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E_1931_Zeitung_Nr.095

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12 ÄÜTOMOBIL-REVUE

12 ÄÜTOMOBIL-REVUE 1951 — Pf* an 99 rage hingewiesen haben, wurde uns vom Oberarzt der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt in Luzern ein Aufsatz über eine neue Behandlung von Kohlenoxyd-Vergiftungen zugesandt Da man der ganzen Vergiftungsgefahr souvent imite jamais egale kaum genügend Wichtigkeit beimessen kann, kommen wir der Aufforderung zur Veröffentlichung des Aufsatzes gerne nach, obschon sich dieser ausschliesslich an die Aerzte unter den Automobilisten wendet APYR est nn rechauffeur qni degage de fafon constante la plus que» vom 13. Februar 1929 hat Dr. S. AP- In Nr. 3 des cBulletin de la Th^rapeuti- grande quantit6 de chaleur efficace tault de Vevey, Paris, über sehr günstige avec la plus grande surface de Erfolge berichtet, die er bei der Behandlung chauffe ä temp6rature uniforme. akuter CO-Vergiftungen mit Natrium-Thiosulfat gesehen haben will. APYR 1932 est le seul rechauffeur Die Anwendungsweise des Natrium-Thiosulfats ist nach Dr. Artault de Vevey sehr catalytique qui puisse faire usage, sans encrassement, de toutes les No 14, 1932 einfach. Man verabreicht, je nach der Heftigkeit der Vergiftungserscheinungen, 8 bis benzines pour automobiles distribudes aux colonnes. 20 g Natrium-Thiosulfat, in einem Liter No 14, 1932 Wasser gelöst, im Verlauf von 24 Stunden. dans sa gaine Als Einzeldosis werden 100 ccm eingenommen, also jeweilen 2 g Natrium-Thiosulfat. Fr. 40 APYR est le seul röchauffeur catalytique dont les flöments sont Die Krankheitssymptome sollen in den rigoureusement Interchangeables. APYR peut etre recharge" Fr. 30.—Y leichtern Fällen in den ersten 6—10 Stunden sich verlieren, längstens bis in 24 Stun- en pleine fonction, sans aucun danger. L'operation de mise en activite n'est donc qu'exceptionnelle. den, wenn der Fall ernster Natur war. Bei komatösen Patienten kann das Mittel durch Un recnauffeur catalytique doit etre un appareil de PROTECTION. Si vous cherchez laqualitö, l'efflcacite et la securltö, n'hösitez pas: exigez un APYR 1932. werden, nötigenfalls als intravenöse Injek- die Magensonde oder per Klister gegeben tion, wobei 20 ccm einer 10%igen Lösung Pour chauffer votre voiture, eviter le gel de votre radiateur, demarrer au V4 de injiziert werden können. Die Erfolge sollen tour, maintenir ä l'huile sa fluiditö, achetez un APYR 1932 aupres de votre auffallend gut sein, das Bewusstsein kehrt fournisseur habituel. rasch wieder zurück. Es bleibt während 2—3 Tagen zuweilen ein Zustand der Depression und Muskelschwäche bestehen, da- Nous transformons ä peu de frais nos anclens appareils No 14 en APYR 1832. gegen verlieren sich die Kopfschmerzen vollständig. Die Restfolgen verschwinden nach und nach auf Verabreichung von Kaffee und Kola etc. Der Patient fährt indessen noch während einer Woche fort, AGENT GENERAL POUR LA SUISSE: seine Natrium-Thiosulfatlösung in Quantitäten von 2—3 g pro Tag einzunehmen. Henri Bachmann, Bienne Rue de l'Höpital 12 b Telephone 48.42 T«d» SUCCURSALES: GEN EVE, 9, Place des Eaux-Vives, Telephone 25.641 ZÜRICH, Löwenstrasse 31, Telephone 58.824 14 Rascher Autoservice verlangt die richtigen Hilfsmittel. Dazu gehört auch die Carba«Waschpistole. Die Kreisbahn an der Decke des Waschplatzes gestattet rasches Behandeln der Wagen, ohne das zeitraubende Herumschleppen der Schläuche. Die regulierbare Pressluftzufuhr erlaubt, den Wasserstrahl hart oder weich einzustellen, so dass selbst die empfindlichsten Teile abgespritzt werden können. Verlangen Sie ausführliche Prospekte und Offerte! Unsere Service*Organisation in den vier Werken: