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E_1931_Zeitung_Nr.085

E_1931_Zeitung_Nr.085

objektiv nur das

objektiv nur das schildern, was sie beobachtet haben — angegeben werden. Bei dem heutigen Verkehr auf den Strassen ist es einem Zeugen selten möglich, die ganze Unfallsituation zu übersehen; andere Passanten, Fahrzeuge etc. geraten in sein Blickfeld und verunmöglichen eine lückenlose Verfolgung des Gesamtvorganges. Sehr oft wird der Unfall visuell gar nicht perzipiert, sondern nur gehört: Krachen infolge Zusammenpralles — ein Schrei — ein Stoppgeräusch etc. Bei Nacht sind infolge der mangelhaften Beleuchtung und der Blendwirkungen durch die Scheinwerfer objektive Beobachtungen durch Zeugen sehr selten. In vielen Fällen löst das Ereignis beim Zeugen ejnen Zustand höchster seelischer Erregung aus. Die plötzliche Steigerung der Affektspannung — durch die Ueberraschung, den Schrecken, die Furcht bedingt — beeinflusst die objektive Wahrnehmung des gesamten Vorganges. Die Registrierung des Vorganges. Schon die Registrierung des Vorganges im Gedächtnis der Zeugen ist infolge der angeführten Besonderheiten nur lückenhaft und unvollständig. Der Zeuge hat aber unwillkürlich das Bedürfnis, sich ein ganzes Bild vom Vorfall zu machen und ergänzt daher die fragmentarischen Eindrücke unbewusst durch die eigene Phantasie oder durch logische Konstruktion. So kommt es, dass Nichtgesehenes bei späteren Zeugendepositionen als objektiv Konstatiertes dargestellt wird. Die Folge davon ist, dass dann vor Gericht unwissentlich falsche Darstellungen vom Unfallereignis gegeben werden. Dazu kommt noch die Schwierigkeit, die Bewegungsvorgänge, bei denen es sich um eine Lokalisation derselben in einen bestimmten Raum oder auf eine bestimmte Fläche — also um geometrische und physikalische Vorstellungen — handelt, vor Gericht beschreibend zu reproduzieren. Selbst wenn die Beobachtung gut war, sind in den wenigsten Fällen die Zeugen so gebildet oder geeignet, dass sie solche dynamischen Vorgänge präzisieren können. Viele Zeugen, namentlich Frauen, neigen dazu, aus Nichtverstehen mechanischer Vorgänge und aus Mangel an geometrischem Vorstellungsvermögen phantastische Schilderungen des Vorfalles zu machen; sie versteifen sich auf unwichtige Detailpunkte, ohne das Wesentliche zu berühren. Versucht der Richter durch Zwischenfragen in diese wirren Zeugenaussagen logischen Zusammenhang zu bringen, so läuft er Gefahr missverstanden zu werden oder die Zeugen suggestiv zu beeinflussen, so dass die Aussagen unzuverlässiger werden als vorher, aber nunmehr als Behauptungen auftreten! Wenn aber so wenig brauchbares Material selbst von uninteressierten Zeugen dem Richter geliefert werden kann, wieviel weniger ist dann von den interessierten Zeugen oder gar vom Angeschuldigten oder vom Geschädigten zu erwarten. Meistens sind diejenigen Anwesenden, die sich in nächster Nähe der Unfallstelle befinden, die Interessiertesten. Die Mitfahrenden. Von den Mitfahrenden wird häufig angegeben, dass sie den Hergang des Unfalles nicht beobachtet hätten. In vielen Fällen mag dies zutreffen; die Wageninsassen sind manchmal materiell gar nicht in der Lage, den Fahrstreifen beobachten zu können, weil sie im Fond des Wagens sitzen und der Ausblick durch die Vornsitzenden verdeckt ist, oder weil sie unaufmerksam sind, sich unterhalten oder schlafen, namentlich bei nächtlichen Fahrten, wo das Beobachten der Fahrbahn eine gewisse Anstrengung erfordert. Es kann auch vorkommen, dass sämtliche Insassen eines Motorfahrzeuges durch den mal einen Brief unterzeichnet, in welchem Dr. Soerner eine Stellung in Ihrem Werk angeboten wurde?» «Nein — ich kann mich nicht an ein derartiges Schreiben erinnern.» «Ich habe es mir gedacht Gritt hat auch Ihre Unterschrift gefälscht.» «Herr Morton hat mir dies bereits gesagt. Gritt war zu mir sonst sehr nett. Nach Haga hinaus kam ich selten. Ich lebte