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E_1931_Zeitung_Nr.093

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verkehr pro 1929 auf Fr.

verkehr pro 1929 auf Fr. 77 805 382, so Ist | für das Strassenwesen zugezogen weiden nun.das Total dieser Erträgnisseoro 1930 bereits und dass.es daher sehr eigenartig anmutet, auf Fr. 82680132 angestiegen, steht wenn selbst im eidgenössischen Ratssaal also um. rund fünf Millionen Fr. höher zu Buch. Diese Zahlen zeigen aufs neue, dass immer noch der ungerechtfertigte Ruf nach verschärften fiskalischen Masstiahmen gegen die Motorfahrzeugbesitzer heute in mehr als genügendem Masse an die Unterhaltskosten den Motorfahrzeugverkehr ertönt. S. Kantone Aargau Appenzell A. Rh. Appenzeü I, Rb... Baselland . . . . Baselstadt . . . Bern Freihält . . . . Genf ... . . . Glarufl . . . . , Graubünden , , Luzern . . . . . Neuenburg . . , Nidwalden . . . Obwalden . . . St. Gallen. . . . Soh»ffhausen . . Schwyss . . • • Solothurn . . . Tessin Thurgau . . . . Uri . . . . . . Wa*dt Wallis Zug Zttrioh Total 1930 Total 1929 Motorfahrzeug-Steuern und Gebühren 1930. Motorfahrzeug« Andere Gebühren Total 1930 Zunahme Steuern 1930 ans Motorfahrzeug- gegenüber verkehr 1930 1929 Fr. Fr. Fr. Fr. 1.463.196.95 134.839.— 1.598.035.95 43.597.— 139.540.35 6.045.85 145.586.20 12.424.20 14.374.— 666.50 15.040.50 1.977.— 470.050.75 36.805.80 506.856.55 52.685.85 855.475.25 125.199.40 980.674.65 144.840.15 3.340.286.— 689.984— 4.030.270.— 397.170-— 345.134.90 9.813.65 354.948.55 5.903.80 1.706.696.60 238.738.40 1.945.435.— 17?;#5.10 119.866.65 3.668.50 123.535.15 13.8.1 fiDS 254.758.60 65.027.80 319.786.40 24464.40 1.056.426.20 101.547.— 1.157.973.20 125.973.20 748.389.— 85.522.— 833.911.— 70.165.— 46.385.20 a) —.—- 46*385.20 a) 4.258.20 IHe nationalrätliche Kommission zur Beratung des Verkehrsgesetzes, die sich mit der Bereinigung der Differenzen gegenüber der etänderätlichen Fassung abzugeben hat, ist heute Freitag, den 13. November, im Hotel «Beau-Rhage» in Genf zusammengetreten. Die nachstehende Eingabe der Schweizerischen Strassenverkehrsliga, die für das Zustandekommen eines eidgenössischen Verkehrsgesetzes von weittrafender Bedeutung ist, richtet sich vorerst an diese parlamentarische Kommission. In der Eingabe; de- Ten ernsten Charakter wir durchaus betonen müssen, finden wir auch jene Mahnungen bestätigt, die wir in Nr 83 im Leitartikel « Rückwärtsgang» erhoben haben. Die Situation hat sich speziell durch die enttäuschenden Aenderungen des Ständerates angespitzt. Mögen die verantwortlichen Instanzen zusehen, dass in letzter Stunde noch jene Massnahroen getroffen werden, die das Zustandekommen des Verkehrsgesetzes sicherzustellen vermögen. Red. Wortlaut der Eingabe. «Nachdem das Gesetz in beiden Räten Üurchberaten worden ist, sieht sich die «Schweizerische Strassenverkehrsliga > genötigt, zur Vorlage Stellung zu nehmen und zu erklären, dass dasselbe — so wie es heute vorliegt — den Anforderungen, die an ein modernes Strassenverkehrsgesetz gestellt werden müssen, nicht entspricht und für die Strassenbeniltzer unannehmbar ist. In mehrfachen Eingaben hat die Liga diejenigen Punkte, die nach ihrer Auffassung von ausschlaggebender Bedeutung sind, eingebend begründet. Sie hält an folgenden Grundsätzen, ohne deren Verwirklichung ein Verkehrsgesetz den heutigen Bedürfnissen nicht entspricht, nach wie vor fest: 1. Dauernde Beschränkungen des Strassenverkehrs durch die Kantone bedürfen der Genehmigung des Bundesrates (Art, 3, AI. 2). 