BERN, ZÜRICH, BASEL, LAUSANNE, steht zu Ihrer Verfügung. Behandlung von Kohlenoxyd-Vergiftungen. Im Anschluss an unseren Artikel «Achtung, Giftgas», in dem wir erneut auf die eminente Vergiftungsgefahr beim Laufenlassen eines Motors in einer geschlossenen oder schlecht ventilierten Ga- Ergebnisse der 30-Tage-Prüfungsfahrt. Die von der Deutsch-Amerikanischen Petroleum-Gesellschaft und dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club organisierte 30tägige Prüfungsfahrt ist am letzten Samstag zum Abschluss gelangt Schon die bis jetzt vorliegenden Berichte lassen erkennen, dass die anfänglich von gewisser Seite der Veranstaltung entgegengebrachte Skepsis ganz unbegründet war. Der Charakter der Prüfungsfahrt hat allerdings auch im Verlauf der Ereignisse eine Wandlung erfahren. Von der D. A. P. G. war anfänglich mehr eine Propagandafahrt geplant, die dann aber sehr geschickt in eine technische Prüfung grössten Stils übergeleitet wurde. Die geprüften Fahrzeuge stellten ausschliesslich 1 1 Serienmodetle daT, die von einer streng neutralen Kommission aus dem Lagerbestand oder den Verkaufsstellen der verschiedenen Fabriken herausgezogen worden waren. Während der 30 Tage und 30 Nächte, während welchen sie auf dem Nürburgring unter genauester Kontrolle ihre Runden zogen, haben die Wagen Strecken von 25 000—30 000 km zurückgelegt. Es konnte natürlich nicht der Zweck der Fahrt sein, die «Güte» der verschiedenen Wagenmarken vergleichsmässig festzustellen. Erstens gibt ja das Verhalten eines einzigen Wagenexemplars noch lange keinen Anhalt für die Qualität der Gesamtproduktion der betreffenden Marke und zweitens versteht unter «Güte» eines Wagens jedermann etwas anderes. Die Kollektivergebnisse, wie sie erzielt wurden, sind als Unterlagen für eine Weiterentwicklung des Automobilbaues viel wichtiger. Uebrigens war eine geradezu verblüffende Einheitlichkeit der bei den verschiedenen Marken registrierten Störungen und Mängel festzustellen. Manche statistisch gewonnenen Erkenntnisse kommen nicht nur dem Konstrukteur, sondern direkt auch dem Fahrer zugute. So zeigte sich z. B. ein erstaunlich hoher Unterschied in der Lebensdauer der Reifen, die zuerst und dann später auf den Wagen montiert waren. Anfänglich hielten die Reifen kaum mehr als 5000 bis 6000 km aus. Später wurde ein Ersatz erst nach 10 000 km notwendig, was zwar immer noch häufig, in Anbetracht der rauhen Beschaffenheit des Nürburgringes aber verständlich ist. Woher rührt dieser Unterschied? Die « später» aufgezogenen Reifen stammten direkt aus der Reifenfabrik und waren frisch, während die Reifen der aus den Lagern bezogenen Wagen offenbar durch das Stehen nicht besser geworden waren. N°95 Auch Klemperer in Wien empfiehlt auf Grund ähnlicher Erwähnungen bei Sauerstoffmangel der Gewebe, wie das bei GO- Vergiftung der Fall ist, intravenöse Anwendung von Natrium-Thiosulfat (Wiener Klinische Wochenschrift, Nr. 26, 1930). Es scheint allerdings, dass Natrium- Thiosulfat nicht chemisch wirkt, wie man zuerst vermutet hat, sondern eher dazu dient, den Schock des Organismus zu beseitigen. Seine Wirkung wäre somit eher eine biologische als eine chemische. Diese Behandlungsweise hat sich mm rasch verbreitet, und es werden von verschiedenen Seiten günstige Erfolge berichtet. Es scheint darum angezeigt, auf diese Therapie hinzuweisen, weitere Erfahrungen zu sammeln, ihren Wert zu prüfen und später nochmals auf diese Frage zurückzu-> kommen. Dr. M. Pometto. Deutlich zeigte sich auch der ungünstige Einfluss kleiner Reifendimensionen. Was bei der Anschaffung eines Reifens grösserer Dimension mehr ausgegeben werden muss, wird immer durch die vermehrte Streckenleistung dieses Reifens aufgewogen, , Einlaufstrecke 5000 km. Nach