ziemlich einsam. Mein Onkel wollte, dass ich mit Sonja Alfieri Freundschaft schliessen sollte. Sie kam auch öfters zu mir. Aber sie war .immer traurig.» «Wie, Sie kennen Sonja?» unterbrach sie Frank erstaunt. «Ich kannte sie. Sie war eine unglückliche Frau. Der Tod war eine Erlösung für sie.» «Wie, sie ist tot?» Frank war erregt und blass. «Ja, doch, es stand ja in allen Zeitungen, sie ist am Piz Palü abgestürzt. Man fand sie unterm Spinasgrat zwischen Felsen und Schnee tot auf; wahrscheinlich ist sie freiwillig aus dem Leben geschieden. Aber ich dachte, Sie wüssten das schon, Herr Morton ...» Unfall verletzt worden sind und Htrnerschütterungen mit retrograder Amnesie aufweisen. In vielen Fällen aber wollen die Wageninsassen nichts gesehen haben, weil sie fürchten, zu ungunsten des Führers aussagen zu müssen. Sie können das Zeugnis auch sehr oft aus verwandtschaftlichen Gründen verweigern. Andererseits ist auch der Verunfallte oft in Begleitung von nächsten Angehörigen, von Freunden oder Kameraden, die dann später als Zeugen auftreten. Auch hier können gemeinsame Interessen und affektive Bindungen bestimmend auf die Zeugenaussagen wirken. Bei den schweren tödlichen Automobilunfällen sind oft mit Ausnahme der Nächstbeteiligten überhaupt keine Zeugen vorhanden. Der angeklagte Motorfahrzeugführer gibt naturgemäss eine durchaus einseitige Darstellung des Unfallvorganges. Der Motorfahrzeuglenker. Frank sah, wie Morton ihr zuwinkte. «Was ist, Herr Morton? Sie haben mir etwas zu sagen?» fragte er. «Ich habe Ihnen einen Brief der Toten zu übergeben, den ich in ihrem Zimmer fand. Doch hatte ich vor, es erst morgen zu tun, um die heutige freudige Stimmung -nicht zu stören.» «Geben Sie ihn her! Das Gedächtnis einer unglücklichen Toten kann unsern Abend nicht stören. Nicht wahr, Evelin, wir wollen wissen, was mir Sonja zu sagen hat, damit Klarheit sei?» «Ja, Frank.» Morton holte aus seiner Brieftasche einen Brief und gab ihn Frank, der ihn mit fast feierlicher Ruhe öffnete. Dann las er mit Evelin gemeinsam: «Lieber Freund Frank! Deine Braut hat Edelsinn genug, um einer Toten diese Anrede nicht übel zu nehmen. Ich werde, da es weder Gott noch die Welt gekonnt hat, mich selbst von meinem Leid erlösen. Nur um eines bitte ich Dich: Nenne mich unglücklich, aber nicht schlecht. Meine Jugend war so voll Nacht und Unglück, dass AUTOMOBIL-REVUE 1931 - N° 85 Der Motorfahrzeugführer hat aber auch selten die Möglichkeit, viel zu beobachten; seine Aufmerksamkeit ist auf den direkt vor ihm liegenden Fahrstreifen eingestellt. Das in grossen Umrissen auf der Fahrbahn Gesehene löst die reflektorischen Handlungen aus, die im Lenken, Ausweichen, Signalgeben und Bremsen bestehen und sich beim geübten Fahrer mit einem in längerer Uebung entwickelten Automatismus vollziehen. Wenn plötzlich ein Hindernis auftaucht, ein Körper sich in die Fahrbahn bewegt, eine momentane kritische Situation entsteht, so wird blitzartig — halb reflektorisch, halb überlegt — das Vermeiden des Zusammenstosses versucht werden und die Hauptmasse psychischer Energie sich aus latenter Bereitschaftseinstellung in Schutzhandlungen umsetzen. Dabei bleibt für weitere Beobachtung von Einzelheiten in der Zeitspanne bis zur Kollision nicht mehr viel übrig; jedenfalls fehlt auch die innere Ruhe, die eine Vorbedingung objektiver Beobachtung ist, und an deren Stelle treten höchste Ueberraschung, Schrekken, Erregung und Angst, die bis zum Stupor gehen kann. Dass nach solchen psychischen Spannungszuständen das Vorgefallene nur lückenhaft ungenau, oft direkt verfälscht in Erinnerung bleibt, Ist einleuchtend. Meistens bleibt nur der Moment der höchsten Affektbetonung haften. Wir haben immer wieder bei Einvernehmen der Motorfahrzeuglenker, die einen Unfall verursachten, die Darstellung gehört: «Ich weiss nicht, wie der Unfall gegangen ist; plötzlich sah ich eine Person vor dem Kühler meines Autos