Aufrufe
vor 5 Monaten

E_1931_Zeitung_Nr.094

E_1931_Zeitung_Nr.094

ar paradox. Zugegeben,

ar paradox. Zugegeben, der Schnelligkeitsrekord hat sportlichen Charakter. Aber den Nerven des gehetzten Menschen bringt der ästhetische Eindruck Erholung, Ruhe, Glück. Die Massenflucht, der Städter in die Landschaft hat erst die Massenproduktion von Verkehrsvehikeln recht ermöglicht. Vor 50 Jahren sass der Bruder Straubinger im Schatten der Bäume, die die heisse Landstrasse säumten. Heute kehrt die Limousine beim Wirte Wundermild zu Gaste. Die Kunst des Reisens hat ihre Geschichte wie jede Kunst. Wohl als Allererster hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts Otto Julius Bierbaum mit dem Auto diese Kunst raffiniert gesteigert. Sein Leitspruch: «Lerne zu reisen, ohne zu rasen» wird längst in jedem Reiseblatt als plakatierte Wahrheit angebetet. «Eine kleine Herbstreise im Automobil» und «Eine empfindsame Reise im Automobil» sollte sich jeder ästhetisch orientierte Automobilist zulegen. (Beide geistvollen und anmutreichen Reiseerzählungen sind im Verlag Georg Müller, München, leicht erreichbar.) Wie der unvergessliche J. V. Widmann mit Schuh und Stock unbekannte Erdenstriche entdeckte, so der Schlesier O. J. Bierbaum mit dem Mittel des Pneus. Bei seiner Vorliebe für langsame Verkehrsmittel befreundete er sich als Erster mit den neuen Erzeugnissen der jungen Automobiltechnik. Ganz richtig nimmt er seinen Ausgang bei der Eisenbahn. Was er da 1908 geschrieben, trifft noch heute zu: «Ueber Reisen kein Vergnügen», sang man in der Biedermeierzeit, ehe das begann, was Goethe «veloziferisch» nannte, er, der auch hinter der Erfindung des Dampfwagens den Unsinn ahnte, der aus seinem Sinn werden sollte. Jeder Handwerksbursche hat mehr von der Welt gesehen als die heutigen Vergnügungsreisenden, die eigentlich nie gereist, sondern immer nur transportiert worden sind. Welch ein Wahnsinn! Er lässt sich durch nichts als sinnvolle Handlung beschönigen. Es ist eine Epidemie wie der Veitstanz im Mittelalter. Das ist stark kritisiert, aber der Kritiker hat völlig recht. Nebenbei bemerkt, seine Hiebe treffen nur Vergnügungs-, nicht Geschäftsreisende. Und nun holt er aus zu seiner prächtigen, begeisterten und begeisternden Schilderung einer Autotour von Berlin nach Sorrent und zurück an den Rhein. Vieles, was O. J. Bierbaum hier sagt, mutet heute altmodisch an: Das Auskramen primitiver technischer Kenntnisse, die Verteidigung des Autos gegenüber anderen Verkehrsmitteln, das Schneckentempo der Fahrt. Aber das meiste, was der Dichter sagt, klang einst nicht bloss sehr revolutionär in touristischer Hinsicht, sondern besitzt heute noch Geltung, ja darf sogar Ewigkeitswert beanspruchen, wenn ihm nicht allerliebste Schrullen anhaften. Er stellt zu Beginn kategorisch fest: «Wir wollen mit dem modernsten aller Fahrzeuge auf altmodische Weise reisen, und eben das wird das Neue an unserer Reise sein.» Wer denkt nicht an seine eigene erste Autotour, da man vom «Laufwagen» (so nennt Bierbaum in schöpferischer Weise seinen Reisewagen) aus die Schönheit der Erde neu eroberte, wenn Bierbaum schreibt: «Eine Reise wie die unsere hat doppelten- Reiz, weil hier das Reisen an sich, gewissermassen AUTOMOBIL-REVUE 1931 — N° 49 die Technik des Reisens, neu ist Man reist fast mit dem Entzücken des Kindes, das zum erstenmal Eisenbahn fahren darf.» (Schluss folgt.) Toureri'Sprechsaal Tonren -Antworten T. A. 772. Bulle—Vevey. Wenn sie von Bulle aus noch Chatel-St. Denis und Lausanne besuchen müssen und erst nachher endgültig in Vevey haltmachen wollen, möchte ich Ihnen zu folgender Route raten: Von Chatel-St. Denis benützen Sie vorerst die g«gen Vevey führende Strasse, zweigen aber dann bei Chardonne rechter Hand ab. Das Strässchen, das mitten durch die Rebberge mit prachtvollem Ausblick auf den See führt, ist gut (asphaltiert), jedoch nicht sehr breit, so dass in den Kurven und besonders in den Ortschaften grosse Vorsicht notwendig ist. Sie gelangen so immer hoch über der Uferstrasse via Chexbres und Epesses nach Grandvaux, um von dort nach kurzer Zeit vor Lutry die Hauptstrasse zu erreichen, die Sie nach Lausanne führt. Für den Rückweg nach Vevey benützen Sie dann die Uferstrasse über Cully und St. Saphorin nach Vevey. E. B. in B. Touren -Fragen T. F. 773. Pariser Kolonialausstellting. Es ist mir geschäftehalber bis jetzt nicht möglich gewesen nach Paris zu fahren und soviel ich weiss, wird die Ausstellung Mitte November geschlossen. Ich habe nun gehört, die Ausstellung werde nächsten Frühling wieder eröffnet. Stimmt das? Ausserdem: Wieviel Kilometer sind es von Bern, nach Paris? Lässt sich die Strecke (wenn möglich über Basel) in 2 Tagen fahren? — Wenn die Ausstellung wirklich im Frühling wiederersteht, würde ich die beabsichtigte Fahrt solange verschieben. F. Sp. in B. Davos. Die Eröffnung der ersten Teilstrecke der Parsennbahn auf Mitte Dezember bis Station «Was sollen denn alle diese Stopaufschriften auf der Strasse bedeuten? Das ist ja zum tollwerden !» «Ja. der Junge dort soll sein Examen als Maler machen, und wir glaubten auf dieser Nebenstrasse niemand zu belästigen !> Höhenweg (2215 Meter über Meer) ist gesichert. Die Wagen werden bis Mitte November montiert sein, so dass eine baldige Probefahrt bevorsteht. Der Fahrplan ist seit einigen Wochen festgesetzt und findet sich in den schweizerischen Kursbüchern. Ebenso sind die Fahrpreise, die sehr niedrig gehalten sind, herausgegeben worden. Verlangren Sie eine unverbindliche Vorführung der verschiedenen Modelle !! die Marke, die höchste Ansprüche restlos befriedigt M S I S BF %9 Bf^L m «BP aha mwi CO A. G. BERN Unser fachtechnisch geschultes Personal steht ihnen zur Beratung gerne bereit ! om na onen vom Einfachsten bis zum Elegantesten von Fr. 875. - an II Prima nie an Fr. 360.- 310 omariie von Fr. 95.- an Verlangen Sie unsere Offerte! welche für die Bedachung einiger t u tt einmal gebraucht wurden, sind zu sehr günstigen Preisen abzugeben. Diese Decken sind Qualitätswar © wasserdicht und in jeder Grosse erhältlich: Verlangen Sie Offerte von Zeit- u Deckenfabrikation Picard, Cüches Haüwag sind erstklassig Cösciienen BAHNHOF BÜFFET Biel Umladestelle für die Autos nach und von Airolo. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Auskunft über Fahr- und Transportverhältnisse. Tel. 11. (Nicht zu verwechseln mit Hotel Bahnhof.) Höfliche Empfehlung Steiger-Gurtner. RADIO-AMATEURE zögert nicht länger, wählt u o IK. 3 ^sm RADIO-LAMPEN Verlangt Prospekte, Schemas u. Auskünfte bei der General-Agentur für die Schweiz: mit besonderer Vorliebe auf der neuen Olivetti M. 40, denn es ist die einzige Schreibmaschine von solch moderner Bauart. Nur europaische Arbeit kann eine solch feine Schreibmaschine konstruieren. Der weich-angenehme Anschlag, das klar-prägnante Schriftbild, erfreuen jedes Herz. ING. C. OLIVETTI CO. ZÜRICH « o J. RENAUD & Cic, A.-G., NEUENBURG BAHNHOFPLATZ 7 TEL. 3152 Für verschiedene Kantone fachkund. Agenten gesucht MAGENSCHMERZEN sind äusserst unangenehm. Dieselben verschwinden aber nach kurzer Zeit beim Gebrauch von „COLUMBA"-Magenpulver unschädliches Mittel gegen Verdauungsstörungen. Gegen Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Magenkrampf, Uebelkeit, Erbrechen, Magendrücken, Sodbrennen, Blähungen, Aufstossen, übelriechenden Atem. Preis pro Schachtel Fr. 3.—. Machen Sie einen Versuch und Sie werden von dessen Güte wie schon Hunderte anderer Kunden überzeugt sein. Einzig erhältlich bei Apotheke zur Taube, Schaffhausen WOLLERAU Hotel Bellevue am ZÜrichsee am schönsten Aussichtspunkt: ein Güggeli, einen edlen Tropfen beim gemütlichen Wirt. VIER UNVERGESSLICHE DINGE Otto. Zürcher Wochenprogramm Stadttheater **»«*» **)*> s° nnta s nachm. 2H Uhr. Mi. abends 18. Nov. Andre Chenier (10. Abon.). DO. abends 19. NOV. Vorstellung für Mittelschüler: Die Meistersinger von Nürnberg. Fr. abends 20. Nov. im weissen Rössi. Sa. abends 21. Nov. Im weissen Rössl. So. nachm. 22. NOV. Ulrich Zwingli. So. abends 22. Nov. Im weissen Rössl. hau Di. abends 17. Nov. Mi. abends IB.NOT. Do. abends 19. Nov. Fr. abends 20. Nov. Sa. abends 21. Nov. So. vorm. 22. Nov. So. nachm. 22. Nov. So. abends 22. Nov. hau Abends 8K Uhr, Sonntag nachm. 3J4 Uhr. Vogel friss oder stirb. Gastspiel der freien Bühne. Flucht. Der Lügner und die Nonne. Premiere. Komödie v. Kurt Götz. Candida. Der Lügner und die Nonne. Einmalige Vortragsmatinee: Franz Werfel spricht über: Realismus und Innerlichkeit. Die 5 Frankfurier. Flucht. Clnema Apollo Die Marquise von Pompadours, Tonfilm. Variete Corso abends 8% ufc Großstadt-Variete-Programm. Cabaret Mascotte abend» % Gastspiel des Intimen Theaters Berlin: Hannerl und die 7 Väter, Die Peitsche...? etc. Co Bar b. Bellevue: Täglich abends 8 Uhr: Gastspiel doi Tanzkapelle «The Melody-Dandies». Grand Cafe AstOrlast.Peterstrasse: Tägl. nachm. u. abends: Eddie Dittke and his Boys in seiner unvergleichl. Bühnenschau. Cafe Esplanade U. Barh.Stadttheater: Tanzkapelle «Nie Fuslys Band». Re obu Bahnhofbrücke: Nachmittags und abends Künstlerkonzerte. Rest. Hungaria Beaten^** Nachmittags und abends Künstlerkonzerte. Odeon b. Bellevue: Alph. Ritter aus München: Humorvolle TJnterhaltungs- und Tanzkapelle. Urania Das Konzert-Cafe mit seinen prominenten Komikern. Verlag, Administration, Druck und Clicherio: HALLWAG A.-G. Hallersche Buchdruckerei und Wagnersche Verlafsanstalt, Bern.

