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E_1931_Zeitung_Nr.094

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE 1931 — N" 94 T. C. S. Autosektion Glarus Unierhaltungsabsnd vom 14. November 1931 in Ennenda. Schlagwörter und Superlative sind an der Tagesordnung. Man muss sich deshalb als Berichterstatter bei wirklich gelungenen Anlässen alle Zurückhaltung auferlegen, will man im Lob nicht allzusehr in 4 eren Fahrwasser geraten. Wenn ich aber in rückblickender Betrachtung des Familienabends der Sektion Glarus des T. C. S. doch nicht ganz davon absehen kann, so halte man es mir schon deshalb zugute, weil die Anerkennung tatsächlich auch voll und ganz verdient ist. « Das grosse Programm der kleinen Sektion. > So möchten wir den Abend kennzeichnen, dessen Durchführimg einem recht versierten Vergnügungskomitee übertragen worden war, das über einen « gewichtigen » Tafelmajor verfügte. < Grosses Programm » nicht nur in bezug auf seinen Umfang, sondern auch mit Rücksicht auf seine weitgehende Vielseitigkeit und Abwechslung, die bestimmt jeder Geschmacksrichtung und jeglicher Gemütsverfassung manch Positives zu vermitteln vermochte. Schon der äusserliche Rahmen gab dem Fest das Gepräge, indem entsprechend der Erstarkung der Sektion und der anerkannten Beliebtheit ihres gesellschaftlichen Anlasses der grösste im weiten Umkreis zur Verfügung stehende Saal, das Gesellschaftshaus zu Ennenda, für den Abend mit Beschlag belegt wurde. Das sachlich-moderne Gebäude, ein erstaunliches Zeichen von Weitblick und Generosität der dortigen Bürger, hatte trotz seiner stattlichen Ausmasse kaum genügend Platz, um im grossen Saal die frohe Gesellschaft zu fassen. Ganz abgesehen von der Bierstube, die männiglich gerne zu einem kleinen Temperatur- und « Stoff »-Wechsel aufgesucht wurde und die mit ihrem regsamen Betrieb bald an einen Münchner Bierkeller erinnerte. Zum reichlichen Souper konzertierte das starke Korps der Glarner Harmonie, das mit seinen Hotten Märschen und sauberen Weisen die Tafelfreuden anregte. Wenn sich die Tafelrunde nicht ganz konzertmässiger Stille befleissigte, so fanden die Darbietungen doch dankbare Anerkennung. Es gehört nun einmal zu den repräsentativen Pflichten: a) des Präsidenten, die Gäste zu begrüssen, und b) der letzteren, diese hochoffizielle Ansprache über sich ergehen zu lassen. Für die Gäste wurde diese Pflicht aber zum Vergnügen, denn wenn sich auch der jetzige Präsident Dr. med. Büchi alle Mühe gab, ein ernstes Gesicht zu mimen, so steckte doch der Kobold der Laune und des Witzes in seinen Ausführungen, welche alsogleich die Festatmosphäre auf das richtige Niveau brachten, so diese in einzelnen Fällen noch nicht erreicht gewesen wäre. Die aktenmässige Ueberlieferung des Abends zuhanden späterer festgebender Komitees überlasse ich gerne dem Aktuar und seinem Protokoll. Ich beschränke mich (insbesondere in Anbetracht des nicht unbeträchtlichen Schlafmankos!) lieber auf einige wenige Hinweise ohne chronologische Genauigkeit. Fest steht auf alle Fälle, dass allesamt tüchtig dazu beitrugen, um den gemeinsam gesungenen Refrain eines gelungenen Couplets in die Praxis umzusetzen. Dieser endete in der vielversprechenden Entschliessung: « Heute geh' ich nicht nach Hause! » Da die Tanzbeine (und alles übrige, was zu einem vollkommenen Ballett gehört) einer feschen Girltruppe nun einmal ein unentbehrlicher Bestandteil eines stilechten Kabarettprogrammes geworden sind, so verschrieben sich auch die Glarner eine solche