2. Nachtfahrverbote vertragen sich nicht mit neuzeitlichen Verkehrsbedürfnissen (Art. 17, AI. 4). S. Die wirtschaftlichen Verhältnisse verlangen die Zulassung eines Maximalgewichts für kreis auf die Tischplatte warf, als mir mein Reisebegleiter wieder einfiel. Wie hiess er gleich? Ich stöberte seine Visitkarte aus der Brieftasche. Da stand es. « György Szöky de Szökyfalva et Andrashaz de eadem et genere Jalovsky.» In Gedanken sah ich den blanken Strausseneischädel mit dem Mongolenschnurrbart und dem Monokel vor mir und machte mir Vorwürfe, dass Äh so lange nichts von mir hören Hess. Wie, sagte er beim Abschied? Nach wem sollte* "ich fragen? Ja richtig! Nach dem Gyuri baesi! Drollig! Ich schob die Visitkärte etwas schuldbewusst in die Brieftasche zurück, da zögerte meine Hand... hastig kramte ich in den... richtig! da steckte der gesuchte Zettel. Ich faltete ihn auseinander und las halblaut vor mich hin den Inhalt. «Hans Leopold Freiherr von Gratt, Oberst ä. D. > Wie hatte mir mein Schwadronskomman- 'dant gesagt? «Wenn du in die Sauerkrautsahara hinauskommst, so verglss nicht und besuche den alten Herrn. Er wird dir gefallen. Ein bisschen verschroben, aber einer von denen* der nicht nur auf seiner Visitkarte ein Aristokrat ist. Und sage ihm, dass bis zum jüngsten Fähnrich hinunter alle mit Freude an die Zeit zurückdenken, als er noch das 39.243.60 3.029.— 42.272.60 4.251.90 1.303.835.50 30.890.50 1.334.726.— .. 24.70740 223.812.— 48.045.— 271.857.— " 38.680,75 207.693.75 11.940.50 219.634.25 '26.952.80 789.160.55 168.348.15 957.508.70 97.394.90 1.087.000.— 11.337.— 1.098.337.— 104.337.— 906.716.— 74.962.— 981.678.— ' 57,304.50 35.373.50 a) —.— 35.373.50 3.901.90 2.147.351.80 194.789.05 2.342.140.85 189.613.60 307.903.65 31.560.— 339.463.65 61.573.65 151.760.15 16.142.75 167.902.90 15.348.10 6.349.318.55 586.OU, 35 5.935.329.90 610.912.70 23.109.749.50 2.674.913.20 25.784.662.70 2.299.755.85 21.070.151.30 2.414.755.55 23.484.906.85 — ») Inklusive andere Gebühren aus dem Motorfahrzeugverkehr. Verkehrsgesetz und Strassenverkehrsliga Eine begründete Mahnung In letzter Stunde. Motorlastwagen von mindestens 11 Tonnen (resp. 13 Tonnen bei Spezialwagen (Art. 23, AI. lund 2). 4. Die zahlenmisslge- Festsetzung von Höchstgeschwindigkeiten Ist von der Entwicklung überholt und nicht mehr zweck« entsprechend (Art. 25). 5. Die Beleuchtungspflicht soll Im Interesse der Unfallverhütung für alle Sfra$senfahrzeuge gelten (Art. 32). 6. Vom Fussgänger sind nicht nur die Anordnungen der Verkehrspolizei, sondern auch die Zeichen und SignaIgebung der Fahrzeugführer zu beachten (Art. 34, AI. 2). 7. Die Eisenbahnhaftpflicht (Sachschaden inbegriffen) ist auch für das Motorfahrzeug das Maximum der tragbaren Haftung. Die vorgesehene Unterscheidung von grobem und leichtem Verschulden hSttt auch, die Haftung für fremd e» Ve fsc h u I d e n zur ^jli&J)lq[; Grundsatz, der in dieser Form übe'rhaupfin' keiner Gesetzgebung irgend eines Landes anerkannt wurde (Art 36). 8. Eine geordnete, glelchmlsslge und rasche Rechtsprechung verlangt die Beschränkung des Gerichtsstandes ausschliesslich auf den Wohnort des Beklagten, speziell bei einer Mehrzahl von Anspruchsberechtigteh (Art. 44), 9. Das unmoralische Prinzip einer Versicherung des S trolc he nf ahre ns auf Kosten des Motorfahrzeughalters widerspricht jedem Rechtsempfinden (Art. 52 bis). 10. Der Rückgriff der SUVA ist auf die Fälle zu beschränken, In denen der Unfall durch Verschulden des Dritten herbeigeführt worden Ist (Art. 53). 11. Die Einsetzung der Fachkommission zur Vorbereitung und Begutachtung aller Fragen, sowie der zu erlassenden Vorschriften auf dem Gebiete des Verkehrswesens, Ist absolut Notwendigkeit (Art. 65 bis). 