Aufrufe
vor 7 Monaten

E_1931_Zeitung_Nr.102

E_1931_Zeitung_Nr.102

ten ein Wunder, weil

ten ein Wunder, weil Weihnachten das Fest des Schenkens, der Ueberraschungen ist und die Weisheit Horaz: «Nil admirari», oft wie Schnee auf warmen Boden fällt. Der Christbaum tut das Seine: er taut und wärmt die Gemüter auf. Der Duft als Atem der Bäume gibt eine angenehme Stimmungstemperatur. Das Familienleben gewinnt an einer Weihnacht ungeahnte Vorteile. Man fühlt die unverkennbare Zusammengehörigkeit innerhalb der Familie und innerhalb der Menschheit überhaupt. Es zeigt sich deutlich, wie herzlich dünn die Membrane zwischen Mensch und Mensch ist. Weihnachten wird zwar oft dazu benützt, einer materiellen Genusssucht anheimzufallen, um einige Tage nachher seelisch und körperlich verkatert zu sein. Die Stunden der Feststimmung sollen die kommenden Tage beschwingen, indes bedrücken sie sie mit Sorgen und unliebsamem Kater. Weihnachten ist das Fest des Schenkens. Jedes Geschenk aber geht nur aus Prüfungen und Läuterungen hervor. Die Kunst des Schenkens ist eine Kultur; es gibt eine Psychologie des Schenkens: die Geschenke spiegeln Kennzeichnendes der Gefühlssituation wieder und fixieren in der Erinnerung des Beschenkten irgend ein Bild, und die Erinnerung ist bekanntlich der beste Silber- und Goldschmied. Nun hat der allgemeine Rüstungstrubel des Einkaufs begonnen. Zu den täglichen Sorgen der Frauen kommen die Weihnachtssorgen. Die Vorbereitungen sind ebenso reizvoll als beunruhigend; die Jagd nicht minder interessant als die Beute. Eine Hetz und Hast des anonymen Gewimmels von Altruisten, die auf der Suche nach Geschenken sind und alle Läden ungefähr so wechseln, wie ein Fieberkranker die Kissen oder ein Steckbrieflieh Verfolgter sein Domizil. Andere wieder durchbummeln gemächlich die Strossen, betrachten mit einer Lammsgeduld die Schaufenster und werden von den schönen, zum Kauf einladenden Sachen gebannt wie der Vogel von der Schlange. Die Frauen werden magischer angezogen, halb triebhaft, halb bewusst werden sie in den Laden gezogen, und wenn sie einmal drinn sind, können sie so wenig vom Kauf lassen, als der Morphinist vom Morphium. Zudem spielen sie eine Art weiblicher Winkelried; sie reissen die Zögernden hinter 1 sich her, und alle sorgen für die Männer und denken an ihre Kinder. Dann gibt es auch solche, die erst am Weihnachtsabend wie Amokläufer die Strossen durchrasen und irgend aufs Geratewohl hin ein Geschenk kaufen. Viele ärgern sich überhaupt, irgend etwas an irgend jemand schenken zu müssen, aus dem einfachen Grund, weil sie wissen, das» jedes Geschenk eine Verbindlichkeit erwirkt. Am liebsten würde man sich mitunter gegenseitig das Schenken schenken. Nun will man erkannt sein in der Gabe, und da man sieh schon längst erkannt und hingenommen weiss, so darf man hoffen, was immer man schenkt, es wird einem ganz umschliessen. Darum ist es leichter, aus der grossen Verbundenheit heraus zu Es ist schon ein paar Jahre her, seit ich einen Weihnachtsmann gesehen habe — ich meine einen wirklichen, gabenverteilenden und nicht einen Reklame-Weihnachtsmann, der in einem Schaufenster Stiefel anpreist oder im Strassenschmutz dahintrottet, ein Plakat auf dem Rücken, auf dem verkündet wird, dass man die besten Weihnachtsgeschenke bei der Firma Soundso bekommt, und zwar zu den