Tanztruppe, weWhe leichtflüssige Abwechslung in das Programm brachte, samt entsprechender Beschäftigung für die Augen. Den musikalischen Teil ergänzte in vorzüglicher Weise ein Doppelquartett, das mit einem Zyklus fein abgestimmter Lieder alle Gemiitssaiten in Schwingung versetzte. Der warme Applaus dürfte die Sänger für ihre Gaben einigermassen entschädigt haben. Dem Humor Hess der bekannte Zürcher Humorist Altenfelder freie Zügel, wobei er aus dem Vollen eines vielerprobten Repertoires schöpfen konnte. Seine Charakterisierung ulkiger Typen ist verblüffend, und der träfe Witz, der dem urchigen Zürihegel gut zu Gesicht stand, hat denn Dutzende von Volltreffern erzielt. Eine Polonaise verwandelte das Tanzparkett, wo sich wegen der vielen Tanzlustigen nach dem Dichterwort «in der Beschränkung der Meister zeigen musste», in ein wogendes Meer farb)ger Mützen, das den Farbenreichtum der eleganten Damentoiletten gut ergänzte. Kotillons sorgten für Abwechslung, und den weniger Erfolgreichen bei diesem Glücksspiel gebe ich den vertraulichen Typ, dass man auch ohne Kotillonfigur eine flotte Tänzerin, auf das Parkett einschmuggeln konnte! Die befreundeten Sektionen St. Gallen-Appenzell und Waldstätten hatten es sich nicht nehmen lassen, am Abend der Glarner vertreten zu sein. Herr Dr. med. Zeiger, Luzern, 'übermittelte die Griisse dieser Vertreter und erinnerte in vortrefflichen Worten an die flotte Zusammenarbeit der kleineren Sektionen und die hierdurch erzielten Erfolge. Um nicht ausgerechnet der Erste zu sein, der sich empfehlen würde, wartete ich auf die ersten Anzeichen eines Aufbruches. Aber die Stunden eilten schon dem Morgen entgegen, und immer noch hielt der Festrummel die Gesellschaft in kompakter Masse zusammen. Freilich muss ich zugeben, dass ich mich in der angenehmen und gastfreundlichen Gesellschaft der Glarner gerne zum «Warten > verleiten Hess, aber deren Sitzleder scheint ebenso dauerhaft und bodenständig zu sein wie die Berge, welche das Ländchen umgeben! Auf alle Fälle hat der Abend einen durchgehenden Erfolg zu buchen, welcher der Sektion und vorab dem tätigen Komitee um so eher zu gönnen ist, als es immerhin als ein gewisses Wagnis erscheinen musste, das Fest in dem vielseitigen Rahmen durchzuführen, wie dies hier geschehen ist. Der Glarner T. G. S. hat als festgebende Sektion seinen Ruf bestätigt (und in meinem nächstjährigen Kalender zum vorneherein ein Sternleinl). b. Autosektion Waldstatte Jahresfeier. Die Schränke, die den Sommer hindurch treu die Requisiten der festlichen Winterabende bewahrten, haben sich wieder geöffnet. Smoking und grosse Toiletten nehmen wieder den Ehrenplatz im Kleiderschranik ein. N'öch hängt an ihnen kein Duft von durchtanzten, von Freude erfüllten Lichtnächten; ihre Saison beginnt erst, wenn das letzte vermoderte Laub am Boden fault und das kurze licht des Tages schon früh, im Nebel erstickt. Zu den frühesten in der neuen Festsaison gehören bereits eingewurzelter Gewohnheit gemäss in automobi]istisch-.gesellschaftlichen Kreisen die Sektion Waldstätte des T. G. S. Mitte November hissen sie die Fahne zur Jahresfeier, wie auch wieder letzten Samstag, als zum fünften Clubabend geladen wurde. Erfahrungsgemäss wuchs von Jahr zu Jahr die Grosse des Anlasses, so dass die Feier diesmal in das über einen grossen, schönen Saal verfügende Hotel «Monopol» verlegt wurde. Aber o weh — mit der Höhe der Erwartungen stieg auch die Zahl der Besucher. Brechend voll starrte der Saal, und manche Festfreudigen