auftauchen und unter den Ra-' dern verschwinden.» Dieser letzte Moment vor dem nicht mehr Vermeidlichen bewirkt beim Autoführer naturgemäss einen ausserordentlich starken psychischen Shock, und das von höchstem inneren Affekt betonte letzte Momentbild prägt sich der Erinnerung besonders plastisch ein und lässt alles Vorausgegangene zurücktreten. Beobachtung bei Nacht. Bei Nacht ist die Möglichkeit der Beobachtung durch den Führer noch viel mehr eingeengt: die Wahrnehmung ist nicht nur abhängig vom Grade der Aufmerksamkeit, sondern ebenso von der persönlichen Erfahrung und dem, was der Führer erwartet. Wir deuten ja alles, was wir bei schlechter Beleuchtung nur ungenau sehen, entsprechend ge- ] machten Erfahrungen und ergänzen es zu Vorstellungen, die dann unsere subjektive Einstellung und unser Handeln bestimmen. Dabei sind aber — wie jeder Autofahrer aus Erfahrung weiss — die Deutungen, die wir den im Scheine der Lichter gesehenen Objekten geben, häufig falsch — wir irren in grossem Umfang! Namentlich bei Nebel, bei abgeblendeten Lichtern mehren sich die Täuschungen. Bei nächtlichen Fahrten bleibt der Ausweichautomatismus die am besten reagierende Funktion der ganzen Persönlichkeit, sowohl bei Ermüdung, als bei Alkoholwirkung etc.; hingegen treten die überlegte Beobachtung und das Realisieren der sich im erleuchteten Lichtkegel zeigenden Einzelheiten zurück. Die Wahrnehmung wird naturgemäss auch durch das rhythmische Rattern des Motors (Gehöreindrücke) eingeengt und durch die Erschütterung beim Fahren — namentlich bei Motorradfahren — eingeschläfert. Die Unfallstatistik verzeichnet bei den nachts in entgegengesetzter Richtung aneinander vorbeifahrenden Motorfahrzeugen, infolge der herabgesetzten Beobachtungsmöglichkeit der Führer, eine Reihe von schweren Unfällen. Wird der Führer geblendet, so wird seine Sicht verkürzt. Bremst er nicht entsprechend ab, so riskiert er, auf Hindernisse, die er infolge verkürzter Sicht zu spät sieht, aufzufahren. In diesen Fällen sind Wagenführer (und Wageninsassen) meist ausserstande etwas über den Vorgang auszusagen. Die Gefahr steigert sich ganz besonders bei Geblendetwerden auf nassen und namentlich asphaltierten Strassen, die im Licht der Scheinwerfer als schwarze Flächen mit glänzenden Reflexen erscheinen, während trokkene Strassen als weisse oder hellgraue, nichtreflektierende Flächen gesehen werden. Auf diesen schwarzen Flächen als Hintergrund hebt sich ein Gegenstand oder eine Person wenig oder gar nicht ab, so dass die Kontrastwirkung gegenüber einer trockenen Strasse um das vielfache vermindert ist. Tritt nun noch eine Blendwirkung durch ein vorbeifahrendes Gefährt hinzu, so ist die Sicht des Führers noch mehr beschränkt. Die Angaben der Verunfallten. Aehnliche Einschränkungen wie für die Aussagen des Motorfahrzeugführers gelten für die Angaben des Verunfallten. Er wird meistens vom Motorfahrzeug plötzlich überrascht und unter den momentanen Eindruck des Schreckens und der Angst versetzt Das Unfallereignis stellt fast immer einen gewaltigen psychischen Insult dar, der die Darstellung über das Geschehene noch in viel stärkerem Masse beeinflusst, als dies beim Fahrzeugführer als Verursacher des Unfalles geschieht. Der Verunfallte hört oder sieht das Fahrzeug oft nicht herankommen, oder er ist von den Scheinwerfern geblendet, so dass er weder die Exkursionen des Fahrzeuges noch allfälliges Zeichen des Führers »registrieren- kann. • '•••- ; ---•• "Und schliesslicli ist der Geschädigte genau so interessiert wie der Fahrer, und wird nicht versäumen, den Angeklagten in ein möglichst ungünstiges Licht zu setzen. Auch hier kommen viele wissentlich falsche Darstellungen vor. In einer grossen Zahl von Fällen sind aber vom Verunfallten keine Angaben über das Unfallereignis erhältlich, weil er schwer verletzt oder tot ist oder weil er eine Hirnerschütterung erlitt. Eine grosse Zahl von Kopftraumen sind