wieviel Kilometern ist ein Wagen wirklich eingelaufen? Auch der «stärkste Mann > hätte bisher nicht geglaubt, dass es dafür 5000 km braucht. Bei den Messungen während der 30-Tage-Prüfung wurde aber einwandfrei festgestellt, dass ein Motor durchschnittlich über diese Strecke gefahreti werden muss, um seine maximale Leistung zu erreichen. Erst nach 5000 km sind die verschiedenen Reibstellen und Lagerflächen geglättet und zur Aufnahme der vollen Beanspruchungen bereit. Moral für den Automobilisten: Liebe deinen neuen Wagen wie dich selbst. Du kannst gar nicht zärtlich, nicht geduldig genug sein. Jede Schonung bis zu 5000 km lohnt dir der Motor mit höherer Lebensdauer. Moral für die Automobilindustrie: Es müssen Mittel und Wege gefunden wer 1^ den (vielleicht in der Gestalt besserer Bear" beitungmethoden für die Reibungsoberflächen), um die peinlich lange Einlaufzeit abzukürzen. Welche Motoren sind Benzinfresser ? Lehre vom Nürburgring: Fast ausschliesslich nur die abgenützten. In gleich gutem Zustand befindliche Motoren von gleicher Leistung brauchen auch bei verschiedener Bauart in der gleichviel Brennstoff. Hauptsache ist der Zustand. Wie die Leistung durch schlechteren Zustand sinkt, steigt auch der Brennstoffverbrauch rücksichtslos, schonungslos, unwiderstehlich. Moral: Der wirksamste Brennstoffsparer ist eine sorgfältige Motorpflege. Der Brennstoffverbrauch ist nicht einmal stark abhängig vom Wagengewicht. Das Wagengewicht übt auf den Brennstoffverbrauch — keinen — grossen Einfluss aus. Wie oft soll das Oel gewechselt, wann Oel nachgefüllt werden? Bei gut gepflegten MotoTen je nach deren Inanspruchnahme. Bei stark beanspruchten Motoren stellt sich die kritische Oelverdünnung rascher ein als bei schwach beanspruchten. Starke Beanspruchung ergibt raschesUeberlandfahren, schwache Stadtfahren. Eine «kritische» Oelverdünnung ist eine Verdünnung des Oels um fünf Prozent. Bei dieser Verdünnung büsst das Oel fast seine ganzft Schmierfähigkeit ein. Die kritische Verdis nung stellt sich weniger leicht ein, wenn von Zeit zu Zeit literweise nachgefüllt wird, als wenn man so lange wie möglich wartet, um dann gerade den ganzen Kurbelgehäuse-Inhalt zu erneuern. Fahren mit blossem Benzin ergibt gegenüber dem Betrieb mit Benzin-Benzol oder

N° 95 - 1931 XUTOMOBIL-REVUJ5 13 anderem Gemisch bei MotoTen, die blosses Benzin überhaupt ohne Klopfen vertragen, keinen finanziellen Vorteil. Bei der Brennstoffwahl braucht also praktisch nur das Verhalten des Motors berücksichtigt zu werden. Betrieb mit Gemisch ist sogar in der Regel unwirtschaftlicher, wenn nicht der Vergaser neu eingestellt wird. In bezug auf die Fahrsicherheit spielt es praktisch keine Rolle, ob ein Wagen besonders niedrig gebaut ist oder ob er Schwingachsen hat oder nicht. Trotz des für den Nürburgring hohen vorgeschriebenen Durchschnittstempos von 50 km/Std. kamen bei der Prüfungsfahrt auch die hochbeinigen Wagen restlos durch. Die besonders galten Federungseigenschaften der Schwingachswagen bleiben davon natürlich unberührt, aber leider fehlten die Möglichkeiten, diese Eigenschaften näher aufs Korn zu nehmen. Einen besonders guten oder besonders schlechten Einfluss auf die Reifenabnützung, wie sie vielfach behauptet wird, hat die Schwingachse übrigens nicht. Sie verhält sich in dieser Beziehung wie die Starrachse. Die Bremswege «eigen bei den verschiedenen Bremssystemen keine wesentlichen Unterschiede. Leider hat man aber anscheinend nicht festgestellt, wie es sich mit dem Aufwand von Pedaldruck verhält, der zum Erreichen der Bremswege nötig ist. Hier wären bei den verschiedenen Systemen wohl grosse Unterschiede zutage getreten. Die c normale», d. h. durchschnittlich festgestellte «Schrecksekunde» misst 