suchten vergeblich nach einem kleinen Plätzchen Sitzgelegenheit. So herrschte schon zu Beginn echte, frohe Feststimmung, wie man sie bei der Sektion Waldstätte nun einmal gewohnt ist. Der Blick glitt über diskretes Schwarz der Herren, spielende Farben der Damentoiletten. Herr Helmlin, der allzeit bereite und liebenswürdige Präsident der Sektion, durfte in seiner kurzen Eröffnungsansprache wohl seiner Genugtuung über den ganz ausserordentlichen Besuch Ausdruck geben. In sympathischen Worten begrüsste er die zum frohen Fest Gekommenen, besonders auch die Vertreter der Setionen Zürich und Solothurn des T. G. S., der Sektion Luzern des A. C.S., des Chauffeur-Clubs und des Polizeimännerchors Luzern — aha, solche, Sympathien sind nicht zu verachten! — sowie die Presse. Man erfuhr auch mit Bedauern von der Abwesenheit des Sekretärs Herrn Dr. Zeiger, den höhere Sektionspflichten nach Glarus gerufen hatten. Das vortreffliche Vergnügungskomitee (spiritus rector: Herr H. Zimmermann) wurde von Hrn. Helmlin zu seinem Programm beglückwünscht. Die straffe Ordnung dieser obersten «Instanz» des Abends zeigte sich sofort wohltuend; dies konstatierte auch der Präsident, der nach zehn Minuten Rede, die ihm zugestanden wurden, wohl oder übel alles gesagt haben musste. Noch ist eines aus den einleitenden Worten hervorzuheben: Die Entwicklung der Sektion ging vergangenes Jahr sehr erfreulich weiter. Bekanntlich verfügt jetzt die Sektion auch über ein prächtiges Sekretariat. Alle Jahresveranstaltungen waren sehr gut besucht. Manche von der Muse Geküssten stellten ihr Können im Laufe des Abends in den Dienst der edlen Sache. Der bekannte «Autogeisterspuker und Hexenmeister» Marfini aus Luzern demonstrierte in zwei Teilen vor dem staunenden Publikum seine unglaubliche Fingerfertigkeit und Wendigkeit, mit der er, ohne dass man den geringsten Argwohn hegte, bestimmte Zwanzigfrankenstücke in Zitronen oder Zigaretten hinein zauberte, sich aus Fesseln wand, Uhren hinter Tücher praktizierte und was dergleichen Dinge mehr sind, die dem Publikum Rätsel über Rätsel aufgaben. Schliesslich fürchtete man — wie der Berichterstatter, der neben den Zau'bermeister zu sitzen kam — wahrhaft, der teuer erkämpfte Stuhl oder die Bratwurst im Teller könnten auch noch den Hokuspokus-Befehlen des gefährlichen Mannes folgen . . Das Luzerner Sänger- Kleeblatt trat zu verschiedenen Malen auf die Bühne und sang seine reizenden, mit Dank entgegengenommenen Liedchen von Maienträumen, von Herz und Liebe. Auch die Tanzkunst kam im Programm gebührend zu Worte. Das Ballet der Tanz^ schule «Mandrino» stellte zuerst zwei reizende, blutjunge Mädchen vor, die einen von zarter Innigkeit äex Bewegung erfüllten Hampelmanntanz vorführten, dann folgte eine temperamentvolle Solodarbietung «Tango», und schliesslich stockerte ein «American Girl» lächelnd und kopfwerfend in groteskem Gewand über die Bühne. In dem kleinen Schwank «De Neuseeländer« sicherte sich das Ünterhaltungskomitee wieder ein erfolgsicheres Stück, das um seine Lacher nicht besorgt sein musste. Die Liebe und der Schweinehandel kamen nach altbewährten Schwankmustern in unheilvollstes Durcheinander, so dass sich die unheilvollen Situationen, die von wahren Lachstürmen begleitet waren, ständig in grösserer Komik folgten, bis schliesslich sich alles in Minne auflöste, zum Ergötzen der Spieler und des vergnügten Publikums. Der prächtige Cotillon, ein Elfenreigen für 30 Damen und 30 Herren, leitete dann zu dem zweiten Teil des Abends