 220 km langen Strecke Paris—Beauville bei einer durchschnittlichen Stundengeschwindigkeit von 107 km den schnellsten Zug um eine halbe Stunde zu schlagen. Es dürfte in der Schweiz interessieren, zu erfahren, dass bereits im Februar 1908 Versuchsfahrten mit einem Saurer-Tourenautomobil mit pneumatikbereiften Schienenrädern auf der Bergstrecke Rorschach—Heiden ausgeführt wurden, welche grosses Aufsehen erregten und in der Presse fast aller Länder Im Anschluss an diese Probefahrten kam die Fahrt mit 12 Personen auf der Bergstrecke zur Ausführung. Die 6 km lange Strecke, bei einer Höhendifferenz von rund 400 m und einer maximalen Steigung von 9 Prozent, wurde in 10 Minuten zurückgelegt, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km-Std. entspricht, wogegen der normale Zug mit Dampfbetrieb 38 Minuten inkl. Haltezeiten benötigt, entsprechend einer Geschwindigkeit von 9,5 km-Std.; beim heutigen elektrischen Betrieb der Bahn sind es 28 Minuten, entsprechend einer Geschwindigkeit von 12,8 km-Std. Die Strecke konnte in Anbetracht der grossen Adhäsion des Gummis auf Eisen ohne Zahnradeinrichtung mit absoluter Sicherheit befahren werden. Trotzdem die Versuche völlig einwandfrei verliefen, konnte es zu einer Bestellung auf solche Schienen-Automobil-Omnibusse nicht kommen, indem die Fahrt mit diesen leichten Fahrzeugen über den Hauptbahnhof Rorschach, den die Heidener Bahn gezwungen ist in seiner ganzen Breite zu kreuzen, nicht gestattet wurde. Die Betriebsleitung der S.B.B. erblickte eine Gefahr darin, dass bei einem gemischten Betriebe von Automobilschienenwagen und normalen Eisenbahnwagen erstere i gelegentlich beim Rangieren zwischen zwei "Wirklich ein eleganter Wagen - spielend zu steuern." ER "neue" Opel bildet das Tagesge- Der Anschaffungspreis ist so Dspräch. niedrig, dass man sich die Frage vorlegt "Ist es überhaupt möglich hierfür soviel Gegenwert zu liefern?" Ein geräumiger Wagen für 4 Personen, schnell und robust, ein guter Bergsteiger, dessen Steuer ausserordentlich leicht in der Hand liegt ! Treffen Sie Ihre Wahl unter den 4 und 6 Zylinder Modellen Tetizt besitze ich endlich einen VOLLWERTIGEN WAGEN" Im April dieses Jahres erschien der neue 6 Zylinder, der solchen Erfolg hatte, dass bis heute schon über 12.000 Stück davon verkauft wurden. Er ist ein Meisterstück, geschaffen aus der Zusammenarbeit von Opel und General Motors. Jetzt folgt ein weiteres Modell ein 4 Zylinder, gewissermassen der jüngere Bruder des ersten, mit allen seinen guten Eigenschaften, nur noch preiswerter und dadurch für jedermann erreichbar ! "Meine Benzin- und Oelrechnung ist 'verschwindend seit ich den neuen Opel fahre 1" Saurer-50-PS-Personenautomobil aus dem Jahre 1908. lebhaften Erörterungen des Problems riefen. Die genannte Linie weist eine maximale Steigung von 9 Prozent auf. Das Befahren der Strecke mit stahlbandagierten Rädern auf Stahlschienen verlangt aus Sicherheitsgründen und im Interesse einer grösseren Schleppmöglichkeit einen Zahnstangenbetrieb. Der Reibungskoeffizient zwischen einem eisenbereiften Rad und Schiene variiert je nach Geschwindigkeit von 0,2 bis 0,14 auf trockener und von 0,14 bis 0,09 auf nasser Schiene. Die von der Firma Saurer angestellten Laboratoriumsversuche haben demgegenüber einen Reibungskoeffizienten zwischen einem gummibereiften Rad und Schiene von 0,65 auf trockener