N° 94 — 1931 AUTOMOBIL-REVUE 11 Bremsbacken vor, verliere sich dann aber mit der Zeit ganz von gelbst. Ich bin nun seitdem mehrere hundert Kilometer gefahren, ohne dass eine Bes serung zu konstatieren war. Daa « Schaudern » der Bremsen ist insbesondere im Stadtverkehr so lästig, dass ich mich veranlasst sah. Oel in di Bremstrotnmeln hineinzugiessen. Lange lässt sich damit aber die Störunjf auch nicht hintan halten und zudem habe ich dann fast keine Bremswirkung. Gibt es denn kein Mittel um den «Schüttelfrost » auf normalere Art zu kurieren? F. G. in T. Antwort: Ein Vibrieren der Bremsen, wie Sie es beschreiben, kann meist ohne weiteres zum Verschwinden gebracht werden, indem man die wirksame Länge des Bremsbelages auf den Bremsbacken etwas verkürzt. Die Bremsbeläge können unter Umständen, wie es in der Skizze dargestellt ist, auch nur in der Nähe des Bremsnockens abgeschrägt zu werden, wobei aber darauf zu achten ist, dass dann auch der abgeschrägte Teil des Belages noch gut auf der Backe hält. -a. T. C. 1. Abend: Freitag, den 20. November 1931, Gewerbeschule, Goldgasse (Parkplatz Klosterplatz), Autosektion St. Gallen-Appenzell H. Fauser, Lehrer der Gewerbeschule: Das Chassis. Bericht über die Ausschuss-Sitzung vom 9. November 1931 im € Löchlihad ». ». Gallen. Die Pro-tilla, Ernst Herbst: Magnet- und Batterie-Zündung, 2. Abend: Montag, den 23. November 1931, Scintokolle der letzten Gesamt- und Ausschuss-Sitzung Lichtanlage. werden verlesen und diskussionsloa genehmigt. Den 3. Abend: Freitag, den 27. November 1931, Ka- Mitteilungen über di« Mutationen konnte man erfreulicherweise entnehmen, daaa der Sektlonabestand fortwährend zunimmt und seit der letzten Sitzung vom 1. Oktober von 1248 auf 1266 Mitglieder angewachsen ist. In bezug auf die JahresfeieT orientierte der Vergnügungspräsident die Anwesenden, dass die Einladungen dieser Tage zum Versand gelangen. Ein vorgelegtes Programm in künstlerischer Ausführung konnte uns davon überzeugen, dass die Darbietungoen das letztjährige Programm noch bei weitem übertreffen werden. Die Abrechnung über die Sauserfahrt nach Thal wird genehmigt. Ein Prospekt für eine Autoatrasse nach dem Säntis wurde uns vorgelegt mit dem Ersuchen um finanzielle und moralische Unterstützung. Grundsätzlich haben wir stets Interesse für neue Strassen-Projekte, glauben jedoch, daas dem bereits einmal besprochenen Projekt einer Verbindungsstrasse Urnäsch, Rossfeld, Schwägalp, Rietbad, Nesslau, mit event. späterer Verlängerung nach Amden, aus verschiedenen Gründen unbedingt der Vorzug zu geben ist. Fa. AUTOSEKTION SOLOTHURN. Mitteilungen. Werte Mitglieder! 1. Betr. autotechnischer Kurs. Wir laden Sie hiermit zur Teilnahme an einem autotechnischen Kurs freundlich ein. Diese Veranstaltung bedeutet für unsere Gegend etwas Neues. Der grosso Erfolg solcher Kurse in anderen T. G. S.-Sektionen, wie die eigene Erkenntnis, dass vermehrte theoretische und praktische Ausbildung am Auto für die Automobilisten von unschätzbarem Wert ist, lassen eine grosse Beteiligung seitens unserer Mitglieder erhoffen. Wie Sie aus nachfolgendem Programm zu ersehen belieben, umfasst der Kurs sechs Abende. Durch Demonstrationen und Vorträge von Fachleuten werden die wichtigsten Funktionen des Autos, dessen Pflege und die Behebung von Pannen allgemein verständlich erklärt. Aber auch die übrigen wichtigsten automobilistischen Fragen sollen behandelt werden. Der Kurs verspricht sehr interessant zu -werden. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Melden Sie sich deshalb sofort, spätestens aber bis Donnerstag, den 19. November 1931 beim Sekretariat (Bielstrasse 8, Tel. 6.64) an, bis zu welchem Zeitpunkt eine Einschreibegebühr von Fr. 3. — zu entrichten ist (Postscheck Va 11-40). Im übrigen ist der Kurs für MitgliedeT kostenlos. Nichtmitglieder bezahlen überdies ein Kursgeld von Fr. 7.