über, dessen Oberleitung die vortreffliche Kapelle «The Famous Band» in die Hand nahm. Nun war es den Waldstättern an den Tischen zu eng geworden, und jung und alt schwang sich sowohl zum Ländler wie zum Tango in einer gutgeeigneten Vorhalle des Hotels, wohin man sich notgedrungen infolge des Massenandranges verziehen musste. Zwischen die einzelnen Tanzdarbietungen streuten die Sänger immer wieder ein paar Gaben; auch Marfini zeigte zur grenzenlosen Verblüffung, wie man einem Herrn die Weste auszieht, ohne dass der Rock abgelegt werden muss... Bis in die früheren Morgenstunden hinein schmetterte und paukte das Orchester wacker drauflos: die WaldstätteT Hessen nicht locker und bewiesen ihre heldenhafte Abstammung. Als sich die berühmte Müdigkeit über die Tische breitete und da und dort ein schlaferfülltes Gesicht vergeblichen Kampf führte, verabschiedete man sich wieder für ein Jahr von den liebenswürdigen Mitgliedern der Sektion Waldstätte, die auch dieses Jahr wiederum auf eine gediegene Jahresfeier zurückblicken dürfen. Man wird gerne wiederkommen ! Trotzdem der Sonntag mit einem nebligen, verregneten Novembertag aufwartete, der nicht sonderlich zu einer Wald- und Wiesenfahrt einlud, fanden sich ausserordentlich viele Mitglieder zum Katerbummel nach dem « Hirschen > in Hochdorf ein, wo die Stimmung noch einmal hoch anschwoll und sich männiglich bis in die späteren Abendstunden hinein im Kreise drehte. Herr Präsident Helmlin begrüsste nochmals mit kurzen Worten die vielen Anwesenden; nach ihm sprach auch der Stadtpräsident von Hochdorf, Herr Villiger, der schon am Unterhaltungsabend zu später Stunde noch seine Sympathien für das Automobil und den T. C. S. in temperamentvollen Worten kundgetan hatte. Hochdorf glich einem wahren Heerlager, so stauten sich überall die Wagen der T.CS.ler. So hat denn der Rutsch in die Festsaison mit einem glücklichen Start den Anfang genommen 1 bo. Autosektion St. GaJIen-Appenzell. Jahresfeier. Wir möchten nicht unterlassen, nochmals auf die nächsten Samstag, den 21. November a. c, abends 8 Uhr. in Uhler Konzerthallen St. Gallen stattfindende Jahresfeier unserer Sektion hinzuweisen. Wer sich noch keine Plätze belegt hat. beeile sich! Vorverkauf bei Herrn H. Burk, Cigares, Unionplatz, St. Gallen. Denjenigen Mitgliedern, welche von auswärts per Auto kommen sei mitgeteilt, dass der Autopark vor dem Uhler die ganze Nacht bewacht wird. Alle T.CS.ler nächsten Samstag im Uhler! (•Weitere T.C.S.-NachricMen Seite 11.) Die rationellsten Transporte ermöglichen Ihnen Lastwagen mit Aktiengesellschaft ADOLPH SAURER ARBON MORGES BASEL ZÜRICH DIESEL-Motoren 60-70% Brennstoffkosten-Ersparnis gegenüber Benzinbetrieb. 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N° 94 - 1931 AUTOMOBIt-REVÖß A.CS. SEKTION BERN. Tanzabend. Die Sektion Bern des A. G. S. veranstaltet am 21. November 1931, 21 Uhr 30, im Burgerratssaal des Kasinos ihren traditionnellen Tanzabend. Die Tanzlustigen werden dieses Jahr durch die Rhythmen der «Teddys» angefeuert werden. Der Ruf, der dieser Kapelle vorangeht, wird allein schon für zahlreichen Aufmarsch der Mitglieder sorgen. Um Mitternacht wird wiederum ein exquisites Souper serviert. Infolge der beschränkten Platzverhältnisse kann der Vorstand nur für die im Vorverkauf bis Donnerstagabend bestellten numerierten Tischplätze Gewähr leisten. Der genaue Tischplan liegt bei der Berner Handelsbank auf. Eintrittskarten, inklusive Mitternachts-Souper, Fr. 7.50. Soweit Plätze frei sind, werden an der Abendkasse noch Karten zu Fr. 9.