von Hirnerschütterung begleitet, auch wenn äusserlich nur Beulen oder Rissquetschwunden am Kopfe entstehen; bei Hirnerschütterungen kann die Erinnerung an unmittelbar Vorausgegangenes gefälscht oder ausgelöscht werden. Bei sog. retrograder Amnesie, d. h. Erinnerungslücke für das Vorhergegangene, kommt es nun nicht selten vor, dass später unter dem Druck der Unfallfolgen die Erinnerungslücken irgendwie ergänzt werden, bewusst oder unbewusst. Bewertung der Aussagen. Diese Auseinandersetzungen mit den komplizierten materiellen, physiologischen und psychologischen Vorbedingungen, die den verschiedenartigen Zeugenaussagen und Darstellungen zugrundeliegen, waren nötig, um zu zeigen, warum die Aussagen über den ich nicht an das Gute glauben konnte. Ich habe meine Mutter von Verbrechern gemordet sterben sehen. Denke an Deine Mutter, Frank! Damals wurde es Nacht in mir. Heute wird es Tag. Ich glaube an eine bessere Welt, doch für mich ist kein Platz darin, denn mich kann auch sie nicht mehr erlösen. Im Firnenlicht der Höhe will ich sterben, die ich in tiefer Nacht gelebt habe — sterben, sühnen und erlöst vom Schicksal sein. Meine letzte Freude ist, dass Du glücklich Unfall so wenig positive Anhaltspunkte für die Abklärung des Unfallereignisses geben. Es erklärt sich daraus auch nachträglich die grosse Bedeutung, die wir den Verletzungen und Spuren beimessen: Sie sifid geeignet die Aussagen zu ergänzen und durch objektive Beweismittel die Rekonstruktion in gegebenem Umfange zu ermöglichen. Aus dem gleichen Grunde müssen bei Automobilunfällen alle anderen objektiven Informationsmöglichkeiten herangezogen werden, die zur Erforschung der Bedingungen führen können, welche in der Ausgangssituation mitwirkten (z.B. Alkohol oder andere Gifte, sowie besondere psychische und körperliche Eigenschaften) oder den weiteren Gang des Unfallereignisses in einflussen konnten.» irgendeiner Weise be-b Unser Aussenhandel in Motorfahrzeugen Im 3. Quartal 1931. Die Einfuhr im dritten Quartal dieses Jahres stellte sich auf 2989 Stück, 3,50 Millionen kg und 15,9 Millionen Franken, gegenüber 2601 Stück, 2.88 Millionen kg und 15,0 Millionen Franken während des dritten Quartals 1930. Die Zunahme beläuft sich auf 388 Stück, 0,62 Millionen kg bzw. 0,87 Millionen Franken. Auf die verschiedenen Gruppen der Zollkategorien verteilt ergibt sich folgendes Bild: Für Motorräder mit' und ohne Lederüberzug 424 (546) Stück, 78,619 (101.858) kg, 658,940 (900,717) Fr.; Automobile und Chassis mit 2530 (2036) Stück, 3,377,839 (2,745.872) kg, 15,034,801 (13,911.958) Fr.; Karosserien aller Art für Automobile mit 16 (0) Stück, 10,925 (6793) kg, 70,928 (30.268) Fr.; Elektrokarren mit 4 (1) Stück, 5211 (1405) kg, 24,233 (6112) Fr., Traktoren ohne Karosserien 15 (18) Stück. 32.310 (32,284) kg, 128,283 (125.453) Fr. Das Total der Ausfuhr für das dritte Quartal beträgt 82 Stück, 516,917 kg, 3,90 Millionen Franken, gegenüber 150 Stück, 540,711 kg und 4,66 Millionen Franken. Der Minderwert stellt sich somit auf 68 Stück, 23,794 kg und 0,76 Millionen Franken. Verteilt man die Ausfubrergobnisse auf die verschiedenen Gruppen und Zollkategorien so erhält man die nachfolgende Drstellung: Motorräder mit und ohne Lederüberzug sind vertreten mit 55 (104) Stück. 22,054 (43,097) kg. 229,100 (407.060) Frnken; elektrische Anlasser und Dynamos für die elektrische Beleuchtung mit 52.136 (80.908) kg, 435.496 (951,709) Fr., Automobile und Chassis über 1600 kg mit 26 (46) Stück. 