—. Zum Schlussabend mit Filmvorführung, welcher am 7. Dezember 1931 in der Schtitzenmatt stattfindet, werden auch alle übrigen Mitglieder mit ihren Angehörigen freundlichst eingeladen. 2. Betr. Werbeaktion. Unsere Sektion hat sich in den letzten zwei Jahren fast verdreifacht Und umiassi doshalb zuraeit rund 800 Mitglieder. Wir diteuren* und Pferdebesitzer-Verband), sowie Herr wollen uns mit diesem Erfolg nicht begnügen. Mit Kästli für den neueintretenden Traktorenbesitzerder Erstarkung unseres Mitgliederbestandes wächst Verband. Das Bureau für das Geschäftsjahr auch der Einfluss zur Wahrung automobilistischer 1932 setzt sich zusammen aus den Herren Verbandssekretär Fritz M a d e r (Präsident); Ing. Interessen. Um unsere Werbetätigkeit auch weiterhin erfolgreich zu gestalten, eröffnen wir für das Jahr m e y (Sekretär); Fürsprecher Dr. Jenii» (KR? Platel (Vizepräsident); Redakteur Riesen- 1932 unter unseren Mitgliedern einen Mitglieder- sier) und als Protokollführer Herr Scherrer. Wettbewerb. Je nach der Zahl der uns zugeführten Bekanntlich ist ier Liga bereits eine Ortsgruppe Blei angeschlossen, und weitere Orts- neuen Sektionsmitglieder werden folgende Prämien ausgerichtet: für 2 Mitglieder 1 vergoldete Krawattennadel (Sektionsabzeichen), für 4 Mitglieder 1 eebildet werden r. gruppen sollen St. Gotthard, unpassierbar. Urneraeite befahrbar ohne Ketten bis Mätteli, Tessinerseite frei bis Tremolatal. Simplem, Passhöhe eingeschneit Zufahrt offen bis Refuge 4. Splügen, unpassierbar kurz nach Splügendorf. Umbrail, unpassierbar. Weissenstein, gänzlich schneefrei. Wolfgang, durchgehend schneefrei, ebenso weit« liehe Zufahrtsroute Lenzerheide-Wiesen-Davofl. _ In den Voralpen und im Jura sind die Päais Marchairuz und Morgins angeschneit, mit Ketten gut passierbar. Der Col des Mosses meldet 20 cm Schnee und ist vorübergehend jesperrt. Brünif, Schallenberg und Saanenmöser schneefrei LETZTE MELDUNGEN Wintersession 1931 der eidgenössischen Räte. Montag den 7. Dezember werden die eidgenössischen Räte zur 1. Tagung der 29. Legislaturperiode zusammentreten und die nachstehenden Traktanden* behandeln, die für die Strassenbenützer von Wichtigkeit sind: Unter den Auspizien des Justiz- und Polizeidepartementes wird die Beratung des Bundesgesetzes über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr weitergeführt. Wie bekannt, hat der Nationalrat im März dieses Jahres die Artikel 1—35 durchberaten und den Art. 10 an die Kommission zurückgewiesen. In der Junisession wurde die Vorlage vom Nationalrat mit einer Anzahl von Abweichungen vom Entwurf in der Septembersession durchberaten und den Art 52 bis (besondere Unfallversicherung) an den Bundesrat zurückgewiesen. Nachdem nun die Kommission des Nationalrates zu den Differenzen Stellung genommen hat, wird sich vorerst der Nationalrat wieder mit dem Verkehrsgesetz befassen müssen. Wir hoffen, dass auch der Ständerat in der kommenden Wintersession die Vorlage im Sinne einer Aenderung seiner früher gefassten Beschlüsse unter Dach bringen wird. Im weitern werden die eidgenössischen Räte sich mit dem Beschlussesentwurf für einen Bundesbeitrag an die Passwangstrasse, zu dem der Bundesrat am 21. September eine Botschaft veröffentlichte, zu befassen haben. Die Priorität liegt beim Nationalrat. Im Traktanden-Verzeichnis ist im weltern noch das seit der letzten Session hängige Postulat Qrimm vermerkt, das den Bundesrat einlädt zu prüfen, ob ein Einfuhrmonopol für Benzin und Rohöl geschaffen werden solle. Wir haben schon früher unsere ablehnende Stellungnahme kurz begründet. Besonderes Interesse wird bei den Verkehrsinteressenten die Besprechung des Voranschlages 1932 (siehe heutiger Leitartikel) beanspruchen. lt. Verantwortliche Redaktion Dr. A. Böchl (im Militärdienst). Walter Mathys. — Hugo Labharl Telephon der Redaktion: Bollwerk 89.84 (Hailwag), Ausserhalb der Geschäftszeit: Bollwerk 82.95. Redaktion für die Ostschweiz: Dr. A. Bucht — Sprechstunden nach Vereinbarung mit der Gesrhäffsstpllp 7nrirh