Aufrufe
vor 9 Monaten

E_1931_Zeitung_Nr.085

E_1931_Zeitung_Nr.085

AUTOMOBIL-REVUE iSt _

AUTOMOBIL-REVUE iSt _ N» 85f ALS 25,000 HÄNDLER IN DER GANZEN WELT GEHEN MIT Trotz gewaltiger Krisis war es notwendig, die Firestone-Fabrlken in den Monaten Juni und Juli Tag und Nacht arbeiten zu lassen. Mehr Händler.als je haben sich zu den Flrestone-Produkten bekannt. - Sagen diese Tatsachen nicht mehr als Worte? Was können wir Ihnen offerieren? FIRESTONE-PNEUS In der Super-Standard-Qualität, FIRESTONE-BATTERIEN wie sie nur Firestone fabrizieren kann. FIRESTONE-ZUNDKERZEN, FIRESTONE-BREMSBELAG etc. in ungekannter Qualität zu konkurrenzlosen Preisen. Händler! Das kommende Jahr macht es notwendig, stärker als je dazustehen. Gehen Sie mit uns— Sie gehen mit einer Firma, die sich durch gesunde Politik und Prinzipien an die Spitze der Pneumatik-Industrie gestellt hat. Das Jahr 1932 wird ein Firestone-Jahr seinl FIRESTONE IMPORT A.-G. - BASEL