12. Die aus dem Motorfahrzeugverkehr dem B u n.d erwachsenden Einnahmen sind für den Ausbau des Automobllstrassennetzes, sowie namentlich auch für die Anlage von Radfahrwegen und Fussgängerstrelfen zu verwenden (Art. 67 bis). i Weil diese Grundsätze nicht erfüllt worden sind, weist der neue Gesetzesentwurf keinen Fortschritt gegenüber der frühern Vorlage Regiment kommandierte. Namentlich die alten Wachtmeister.» Die Zimmertür wurde schüchtern geöffnet, und ein neuer Oberzeremoniemeister, Hofmarschall, Kammerdiener, Leibkutscher, Pferdewärter, Kammerzofe, Jan Szivak, schlich barfüssig herein und überreichte mir, über das faltige Indianergesicht grinsend, ein Blatt Papier, das einer Visitenkarte glich. Ich führte die Karte zum Licht. In billigem, kleinstädtischen Schnörkeldruck stand ein Name darauf. « Pinkas Katzenstein », Im Begriffe sie auf den Tisch zu legen, bemerkte ich auf der Rückseite einen Aufdruck. Hier stand « Katzenstein Pali». Ich musste laut auflachen. Ein doppeltes Nationalbewusstsein konnte zumindest geschäftlich nicht schaden. «Was will er?» Mein slowakischer Hofmarschall verbog sich zum Boden. «Er möchte den gnädigen Herrn sprechen.» «Soll hereinkommen.» Kaum dass ich wieder den Kopf über die Rechnungsbücher gebeugt hatte, Hess mich ein leichtes Scharren aufblicken. Im Dunkel des Zimmers stand eine Schattenfigur vor mir, die mit den Füssen Bewegungen machte, wie wenn sie sich die Schuhsohlen reinigen, wolle. ; Ich zog die Petroleumlampe AUTOMOBIL-REVUE 1931 - N° 93 am Hänge- auf, die im Mai 1927 vom Schweizervolk mit erdrückender Mehrheit -verworfen wurde. Es wäre .somit der Liga nicht möglich, dem vorliegenden Gesetzesentwurf beizustimmen, wenn nicht in letzter Stunde unsere berechtigten Forderungen noch Gehör finden sollten. — Wir erlauebn uns ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die «Schweiz. Strassenverkehrsliga » einstimmig zu dieser Auffassung gekommen ist und somit auch geschlossen zum Gesetz Stellung nehmen wird.» Nachtrag der Redaktion: Um die Bedeutung der obenstehenden Eingabe ins volle Licht zu rücken, wiederholen wir zur Erinnerung die Namen der Mitgliederverhände. die sich zur schweizerischen Stra»seiyverkehrsliga zusammengeschlossen-haben: 1. Verband Schweizer. Motorlastwagenhesitzer, Bern; 2. Schweizer. Radfahrer- und Motorfahrer-Bund, Zürich; 3. Union Gycliste Suisse, Genf; 4., Union der Motorfahrer-Clubs der Schweiz, Genf; &. Verband landwirtschaftlicher Traktorenbesitzer; 6 Arbeiter-.Touring-Bund der Schweiz «Solidarität», Bern; 7. Automobil-Club der Schweiz, Genf; 8. Syndikat des Automobil-Handels und der Garaffen-Industrie der Schweiz, Genf; 9. Chambre Syntiicale "Süisse de l'Industrie de l'Automobile et du Cycle, Genf; 10. Automobil- und Motorradfahrer-Verband des Kantons Zug, Zugj 11. Schweiz. Velo-, Nahmaschinenhändler- und Mechaniker-Verband, Ölten; 12. ' Schweizerischer Chauffeur-Club, Zürich; 13. Verkehrsliga Basel; 14. Liga der Verkehrsinteressentep dea Kantons Zürich, Zürich; 15. Schweizer. Berufschauffäur-Vereinisung, Zürich; 16. Autogewerbe- Schutzverband der Schweiz, Bern; 17. Schweizer. AutoBtrassenverein, Basel. Verkehrsprobleme bei den S. B. B. Die nachstehenden Mitteilungen der Generaldirektion der S B. B. über die gemeinsame Tagung der Kreiseisenbahnräte erweckt den Eindruck, dass die S. B. B. dem neuen Problem im Verkehrswesen die gebührende Aufmerksamkeit zuwenden. R e( *. Die Kreiseisenbahnräte traten am Mittwoch, den 11. November 1931, unter dem Vorsitz des Herrn Bundesrat Dr. Pllet-Golaz im Nationalratssaal zur zweiten gemeinsamen Sitzung dieses Jahres zusammen. Elngans der Sitzung gedachte der Vorsitzende in ehrenden und dankbaren Worten des am 23. September verstorbenen Generaldirektors Herrn Arsene Nlauille. Luftverkehr und Eisenbahnverkehr. Die Versammlung nahm hierauf ein sehr Interessantes und