388.108 (416 536) kg, 2,45 (3.30) Millionen Franken; Karosserien für Automobile aller Art mit 117 (154.) kg, 1351 (3188) Franken, und Traktoren ohne Karosserie mit 1 (0) Stück, 45,502 (16) kg, 786,109 (100) Fr. Die ersten neun Monate des Jahres 1931. Vom Januar bis zum September 1931 wurden insgesamt 11,261 Stück, 12,09 Millionen kg zu einem Wert von 55,8 Millionen Franken eingeführt, gegenüber 11,486 Stück, 11,49 Millionen kg zu einem Wert von 58,64 Millionen Franken vom Januar bis September 1930. Daraus ergibt sich eine Abnahme von 225 Stück eine Zunahme von 599,068 kg und ein Minderwert von 2,81 Millionen Franken. Im einzelnen lässt sich folgende Beteiligung der einzelnen Kategorien ausscheiden: Motorräder mit und ohne Lederüberzug 2516 (3300) Stück, 437,666 (553,167) kg, 3,56 (4,01) Millionen Franken; für Automobile und Chassis 8646 (8053) Stück, 11,50 (10,79) Millionen kg, 51,69 (53,10) Millionen Franken; Karosserien aller Art für Automobile 33 (77) Stück, 24,288 (48,453) kg, 136,616 (236.671) Fr.; Elektrokarren 7 (5) Stück, 8027 (4459) kg, 36.343 (20,953) Fr.; Traktoren ohne Karosserie 59 (51) Stück, 97,530 (93,972) kg, 402,627 (370.737) Fr. Unsere Ausfuhr vom Januar bis zum September 1931 ergibt folgende Beträge:' 778 Stück, 1,83 Millionen kg, 14,01 Millionen Franken, gegenüber 796 Stück, 1,97 Millionen kg, 17,12 Millionen Franken für die ersten neun Monate des Jahres 1930. Unsere Lieferungen ins Ausland sind daher für die neun ersten Monate 1931 geringer: um 18 Stück, 146,152 Kilogramm und 3,1 Millionen Franken. DIP verschiedenen Kategorien haben an unserer Ausfuhr in den ersten drei Quartaion wie folgt teilgenommen: Motorräder mit oder ohne Lederüberzug mit 671 (668) Stück, 221,422 (419,440); ke, sein wirst, denn Deine Braut ist ein Sonnenkind. Sonja.» Erschüttert hatten die beiden zu Ende gelesen. In Evelins Augen standen Tränen. «Wir wollen ein Viertelstündchen zum See hinabgehen, Liebste,» sagte Frank. Sie erhoben sich. Morton bemühte sich, das Gespräch wieder in fröhlichen Fluss zu bringen, was ihm bald gelang, denn Maurus war ungewöhnlich fröhlich gestimmt und von Sigrid war eine zu gresse Last gewichen, als dass sie nicht aus ganzem Herzen froh gewesen wäre. Eine Lichterkette flammte um das wejte Rund der Bucht von Lugano. Lichter grüssten aus tiefer Nacht von den Höhen des Monte Bre und des Monte San Salvatore, und aus den Hotelgärten klang das Singen der Geigen. «Du hast keinen Groll gegen sie, Evelin?» «Nein, Frank.» «So werden wir glücklich, sehr glücklich sein.» Schweigend schritten sie durch die duftgeschwellte Nacht des Südens. Die grösste Sensation des Kampfes Maurus—Sinnisfaeres erlebte die Welt aber erst, als ein Vierteljahr später in den grossen Tagesblättern unter der Rubrik: «Nachrichten aus der Gesellschaft» zu lesen war: , «Der bekannte Automobilkönig Maurus hat sich mit Fräulein Sigrid Stnnisiaere vermählt.» ENDE unter dem Feuilleton-Strich der nächsten Nummer wird die Fahrt-Skizze: «Das Wunder des Engadlns» aus dem Reisebüchlein «Muckepick»

N» 85 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE 3 1,87 (3,88) Mill. Fr.; elektrische Anlasser und Dynamos für die elektrische Beleuchtung sowie Automobile und Chassis unter 800 kg 1 (0) Stück, 150,087 (201,277) kg, 1,25 (2,20) Millionen Fr., Automobile und Chassis zwischen 1200 und 1600 kg 102 (128) Stück, 1,38 (1,36) Millionen kg, 9,75 (11,02) Millionen Franken; Karosserien aller Art Die A.I.A.C.R. hielt Dienstag ihre jährliche Generalversammlung ab, bei welcher Gelegenheit das Komitee neu bestellt' wurde. Als Präsident wurde Graf Robert de Vogue berufen. Baron de Zuylen wurde, in Anerkennung seiner Verdienste während einer 27jährigen Präsidentschaft, zum Ehrenpräsident ernannt. Als Vizepräsidenten beliebten die Herren Vicomte de Rohan, Konsul C. 0. Fritsch, O'Gorman, Senator Crespi und Graf v. Rosen. Die Statuten erfuhren eine Abänderung, damit den Vereinigten Staaten die Vertretung in der A. I. A. C. R. durch zwei Clubs möglich wurde. Die Vorschläge, welche die drei permanenten Kommissionen, die vorgängig getagt hatten, unterbreiteten, wurden genehmigt. Als höchst erfreuliches Activum ist der Beitritt Amerikas zum Verbände zu buchen, welcher Kontinent gleich durch seine beiden grossen Verbände vertreten sein wird. Das Reglement für die Grossen Preise 1932. Die vorgesehene