— verabreicht. Bewachter Autopark an der Kesslergasse. SEKTION ZÜRICH. Generalversammlung und Martinimahl. Man ist es eich gewohnt, dass die Wintergeneralversammlung der Zürcher. Sektion des A. C. S., durch den Zusammenschluss mit dem Martinimahl stets ein besonderes «Event» im Kreise der vielfachen Sektionsveranstaltungen darstellt Und es ist auch diesmal nicht anders gewesen. Bereits an der Generalversammlung waren zirka 200 Personen anwesend, deren Zahl dann für das Nachtessen auf über 350 anwuchs. Die unter dem Vorsitz von Herrn Präsident Heinrich Hürlimann am 12. November stattgefundene Generalversammlung leistete prompte Arbeit. Das von einer guten Finanzlage zeugende Budget wurde nach Kenntnisnahme der erläuternden Erklärungen des Quästors. Herrn Generaldirektor Roh. R. Steiger, einstimmig genehmigt, ebenso die Vorschläge für die Festsetzung des Eintrittsgeldes (Fr. 25.—), und des Jahresbeitrages (Fr. 40 für ordentliche und Fr. 10.— für Damen-Mitglieder). Die Versammlung nahm alsdann die Vorschläge fÜT die Neuwahl des Zentralkomitees des A. G. S. vor. Leider konnte sich Herr Heinrich Hürlimann nicht mehr dazu verstehen, eine eventuelle Wiederwahl vorzunehmen. Nachdem seine dem A. G. S. geleisteten Dienste aufs beste verdankt worden waren, beschloss die Versammlung, der Delegiertenversammlung des A. C. S. vom 6. Dezember in Langenthai die Herren Nationalrat Dr. Stadler und Kantonsrat M. iGassmann-Hanimann als Kandidaten der Sektion Zürich des A. G. S. in Vorschlag zu bringen. Ueber die Anträge der Sektion ta. Händen letzterer Versammlung referierte Herr Dr. Stadler. Museum, München, den Nagel auf den Kopf getrof- hatte, bezeugte der starke Applaus. Stockers Der Vorstand wurde ermächtigt, sich für diefen Berücksichtigung der drei Anträge duTch die Delegiertenversammlung (Herabsetzung des Anteils der schen hinein bot das Jodeldoppeltruartett des F. C. Bauernmusik funktionierte als Tafelmusik, dazwi- Zentralverwaltung am Jahresbeitrag auf min-Züricdestens 10 Franken. Aufhebung des Ver- übrige war vergnügte Stimmung bester Art. Das einige seiner prächtigen Liedervorträge, das sicherungsvertrages für Triptykversicherung undMartinimahl 1931 darf so einen starken ETfolgf buchen. Dank gebührt den Mitgliedern der Vergnü- Einführung der Selbstversicherung für diesen Zweck, Loslösung der Interessenahme an gungskotnmission und den übrigen Herren für ihre deT Schweiz. Strassennumerierungsgesellschaft) einzusetzen, wobei Herr Dr. Bircher den Vorstand lich gezeigt, wie sehr man im A. C. S. Zürich das erfolgreichen Bemühungen; der Anlass hat deut- dazu beglückwünschte, in diesen drei Punkten die Clubleben und die Geselligkeit auf beste Weise zu fördern vermag. S. Initiative ergriffen zu haben. Während die beiden erstem Anträge im besondern finanziellen Interesse des A. C. S. und seiner Sektionen liegen, erhält der dritte Antrag seine Begründung dadurch, dass das die meisten Kantone die Strassensignalisierung nun selbst an die Hand genommen haben und die Sektion Zürich grundsätzlich gegen jede Reklame an Orientierungstafeln ist. Mit Beifall aufgenommen wurde der Antrag des Vorstandes, die ausser den Ehrenmitgliedern noch lebenden vier Gründungsmitglieder der Sektion, die Herren P. Landis, Nabholz von Grabow, R. Sutz und E. Vetterli zu Freimitgliedern der Sektion zu ernennen. Ueber die Stellungnahme des Vorstandes zu den Nartionalratswahlen 1931 orientierte eine Erklärung des Präsidenten Herrn Heinrich