aufschlussreiches Referat von Herrn Generaldirektor Schrafl über den Einfluss des Luftverkehrs auf den Verkehr u0 auf die Einnahmen der Eisenbahnen entgegen. Hieraus geht folgendes hervor: :\Wenn sich im'Wettbewerb zwischen Bahnet -und Automobil die kurzen Distanzen unseres Landes ungünstig auswirken, so zeigt sich beim Lufverkehr eine gegenteilige Wirkung. Auf unsere geringen Entfernungen behalten die Bahnen für den Zubringerverkehr ihre Bedeutung. Da eine regelmässige ganzjährige Alpenüberfliegung heute noch mit technischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, suchen die internationalen Linien den Änschluss an unsere Alpenbahnen, was unserem Transitschnellzugsdienst im kombinierten Flugeisenbahnverkehr eine besondere Bedeutung gibt. Für eine grundsätzliche Betrachtung der Wettbewerbsverhältnisse müssen die den Luftverkehr auszeichnenden natürlichen Ei- « Die Internationale Vereinigung der Nutzkraftj wagen-Besitzerverbände (FITCA, In der Schweiz vertreten durch die ASPA) nimmt mit Befriedigung davon Kenntnis, dass bereits Internationale Schritte unternommen wurden, um der gegenwärtigen Weltkrise durch Arbeitsbeschaffung in Form von Strassenbauten zu steuern. Unsere Delegierten werden es sich zur Aufgabe machen, in den von Ihnen vertredraht hoch. Ihr Lichtschein fiel auf den Ankömmling, der sich ununterbrochen verbeugte, wobei er mit den Beinen andauernd die Bewegung des Schuhreinigens machte. «Na, Herr Katzenstein, kennen Sie mich noch? Als wir uns das letztemal sahen, waren wir beide etliche Jahre jünger. Wollen Sie mir nicht die Hand geben?» Mit einem verschämten Lächeln ergriff er zögernd meine hingehaltene Rechte. «Ob ich Ihnen kenne, Herr Baron? Wenn ich mich erkundigen darf nach dem Befinden vom Herrn Papa?» «Zuerst, lieber Katzenstein, bin ich kein Baron, das wissen Sie doch.» Der Angesprochene wiegte bedächtig den Kopf hin und her. «Wenn jemand von einer solchen Bonität ist wie Sie, gnädiger Herr, ist er bei mir ein Baron, .wenn Sie wollen, sogar noch mehr. Sie, ich sage Ihnen, hier herum gibt es Baronen und Grafen...» «... deren Bonität mich nicht interessiert, Herr Katzenstein. Aber.es freut mich, dass ich bei Ihnen so gut angeschrieben bin.» Pinkas Katzenstein zog entrüstet die Augenbrauen hoch. «Was heisst gut angeschrieben? Das ist .gar.kein Ausdruck. Wenn ich mich erkundij.gen ; darf, wie geh* es dem; Herrn Papa? No, das freut mich. Man hört selten was Gutes. genschaften untersucht werden. Als solche sind zu nennen der Luftweg, dem.das ganze Luftmeer zur Verfügung steht, der also nicht wie der Erdverkehr an bestimmte Linien gebunden ist. Eine Einschränkung dieser Freiheit ergibt sich allerdings durch die Benützung kostspieliger Flugplätze, die sich in der Nähe grosser Verkehrszentren befinden müssen und die stark von geographischen Verhältnissen abhängig sind. Der grösste Vorteil des neuen Verkehrs liegt aber in der Verwendung von Flugzeugtypen, die eine überragende Reisegeschwindigkeit gestatten, durch welche die Entfernungen im binnenländischen Verkehr auf fast ein Drittel, im überseeischen Verkehr gar auf ein Fünftel vermindert werden. Die vom Flugverkehr heute verlangte Regelmässigkeit des Betriebes macht einen auf internationaler Grundlage aufgebauten Flugsicherungsdienst notwendig, der mit Rück' sieht auf die Einrichtung eines internationalen Nachtflugpostnetzes weiterer kostspieliger-. Anlagen bedarf. Bei acht Flugstunden ergibt sich heute ein Tagesaktionsradius von gegen 1600 km, so dass sich am gleichen Tag von der Schweiz aus Oslo, Lemberg, Bukarest, Athen und Lissabon erreichen lassen. Im Hinund Rückflug am gleichen Tag lassen sich heute schon Paris, Frankfurt, München. Genua und Marseille