Formel für die Rennen, weiche als Grosse Preise gelten, ist ebenfalls endgültig festgelegt worden. Die Hauptbestimmungen, welche wir bereits in letzter Nummer publizierten, fanden diskussionslose Genehmigung. Wie weiterhin schon gemeldet wurde, war es dagegen nicht möglich, die beabsichtigte Fahrordnung für die internationalen Rennen abzuändern. Es war vorgesehen worden, für alle Rundstreckenrennen das Fahren auf rechter Hand mit Ueberholen links als obligatorisch zu erklären. England und Amerika wehren sich aber dagegen, so dass die bisherige Fahrweise, mit Ueberholen rechts, in Geltung bleibt. Das internationale Appellationsgericht für Sportstreitigkeiten wurde aus folgenden Herren zusammengesetzt: Fritsch (Deutschland), Kodiert (Oesterreich). Baron Nothomb (Belgien), Resines (Spanien), Hogan (U. S. A.), Pe*rouse (Frankreich), Oberst O'Gorman (England), Senator Cresoi (Italien), Graf Raczynski (Polen), Graf von Rosen (Schweden), Decrauzat (Schweiz). Kalva (Tschechoslowakei). 10. Winterrennen in Littauen. 15.—20. Sternfahrt von Monte Carlo. 24. Bergrennen des Mules (Frankreich). 6.-7. Winterfahrt Garmisch-Partenkirchen. 28. Grosser Winternreis von Schweden. März : 18.—24. Rennen Paris-Nizza. 24. Bergrennen La Turbie. 27, Coppa d'Alessandria. 28. Rennen In Brooklands. 27. März bis 2. April: Sechstagefahrt auf dem Niirburnrina. für Automobile 1299 (1261) kg, 15,976 (13,441) Franken; Traktoren ohne Karosserie 1 (0) Stück, 73,528 (16) kg, 1,087,491 (100) Fr. Weitere Details über die Transaktionen im Motorfahrzeughandel für die nämliche Periode werden wir in einer der nächsten Nummern veröffentlichen. lt.-r. Sportnachrichten Generalversammlung der A. I. A. C. R. in Paris Der definitive Internationale Sportkalender 1932. Internat. Sportkalender 1932. nationalen Sportkommission hat demnach insofern geändert, als Amerika und Monaco nun auch vertreten sind. B. Internationales Klausenrennen 6./7. August 1932. Der vorläufige Kalender, wie ihn die ersten Besprechungen der internationalen Sportkommission ergeben hatten und den wir in letzter Nummer publizierten, erfuhr noch einige wesentliche Abänderungen. Vor allem interessiert uns die Früherlegung des Klausenrennens, für welche Veranstaltung die schweizerische Delegation, gemäss dem Antrag der organisierenden Sektionen, den 13./14." August vorgeschlagen hatte. Da die italienische Coppa Acerbo für das nämliche Datum vorgesehen war, wurden die italienischen Sportinstanzen ersucht, für ihre Veranstaltung einen anderen Termin zu wählen, um das Klausenrennen nicht zu beeinträchtigen. Die Italiener scheinen aber an dem von ihnen vorgesehenen Datum festgehalten zu haben. Durch die Ansetzung des Klausenrennens auf den 6./7. August gelang es der schweizerischen Delegation dennoch, für unser wichtigstes Rennen einen Termin zu reservieren, der es ermöglicht, für die Veranstaltung eine grosse internationale Beteiligung sicherzustellen. Das Datum für die internationale Alpenfahrt, vom 28. Juli bis 3. August, wurde beibehalten. Die Organisation für nächstes Jahr ist dem Automobilclub von Italien übertragen worden, der bekanntlich dieses Jahr auf der italienischen Teilstrecke alles aufs Beste angeordnet hatte und über einen ganz erstklassigen Streckendienst verfügte. Die Route der sieben Etappen, welche wiederum durch Italien, Deutschland, Oesterreich, Frankreich und die Schweiz führen werden, ist noch nicht genau festgelegt. Dagegen wurde Rom als Zielpunkt bestimmt. Der internationale Sportkalender enthält nun folgende Daten: Januar: Februar : 3. Grosser Preis von Tunis. 9.—10. Mille Miglia. 16. Meeting in England. 17. Grosser Preis von Monaco. 23.—24. Grosser Preis von Oranien. 24. Königspreis von Rom. 30. April bis 5. Mai: Wiesbadener Automobilturnier. Ma : 1. Grosser Preis von Ungarn. 1.—3. Rallye von Karlsbad. 8. Ungarischer Rekordtag. 8. Targa Florio. 15. Coppa Messina. 15. Bergrennen von Rabassada. 