Hürlimann. Durch die ungenügende Vertretung der berechtigten Ansprüche der Automobilisten bei der Beratung der eidgenössischen Gesetzesvorlage waren die zürcherischen Automobilistenverbände gezwungen, sich für die Wahl ihrer Vertrauensleute zu wehren. Die Aktion hatte denn auch den schönen Erfolg, dass speziell Herr Dr. Stadler, Vizepräsident des A. C. S., mit hoher Stimmenzahl gewählt wurde. Dabei bedauerte es der Vorstand sehr, dass durch die Aufstellung einer viel zu grossen Zahl kumulierter Kandidaten der betreffenden Partei den zürcherischen Automobilistenverbänden die Möglichkeit genommen war, dem bewährten Verfechter ihrer Interessen im kantonalen und städtischen Parlament, Herrn Kantonsrat M. Gassmann, zur Wahl zu verhelfen. Die Generalversammlung billigte diese Stellungnahme des Vorstandes einstimmig und mit Aklamation, wobei der seiner Zeit in der « Neuen Zürcher. Zeitung > erfolgte Angriff gegen die Aktion der Automobilistenverbände scharfe Ablehnung erfuhr. Herr Hasler, Präsident der Gruppe Zürich der ASPA, wies auf die Bedeutung für die Ersatzzah] des zurückgetretenen Präsidenten der Schweiz. Strassenverkehrsliga hin. Da die gegenwärtige Fas sung des eidg. Automobilgesetzes in verschiedenen Punkten für die Automobilisten unannehmbar ist. harrt der Verkehrsliga noch eine sehr bedeutsami Arbeit. Die politischen Parteien sollen ferner an gehalten werden, sich in vermehrtem Masse für dii verschiedenen Postulate der Verkehrsinteressenten einzusetzen und sich im Gegensatz zu ihrer bisherigen Einstellung intensiver mit Verkehrsfragen zu beschäftigen, ansonst schliesslich die Automobilisten gezwungen werden, zur Schaffung einer Verkehrsinteressentenpartei zu schreiten. Nach dieser von einem sehr guten Initiativgeist in der Sektion zeugenden geschäftlichen Teil, fand man sich zum traditionellen Martinimahl, das einen ausgezeichneten Verlauf nahm. Herr Prä sident Hürlimann hatte das Vergnügen, nicht nur den Zentralpräsidenten des A. C. S. und zwei Vizepräsidenten •willkommen heissen zu können, sondern auch verschiedene Sektionspräsidenten und Vertreter, sowie Delegierte befreundeter Verbände und — last but not least — Herrn Regierungsra Dr. Streuli. Herr Dr. Mende überbrachte die Grüsse des Zentralvorstandes und nachdem noch die glücklichen Sieger am Mitglieder-Wettbewerb 1930/31 ihre schönen Zinnkannen und Becher entgegennehmen konnten, setzte unter der Leitung von Herrn A. Schnider der gemütliche Teil ein. Die Vergnügungskommission hatte ein amüsantes Programm vorbereitet. Martini wartete mi seinen hervorragenden Zauberkunststücken auf, eine A. C. S.-Post brachte verschiedenen Mitgliedern, ja selbst dem in Zürich stets gern gesehenen Zentralpräsidenten überraschende, lustige Briefe und Geschenke. Eine vorzüglich aufgemachte Schnitzelbank, wozu die Herren W. WebeT und W. Badertscher die Verse und Herr Kunstmaler Schnider rassig gezeichnete Bilder beigesteuert hatten. nahm das eine oder andere Mitglied und Sektionsereignis aufs Korn. Und dann kam der Clou, das Zürcher Raritätenkabinett 1931, das. von Mitgliedern aufgezogen, seine Feuerprobe wohl aufs beste bestanden haben dürfte. Moritaten aus dem Reben des A. G. S., aus zürcherischen und eidgenössischen Gauen, wurden in zahlreichen Bildern treffend verulkt, wozu als Auszug aus einer alten Zürcher Chronik jeweils der nötige Begleittext beigeben wurde. Dass man speziell mit den letzten Bildern, der Vorführung der neuesten Modelle eineT modernen Automobilausstellung. Genre