erreichen, wodurch sich natürlich für den Schnellzugsverkehr eine gewisse Einbusse ergibt. In der Schweiz liegen die natürlichen Brennpunkte für den Grossdistanzverkehr in Zürich, Basel und Genf, In zweiter Linie in Bern. Aus den Angaben über die dem Luftverkehr verabfolgten öffentlichen Subventionen zeigt sich, dass die Entwicklung des Luftverkehrs heute noch vollständig in der Hand der Behörden liegt. Als im Lauf der Entwicklung liegend wurde die Schaffung eines europäischen Nachtflus;postnetzes, die Projektierung von Transalpenlinien und die Erreichung höherer Geschwindigkeiten bezeichnet. Zum Schluss seiner Ausführungen behandelte Herr Dr. Schrafl noch den Flugeisenbahnverkehr, der die durchgehende Beförderung von Gütern mit Eisenbahn und Flugzeug ermöglicht. Die Schweiz war nach Deutschland das erste Land, das einen kombinierten Flugeisenbahn-Güterverkehr eingeführt hat. Die Schienenautomobile. In einem zweiten Referate berichtete Herr Kreisdirektor Savary -über Versuche in Frankreich mit neuen Eisenbahnfahrzeugen, insbesondere mit Eisenbahnzeugen mit Automobilbereifung, für die Besorgung des Verkehrs auf Nebenlinien. Er gab hierbei eingehend Auskunft über die Bauart, die Vorteile und die Verwendungsmöglichkeit dieser Fahrzeuge, die geeignet sind, den Eisenbahnbetrieb auf verlustbringenden Nebenlinien wirtschaftlicher und billiger zu gestalten. Die Verwendung dieser Fahrzeuge hängt jedoch in sehr starkem Masse von den jeweiligen Betriebsverhältnissen auf den in Frage kommenden Eisenbahnstrecken ab. Anderseits sind vor der Einführung von Schienenautomobilen im regelmässigen Betrieb eine Reihe von Fragen, wie Betriebssicherheit, Motor- und Brennstoffart, Unterhalt und Erneuerung der Fahrzeuge, Verzinsung abzuklären. und Tilgung usw., Die FITCA In Genf. Nachtrag zum VersammlungsberJcht. Die zweite Entschliessung der neulichen Jahresversammlung der F. I. T. C. A. (Antrag Hostettier), die bereits ihrem Sinn gemäss in dem eingehenden Bericht über diese Tagung (in Nr. 92) wiedergegeben worden ist, hat folgenden Wortlaut : J Ich bitte Sie, gnädiger Herr, ich habe mir i gedacht, vielleicht ist er schon selig entschlafen. Warum nicht? Er ist doch kein Jüngling mehr. Ein feiner Mann. Heute eine Rechnung — morgen das Geld. Hier herum... ein jeder ist ein Kavalier, aber fragen Sie die Leute, was sie unter Kassakonditionen verstehen. Sie möchten nicht glauben...» (Fortsetzung folgt.) Illustrierte Automobil-Revue Nr. 4. Aus dem Inhalt der demnächst erscheinenden 4. Quartalnummer: Nordafrikanische Fahrt. Pariser Salon 1931. Rückblick auf die internationale Sportsaison. Der Schlusslauf der Schweiz. Sportsaison. Ergebnisse unseres Photowettbewerbes. Aus der Laufbahn von Dr. Walter P. Chrysler. Autoreise ins Salzkammergut. Was tun vor grosser Fahrt ? Wie ein Amerikaner ein Automobil kaulte. L'Europe devant Vautostrade. Un pont routier pour Venise. Humor — Ecke — Unterhaltung. Preis Fr. 1.— Gratis bei Bestellung eines Abonnementes 1932 zum Jahrespreis von Fr. 2.—.

N° 93 — 1931 AUTOMOBIL-REVUE tenen Ländern dahin zu wirken, dass der Strassenbau in die vorderste Linie der Arbeitsbeschaffung gestellt wird. Dabei ist eine Berücksichtigung der Interessen sämtlicher Strasscnbenützcr zu fordern, wie durch Anlage von Fussgängersteigen und Fahrradstreifen, namentlich in der Nähe grösserer Ortschaften und auf stark befahrenen Strassen, zwecks Unfallverhütung- Damit würden während der Krisenzeit bleibende Werte geschaffen, die sich angesichts des stets zunehmenden Strassenverkehrs als dringend notwendig erweisen.» Das Schlussbankett der F.I.T.C.A. Die Tagung der Fitca in Genf, über die wir unsere Leser in der letzten Nummer eingehend unterrichtet