0,962Sek. TDas ist viel und dürfte auf ermüdete Fahrer schliessen lassen. Allerdings wurden auch •* Schrecksekunden » von nur einer Viertel- Sekunde Dauer notiert. m. Eine gelbliche Linie besser. In England wird auf den meisten Strassen die Mitte mittelst einer weissen Linie gekennzeichnet. Es hat sieh nun aber herausgestellt, dass eine gelbliche Linie des Nachts viel besser sichtbar ist als die bisherige weisse Linie, und es sind auch bereits in der Umgebung von Southampton sowie in der Grafschaft Sussex die weissen Linien durch gelbliche ersetzt worden. ^". Eine fahrbare Druckeret Die englische Zeitung «The Star» hat sich eine fahrbare Druckerei angeschafft, die überall dort eingesetzt wird, wo besondere Ereignisse die rascheste Herstellung von Bulletins wünschbar machen. So soll die Druckerei bei den wichtigeren Pferderennen, bei grossen Fussballmatches und ähnlichen Veranstaltungen zugegen sein. Das Fahrzeug hat einen besonders für den Zweck erstellten Aufbau mit einem Schreibraum und dem Baum für die Presse. Für die Bedienung sind vier Mann vorgesehen, nämlich der Eedakteur, ein Setzer, ein Mann für die Bedienung der Presse und der Wagenführer. Die Presse wird vom Getriebe des Fahrzeuges aus angetrieben. Die Einrichtung ist so getroffen, dass bereits während des Ganges der Veranstaltung mit dem Setzen des Textes und mit dem Druck begonnen werden kann, so dass kurz nach ihrem Schluss auch die fertigen Bulletins vorliegen. Auf dem Wagendach ist zudem ein sehr starker Lautsprecher montiert, der zur Berichterstattung und zur Reklame verwendet werden kann. Er kann aber auch mit einem Grammophon verbunden werden und damit dazu dienen, dem Publikum in den Pausen der Sportveranstaltungen das Warten zu verkürzen, rfc Der Frost kommt! Haben Sie schon Glysantin 1 } im Kuhlwasser I H Fnrhoninrliietrio Alrtiennecellcchnft Frankfurt an Mol« luf*f«ah»t Rascherer und höherer Verkehrsflug. Eines der wesentlichsten Merkmale des "Luftfahrzeuges ist seine im Vergleich zu anderen Beförderungsmitteln überragende Geschwindigkeit, die gewissermassen dadurch noch eine Steigerung erfahren kann, dass das Luftfahrzeug — meist im Gegensatz zu den erdgebundenen Verkehrsgeräten — befähigt ist, im allgemeinen den kürzesten Weg zwischen zwei Punkten zu •wählen. Wollte man also die Entwicklung einer der Haupteigenschaften des Flugzeuges — nämlich seine überlegene Geschwindigkeit — vernachlässigen, so hiesse dies — von wenigen besonderen Ausnahmen abgesehen — sich wider die innere Natur, den Geist dieses Instrumentes versündigen. Zutreffend hat Dr. Rumpier einmal gesagt: «Wir sind ohne Einfluss auf die Flugentfernung, die gegeben ist, ebenso auf den Gegenwind. Unserem Einfluss ist nur die Eigengeschwindigkeit des Flugzeuges unterworfen.» Grosse Eigengeschwindigkeit ist auch schon deshalb erforderlich, weil das Luftfahrzeug unvergleichlich stärker vom Winde beeinflusst wird als Schiff, Auto oder Eisenbahn. Die auffällige Empfindlichkeit des Luftfahrzeuges in bezug auf Windeinfluss ist allerdings sehr willkommen, wenn es sich um Rückenwind handelt, während sie bei Seiten- oder gar Gegenwind meist recht uner- "vvünscht wird. Hohe Geschwindigkeit setzt unter ande- Tem relativ starke Motorleistungen voraus. Sie wird also teuer erkauft. Trotzdem aber ist ein Zuwachs an Geschwindigkeit sowohl für Flugzeuge als auch für Luftschiffe derzeit im allgemeinen noch wichtiger als eine Vermehrung der Tragfähigkeit, weil für den Lufttransport in der Hauptsache nur eilbedürftige, hochwertige Kleingüter und keine schweren Lasten in Frage kommen. Selbst der Mensch, der das wichtigste Element im Wirtschaftsleben ist, wird als Transportobjekt in der Luftfahrt eine geringere Rolle spielen