und etwas rauher Schienenoberfläche, 0,59 auf glatter, trockener Schienenoberfläche und 0,4 bei glatter und nasser Schiene ergeben. Für die vorerwähnte Probefahrt kam ein mit Michelin - Normal - Pneumatiks bereifter Saurer 50 HP-Tourenwagen zur Verwendung, der zufällig die gleiche Radspur wie das Eisenbahngeleise der Linie Rorschach-Heiden aufwies, so dass keine wesentlichen Aenderungen an den Achsen vorgenommen werden Eisenbahnwagen kommen und infolge ihrer leichten Bauart durch die schweren Eisenbahnwagen erdrückt werden könnten. Der von der Firma Saurer für die Rorschach—Heiden-Bahn vorgesehene Schienenwagen auf Pneumatiks für 12 Personen wäre auf ca. 3 Tonnen Betriebsgewicht gekommen, wogegen die Dampflokomotive der genannten Bahn allein, d.h. ohne Personenwagen, ein Gewicht von 24 Tonnen und die heutige eJeEtrische Lokomotive 43 Tonnen wiegt. Nach dieser gut verlaufenen Probefahrt hat die Firma Saurer wiederholt Anfragen über Lieferung von Automöbil-Schienenwagen insbesondere für Bergbahnen erhalten. Dabei wurde jedoch meistens ein möglichst grosser Fassungsraum gewünscht. Nachdem mit Rücksicht auf den durch die gegebene schmale Laufschiene nicht zu überschreitenden spezifischen Gummidruck die Belastung pro Rad 750 kg nicht übersteigen durfte und in jener Zeit nur 4-Radautomobile gebaut wurden, konnte damals das Problem nicht weiter verfolgt werden. Inzwischen hat die Automobiltechnik Fortschritte gemacht. Neben dem 4-Radautomobil tritt der 6-Radwagen in Saurer-50-PS-Personenautomobil für Fahrten auf Schienen. Der Wagen am Anfang der Rampe auf der Fahrt von Rorschach nach Heiden im Februar 1908. mussten. Die vier Wagenräder waren mit einem Stahlblechspurkranz versehen, derart, dass die Pneumatiks in ihrem Dehnungsvermögen unbehindert blieben. Zunächst fanden Probefahrten auf der ebenen Eisenbahnstrecke Arbon—Hörn statt, wobei bis zu 70 km Stundengeschwindigkeit erreicht wurden. Da mit den an die Räder montierten Spurkränzen keine seitliche Abweichung auf Sden Schienen durch eine Vollbremsung riskiert werden musste, Hess sich eine Bremsverzögerung von 5 m-Sek. Quadrat gleich einem Bremsweg von 38 m bei 70 km Stundengeschwindigkeit erzielen, was praktisch einem Minimum von Bremsweg entspricht. Erscheinung. Neben dem Benzinmotor findet mehr und mehr der ökonomischer arbeitende Automobil-Dieselmotor Verwendung. Auf Basis dieser technischen Errungenschaften und in Verbindung mit dem von der Firma Micheliu geschaffenen speziellen Pneumatikprofil für Schienenwagenbetrieb, welches die nötige Sicherheit bei unvorhergesehener Luftentleerung der Pneumatiks leistet, dürfte das Problem des pneumatikbereiften Schienenwagens in ein neues Stadium getreten sein. Die Wirtschaftlichkeit und die Annehmlichkeiten dieses neuen Verkehrsmittels fassen eine rasche Entwicklung „der Dinge auf diesem Gebiet erwarten. Ad. > i . Opel 4-6 ZYLINDER OPEL PERSONEN- UND BLITZ LASTWAGEN Vertreter an allen wichtigen Plätzen GENERAL MOTORS CONTINENTAL S.A. - Schneiden Sie diesen Coupon aus ! - Versuchen Sie diesen hervorragenden Wagen. Auf Grund dieses Ausschnittes wird unser nächster Vertreter mit Ihnen eine kostenfreie Probefahrt - bis i 25 km. - ausführen. Am Steuer' werden Sie am besten die Präzisionsarbeit dieses Wagens erkennen. NAME . . . . . . . . . . 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