haben, schloss mit einem Bankett ab. Es wurden mehrere bedeutsame Ansprachen gehalten; so sprachen die Herren Rothmund, Chef der Polizeiabteilung des eidg. Justiz- und Polizeidepartements, Romein, Direktor der Verkehrs- und Transitkommission des Völkerbundes, der Genfer Regierungsrat Turrettini, Blum, Präsident der Vereinigung französischer Lastwagenbesitzer, ferner die Herren Prof. Dr. Steinemann, Vizepräsident des A. C. S. und Herr Dr. Henneberg, Zentralpräsident des T. C. S. und Präsident der A. I. T. Das neue Schweizerische Verkehrsgesetz wurde eingehend besprochen, und vor allem die Vertreter des A. C. S. und des T, C. S. betonten ihre Enttäuschung über die Meinung des Ständerates zu dem neuen Gesetz. stadtbernischen Behörden und der Bevölkerung der Bundesstadt überlassen. Wie der Entscheid ausfallen wird, lässt sich heute noch nicht sagen. Wir wissen bloss, dass in der konsultativen Stadtausbaukommission sich sechs Stimmen zugunsten des Engehaldenprojekts und drei Stimmen zugunsten des Lorrainehaldenprojektes ausgesprochen haben. Das nächste Wort liegt rain-Lorrainequartiers mit einer viergeleisigen Bahnanlage bietet aber städtebauliche Nachteile, die zum vorneherein für die Ablehnung dieses Projektes sprechen. Das Lorrainehaldeprojekt berührt die Strassenverhältnisse unter allen drei Projekten am wenigsten. Beim Bollwerk würde einfach die jetzige Ueberbrückung verbreitert und im Wylerfeld die durchschnittenen beim Gemeinderat der Stadt Bern. Wie die Strassen und Nebenstrassen entweder übefoder dann unterführt. Bei einer Durchführung des Engehaldeprojektes wären folgende Bundesbahnen selber, scheint, wie aus verschiedenen Voten in der Tagespresse entnommen werden kann, das Lorrainehaldeprojekt das zweckmässigste zu sein, weil eine gerade Linienführung nach dem Wylerfeld ermöglicht wird und weil die geologischen Verhältnisse an der Lorrainehalde sich rela- s» Plan der drei Projekte für Zufahrtslinien zum Berner HauptbahnhoL Modernisierung der Basler Verkehrszeichen. In die Leitung des Basler Polizeidepartements ist ein frischer Wind gekommen. Man spürt dies an der Initiative, mit der an alle schwebenden Verkehrsfragen herangetreten wird, Wir haben bereits auf die Revidierung der Basler Verkehrsordnung hingewiesen, die verschiedene Uebelstände zu beseitigen suchte. Auch alle Verkehrssignale in der Stadt sollen nun gründlich den modernen Erfordernissen angepasst werden. Die Revisionsmassnahmen bestehen in der schon lange gewünschten Beleuchtung der Trottoir-Inselpfähle, der Verkehrstafeln und der Wegweiser für den Ueberlandverkehr. Die Verkehrstafeln werden den international vereinbarten Normen angepasst. Als Figuralzeichen werden sie voraussichtlich den Strassenbenützern jeder Sprache geläufig sein. Nur noch ausnahmsweise kommen Wortaufschriften in Betracht. Diese Tafeln sollen nachts als Transparente beleuchtet werden. Weiter soll Basel an allen wichtigen Punkten mit Wegweisern versehen werden, die nach den grossen Landstrassen zeigen und der Verkehrsumleitung um das Stadtzentrum gute Dienste leisten. Diese Wegweiser sind blauweiss, mit schwarzen Aufschriften versehen und werden als Glasscheiben bei Nacht von hinten beleuchtet Auch mit der Neugestaltung der beleben Basler Plätze soll es weitergehen. Durch den Kreiselverkehr ist das schwierige Verkehrsproblem auf einigen Plätzen bereits zur Zufriedenheit gelöst worden. Auf dem Wettsteinplatz, auf dem Zentralbahnplatz, auf der Qrossbaslerseite der Wettsteinbrücke ist Ordnung geschaffen. In ähnlicher Weise soll der Erasmusplatz umgestaltet werden. Auch der Bundesplatz soll nach dem gleichen System geordnet werden. Die Abschrankung durch Geländer, wie sie sich an der