als Post und Fracht. In der Tat kann man heutzutage — von einigen Ausnahmen in verkehrsarmen Ländern abgesehen — mit einem schnellen Flugzeug im Luftverkehr praktisch mehr anfangen, als mit einem verhältnismässig langsamen Riesenflugzeug. Die Schaffung von Flugzeugen mit sehr hohen Horizontalgeschwindigkeiten (und dabei möglichst geringen Landegeschwindigkeiten) ist daher eine der wichtigsten r technischen und wirtschaftlichen Ziel- > Setzungen. Selbstverständlich hinkt die unter Berücksichtigung der grossen Schonungsnotwendigkeit des Triebwerkes im Durchschnitt einzuhaltende Geschwindigkeit der Verkehrsflugzeuge den Höchstleistungen der Spezialflugzeuge noch beträchtlich nach. Aber die sportliche Leistung wird Schrittmacher der wirtschaftlichen Leistung sein. Heute schon werden mit einigen Typen von Verkehrsflugzeugen normalerweise Geschwindigkeiten von 250 km-Std. im Mittel (ohne Windeinfluss) erreicht. Es ist unbezweifelbar, dass wir bereits in absehbarer Zeit-auf reguläre Geschwindigkeiten von 300 km-Std. in den üblichen Flughöhen kommen können und dass die Erreichung von 360 km-Std. in den üblichen Flughöhen sogar schon in naher Zukunft möglich erscheint, wie die Amerikaner es dartun. Selbstverständlich würde die Hoheiv Züchtung der Geschwindigkeit zwecklos sein, wenn die Sicherheit nicht in gleichem Masse zunähme. Es muss das Ziel sein, Landungen auf unvorbereiteten Plätzen wegen technischer Störungen oder aus Wettergründen so gut wie unmöglich TVL machen, zumal der Post- und Frachtluftverkehr der Zukunft sich hauptsächlich in der Nacht abspielen wird, da dann der Zeitaufwand für die Beförderung kein Zeitverlust ist. Bei den am Tage ausgeführten Langstreckenflügen wird häufig die Notwendigkeit des Fluges ohne Horizont sich ergeben (sog. Blindflug). Aus diesen und anderen Gründen muss nicht nur das Passagier-, sondern auch das Post- und Frachtflugzeug der Zukunft eine kraftüberschüssige Maschine mit mehrfach unterteiltem, während des Fluges kontroll- und reparaturfähigem Triebwerk werden. , Falls es gelingt, den Flugverkehr in die Stratosphäre zu legen, wird eine weitere erhebliche Geschwindigkeitszunahme zu erwarten sein. Louis Bleriot, der 1909 als erster im Flugzeug den Aermelkanal überflog, hat prophezeit, dass wir in zehn Jahren im 1500-Kilometer-Tempo fliegen werden, und möglicherweise behält er recht. Voraussetzung für den Verkehr in der Stratosphäre ist, dass es glückt, den natürlichen Leistungsabfall des Motors in der dünnen Atmosphäre da oben durch geeignete Vorverdichtung der Verbrennungsluft zu verhindern, ferner den Propeller verstellbar zu machen, damit seine mit der wechselnden Luftdichte sich sonst verändernden Drehzahlen möglichst gleich bleiben, und schliesslich eine druckfeste Kabine zu schaffen, ohne dass alle diese Massnahmen ungebührlich grosse Gewichte kosten. -4- Fernsehen im Flugverkehr. Das Bestreben, den Flugverkehr immer sicherer zu gestalten, hat schon vor einigen Jahren dazu geführt, die grösseren Verkehrsflugzeuge mit drahtlosen Empfangsapparten auszurüsten, um dem Piloten auf diese Weise die Möglichkeit zu geben, auch während des Fluges die neuesten Wettermeldungen aufzunehmen. Neuere Versuche, die vorwiegend in Amerika in den letzten Monaten durchgeführt und teilweise abgeschlossen wurden, zielen dahin, das Fernsehen in den Dienst des Flugverkehrs zu stellen. Die gegenwärtig vorhandenen Fernsehapparaturen sind zwar Erhältlich an Tankstellen und In AutofachgeschSften; Rennfahrer mit -Kerzen erhöhen die Leistung ihres Motors und kennen keine Panne. Folgen Sie ihrem Beispiel f ür Ihr Auto.Ihr Motorrad oder Ihren Lastwagen und Sie werden zufrieden sein. Verlangen Sie die neuen Typen C1, C 4, C 7 Ueberall erhältlieh!