N° 85 - 1931 Zürcher Strassenverkehrsunfälle 1926—1930. Die Entwicklung der Strassenvekehrsünfälle auf dem Gebiete der Stadt Zürich im letzten Jahrfünft ist vom städtischen Statistischen Amt in einer ausführlichen Studie bebandelt worden. Derselben entnehmen wir die nachfolgenden interessanten Angaben: Im Vergleich mit andern grössern Städten der deutschen Schweiz schneidet die Stadt Zürich verhältnismässig schlecht ab, indem sie weitaus die meisten Unfälle aufweist. Es entfielen auf 100 000 Einwohner im Durchschnitt der fünf Jahre 1159 Unfälle in Zürich; St. Gallen folgt mit 602, Bern mit 587. Was die Unfallstellen anbetrifft, so ist die Altstadt als Geschäftszentrum von Zürich der Stadtkreis mit der grössten Unfallhäufigkeit, indem sich jährlich rund ein Drittel aller Verkehrsunfälle in diesem Gebiet ereignen. Verteilt auf die einzelnen Strassen und Plätze steht die Bahnhofstrasse mit jährlich 206 Unfällen an der Spitze. Es folgen die Langstrasse mit 144 und die Badenerstrasse mit 137. Um über die Unfallgefahr dieser Oertlichkeiten möglichst vollständig orientiert zu sein, wurden bei den Berechnungen in richtiger Weise die an Kreuzungen und Einmündungen vorgekommenen Unfälle mit einbezogen. Innerhalb eines Strassenzuges häufen sich die Unfallgefahren bei den Kreuzungen und Einmündungen von Seiten- und Querstrassen. Bezüglich der Verteilung auf die einzelnen Monate zeigt sich, dass die Unfallhäufigkeit stark mit der Jahreszeit zusammenhängt und der Einfluss der Witterung auf die Verkehrsstärke und die Unfallhäufigkeit unverkennbar ist. Der Monat Januar ist durchwegs am unfallärmsten. In den Frühlingsmonaten ergibt sich ein Anschwellen der Unfallereignisse, welche ihren Höhepunkt in den Sommer- und ersten Herbstmonaten erreichen- Nach Wochentagen zusammengestellt, steht der Freitag als Markt- und Börsentag in der Liste obenan. Auch der Dienstag als Markttag steht über dem Mittel. Ebenso ist der Samstag recht unfallreich, wogegen der Sonntag kaum die halben Unfallzahlen der Werktage aufweist. Die Unfallkurve nach Tagesstunden nimmt stets den nämlichen Verlauf, wobei am Mittag und abends nach 6 Uhr, d. h. zur Zeit des Bureauschlusses, besonders starke Anhäufungen von Unfällen festzustellen sind- Nach der Schwere der Unfälle beurteilt, ereignen sich in den Morgenstunden und am Vormittag überhaupt die wenigsten Unfälle mit Personenverletzungen. Mit dem Vorrücken der Tageszeit nimmt die persönliche Gefährdung bei Unfällen zu und erreicht nach Mitternacht ihren Höhepunkt Fussgänger und Fahrzeugführer sind am Vormittag ausgeruht und nüchtern, wogegen sich am Abend Ermüdungserscheinungen zeigen, wobei die notwendige Vorsicht entsprechend abnimmt. Die Erhebung über die Unfallbeteiligung ergibt, dass Unfälle mit zwei Beteiligten mehr als drei Viertel aller Ereignisse ausmachen. Ein guter Fünftel aller Unfälle entfällt auf solche mit nur einem Beteiligten, wogegen sich drei und mehr Beteiligte nur selten finden. Von den 23,839 Beteiligten in den letzten fünf Jahren waren mehr als die Hälfte Motorfahrzeuge. In grösserem Abstand folgen mit 4394 die Fahrräder, mit 2336 die Strassenbahnwagen und mit 2284 Beteiligten die Fussgänger. Die Zunahme der Beteiligungszahlen geht zum grössten Teil leider zu Lasten der Motorfahrzeuge, wobei ihr Anteil vom Jahre 1926 mit 49 Prozent bis 1930 auf 62 Prozent anstieg. Bei Feststellung, wieviele Beteiligte jeder Gruppe auf Unfälle mit Personenverletzungen und auf solche mit nur Sachschaden entfallen, ergibt sich eine bemerkenswerte Gefährlichkeit der zweirädrigen Fahrzeuge. Jedes zweite beteiligte Motorrad und Velo ergibt einen Unfall mit Personenverletzung. Ebenso setzt es fast immer Verletzte ab, wenn Fussgänger beteiligt sind. Die in den fünf zur Betrachtung herangezogenen Jahren verursachten Strassenverkehrsunfälle ergaben bei 8341 Kollisionen ausschliesslich Sachschaden, bei 4854 kam es zu Personenverletzungen. Was diese letzteren anbetrifft, so entfielen 66 Prozent auf Männer, 23 Prozent auf Frauen und 11 Prozent auf Kinder. Aus diesen Zahlen können natürlich keineswegs Schlüsse über den Grad der Verkehrsdisziplin gezogen werden, da die Männer als Strassenbenützer irgendwelcher Art stets am häufigsten anzutreffen sind. Die grössere Hälfte der durch Verkehrsunfälle Verletzten, nämlich 2805, kam mit leichteren Verletzungen davon; 2409 Personen wurden schwer verletzt und 137 getötet. Der gesamte in den Jahren 1926—1930 gemeldete Sachschaden belief sich auf rund 3 Millionen Franken. Hievon entfallen 0,9 Millionen Franken auf Unfälle, welche gleichzeitig Personenverletzuneen verursachten. Diese Angaben geben aber nur einen sehr rohen Begriff der tatsächlichen Schadensummen, Indem sie sich auf die sofortige Abschätzung nach dem Unfall durch die Poüzeiorgane stützen, welche nur sehr ungefähre Werte zeigen. Nach der Höhe des Schadens abgestuft, ergaben nur rund 5 Prozent aller Unfälle Sachschaden von mehr als 1000 Franken. Die Fälle bis zu 100 Franken sind weitaus am häufigsten. Bei knapp der Hälfte der Unfallereignisse traten keine Rechtsfolgen ein und blieb es beim Polizeirapport. Bei etwa jedem fünften Unfall folgt ein gerichtliches Nachspiel. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Ausführungen über die Unfallursachen, da deren Kenntnis die wichtigste Voraussetzung für eine wirksame Bekämpfung der Unfälle darstellt. Leider kann sich die zürcherische Statistik nicht auf gerichtlich abgeklärte Tatbestände stützen, sondern ist hinsichtlich der näheren Verumständung des Unfalles ausschliesslich auf die Mitteilungen der Polizei angewiesen, wobei der Tatbestand weder vollständig umfassend, noch restlos objektiv zur Darstellung gelangen konnte. So ist es vor allem bei Unfällen, in denen mehrere Ursachen mitspielen, auf diese Weise sehr schwer, eine einwandfreie Einreihung des betreffenden Ereignisses in das von den Zürcher Statistikern aufgestellte Ursachen- Schema vorzunehmen. Die Motorfahrzeugführer schneiden bei dieser Uebersicht nicht besonders gut ab. Ganz allgemein ist zu sagen, dass vier Fünftel aller Verkehrsunfälle auf unkorrektes und unvorsichtiges Verhalten aller Strassenbenützer zurückzuführen sind. Nur der restliche Fünftel verteilt sich auf technische Mängel der Fahrzeuge, mangelhaften Zustand der Fahrbahn, Witterungs- und andere Einflüsse. Von den Unfällen, welche auf das menschliche Element zurückzuführen sind, entfallen 87 Prozent auf das Konto der Fahrzeugführer und 13 Prozent auf dasjenige, der Fussgänger. Für die beiden letzten Jahre 1929 und 1930 ergibt sich folgende Gruppierung der Unfallursachen: Technische Mängel der Fahrzeuge 2,8% Mangelhafter Zustand der Fahrbahn 1,6% Wlfferungseinflösse 9,6% Unrichtiges und unvorsichtiges Verhalten a) von Fahrzeugführern 68,9% b) von Mitfahrern 1,0% c) von Fussgängern 10,9% Unglückliche Verumständungen 3,8% Andere Ursachen 1.4% Betrachten wir die von Fahrzeugführern gemachten Fehler etwas näher, so stellen wir fest, dass unkorrektes und unvorsichtiges Fahren oder Stationieren weitaus die meisten Unfälle verursacht hat. Recht zahlreich sind beispielsweise jene Fälle, wo es bei Kolonnenfahrt zu Kollision zweier Fahrzeuge kommt, weil der Vordermann plötzlich anhalten muss und der Hintermann zu nahe aufgefahren ist. Sehr häufig führt auch unvorsichtiges Rückwärtsfahren und ungeschicktes Manövrieren zu Schaden. Mangelnde Vorsicht bei Verlassen und Einfahren in Parkierungs- und Stationierungsplätze, bei Ein- und Ausfahrt aus Höfen führt ebenfalls zu zahlreichen Unfallereignissen. Als weitere Sünden der Fahrzeugführer kommen unrichtiges Vorfahren, unkorrektes Einbiegen in andere Strassen, mangelnde oder unrichtige Zeichengebung, Fahren auf falscher Strassenseite und Unsicherheit des Fahrers in Frage. Bedeutsam ist die Tatsache, dass zu schnelles Fahren nicht an der Spitze der Unfallursachen steht, sondern durchschnittlich keine 10 Prozent der Unfallereignisse herbeigeführt hat. Damit ist die These, welche wir seit jeher verfochten haben, neuerdings bestätigt. Die Feststellung ist gerade auch in Zusammenhang mit der Diskussion über die Abschaffung der zahlenmässigen Geschwindigkeitsmaxima im neuen Verkehrsgesetz sehr aufschlussreich. Sie zeigt, dass der Gesetzgeber und die Verkehrspolizei die übrigen Strassenbenützer auf ganz andere Art und Weise vor den Verkehrsgefahren zu schützen haben als durch Geschwindigkeitskontrollen. Hoffentlich tragen diese Zahlen' auch das ihrige dazu bei, dass das so furchtbar abgedroschene Geschwätz, wonach «die Raserei» der Motorfahrzeugführer die Mehrzahl der Unfälle verursache, endlich einmal verstummt Da nur ein kleiner Teil der Unfälle durch Ursachen hervorgerufen wird, welche letzten Endes nicht zu vermeiden waren, ergibt sich die tröstliche Möglichkeit, durch entsprechende Beeinflussung des menschlichen Elements die Zahl der Verkehrsunfälle noch beträchtlich zu reduzieren. Es bleibt hier sowohl für Behörden als für Verkehrsverbände und Presse ein weites Feld wertvoller Betätigung. Es gilt einerseits, eine straffere Verkehrsdisziplin und erhöhtes Verantwortlichkeitsgefühl zu erreichen, anderseits muss die Behörde für geeignetere und wirkungsvollere Massnahmen und Einrichtungen zur zweckmässigen Regelung und Erleichterung de Verkehrs sorgen. Da die Ergebnisse der Unfallstatistik auch in dieser Hinsicht manchen wertvollen Fingerzeig ergeben, sind sie auch deshalb interessant und beachtenswert. Schon aus diesen Gründen sollte die Unfallstatistik, welche in der Schweiz noch ziemlich stiefmütterlich behandelt ist, weit sorgfältiger gepflegt und ausgebaut werden. Der Stad ! Zürich ist für ihr gutes Beispiel auf diesem Gebiet nur Anerkennung zu zollen. Ri AUTOMOBIL-REVUE Concours des VehieuFes Industrieis Meeting des routes p^vees (aux environs de Lille) du 10 au 20 septembre 1931 Nouveau grand succes Un camion 5. T. muni d'un MOTEUR DIESEL a fait le parcours tres dur sans aucune pönalisation et se classe dans sa categorie. Vitesse moyenne imposee: 25 km. ä I heure. Consommation de gasoil: 23 kg aux 100 km. Ce rösultat est une nouvelle preuve de !a Suprematie absolue de nos produits et de l'endurance des moteurs Saurer-Diesel. Societe Anonyme Adolphe Saurer AREOIM - BALE - MORQES - ZÜRICH ttamaaaHHBHSHHHHBaiimiBiiiDiii» Montage überall! Gegen Sturm und Wind hat auf dem Gebiet der Vergaser den ersten Platz er- »• rungen und ihn auch beibehalten . . . Die Ideen von Solex wurden heftig angefochten ... durch diejenigen, welche sie später selbst übernommen haben: Leichte Demontierbarkeit - Einfacher Zerstäuber • Anlass- Luftdrossel - Kein Korrektor - Benzinzufluss von oben. Solex arbeitet unermüdlich an einer vervollkommneten Lösung dieses schwierigen Problems der besten Vergasung. Er wird nie von den Richtlinien, die seinen Erfolg gesichert haben, abweichen. Dienen . .. und bei ständiger Verbesserung einfach bleiben. Generalagentur für die Schweiz: Henri Bachmann Biel Rne de l'Höpital 12b Genf Place des Eaux-Vlves S Tel. 48.42, 48.43. 48.44 Telephon 25.64t nHM«Mn«aiHMMajSi