Deutsches Aus da L« Die Autostrassen im Kanton Bern. Aus dem bernischen Mittelland erhalten wir die nachstehende Einsendung: «Es ist eine angenehme Tatsache konstatieren zu können, dass im letzten Jahrfünft die bernischen Auto-H a u p t-Strassen viel verbessert worden sind. Es scheint uns daher, dass es jetzt an der Zeit wäre, sich auch der Strassen zweiten Ranges etwas mehr anzunehmen. So liegen z. B. die Verhältnisse an der Strasse Huttwil, Dürrenroth, Häuserenmoos, Weier ganz im Argen. Löcher, die, wenn es gut geht, von einigen Wegknechten mit < Grien» gefüllt werden, trifft dort der Autofahrer an. Die ganze, zirka 12 km lange Strasse von Huttwyl bis Weier—Affoltern, ist für jeden Autofahrer eine richtige «Fahrhölle». Wie wäre es, wenn diese Strecke von den kantonalen Instanzen einmal selber befahren würden. Es scheint uns doch, von den vielen Millionen, die dem Kanton Bern aus dem Benzinzollv i e r t e 1 — schade allerdings, dass es nicht eine Benzinzollh ä 1 f t e, oder noch mehr ist — und den Automobilsteuern zufallen, sollte nächstes Jahr auch etwas Erkleckliches für die fragliche Strasse Huttwil, Weier, Sumiswald. verwendet werden, dies um so mehr, als jene Strassenstrecke dieses Jahr die einzige Verbindung war nach dem Kanton Luzern. Wir hoffen, dass es nur dieser Andeutungen bedarf, um unseren, so fortschrittlich gesinnten Bauten-Direktor zu bewegen, sich auch der Strassen zweiten Ranges etwas mehr als bis anhin anzunehmen; des Dankes aller Autofahrer wäre er im voraus versichert. Y DURCH Ihr geschmackvolles, reichverziertes Gehäuse und die Präzision ihres Werkes, empfiehlt sich die ZENITH Neuenburger, bzw. Sumiswälder-Pendule jedem Kenner zur SchmOckung von eleganten Wohnräumen, dank der vornehmen Linien der Gehäuse, deren Grössenverhältnisse und Proportionen den besten Formen der schon vor mehr als hundert Jahren hergestellten Modelle angepasst und entnommen wurden. Sie findet Verwendung mit Konsole als dekorative Wanduhr, ohne Konsole dient sie als Steh- oder Tischuhr. Die Gehäuse dieser Neuenburger Pendulen sind aus ausgewähltem Holz verfertigt und werden auch in fourniertem Maserholz ohne Blumenverzierung hergestellt. Die Grundfarben der Gehäuse können jeder Tapete oder Wandbespannung angepasst werden. Die Bemalung ist auf Jedem Exemplar einzeln von Hand ausgeführt und entspricht in jeder Beziehung den, von Kennern so sehr geschätzten alten Modelten. Die Vergoldungen sind aus echtem Blattgold hergestellt und unoxydierbar. Die Gehäuse können auch mit einem Xusserst haltbaren sogen. „Martinslack" überzogen werden, welcher die Blumendekoration ganz erheblich reicher wirken lässt. Das technisch vollkommene Werk Ist das Resultat tangjähriger Erfahrung und es wurde speziell bei der Herstellung des Präzisions-Räderwerkes die peinlichste Sorgfalt verwendet. Die 8 Tage Werke der kleinen und mittleren Modelle sind mit Schlagwerk für Stund- und Halbstund auf hell tönenden Glocken, wie In den alten Modellen, ausgerüstet, die grossen Modelte können mit 15 Tage-Werk, mit Stund- und Halbstundschlagwerk oder mit 8 Tage-Werk mit Stund- und Dreiviertelschlagwerk auf Glocken geliefert werden. Auf besondere Bestellung werden die letzteren Werke ebenfalls mit Schlagwerk auf Gongstäben und auch mit Vierviertelschlagwerk und mit Stundenwiederholung oder mit Weckerwerk versehen geliefert. Die Schlagwerke der ZENITH-Pendulen sind dank einer besonderen technischen Einrichtung unverstellbar. 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