Handelsbank bewährt haben, sollen an verschiedenen Orten, vor allem an Kreuzungspunkten zur Behebung der Verkehrsschwierigkeiten Anwendung finden. Mit allen Mitteln der Verbesserung der Verkehrssignale, der besseren Placierung von Verkehrspolizisten — auf beleuchtetem Podium —, der Anlage von Verkehrsinseln und Verkehrspfeilern, der Anordnung des Kreiselverkehrs, soll in dem in allen Beziehungen fortschrittlichen Basel eine durchgreifende Verbesserung des Verkehrs angestrebt werden. mb. Die Berner Bahnhofszufahrt. (Zur Diskussion über die drei SBB-Projekte.) Die Bundesbahnen haben für die Neugestaltung der Zufahrtslinien aus Richtung Burgdorf und Thun in den Berner Hauptbahnhof drei Projekte ausgearbeitet. Das erste Projekt schlägt eine Höherlegung der bisherigen Lorrainelinie vor, das zweite Projekt verlegt die neue Zufahrt auf die Engehalde und verbindet damit eine Untertunnelung des Bierhübeliareals, und schliesslich wählt das dritte Projekt räumlich und finanziell die Mitte zwischen den beiden ersten Projekten, indem die Linie in gerader Kicntung den Hauptbahnhof verlassen und an die der Lorrainehalde über die Aare setzen soll. Bei allen drei Projekten sind an Stelle der bisherigen zwei Geleise deren vier vorgesehen. ^ Die Generaldirektion der Bundesbahnen hat sich bereit erklärt, sowohl das eine wie das andere Projekt durchzuführen. Sie verhält sich, obschon eigentlich die Erstellung neuer Zufahrtslinien in der Hauptsache eine Bahnfrage ist, neutral und will den Entscheid den Ausfall des Monte Ceneri-Rennens. Wir haben vor einiger Zeit die Rennen genannt, die in der Schweiz im nächsten Jahre voraussichtlich ausgetragen werden. Wie nun bekannt wird, kann das Monte Ceneri-Rennen im Tessin, das ebenfalls zu den in Aussicht stehenden Veranstaltungen gehörte, nächstes Jahr nicht stattfinden, da an der Prüfungsstrecke im kommenden Sommer erhebliche Strassenverbesserungsbauten vortiv günstig für den Bau einer viergeleisigen Ausfahrt mitsamt den dazugehörigen Viadukten eignen. Das Engehaldeprojekt untertunnelt das Bierhübeliareal und überbrückt die Aare vor dem Stauwehr direkt gegen das Wylerfeld hin. Diese Lösung ist architektonisch als das Beste anzusehen, besitzt aber verschiedene bahnbetriebstechnische Nachteile (Tunnel, Manövrierhemmung im Eilgutbahnhof). Wichtig ist für uns als Strassenbenützer auch die Gestaltung der Kreuzungen von Bahn und Strasse. Ueber diesen Punkt wurde bisher in der Diskussion recht wenig gesprochen. Würde der Entscheid auf die Erhöhung der bisherigen Lorrainelinie und deren Ausbau auf vier Geleise fallen, so kämen die jetzigen NiveauübeTgänge, die den Verkehr zwischen dem Lorraine- und dem Breitenrainquartier vermitteln, in Wegfall. Abgesehen von der intensiven Störung des Verkehrs, der sich während der Umbauzeit ergeben würde, wäre eine angehende Verbesserung der Verkehrsverhältnisse zu erwarten. Die Durchschneidung des Breiten- Batterien sind besser Wohl kaum wurde ein Artikel mit soviel Enthusiasmus von den Automobilisten aufgenommen wie die neue Alle Aufträge in jeder Quantität können sofort ausgeführt werden! Lösungen zu erwarten: Wegfall des jetzigen Viaduktes beim Bollwerk, Untertunnelung des Bierhübelistutzes. Führung der Bahn längs der Tiefenaustrasse, Unterführung der Tiefenaustrasse beim grossen Viadukt, sowie Unterführung der Strassen im Wylerfeld. Der Nachteil dieses Projektes für den Strassenverkehr würde speziell darin liegen, dass ein Stück der Tiefenaustrasse vom Tierpark bis zur neuen Unterführung zwischen zwei Bahntrace zu liegen käme. Bei der Ausfahrt Richtung Zollikofen hätte man linker Hand die vier Geleise der SBB und rechter Hand das Geleise der Bern-Zollikofen-Solothurnbahn, sofern die letztere nicht ebenfalls auf den S.B.B.