billigsten Preisen, auch in Raten zahlbar. Den letzten echten Weihnachtsmann sah ich vor einigen Jahren. Er lief im Trab über die Strasse zu einer bekannten Familie, war weder von einem Engel noch von einem Teufel begleitet und schämte sich sichtlich. Glaube nicht, lieber Leser, dass ich mich als Schriftsteller nur mit Literatur befasse! Manchmal fallen mir auch ganz praktische Dinge und verschiedene Unternehmungen ein, in die ich mich stürzen würde, wenn ich nicht schon mein Handwerk hätte. Vielleicht aber möchte jemand meine guten Ideen durchführen, darum will ich sie verraten: Wie wäre es, wenn man zum Beispiel ein Zentralbureau «Zum Weihnachtsmann» einrichten würde? Ich stelle mir das ganz einfach so vor: Am Morgen würde das Familienoberhaupt schlicht telephonieren: «Hallo! Bitte, schicken Sie mir heute abend um sieben Uhr einen Weihnachtsmann in meine Wohnung!» cWünschen Sie einen Teufel und einen Engel dazu?» «Ist der Teufel nicht gar zu fürchterlich? AUTOM OBTL-R EVUE 1931 — N" 102 schenken, und es ist schwer, den halben und zarten Verbindungen ein Sinnbild zu geben. «Denn was man will, kann man nicht geben, und man gibt nur, was man muss, also gibt man einen Kuss, und man gäbe gern das Leben.» Im Schenken Hegt die Quelle aller Aengste und Zweifel, die die Wahl umdrängen. Ein Zuviel, ein Zulaut, ein Zustark und man ist blamiert. Takt und Geschmack sind hier elementare Kräfte, und sie kennzeichnen sich in der kleinsten Gabe. Takt und Stilgefühl sind notwendige Kräfte im Haushalt des Lebens, ohne sie bleiben auch die kostbarsten Dinge nur Tand. cb. Eine gute Weihnachtsidee Von Karel Capek. Ich meine, werden sich die Kinder nicht fürchten?» «Oh, Sie können ganz ohne Sorge sein. Wir haben Teufel in der feinsten Ausführung auf Lager, die den Kindern grossen Spass machen. Welche Klasse wünschen Sie, bitte?» «Klasse??» «Wir haben nämlich Weihnachtsmänner erster Klasse. Die haben einen echten Bart, ein prächtiges Ornat und ein silbernes Glöckchen. Der Engel hat echte Flügel, und der Teufel wird drei Purzelbäume produzieren. Sie kommen per Auto angefahren. Die Taxe beträgt hundert Franken.» «Und wie ist die zweite Klasse?» «Bei der zweiten Klasse ist der Bart aus Werg, auf dem Rücken trägt der Weihnachtsmann einen Korb, er hat einen weissen, mit Kanin verbrämten Mantel. Der Engel hat geschmackvolle Papierflügel, und der Teufel ist Durchschnittsqualität. Taxe 50 Franken. — Dritte Klasse: Bart aus Watte, Mitra auf dem Kopf, sonst nur Zivil. Der Engel trägt ein langes Hemd über dem Winterrock, und der Teufel hat nur ein geschwärztes Gesicht, eine Kette und eine Rute; kostet zwanzig Franken. Der Weihnachtsmann ohne Begleitung in volkstümlicher Ausstattung ist zum Preise von zehn Franken zu haben. Wir führen auch Strümpfe für die Bescherung, das Paar zu einem Franken, und geben Geschenke.» Ich würde mich wundern, wenn ein solches Unternehmen nicht florieren würde; zudem würde es einer grössern Anzahl von Schauspielern, Pensionisten, Invaliden, moralischen Mädchen und armen Teufeln Beschäftigung geben, ausserdem die Erziehung der Kinder unterstützen und überhaupt die Poesie des Lebens erhöhen. Und wenn schon ein solches Unternehmen existierte, so könnte es noch eine ganze Reihe anderer, ebenso nützlicher Dinge führen: Für Silvester an öffentliche Lokale das alte Jahr in Gestalt