16. Rennen in England. 22. Grosser Preis von Casablanca. 22. Avus-Rennen. 29. Rundrennen von Mugello. 30. Grosser Preis von Indianapolis. Juni: 1.—8. Int. Turnier für Touristik in Rumänien. 3.—4. 1000-Meilen-Rennen in England. 5. Grosser Preis von Italien. 12. Kesselbergrennen. 12. Grosser Preis von Lwow (Polen). 18.—19. 24-Stunden-Rennen von Le Mans. 19. Rennen Pontedecimo-Giovl. 26. Preis von Sila (Italien). 29. Juni bis 3. Juli: Baden-Badener Aufomobüturnier. 3. Grosser Preis von Frankreich. 9.—10. Grosser Preis von Belgien. 10. Rennen von Vieil-Armand (Frankreich). 17. Grosser Preis von Deutschland. 24. Gaisbergrennen. 24. Rundstreckenrennen in Italien. 28. Juli bis 3. August: IV. Int. Alpenfahrt. 29.—30. Grosser Preis von Irland. 31. Coupe de Provence (Frankreich). 31. Montenero-Rennen. 1. 1.—7. 6.-7. 14. April: Juli: August: Rennen in Brooklands. Automobilwoche von Comminges. Internationales Klausenrennen. Freiburger Bergrekord. 14.—15. Coppa Acerbo. 16-—17. Grosser Preis von La Baule. 20. Tounst-Trophy. 21. Tatra-Bergrennen. 28. Bergrennen am Stilfserjoch. 28. Grosser Preis von Pau. September: 4. Masaryk-Renr.cn (Tschechoslowakei). 4. oder 18. Bergrennen von Ventoux. 7.—11. Sternfahrt Paris-Juan-les-Pins-Antlbes. 11. Grosser Preis von Monza. 11. Bergrennen Elbe - Li'omerice (Tschechoslowakei). 11. Semmering-Bergrennen. 18. Circuit von Cremona. 18. Bernrennen von Budapest. 18. Grosser Preis von Portugal. 24. 500 Meilen-Rennen in England. 25. Ungarischer Kilome'er-Lance. 25. Grosser Preis von Spanien. 27. Bergrennen Von Feleac Oktober: 2. Rennen des Südens (Italien). 3. Zirlerbergrennen. Die Internationale Sportkommission wurde für 1932 wie folgt zusammengestellt : Deutschland: Konsul Fritsch, Graf Berkheim; Oesterreich: Graf van der Strafen, M. Kodiert; Belgien: Baron Nothomb, M. Langlois; Spanien: M. Resines; Amerika: S. Hogan, Bradley; Frankreich: Perouse; England: Oberst O'Gorman, Oberst Lloyd; Italien: Florio, Mercanti; Schweiz: J. Decrauzat, A. Töndury. Monaco, Polen, Rumänien und Schweden haben je einen Vertreter mit beratender Stimme. Die Zusammensetzung der Inter- Zwei Paar Stiefel! Noch ist der tragische Unfall in Erinnerung, der seinerzeit den ersten Grossen Preis von Genf überschattete, wo Graf Czaikowsky aus der Bahn hinausgetragen wurde und dabei ein Zuschauer das Leben büsste. Zur genauen und sofortigen Abklärung der Angelegenheit wurde der Fahrer für wenige Tage unter Polizeiaufsicht gestellt, damit er jederzeit für Vernehmungen zur Verfügung stehe. Auch wurde formell auf Betreiben der Familie des Getöteten ein Verfahren gegen Czaikowsky eingeleitet, dasselbe aber nach wenigen Tagen eingestellt, ({a ja die Versicherung die volle Regelung der Ansprüche übernommen hat. Man konnte zwar der Genfer Polizei bei dieser Gelegenheit nicht gerade das Maximum an diplomatischem Takt nachrühmen und es hat diesbezüglich, so auch in unserem Blatte, an Kritik nicht gefehlt. Die französische Sportzeitung « L'Auto » hat nun aber den Fall ganz gehörig übertrieben, und wollte sich zur Zur Bezwingung der höchsten Gipfel wurde die Zahnradbahn erfunden. Auf Grund dieses Prinzips hat „TRAKGRIP"- (ZAHNRAD) -PNEU geschaffen, dessen tiefe Querrillen auf den schwierigsten Geländen, im Gebirge, im Schnee mit Sicherheit in den Boden eingreifen. Machen Sie einen Versuch und überzeugen Sie sich! DUNLOP Pneumatik Co. A.