-Geleisen in den Bahnhof eingeführt würde. Die Diskussion waltet gegenwärtig in voller Intensität weiter. Auch der Strassenbenützer wird sich für das eine oder andere Projekt aussprechen müssen, weshalb hier ausdrücklich auf die spezielle Seite der Strassenverkehrsgestaltung hingewiesen sei. lt. • * Tircstonc=Baücric ZÜRICH Mehr Strom Grössere Widerstandskraft Längere Lebensdauer LAUSANNE genommen werden, speziell ein Niveauübergang soll auf dieser Strecke beseitigt werden, x. 30-Tage-Fahrt auf dem Nürburg-Rlng. Die letzten Tage der Fahrt Die 30-Tage-Fahrt auf dem Nürburgring, von der wir bereits mehrmals berichtet haben, geht morgen Samstag Mittag um 12 Uhr zu Ende. Wir haben über Zweck, Ziel und Organisation dieser Fahrt schon gesprochen und betont, dass hier wohl erstmals in diesem Ausmass der Versuch, die Wirtschaftlichkeit des Automobils als Verkehrsmittel zu propagieren, in Wirklichkeit umgesetzt werde. Nachdem nun der grösste Teil der Fahrt zurückgelegt ist, kann konstatiert werden, dass die Ergebnisse noch weit mehr zeigen, werden, als selbst die Fachleute angenommen hatten. Aus diesen Gründen steigert sich auch von Tag zu Tag das Interesse der teilnehmenden Firmen, sowie der Verbraucherschaft. Der bloss oberflächliche Betrachter möchte vielleicht geneigt sein, reinen Geschwindigkeitsrennen, bei denen es um Bruchteile von Sekunden und Rekorde geht, wo der Fahrer das letzte aus seiner Maschine herausholt, eine grössere Bedeutung zuzusprechen als diesen scheinbar zahmen Gebrauchsprüfungen. Gewiss, sensationelle Attraktionen, Stürze und Kurvenakrobatik konnten in den Tagen dieser grossen Dauerfahrt auf dem Nürburgring nicht erlebt werden. In Wirklichkeit stellt aber diese 30-Tagefahrt eine ausserordentlich zuverlässige Gebrauchtprüfung der Fahrzeuge dar, die interessante Schlüsse ziehen lässt. Fahrer, Monteure, Zeitnehmer, Kontrolleure, Techniker, Chemiker, Stenotypistinnen und Tankwarte leisteten während der ganzen Zeit mehr als normale achtstündige Arbeitszeit, ob sie nun am Volant sitzen, auf der Strecke kontrollieren, oder den Innendienst besorgen. Den lebendigen Mittelpunkt des Ganzen bildeten natürlich während der ganzen Zeit die Fahrer — die Seele —, während die Wagen — die Motoren —, nur tote Materie sind. In dem- richtigen Ineinanderspielen der beiden aufeinander abgestimmten Kräfte liegt der Erfolg der Fahrt begründet. Jeder Fahrer sitzt ununterbrochen vier Stunden am Steuer, acht Stunden innerhalb des ganzen Tages. Ein besonderer Fahrplan regelt während der ganzen Zeit ihre Arbeit. Die Wechsel erfogen 6mal in einem Tag. Ob Regen oder Frost, Schnee oder Nebel die Strecke schwer befahrbar macht, auch mitten in der Nacht mussten die Fahrer konsequent aus den Federn und zum bestimmten Augenblick am Posten sein. Trotzdem die Strecke immer die gleiche ist, so weist jede der 172 Kurven des Nürburgrings bei den verschiedenen Durchfahrtszeiten ein anderes « Gesicht» auf. Die Kurven müssen je nachdem, wenn es frostig, neblig oder glitschig ist, entsprechend gefahren werden. Wenn nur ein einziges Mal die Aufmerksamkeit oder die Nerven im entscheidenden Momente versasren, dann kann die Katastrophe des Ausfalles schon heraufbeschworen sein. Der Verwalhinsrsrat des A.D.A.C. weilte vergangenen Montag im Anschluss an seine Sitzuneen in Köln auf dem Nürburcrimsr der 30-Taeefahrt bei. Ein srrosser Teil der Gäste hielt sich dort zwei Tage auf. bis zur rTauptsDortsitzunsr in Adenau. in der das Sportprogramm des Jahres 1932 zur Sprache kam. tnn. Die Resultate unseres Photowetbewerbes finden Sie in Nr. 4 der «Illustrierten Automobil Revue», die in den nächsten Tagen erscheinen wird.