eines hinkenden, mit Schnupfen behafteten alten Mannes! Für Neujahr einen Rauchfangkehrer! Es könnte ein hübsches Mädchen einem Menschen vors Haustor stellen, der im Begriff ist, zur Matura zu gehen oder sich um eine Anstellung zu bewerben — weil das nämlich dem Betroffenen Glück bringt. Es könnte alte Mütterchen mit Rückenkörben verleihen, die einmal wöchentlich an die Türen klingen und murmeln, dass sie unfolgsame Kinder kaufen. In grösserem Masse geführt, könnte das Unternehmen sogar öffentliche Demonstrationen veranstalten, spontane Aeusserungen bei Sitzungen. Ovationen und Ständchen, Ein «Angestellter» des Zentralbureaus «Zum Weihnachtsmann» . .. Festlichkeiten und Umzüge arrangieren. Es könnte repräsentative Erscheinungen zu Deputationszwecken liefern, zu passender Gelegenheiten älteste Zeitgenossen: Leute, die mit einem Fusse im Grab stehen, Dudelsackpfeifer, Verwandte, Waisenknaben füi eine Tombola, den vierzehnten Gast zu einei Tafel, einen Menschenauflauf, Fremde Tänzer. Es könnte die öffentliche Meinung beschaffen, die Stimme des Volkes, du Stimmen der Presse — kurz alles, was überhaupt man wünschen kann, und al das nur auf eine einfache telephonische Bestellung hin, billig, pünktlich und in grösster Auswahl. Wenn es Anstalten zur Besorgung vor Leichenbegängnissen gibt, warum sollte ei nicht eine Anstalt zur Besorgung verschiedenster Lebensäusserungen geben? Feuilleton: (Fortsetzung.) Pelzwerk ein. Und macht der Flockenfall eine Pause, entschleiert sich der Himmel und wird die graue Luft hell, dann sieht das Land in der Eiseskälte wie ein gefrorener Maientag aus, dessen Grün gepudert wurde. Der Winter kleidet sich in die Farbe des Blustes, und dieser Blust trägt das Silber des Maienmondes. Ich gehe über hart vereiste Wege, den Erinnerungen an den Frühling entgegen. Wie blau strahlt deT Himmel, unbarmherzig wie nur im April, zur Strafe dafür, weil noch niemand an den Lenz glauben will. Und die Luft so rein, klar, erfrischend, man möchte sie trinken, um den ewigen Durst der Seele nach Reinheit zu löschen ! Unter den Füssen knirscht und splittert der Frost. Die Bäume sind stehengebliebene, erstarrte, schneeweisse Wolken, die Alleen Paraden von Frauen im Hermelin, die über die Ebene weit weg dem Geheimnis des unbekannten Horizontes in die Arme laufen. Die Wälder verlorene Herden von Riesenlämmern, deren Wolle Wind and Regen schneeweiss gewaschen haben. Der Saum mit einem Goldrand. Er ist warm wie der Atem vieler Tiere, die ihn herschicken, vom Sonnenaufgang bis zum Abend, wenn das Gestirn versinkt. Die Häuser furchtsam wie die Menschen; über die Dächer und Stirnen ziehen sie Kapuzen; aber der Winter bläst sie weiss an und krönt sie mit weissen, lächerlichen Hökkerchen. Mond und Sterne werden " vom Nordwind ganz blank gerieben. Sie frieren an den Spitzen wie die Menschen an den Nasen, Zehen und Ohren. Und dann die grossartige Anmut und Tiefe der Stille! Alle Laute gedämpft. Der Tumult der Farben und des Lärms gleichsam in Watte verpackt, es schweigt die Welt, es lauscht das Herz, die Winterstille singt Musik der Seele, Andacht der Weisheit, Gebete des Schweigens. Der Sommer verhält sich zum Winter wie die Rose zum Schnee. Fällt ein Rosenblatt in den Schnee, stirbt es. Aber sein Duft löst sich wie die befreite Seele eines Sterbenden, und steigt im Flockenatem