-G. Genf und Basel Rolle des Rächers nnd Beschützers von Czaikowsky aufschwingen. Das Blatt forderte unbedingtes Eingreifen der obersten internationalen Sportbehörde und erteilte den schweizerischen Instanzen allerlei Vorwürfe und weise Lehren. Nun hat sich während dem französischen Strassenrennen der Routes Pavees ein ähnlicher bedauerlicher Unfall ereignet, indem der Wagen des Konkurrenten Corsini die Strasse verHess, ins Publikum rannte und dabei einen Knaben tötete und dessen Eltern schwer verletzte. Wie verhielt sich nun die französische Polizei? Hierüber folgendes offizielles Communique": «Der Untersuchungsrichter, welcher vom Gerichtshof Lille mit der Angelegenheit betraut wurde, hat den Fahrer Corsini am Montag verhört und ihm mitgeteilt, dass er sich zur Disposition der Gerichtsbehörden zu halten habe. Sein Wagen wurde konfisziert und unter Siegel gestellt.» « L'Auto » wird, wenn es sich bei der internationalen Sportbehörde über die Schweiz beklagen will, hoffentlich nicht vergessen, seinen Unterlagen auch die Akten von Lille beizulegen. Es sei denn, dass eine unterschiedliche Behandlung gerechtfertigt sei, wenn ein solcher Unfall im Ausland oder in Frankreich selbst sich ereignet! Zum Unglück in Lille selbst teilt der französische Automobil-Club des Nordens mit, dass er, auf Grund des bedauerlichen Zwischenfalles, den Entschluss gefasst habe, auf die Organisation weiterer Rennen zu verzichten. Man wird diesen Entschluss menschlich sehr wohl begreifen, in Sportkreisen wird aber allgemein bedauert, dass die interessante Veranstaltung der Routes Pavees für die kommenden Jahre nunmehr aus dem französischen Sportkalender verschwindet, ß Das Klausenrennen 1932 scheint sich, kaum dass man davon spricht, schon grösster Sympathien zu erfreuen. Auf alle Fälle hat unsere Mitteilung, wonach sich die drei bisher an der Organisation beteiligten Sektionen des A.C.S. wieder für die Durchführung zur Verfügung gestellt hätten, ein symuathisches Echo in der Presse gefunden. So schreibt die « Gotthard-Post •», dass man von der Mitteilung in urnerischen Verkehrskreisen mit Genugtuung Kenntnis nehme und nichts unterlasse, um die Durchführung des Rennens im nächsten Jahre zu sichern. Dieser Kommentar ist um so wertvoller, als Schwierigkeiten, welche sich der Durchführung früherer Rennen entgegenstellten, vielfach gerade aus dem Kanton Uri stammten. Keine Rennen im Kanton Zürich. Dem Vernehmen nach hält die Polizeidirektion des Kantons Zürich am allgemeinen Verbot für Automobil- und Motorradrennen, wie solches vor einigen Jahren erlassen worden ist, fest. Ein zürcherischer Motorradfahrer-Club hatte die Absicht, im Sommer 1932 ein Bergrennenauf die Albiskette, von Adliswil nach der schönen Aussichtswarte der Buchenegg durchzuführen. Es soll nun aber das bezügliche Gesuch an die kantonalen Behörden in abschlägigem Sinne entschieden worden sein, indem in der Antwort am grundsätzlichen Verbot von Automobilrennen festgehalten wurde. Zürich wird somit auch 1932 ohne Motorradrennen bleiben. Vielleicht gibt aber gerade dieser erneute Bescheid der zürcherischen Behörden Anlass dazu, gegen das grundsätzliche Rennverbot Stellung zu nehmen und das für einen fortschrittlichen Kanton wie Zürich unverständliche Rennverbot zu beseitigen. S. Stuber lernt fliegen.' Der durch seine zahlreichen Erfolge im In- und Ausland bekannte Berner Bugatti-Rennfahrer Hans Stuber hat sich in den letzten Tagen bei der Motorfliegergruppe des Berner Aeroclubs als Schüler angemeldet. Er wird seine Ausbildung, die übrigens bereits begonnen hat, durch Oberleutnant Eberschweiler auf dem neuen Gipsy- Moth-Flugzeug «Bergfink» des Berner Aeroclubs erhalten. Wir wünschen dem vielseitigen Sportsmann von Herzen Hals- und Beinbruch. at. Zbraslav-JHowitsch 1932 abgesagt. Der Prager Automobilclub wird, wie mit Sicherheit anzunehmen ist, das sonst jedes Jahr mit internationaler Beteiligung ausgefahrene tschechische Bergrennen Zbraslav-Jilowitsch im nächsten Jahre nicht abhalten. Als Gründe werden die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse angegeben. x. Deutsche Länderfahrt des A. v. D. Der Automobilclub von Deutschland plant für Mai oder Juni 1932 die Durchführung einer « Deutschen Länderfahrt», bei der vor allem die Kleinwagen stark berücksichtigt werden sollen. Die Fahrtstrecke soll auf deutsches und österreichisches Gebiet beschränkt werden, x. (Weitere Sportnachrichten Seite 16.)