wie auf einem silbernen Teller in die Luft und verliert sich darin wie der Traum einer einst bunt blühenden Welt, die Schnee und Eis, Winter und Frost weiss, fest und reinlich verschlossen haben bis zur Aiiferstehuns. Cyöekannlen die bekannten LJJosen oJnkall: tJ\aJJee ZSlag. C/rets nur Csr. 3.75 öral'is = IO°h ^Kje'ilnaßiisraLaH Als Ernst Wendner wieder in die Stad marschierte, da begannen eben von all«« Türmen die Glocken zu klingen, die Strasser leerten sich, die Läden wurden geschlossen Alles eilte nach Hause, seinem Heim zu, di< letzten Einkäufe im Arm, indessen die Luf von Tannen, Gebäck und Schmausereiei köstlich duftete. Ernst überliess sein Herz dem vollen Ge nuss der Glocken: Welche Weihe, welche: Friede, welche Zufriedenheit entströmte det Klängen! Das Gewoge wirkte wie unsichtba^ rer Balsam, tropfte Ruhe heimlichen Wun den, öffnete Tore zu einer besseren Welt. Seit langem war Ernst nicht mehr derar glücklich wie jetzt seiner einsamen Wohnuni zugeschritten. 7. Nun war die elektrische Lampe ausgedreh und die Kerzen allein, der einzige Schmucl des Weihnachtsbäumchens, erhellten mit lu stigem, wohlriechendem Geflacker Ernst: Zimmer. Von neuem vollzog sich das alte Wunder des Weihnachtsbaumes. Die Nadelt knisterten, der Baum duftete, die Kerzen er hellten die Stunden der Gegenwart und dei Abgrund der Zukunft. Ernst Wendner lehnte sich voll Behaget in seinen Sessel zurück und hielt mit den Blick das Bild des brennenden Weihnachts. bäumchens umfasst. Er hatte einen Apfel an geschnitten und schob dazu in geniesserl scher Gemächlichkeit Kuchenstücke über di< Lippen ! Wie das schmeckte! Herrlich wi< die Zukunft, die überall von Verheissunget und Versprechungen hinter den Schleien der Ferne auf ihn wartete. Ernst hatte sich auf diesen Heiligen Abertc gefreut. Es war der erste Heilige Abend, dei er ganz allein in sefnen vier Wänden verbrachte. Diese einsamen Stunden, auf derr tiefen Grunde nicht ohne Bitterkeit, abei sonst vom Himmel gesegnet wie sonst keine im ganzen langen Jahr,* sprachen in diesei weltfernen Zimmerstiüe weit eindringliche» zu ihm, als wenn er unter lauten Festmensehen geräuschvoll zerstreut worden wäre, Ernst fühlte sich derart gesammelt und vor guten Geistern umgeben, dass er sich sage* musste: «Ich bin allein und doch nicht allein.» Die geheimnisvolle Stille redete zu ihm, der Lichterglanz und das, was darin brannte, das Geheimnis der Liebe. Sein Mund schwieg und doch sang und jubelte es heimlicherweise in seinem Herzen. (Schiuss siehe Seite 22t

N° 102 — 1931 AUTOMOBIL-REVUE HD» DE EEP Ein modisches Zwiegespräch. «Halloh, Franz!» — «Tag, Lia! Ihre Stimme klingt so vergnügt, wozu darf ich gratulieren?» — «Zum Führerschein, werter Herr.» —- «Na, herzlichst Hals- und Beinbruch, also. Und alle Achtung, kleine Frau, bei Ihrer technischen Begabung...» — «Die gleich Null ist, wollten Sie doch gleich wieder behaupten.» «Aber Lia, ausreden lassen! Die ich schon immer aufs höchste bewunderte, wollte ich natürlich sagen.» — «Immer ironisch, Fränzchen. Aber ich wende mich ja auch diesmal wieder an Ihre Ueberlegenheit, Bester. Sie als Sportsmann mit Erfahrungen auf allen Gebieten...» «Punkt, Lia! Aber wie kann ich Ihren Wünschen dienen, Sie wissen doch, immer und durchaus zu Ihrer Verfügung.» — «Nun stoppe ich. Doch hören Sie. Sie haben mir öfters schon von Ihren Autofahrten zum Ski-Weekend erzählt. Lassen Sie mich an Ihren Erfahrungen teilnehmen. Was nimmt man mit, so für Samstag bis Montag, fährt man im Ski-Dress; was braucht man alles?» «Mehr und weniger, als Sie glauben, Darling. — Also, zuerst die Kleidung.» — «Das brauchen Sie mir nun nicht zu erzählen, Franz. Ich weiss, ein hübscher Pullover, schwarz-weiss ist sehr modern; auch alle bunten Farben sind erlaubt. Mütze passend, wenn man nicht auf die Wollkappe zugunsten einer sachlicheren Ski-Mütze verzichtet. Immerhin kann man bei der Wahl der Handschuhe und Ski-Bänder die geschmackliche Farbübereinstimmung betonen. Ja, eine leichte, weisse Hemdbluse trage ich natürlich unterm Sweater und meine neue Ski-Krawatte ist geradezu bezaubernd. Windjacke für Schneesturm, Rucksack, Schneebrille, alles vorhanden, wird nichts vergessen, Franz. Meinen Ski-Anzug habe ich noch vom 'etzten Jahr. Die paar Streifen vom Wachsen zeigen ja erst, dass man kein absoluter Neuling mehr ist. Ja, ich ziehe den blauen Norweger-Anzug mit der kurzen Springbluse allen anderen Formen vor. Gret hat mir vorgestern ihren neuen Ski-Anzug gezeigt; dunkelrot, sie sah entzückend aus. Sie ge- S (E 0 TT CP/3SX Auto-Weekend mit Skiern Von Elizabeth Rosenfels. stand inir übrigens, dass sie lange auch mit einem hellbraunen Gabardine-Kostüm geliebäugelt habe, doch zog sie den Anzug aus Ski-Trikot vor — der Kälte wegen beim frühen Aufstieg! Als ob sie je so früh aufstehen würde, wollte ich natürlich nur sagen; nicht wahr, Franz, Sie haben nichts gehört?» — «Alles verstanden und alles verziehen, Lia? Aber Ihr Modebericht war wirklich sehr interessant. Man trägt also alles, was zweckdienlich ist und schön, und jede Frau kann sich nach ihrem Typ kleiden?» — «Gut erfasst, Fränzchen. Aber, bitte, nun Ihre Auto-Ratschläge.» — «Schön. Also zuerst die Skier gut unterbringen. Lassen Sie sie aussen auf dem Trittbrett gut anschnallen. Die Haltevorrichtungen soll der Fachmann anbringen und einmal zuvor ausprobieren. Wenn die Halteriemen nicht richtig sitzen, ist es eine ständige Quälerei, die die ganze Freude verdirbt. Natürlich leiden auch die Bretter darunter. Das neue Lederzeug sofort gründlichst einölen, wenn auch die Neuheit darüber verloren geht.» «Man kann doch im Ski-Anzug fahren?» «Natürlich, das ist sogar eine ideale Auto- Kleidung. Denken Sie nur, diese dicken Schuhsohlen!» — «Ja, darf man die Ski-Stiefel auch zn Hause schon anziehen? Der Motor heizt doch...» — «Himmel, nein, nicht böse sein, Lfa, weil ich lachte. Wenn Sie die Füsse nicht auf den Kühler stellen wollen, nachdem Sie einen Berg hinaufgefahren sind, passiert den Schuhen nichts. — Aber mein Verantwortungsgefühl wird jetzt rege. — Können Sie mit Schneeketten umgehen, sind Sie schon auf vereisten Strassen gefahren?» «Jetzt, im Frühwinter, ich habe doch eben erst meine Prüfung abgelegt!» «Also, noch nicht gehabt. Nein, Mägdelein, so einfach ist die Sache nicht. Die Landstrassen, und man fährt ja nur bis zum Ort, von dem aus man aufsteigen will, sind zwar meist durch die Autofahrer gut gespurt, aber Sie können eingeschneit werden, Föhn, Regen, und Sie haben Glatteis, Schneegestöber, Nebel. Versprechen Sie mir, Lia.. •» «Dass ich nicht fahren werde? Aber ich hatte mich doch schon unendlich darauf gefreut!» «Sie werden selbstverständlich fahren, Lia,